Beiträge von m_tree

    Bisher spielte ich in größeren Locations über die vorhandene PA mit den Mikros des FOH-Technikers. In kleineren Locations mit ca 40-80 Besuchern kam es jedoch bereits vor, dass ich rein akustisch gespielt habe.


    Ich denke jedoch, dass eine Live-Abnahme (Recording steht nicht zur Diskussion) in allen Räumlichkeiten Sinn ergibt, zumindest mit 2 Overheads und einem BD-Mikro kann man den akustischen Drumset-Sound doch deutlich aufwerten, oder?


    In kleineren Locations mit 40-80 Besuchern kann man vor allem die Bassdrum tatsächlich aufwerten. Eine PA mit Subwoofern ist dafür von Vorteil.


    2 Overheads stehen da m.E. aber nicht wirklich zur Diskussion. Zum einen würde ein Mono-Overhead dafür ausreichen, aber zum anderen wäre auch das wahrscheinlich schon zu viel. Das kommt auch auf die restliche Bandbesetzung an. (Entsprechend laut gemischte) Gesangs-Mikros fangen i.d.R. schon sehr viel vom Schlagzeug ein. Das wirkt wie eine Kombination aus Overhead und Raum-Mikrofon, was vor allem die Becken und einen relativ "undefinierten" Brei des Schlagzeugs verstärkt. Ich weiß das durch ein paar Live Mitschnitte und Live-Proberaumaufnahmen.


    Neben einem Bassdrum Mikrofon halte ich nur ein Snare-Mikrofon und als 3. Option eben ein einzelnes Overhead für sinnvoll. Tom Mikrofone bringen i.d.R. auch viel "Schmutz" bzw. undefinierten Brei mit in den Mix. Wenn ihr euch selbst mischt, würde ich davon gänzlich die Finger lassen. Das ist allerdings wiederrum auch Philosophie-Sache. Ich hatte schon erlebt, dass Live-Techniker die Tom Mikros als Overhead-Ersatz ("da ist viiieeel Becken drauf ...") benutzt hatten. Wenn auch nicht oft.


    Generell kann man sagen, dass es beim Verstärken des Schlagzeugs auf der Bühne vor allem um Nahmikrofonierung und als erstes die Trommeln (und da als erstes die BD) geht. Auf dem oberen Snare Mikro ist z.B. auch meistens recht viel Hi-Hat drauf. Damit muss man nicht nur leben (wenn man die da nicht mit Gates und/oder Samples "weg trickst"), sondern kann man sich auch zu Nutze machen. ;)


    Zitat

    Da diese Situation jedoch max. 3-4x im Jahr vorkommt, bin ich unschlüssig, ob man mit den Budgetlösungen, wie kompletten Mikrokoffern zwischen 200-300€ ausreichend ausgestattet ist, oder man mit der Investition in zwei gebrauchte Overheads und je einem gebrauchten BD- sowie Snaremikro der gehobeneren Kategorie klanglich nicht besser fährt.


    Welche Ideen / Empfehlungen / Erfahrungen habt ihr?


    Wenn es um die 3 o.g. Mikros geht - also BD, Snare und OH - würde ich schon zu den üblichen Verdächtigen raten. Also für die Bassdrum AKG D112, Shure Beta52 usw., für die Snare Shure SM57, Audix i5, Sennheiser e604 o.ä. und als Overhead Oktava MK-012, Rode NT-5 usw.


    Neukauf würde da auch gehen: Ein AKG D112 und Shure SM57 kosten zusammen 200. Dazu ein einzelnes Kleinmembran-Kondensator bis 100€. Für 3 geeignete Mikro Stative müsste man allerdings auch noch mal nen 100er mit einrechnen, wenn nicht vorhanden.


    Ist eigentlich ein Loch im Resofell der Bassdrum vorhanden?

    orinocco
    Ich glaube, die Diskussion driftet langsam ein bisschen ab.


    Zu "Schnell Umstimmen" möchte ich nur noch sagen:
    Das wird nicht passieren, wenn a) der Drummer stimmen kann und weiß was er tut, b) der Techniker weiß was er tut und keine tot gedämpften Trommeln will und c) wird, sollte der Sound trotzdem mal "schnell" geändert werden müssen, ein bisschen mehr Dämpfung ausreichen.
    Ist mir übrigens noch nicht passiert. Ich wurde eher für meinen Sound gelobt :rolleyes:


    "Schnell Umstimmen" sollte man sich m.E. jedenfalls aus dem Kopf schlagen, genau so wie "Schnell Stimmen" auch. Das braucht Zeit und Muße. Schneller wird man durch die Routine.


