Beiträge von m_tree

    Bin echt happy über die Kommentare hier. Danke :)


    Woran du hingegen echt arbeiten solltest, ist deine verbissene Ausstrahlung beim Spielen. Dein gesamtes Spiel käme (noch) geschmeidiger rüber, wenn du es optisch mit positiver Energie präsentieren würdest und mehr "coole Socke" wärst. Das bezieht sich durchaus auch auf dein Heimwerker-Outfit. Würde mich nicht wundern, wenn seitlich in der kurzen Hose noch der Zollstock steckt ;)


    Die verbissene Ausstrahlung ist definitiv ein Thema. So eine grundlegende "Düsterheit" lege ich aber gerade allgemein schon ab. Mal sehen, ob ich das in der kurzen Zeit jetzt noch verbessern kann.
    Etwas wundert mich allerdings deine Kritik am Outfit. Für mich ist das eigentlich das perfekte Drumming Outfit wegen der Bewegungsfreiheit. Die ausgelatschten Turnschuhe sind auch viel leichter als Winterstiefel und Barfuß spiel ich nicht. :D
    Was schwebt dir denn da vor?


    Gerne mehr! Sound auch cool, obwohl mir Snare und Bassdrum zu hohl klingen. Aber mag auch daran liegen, dass die im Mix natürlich sehr herausgestellt (vom Pegel) sind.


    Ich bin dem mal auf den Grund gegangen und der Übeltäter ist da tatsächlich das Side / Shell Mic für die Snare. Durch Hinzumischen der Spur löscht sich zwar die Bassdrum auf den Snarespuren etwas aus, aber es klingt insgesamt auch hohl. War ein Experiment. Weil ich dafür eh nur t.bone SC-140 benutze, genau so wie für den Raum, werde ich diese beiden Mikros einfach weglassen. So klingt es zwar insgesamt wieder etwas unnatürlicher, aber sauberer und auch mehr nach 80er.
    Obwohl ich kein großer Freund von Teppich Mikros bin, werde ich die Snare hier mit einem SM58 Billig Klon am Teppich unterstützen. Durch Höhenboosts kommt eben doch sehr viel Hi-Hat auf der oberen Snarespur durch, wenn man sie weder gated noch Samples hinzu mischt - aber es geht ja hier um die Ghostnotes.


    Die Synchronisierung von Bild und Ton hab ich auch noch mal abgecheckt.

    gsüchd und FOX
    Vielen Dank fürs Lob. Das gibt mir viel Auftrieb ;)


    Für mich verliert aber der Shuffle dadurch eine klitzekleine Nuance an Trägheit (mir fällt grad kein besseres Wort ein, für mich hat Shuffle so ne leiiiiiiiichte Verzögerung vom Gefühl her). Aber das ist echt eine Spitzfindigkeit und heute beim zweiten Mal anhören empfind ich das auch gar nicht mehr so stark wie gestern beim ersten Mal.


    Also prinzipiell hat Shuffle an sich keine leichte Verzögerung. Kommt immer drauf an, wie man das spielt. Aber ich werde daran noch ein bisschen arbeiten. Ich hab kein Problem damit, auf Klick zu spielen, bin aber auch da tendenziell immer eher vor dem Klick, wenn es Abweichungen gibt.
    "Nach vorne spielen" ist aber auch so zu verstehen, dass man die Band wirklich stützt und supportet und nicht in ein Loch fallen lässt.


    Zitat

    Vom Sound her find ich die HiHat eher eine Spur zu laut im Vergleich zum Original. Vielleicht liegt das auch an meinen billigen Ohrstöpseln. Aber wie du schon sagtest, was auch fürs nach-vorne-spielen gilt, das kann man als deine Interpretation auslegen.


