Beiträge von m_tree

    Nö, warum, hat ja Hand und Fuß imho. Großartige Eingriffe mit dem EQ brauchte ich in meinem Leben eigentlich immer nur, um billige oder schlechte Mikrofone, zuwenig Kanäle, doofe Aufnahme-/Konzertlocations oder kaputte Drums zu fixen. Naja und bei Supersmile-Angeboten für die Demoaufnahme über's Wochenende, wenn das Mikrofonieren signifikant mehr Zeit in Anspruch nimmt, als mal eben mit einer Badewanne das Problem mit einem Handgriff der zu erwartenden Klangqualität entsprechend anzugehen.


    Jo, ist ja generell so: Je besser die Aufnahmen, desto weniger EQing ist im Mix nötig. Das fängt bei Störfrequenzen an (Brumm, Dröhn, Klirr, Nerv) und hört beim Sound Design auf. Gerade bei einer typischen Rock Kombo mit Drums, E-Bass, E-Gitarre(n) und Vocals kann man schon vorher sehr viel über den Instrumenten- bzw. Ampsound machen. Auch was die Leadvocals betrifft (Mikrofonauswahl), die im Optimalfall auch keinen EQ mehr brauchen.
    Standardmäßig ist halt nur etwas Verschönerung mit Höhenboosts (bei mir eigentlich nur auf den Drums, im Mastering und ab und zu auf Vocals) und im Mastering evtl. auch ein paar gezielte Betonungen im Bass- und Mittenbereich. Dennoch senke ich im Mix gerade auf Mittenlastigen Instrumenten im Bass- und Mittenbereich meistens zugunsten von Rhythmusgruppe, Präsenz und Leadvocals ab. Wirklich richtig gute und zusammenpassende Aufnahmen sind m.E. sehr selten und solche kriegen dann eh nur die ganz großen Mischer.


    Tja, das dachte ich beim ersten schauen auch. Es gib einen Produzenten (letztens in einem Podcast gehört) der ein komplettes Album AUSSCHLIESSLICH mit SM57 abgenommen hat. War Top 5 in den USA.


    Meine Verwunderung darüber bezog sich schon explizit auf die Bassdrum, weil von den SM57 unter 200Hz halt nicht mehr viel kommt. Selbst für Toms sind die m.E. schon zu mager.


    Zitat

    Letztendlich bringt mich das wieder zu meiner Lieblingserkenntniss: Das wichtigste ist der Song in die Performance und die Ohren aller Beteiligten. Egal was da für ein Mikro an der Snare oder sonstwo hängt. Es muss halt alles zusammen passen und gut is. Auch wenn es Spaß macht sich mit solchem Musikbnerdigen Zeug wie Frequenzkurven zu beschäftigen. Solang das Mikro nicht totaler Schrott ist und es falsch positioniert wird... es is ja auch Kacke wenn alles gleich klingt.


    Ist aber auch immer Verhältnissache. Wenn die Produktion an sich schon auf nem sehr hohen Level ist, also gute Songs, Performances, gute Instrumente / Amps und viel Know How und Zeit / Aufwand vorhanden sind, dann lohnts sich schon die Mikrofone mit Bedacht auszuwählen. Umgekehrt lohnt sich das bei einer Nebenbei-Demo Produktion, bei der alles "irgendwie" und dahingerotzt klingt, halt überhaupt nicht.


    Die Frequenzdiagramme hatte ich eigentlich nur "der Form halber" gepostet. Unterm Strich war meine Aussage ja auch, dass die Mikrofonwahl im Prinzip fast egal ist (wenn nicht total unpassend).


    Zitat

    P.S.: Wobei gute Preamps natürlich immer helfen.... :D


    Genau. Am besten richtig heftig teure, die die mangelnden Skills dann schön auf dem Papier ausbügeln. :thumbup:

    Ohne EQ ineinander mischen, maximal ein Hochpass auf das M201.


    Noch so ein Thema ... ich sehe das nämlich genau so: Eine gute Snare Aufnahme sollte neben einem tief angesetztem Hochpass (bis 100Hz, wirklich nur zum Wegschneiden von Gerumpel) mit einem breiten Höhenboost auskommen können. Bei Bassdrum (am besten komplett ohne HP) und Toms evtl. zusätzlich noch etwas die unteren Mitten raus. Alles weitere kaschiert eigentlich nur Probleme oder verschlimmbessert gute Aufnahmen, wenn nicht wirklich gerade mal bei einer ganz bestimmten Frequenz etwas stört, das man erst durch Sweepen ausfindig machen kann. Bässe sind bei Nahmikrofonierung prinzipiell eh genug vorhanden. Gerade im Bassbereich "sauen" EQs eben ziemlich viel.


