Ich klinke mich noch mal kurz ein zur Diskussion bzgl. Mixen und Mastern mit Kopfhörern - geschlossen vs. offen.
Mit entsprechendem Aufwand (der letztendlich auch kostet), kann man die Schwächen von geschlossenen Systemen zwar ausmerzen. Prinzip-bedingt klingen offene KH generell natürlicher, während geschlossene Prinzip-bedingt druckvollere Bässe liefern können, die aber wiederrum unnatürlicher klingen.
Mit Kopfhörern zu Mischen und zu Mastern ist und bleibt eine Notlösung, auch wenn die Kopfhörer immer ausgereifter werden. Ich werde auch nie verstehen können, warum man unterwegs ernsthaft Aufnahmen nachbearbeiten sollte. Zeitmangel? Mischen und Mastern erfordert absolute Konzentration und wird i.d.R. auch nicht in Anwesenheit von Kunden oder Studio Mitarbeitern gemacht.
Davon abgesehen gibts keine perfekte Abhörumgebung (annähernd natürlich schon - und solche findet man auch nur in guten Mastering Studios). D.h., man muss sich immer an seine Abhörumgebung gewöhnen und diese gut kennen. Qualitativ geht es da eher darum, wie genau Details dargestellt werden und dass keine (auch keine schmalen) Frequenzbereiche stark unterrepräsentiert sind.
Ich hatte mit dem AKG K271 auch mal Mix-Versuche gemacht. Und davon abgesehen, dass der K712 einfach viel besser und detailierter klingt, fand ich den Umstieg auf ein offenes System sehr befreiend. Denn analystisches Hören macht man am besten leise und wenn man dann bspw. klirrige Frequenzen durch sweept, ist eine hermetische Abriegelung der Ohren von der Außenwelt sehr unangenehm.
Ich höre oft so leise ab, dass mich mein Kühlschrank in meiner Einraumwohnung stört, wenn er anspringt.
man muss lernen wie es klingen muss, so dass es in anderen Abhöre funktioniert
That's it.
Dann check mal den letztgenannten AKG. 
Nee. Dann check ich lieber mal den offenen K812 ... aber bevor ich das Geld dafür über habe, mische ich wohl schon standardmäßig ohne Kopfhörer mit Studio-Monitoren. Hoffe ich zumindest.
Auch eine Anpassung mit zb. Sonorworks ist nur ein Kompromiss
Ich hatte das mal probiert und fand, dass der K712 dadurch furchtbar klang. Was möglicherweise auch daran gelegen haben kann, dass EQ Orgien übers gesamte Frequenzband mit hohen Gütefaktoren nun mal immer scheiße klingen. Auch mit linear-phase.
Stattdessen einfach Referenzen damit anhören und lernen, wie er klingt. Qualitativ sollte der KH natürlich was hergeben und geeignet sein. Und das trifft auf den K712 zu.
Wie immer, gibt es da m.E. kein richtig und falsch und ich kenne mindestens eine Person, die hervorragende Mixe unterwegs mit geschlossenem Kopfhörer erstellen kann.
Was heißt denn unterwegs? Ein guter Mix erfordert schon mal einen Arbeitstag. 
Der K872 ist DIE Abhöre. 
Das witzige daran ist, dass Mischer Weltgrößen wie z.B. CLA immer noch mit den alten, grausig klingenden Yamaha NS-10 mischen. Die kriegt man gebraucht für unter 300€.
Weil die Dinger einerseits ausreichend Details und Linearität liefern, andererseits aber auch absolut gar nichts beschönigen.