Beiträge von m_tree

    OT on: Eine Genelec 1031 hat Bassreflexöffnungen und ist eine 2-Wege-Box - mit der ist man im Bassbereich definitiv nicht blind ohne Subwoofer... OT off


    Ich meinte ja, dass man mit einer 2-Wege Box ohne Bassreflexöffnungen fast blind im Bassbereich ist. Kommt natürlich auch noch auf die Größe des Tieftöners an ...

    Nachtrag bzgl. Bassreflex Öffnungen:


    Das steht nämlich paradoxerweise im Gegensatz zu dem Sachverhalt bei Kopfhörern. Ich habe mich richtig erinnert, denn Bassreflex-Öffnungen steigern die Basswiedergabe zwar deutlich, verschlechtern aber auch die Impulstreue und verursachen Resonanzen innerhalb der Box. Die NS10 haben z.B. keine Öffnungen und ich erinnere mich an Aussagen in einem Buch über Mixing, in denen das als Vorteil beschrieben wurde. Dann lieber 1-2 Subwoofer dazu gestellt, die bei 2-Wege Lautsprechern sowieso notwendig sind, wenn man nicht fast "blind" im Bassbereich sein möchte.


    Man kann das also doch nicht mit Kopfhörern vergleichen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass das ganze Thema zu komplex ist und ohne Zuwortmelden eines Fachmanns hier nicht ausreichend abgehandelt werden kann.


    Fakt ist jedoch weiterhin, was die Fachleute so erzählen und meine eigenen Erfahrungen bestätigen das.

    Ein Kopfhörer schickt ja komplett getrennte Signale an jeweils ein Ohr, damit ist die Räumlichkeit der Wiedergabe ja per se ideal.


    Eben genau nicht. Wie Beeble schon sagte, gibts dadurch eine "im Kopf Lokalisation" und aus diesem Grund ist so ziemlich jeder brauchbare Kopfhörer seit geraumer Zeit Diffusfeldentzerrt:


    Freifeld- und Diffusfeldentzerrung gibt es auch beim Kunstkopf und bei Kopfhörern. Kopfhörer brauchen keinen linearen Frequenzgang, denn sie sitzen direkt auf dem Ohr. Hier gilt eine andere Außenohrübertragungsfunktion als für frontseitig aufgestellte Lautsprecher. Damit ein Kopfhörer denselben wahrgenommenen Frequenzgang hat wie frontseitig aufgestellte Stereolautsprecher, müssen Korrekturen am Frequenzgang vorgenommen werden, die im Wesentlichen „spiegelbildlich“ zu denen eines diffusfeldentzerrten Mikrofons sind, d. h. der Pegel der oberen Frequenzbereiche muss abgesenkt werden.


    Zitat von Rampen

    Und gepresste Bässe? Soll das eine Kompression der Bässe sein? Aber warum sollte das bei einem geschlossenen Kopfhörer mehr der Fall sein als bei einem offenen? Die Auslenkung der Membran ist ja im Verhältnis zum eingeschlossenen Volumen minimal und der offene Kopfhörer schließt am Ohr ja das selbe Volumen ein. Dass ein geschlossener Hörer mehr Bass hat leuchtet mir da noch am ehesten ein, weil der offene vielleicht einen etwas stärkeren akustischen Kurzschluss vorweist. Das ist aber eigentlich eher ein Nachteil und sollte durch entsprechendes Tuning ausgleichbar sein.


    Überlege doch mal, warum fast alle Boxen mit nennenswerter Basswiedergabe (egal, ob Hifi, Studio, PA, generell Subwoofer) Bassreflex-Öffnungen haben. ;)


    Zitat

    Ich habe ehrlich gesagt den Eindruck, dass sich die Tester da prinzipielle Unterschiede zusammenreimen, die gar nicht existieren.


    Man liest halt überall das selbe und ich bezweifel, dass sich der Großteil der Fachleute da täuscht.


    Ein Phänomen der Kopfhörerwiedergabe ist, dass Signale in der Stereomitte nicht vor der Nase, sondern im Kopf lokalisiert werden.


    Das Klangbild der Kopfhörerwiedergabe ist damit unnatürlich. Bei geschlossenen besonders stark.
    Ein häufiger Fehler ist, dass man unterm Kopfhörer das Stereopanorama nicht in seiner vollen Breite ausreizt.


    Siehe "Diffusfeldentzerrung" oben. Der K712 klingt m.E. sogar schmaler als eine bspw. im gleichseitigen Dreieck aufgestellte Monitorumgebung (gleichseitiges Dreieck ist m.E. nämlich zu breit).
    Und ich benutze eigentlich immer die volle Stereobreite. Auch wenn das nicht direkt im Mix zu hören sein muss, wenn es keine hart gepannten "Mono Hauptspuren" wie z.B. Gitarren gibt.