    Aber ich bin mal mal wieder still ... :rolleyes:

    Wenn ich mich richtig erinnere hatte Van Halen doch am ganzen Set nur SM57, oder? Warte mal ich such mal das Video... hier: https://www.youtube.com/watch?v=BpiZCV5iUU4


    Also nicht an allen Trommeln, aber quasi UNTER allen Trommeln. :) Aber im Video sieht man das gesamte Mic-Setup ( https://youtu.be/BpiZCV5iUU4?t=631 ). Auch, dass viele SM56 genutzt wurden.


    Das Video passt ja perfekt zum Thread Thema :thumbup:


    Noch eigenartiger als die SM57 unter allen Toms finde ich zwei SM57 in/an der Bassdrum und sonst nix. 8|


    Aber eben SM57 an der Snare top+bottom. An den 5 Toms sind die jeweils 4x so teuren MD421, an der Snare aber eben ein SM57. Was sagt das wohl aus? :whistling:


    Ich komme aber noch mal kurz auf meinen letzten Beitrag zurück. Also Snare-Mikrofonierung am Schlagfell mit SM57 vs. Freifeld mit einem MK-012 (Kleinmembran Kondensator). Habe die Aufnahmen vor dem Rendern auf die jeweils gleiche Lautheit (LUFS) gebracht:


    >> SM57 am Schlagfell <<


    >> MK-012 70-80cm schräg (45° +/-) von oben << (bzw. schräg von vorn - Snare stand im Set, wo sie übrigens anders als außerhalb vom Set klingt ...)


    Es handelt sich um eine 14*5,5er Stahl (Tama SLP Vintage Hammered Steel), 20er Stahlteppich sowie beidseitig Ambassador (Snare Reso, coated Top) ohne weitere Dämpfung. Und natürlich um den selben Schlag. Klar kann man die Snare explizit für Nahmikrofonierung noch etwas anders stimmen und ggf. dämpfen, aber ich wollte ja hier, dass sie im Freifeld gut klingt.


    Dieses Freifeld Sample hatte ich erst kürzlich bei einer kleinen Produktion benutzt. Dort sogar hauptsächlich, weil die Snarespur so mager war. Und es klingt für meine Ohren einfach geil. Natürlichkeit hört bei Nahabnahme der einzelnen Trommeln sowieso auf :whistling:

    Da haste sicher recht m_tree, aber ich fand das SM57 an der Snare immer schon ein echt scheiße klingendes Teil. :D


    Ich find, dass Nahmikrofonierung von Snares sowieso beschissen klingt. :D


    Letztens bei Sample Aufnahmen wieder gehört. Ein Overhead (Oktava MK-012) hatte ich dann anders aufgebaut 70-80cm schräg (45° +/-) von oben auf die Snare zeigen lassen. Klang besser als das andere Overhead vertikal von oben und um Meilen besser als das SM57 am Schlagfell. Und dieser riesige Unterschied kommt sicher nicht vom SM57.


    Aber die grundlegende Abneigung von einigen gegen das SM57 kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass es so populär ist und man sich halt gerne eine eigene Meinung bildet. Ist aber immer noch kein Grund dafür das sooo schlecht zu reden, IMO. ;)


    Neutraler klingenden Kleinmembran Kondensator Mikros fehlt direkt am Schlagfell m.E. dann genau das, was die dynamischen Kollegen anders machen: Ungenauer abgebildete Transienten / geringere Schärfe, Präsenzboost im unteren Höhenbereich, dafür im oberen Höhenbereich schwächer und ein u.U. besser passender Nahbesprechungseffekt (200 statt 100Hz).

    Spannender fand ich die Diskussion, mit welchem Mikro ihr an der Snare zufrieden seit.


    Bleibt man bei dynamischen "Standard" Mikros wie einem Shure SM57, (mittlerweile auch) einem Audix i5 oder einem Sennheiser MD421 und dessen "kleinere Brüder" wie z.B. dem e604, spielt der Snare Sound selbst, die Mikrofon Ausrichtung und eben der Mix eine viel größere Rolle für den Sound. Weil die genannten Mikros alle in eine ähnliche Richtung färben und alle einen vernünftigen Job machen.