    Das Lustige an der Sache ist, dass ich die Hi-Hat gar nicht einzeln mikrofoniert habe. Ich hab die im Mix schon hier und da etwas gezähmt, wo sie unschön klang. Braucht man bei meiner Mikrofonierung hier aber weitaus weniger zu machen (nervige Becken entschärfen) als bei vielen anderen Aufnahmen.


    Zitat

    Ansonsten: Neid! Könnt ich das (schon) so spielen wie du, wär ich schon überglücklich ^^ Aber ich hab ja noch ein paar Jahre Zeit, du konntest es sicher auch nicht nach 1 Jahr :D


    Nur zu ... diese junge Dame hier hat mit dem Cover die eine-Million-Klicks-Marke geknackt :rolleyes:
    https://www.youtube.com/watch?v=cHOTK1fEH70


    Dieser Herr hier hat's mit Traditional Grip immerhin auf über 700k gebracht:
    https://www.youtube.com/watch?v=OBz7wao5h7k


    Ich möchte an dieser Stelle aber auch ausdrücklich betonen, dass ich nicht an vielen Klicks interessiert bin, sondern das für mich letztendlich einfach nur eine Referenz darstellt.


    Zitat

    Wo ich aber auch als Anfänger mitreden darf - und was mich sehr belustigt hat, dass nicht nur ich das so sehe (Zitat Oliver: "dieser Schwarzwald-Küchenstuhl im Hintergrund - der beleidigt mein Auge ungemein!") - den Bauernsessel würd ich gegen einen stylischen schwarzen Stuhl austaushen :D der passt nicht zum trendigen grünen Hintergrund :D


    Nee, ausgetauscht wird da nix, sondern komplett aus dem Bild raus geschmissen.


    Zitat

    Wegen der zerfledderten Becken: läuft man da nicht Gefahr, dass sich die Becken drehen und man in einem blöden Moment genau in die Lücke reinschlägt und entweder somit mit dem Stick "durchfällt" oder sich an den Kanten verhängt? :huh: Von der Optik her ist das diskutierbar, ich persönlich find schöne neue Becken in einem solchen Video schon schöner. Aber ich weiß gar nicht, ob's mir überhaupt aufgefallen wäre, wenn du es nicht im Vorhinein erwähnt hättest...


    Ja, es kann schon nicht schaden die vorher ein bisschen zurecht zu drehen. Ist ja auch kein Dauerzustand, aber momentan halt so.



    Ich finde die Perspektive in Ordnung.
    Entweder so, oder von schräg hinten.
    Letzteres finde ich als Schlagzeuger einen Ticken interessanter.


    Letzteres hatte ich auch schon probiert. Ich überlege noch mal ...




    Jürgen
    Ich musste ein bisschen überlegen, ob und wie ich darauf antworten soll. Ich bin einfach mal so frei ...



    Zum Neubeginn gleich mal das machen, woran alle scheitern, ich zweifle am Sinn der Idee.


    Scheitere ich denn an dem Song? Es geht mir nicht darum, Jeff zu kopieren, sondern meine persönliche Bestnote für den Song zu demonstrieren. Wie weiter oben schon erwähnt geht es da auch einfach um Referenzmaterial.


    Zitat

    Dennoch ist das Geklopfe weit über dem, was der übliche Provinztrommler so geben kann (meine Wenigkeit durchaus eingeschlossen),
    dennoch werden wieder alle sagen: der Chef (oder Jeff) ist es aber nicht ...


    Sollen sie machen. Das ist ja eine absolut korrekte Aussage. ;)


    Zitat

    Tatsächlich fällt mir bei der Hi-Hat ein spitzer Klang auf, der regelmäßig auftritt.


    Möglicherweise ist das der Anteil der Hi-Hat, der von den Snare Mikros kommt (das SM57 betont kräftig bei 6-7kHz). Wie auch schon weiter oben geschrieben habe ich ein paar störende Anteile aber schon gezähmt.