    "Geschlossene Kopfhörer geben Musik im Unterschied zu offenen Kopfhörer etwas verdichteter wieder – also nicht ganz so räumlich ausladend in der Stereobreite. Das ist grundsätzlich weniger vorteilhaft für das Abhören und Abmischen im Tonstudio. Es sind aber mittlerweile auch einige geschlossene Modelle zu empfehlen, die räumlich differenziert genug klingen und gute Resultate möglich machen."


    Führe dir doch mal die Bedeutung der 3 Worte "aber mittlerweile auch" in diesem Satz vor Augen. Die schreien geradezu danach, dass das Mischen mit geschlossenen KH halt ein Kompromiss ist. Wer seine KH hauptsächlich für Monitoring und Musikhören braucht und nur gelegentlich für analytisches Hören, dem reicht das sicher. Aber wer die wie ich hauptsächlich zum Mischen benutzt, der tut eben besser daran, sich gleich offene zu besorgen.


    Zitat

    - schlechtere Räumlichkeit als bei offenen Kopfhörern
    Es gibt auch Crossfeed-Audio-Effekte zur Steigerung der Räumlichkeit.


    Die aber auch nur nötig sind, weil die Räumlichkeit schlechter als bei offenen KH ist :D


    Zitat

    - schlechtere Impulstreue und Dynamikwiedergabe als bei offenen Kopfhörern
    Ich sag nur K872. Wer's nicht glauben will, testet nicht.


    Künstlich aufgeblasen. Für den Preis zu erwarten. Und trotzdem kein analytischer Frequenzgang.


    Zitat

    - generelle Neigung zu überbetonten Bässen geschlossener Kopfhörer
    Beispiel geschlossener K271 = kaum Bass vorhanden. Hmm...


    Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.


    Zitat

    Wenn man's überblickt kann man sagen, ja der Experte hat generell schon recht; kommt aber (auch wenner's nicht glaubt) schnell mal ins Straucheln.
    Die zu empfehlenden, geschlossenen Modelle nicht testen zu wollen, kommt mir irgendwie borniert vor und steht im Gegensatz zur Erweiterung des Wissens und des Erfahrungshorizonts in dem Punkt, trotz alles etablierten physikalisch-wissenschaftlichen Soundengineerings.


    Wie ich bereits schrieb, war nach dem Testen einiger geschlossener KH fürs Mischen der offene K712 schon fast eine Offenbarung. Und wie ich weiterhin bereits schrieb, ist das für mich nur eine Übergangslösung, die eigentlich schon viel zu lang andauert. Aber immerhin höre ich mit dem weitaus mehr Details als mit meinen 2 Paar Monitorlautsprechern in unterschliedlichen Räumen. Hier punktet ein guter Kopfhörer allein schon in den Bässen, die bei 2-Wege Lautsprechern auch ganz ohne Raummoden unter 100Hz meist zu dünn sind und ungenau sind.

    Mal abgesehen von den Totschlagargumenten die hier ausgetauscht werden: was sind denn physikalische Gründe, aus denen ein geschlossener Kopfhörer nicht zum mischen geeignet ist?


    Ok, das sind auch nur weitere Totschlagargumente und obwohl ich mich wieder ausklinken wollte ... aber was soll's:


    - schlechtere Räumlichkeit als bei offenen Kopfhörern
    - schlechtere Impulstreue und Dynamikwiedergabe als bei offenen Kopfhörern
    - generelle Neigung zu überbetonten Bässen geschlossener Kopfhörer ... wird gern mit Höhenbetonung der Treiber ausgeglichen, was zu der typischen Badewanne führt. Klingt zwar fetter und beschönigt, aber verblendet nur unnötig für die Nachbearbeitung


    Wie das physikalisch genau zusammenhängt kann ich nicht erklären, aber es reicht m.E. für die Wahl des Equipments die grundlegenden Zusammenhänge zu kennen.


    Und ich würde noch anführen, dass das Mischen und Mastern damit - insbesondere weil man das (nicht durchgehend) oft bei geringen Abhörlautstärken machen sollte - anstrengender ist als mit offenen. Und dabei spreche ich aus eigener Erfahrung.


    ...
    Übrigens hatte ich nicht nur mit dem AKG K271, sondern auch mit anderen geschlossenen Kopfhörern, z.B. eben auch dem normalen DT770 oder dem Shure SRH840 Mix-Versuche gemacht. Und schließlich beim K712 nachvollziehen können, warum geschlossene KH sich einfach nicht zum Mischen eignen. Also schließlich sowohl auf die landläufigen "Experten Meinungen" als auch meinen eigenen Eindruck vertraut. Und ich bezweifel, dass das nur daran liegt, dass der K712 in einer höhren Liga als die genannten geschlossenen spielt.