    Solche Knopf Mikros sind da schon experimenteller für Aufnahmen. Den Alex Van Halen Sound wirst du am ehesten mit einem SM57 kopieren können, weil das damals das Standard Mikro an der Snare war. M.E. übrigens zu recht, auch heute noch.


    Edit ...
    Neben dem Wandlerprinzip (dynamisch / Kondensator) und der Richtcharakteristik spielt vor allem der Frequenzgang eine große Rolle für den Klang eines Mikrofons. Nuancen kann man da natürlich nicht ablesen, die grobe Richtugn aber schon. Zum Frequenzgang gehört eigentlich auch der Nahbesprechungseffekt - also der Bassboost bei geringer Entfernung des Mikrofons zur Schallquelle. Und der macht sich bei der Nahmikrofonierung von Trommeln erheblich bemerkbar. ;)
    Weil der in den folgenden Frequenzgängen nicht überall eingezeichnet ist, schreibe ich das jeweils dazu.


    Shure SM57 - Nahbesprechngseffekt bei 200Hz


    Beyerdynamic TG D57C (Nachfolger des Opus 87):


    Audix i5


    Sennheiser MD421 - Nahbesprechungseffekt bei 100Hz (Bassschalter für dessen Kompensation ;) )


    Sennheiser e604


    Die Grundtöne von 14" Snares liegen eigentlich immer recht nah bei 200Hz, je nach Stimmung. Den Teppich bei 6-7kHz zu betonen steht Snares auch gut (auch bei der Nachbearbeitung). Man kann sich allein dadurch schon die Popularität des SM57 herleiten. Dass das Audix i5 z.Z. so gehyped wird hat m.E. eher damit zu tun, dass halt irgendwann mal was neues her muss ... was natürlich viiiieeel besser ist. ;)


    Alle der aufgelisteten Mikros haben Nierencharakteristik. Und alle sind dynamische Mikros, außer das TG D57C.


    Ist das so? Ich habe bislang relativ gutes vom Beyerdynamic TG D57 gehört, aber selber keine Erfahrung. Ich habe mir jetzt aber mal eins bestellt, um es herauszufinden ^^ . Generell sähe ich zumindest keinen Grund, warum ein kleines Kondensatormikrofon da Nachteile haben sollte.


    Ok, meine Aussage war ziemlich flapsig (hätte ich mir sparen sollen). Erlaubt ist natürlich, was gefällt.



    Ich finde ohnehin, dass die meisten Drummer sich da viel zu sehr der momentan angesagten Meinung unterwerfen. Im Moment ist es angesagt, einen eher offenen Drumsound zu haben, und diesen idealerweise ohne jegliche Dämpfungsmaßnahmen ausschließlich durch Stimmen zu erzeugen. Toningenieure sind da schon deutlich flexibler und machen halt, was für den aufgenommenen Songe gerade am dienlichsten ist (und sei es eine Gaffa-Orgie). Ein extremes Beispiel finde ich den Snaresound auf dem Social Distortion Album "White Light, White Heat, White Trash" (zugegeben von 1996). Der definitiv toteste Snaresound den ich auf einem Album bislang gehört habe. Und bei den Songs stört mich das kein bisschen, weil es einfach passt.


    Dass ein offener Drums Sound z.Z. angesagter als bisher ist, bezweifel ich. Spielt m.E. aber auch keine Rolle. Denn es geht doch darum, dass die zusätzliche Dämpfung auch wirklich einen ästhetischen Hintergrund und keinen "kaschierenden" hat. Will heißen, dass zusätzliche Dämpfung nicht zum Kaschieren einer schlechten Stimmung oder tontechnischen Umsetzung benutzt werden sollte, sondern wirklich nur zum Erreichen des gewünschten Sounds. Gegen ein Stück Gaffa oder (halbes) Stück Moongel ist ja nix einzuwenden. Aber bei allem, was darüber hinaus geht, sollte schon ganz klar sein warum man das nun macht. Ist der Grund einfach eine unpassende Fellwahl, eine unpassende Stimmung oder tontechnische Umsetzung oder eben tatsächlich die gewünschte Klangästhetik?

    Also erst mal würde ich das Zeug da vom Snare Schlagfell entfernen. So hat das Fell ja gar keine Chance mehr zu schwingen :whistling:
    Diese Knopf Mikros klingen i.d.R. auch so wie sie aussehen. Außerdem sind die alle zu mittig über dem Fell. Das klingt zum einen schlecht und zum anderen spielt es sich auch schlecht.