    Zitat

    Dass das nicht so locker-flockig laid-back ist wie im Original und deshalb ein bisschen maschinell und vielleicht auch ein wenig zackig
    klingt, nun ja, das konnte man vorher schon wissen.


    Ja. Es gibt aber dennoch Unterschiede und größere oder kleinere Differenzen zum Original. Wie schon gesagt arbeite ich an meiner Performance auch noch. Einfach einmal die persönliche Bestnote zum jetzigen Zeitpunkt abliefern und dann kann ich das auch noch in 10 Jahren zeigen.


    Zitat

    Die kaputten Becken sind für einen Neubeginn auch eher paradox.


    Ich würde mal was ganz anderes machen. Vielleicht mal was Neues.


    Das Interessante daran ist ja, dass ein Neustart auch immer mit einem Ende und einem "Nullpunkt" bzw. Herunterfahren verbunden ist. Und es bringt auch nichts, etwas neues anfangen zu wollen, wenn das Alte noch nicht abgeschlossen ist. Step by step eben.
    Dann ist das Cover hier eben der Abschluss von etwas Altem. Dreh es dir wie du magst ;)

    Vielen Dank fürs weitere Feedback und Lob. Ich nehme mir auch jede Kritik zu Herzen. Wird definitiv Einfluss auf die finale Version haben.


    Der Sound ist allerdings nicht synchron zum Ton, das finde ich (als Drummer) beim Zuschauen immer sehr irritierend.


    Mir ist es jetzt auch aufgefallen. Ist auch im gerenderten Video, das ich bei YT hochgeladen hatte, so. Werde beim finalen Video drauf achten.


    Stylistisch nicht unbedingt getroffen, weil zu "hart" interpretiert.


    Inwiefern? Ich würde das zum Teil aber auch einfach zu meiner Interpretation dazu zählen. Exakt kopieren kann das, wie schon angemerkt wurde, sowieso keiner. Die eigene Note fließt also immer mit ein.


    Ich kann nur auf sehr hohem Niveau meckern: Die Snare ist mir zu laut gemischt oder in einigen Passagen zu laut gespielt - z.B. in den Bridges vor den Refrains.


    Ich hatte ganz am Ende des Abmischens die Snare noch 0,5dB lauter gemacht und etwas Höhen auf der Bassdrum zurück genommen. So waren sie dann in meinen Ohren "gleichauf". Snare etwas präsenter als die Kick, was zu diesem Stil passt. Aber etwas zu laut ist sie jetzt evtl. schon, ja.
    Ich werde die Snare wie gesagt für den finalen Take auch etwas tiefer stimmen, dann sticht sie sowieso weniger hervor.


    Zitat

    Den Sound derselben finde ich aber gut. Das Equipment incl. Riss-Crash finde ich ok bzw. stört mich nicht - das würde mich nur stören, wenn jemand darauf "dilettiert"... Aber dieser Schwarzwald-Küchenstuhl im Hintergrund - der beleidigt mein Auge ungemein! Den würde ich wegstellen für die endgültige Version des Videos.


    Bzgl. Equipment und Sound liest sich das Feedback generell auch sehr gut, danke. :)
    Und der Stuhl müsste wohl noch aus DDR Zeiten sein. :D
    Ich verstehe das aber voll und ganz und werde diesen aus dem finalen Video entfernen. :thumbup:

    Danke fürs weitere Feedback :)


    Was mir aber auffällt, du bist immer ein wenig vor dem Backingtrack - mal mehr, mal weniger.


    Ich habe mir das gerade mal in der DAW angeschaut und du hast vollkommen recht. Ich spiele allgemein eher nach vorne, was vielen Mitmusikern aber meistens gut gefallen hat.
    Aber ich werde mal sehen, dass ich mich hier etwas zügel ...


    Zitat

    Ich kann jedoch nicht beurteilen, ob das am Videoschnitt liegt oder du das direkt so Audio/Video zeitgleich aufgenommen hast.