    Für mich ist ganz klar:
    Für analytisches Hören -> offene Kopfhörer
    Für Monitoring und zum Musikhören für unterwegs -> geschlossene Kopfhörer


    Für den reinen Musikgenuss ohne Einschränkungen ziehe ich auch offene Kopfhörer vor. Oder halboffene. Der einzige Vorteil geschlossener Kopfhörer ist m.E. einfach nur die Abschirmung nach außen.


    ...
    Und obwohl ich mich damit - jetzt nach der Frage nach den physikalischen Zusammenhängen- wahrscheinlich lächerlich mache:



    https://www.thomann.de/de/onli…fen_oder_geschlossen.html

    Ein bekannter war in einem Screen bei dem man manches Einstellen konnte. Aber er fand keinen Modus mit dem der Computer zum booten des Betriebssystems zu bewegen war,
    Ich bin nicht sicher ob es das Bios uefi war.



    Es sah optisch für mich aus wie ein uralter Explorer oder so ähnlich. Ein völlig altbackenes Layout. Ich kann es schlecht beschreiben. Es war die Farbe blau vorherrschend und es gab nur recht wenige Menüpunkte anzuwählen. Mir sagten die meisten Menüpunkte gar nichts. Das was man einstellen konnte wurde (meist) in einem mittig am Bildschirm platzierten Fenster eingeblendet.


    Das ist das BIOS. UEFI ist der Nachfolger des ursprünglichen BIOS, hat eine grafische Oberfläche und lässt sich i.d.R. - im Gegensatz zum BIOS - auch mit der Maus bedienen.


    Damit ist aber schon mal klar, dass das BIOS funktioniert. Meine erste Empfehlung ist nach wie vor ein Speicherfehler Test mit Memtest86. Dafür muss nur mit dem ISO Image ein bootfähiger USB Stick bzw. eine bootfähige CD erstellt und davon gestartet werden. Die Bootreihenfolge muss dafür im BIOS aber ggf. angepasst werden.
    Ich halte es durchaus für möglich, dass der Speicher fehlerhaft ist und ein kompletter Austausch der Riegel Abhilfe schafft. Sollte es dazu kommen, reicht es aber nicht, irgend welche der Norm entsprechenden Riegel zu besorgen, sondern sie sollten in der QVL (Qualified Vendor List) des Motherboards gelistet sein.

    Ich hab den Fehler gefunden:


    Für mich existiert dieses i-Tüpfelchen beim Abmischen schon lange, keine Sorge. Aber es bringt halt nix da mit jemandem drüber zu diskutieren, der die Grundlagen weder verstanden hat noch beherrscht.


    Zitat von Nick74

    Generell meine ich: richte dich, wenn du kreativ genug bist, nach dir selber und schau nicht soviel auf die etablierten Meinungen und Methoden, denn das wäre meiner Meinung nach im Sinne des Künstlerischen.


    Ich hab mich mit so ziemlich allen Ansätzen beschäftigt und diese auch verstanden. Allerdings gehe ich meinen ganz eigenen Weg und mische sehr old school. Mir brauchst du nix über nen geschmacklichen Dickschädel zu erzählen ... aber es muss eben auch anderen Leuten gefallen, wenn man damit was erreichen will. ;)


    Ein Kopfhörer, den man fürs E-Drumming benutzt, ist übrigens ne ganz andere Baustelle als einer, den man fürs Mischen und Mastern benutzt. Sogar ne andere Baustelle als einer, den man fürs Monitoring bei Akustik-Drums benutzt. Weil man für letzteres halt einfach ne ordentliche Außengeräusch-Dämpfung braucht.


    Ich klink mich jetzt auch mal wieder hier aus. Es hat einfach keinen Sinn. Aber vielleicht konnte der ein oder andere was mitnehmen ;)

    Gerade das finde ich immer wieder lustig bei solchen Diskussionen ... die Kunst kann erst dann wirklich anfangen, wenn man die (technischen) Grundlagen beherrscht und versteht. Und das gesamte Thema hat nun mal viel mit Physik und Technik zu tun. Die Kunst stellt da nur noch das i-Tüpfelchen dar, und bis dahin ist es ein langer Weg.