    Und mach's doch einfach so wie Simon Phillips. ;)


    Ein Teppich Mikro ohne das Schlagfell zu mikrofonieren funktioniert nicht. EIn Schlagfell Mikro ohne Teppich Mikro hingegen schon. Manche mögen's lieber komplett ohne Teppich Mikro, mich eingeschlossen. Für Aufnahmen stelle ich dann lieber ein Side / Shell Mic mit auf oder mische ein Freifeld-Sample der selben Snare dazu.


    Mach doch mal ein Foto von deinem Aufbau. Irgendwo wirst du doch noch ein Mikrofon ans Schlagfell stellen können. Zur Not unter der Hi-Hat ...

    Livemischen besonders in geschlossenen Räumen die man nicht kennt, mit Bands die man nie gehört hat
    und Zeit die man nicht hat ist für mich reine Schadensberenzung.
    Wenn dann das Schlagzeug noch Kacke klingt, kommen halt gnadenlos Gates, Taschentücher und Gaffa zum Einsatz.
    Man hat ja schliesslich noch anderes zu tun.


    Wenn es wirklich kacke klingt, ist das vollkommen verständlich. Aber hier gehts ja um einen scheinbar guten Drums Sound, der von Technikern, die nur schlechte Drums Sounds gewöhnt sind, zu Unrecht "verunstaltet" wird.


    Zitat

    Das ist auch in keinster Weise mit Studioarbeit zu vergleichen.


    Nur teilweise. Allerdings wird eine gut eingespielte und gut klingende Band sowohl live als auch im Studio immer besser klingen als eine schlecht eingespielte und schlecht klingende Band. Ein paar der Gegebenheiten haben da schon den gleichen Stellenwert.

    was ist euer Trick die Obertöne oder den Sustain nicht im Live mix über die Mikrofone zu haben?


    Ich kann das zwar nur aus der Studio-Mischer Sicht beurteilen. Aber die Obertöne und das Sustain gehören zu einem lebendigen Drums Sound einfach dazu. Und gerade nah aufgestellte Mikros brauchen die Obertöne auch, damit der Sound durchsetzungsfähig und Attack-reich ist. An den Schlagfellen klingen Trommeln deutlich anders als aus der Ferne, dazu kommt die Bassüberhöhung durch den Nahbesprechungseffekt.


    Einen lebendigen Drums Sound gut umzusetzen verlangt nicht nur dem Trommelstimmer, sondern auch dem Tonmensch mehr ab.


    Wenn heute der FoH alles tot will, ist er meist zu faul oder nicht fähig den Klang der Trommeln in kurzer Zeit zu handeln.
    Oder die klingen so Scheisse wie oben geschrieben und das totkleben dient der Schadensbegrenzung ^^
    Mit den modernen Digitalpulten hat er jedenfalls alle Möglichkeiten dies zu tun.


    Das trifft den Nagel auf den Kopf, finde ich.


    Ich bin wahrlich kein Profi, aber spekuliere mal: live wird man vor allem die Nah-Mikros verwenden (um das Schlagzeug ein wenig vom sonstigen Lärm zu separieren), während man im Studio gerne einiges an OH/Raummikros zumischt. Nahabnahme hebt aber die Obertöne extrem hervor. Folglich muss man live mehr dämpfen.


    Tendenziell ist live eher Nahabnahme als im Studio gefragt, ja. Man kann aber auch im Studio weitgehend trocken und nah abgenommen bleiben und die Drums zudem auf verschiedenste Arten mischen.
    Nahabnahme färbt den Sound vor allem insofern, weil der Sound direkt am Schlagfell ganz anders als im Freifeld ist. Sicherlich nimmt das Mikrofon dann auch etwas mehr Obertöne des Schlagfells selbst als aus höherer Distanz auf. Aber das ist kein Grund für mehr Dämpfung. Der Sound ist einfach "anders" und tatsächlich klingen nah abgenommene Trommeln sogar oft eher dumpfer als aus der Distanz.


    Ist der Klang der ungedämpften Trommel gut, kann ein fähiger Techniker diesen Klang auch gut umsetzen. Im Bandkontext bekommen Obertöne und das Sustain übrigens auch eine andere Bedeutung: Obertöne sorgen für mehr Durchsetzungskraft der Drums und das Sustain geht im Bandkontext sowieso ein Stück weit unter, wenn der Drums Sound nicht mit Frequenz- und Dynamikbearbeitung total "verunstaltet" wird.