    Ich habe den Audiomix im Nachhinein mit dem Video synchronisiert und noch synchroner würde das nur mit mehr als 30fps gehen.
    Es liegt wirklich einfach daran, dass ich ziemlich nach vorne spiele.


    Zitat

    Das Crash oder das Setup mit weniger Toms stört überhaupt nicht, wenn sich da einer dran aufhängt, soll er das erst mal so spielen wie du.


    Das liest sich sehr gut, danke. :)


    Zitat

    Snaresound ist für mich auch ok, aber da muss ich sagen, dass ich bei solchen Videos sowieso immer mehr auf auf's Spielen achte.


    Ich habe noch ein neues 14" Amba coated rumstehen, das ich dann vor dem finalen Recording aufziehe. Etwas tiefer werde ich die Snare dann wohl auch stimmen.

    Da ich das so nicht spielen kann wie du will ich zum Spiel mal nix sagen.
    Das ist ja auch ne Kacknummer, wer spielt die schon so wie Jeff.


    Ja, das ist ne Kacknummer und deswegen cover ich das ja auch. :D
    Aber sowas liegt mir sowieso, insofern ...


    Zitat

    Sound ist doch ok, ja die Snare könnte etwas tiefer, aber das kaputte Becken geht doch klar.


    :thumbup:


    Zitat

    Wenn du mehrere Takes aus verschiedenen Perspektiven zusammenschneidest hast du


    Das Problem mit nur einer Einstellung nicht mehr, dafür mehr arbeit beim schneiden.


    Hmm, das kommt eher nicht in Frage. Ich will schon einen einzigen Take nehmen, alles andere geht ja in Richtung Beschiss. In den alten Videos habe ich auch nur eine Perspektive, aber eben eine andere. Daher wäre eher die Frage, ob ich generell eine andere Perspektive nehme.

    Update vom 02.06.20
    Final aufgenommen, siehe Beitrag #78.


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    Ich mach (auch) an den Drums momentan einen Neustart und beginne das einfach mal mit dem Rosanna Cover, das schon länger überfällig ist. Bevor ich das aber "an die große Glocke" hänge will ich hier noch Feedback einholen. Mit meiner Performance bin ich sowieso noch nicht ganz zufrieden, das betrifft in dem Take hier allerdings nur stellenweise kleine Patzer und 2 Fills ganz am Ende.


    Aber mir stellt sich zum Beispiel auch einfach die Frage, ob die kaputten Crashbecken so noch durchgehen oder ob ich mich damit total lächerlich mache. Der Snaresound wäre auch noch so ein Thema. Hier ist jetzt ein (für meine Verhältnisse) nicht mehr taugliches Ambassador coated drauf. Im Original ist die Snare jedenfalls viel tiefer gestimmt.
    Mehr Equipment ist z.Z. generell schwierig, auch eine zweite Kamera ist nicht drin.
    Die Perspektive wäre auch noch so eine Frage. Meine beiden alten Covervideos von 2012 (siehe Youtube) sind in der Draufsicht von oben aufgenommen.


    Spielerisch orientiere ich mich strikt am Original bzw. der Studio Version von Jeff Porcaro, allerdings sind ein paar zusätzliche Fills und Schläge von mir selbst mit eingeplant. In dieser Drums-only Version kann man die Feinheiten gut raushören: https://youtu.be/DQ-gfb6nUus
    Dort kommt auch gut durch, wie er vor allem am Anfang sehr viele Ghostnotes weglässt bzw. nur ein paar wenige spielt. Für die Tom Läufe wären natürlich ein paar mehr Toms direkt nebeneinander gut. So kann man das ohnehin recht schwierige Fill kaum so wie im Original betonen.