    Was hingegen sehr wichtig ist, ist "Nachstimmen". Trommeln verstimmen sich durch Bespielen und sogar durch Temperaturschwankungen u.ä. ... also in Ruhe Felle aufziehen, in Ruhe stimmen und in Ruhe immer wieder nachstimmen. Auch die Resos mal ab und an. :)

    Also im Bassbereich geht das D6 nicht weiter runter bzw. ist nicht extremer als viele andere Mikros: die beiden dynamischen Sennheiser, die beiden populären Grenzflächen und das Shure Beta52 (um nur ein paar zu nennen) sind dem D6 da relativ ähnlich. Es gibt natürlch kleine Unterschiede im Bassbereich / Nahbesprechungseffekt, aber sehr viel Tiefbass liefern die alle. Die Unterschiede belaufen sich da mehr auf den Mitten- und Höhenbereich. Und die sonstigen Klangeigenschaften.


    Ich hatte mit der Shure Grenzfläche ja mal Aufnahmen gemacht und was da an Tiefbass kommt, ist sehr extrem. Sicher nicht weniger als beim D6.


    Hier ein Vergleichsvideo zu ein paar BD Mikros, Grenzflächen Mikros sind da allerdings nicht dabei:


    (Ab 2:30)
    https://youtu.be/Ki3UtgNR4C0?t=150


    Ich bin kein Livetechniker und beabsichtige auch nicht, einer zu werden. Hierzu dennoch eine kleine Ergänzung:


    Dann kann es passieren, dass entweder kein Druck kommt oder die Bässe der Kick nicht klar und präzise übertragen werden, sonden anfangen, zu "schwimmen".


    Ganz unabhängig davon, wie die Gegebenheiten bei Bassdrum und PA sind, kann man für maximale Klarheit und Präzision der Bässe eine ganz einfache Regel beachten: Die EQs im Bassbereich flat lassen.


    Ich finde übrigens, dass das D6 (und auch andere Audix Mikros) ziemlich gehyped wird.


    Zitat

    Daher haben Techniker meist immer noch eine Alternative im Mikrokoffer, die die Tiefmitten besser überträgt. Das funktioniert dann bei höher gestimmten Bassdrums oder kleineren PA-Systemen meißt besser.


    Tiefmitten will bei modern klingenden Bassdrums eigentlich keiner haben. Auch auf kleinen PAs und mit kleinen Bassdrums nicht. Das "Fleisch" im Bassbereich nah mikrofonierter Bassdrums bewegt sich immer unter 200Hz. Wie das dort genau aussieht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Und Bassdrum Mikros wie die o.g., die vor allem Tiefbässe unter 100Hz betonen, können mager klingenden Bassdrums auch zu etwas mehr "Eiern" verhelfen. Die Wahl des Bassdrum Mikros an der Dimensionierung der Subwoofer und an der Größe der Bassdrum zu orientieren halte ich für fragwürdig.



    ... ich würde jedenfalls die Sennheiser Grenzfläche nehmen, wenn sich die Auswahl strikt auf die deiden o.g. Mikros beschränkt. ;)


    Attack bzw. Höhenpräsenz liefern beide Mikros sehr viel. Da gehts eigentlich nur noch darum, dass deine Fell / Beater Kombi auch genug Attack bzw. "Klick" liefert. Also nicht gerade Filz auf Coating o.ä. ...


    Die Frequenzgänge der Mikros sind sich übrigens sehr ähnlich (fällt mir gerade erst auf):


    Audix D6:


    Sennheiser e901:


    Für den Live-Einsatz sind Grenzflächen ja sowieso prädestiniert. Preislich kommt es auch aufs selbe raus, rechnet man die Mikrofonstative beim D6 dazu.


    Ich rate in dem Fall zum Sennheiser bzw. zur Grenzfläche. Nicht nur, weil so die Mikrofonstative wegfallen, sondern auch, weil der Sound einfacher zu reproduzieren ist. Stellt man ein dynamisches Mikro nicht exakt ins Resoloch, kann man eine gleiche Aufstellung bei zwei Bassdrums nur schwer erreichen. Im Proberaum oder Studio sicher machbar, auf der Bühne aber nervig.

    …...dann klingt der Proberaum wahrscheinlich schlecht. :) ;) ;)


    Nee, mein aktueller Proberaum klingt für die Größe ausgezeichnet. Fette Packen Steinwolle als Bassabsorber in den Ecken, Diffusoren und ein paar Breitbandabsorber machens möglich. ;)


    Und ansonsten spiel ich seit mindestens 10 Jahren nur noch mit Gehörschutz. Egal wo.