    Es gibt einfach Fakten, die eben so sind wie sie sind und nicht umsonst von Profis und Experten weitergegeben werden. Und dann kommt jemand wie du, der damit kein Geld verdient, und meint, es besser zu wissen ... finde den Fehler. ;)

    Ja gut, die Tests und angeblichen Expertenmeinungen habe ich auch vorher zur Kenntnis genommen und bin denn schon dadurch mit 'nem belasteten Gefühl ans Testen gegangen. Das Ding mit "kein analytischer Frequenzgang"" war nach akustischer Sichtung von mannigfaltigem Material ziemlich haltlos. Die Höhen sind entgegen der negativen angeblichen Expertenaussagen glasklar und ausreichend präsent.


    Ich finde deine Haltung schon ein bisschen erstaunlich. Denn die "angeblichen" Experten testen auf halbwegs renommierten Seiten reihenweise Equipment und das sicher nicht zu Unrecht. Und nur, weil ein Star-Mischer wie CLA, der im Jahre 2007 bereits über 750 (mitunter sehr bekannte) Alben gemischt hatte, nicht das gemischt hat, was Du gerne im Privaten hörst, kannst Du solche Fakten nicht einfach zerreden.


    Zitat

    Und ja, für's Mischen und Mastern gibt es bestimmt Tauglicheres.


    Der 1/4 so teure K712 ist mindestens 4x so tauglich dafür wie der K872.


    Aber betrachten wir's doch mal ganz rational:


    Realistisch ist, dass es ab einem gewissen Level keine Alleskönner mehr gibt. Alleskönner können alles ein bisschen, aber nichts richtig. Und genau so ist das auch bei Kopfhörern. Mein Vic Firth KH kann z.B. sehr effektiv Umgebungsgeräusche dämpfen, damit ich beim Schlagzeugspielen ein sauberes Monitoring auf den Ohren habe, ohne mir die Ohren noch zusätzlich kaputt zu machen. Aber mit dem kann man weder Mischen / Mastern, noch Musik genießen.


    Ich lass z.Z. eine kleine 4-Track EP (die ich nur gemischt habe) von einem aufstrebenden Mastering Engineer mastern. Der hat sich zum Abchecken einer Anomalie im Bassbereich eines Tracks extra in einem Studio eines Kollegen eingemietet und keinen Kopfhörer zu Rate gezogen. Interessant dabei war übrigens, dass ich das dann besser im Mix korrigiert und einen neuen Mix geschickt habe.

    Stimmt, würd ich auch nicht machen, da man, wenn man den nicht testet, viel Einblick bekommt und seine evtl. auch auf bisheriger Erfahrung beruhende, konforme Lehrbuch-Meinung beibehalten kann ;)


    Stimmt - ich würde mir auch nicht gern erzählen lassen, dass andere den von einem selbst fetischisierten Kopfhörer nicht selbst antesten wollen.


    Von einem für Mischen und Mastering brauchbaren Gerät kann bzw. sollte man gar nicht so begeistert sein wie Du. Weil Geräte dieser Art unspektakulär und möglichst neutral klingen sollten. Fürs E-Drumming hingegen ist der K872 sicherlich ne ganz tolle Sache.


    Ich zitiere mal die jeweiligen Pros und Cons von den jeweiligen Bonedo Tests. Die testen schon immer ziemlich gut, finde ich.



    https://www.bonedo.de/artikel/…ence-headphones-test.html




    https://www.bonedo.de/artikel/…t/akg-k-712-pro-test.html


    Der hohe Preis des K712 ist übrigens nicht mehr aktuell. Ich hatte mir den damals, vor dem Brexit, noch für deutlich weniger als den damals noch ca. 400€ hierzulande aus GB geordert. Jetzt kostet der nur noch etwas über die Hälfte. Demgegenüber kostet der K872 gleich nen Tausender ... für das Geld besorg ich mir lieber ein paar neue Mikros oder nen neuen Rechner zum Abmischen. ;)


    Zitat von Nick74

    ich hingegen suche jedoch stets und besonders für's eDrumming den hochauflösenden "schönen" Sound, der auch z.B. für laut gepegelte Elektro-Kick-Sounds einfach fähig sein muß (z.B. kein Gezerre und noch Headroom), was kaum ein KH ist.


    Daaaa hast du's ;)

    Nichts wird mehr gebootet.


    Auch das BIOS nicht? Oder kann einfach nur nicht mehr von einem Datenträger gebootet werden? Falls das BIOS startet - kann denn vom optischen Laufwerk (CD oder DVD) gebootet werden? Dann könntest du z.B. einfach mal den Speicher auf Fehler überprüfen. Das geht mit Memtest, das sich von einer CD oder einem USB Stick starten lässt: https://www.memtest86.com/


    Weiterhin hilfreich, um Fehler auszuschließen:

    • sämtliche unnötige Hardware entfernen (angeschlossene externe und interne Geräte - z.B. zusätzliche Festplatten, Erweiterungskarten ... Drucker, Scanner usw.)
    • sämtliche unnötige Onboard Hardware deaktivieren (z.B. Sound, LAN usw.)
    • BIOS aktualisieren

    Ich klinke mich noch mal kurz ein zur Diskussion bzgl. Mixen und Mastern mit Kopfhörern - geschlossen vs. offen.