    Ich habe das Video auf "nicht gelistet" gesetzt. Man sollte es trotzdem anschauen können:


    >> YOUTUBE LINK <<


    Freue mich über Feedback. :)


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    Zu "Ohneglied" gibts übrigens den passenden Song :D


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    Na Mädel, wieder Erdbeerwoche oder willste nachtreten? Das ganze Ding ist schon im off topic und du hast immer noch kein Plan von Statistik.


    Vielleicht ist das ja auch doppelter Sarkasmus, weil sich das nur als Aprilscherz tarnt. ^^


    Ich seh hier jedenfalls keinen Grund dafür, so unterirdische Kommentare abzulassen.

    "Take Five" ist für mich ein Stück, was sowas, was ich "propagiere", in gewisser Weise umgesetzt hat: Es klingt eingängig für all diejenigen, die es nur oberflächlich hören. Es klingt interessant für die oberflächlichen Hörer, weil es unterschwellig, ohne mit dem 5/4-Takt zu "protzen", eben was anders macht als all die 4/4-Swing-Stücke. Ohne die oberflächlichen Hörer mir "krummen Takten" zu verwirren oder abzutörnen. Im Gegenteil, es entwickelt daraus seinen Groove und Drive. Der aber erst mal bekannt und eingängig klingt.


    Die wahre Kunst ist ja auch, komplizierte Sachen einfach und eingängig klingen zu lassen. Krumme Taktarten können sehr eingängig in Szene gesetzt werden, da gibts noch viele andere Beispiele.


    das Avatar von Moe Jorello hier im Forum (ein Foto von Joe Morello):


    Und das lässt tief blicken ... :whistling:

    Die Musiker und Musikschaffenden (Tontechniker ...) waren übrigens schon immer zum größeren Teil männlich. Das geht Jahrhunderte und Jahrtausende zurück. Und auch heutzutage ist das in allen Musikstilen noch so, nicht nur im Jazz. Man muss nur mal recherchieren. Gegenüber Metal z.B. hat Jazz da ein weitaus geringeres Problem mit der Frauenquote.


    Warum also sollte sich da gerade im Jazz jetzt etwas ändern? Mir erschließt sich das Problem immer noch nicht. Aber es zeigt mir zumindest, dass der Emanzipations- und Genderwahnsinn wohl als erstes beim Jazz angekommen ist.

    wie die Drumtracks von Lars Ulrich in mühevoller Kleinarbeit im wahrsten Sinne des Wortes zusammengeschnibbelt werden.


    Lars Ulrich ist ja auch kein guter Schlagzeuger. :D


    Aber Studiomusiker und generell die "Großen" können sich hinsetzen und den Take so nageln, dass nichts mehr daran korrigiert werden muss. Und das sogar in Live Sessions. Allerdings wird auch bei solchen Live Sessions i.d.R. schon etwas mehr als der Gesang overdubbed. Generell Dopplungen und Soli z.B. ;)
    Was auch geht sind Mittelwege wie, dass z.B. Drummer, Bassist, Gitarrist und Sänger den Song zwar zusammen spielen, aber nur Drums und Bass aufgenommen bzw. verwendet werden. Alles weitere dann in darauf folgenden Schritten.

    Ich bin mir da nicht so sicher und halte das für eine gewagte Behauptung.


    Bis Ende der 90er wurde noch fast alles auf Tonband aufgenommen und da kann man mit viel Aufwand zwar einzelne Stellen korrigieren. Aber es gibt kein Taktraster in der DAW, wo man jeden Schlag einfach drauf schieben kann, damit alles zu 100% auf Klick ist. Diese Marotte, die sich wirklich nur entwickelt hat, weil es eben möglich ist, war zu dieser Zeit schlichtweg nicht vorhanden. Da musste der Take einfach genagelt werden und "Shit In -> Shit Out" hatte eine noch viel größere Bedeutung als heute.


    Gewagt ist meinerseits wohl eher, dass ich sowas hören kann. Bzw. glaube, raushören zu können ...