    Zitat

    Wozu schnell umzustimmen um Zeit zu sparen für andere Dinge,
    ich mein so ein komplettes Set ist nicht schnell mal umgestimmt.


    Ähm, ja ... aber wozu denn schnell Umstimmen?

    …….und vor allem, um schnell umstimmen zu können,


    Wozu soll man schnell umstimmen können?


    Zitat

    ja Punch könnte man mit eher druckvoll im eher tieferen Bereich mit trotzdem gut/klar sauber definierten Anschlag umschreiben. Reinhauen muss da nett unbedingt.


    Na jaaa ... also damit's fett und punchig klingt, muss man in tief gestimmte Trommeln schon reinhauen.


    Zitat

    Ein schnellerer kurzer Anschlag klingt besser, als ein wuchtiger/kraftvoller längerer. Vor allem bei eher Leichtgewichten dünnen masseärmeren Trommeln.


    Um Kraft geht es bei Punch auch nicht wirklich, sondern um Technik. Und ein heftigerer / lauterer Anschlag ist auch automatisch schneller. Kraft = Masse x Beschleunigung. Die Masse des Sticks oder Beaters bleibt gleich, also muss die Beschleunigung größer sein. Und das erreicht man mit Spieltechnik, nicht mit Muskelkraft.
    Mal davon abgesehen, dass ein wuchtiger Anschlag ab einer gewissen Wiederholrate der Schläge ja immer schwieriger bis unmöglich wird. Bei tief gestimmten Trommeln und damit weniger Rebound sowieso.


    Zitat

    im Wohngebiet die Trommeln so verhauen geht doch nett, ausserdem will ich doch hören und meine Ohren nett zu stöpseln müssen, also zumindest nett immer.


    Ich spiel nur in Proberäumen und auch nur mit Gehörschutz. Geht prima. ;)

    Mick
    Lass dir nix einreden - jeweils ein Mikro an/in den Bassdrums reicht vollkommen aus. Wenn die restlichen Faktoren passen: BD Sound, Mikrofon und Mikrofonaufstellung. Mehr als ein bisschen untere Mitten rausnehmen und evtl. Höhen anheben sollte dann nicht mehr nötig sein.


    Sowieso wäre der Einsatzzweck gut zu wissen. Wenn es um die Beschallung von großen Festivalbühnen oder die Produktion eines Albums, das 1000-fach vervielfältigt wird, geht, kann ein versierter Tontechniker mit guten Gegegebenheiten beide Mikros sicher sinnvoll ergänzen. Aber ansonsten? Overkill :whistling:

    …..Weiss ich nicht ob man das so pauschal jetzt sagen kann, kommt sicherlich aufs Umfeld an, und der Begriff Punch ist ja auch nicht so eindeutig definiert.


    Attack setzt sich ja in der Regel auch im Geräuscheteppich durch, spielt die Band evtl. mit Presslufhammer dann vielleicht auch weniger.


    Also Punch lässt sich am einfachsten ja mit "Schlag" ins Deutsche übersetzen. Ist also eigentlich nichts weiter als der Anschlag selbst. Ich würde das beim Schlagzeug aber mit "Schmackes" bzw. höherer Anschlagenergie gleichsetzen. D.h. eben nicht, dass man streichelt, sondern reinhaut.


    Mal von gleicher Anschlagstärke (Rebound außen vor gelassen) ausgegangen, produziert eine höher gestimmte Trommel mehr Attack und eine tiefer gestimmte mehr "Punch". So seh ich das jedenfalls :D


    Von der Wahl der Felle abgesehen. Klare und doppellagige Felle haben auch mehr Attack als coated und einlagige.


    ...
    "Messen" hilft vielleicht, um exakter Stimmen zu können. Tunebots machen ja genau das. Aber ansonsten muss man den Sound schon mit dem Gehör beurteilen. Aufnahmen können dabei behilflich sein.

    Irgendwer noch irgendwelche Pro und Contra Entscheidungshilfen?


    Grenzflächen Mikros sind m.E. vor allem für Live (und da auch im Cajon) geeignet. Kenne die Shure Grenzfläche auch vom Recording und dafür sind Grenzflächen Mikros m.E. weniger geeignet (wiederrum auch im Cajon :D ).


    Dynamische Tauchspulen Mikros wie alle "normalen" BD Mikros sind für Recording m.E. erste Wahl. Der Frequenzgang und druckvolle Sound des Audix D6 ist vor allem für Metal geeignet. Und ich nehme mal an, dass das bei 2 Kicks auch dein Einsatzzweck ist.


    Klar, Grenzflächen Mikros brauchen keine Mikrofonstative. Aber gerade für Recording sollte da doch eher der Sound im Vordergrund stehen, nicht ob man 2 Stative einspart.