    Mit entsprechendem Aufwand (der letztendlich auch kostet), kann man die Schwächen von geschlossenen Systemen zwar ausmerzen. Prinzip-bedingt klingen offene KH generell natürlicher, während geschlossene Prinzip-bedingt druckvollere Bässe liefern können, die aber wiederrum unnatürlicher klingen.


    Mit Kopfhörern zu Mischen und zu Mastern ist und bleibt eine Notlösung, auch wenn die Kopfhörer immer ausgereifter werden. Ich werde auch nie verstehen können, warum man unterwegs ernsthaft Aufnahmen nachbearbeiten sollte. Zeitmangel? Mischen und Mastern erfordert absolute Konzentration und wird i.d.R. auch nicht in Anwesenheit von Kunden oder Studio Mitarbeitern gemacht.


    Davon abgesehen gibts keine perfekte Abhörumgebung (annähernd natürlich schon - und solche findet man auch nur in guten Mastering Studios). D.h., man muss sich immer an seine Abhörumgebung gewöhnen und diese gut kennen. Qualitativ geht es da eher darum, wie genau Details dargestellt werden und dass keine (auch keine schmalen) Frequenzbereiche stark unterrepräsentiert sind.


    Ich hatte mit dem AKG K271 auch mal Mix-Versuche gemacht. Und davon abgesehen, dass der K712 einfach viel besser und detailierter klingt, fand ich den Umstieg auf ein offenes System sehr befreiend. Denn analystisches Hören macht man am besten leise und wenn man dann bspw. klirrige Frequenzen durch sweept, ist eine hermetische Abriegelung der Ohren von der Außenwelt sehr unangenehm.
    Ich höre oft so leise ab, dass mich mein Kühlschrank in meiner Einraumwohnung stört, wenn er anspringt.


    man muss lernen wie es klingen muss, so dass es in anderen Abhöre funktioniert


    That's it.


    Dann check mal den letztgenannten AKG. ;)


    Nee. Dann check ich lieber mal den offenen K812 ... aber bevor ich das Geld dafür über habe, mische ich wohl schon standardmäßig ohne Kopfhörer mit Studio-Monitoren. Hoffe ich zumindest.


    Auch eine Anpassung mit zb. Sonorworks ist nur ein Kompromiss


    Ich hatte das mal probiert und fand, dass der K712 dadurch furchtbar klang. Was möglicherweise auch daran gelegen haben kann, dass EQ Orgien übers gesamte Frequenzband mit hohen Gütefaktoren nun mal immer scheiße klingen. Auch mit linear-phase.
    Stattdessen einfach Referenzen damit anhören und lernen, wie er klingt. Qualitativ sollte der KH natürlich was hergeben und geeignet sein. Und das trifft auf den K712 zu.


    Wie immer, gibt es da m.E. kein richtig und falsch und ich kenne mindestens eine Person, die hervorragende Mixe unterwegs mit geschlossenem Kopfhörer erstellen kann.


    Was heißt denn unterwegs? Ein guter Mix erfordert schon mal einen Arbeitstag. ;)



    Der K872 ist DIE Abhöre. ;)


    Das witzige daran ist, dass Mischer Weltgrößen wie z.B. CLA immer noch mit den alten, grausig klingenden Yamaha NS-10 mischen. Die kriegt man gebraucht für unter 300€.
    Weil die Dinger einerseits ausreichend Details und Linearität liefern, andererseits aber auch absolut gar nichts beschönigen.


    Ich hab den auch, ich weiß aber nicht welches (frühe) Modell.
    Was wurde daran denn verbessert?
    Nur die (berüchtigte, nicht so gute) Stabilität?
    Oder auch der Sound?