    Ein gedämpfterer Trommelsound sollte aus ästhetischen bzw. geschmacklichen Gründen zum Einsatz kommen, nicht wegen Unfähigkeit oder technischen Gegebenheiten. Aber das ist, abgesehen von der Oberliga, leider meistens Utopie. Die "Großen" haben fest angestellte Drum Techs und Tontechniker, die ein eingespieltes Team bilden und den Sound "designen". Da muss nicht eben mal schnell noch nachgedämpft werden, weil der Drummer nicht stimmen oder der Techniker nichts mit einem lebendigen (aber gutem) Drums Sound anfangen kann.


    Ungedämpfte Felle können zudem gerne mal Rückkopplung mit der PA erzeugen, auch das verschlechtert den Gesammtsound der Band.


    Also das erscheint mir doch ziemlich fragwürdig ... ?(


    Naja, die Sache mit dem Abmischen kann schon nerven:
    Kenn da schon einige Experten, die Live ordentlich mit Gates arbeiten und wo dann das Set am Ende etwas seltsam klingt, weil ganze Teile dessen, was man spielt, verschluckt werden. Stellt man dann fest, wenn man hinterher die Mitschnitte hört und dann konstatieren muss, dass bestimmte Passagen komplett verunstaltet wurden. Letztens noch passiert, als ein Techniker mir auf das eine Overhead wegen des Chinas ein derartiges Gate gelegt hatte, dass das klang wie aus der Rumpelkammer. Auch im Studio habe ich das schon erlebt, als ganze Ghostnotes-Kolonnen wie vom Erdboden verschluckt waren.


    Unfähigkeit und Schlamperei ist sowas. Liegt live dann meistens auch einfach an einem zu hoch angesetzten Threshold. Haut man beim Soundcheck fürs Einpegeln ordentlich rein, kann der Threshold natürlich höher sein, damit das Gate aufmacht als bei normalem bzw. dynamischerem Spiel.
    Live würde ich sowieso nur die Toms gaten. Es sei denn, es geht um AC-DC Drumming, vielleicht ...


    Der Meister selbst ;)

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    Ab ca. 01:55 zu sehen bzw. zu hören. wobei er den Schlag so leise spielt, dass man den Unterschied wohl kaum merken dürfte.


    Genau in das Video hatte ich vorhin noch mal kurz reingeschaut, bevor ich geantwortet hatte. Aber nicht aufmerksam genug. Er sagt ja selbst "... and I'm gonna ghost the second note of the third triplet". Dort spielt er auch die Bassdrum zusammen mit dem 2. Backbeat, so wie hier notiert:



    Von beidem höre zumindet ich nichts im Drums-Only Track. Aber mal sehen, ob ich diese Ghostnote noch hinkriege.


    Das Feedback hier ist echt sehr, sehr nützlich und konstruktiv. :thumbup:

    Hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut ankommt. Ziemlich cool, danke :)


    trommla
    Du hast mir das Outfit fürs finale Video wirklich ausreden können. Ein schwarzes Hemd und 'ne dunkelblaue Jeans werden 's dann wohl. Für eine positivere und coolere Ausstrahlung muss ich den Track auch einfach noch ein bisschen üben.


    Hab übrigens gestern einen Test mit weitaus tiefer gestimmter Snare und einem Teppich Mikro, aber ohne Raum Mikro gemacht und das Ergebnis haut mich vergleichsweise nicht so vom Hocker. Werde zum Vergleich noch eins der SC-140 am Teppich testen. Für mich eine weitere Bestätigung dafür, dass ich Teppich Mikros nicht mag. Ein Phasendreher auf dem Side- bzw. Kesselmikro brachte Licht ins Dunkel, obwohl die Phasenverläufe der beiden Snarespuren eigentlich keinen Phasendreher verlangen. Da merkt man wieder mal, dass man letztendlich nur seinen Ohren trauen sollte. :whistling:
    Ein Phasendreher auf dem off-axis zum Set ausgerichteten Raum Mikro (Niere) brachte auch was. Werde die finale Aufnahme dann doch so machen, nur mit etwas tiefer gestimmter Snare und ausgereifterem Mix.


    furio
    Porcaro lässt hier und da immer mal einige Ghostnotes weg. Es ist sowohl fast unmöglich, das exakt so zu spielen als auch einfach nicht notwendig. In Live-Versionen hat J.P. selbst das auch nie zu 100% so wie auf der Studio Aufnahme gespielt.
    Allerdings sind meine Ghostnotes im Main Groove eigentlich schon richtig. Es gibt Notationen, wo auch die Ghostes direkt nach dem Backbeat gespielt werden - ich frag mich aber ernsthaft, wer sowas glaubt rauszuhören oder auf solche Ideen kommt. Weil diese Ghostnotes schlicht und einfach nicht im Original gespielt werden. Hört man gut im Drums-Only Track: https://youtu.be/DQ-gfb6nUus


    2 der Extrafills am Ende sind allerdings schief gelaufen ... alles noch nicht ganz da, wo ich sein will. Aber fast.