    Es lohnt sich übrigens auch sehr mit der Mikrofonposition zu experimentieren. (Mittig) in der Bassdrum ist der Sound zwar direkter (tendenziell sogar zu direkt), hat aber auch weniger Tiefbass als in Richtung des Resolochs. Steht die Membran direkt auf Höhe des Resolochs, wummerts m.E. zu sehr und klingt zu undefiniert. Ein kleines Stück weiter innen (aber eben noch halb im Resoloch) klingt es dagegen m.E. ziemlich rund, mit ordentlich Wumms im Tiefbassbereich. So spart man sich ein zweites Mikrofon oder "Subkick" vor dem Resofell. Ich beziehe mich bei auf Tests mit einem Shure Beta52 und einer wenig gedämpften 22*18.


    Was gegen Grenzflächen Mikros für Recording spricht ist m.E. der künstliche Sound und die mangelnde Flexbilität in der Positionierung, mit der man den Klang (im Falle eines Grenzflächen Mikros nicht) weiter beeinflussen kann.

    trommla Ich dachte immer der Punch sei eine Eigenschaft des gesamten Instrumentes durch alle Stimmungen bestehend.


    Also Punch ist ja erst mal nix anderes als der Anschlag selbst. Aber damit es auch punchig klingt, muss die Trommel das eben auch hergeben. Und mit hohen, Jazz-mäßigen Stimmungen erreicht man halt eher einen perkussiven Sound. Ein "fetter Rock Sound" z.B. ist eben eher punchig, nicht plöckig und perkussiv. Und dafür muss die Stimmung eher tief sein. Ich beziehe mich damit aber nur auf Bassdrum und Toms.


    Zitat

    orinocco mit "gleicher Stimmung", dass Schlag und Reso auf den gleichen Ton gestimmt ist. Oder geht dass gar nicht bei unterschiedlichen Membran dicken?


    Das geht schon, wie ich bereits schrieb. Allerdings schwingen unterschiedliche Felle eben auch unterschiedlich aus.


    Zitat

    m_tree Die Physik der Trommel kann man sich nicht oft genug vor Augen halten. Daher denke ich ja auch, ob ich nicht mit der besagten Fell-Kombi die Voraussetzung geschaffen habe das Reso, so zu stimmen dass es einfach nur nach singt. Das doing vom drauf hauen ist da längst verklungen.


    Du meinst quasi, dass du mit der Fell Kombi nicht mehr großartig zu stimmen brauchst? :D
    Ich würde das Reso halt wie gesagt etwas höher stimmen. Das ist gängige Praxis auch bei Drum Techs und geht mit gleichen Fellen genau so wie mit unterschiedlichen. Bei unterschiedlichen Fellen würde ich aber immer ein dünneres Reso und ein dickeres Schlagfell nehmen. Auch Clear / Coated, Dämpfringe und Dots betreffend.
    Rein "Physik-mäßig" ergibt das für mich jedenfalls mehr Sinn, und dazu passend auch die höhere Stimmung des Resos.


    ….da blick jetzt aber nimmer durch. Mittlere jetzt oder doch besser Tiefere.


    Und wie ist Zitat: "Zumindest bei gleicher Stimmung" (aus post 157) gemeint (definiert), von Was


    Die "insgesamt tiefere Stimmung" ist in Relation zu Guth's sehr hoher Stimmung gemeint. ;)


    Und ich bin der Meinung, dass man "Punch" vor allem mit tieferen Stimmungen und eben ordentlich Punch - also mit Schmackes angeschlagen - erreicht. Tiefer gestimmte (und größere ...) Trommeln brauchen auch mehr Anschlag Energie, um voll zu klingen.
    Mit Ausnahme der Snare - aber die soll ja auch nicht nur oder sogar weniger "punchig" klingen und dafür eher "knallen". Je nach dem ...


    Das Sustain kann man ohne zusätzliche Dämpfung auch über das Verhältnis von Schlag- und Resostimmung steuern. Ich stimme meine Toms eher tief, das Reso aber (bei Bassdrum und Snare auch) immer etwas höher. Neben der Verkürzung des Sustains hat das auch noch andere positive Effekte, find ich.


    Das längste Sustain kriegt man auch nur mit gleichen Fellen, die exakt gleich hoch gestimmt sind, hin. Unterschiedliche Felle schwingen auch bei gleicher Grundstimmung anders und "stoppen" das Schwingen der Luftsäule in der Trommel dadurch eher ab. Ein dünneres Fell mit weniger Masse spricht zum einen schneller an, braucht also weniger Energie um in Bewegung versetzt zu werden und schwingt durch die geringere Massenträgheit eben auch nicht so lang aus. Nur auf die Benutzung als Resonanzfell bezogen. Dünnere Schlagfelle hingegen klingen grundsätzlich offener und obertonreicher.


