Beiträge von m_tree

    Danke für die Mühe! :)


    Ich hab nur mal kurz den ADA8000, das Clarett "neutral" (ohne Preamp und Air) und das X32 miteinander verglichen. Und auch nur "Becken laut" und "Groove". Später evtl. mehr, aber der unvoreingenommene Ersteindruck ist bei sowas sowieso besonders wichtig.


    Und mir gefällt in dem Kontext das X32 irgendwie am besten. Mit dem ADA8000 hatte ich selber gearbeitet. Da hört man den Preis schon irgendwie noch. Was mir beim Clarett auffällt ist, dass es eben clean und sehr transparent klingt. Was zwar prinzipiell gute Klangeigenschaften sind, muss nicht zwangsläufig besser gefallen, schon gar nicht im musikalischen Kontext. Das ist auch der Grund dafür, dass alten, "rotzigen" Preamps und noch "rotzigeren" Tonband Aufnahmen immer noch so viel Prestige anhaftet. Was ich weniger für Voodoo halte als z.B., dass man teure Geräte im Blindflug generell als besser klingend einordnet.


    Das X32 gefällt mir hier wohl genau aus diesem Grund am besten: Es verschluckt ein paar Details und klingt etwas kompakter und weniger scharf als das Clarett, ohne dabei so schwammig und anstrengend wie der ADA8000 zu klingen.


    Den Zoom habe ich nicht verglichen, weil ich den nur mit den eingebauten Mikros benutzen würde (vom Notfall abgesehen) und die beiden "gefärbten" Clarett Versionen, weil sie halt gefärbt sind. Man hört da halt den Preamp und die Airfunktion (letztere gefällt mir übrigens nicht so).


    Nachdem die Anzahl der Anfänger die ich in 30 Jahren unterrichtet habe im 3 stelligen Bereich liegt, fasse ich das mal als Joke auf.
    Das wichtigste bleibt aber dass das trommeln Spaß macht, und wie man das hinkriegt bleibt zum Glück jedem selbst überlassen. Insofern wünsche ich viel Spaß. :)


    Ein Scherz war es nicht direkt. Eher eine flapsige Gegenargumentation zur Panikmache bzgl. Erlernen falscher Techniken. Sie wird doch sowieso so viel Unterricht nehmen, wie sie möglich machen kann. Was hilft da letztendlich? Mut machen. Denn Spaß soll es machen, insbesondere wenn es ein Hobby ist.

    Also ich möchte dann auch nochmal kurz meinen Entschluss zusammen fassen (der so eigentlich vorher schon vorhanden war^^)


    Ich werde versuchen hin und wieder Schlagzeugunterricht zu nehmen wenn es finanziell geht.


    Dass der Entschluss so eigentlich schon vorhanden war leuchtet mir ein :D


    Find ich absolut richtig so :thumbup:


    Denn wie hier bereits dargelegt wurde, geht es auch ohne Unterricht. Besser ist aber natürlich vor allem am Anfang und wenn man sonst keine Kontakte in die "Szene" hat, das ganze mit Unterricht zu ergänzen und ich denke, du machst es genau richtig. Auch wenn regelmäßiger Unterricht möglich wäre, muss das nicht unbedingt besser sein. Motivation und Spielfreude muss sowieso immer von einem selbst kommen.


    Zitat

    Den Rest werde ich wohl autodidaktisch machen müssen, der Lehrer kann mir ja dann den Kopf waschen was für einen scheiß ich mir da beigebracht habe :thumbup:


    Oder staunen, wie weit du in der Zeit gekommen bist, ohne dir Scheiß beigebracht zu haben. ;)


    Viel Erfolg :thumbup:

    Es gibt leider genug Leute die einem was beibringen wollen die den Namen Lehrer nicht verdient haben. Das solcher Unterricht quasi sinnlos ist ist wohl klar. Also vorher schlau machen mit wem man es zutun hat. Mit einem wirklich guten Lehrer geht es in guten geordneten Bahnen voran, das kann kaum anders sein. Für meinen Fall weiß ich dass ich ohne meine Lehrer gerade mal einen Bruchteil von meinem jetzigen Wissen hätte. Jeder der meint dass er ohne Unterricht ja schon verdammt gut wäre, der kann nicht wissen wie er jetzt spielen würde wenn er wirklich guten Unterricht gehabt hätte. Glauben tut man viel, Wissen eher wenig. Dennoch sind einige doch sehr von sich überzeugt, und ich vermute das ein guter Lehrer so manchem den Kopf spielend gerade rücken könnte, und die meisten Schüler danach anders denken. Vorausgesetzt man ist nicht zu selbstverliebt.