    Ah ok, stimmt. Ich hatte den Song öfters schon mal gespielt, aber nie richtig geprobt. Aber diese Dreiergruppierung in dieser Live Version sollte natürlich mit betont werden. Kann man aber auch mit anderen Fills machen. Das interessiert bei solchen Cover Sachen im Normalfall letztendlich keinen. Hauptsache der Song und das Feeling kommen gut rüber und es groovt.


    Es kann ja nicht schaden sich die Fills der Profis erstmal drauf zu schaffen, ändern könnte man dann bei Bedarf immer noch...


    Das kann nicht nur nicht schaden, sondern ist grundsätzlich auch der richtige Ansatz. Das Fill ist aber nun auch kein Hexenwerk und ist eben nicht essentiell für den Song, mal von den Betonungen abgesehen.


    Edit
    Zitatfehler korrigiert.

    Um welche Produktion und welchen Drummer gehts denn eigentlich konkret? So viel ich weiß wurde zumindest bis zum letzten Jahrzehnt trotz der digitalen Möglichkeiten vor allem bei großen Produktionen kompletter Bands immer sehr viel Wert auf Echtheit der Performance gelegt. Also kein Quantisieren, sondern eben einfach richtig gut einspielen. Dann "klingt" es auch. Diese minimale Unperfektheit gehört zu handgemachter Musik dazu, ebenso wie zum jeweiligen individuellen Groove. So ziemlich jede ernst zu nehmende Produktion des letzten Jahrhunderts kam ohne Korrektur Orgien aus, weil es schlichtweg gar nicht möglich war (Tonband). Und da kann man wirklich gute Performances auch noch von den schlechteren im Endergebnis relativ einfach unterscheiden.


    Es gibt auch ein paar eindrucksvolle Belege für perfekte Studio Performances mit richtig anspruchsvollem Zeug. Eines meiner Lieblingsbeispiele:


    https://youtu.be/auLBLk4ibAk


    Unabhängig vom aktuellen Perfektions- und Unmenschlichkeits Wahnsinn betrachte ich persönlich sowas als Maßstab für Produktionen handgemachter Musik. Will man im Millisekunden Bereich absolut perfekte, konstante aber auch komplett leblose Musik, dann programmiert man das doch lieber einfach direkt.


    Auch, ob man mit Samples nachhilft oder nicht hat m.E. vor allem zwei Kriterien: Entweder die Aufnahme schwächelt im tontechnischen Sinne und/oder der Sample Sound passt besser zur Gesamtproduktion.

    Das Original ist aber eigentlich das hier ;)


    https://youtu.be/luwAMFcc2f8


    Und wie man hört werden da andere Fills gespielt. Gerade die Nummer lebt von "einfühlsamem Grooven" und da ist es u.U. besser, vom eigenen Gefühl her passende Fills zu spielen, statt sich an einem Fill einer Live Version fest zu beißen, welches auf der Studio Aufnahme gar nicht so gespielt wird.

    Ich finde das auch pervers und habe bei ein paar Produktionen schon dagegen gehalten. Wenn etwas so schlecht eingespielt wird, dass man wirklich jeden Schlag quantisieren muss, würde ich bei der Aufnahme schon intervenieren und je nach Möglichkeiten und Zeitreserven auf gute Vorbereitung und eine ordentliche Performance pochen.


    Wenn man an einer oder ein paar wenigen Stellen im Track mal etwas korrigiert, ist das was anderes. Und ich habe da niemals einfach nur aufs Raster quantisiert, sondern das ganze an den natürlichen Flow angepasst.


    Für mich ist Quantisieren von wirklich guten Performances - womit man sämtliche Menschlichkeit und Natürlichkeit tötet - übrigens komplette Idiotie vor allem angesichts dessen, dass teilweise ein erheblicher Aufwand betrieben wird, um Drums aus der Konserve "menschlicher" und natürlicher klingen zu lassen, also ein paar winzige Ungenauigkeiten einzubauen.