    Bin echt happy über die Kommentare hier. Danke :)


    Woran du hingegen echt arbeiten solltest, ist deine verbissene Ausstrahlung beim Spielen. Dein gesamtes Spiel käme (noch) geschmeidiger rüber, wenn du es optisch mit positiver Energie präsentieren würdest und mehr "coole Socke" wärst. Das bezieht sich durchaus auch auf dein Heimwerker-Outfit. Würde mich nicht wundern, wenn seitlich in der kurzen Hose noch der Zollstock steckt ;)


    Die verbissene Ausstrahlung ist definitiv ein Thema. So eine grundlegende "Düsterheit" lege ich aber gerade allgemein schon ab. Mal sehen, ob ich das in der kurzen Zeit jetzt noch verbessern kann.
    Etwas wundert mich allerdings deine Kritik am Outfit. Für mich ist das eigentlich das perfekte Drumming Outfit wegen der Bewegungsfreiheit. Die ausgelatschten Turnschuhe sind auch viel leichter als Winterstiefel und Barfuß spiel ich nicht. :D
    Was schwebt dir denn da vor?


    Gerne mehr! Sound auch cool, obwohl mir Snare und Bassdrum zu hohl klingen. Aber mag auch daran liegen, dass die im Mix natürlich sehr herausgestellt (vom Pegel) sind.


    Ich bin dem mal auf den Grund gegangen und der Übeltäter ist da tatsächlich das Side / Shell Mic für die Snare. Durch Hinzumischen der Spur löscht sich zwar die Bassdrum auf den Snarespuren etwas aus, aber es klingt insgesamt auch hohl. War ein Experiment. Weil ich dafür eh nur t.bone SC-140 benutze, genau so wie für den Raum, werde ich diese beiden Mikros einfach weglassen. So klingt es zwar insgesamt wieder etwas unnatürlicher, aber sauberer und auch mehr nach 80er.
    Obwohl ich kein großer Freund von Teppich Mikros bin, werde ich die Snare hier mit einem SM58 Billig Klon am Teppich unterstützen. Durch Höhenboosts kommt eben doch sehr viel Hi-Hat auf der oberen Snarespur durch, wenn man sie weder gated noch Samples hinzu mischt - aber es geht ja hier um die Ghostnotes.


    Die Synchronisierung von Bild und Ton hab ich auch noch mal abgecheckt.

    gsüchd und FOX
    Vielen Dank fürs Lob. Das gibt mir viel Auftrieb ;)


    Für mich verliert aber der Shuffle dadurch eine klitzekleine Nuance an Trägheit (mir fällt grad kein besseres Wort ein, für mich hat Shuffle so ne leiiiiiiiichte Verzögerung vom Gefühl her). Aber das ist echt eine Spitzfindigkeit und heute beim zweiten Mal anhören empfind ich das auch gar nicht mehr so stark wie gestern beim ersten Mal.


    Also prinzipiell hat Shuffle an sich keine leichte Verzögerung. Kommt immer drauf an, wie man das spielt. Aber ich werde daran noch ein bisschen arbeiten. Ich hab kein Problem damit, auf Klick zu spielen, bin aber auch da tendenziell immer eher vor dem Klick, wenn es Abweichungen gibt.
    "Nach vorne spielen" ist aber auch so zu verstehen, dass man die Band wirklich stützt und supportet und nicht in ein Loch fallen lässt.


    Zitat

    Vom Sound her find ich die HiHat eher eine Spur zu laut im Vergleich zum Original. Vielleicht liegt das auch an meinen billigen Ohrstöpseln. Aber wie du schon sagtest, was auch fürs nach-vorne-spielen gilt, das kann man als deine Interpretation auslegen.


    Das Lustige an der Sache ist, dass ich die Hi-Hat gar nicht einzeln mikrofoniert habe. Ich hab die im Mix schon hier und da etwas gezähmt, wo sie unschön klang. Braucht man bei meiner Mikrofonierung hier aber weitaus weniger zu machen (nervige Becken entschärfen) als bei vielen anderen Aufnahmen.