    Ein bisschen Selbstliebe gehört ja immer dazu. Obwohl das Beschriebene durchaus auf mich zutreffen könnte, war es bisher meistens so, dass ich viel Lob bekam. Das ging bis zu Bigbands, bei denen ich ausgeholfen hatte, ohne wie die anderen Drummer nach Noten zu spielen und einige staunten, dass das plötzlich alles so gut groovt. Ich war und bin allerdings nie zufrieden mit mir selbst.


    Zitat

    Nehmen wir mal an da sind zwei Schlagzeuger. Der eine spielt komplizierte Grooves und frickelige Fills, er hatte jedoch niemals guten Unterricht und ist nicht in der Lage ein Feel des Song zu produzieren oder reproduzieren. Der zweite Schlagzeuger kann nicht soviel, kann nicht soviel Ghostnotes usw. einbauen, aber er hat durch guten Unterricht gelernt mit Feel umzugehen, der Song "rollt" also.


    Ich bin ja immer noch der Meinung, dass "Feel" einem keiner beibringen kann. Mir wurde oft ein gutes, vor allem irgendwie "eigenes" Feel unterstellt (was übrigens nicht in den hier bekannten Covers rüberkommt). Demgegenüber hatte ich mitunter auch Schlagzeug Studenten gesehen, die m.E. überhaupt nicht gut gegroovt hatten. Und teilweise auch irgendwie keine richtige Leidenschaft dabei ...


    Eine gute Ausbildung allein reicht eben auch nicht. Denn letztendlich geht's um Musik.


    Zitat

    Für welchen Schlagzeuger würde ich mich entscheiden ? Den Zweiten. Pech gehabt Schlagzeuger Nummer 1, das wäre mit gutem Lehrer womöglich so nicht passiert. Das ist natürlich nur ein Beispiel von zig möglichen Konstellationen. Man selbst kann kaum "schlauer" sein als ein wirklicher Meister seines Fachs, und man kann sich selbst auch nicht wie ein Meister beurteilen.......auch wenn einige das glauben......aber auch das gehört eben zum Lernstoff dazu.


    Ich merke gerade schon, dass ich sowieso nicht drum rum komme noch mal wirklich guten Unterricht zu nehmen. Es wird aber wohl genau darauf hinaus laufen, was ich dabei schon mal im Hinterkopf hatte: Eine realistische, möglichst objektive Einschätzung vom Fachmann, wo ich wirklich stehe und wo meine Stärken und Schwächen liegen. Nicht viel mehr. Das ist eigentlich das, was mir am meisten fehlt.

    T120


    Ok, das ist dann aber dein spezieller, individueller Fall. Denn wie ich schon in #20 sagte: "Das ist sehr individuell. Und nicht mehr und nicht weniger wird die Quintessenz dieses Threads letztendlich aussagen."


    Man kann als Autodidakt sehr wohl wissen (nicht behaupten ;) ), dass man nicht zwingend einen Lehrer braucht. Nämlich dann, wenn man seine gewünschten Ziele in der gewünschten Zeit auch alleine erreicht. Natürlich braucht man dafür eine gute Selbstreflektion und Auffassungsgabe und allgemein Selbständigkeit im Denken und Handeln. Eben genau aus dem Grund, um nicht auf falsche Wege oder unnötig lange Umwege zu entgleisen. Aber machbar ist es.


    Mir hat das eine Jahr Unterricht als ich 8 war (und die Musikschule hatte in dieser Zeit ständig die Schlagzeuglehrer gewechselt) eher gezeigt, dass ich erst mal keinen Unterricht brauche. Als ich mit 15 nach 5 Jahren Spielpause wieder anfing war ich mit einem älteren, bereits relativ erfolgreichen Drummer aus der Gegend befreundet, der damals mein Vorbild war (in den ersten 2 Jahren ca.). Auch ein Autodidakt und Unterricht hatte ich nicht bei dem.