    Hab ich noch nie probiert, wäre aber mal nen Test wert. Wobei ich mit clear Ambas auf allen Sets ganz gut fahre und daher keine Not habe.


    Amba clear als Tom Resos hatte ich auch lange Zeit Standard-mäßig drauf. Zwischendurch mal Amba coated getestet, aber das hat mir nicht getaugt. Das 12er müsste ich demnach seit diesem Test nicht mehr benutzt haben.


    Ich glaub ich bin sogar durch eine Diskussion mit dir in diesem Thread auf Diplomat als Resos gekommen. Sehr dünne Felle als Resos wirken sich bzgl. Sustain genau anders rum als beim Schlagfell aus - es wird kürzer. Ich hatte mir dazu Vergleiche angehört, u.a. von "Sounds like a drum". Bob Gatzen hatte vor längerem aber auch mal einen Verbgleich gemacht und da war der Unterschied extrem. Hab's gefunden (Direktvergleich ab 5:10):


    https://youtu.be/HIcUBJrtKTg?t=310


    Hier der Vergleich von "Sounds like a drum":
    https://youtu.be/OT7Anm9n3uQ


    Ein bisschen brillianter klingts dadurch auch.


    Ich hatte dieses Jahr ja auch mal Emperor coated auf der Bassdrum getestet. Hat mich zum einen nicht vom Hocker gehauen und zum anderen ist die äußere Felllage nach einem halben Jahr gerissen. Hab dann erst mal wieder das alte PS3 mit Impact Patch aufgezogen. PS3 ist auf der BD einfach das beste, m.E. ... nicht ohne Grund so populär.
    Amba clear als Bassdrum Reso ist so ne Sache. Gegenüber einem PS3 produziert das ein eigenartiges "Oing" im oberen Bassbereich. Ist mit dem Kissen am Reso aber ok, und ein bisschen Dämpfung sollte m.E. sowieso in die BD, wegen des Basketballeffekts. Am Reso statt am Schlagfell anliegend taugt mir das auch besser.


    Jedenfalls geh ich davon aus, dass ich mit Diplomat clear als Tom Resos zufrieden sein werde.


    Und wie man unschwer erkennen kann bin ich (wieder) komplett bei Remo.

    Mit nem normalen Amba hab ich bisher aus jeder Snare einen ordentlichen Sound holen können.


    Mir gehts da ähnlich und ich bin nach ein paar "Experimenten" mit Evans auch wieder zurück zum "Ambassador coated Standard". Kürzlich hatte ich mal das Ambassador X getestet, das 12 statt 10 Mil dick ist. War aber nicht mein Fall.


    Zitat

    Man sollte halt immer im Hinterkopf behalten, dass man ein einlagiges/dünnes Fell bei Bedarf noch dämpfen kann, umgekehrt wird's schwierig, wenn man einen möglichst offenen Ton erreichen möchte. Nicht ganz ohne Grund ist das Ambassador/G1 als Snarefell so weit verbreitet.


    Jepp. Ich bin bei Snares generell auch bei einlagig coated ohne Dämpfring. Ohne zusätzliche Dämpfung eigentlich auch. Bei Toms dämpfe ich gar nicht, bei der BD habe ich das auf ein Minimum reduziert mit einem kleinen Kissen am Reso, das zum einen das "Oing" des Ambassador clears und zum anderen den Basketballeffekt im Kesselinneren etwas zähmt.
    Für die Snare habe ich mir kürzlich die Skygel Damper Pads besorgt. Als ich wieder angefangen hatte mit Dämpfung auf der Snare zu experimentieren, hatte ich zuerst etwas Gaffa benutzt. Moongel mag ich nicht und davon hatte ich auch nur noch halbe Stückchen benutzt, glaub ich. Der Vorteil der Skygel Dinger ist m.E., dass sie transparent sind. Und nachdem ich das auf der Snare ausprobiert hatte, war mir das schon zu viel. Also hab ich eins durchgeschnitten und nur ein halbes drauf gepackt. Reicht mir völlig. Ich bin aber immer noch der Überzeugung, dass das nur mit Nahmikrofonierung des Schlagfells nötig ist, wenn man ohne Dämpfung nicht zum Zielsound kommt - und auch nur bei der Snare.


