Beiträge von m_tree

    Und es gibt andere sogenannte Weltklasse-Mischer, die LCR verteufeln oder zumindest nur sehr, sehr behutsam nutzen (Dave Pensado, z.B.). Chris Lord-Alge und Andrew Scheps leben eben davon, laute Mainstream-Musik zu mischen (Green Day & Co.). LCR ist eine Art, Songs zu pannen, aber sicher nicht die einzige. Ist auch keine Religion oder geheime Rezeptur. Liegt schlicht daran, dass man früher aufgrund der technischen Limitationen von Konsolen (vor dem Einzug von Pan-Knobs) eben nur Signale ganz nach links oder nach rechts (etwas später auch in die Mitte) legen konnte.


    Ich weiß. Das Neve Pult, mit dem Andrew Scheps mischt, wenn er nicht ITB, also analog arbeitet, hat Schalter fürs Panning mit den 3 Stellungen (LCR). CLA mischt aber mit einer SSL 4000 Konsole und die hat stufenlose Pan Regler. Das ist also kein Argument. Außerdem weiß ich, dass es nur eine von vielen Methoden ist. Mit der Aussage wollte ich nur verdeutlichen, dass LCR Mixing nicht unprofessionell ist. ;)


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    Überhaupt solltest Du, das als wirklich nett gemeinter Tipp, mit Feedback hier anders umgehen. Du lädst Deine Mixe hoch mit der Bitte um Feedback, dann bekommst Du Feedback von Nicht-Mischern bzw. Musikern, die als Konsument Deine Mixe hören und Du erklärst danach ausführlich, warum Du eigentlich doch recht hast und dass das ja alles nur subjektive Meinungen seien. Ich finde das schwierig, um ehrlich zu sein. Wenn Du mal mit dem Job Geld verdienen solltest, entscheiden immer die Musiker, der Produzent oder am Ende die Käufer - und denen ist es schnurzpiepe, ob das, was Du getan hast, technisch gesehen "reine Lehre" ist. Wenn ein Musiker Dir sagt, dass er seinen Song "dreckiger" haben will, wirst Du ihm, der Dich am Ende bezahlt, nicht antworten: "Aber das ist doch ein 0815-Popsong". Auf dem Cover einer Platte steht der Name des Musikers groß drauf. Wenn Du viel Glück hast, wird Dein Name irgendwo im Booklet stehen. In der Spotify-Welt steht der nirgendwo mehr. Üblicherweise schicken Dir Musiker oder der Produzent ja nicht nur die rohen Spuren, sondern meist einen Raw Mix, der die Richtung bzw. deren Vorstellung vorgibt.


    Ich hab ja schon ein bisschen Geld damit verdient und mein Name steht auch hier und da schon drauf (kann ein paar Referenzen posten, wenn du willst). Und jeder Mischer hat seine Vorlieben und Herangehensweisen. Auch in kleinerem Rahmen. Deswegen ist Referenzmaterial wichtig und ich biete z.Z. immer noch einen unverbindlichen Probemix an.
    Korrekturen sind normal, allerdings geht's da naturgemäß um Dinge, die nicht die grundlegende Mix Struktur betreffen. Sondern eher auf die Art: "Dort das ein bisschen leiser, da ein bisschen lauter, insgesamt mehr Bass, weniger / mehr Raum / Delays usw." Habe ja auch schon Korrekturwünsche von Kunden gekriegt. Und man kann auch im Vorhinein Rücksprache halten. Aber wie gesagt - da geht's nicht um die grundlegende Mix Struktur. Man kann es auch anders sehen: Bestimmte Mischer, gerade im größeren Stil, werden oft gebucht, weil sie so klingen, wie sie klingen bzw. ihre Handschrift haben.


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    Und ich widerspreche in einem weiteren Punkt. Natürlich gehört es zu den essentiellen Aufgaben eines Mischers, auch Spuren zu muten oder ganz rauszuschmeißen, um einen Song Klarheit oder Dynamik zu verleihen - immer in Absprache mit den Musikern, kalr, was bei diesen ganzen kostenlosen Downloads von Cambridge und den unzähligen Mix-Contests halt schwierig ist.