    Sowohl die Konstruktion als auch der Sound wurden verbessert. Der erste, den ich hatte, klang relativ dumpf. Möglicherweise aber auch einfach eher neutral. Denn fast jeder Kopfhörer und In-Ear hat ne Schönfärbung, meistens irgendwas Badewanniges.
    Und er war Ohr-aufliegend.
    Der Nachfolger hat vor allem ne Höhenbetonung und ist Ohr-umschließend. Wenn man fertig produziertes Zeug auf dem hört (wo die Höhen oft gut betont sind), ist das teilweise schon unangenehm. Da passt dann der dumpfe Raumklang, den er noch durchlässt, ganz gut dazu :D


    Ich finde, dass der Sound für Monitoring sowieso nicht so wichtig ist. Eher ist sogar ein neutraler, kaum schön gefärbter Klang gefragt ... man nehme zwei klassische, geschlossene, aber nicht zusätzlich gedämpfte (und damit für Drumming ungeeignete) Monitoring Kopfhörer: AKG K271 MKII und Beyerdynamic DT770. Wo letzterer deutlich abfällt, macht ersterer noch "Musik": Im Mittenbereich. Der DT770 ist zumindest in einer Version so ne heftige Badewanne, das ist mir für jegliche Anwendung zu viel des Guten. Außerdem sind alle Instrumente und Gesang außer Drums, Percussion und Bass im Mittenbereich zu hause und gerade wenn es ums Monitoring geht, ist ne übermäßige Badewanne nicht unbedingt sinnvoll. So seh ich das jedenfalls.


    Zitat

    Meiner ist stabil wie am ersten Tag, und ich benutzte ihn jahrelang seit dem Kauf im Jahr 2008.
    Seit Januar 2015 habe ich nun die Sure SE215, seitdem liegt der VicFirth in der Kiste.
    Neulich hatte ich ihn dann mal wieder aufgesetzt, und da bemerkte ich, dass im Vergleich zum SE215 der Raumklang trotz dicker Isolierung relativ stark an mein Ohr kam, und das auch sehr dumpf und unangenehm. 8|
    Also habe ich sofort wieder die SE215 eingestöpselt, und alles war gut.


    Das muss natürlich kein Indiz dafür sein, dass der SE215 besser ist, denn Hörgewohnheiten spielen ja bekanntlich auch ein Rolle, trotzdem ist mir der SE215 im Vergleich zum VicFirth viiiiiel angenehmer.
    :)


    Gewöhnung spielt auf jeden Fall ne große Rolle. Aber jetzt, nachdem ich den Thread hier so lese ... die SE215 werde ich mir wohl mal bei Gelegenheit besorgen. :D



    sagt wer? Führende Youtuber? :D


    Wer schreibt das seine geschlossenen KH für Mixen und Mastern taugen, dem glaub ich nix mehr.
    Mehr als 33dB Dänmpfung ist ja auch gelogen. Ok bei 20kHz vielleicht.


    Das einzige was echt ist, ist wol der Preis.


    Wer schreibt das? Geschlossene KH sind wirklich ungeeignet für Mixen und Mastern. Aber es gibt für diese Anwendung spezielle, offene KH. Ich hab den AKG K712 dafür und kenne den mittlerweile wie meine Westentasche. Ich hab in den letzten Jahren alles damit gemischt und gemastert. Klar, ist ne Notlösung, aber geht. Man muss den Kopfhörer aber natürlich wirklich gut kennen, sonst wird das nix.

    Hallo,


    ich habe es gelesen und widerspreche dir auch nicht. Magnetbänder sind nicht für die Ewigkeit und unterliegen optischen Speichermedien in puncto Haltbarkeit. Die zentrale Frage bei Langzeitarchivierung ist die Frage nach den dann noch vorhandenen Abspielgeräten in ca. 70 Jahren. Wenn es für die Ewigkeit sein soll, dann wohl mit Lasergravuren auf Glas. Aber wer macht das schon. Wenn aber alle 20 bis 30 Jahre neu umkopiert und dem jeweiligen Stand der Technik angepasst wird, ist das zu vernachlässigen.


    Die Digitalisierung von Audiomaterial bringt hier natürlich auch deutliche Vorteile. Eine CD z.B. kann man auch exakt so auf andere Datenträger wie eine HDD kopieren (mit Ausnahme des CD Texts, je nach Format). Die Frage ist letztendlich nur noch, ob man ausreichend Back-Ups macht und die Datenträger regelmäßig an den Stand der Technik anpasst.


    Das, was da bei Universal passiert ist, sollte eigentlich Konsequenzen für den künftigen Umgang mit solchen Daten haben.

    Danke m_tree, ein echter Shuffle ist das ja nicht. HiHat und Bass Drum sind gerade und packen die swingigen Fills und Wirbel ein. Und es Hakt hin und wieder :huh:


    Ja, das ist die Schwierigkeit gerade bei so angeshuffelten Sachen. Alle Schläge zwischen den 4teln müssen eben auf einem 8el Triolen Raster laufen, sonst wird es wie in diesem Fall hier stellenweise fast gerade. Ist aber Meckern auf einem soliden Niveau. ;)


    Zitat

    Die Aufnahmen sollen keine Demos darstellen, sondern uns (der Band) einen live Eindruck geben. Dass ich die Aufnahmen hier rein gestellt habe dient dem Austausch
    mit Euch, weil mich Eure Anregungen sehr Interessieren.