    Jetzt bin ich ein paar Schritte weiter und werde ein paar Unterrichtsstunden bei einem studierten Drummer nehmen. Allerdings nur mit dem Ziel, selbst Unterricht geben zu können. Für das, was ich sonst mache, brauche ich keinen Unterricht. Nach den ca. 20 Bandprojekten verschiedenster Art bisher kristallisiert sich jetzt eher raus, dass ich an anderen Dingen arbeiten muss, um an die Bands zu kommen, die mich wirklich reizen. Wozu auch erst mal gehört, den Kopf weiter klar zu kriegen.
    Ich weiß auch, wo meine spielerischen Schwächen liegen bzw. was ich noch verbessern und üben will. Das Problem liegt dabei nicht darin, dass ich nicht wüsste, wie ich das hinkriege, sondern an mangelnder Muße und zu viel Müll von anderen Leuten im Kopf.


    Ein etwas älterer Gitarrenlehrer, mit dem ich vor einiger Zeit mal gespielt hatte, hatte es auch so gemacht. Autodidakt, dann ein paar Unterrichtsstunden bei einem studierten Lehrer genommen um selbst Unterricht zu geben. Er lebt schon eine ganze Zeit lang davon, spielte aber zumindest damals sonst in keinen Bands. Für mich wäre das wiederrum nichts.


    Der Thread wird sich sowieso nur im Kreis drehen, denn - ich zitiere mich noch mal - "das ist sehr individuell". Wichtig ist dabei halt, der Threadstarterin realistische und wirklich hilfreiche Informationen zu geben.

    Hab deinen ersten Beitrag noch lesen können bevor du ihn geändert hast. Hab mich die ganz Zeit gefragt woher wir uns kennen ;)


    Sorry. Wende den Satz einfach auf mich an bzw. dreh's rum.


    Ich wollte deinen Beitrag im Sinne der Threadstarterin ein bisschen entkräften. Denn meiner bescheidenen Erfahrung nach ist dieser etwas irreführend für sie.

    Oha, ja nu bin ich erstmal "bedient" danke :wacko: ^^


    Nicht einschüchtern lassen! Die Länge eines Beitrags hat nichts zu sagen.


    Natürlich kommt das auch auf den Musikstil an. Aber ich kann dir versichern, dass du für deinen Musikstil auch bis hin zur Semi-Professionalität komplett ohne Noten auskommen kannst. So oder so würde ich Noten in deinem Fall nur ergänzend heran ziehen. Noten können auch das, worum es bei Musik letztendlich geht - nämlich Gefühl und Emotion - am Anfang schnell in die Ferne rücken und damit vom Wesentlichen ablenken. Das gleiche gilt übrigens auch für die 40 Rudiments.
    Wirklich wichtig ist, zu verstehen was man spielt, sich keine falschen Techniken anzueignen und nach und nach "eins" mit dem Drumset zu werden. Und Spaß am Spielen ist genau so wichtig wie Üben. Das eine schließt das andere übrigens nicht aus.


    In Bands spielen ist dagegen bei dem, was du vor hast, wirklich wichtig.

    Was die Double-Bass Geschichte betrifft kann man auch nichts pauschalisieren.


    Die einen (z.B. Jazzer) brauchen und wollen es gar nicht. Die anderen sehen es als additives Schmankerl, das auch nicht gleich zu Beginn erlernt werden "sollte". Und noch andere fangen sehr zeitig damit an, weil sie sich auf Metal Drumming und Blasten spezialisieren. Ich gehöre zur zweiten Gruppe.


    Die Antwort auf die Frage im Threadtitel lautet jedenfalls ganz klar: "Ja, definitiv!"
    Natürlich geht es mit Unterricht tendenziell besser, schneller und schnörkelloser. Aber dafür müssen nicht nur die finanziellen Mittel vorhanden sein, sondern auch die Chemie mit dem Lehrer stimmen und vor allem auch die eigene Motivation dazu passen. Wie schon gesagt war ich quasi "Unterricht-resistent" und meine Motivation dabei war, dass das mein eigenes Ding ist, wo mir keiner, wirklich keiner rein redet. Aus diesem trotzigen Alter bin ich mittlerweile raus, es sind aber noch weitere Entwicklungen nötig.
    Würde ich aus einer Musikerfamilie kommen, die mich zeitnah mit wirklich gutem Unterricht gefördert hätten, ohne mir erdrückenden, psychischen Ballast vor die Nase zu setzen, würde ich vielleicht schon längst davon leben. Das ist aber eben nicht der Fall und lässt sich nicht ändern.