    Zitat

    Ansonsten: Neid! Könnt ich das (schon) so spielen wie du, wär ich schon überglücklich ^^ Aber ich hab ja noch ein paar Jahre Zeit, du konntest es sicher auch nicht nach 1 Jahr :D


    Nur zu ... diese junge Dame hier hat mit dem Cover die eine-Million-Klicks-Marke geknackt :rolleyes:
    https://www.youtube.com/watch?v=cHOTK1fEH70


    Dieser Herr hier hat's mit Traditional Grip immerhin auf über 700k gebracht:
    https://www.youtube.com/watch?v=OBz7wao5h7k


    Ich möchte an dieser Stelle aber auch ausdrücklich betonen, dass ich nicht an vielen Klicks interessiert bin, sondern das für mich letztendlich einfach nur eine Referenz darstellt.


    Zitat

    Wo ich aber auch als Anfänger mitreden darf - und was mich sehr belustigt hat, dass nicht nur ich das so sehe (Zitat Oliver: "dieser Schwarzwald-Küchenstuhl im Hintergrund - der beleidigt mein Auge ungemein!") - den Bauernsessel würd ich gegen einen stylischen schwarzen Stuhl austaushen :D der passt nicht zum trendigen grünen Hintergrund :D


    Nee, ausgetauscht wird da nix, sondern komplett aus dem Bild raus geschmissen.


    Zitat

    Wegen der zerfledderten Becken: läuft man da nicht Gefahr, dass sich die Becken drehen und man in einem blöden Moment genau in die Lücke reinschlägt und entweder somit mit dem Stick "durchfällt" oder sich an den Kanten verhängt? :huh: Von der Optik her ist das diskutierbar, ich persönlich find schöne neue Becken in einem solchen Video schon schöner. Aber ich weiß gar nicht, ob's mir überhaupt aufgefallen wäre, wenn du es nicht im Vorhinein erwähnt hättest...


    Ja, es kann schon nicht schaden die vorher ein bisschen zurecht zu drehen. Ist ja auch kein Dauerzustand, aber momentan halt so.



    Ich finde die Perspektive in Ordnung.
    Entweder so, oder von schräg hinten.
    Letzteres finde ich als Schlagzeuger einen Ticken interessanter.


    Letzteres hatte ich auch schon probiert. Ich überlege noch mal ...




    Jürgen
    Ich musste ein bisschen überlegen, ob und wie ich darauf antworten soll. Ich bin einfach mal so frei ...



    Zum Neubeginn gleich mal das machen, woran alle scheitern, ich zweifle am Sinn der Idee.


    Scheitere ich denn an dem Song? Es geht mir nicht darum, Jeff zu kopieren, sondern meine persönliche Bestnote für den Song zu demonstrieren. Wie weiter oben schon erwähnt geht es da auch einfach um Referenzmaterial.


    Zitat

    Dennoch ist das Geklopfe weit über dem, was der übliche Provinztrommler so geben kann (meine Wenigkeit durchaus eingeschlossen),
    dennoch werden wieder alle sagen: der Chef (oder Jeff) ist es aber nicht ...


    Sollen sie machen. Das ist ja eine absolut korrekte Aussage. ;)


    Zitat

    Tatsächlich fällt mir bei der Hi-Hat ein spitzer Klang auf, der regelmäßig auftritt.


    Möglicherweise ist das der Anteil der Hi-Hat, der von den Snare Mikros kommt (das SM57 betont kräftig bei 6-7kHz). Wie auch schon weiter oben geschrieben habe ich ein paar störende Anteile aber schon gezähmt.


    Zitat

    Dass das nicht so locker-flockig laid-back ist wie im Original und deshalb ein bisschen maschinell und vielleicht auch ein wenig zackig
    klingt, nun ja, das konnte man vorher schon wissen.


    Ja. Es gibt aber dennoch Unterschiede und größere oder kleinere Differenzen zum Original. Wie schon gesagt arbeite ich an meiner Performance auch noch. Einfach einmal die persönliche Bestnote zum jetzigen Zeitpunkt abliefern und dann kann ich das auch noch in 10 Jahren zeigen.


    Zitat

    Die kaputten Becken sind für einen Neubeginn auch eher paradox.


    Ich würde mal was ganz anderes machen. Vielleicht mal was Neues.