    Für amtliche Aufnahmen ist wie du schon schriebst eine ganz andere Vorgehensweise nötig. Dass sollte erst einmal nicht das Thema sein. ;)


    Verstehe. Ich empfehle aber, zumindest die MP3 Bitrate zu erhöhen. 142kbps sind schon etwas mager. ;)

    Mir gefällts auch. Schöne Song Auswahl. :thumbup:
    Nur beim ersten Titel fallen mir ein paar kleine Timing Probleme bei dem Shuffle (bzw. Angeshuffelten Groove) auf. Bin da zugegeben aber auch recht penibel.


    Zur Aufnahmequalität:
    Es kommt doch in erster Linie drauf an, wofür die Aufnahmen sind. Sind das Arbeitsaufnahmen nur für euch? Oder haben die ernstere Zwecke wie z.B. Demo?


    Wenn nicht nachbearbeitet wird, ist die direkte Aufnahme in MP3 auch Verhältnis Sache: Für die Aufnahmequalität reicht das schon. Allerdings sollte dann schon die maximal mögliche Bitrate genommen werden. Bei MP3 an der Bitrate zu sparen lohnt sich wirklich nicht. Alles unter 192kbps produziert immer deutlicher hörbare Artefakte.


    Den PA Mix nachträglich mit der Stereo Aufnahme des anderen Recorders zu mixen muss nicht unbedingt zielführend sein. Das kommt in erster Linie darauf an, was alles über die PA läuft und ob sich das gegenseitig sinnvoll ergänzen kann. Mal von der technischen Realisierung ganz abgesehen.


    Für gute Demo Aufnahmen sollten die Einzelspuren aufgenommen werden. Und der Gesang am besten nachträglich drüber gesungen. Das lohnt sich aber auch nur, wenn das dann ordentlich abgemischt wird.


    Aber grundlegend passt das erst mal so, find ich. Für nen groben Eindruck reichts. :thumbup:

    Der Unterschied in der Dynamik ist zwischen 16 und 24 Bit (Festkomma) schon enorm. Die CD hat Schwächen, insbesondere in leisen Passagen, bei denen nur wenige der unteren Bits verwendet werden, denn dort entsteht durchaus wahrnehmbares Quantisierungsrauschen und der Rauschabstand ist eher gering. Der Rauschabstand ist eigentlich nur in lauten Passagen sehr gut. Bei 24 Bit sieht es schon viel besser aus.


    Der Unterschied beläuft sich, um genau zu sein, auf 96dB Rauschabstand bei 16bit und 144dB Rauschabstand bei 24bit. Der Rauschabstand von Mikrofonen und A/D Wandlern ist geringer als der von 24bit. Dazu kommt dieser Sachverhalt hier:



    Das menschliche Gehör kann also gut 60dB Dynamik bei Musik wahrnehmen. Demgegenüber stehen 96dB Rauschabstand bei 16bit.


    Dazu kommt das Dithering, das jeder vernünftige Mastering Engineer beim finalen Quantisieren in 16bit macht. Dadurch vergrößert sich der Rauschabstand weiter.


    Die 96dB Rauschabstand kommen dann an ihre Grenzen, wenn sehr schlecht ausgesteuert wurde und die Musik eine sehr hohe Verlaufsdynamik hat. Z.B. Klassik. Aber selbst dort müssten die Spitzenpegel unter -30dBFS gehen, um die Grenzen von 96dB auszuloten.


    16bit reichen fürs fertige Endprodukt aus. Ein Stamnkunde von mir nimmt sogar immer noch, teilweise schlecht ausgesteuert, in 16bit auf und ich wäre verwundert, wenn meine Mixe mit 24bit Spuren deutlich besser klingen würden.


    Zitat

    48 kHz ist der Standard bei Film/Fernseh/Videoproduktionen und daher hat diese Abtastfrequenz ihre Berechtigung. Zur Musikarchivierung kann man darauf verzichten. Bei der Archivierung von Analogen Aufnahmen kann man aber durchaus über 88,2 kHz nachdenken, denn so bekommt man auch die Aspekte mit, die an oder über der Hörgrenze liegen, so wie die LP früher auch.