    Und dass die Threadstarterin Schlagzeug spielen will, aber sich auf die Dauer keinen Unterricht leisten kann oder will, ist auch eine Tatsache.

    Autodidakten scheitern meist am Timing, und zwar im Großen (soundsoviel Zählzeiten pro Minute halten zu können) und im Feinen (was zwischen den Vierteln passiert).


    Tatsächlich? Wer hat dir das denn ins Ohr geflüstert? :D


    Ein gutes Timing hängt vor allem von Fähigkeit ab. Ab einem gewissen Niveau trägt das dann sogar zur Handschrift des Schlagzeugers bei.


    Das reine Autodidakten, die nie einen Lehrer hatten behaupten, dass man diesen nicht zwingend braucht, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Ich kann aus "Nichterfahrungen" auch keine Ratschläge erteilen, das ist zumindest meine Meinung.


    Umgedreht gilt das doch genau so: Du kannst als nicht-erfahrener Autodidakt auch nicht beurteilen, wie es ist ein Autodidakt zu sein.


    Letztendlich zählt nur das Ergebnis und wenn das die Leute, auch die Profis, vom Hocker haut, passt die Sache. Mir hat mal ein studierter Schlagzeuger bei einer Open Jam Session gesagt, dass das Studium auch einfach dazu verhilft die richtigen Leute kennen zu lernen.


    Durch meine spezielle Geschichte war ich bisher schon fast "Unterricht resistent". Aber mir wird auch immer wieder gesagt, ich solle doch Unterricht geben. Bevor ich das mache, werde ich aber noch mal Unterricht bei einem Drummer nehmen, dem ich definitiv mit Abstand nicht das Wasser reichen kann (irgend so ein dicker, teurer Fisch halt).


    Die Aussage mag stimmen, aber "professionell" ist so ein Gummibegriff, dass er wenig bis gar nichts aussagt. Auf einem professionellen Level ist jemand, der damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, die Bandbreite reicht dabei von Ringo Starr bis zu Thomas Lang, und die beiden würde ich nur sehr ungern in einen Topf tun und umrühren.


    Ja, klar. Aber du weißt doch, wie ich das meine. Wenn ich meine Ziele erreicht habe werde ich das Wort wahrscheinlich sowieso nicht mehr benutzen. ^^



    Interessant. Obwohl ich ja fast gänzlich Autodidakt bin, habe ich nie einen Spiegel am Schlagzeug gebraucht und Videos habe ich aus anderen Gründen gemacht. Oder wurden gemacht, z.B. bei Gigs.


    Um das ganze etwas abzukürzen:
    Das ist sehr individuell. Und nicht mehr und nicht weniger wird die Quintessenz dieses Threads letztendlich aussagen. Die Entscheidung kann einem keiner abnehmen. Aber es ist zumindest gut zu wissen, dass man nicht alle 40 Rudiments beherrschen muss, um ein guter Schlagzeuger zu sein. :rolleyes:

    Talent, Motivation, Durchhaltevermögen (Ziele setzen und dran bleiben) usw. kann kein Lehrer ersetzen. Anders herum geht das hingegen schon (mehr oder weniger).


    Dann noch die Sache mit dem Alter: Je früher man anfängt, desto besser natürlich. Nicht nur, weil man so insgesamt mehr Zeit und später im selben Alter einen anderen Stand hat, sondern auch, weil das Gehirn in jüngeren Jahren viel lernfähiger ist.


    Ich bin auch 29 und hatte von 7-10 Jahren gespielt, davon 1 Jahr mit Unterricht. Dann mit 15 wieder angefangen, seitdem komplett auto-didaktisch. Ich bin auf einem professionellen Level, hat wohl irgendwas mit Talent zu tun. Ab und zu wurde ich gefragt, bei wem ich Unterricht hatte :D
    Werde auch schon noch mal Unterricht nehmen, aber vor allem mit dem Ziel, selbst (nebenberuflich) Unterricht zu zeben.