    Ich weiß. Das habe ich auch bei Mixing Jobs schon öfters gemacht. Allerdings ist es ein Unterschied, ob ich Spuren eines Elements - z.B. Raumspuren von Drums, Snare Teppich Mikrofone, Hi-Hat Mikrofone, oder zusätzliche Spuren von anderen Instrumenten - weglasse, oder ob ich ganze Instrumente weglasse oder, wie im Cambridge Contest, ganz und gar um arrangiere.
    Andererseits hatte ich auch schon mit aufwändiger Fleißarbeit ganze Songs eines bestimmten Kunden gerettet, was nach seiner Aussage nur ich so hingekriegt hätte (auf seine "Mischer Auswahl" bezogen).


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    Davon ab: Dein Mix vom Hofa-Institut ist wirklich sehr, sehr gut. :thumbup: Ausgewogen, balanciert, die richtigen Elemente betont, den Charakter des Songs bewahrt. Klasse!
    Bei den anderen Songs stimme ich vielen Vorrednern zu. Die sind technisch sauber, aber irgendwie zu glatt. Am Ende ist es konsequent, denn durch alle Deine hier hochgeladenen Mixe zieht sich das wie ein roter Faden, was erst einmal ein gutes Zeichen ist, denn es zeigt, dass Du Deinen Weg schon gefunden hast und offenbar ähnliche bis gleiche Techniken und Prozesse anwendest bzw. hast.


    Danke. Und genau deswegen frage ich ... um Schwachstellen meines aktuellen Weges aufzudecken und auszumerzen bzw. mich wandlungsfähiger zu machen. Das Panning im aktuellen Cambridge Mix habe ich z.B. nicht nach LCR Manier gemacht (natürlich ist einiges auch LCR gepannt, aber die Hauptgitarre und das Klavier z.B., neben Hi-Hat, Toms und Raumspuren / Delays, dazwischen).
    Dennoch gibt es auch Missverständnisse und durch meine Antworten auf deine Aussagen weiter oben versuche ich, diese Missverständnisse aufzudecken.


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    Bin gespannt auf weitere Arbeiten von Dir.


    Wenn es klappt, kriege ich im Februar mal wieder einen richtigen Auftrag eines neuen Kunden. 8)

    Ich hatte die Nachbesserung schon vor ein paar Tagen gemacht. Habe das Snare Sample allerdings so gelassen, weil es m.E. einfach gut zum Natur Sound und zum Song passt. Dafür allerdings Detailarbeit mit EQing und Automation betrieben. Das gesamte Set ist so ausgewogener und unaufdringlicher.
    Ansonsten habe ich das Delay auf der Solo Gitarre etwas leiser gemacht (die trockene Gitarre ist rechts gepannt, ein Haas Delay, Mono Reverb und ein Slap Delay (mittenlastig) links), eine bestimmte Stelle leiser automatisiert und das Vocal Delay an zwei Stellen leiser automatisiert.


    https://www.dropbox.com/s/o65s…ter%20-%20m_tree.mp3?dl=0


    Werde den Mix so hochladen.

    Mit "eingebürgert" meine ich z.B. bestimmte Mikrofontypen und Modelle, die immer wieder für bestimmte Aufgaben häufiger als andere benutzt werden. Ein Paradebeispiel für Toms wurde schon genannt - das Sennheiser MD421. Und die beiden "kleinen" Sennheiser, die hier eingangs erwähnt wurden, ähneln dem MD421 mehr als z.B. ein SM57, das ja bekanntlich oft für die Snare benutzt wurde.
    Das hat alles seine Gründe. Man kann es auch anders machen. Aber man sollte halt wissen, was man tut und warum man das tut. ;)


    Was den "Einheitsbrei" betrifft:
    Ich stehe nach wie vor am Anfang und da ist erst mal wichtig, mithalten zu können. Rein qualitativ bin ich jedenfalls schon besser als so mancher, der schon seit vielen Jahren seine Brötchen damit verdient. Das Material auf Soundcloud ist im übrigen schon nicht mehr aktuell. Und es geht vor allem um eine Sache: Der Song muss rüber kommen. Das ist das A und O. Und da gehts auch, ganz blöde gesagt, um Emotion. Man muss den Song emotional verstehen können, damit das auch entsprechend beim Hörer ankommt. Gleichzeitig sind natürlich ein paar technische Standards wichtig, z.B. Stabilität und Durchsetzungskraft im Mittenbereich, damit der Mix sowohl auf der Hifi Anlage mit Subs als auch dem Handy rüber kommt.


    Und auch wieder: Einheitsbrei (was verstehst du darunter eigentlich :whistling: ) hat seine Daseinsberechtigung.