    Zitat

    Technische Spezifikationen sind ja schon genannt worden. Die gewünschte Anwendung hilft auch, eine Vorstellung zu bekommen. Ein Diplomat ist ein super Fell für offene Stimmungen und eher leichte Spielweise mit nuancierter Dynamik. Knackige Rock- oder Funkbeats, also backbeatlastige Musik, werden mit dem Evans Genera Dry besser bedient. Ich persönlich mag auch das Remo coated CS Reverse Dot gerne, wenn's knallen soll.


    Diplomat ist m.E. schon eher was für Tom Resonanzfelle. Für die Snare gibts ja sowieso spezielle Resos, die noch viel dünner sind. Und auch hier noch Abstufungen zwischen u.a. Ambassador und Diplomat, allerdings eben dann 3 vs. 2 Mil, nicht 10 vs. 7,5.
    Vom angesprochenen CS Black Dot hab ich gerade auch noch 2 rumliegen. Ich schwanke bei der Snare gerade zwischen Amba coated und CS coated. Z.Z. hab ich wieder ein Amba coated drauf und staune im übrigen, dass das dieses Mal so gut durchhält. Das Coating ist nach mehreren Wochen noch voll intakt. Vielleicht liegt das aber auch an meinem kürzlich geänderten Setaufbau mit 3 statt 2 Toms und etwas ergonomischerer Sitzposition. :D


    Diplomat clear werde ich mir demnächst für die Toms als Resos besorgen. Das 12er hat momentan noch ein Amba coated als Reso drauf. Und dazu werd ich wieder mal klare Schlagfelle auf den Toms ausprobieren. Emperor clar und Diplomat clear dann. Ohne zusätzliche Dämpfung und auch ohne Wattebällchen im Floortom und so'n Schnickschnack. Bin gespannt :rolleyes:
    Meine Drums Aufnahmen werden jedenfalls immer besser. Absolut kein Vergleich mehr zu dem Testvideo von April.


    Aber ich mach mein Nähkästchen mal wieder zu. :D

    "Wieder ausredet"? Deine Diffamierung finde ich gar nicht so lustig. Klär mich auf, wo ich überall eDrummern A-Drums ausrede!


    Es war scherzhaft gemeint. Wenn das für dich gar nicht klar geht, kann ich's auch wieder rausnehmen.


    Ich weiß, es ist OT, aber diese Aussage ist im Hinblick auf Paiste Becken einfach nicht richtig. Bei Paiste sind neben den ganzen B8 Profi Serien (2002, Giant Beat, Rude) auch z.B. die komplette Signature Serie incl. der Dark Energy Becken aus Sheet Bronze hergestellt, nicht aus gegossenen Rohlingen. Letztere gehen sicher als High End durch... Ich weiß nicht genau, wie es bei den 602ern aussieht...


    Ok, das hatte ich nicht bedacht und zu sehr verallgemeinert.


    Tendenziell sind High-End Becken aber schon eher aus gegossener B20 Bronze und Einsteiger Becken aus Sheet B8 Bronze hergestellt. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Sorry für DP, aber ich hatte den Thread nicht aufmerksam genug gelesen (demgegenüber wären ein paar mehr Infos im Startpost hilfreich gewesen).


    Wie schon gesagt würde ich auch mit 29 weiter machen. Warum du den Klavierunterricht an den Nagel gehangen hast spielt ja keine Rolle. Wie trommla schon sagte, hast du damit auf jeden Fall eine bessere Grundlage um mit dem Drummen anzufangen. Ich bin auch 29 und bin gerade damit beschäftigt, einiges an den Drums noch weiter zu verfeinern und einfach noch das rauszuholen, was geht. Seit ich keinen Alkohol mehr konsumiere geht das übrigens weitaus besser, habe ich festgestellt. :D


    Für mich wirkt es so, dass du nach Motivation suchst und wissen willst, wie viel Potenzial du hast. Also ob es sich überhaupt "lohnt", da weiter zu machen. Talent ist so ein eigenartiges Wort. Es gibt vereinzelte Leute, bei denen da mehr vorhanden ist und der Großteil der Menschen hat wahrscheinlich wenig bis gar kein musikalisches Talent. Wer aus freien Stücken ein Instrument lernt und (teuren) Unterricht nimmt ist ganz sicher talentiert. Ist besonders viel Talent da, wird es bei einem Start in jungen Jahren irgendwann zum Profi reichen. Oder für einen gewissen Berühmtheitsgrad. Und so weiter.