    Es geht beim Unterricht m.E. vor allem um folgendes: Die richtigen Lern-Impulse zur richtigen Zeit, Kontrolle und ggf. Korrektur, evtl. auch Motivation und einen groben Fahrplan über die Zeit.


    Wo ein Wille, da ein Weg. Auch ohne Lehrer.

    In dem Fall rate ich dir eher dazu einfach alle Trommeln zu triggern und halt noch zwei Overheads über die Becken zu stellen.


    Du wirst mit deinem Kenntnisstand und deinen Möglichkeiten kaum einen Monitoring Sound erreichen können, der wirklich "schön überzeichnet". Davon abgesehen, dass mir ein roher Monitor Sound, der nur mit Lautstärkeverhältnissen und Panning auskommt, nach wie vor ausreicht, habe ich so schon ein paar ganze Alben bzw. verschiedene Produktionen aufgenommen und eingespielt. D.h., nicht nur ich selbst war mit einem "Effekt-freien" Monitorsound zufrieden. Wichtiger ist da, wirklich genau aufs Leveling zu achten, damit das Feeling passt.


    Im Gegenteil nerven mich meine Tom Mikrofone auf dem Monitormix sogar tendenziell, seit ich wieder ein 3. Tom hängen hab. Es ist nämlich üblich, die Tomspuren bei der Nachbearbeitung in der Lautstärke zu automatisieren oder zu schneiden, d.h. quasi manuell zu gaten. Automatische Gates können bei dynamischer Spielweise auch schnell mal die Performance versauen.


    Mit meiner aktuellen "Proberaum Band" proben wir über Kopfhörer, eine der beiden Gitarren kommt dabei (nur zum Proben) komplett ohne Amp aus. Ich habe dabei nur noch ein bisschen Bassdrum und Snare auf meinem Monitormix, die Overheads sind komplett aus, weil auf dem Gesangsmikro schon viel Schlagzeug drauf ist, die Kopfhörer die Außengeräusche ja auch nur teilweise dämpfen und ich ja auch noch was von der restlichen Band hören muss.


    Also ich würd mir das FX-Monitoring aus dem Kopf schlagen. Nimm deinen Bassdrum Trigger, besorg dir 2 Overheads und trigger die restlichen Trommeln auch oder besorg halt nur noch ein Mikro für die Snare.


    Nanu, ich dachte immer ein schlaffes Fell macht mehr Attack? Mit Attack meine ich den Anschlagsklick, oder meinst Du was anderes? Da ich auch ein wenig mit meinem Bassdrumsound kämpfe, bin ich für alle Infos dankbar.


    Hatte mich missverständlich ausgedrückt. Mit Attack meinte ich in dem Fall hier nicht den Anschlagsklick, sondern die restlichen Klanganteile, die für "Biss" und Durchsetzungskraft des Trommelsounds sorgen. Je höher man die Trommel stimmt, desto besser setzt sie sich i.d.R. durch. Aus 2 Gründen: Es ist weniger Anschlagskraft nötig, um die Trommel zum Klingen zu bringen und die höhere Stimmung erhöht nicht nur den Grundton, der so besser hörbar wird (Fletcher Munson ...), sondern bringt auch mehr Obertöne ins Spiel usw.


    Der Attack des Anschlags selbst, also das Auftreffen des Sticks oder Beaters auf dem Fell, hat vor allem mit den Materialien und natürlich wiederrum der Härte des Anschlags zu tun. Die Fellspannung beeinflusst das nur gering. Man kann mich allerdings auch gerne berichtigen ;)


    Inwiefern kämpfst du denn mit deinem Bassdrum Sound bzw. wo liegt das Problem?


    EDIT
    Dennoch kann man ein sehr tief gestimmtes Schlagzeug entsprechend mikrofoniert natürlich auch sehr durchsetzungsfähig mischen. Nahmikrofonierung und Nachbearbeitung erweitern das Thema ja maßgeblich.

    Ich dachte an das Mikroset von Thomann o.ä. für 150 Euro, denke das reicht völlig aus.
    https://www.thomann.de/de/the_…c1500_drummikrofonset.htm


    Würde ich sein lassen. Stattdessen lieber ein vernünftiges Stereopaar und ein vernünftiges Bassdrum Mikrofon besorgt und bei Bedarf später aufgestockt. Stichwort "Recorderman" bzw. Glyn Jones. Wie Rampen schon sagte, wirst du am Anfang noch ganz andere Probleme haben, die du mit keiner Anschaffung lösen kannst, sondern im Gegenteil: Mehr Mikrofone verkomplizieren die Sache nämlich.
    Ich kenne das Mikrofon Set übrigens und zumindest die Overheads sind absolut unbrauchbar.