    Ein 23 Jahre altes Fell klingt auch nicht mehr, wenn es gar nicht aufgezogen wurde. Weil das Material selbst auch irgendwann spröde wird, ganz ohne Einwirkung von außen.

    Ja, du mich auch :P


    Kleiner Scherz ... ;)


    Edit

    m_tree: ich finde zwar manchmal deine pauschalisierten Aussagen auch etwas komisch und gehe nicht mit allem (also um genau zu sein mit fast gar nix :D )konform, aber das macht ja auch nichts!


    Du bekommst aber meinen Respekt dafür, wie Du offen mit deinem Verhalten umgehst und Besserung gelobst! :thumbup:
    Phattes Lob dafür! Das wünscht man sich öfter in Foren zu lesen!!!


    Und jetzt alle weiter im Text...was war noch das Thema: ach ja Tom Mics... :D


    Danke für deinen Respekt. Aber das mit den pauschalisierten Aussagen musst du mir echt noch mal erklären. Wenn ich allgemeingütlige Aussagen mache, dann steckt da nämlich etwas dahinter. Und es ist auch immer wieder interessant, wenn Leute waghalsige Experimente (z.B. Mikrofon Auswahl) im Sinne von "Freigeist, Individualität und was weiß ich nicht was" anpreisen, aber dabei nicht verstanden haben, warum sich gewisse Dinge eingebürgert haben.

    Klar, wenn der Schwanenhals für dich besser klingt als gebräuchliche Mikros - erlaubt ist ja bekanntlich, was gefällt. Vielleicht komm ich ja auch noch auf den Geschmack, wenn ich mir solche Experimente leisten kann. Meine Aussage bezog sich allerdings immer noch auf die Eingangsfrage.

    Die e604 klingen insgesamt wärmer als die e904. Etwas mehr Tiefbass, mehr untere Höhen, weniger obere Höhen. Zu sehen und zu hören (Video) in meinem ersten Posting hier. Beide färben allerdings deutlich weniger als die Audix D2.


    Und bevor ich ein für Blasinstrumente konzipiertes Kondensator Schwanenhals Mikro für den doppelten Preis für die Toms besorge, würde ich schon eher lieber beim 0815 Standard für Toms (egal welchen Herstellers) bleiben.

    Ja, in letzter Zeit habe ich mich sehr viel mit Mixing beschäftigt und will das für meinen Einstieg in die Branche nutzen. Kenne mich aber auch mit Recording aus und habe auch fremde Bands aufgenommen. Mir fehlt da noch einiges an Erfahrung, aber immerhin habe ich diesbzgl. ein ganz klares und professionelles Ziel. Um vom Schlagzeug zu leben hätte ich vor ein paar Jahren entsprechende Maßnahmen einleiten müssen, mittlerweile will ich das eher davor bewahren, es zum reinen Geldverdienen nutzen zu müssen.


    Ich bezweifel nicht, dass du da viel Erfahrung hast. Dennoch bleibt die Frage, aus welcher Sicht du die Erfahrung gemacht hast. Nur als Drummer und Zuschauer oder auch als Tontechniker? Darum geht es ja auch.


    Was die Überalterung betrifft:
    Ich denke, das ist eher ein allgemein west-europäisches und vor allem deutsches Problem, weniger auf die Trommler Gemeinde bezogen. Aber auch ein spezielles Problem des DF, denke ich. Einiges hat sich z.B. auf facebook oder andere Foren verlagert. Aber mir gefällts hier z.Z. eigentlich ganz gut.


    Arrogant oder überheblich komme ich evtl. stellenweise rüber, aber ich schiebe das eher auf meine z.Z. allgemein sehr ruppige Art, die triftige Gründe hat. Ziel ist es, das wieder abzulegen, aber unter gewissen Umständen kann man gar nicht anders. Z.B. wenn man es in der eigenen Familie nur mit Arschlöchern und Kopf-kranken Leuten zu tun hat. Kläre das aber gerade endgültig für mich.


    In jedem Fall gut, mal drüber gesprochen zu haben. :)

    sondern darum, dass Du nicht alle anderen als dumm abstempelst.