    Ich denke, du bewegst dich da im Mittelfeld. Ich hatte ja auch schon das E-Drum angesprochen. Das ist vielleicht ein guter Aufhänger dafür, um mal drüber nachzudenken, wo du bei den Drums eigentlich wirklich hin willst. Willst du irgendwann in Bands spielen und Spaß an Auftritten haben? Bzw. wie "ernst" meinst du das?
    Es geht da in deinem Fall vor allem um ein konkretes Ziel bzw. eine konkrete Vorstellung und die nötige Motivation dafür, darauf hin zu arbeiten denk ich.
    Ohne Fleiß, kein Preis. Auch extrem talentierte Leute müssen Üben. Ein Meister ist auch noch nicht vom Himmel gefallen. Es werden aber immer wieder Leute geboren, die das Potenzial dazu haben, ein Meister zu werden. ;)


    "Hold the Line" ist sogar eher ein 12/8, behaupte ich mal ganz frech ;) Ist auch als solcher notiert, zumindest in den Transkriptionen, die ich kenne.


    Hmm ... um mal für weitere Verwirrung zu sorgen :D


    Zitat

    Jeff Porcaro on "Hold the Line", in a 1988 interview with Modern Drummer:


    "That was me trying to play like Sly Stone's original drummer, Greg Errico, who played drums on "Hot Fun In The Summertime." The hi-hat is doing triplets, the snare drum is playing 2 and 4 backbeats, and the bass drum is on 1 and the & of 2. That 8th note on the second beat is an 8th-note triplet feel, pushed. When we did the tune, I said, "Gee, this is going to be a heavy four-on-the-floor rocker, but we want a Sly groove." The triplet groove of the tune was David's writing. It was taking the Sly groove and meshing it with a harder rock caveman approach."


    https://en.wikipedia.org/wiki/…ne#Background_and_writing


    EDIT
    Das war schludrig von mir ... und meine Frage nach dem Alter erübrigt sich damit auch. :whistling:


    Schonmal danke für das Kompliment.
    Und nein es geht hier nicht um Komplimente in der Art wie du es verstehst. Es ist nur mit 29 teilweise sehr anstrengend noch was zu lernen...... Klavierunterricht musste ich aufhören da es zu viel wurde. Eher auf der Suche nach Kritik um weiter zu machen ;)


    Ich würde auch mit 29 weitermachen. Aber warum wurde der Klavier Unterricht zu viel? Hast du den dann quasi durch Schlagzeug Unterricht "ersetzt"? Verstehe ich nicht so ganz.

    -Die Becken sind wirklich sehr mies und irgendwann in ferner Zukunft träume ich von den zildjian K-series Becken, die sind aber viel zu teuer... trotzdem möchte ich bis dahin nicht mit diesen Klängen leben müssen. Was sind günstige Becken deren Klang immerhin okay ist? (gerne mit tieferem Ton.. wenn nicht ist aber auch okay)


    Gegossene B20 Bronze. Kann auch eine andere Bronze Legierung sein, aber gegossen ist wichtig. Die ganzen "High-End" Beckenserien sind alle gegossen, kein "Sheet Bronze" wie die Einsteiger Serien. Zultan, die Thomann Hausmarke, wurde schon erwähnt. Die "Rockbeat" Serie z.B., kenne ich aus früheren Tagen, ist für den Preis wirklich gut: https://www.thomann.de/de/zult…_beat_profi_cymbalset.htm


    Zitat

    -Die Felle werden natürlich ausgetauscht... der Zustand ist fast schon nicht mehr lustig. Woran erkenne ich ob die Reso-Felle auch ausgetauscht werden müssen?


    Daran, dass die Schlagfelle komplett durchgedroschen sind. Die Resos wurden ganz sicher auch nicht gewechselt bzw. sofern die Schlagfelle überhaupt mal gewechselt wurden, nicht gewechselt. Dazu ist es wahrscheinlich, dass das noch die Werksfelle, die bei Einsteiger- und Mittelklasse Sets besonders günstige Fellserien sind, obwohl von den namhaften Herstellern.


    Die Resos sind wichtiger als viele denken. Vor dem Wechsel lohnt es sich allerdings, genau zu schauen welche Resos man aufzieht. Die wechselt man i.d.R. seltener als die Schlagfelle und hat man da einmal in die "falschen" Felle investiert, ist das ärgerlich.


    Andererseits ist die kostspielige Soundvervesserung gerade bei den Trommeln (aber auch bei den Becken) fraglich, wenn du sowieso abdämpfen willst / musst bis der Arzt kommt.


