Danke Trommla,
dann schein ich ja für's erste schon ein paar Dinge richtig zu machen. Bisher hab ich es noch nicht hinbkommen, den Sound durch EQ geschweige denn den Kompresseor zu verbessern. Gibt es beim EQ irgendwelche Grundregeln? Ich hab 4 Frequenzgänge zur Verfügung. Eher Mittenraus, Höhen rein, Tiefbass rein etc.? Gibt es da Richtwerte was das Verhältnis betrifft?
Typisch für eine Bassdrum ist "Badewanne", d.h. Bass- und Höhenlastigkeit. Das D112 färbt in die Richtung nicht so stark wie andere BD Mikros. Der Standard EQ Eingriff für Bassdrums ist, die unteren Mitten (z.B. 400Hz) mittelschmal abzusenken. Ein guter Ausgangspunkt sind da z.B. -6dB. Generell sollte man sich gut überlegen, welche EQ "Strategie" man verfolgt. EQs greifen nicht nur in die Frequenzverteilung ein, sondern verschmieren auch die Phasenlage, schwingen nach uvm. - besonders im Bassbereich wird das dann aufällig. Im kleinen Club Gig, wo das BD Mikro nur etwas supported, kann man natürlich auch einfach die Bässe reinschrauben bis zum Gehtnichtmehr, wenn da zu wenig kommt (und das D112 ist im Tiefbassbereich sowieso recht mager). Im Studio z.B. sieht das schon wieder etwas anders aus.
Also konkret:
Wenn der Sound nicht fett genug ist, erst mal untere Mitten raus. Präsenz kann man gut im Bereich 5-6kHz zugeben (breit). Auch wenn das D112 im unteren Mittenbereich (um 3kHz) mehr Anteile hat, empfehlen sich Anhebungen in dem Bereich generell eher weniger. Und nur wenn wirklich zu wenig Bass da ist, die Bässe anheben. Am besten möglichst breit, z.B. mit einem Shelf.
Kriegt man ohne EQ Orgien keinen passenden Sound raus, sollte man aber eher über ein anderes Mikro und/oder andere Bassdrum / Stimmung etc. nachdenken. Und BD Mikros färben u.U. ziemlich extrem. Das D112 ist da im Vergleich relativ neutral.
