Ah, da haben wir uns leicht missverstanden: ich meinte zunächst, dass es sinnvoll sein kann, einen Verzerrer mit Audiomaterial mit höherer Bandbreite (und entsprechend höherer Aufnahmesamplingrate) zu füttern.
Diesbzgl. hatte ich dich schon richtig verstanden ![]()
Zitat von RampenUnabhängig davon braucht ein Verzerrer aber in jedem Fall Oversampling (also muss intern mit einer höheren Rate laufen als das Eingangssignal), weil er wie Du schon schreibst auch zusätzliche höhere Frequenzen erzeugt. Und wenn diese überhalb der Nyquistfrequenz liegen, werden sie als grauslich klingende Aliasfrequenzen im Verzerrerausgang auftauchen. Das lässt sich leicht im Experiment prüfen, in dem man einen Sinussweep mal fies ohne schlauere Clippingalgorithmen übersteuert. Anbei ein Originalsweep und der um 10dB geclippte. Da kann man deutlich die Aliasfrequenzen hören.
Ich hab mir die Files gezogen und in der DAW angehört und angeschaut. Ist schon erstaunlich, weil das Aliasing ja wirklich eindeutig ist. Ein Verzerrungsplugin müsste allerdings trotzdem ohne Oversampling auskommen, weil intern ein Anti-Aliasing Filter arbeiten kann. Klar ist das Rippling dann bei "normaler" Samplingrate viel stärker, aber Aliasing sollte eigentlich nicht auftreten. Ich denke das ist hier wirklich der Vorgehensweise geschuldet, dass du den Sinus (mittels Fader?) absichtlich Clippen lässt.
Interessantes Thema!
Dazu hätte ich eine Frage.
Ich nehme generell in 48kHz auf. Exportieren das dann auch so und später auch das dazugehörige Video für meine Drum Cover.
Jetzt schrieb letztens jemand bei Facebook man sollte immer mit der doppelten Frequenz des später exportierten Materials aufnehmen um Rundungsfehler beim runterrechnen zu vermeiden.
D.h. wenn man später 44,1kHz haben will, sollte man mit 88,2kHz aufnehmen.
Ist da was dran? Oder nur Voodoo?
Ich habe oben noch eine Ergänzung zum "Resampling" gemacht. Dort steht, warum da was dran ist. ![]()
Im Startposting steht allerdings auch, warum du eigentlich auch gleich in der Ziel Samplingrate aufnehmen kannst. Youtube empfiehlt übrigens immer noch 44,1kHz und ich gehe davon aus, dass die auch generell "noch" mit dieser Samplingrate arbeiten. Obwohl 48kHz ja eigentlich Standard bei Videos ist.
Hier mal die offizielle Empfehlung für Musik Videos. Bei der Umsetzung einer PCM bzw. lossless Audiospur im Videoprogramm könnte es aber kniffelig werden (kann dir gern mehr dazu erzählen):
https://support.google.com/youtube/answer/6039860?hl=de
Ein rein digitales Resampling ist immer zu vermeiden. Und wenn man es doch macht, sollte man darauf achten, dass der SRC mit der höchsten Qualitätsstufe konvertiert.
Aber insgesamt gesehen reicht 48 für guten Klang analog-recordingmäßig völlig aus, 44,1 dagegen nmE nicht.
Das ist gelinde gesagt einfach Blödsinn. 44,1kHz haben gegenüber 48kHz überhaupt keine klanglichen Nachteile. Dass dein Vergleich mit der Schallplatte wegen den zwei verschiedenen Aufnahmen zum Scheitern verurteilt ist habe ich dir in meinem letzten Beitrag erklärt. Aber vielleicht war ich noch zu vorsichtig.
Die Unterschiede kommen definitiv von der Schallplatten Aufnahme selbst, nicht durch die Quantisierung. Schau dir allein mal das unterschiedliche Tempo an ... 18ms Versatz bei nicht mal einer Minute Laufzeit. Aber das kommt natürlich alles durch die Quantisierung ![]()
Und gerade weil 44,1kHz gegenüber 48kHz keine klanglichen Vorteile bietet, ist es noch blödsinniger, in 48kHz aufzunehmen, um anschließend in 44,1kHz zu resampeln. Das Resampling erzeugt dann nämlich den Klangunterschied, nicht die Samplingraten selbst.