    Sollte das wirklich so rüber kommen, dann nehme ich diesen Hinweis definitiv zur Kenntnis. Denn das war zu keinem Zeitpunkt meine Intention. Ich merke nur gerade noch mal, dass meine derzeitige real-life Situation auf mein Verhalten hier abfärbt. Wenn man es zu viel mit Leuten zu tun hatte, die sich keinen Fehler eingestehen können und ihren Mist auf anderen (z.B. mir) abladen ... aber ich arbeite dran. ;)

    Stutzig gemacht hat mich vor allem die Aussage, dass das Teppich Mikro senkrecht nach oben zeigen müsse. Was halt Blödsinn ist. Genau so, wie man es nach oben zeigen lassen KANN, kann man auch ein SM57 dafür nehmen. Oft wird aber kein SM57, sondern ein anderes Mikrofon für den Teppich benutzt. Standard ist ein SM57 eher am Schlagfell.


    Ich sehe nur, dass du dir wegen der Korrektur auf den Schlips getreten fühlst. Du hattest auch nichts über fest installierte Mikrofonsysteme für die Bassdrum geschrieben, sondern wörtlich "Keine Mikros von innen. Hat sich aufgrund des Soinds und der Unhandlichkeit nie durchgesetzt. Höchstens mal bei einer Bassdrum."
    Und das stimmt halt nicht. Denn bei der Bassdrum ist ein inneres Mikrofon mittlerweile Standard.


    Es ist eigentlich eher sogar der Regelfall, dass man Anpassungen vornehmen muss. Schließlich ist auch ein PA-System (oder eine Mixkonsole im Studio) nicht die einzige Komponente, sondern das Mikro und der Raum sind ja auch noch da. Zusammen mit der Trommel muss halt alles passen und da hilft am schnellsten ein wenig nachzustimmen.


    Der Regelfall ist das vor allem, wenn sich einer aus dem "Team Band + Tonmenschen" unsicher ist bzw. sein Sound nicht ausgereift ist. Im besten Fall ist der Sound des Musikers und der Band ausgereift und quasi "gesetzt". Die Tonmenschen sind dann nur noch dafür da, das gut festzuhalten bzw. zu verstärken und den Musikern eine gute Basis für ihre Performance zu geben. Muss nachgestimmt werden, dann wird diese Ansage im Regelfall vom Tonmensch kommen. Stimmt der Drummer von sich aus nach, dann müsste er zum einen den Soundcheck überwachen und zum anderen ein geschultes Gehör für das, was am Ende da rauskommt, haben.


    Fakt ist natürlich, dass Musiker und Tontechniker immer zusammen arbeiten sollten, keine Frage. Mir haben Tonleute bisher jedenfalls selten gesagt, dass ich was am Trommelsound "justieren" sollte ... meist kam eher Lob über meinen Sound.


    Entschuldigung, aber das halte ich für nicht richtig. Es handelt sich bei einem Fell ja nur um eine Plasikfolie. Da reift nichts und das ist auch kein komplexes mechanisches System, das sich "einläuft".
    Ich hätte aber auch nichts dagegen wenn sich diese Sichtweise durchsetzt. Dann weiss ich, was ich in Zukunft mit meinen "eingespielten" Fellen machen kann. Neupreis + Einspielgebühr und ab dafür :D


    Wie von Nils auch schon gesagt geht's ums Zentrieren. Zentrieren bedeutet, das Fell quasi mit der Gratung zu "verbinden". Dafür stimmt man es direkt nach dem (mittigen) Aufziehen zumindest für Bassdrum und Toms über Normalspannung, bringt es nach gewohnter Manier in Stimmung mit sich selbst (an jeder Spannschraube die selbe Tonhöhe) und drückt dann ein paar Mal kräftig in die Mitte und/oder lässt es über Nacht so stehen. Dann komplett lockern und stimmen.


    Aus diesem Grund - weil Fell und Gratung eine Einheit bilden sollten - sollte man einmal aufgezogene Felle auch für keine andere Trommel mehr verwenden. Wenn man sie nach dem Runterschrauben noch mal für die selbe Trommel verwendet, dann mit der exakt selben Position.


    Nochmal zu dem Video von Herrn Rossi. In dem sagt er ja,dass ein Fell so weit gestimmt wird bis der Ton sauber ist.


    Jetzt mal ne doofe Frage,was mache ich,wenn dieser Ton zu hoch ist? Anders ausgedrückt die Fellspannung ist nach meinem Geschmack zu stark.
    Mir ist klar,dass ein sauberer Ton erst dann entstehen kann,wenn das Fell richtig auf der Trommel aufliegt und dazu muss ja eine gewisse Fellspannung vorhanden sein.
    Leider sagt Herr Rossi nichts zu diesem Thema.