    Zitat

    Also die 5 Mikros in ein Audiointerface und zack per USB
    in den Rechner oder iPad und dort mit nem Softwaremischer bissel Höhen/Bässe/Mitten angepasst, vielleicht nen Kompressort oder sowas drauf und ab zum Kopfhörer damit
    und fertig. :D


    So kann man das heutzutage tatsächlich machen, allerdings tut man besser daran, das (über die Software regelbare) Latenz-freie DSP Monitoring des Interfaces zu nutzen. Viele Monitoring Kopfhörer färben nämlich sowieso schön, da reichen Lautstärkeverhältnisse und Panning für einen Homecording Monitor Mix völlig aus. Ansonsten sollte man sowieso Rohspuren aufnehmen, um bei der Nachbearbeitung volle Flexibilität zu haben (es sei denn man heißt so wie Weltklasse Produzent XY mit 100 Jahren Erfahrung, natürlich - schon klar :whistling: ).


    "Kompressor oder sowas drauf" bestätigt übrigens, dass du am Anfang ganz andere Probleme haben wirst. Wie Rampen schon sagte. ;)


    Was hast du denn überhaupt mit den Aufnahmen vor? Sollen das zunächst nur Arbeitsaufnahmen zum Gegenchecken für dich selbst werden?


    Ich wüsste jetzt jedenfalls nicht, was dagegen spricht ein geeignetes Interface an dem iPad zu betreiben. Das hat doch nen USB Anschluss, oder? Gibt ja Adapter zu USB-C.

    Und die so genannten "Arschlöcher" sind halt nur Idioten mit zu wenig Empathie im Hirn. Führt aber leider dazu, dass so viel Mist in der Welt passiert und wir nicht aufhören uns gegenseitig Schlechtes anzutun und den Planeten runter zu wirtschaften.


    Den Helden spielen und was dagegen unternehmen? M.E. zum Scheitern verurteilt.


    Mein Frust zum Sonntag. ;)

    Physik ist doch gar nicht so schwierig:


    • Schwerer Beater -> Mehr Punch
    • Langer Hebel -> Mehr Punch
    • straff gespanntes BD Fell, keine Dämpfung in der BD -> Hohe Lautstärke und viel Attack


    Ein anderes BD Fell wird nicht viel bringen. Nicht vergessen darf man bei der Punch Sache natürlich auch, dass man punchig spielen muss. Um ein Akustik Set zum Kllingen zu bringen braucht es da i.d.R. schon etwas mehr als bei einem E-Set. Ist also völlig normal. ;)

    Der Trick ist, sowas nur als langweiligen Anreiz zu sehen und selbst rum zu probieren. ;)


    Das Problem dabei wiederrum, dass man natürlich ein Urteilsvermögen braucht ...

    welche Mikros würdet ihr denn empfehlen, die unterum mehr Eier haben?


    Eigentlich haben fast alle anderen dynamischen Bassdrum Mikros mehr "Eier" unter 100Hz als das D112. Shure Beta 52A, die beiden dynamichen Sennheiser, Audix D6, AKG D12, usw. ...


    Hier gibts einen Vergleich einiger Mikros ab 2:30 mit Frequenzgängen:


    Ki3UtgNR4C0?t=151


    Ich benutz z.Z. das Beta 52A und kenne das D112 von früher.

    ...ich hatte hier keine Patentrezepte erwartet


    Die gibt es natürlich auch nicht. Aber es gibt Zusammenhänge (physikalischen Ursprungs), die immer Bestand haben. Und manchmal hilft es, diese sich noch mal vor Augen zu führen.


    Wichtig ist bei BD Fellen m.E., besonders wenn man sie wie du sehr tief stimmt, das Zentrieren.
    Es lohnt sich auch immer, mit dem Verhältnis von Schlag- und Resofell zu experimentieren. Ich stimme meine Resos z.B. generell etwas höher als die Schlagfelle, letztere bei Bassdrum und Toms auch eher tief.
    Und möglicherweise funktioniert die neue BD mit der sehr tiefen Stimmung, die du fährst, auch nicht so gut. Je geringer die Fellspannung, desto weniger "Ton" und Lautstärke kommt bei gleicher Schlagenergie auch zu Stande.


