Das er grundsätzlich die Snare nur oben abnimmt finde ich ebenso überraschend wie den Aufwand die BD abzunehmen.
Ersteres finde ich nicht so überraschend. Ich mag Teppich Mikros auch nicht und kann das nachvollziehen. Er erzählt da aber was von einem Side- bzw. Kessel Mikrofon. Das hab ich selbst schon ein paar mal gemacht und werde es wieder tun und weiter optimieren. Bin aber nicht durch das Video auf die Idee gekommen, das machen andere Engineers ja auch.
Überraschend finde ich da eher die umgebauten Lautsprecher an den Bassdrums und Gong Drum. Denn was da rauskommt hat meines Wissens eher was mit dem Sound des Lautsprechers als mit dem Sound der Bassdrum zu tun. Es gibt einige Mikros, die mit Nahbesprechung genug Tiefbass einfangen - es muss natürlich auch genug Tiefbass vorhanden sein.
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Sicher funktioniert wie du schon sagst die ganze Tomautomation nur wenn alles perfekt ist.
Und das ist ja auch nicht jedermanns Geschmack und auch nicht immer erwünscht.
Ja ... werde es aber mal probieren. Z.B. bei meinen nächsten eigenen Aufnahmen. Gerade bei Drums-only Sachen können geschnittene Tomspuren schon negativ auffallen. Im Bandkontext weniger. Und ob man die dann schneidet oder automatisiert kommt vom Aufwand her sowieso aufs selbe raus.
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Metall geht so gar nicht :-)Bei mir werden mindestens BD und Snare meist mit neutralem Kompressor bearbeitet bevor ich sie in den Drumbus schicke
wo dann auch je nach Gusto ein 1176 oder ein L2A arbeiten dürfen. Kommt halt immer auf die Mucke an.
Ein Hauch Distortion ist mir neuerdings auch wichtig seit ich den Schepps Omnichannel benutze.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft behauptet wird, dass man für härtere Gangarten auch mehr bzw. härter komprimieren müsse. Nachdem ich mich vielseitig belesen und selbst viel probiert hatte, kann ich nur noch mal sagen: Stimmt einfach nicht. Wenn's knallen soll, müssen die Aufnahmen und ggf. die Samples knallen (sich ein Sample aus einem druckvollen Schlag aus der Drums Aufnahme z.B. für die Kick zu basteln kann hier wahre Wunder bewirken). Gerade Drums verlieren durch zu viel Kompression und EQ deutlich an Druck. Da hilft auch das vielerorts beschworene Aligning der Spuren nichts mehr (was einfach nur ein bisschen anders und m.E. sogar schlechter klingt und die "Großen" immer noch nicht machen, obwohl es möglich ist).
Klar kann man auch mit langer Attackzeit oder Transienten Designer den Attack raus arbeiten. Danach bügelt man das dann aber wieder mit Limiting spätestens auf der Summe platt oder der Mastering Engineer ärgert sich, weil er ne Fischgräte angeliefert bekommt.
Im Mix gehts schon eher darum, Transienten zu schleifen und insgesamt (auch die Peaks) zu komprimieren, als zu expandieren.
Ich frage mich bei jedem Schritt auch immer, was genau das bezwecken soll und warum ich das mit genau diesem EQ, Kompressor usw. an dieser Stelle in der Kette mit diesen Einstellungen mache. Wenn man immer offen für neues bleibt und sich immer wieder selbst hinterfragt, kann man sich auch weiter entwickeln.
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Samples verwende ich eher ungerne vor allem bei eigenen Aufnahmen.
Das gibt mir immer das Gefühl das ich ja vorher schon was falsch gemacht habe, bei fremden Aufnahmen kann man sich das immer schönreden. 
Es kommt eben immer drauf an, warum man Samples benutzt. Gute Schlagzeug Aufnahmen sollten ohne auskommen können - klar. Allerdings bringen Samples, auch echte Samples, eben auch einen gewissen Sound mit rein, der seit längerer Zeit populär ist. Eben z.B. im Metal die konsistent druckvolle Bassdrum, gleiches bei der Snare und bei einem konstanten und sauberen Sound generell.
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Interessant fand ich auch seine Aussage ein Mikro übers Set zu hängen und wenns dann ausgewogen klingt ist das schon die halbe Miete.
"playing ballanced" so hört man ob Stimmung, Becken und alles harmonisiert.
So weit bin ich aber noch lange nicht.
Find ich auch interessant, aber nachvollziehbar. Mal davon abgesehen, dass Mikros über dem Set tendenziell die über den Trommeln hängenden Becken eben etwas überbetonen und die Bassdrum unter-repräsentieren. Man könnte das Mikro aber auch genau so gut irgendwo in den Raum stellen, find ich. Er meint damit halt, dass schon vor der Einzel Mikrofonierung alles in sich rund und stimmig klingen sollte.