    Dann stimmst du einfach ein gutes Stück runter und startest ab diesem Punkt noch mal neu. Es ist schon richtig, dass man beim eigentlichen Stimmen nur anziehen sollte. Bei einer sehr hoch gestimmten 14" Snare mit 10 Spannschrauben kriegst du mit einer 180° Drehung an jeder Schraube schon wieder ordentlich Spannung weg.


    Wenn ich nach dem Zentrieren und Lockern der Schrauben anfange zu stimmen, ziehe ich die Schrauben zumindest bei Toms erst mal handfest an. Dann suche ich mit Fingerspitzengefühl den tiefst möglichen Ton. Stimmt man das Resofell dann etwas höher und dämpft nicht, kann man z.B. aus Toms den tiefst möglichen Klang, jedoch Obertonreich und mit relativ kurzem Sustain, rauskitzeln, sofern man das möchte.


    Außerdem ist wichtig, beim reinen Anziehen der Schrauben (z.B. fürs Zentrieren) diese mit zwei Stimmschlüsseln über Kreuz anzuziehen. Beim eigentlichen Stimmen ist das hingegen unnötig. Man muss außen im Bereich der jeweiligen Spannschraube ja auch noch das Fell anschlagen. ;)

    Üblich ist es ein zusätzliches Mikrofon (oft ein sm57) von unten an die Snare zu setzen. Also senkrecht nach oben stehend. Das wird in allen Studios zu gehandhabt. Keine Mikros von innen. Hat sich aufgrund des Soinds und der Unhandlichkeit nie durchgesetzt. Höchstens mal bei einer Bassdrum. Snares wechselt man ja auch mal je nach Song, dann müsste man ja für jede Snare ein Mikro haben.


    Stimmt so weit alles, aber senkrecht nach oben muss das nicht zeigen. Und es muss auch kein SM57 sein. Interessant ist auch ein Kesselmikrofon oder ein zweites (anders klingendes) Mikrofon am Schlagfell. Es gibt viele Toningenieure und auch Drummer (Simon Phillips z.B.), die nichts vom Sound eines Teppich Mikros halten. Ich mische Teppich Spuren wenn dann auch nur ganz vorsichtig dazu.


    Wichtig bei beidseitig abgenommenen Trommeln, wenn ein Mikro von außen aufs Schlagfell und das andere von außen aufs Resofell zeigt: Die Phase sollte hier grundsätzlich gedreht werden (nur in absoluten Ausnahmen ist das kontraproduktiv). Da gehts auch nicht um die Position der Mikros zueinander, sondern darum, dass die Felle immer 180° zueinander ausgerichtet sind.
    Zeigt ein Mikro allerdings innen aufs Schlagfell und ein zweites außen aufs Resonanzfell, ist das wieder was anderes.


    Wie gesagt: Bei Bassdrums ist eine innere Mikrofonierung seit langer Zeit Gang und Gäbe (Abweichungen sind hier eher Ausnahmen). Vor allem deswegen gibts auch Bassdrum Resonanzfelle mit Löchern. Aber bei allen anderen Trommeln wird das nicht ohne Grund so selten gemacht.

    In dem Video wird nichts vom Zentrieren der Felle erzählt. Bei der Snare aufgrund der ohnehin - im Normalfall - recht hohen Stimmung nicht so wichtig wie bei Bassdrum und Toms.


    Herr Roßberg wechselt wohl im Schnitt nach jeder 2. Show das Snare Schlagfell, so weit ich mich erinnere. Das entspricht bei durchschnittlichen Auftritten also z.B. 4h Spielzeit. Und das hat ganz einfach den Hintergrund, dass die Snare am häufigsten gespielt, am höchsten gestimmt und auch meist relativ dünn befellt ist (häufig gespielt trifft zwar auf die Bassdrum auch zu, aber die anderen beiden Dinge nicht). Daher verschleißt das am schnellsten. Ich wechsel mein Snare Schlagfell auch immer öfter als die anderen Felle.
    Jede 2. Show ist natürlich für Otto Normal Drummer nicht notwendig. Aber wenn schon ein Drum Tech für absolute Perfektion bezahlt wird, dann sollte es an einem 14" Ambassador coated mehr oder weniger nicht scheitern.


    Spielst du deine Snare regelmäßig mehrmals die Woche mit Schmackes, würde ich alle 3-6 Monate das Schlagfell wechseln. Zumindest ein einlagiges ohne Dot.


    Besorg dir am besten mal die Drum Tuning Bible. Mittlerweile wurde die auch in Deutsch übersetzt.