    Dämpfung in der BD würde ich nur in Maßen aus zwei Gründen nutzen: Zum einen um den Basketballeffekt bzw. die Reflexionen im Kesselinneren zu zähmen. Dieser stört besonders bei der Mikrofonierung (auch wenn das Mikro im Resoloch positioniert ist). Zum anderen, um nicht oder zu wenig vorgedämpfte Felle zusätzlich zu dämpfen.
    Was für ein Resonanzfell hast du denn drauf? Das EQ4 braucht nicht unbedingt zusätzliche Dämpfung. Man darf bei der Dämpfung auch nicht vergessen, dass sie Lautstärke und Lebendigkeit wegnimmt. Komplett ungedämpfte Bassdrums funktionieren nach meiner Erfahrung selten, aber es kommt eben auf das "Wie" und das Maß an. ;)
    Ich habe mein kleines Kissen z.Z. am Resonanzfell liegen, das Schlagfell schwingt komplett frei. Gefällt mir besser als anders rum.


    Die Position des Resolochs wurde auch schon angesprochen. Ich würde das auch eher am Rand positionieren, aber nicht direkt am Rand.


    Ich gehe zwar davon aus, dass sich die Gegebenheiten deines Raums nicht geändert haben. Aber auch das hat einen Einfluss. In den Ecken klingen die Bässe z.B. wuchtiger, aber auch undefinierter.


    Und dann die Sache des Mikrofons: Wie auch bereits gesagt wurde, liefert das D112 kaum Tiefbass. Es gibt andere BD Mikros, die unter 100Hz wesentlich mehr "Eier" haben.
    Unabhängig vom Mikro wirkt sich die Position des Mikros hingegen immer ähnlich aus. Wie schon gesagt wurde, hat man auf Höhe des Reslochs mehr Tiefbass. Hier lohnt es sich, zu experimentieren. Es kann dort auch schnell zu stark wummern und ein paar cm weiter drinnen klingts dann genau richtig.
    Dem D112 steht darüber hinaus eine mittelschmale Tiefmittenabsenkung bei z.B. 400Hz und ein breiter Höhenboost bei z.B. 5kHz ganz gut. Je nach Geschmack, Kontext usw. natürlich.

    Rein von der Leistung her wird das iPad definitiv zum Aufnehmen reichen. Für die Nachbearbeitung im größeren Stil dann natürlich nicht mehr. Aber Mehrspur Aufnahmen brauchen weitaus weniger Resourcen als oft angenommen. Wichtiger ist dabei eher, dass die Hardware sich gut für den Job eignet und wirklich zuverlässig läuft. Auf die Latenzen kommt es auch nicht sonderlich an, wenn man kein MIDI nutzt.
    Zum Beispiel hatte ich mit einem alten Laptop von 2006 (32bit Dual Core) problemlos 16 Spuren über Firewire aufnehmen können. Aber ein anderer Laptop von 2013 machte mit einem neueren USB Interface immer wieder Probleme (Lags in der finalen Aufnahme), auch mit einer neuen Windows Installation ... und ja, man braucht keinen Mac (bzw. überteuerten Apple Kram) für sowas. :P


    Um ein paar Schlagzeugspuren aufzunehmen und ein bisschen mit CPU-freundlichen Plugins nachzubearbeiten braucht man jedenfalls keinen i7-Rechner. Und auch ein i7-Rechner ist ein sehr dehnbarer Begriff. Davon abgesehen, dass es die mittlerweile schon in der 10. Generation gibt und ich aus verschiedenen Gründen im Desktop Bereich momentan eher AMD vorziehen würde (schon allein wegen des bei AMD nach wie vor verlöteten Heatspreaders).


    Aber genug abgeschwiffen - rein von der Leistung reicht so ein aktuelles iPad für den Job sicher aus. Da wird es wenn dann schon eher an Kompatibilitäts-Geschichten und so scheitern.


    EDIT
    Der Thread gehört wohl eher ins Recording Forum. ;)