    Und ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, dass ich in meiner weiteren Laufbahn an meiner Philosophie festhalten werde. 8)

    Letztendlich stimmt das wohl, aber bei schönen B20 Becken würde mir als Eigentümer wahrscheinlich eher ein Tränchen die Wange runterkullern als bei B8-Deckeln ;)


    Ja, wenn ein edles Blech wie ein Zildjian K oder A-Custom reißt tut das schon weh ... ist bei mir aber schon öfters vorgekommen (bei Gebrauchtkauf nicht ganz so schlimm). Für mich sind das in letzter Konsequenz nur ersetzbare Werkzeuge. Andere wiederrum fetischisieren ihr Zeug ... der Mittelweg ist wohl am besten.


    Übrigens hat es ja gute Gründe, dass gemeinsam benutzte Drumsets bei Gigs meist nur auf Bassdrum, Toms und ggf. Beckenstative beschränkt werden und Snare, Pedale und eben Becken selbst mitgebracht werden. Und das ist im Zweifelsfall auch immer die vernünftigste Lösung.


    Daher lautet meine Empfehlung ein Mittelklasse Drumset mit erschwinglichen Becken (Zultan Rockbeat z.B. sind günstig und klingen trotzdem nicht wie B8 Sheet Bronze, weil es halt gegossene B20 Bronze ist) und soliden Mittelklasse Pedalen, z.B. DW 3000. Und wer was Besseres möchte, kann ja mit seinem eigenen Zeug aufstocken.


    Wie ich schrieb, ist der Anschlagwinkel für Dellen zuständig. Kaputte Felle und kaputte Becken gibt es, wenn Leute ungeschickt "durch das Becken oder Fell HINDURCH" schlagen, statt DARAUF zu spielen. Das hat nicht in erster Linie mit Lautstärke zu tun; ich spiele z.T. sehr laut und mir ging noch nie ein Becken zu Bruch. Ein Kollege ist immer deutlich leiser und hat in meinem Beisein mein lange treues K-Custom-Crash und sein Paiste 404 zerdeppert. Ersteres hatte garantiert keinen Materialfehler - was dann die andere mögliche Ursache für Beckenbruch ist.


    Deine Annahme "-becken reißen eben ab und zu mal" ist etwa so sinnig wie "Fahrradrahmen brechen ab und zu mal". Das sind doch keine Verschleißteile, sondern Instrumente, die man ein Leben lang hat - wenn man gutes Zeug kauft.


    M.


    Verschleiß entsteht immer und überall. Sogar nur dann, wenn das Zeug gelagert wird. Hi-Hats setzten bei mir z.B. immer mal wieder grüne Patina Flecken an, weil ich auf der Bühne teilweise so Gas gegeben hatte, dass Schweiß Spritzer rumgeflogen sind.


    Verschleißteile sind am Schlagzeug m.E. in dieser absteigenden Reihenfolge:


    1. Sticks
    2. Schlagfelle
    3. Resonanzfelle
    4- alle primär am Rand angeschlagenen Becken
    5. Bewegliche Hardware und Spannreifen
    6. Kessel und Hi-hat + Ridebecken


    Ich habe z.B. eine Vorliebe für dünne Crashbecken und gerade bei Jahrelanger Beanspruchung (kaufe meine Becken vorzugsweise gebraucht), wenn es dann auch mal kälter im Proberaum oder auf der Bühne ist und wenn man nur noch die best möglichste Performance vor Augen hat und nicht über die teuren Becken nachdenkt, können schon mal Risse bei Crashbecken entstehen, die sich dann vergrößern. Das sind ganz normale Vorgänge.


    Das ist wie mit Saiten Instrumenten, bei denen sich auch nicht nur die Saiten und Plektren (oder ggf. Finger) abspielen. Was glaubst Du, warum z.B. Hornhaut an bestimmten Stellen durch Spielen von Drums oder Gitarre etc. entsteht. Weil dort dem Verschleiß entgegen gewirkt werden muss.