    Zitat

    -Da ich es vorerst in meinem Zimmer stehen lassen werde, würde ich alles geben um es so gut es geht leiser zu mahcen (Ich hab nen ziemlich lauten rock spielstil und auch wenn dynamik übungen sinn amhcen, will ich das doch nicht jeden Tag und immer machen) Geplant sind diese Gummimatten, welche man auf Becken und Trommeln schmeißen kann, ein Schwerer Stoff als Vorhang und ne gute Menge Mufflung für die Bassdrum + eine Gummimatte für/gegen den Trittschall


    Besser wäre, du ziehst mit dem Schlagzeug in einen Proberaum ein, wo du richtig Krach machen kannst, besorgst dir Gehörschutz und dämpfst die Bude nicht tot, sondern stimmst sie. All diese angesprochenen Maßnahmen führen neben der Verringerung der Lautstärke nämlich auch dazu, dass das Schlagzeug schlicht und einfach scheiße klingt. :rolleyes:

    Habe mal eine Hörprobe auf youtube hochgeladen. Ist nur eine sehr schlechte Aufnahme. Hat mich ein paar Nerven gekostet. Die Sound Einstellungen wurden nicht übernommen und hört sich natürlich nicht gut an xD Außerdem wurde meine geschlossene Hi Hat einfach nicht aufgenommen und sonst kam es auch vor das manche Schläge nicht in der Aufnahme vorkamen. Der Double bass Part ist mir auch nicht gelungen. Aber ich lad es mal Hoch. Es geht hier ganz klar um die Frage ob mir das einfach gut liegt. Also bleibt entspannt und zerreist mich nicht direkt. Konnten andere die ca 7 bis 8 Monate spielen solche Lieder auch hinkriegen.
    Hier der Link : https://www.youtube.com/watch?v=dBP8q-XURs0&feature=youtu.be
    Und zur Frage der Motivation. Ich saß jetzt ein paar Wochen davor und übte dieses Lied indem ich die Füße vertauschte....... Manchmal auch die Hände was deutlich schwieriger ist aber auch interessant ist mine Fähigkeiten zu verbessern :D


    Für ein Jahr Spielpraxis klingt das, so wie ich das als Halb-Profi und Nicht-Lehrer einschätzen kann, angemessen. Ein bisschen wackelig noch. Nichts besonderes, aber auch nicht besonders schlecht. Mit anderen Worten: Weitermachen! :)


    Wie alt bist du denn? Das spielt nämlich für Lernprozesse eine große Rolle. Meine erste Trommelphase von 7-10 Jahren wird sich bspw. doch positiv auf mein Feeling und Selbstverständnis am Schlagzeug ausgewirkt haben, obwohl ich 5-6 Jahre danach komplett neu angefangen hatte. Je früher man anfängt, desto mehr geht da theoretisch.


    Ein weiterer Punkt ist m.E. auch das E-Drum. Ein E-Drum ist kein Schlagzeug, sondern eine andere Welt. Übst du nur auf einem E-Drum, wirst du kein akustisches Schlagzeug bedienen können. Umgekehrt geht das schon eher. D.h., wenn du das ernst meinst und vielleicht auch mal "richtig" in Bands spielen willst, solltest du über die Anschaffung eines akustischen Schlagzeugs nachdenken. Sofern "Nick74" es dir nicht vorher wieder ausredet :D


    Zu dem erwähnten 3/8:
    "Hold The Line" ist eher ein 6/8. In dem Fall wird die Bassdrum auf die 1 und die Snare auf die 4 gespielt. Man kann das aber auch als 4/4 mit 8el Triolen betrachten. Mit einem 3/8 hat das eigentlich nichts zu tun ...

    Hallo,


    ich nutze mal dieses Thread für folgende allgemeine Frage:


    Ist ein Evans Genera Dry Coated (mit Luftlöchern, wo Level 360 draufsteht) "dasselbe" wie ein Remo Diplomat coated?
    Oder hat das deutlich andere Klangeigenschaften.
    (sind ja beide einlagig oder, da wird es nicht viel Unterschied machen?!)


    Nöö, diese Felle sind total unterschiedlich. :D


    Das Genera Dry ...

    • ist 10 Mil stark, das Diplomat 7,5 Mil
    • hat einen Dämpfring, das Diplomat nicht
    • hat Luftlöcher, das Diplomat nicht
    • ist von Evans und damit grundlegend schon etwas anders als ein Remo Fell ...


    Ein Evans Pendant zu Remo Diplomat Coated wäre das Reso 7 (Tom Reso), das aber 7 statt 7,5 mil stark ist. Diese Felle sind als Snare Schlagfelle übrigens weniger geeignet. Ein coated Fell in Ambassador Stärke ohne weitere Dämpfung klingt schon ziemlich offen und hält auch nicht besonders lange durch (Verschleiß).
    Das Remo Pendant zum Genery Dry Coated wäre ein Powerstroke 3 Coated, allerdings gibts bei Remo keine Luftlöcher.


    "Dasselbe" hat man übrigens nicht mal bei zwei identischen Fellen. Nur das gleiche. ;)