    "Apsekte, die an oder über der Hörgrenze liegen" ?(
    Sorry, aber damit begibst du dich in den Voodoo Bereich. Niemand kann über 20kHz hören. Selbst das Gehör eines 10-jährigen geht nicht mehr so weit rauf. 44,1kHz geht bis 22,05kHz, alles ab 20kHz ist Puffer für den AA-Filter. Und nur um letzteren gehts bei der ganzen Samplingraten und Oversampling Geschichte. Je steiler der sein muss, desto auffälliger sein Klang bzw. seine Artefakte auch im hörbaren Bereich. Mit höherer Samplingrate kann der AA-Filter flacher sein. Um nichts anderes geht es. Selbst in AD/DA bzw. Delta-Sigma Wandlern, die zigfaches Oversampling benutzen, ist das so. Damit der analoge AA-Filter bei der Wandlung flach (und damit günstig) sein kann.


    Ist schon heftig ...


    Diese sind wohl nicht verloren, soweit sie seit den 80ern auf CD erhältlich waren und von den Originalen Stereo-Masters gezogen waren.


    Die CD bringt praktisch Master-Qualität, außer das Master-Band wird bei CD-Überspielung in der Dynamik komprimiert oder anderweitig behandelt und kompromittiert.


    In der 80ern war diese Art der Behandlung von Master-Aufnahmen für CD eher noch selten, und wenn die damals erhältlichen CDs von Original-Masters gezogen wurden, nicht von LP-Überspiel-Masters, dann sind wohl die Original-Stereo-Masters auf den kommerziell veröffentlichten CDs erhalten geblieben.


    Dass im Mastering damals noch nicht so viel verändert wurde wie heute stimmt schon, so weit ich weiß. Vor allem auch nicht laut geprügelt (was btw nur für CD bzw. digitale Masterings geht, nicht für Vinyl) und - wie du sagst - "anderweitig kompromittiert".


    Schön zu sehen ist an der Tatsache hier übrigens, dass der Mixdown ursprünglich (und auch noch heute) noch zum künstlerischen Teil der Produktion zählt und das Mastering letztendlich doch eher nur die Schnittstelle zur Massenproduktion darstellt.


    Bin ich eigentlich der einzige, der vorher schon mal was von "Andy Wallace", der u.a. "Nevermind" abgemischt hat, gehört hat? :D
    Siehe hier -> https://youtu.be/JknT_Fs2g9Y?t=73


    Der hat ne eindeutig erkennbare Mixing Handschrift und sein Mixdown lässt sich nicht noch mal reproduzieren (außer ansatzweise von ihm selbst). Das "Original" ist damit also weg und es existieren nur noch die gemasterten Mixe.
    Das sind die 3 Schritte einer Produktion: Recording mit allen Einzelspuren, Mixdown der Einzelspuren (die Master Tapes, um die es hier geht) und das (oft überschätzte) Mastering des Mixdowns.


    Naja, normalerweise würde man ein Master ja eher in 24 Bit digitalisieren, ggf. auch mit höherer Abtastrate. Die 16 Bit bei 44,1 kHz der CD sind da eher mau.


    Das Standardformat für den fertigen Mixdown, der ans Mastering Studio geschickt wird, ist noch 24bit / 44,1kHz. 48kHz ist nur sinnvoll, wenn sowohl in 48 oder 96kHz aufgenommen wurde als auch das Ziel Medium (also definitiv nicht CD) in 48kHz ist.


    Burkie hat schon irgendwie recht. Die CD ist bis zu einem gewissen Punkt verlustfrei. Nämlich genau bis zu dem Punkt, an dem das Material weiter verarbeitet werden soll. Im fertigen Endprodukt kann niemand einen Unterschied zu höheren Bittiefen und Samplingraten hören. Letztere höchstens (und dennoch sehr unwahrscheinlich), wenn vom Recording bis zum finalen Masterprint mit dieser höheren Samplingrate gearbeitet wurde.


    Ich interveniere hier gerade, weil das Thema Bittiefe und Samplingrate ziemlich missverstanden wird. Insbesondere die Relevanz höherer Auflösungen. Ganz absurd wirds, wenn CD-Masterings (16bit / 44,1kHz) z.B. von Streaming Diensten in 24bit / 96kHz angeboten werden. Was einmal weg ist, ist weg und die Klangfarbe des AA-Filters für 44,1kHz wurde schon längst in den vorherigen Bearbeitungsschritten mit "eingraviert".


    CD's sind aber für eine Langzeitarchivierung nicht geeignet, siehe hier → https://de.wikipedia.org/wiki/Langzeitarchivierung


    Magnetbänder aber auch, wenn du deine Quelle mal richtig liest ;)


    "Optische Speichermedien (gepresst) - CD: unter Idealbedingungen geschätzt 50 – 80 Jahre[4]"


    "Magnetbänder - mindestens 30 Jahre (gesichert)[5]"