    Für den Eigengebrauch 150% Zustimmung!!!


    Wenn ich als Nicht-Drummer anderen ein spielfertiges Set hinstellen möchte/muss, gilt m.E. genau das NICHT. Da stelle ich das billigste hin, was einigermaßen nach Becken klingt. Also nicht gerade Messing, aber B8 aus Einsteigerserien reicht völlig aus. So lange derjenige, der Becken als Verschleißteile sieht, sie selbst bezahlt, darf er sich da natürlich frei entfalten.


    Sobald ich auf einem Leihset spiele, habe ich es mit größtmöglicher Sorgfalt zu behandeln, um Schäden zu vermeiden. Da ich weiß, dass das im Eifer der Spielfreude nicht alle Drummer tun, bleibt hier als Lösung nur die geringst mögliche vertretbare Investition. Wenn das den Damen und Herren Trommelkollegen dann nicht reicht und sie ihr eigenes Blech mitbringen, umso besser.


    Hmm. Ich finde, man sollte es halt immer in seiner Gesamtheit betrachten. Hier werden Semi-Oberklasse Sets wie das Mapex Saturn empfohlen, während dann Einsteigerbecken dazu gehangen werden sollen. Obwohl sich der Kaufpreis bei Becken viel direkter und vor allem idioten-sicherer (Befellung, Stimmung) auf den Klang auswirkt als der Kaufpreis der Trommeln (mal von der Snare abgesehen evtl.).
    Ich mach es seit Jahren andersrum: Spiele immer noch ein Mittelklasse Set (Bassdrum + Toms) und ansonsten Oberklasse Equipment.


    Der TE hat sich übrigens das letzte Mal vor 5 Tagen in Beitrag #10 zu Wort gemeldet.

    Danke für die Antworten. Das Bild wird langsam klarer.
    Zu welchen Fellen ratet ihr?


    Mittelklasse Sets sind i.d.R. mit Billigserien namhafter Hersteller befellt, z.B. Remo UT. Ein kompletter Fellsatz für ein mittleres Set kostet 200-300€. Und lohnt sich auch nur, wenn die jemand ordentlich aufzieht (Zentrieren ...) und vor allem stimmt. Vergessen darf man nicht, dass auch immer nachgestimmt werden muss und dass vor allem die Schlagfelle verschleißen (das Snare Schlagfell i.d.R. am schnellsten). Je dicker und vorgedämpfter das Fell, desto einfacher lässt es sich stimmen bzw. verzeiht Stimmfehler, desto dumpfer und weniger lebendig klingt es allerdings auch. Ich rate in diesem Fall - abgesehen von der Snare - zu vorgedämpften Fellen in der Art von Remo Power Stroke 3 oder Pinstripe, weil das Set wahrscheinlich nicht regelmäßig von einem erfahrenen Drummer, der Stimmen kann, durchgestimmt wird.


    Felle bekommen Dellen, wenn der Anschlagwinkel zu steil ist. Stell Dich darauf ein, dass Du mit Dellen leben musst.
    Felle gehen kaputt, wenn die Fraktion "Hauptsache laut und schnell" Athletik statt Kunst betreibt. Am besten kaufen alle Nutzer zusammen vorab einen Satz Ersatzfelle, weil sonst stehst Du ohne da, wenn das erste kaputt geht.


    Dellen in den Fellen kommen von falscher Anschlagtechnik. Man kann durchaus auch richtig Draufhauen und keine Dellen erzeugen. Und Crash-, Splash- und Chinabecken reißen eben ab und zu mal. Man muss es natürlich nicht drauf anlegen, aber auch sowas ist in gewissem Rahmen normaler Verschleiß.
    Außerdem sind Schlagzeuge keine Streichelzeuge. Richtig Draufhauen will aber natürlich gelernt sein.