    Nimm die Toms einfach oben am Schlagfell ab. Ein Mikro pro Tom reicht auch. Zwei Mikros sind eher nur bei Bassdrum und Snare angebracht.


    Tom Mikrofone gehören mit zu den unwichtigsten Mikrofonen am Set. Je nach dem, wie häufig sie gespielt werden, natürlich.


    Du wirst noch vor viel schwierigeren Baustellen stehen bei der Aufnahme und der Nachbearbeitung. Fang ggf. lieber erstmal mit weniger Mikrofonen an. Z.B. zwei Overheads und einem Bassdrum Mikro.
    Tomspuren würde ich übrigens immer schneiden, gaten oder in der Lautstärke automatisieren, weil die unglaublich viel Schmutz (vor allem schlecht klingenden Becken Bleed) mit reinbringen.


    Toms innen zu mikrofonieren ist jedenfalls sehr experimentell. Und braucht vor allem auch spezielle Konstruktionen. Wenn du gerne zum Selbstzweck bastelst, kannst du das natürlich tun. Aber ansonsten für deine Zwecke völlig sinnfrei. Nach meiner Einschätzung zumindest.

    Bei Bassdrums ist es Gang und Gäbe, diese (hauptsächlich) innen zu mikrofonieren. Bei Toms hingegen ist das eine Seltenheit. Der Haupt Vorteil liegt - bei Toms sogar mehr als bei der Bassdrum - in weniger Übersprechen vom restlichen Schlagzeug. Außerdem kann man den Stock Anschlag auf dem Schlagfell (Attack) besser einfangen, sollte eine Mikrofonierung des Schlagfells von außen ungünstig sein (was es bei der Bassdrum definitiv ist, bei Toms u.U. allerdings auch).
    Haupt Nachteil hingegen ist ein Mangel an Natürlichkeit (noch mehr als direkt am Schlagfell abgenommen) und der berüchtigte Basketball Effekt, der hier kürzlich an anderer Stelle thematisiert wurde.

    (mit 4 Schrauben kann man die gesamte Welle abnehmen und die Hauptlager reinigen und fetten).


    Ist das tatsächlich notwendig? Meines Wissens kann man damit mehr zerstören als dass es irgend etwas bringt. Denn geschlossene Kugellager verschmutzen nicht und sind ausreichend gefettet. Auch wenn man da von außen mit WD40 rangeht, macht man die Lager damit eher kaputt, weil das Zeug in jede Ritze kriecht.


    Wenn du langfristig Spaß mit den Teilen haben willst, nimm nicht die abgespeckten Versionen.
    Die passenden "Pro" Pendants wären DW 5000 (bzw. 9000 um mit den anderen gleich zu ziehen), Pearl P-2050C und Tama HP900.


    Hier wiederrum ein fettes Dito von mir.


    Warum soll ich denn den Winkel der Trittplatte verstellen? Oder den Beaterwinkel? ich erkenne in diesen Funktionen bisher keinen Nutzen. Vielleicht sieht das aber nach Samstag anders aus.


    Du kannst die Fußmaschine mit diesen Einstellmöglichkeiten halt individueller an deine Bedürfnisse anpassen. Ich bin allerdings auch bei der Iron Cobra immer wieder zur Standard Einstellung zurückgekommen. Auch bei der 3000er reicht mir die Standard Einstellung. Das ist in meinen Augen eher weniger ein Kaufgrund für hochwertigere Maschinen. Obwohl es natürlich sein kann, dass du durch Austesten der Einstellmöglichkeiten merkst, dass du so besser klarkommst ... aber ist unwahrscheinlich.


    Die aktuelle DW 5000 (TD4 / AD4) hat übrigens ein paar Features, die die 3000er nicht hat und mit der 9000er gemeinsam sind: Kugelgelagerte Federaufhängung (unten an der Säule), bessere Verbindung zur Bassdrum (Klaue, Aufliegepunkte), gummierte Unterseite statt Klettbänder (vor allem fürs Abbauen besser). Außerdem insgesamt stabiler und solider. Das Pedal der 3000er hat z.B. seitliches und klapperndes Spiel, was bei Maschinen in höheren Preisklassen seit langer Zeit ein No-Go ist. Meine 9 Jahre alte und oft benutzte Iron Cobra hat kein Spiel und bei der DW 5000 erkennt man schon auf Fotos, dass da andere Scharniere verwendet werden.