    Das Interessante daran ist ja, dass ein Neustart auch immer mit einem Ende und einem "Nullpunkt" bzw. Herunterfahren verbunden ist. Und es bringt auch nichts, etwas neues anfangen zu wollen, wenn das Alte noch nicht abgeschlossen ist. Step by step eben.
    Dann ist das Cover hier eben der Abschluss von etwas Altem. Dreh es dir wie du magst ;)

    Vielen Dank fürs weitere Feedback und Lob. Ich nehme mir auch jede Kritik zu Herzen. Wird definitiv Einfluss auf die finale Version haben.


    Der Sound ist allerdings nicht synchron zum Ton, das finde ich (als Drummer) beim Zuschauen immer sehr irritierend.


    Mir ist es jetzt auch aufgefallen. Ist auch im gerenderten Video, das ich bei YT hochgeladen hatte, so. Werde beim finalen Video drauf achten.


    Stylistisch nicht unbedingt getroffen, weil zu "hart" interpretiert.


    Inwiefern? Ich würde das zum Teil aber auch einfach zu meiner Interpretation dazu zählen. Exakt kopieren kann das, wie schon angemerkt wurde, sowieso keiner. Die eigene Note fließt also immer mit ein.


    Ich kann nur auf sehr hohem Niveau meckern: Die Snare ist mir zu laut gemischt oder in einigen Passagen zu laut gespielt - z.B. in den Bridges vor den Refrains.


    Ich hatte ganz am Ende des Abmischens die Snare noch 0,5dB lauter gemacht und etwas Höhen auf der Bassdrum zurück genommen. So waren sie dann in meinen Ohren "gleichauf". Snare etwas präsenter als die Kick, was zu diesem Stil passt. Aber etwas zu laut ist sie jetzt evtl. schon, ja.
    Ich werde die Snare wie gesagt für den finalen Take auch etwas tiefer stimmen, dann sticht sie sowieso weniger hervor.


    Zitat

    Den Sound derselben finde ich aber gut. Das Equipment incl. Riss-Crash finde ich ok bzw. stört mich nicht - das würde mich nur stören, wenn jemand darauf "dilettiert"... Aber dieser Schwarzwald-Küchenstuhl im Hintergrund - der beleidigt mein Auge ungemein! Den würde ich wegstellen für die endgültige Version des Videos.


    Bzgl. Equipment und Sound liest sich das Feedback generell auch sehr gut, danke. :)
    Und der Stuhl müsste wohl noch aus DDR Zeiten sein. :D
    Ich verstehe das aber voll und ganz und werde diesen aus dem finalen Video entfernen. :thumbup:

    Danke fürs weitere Feedback :)


    Was mir aber auffällt, du bist immer ein wenig vor dem Backingtrack - mal mehr, mal weniger.


    Ich habe mir das gerade mal in der DAW angeschaut und du hast vollkommen recht. Ich spiele allgemein eher nach vorne, was vielen Mitmusikern aber meistens gut gefallen hat.
    Aber ich werde mal sehen, dass ich mich hier etwas zügel ...


    Zitat

    Ich kann jedoch nicht beurteilen, ob das am Videoschnitt liegt oder du das direkt so Audio/Video zeitgleich aufgenommen hast.


    Ich habe den Audiomix im Nachhinein mit dem Video synchronisiert und noch synchroner würde das nur mit mehr als 30fps gehen.
    Es liegt wirklich einfach daran, dass ich ziemlich nach vorne spiele.


    Zitat

    Das Crash oder das Setup mit weniger Toms stört überhaupt nicht, wenn sich da einer dran aufhängt, soll er das erst mal so spielen wie du.


    Das liest sich sehr gut, danke. :)


    Zitat

    Snaresound ist für mich auch ok, aber da muss ich sagen, dass ich bei solchen Videos sowieso immer mehr auf auf's Spielen achte.


    Ich habe noch ein neues 14" Amba coated rumstehen, das ich dann vor dem finalen Recording aufziehe. Etwas tiefer werde ich die Snare dann wohl auch stimmen.

    Da ich das so nicht spielen kann wie du will ich zum Spiel mal nix sagen.
    Das ist ja auch ne Kacknummer, wer spielt die schon so wie Jeff.


    Ja, das ist ne Kacknummer und deswegen cover ich das ja auch. :D
    Aber sowas liegt mir sowieso, insofern ...


    Zitat

    Sound ist doch ok, ja die Snare könnte etwas tiefer, aber das kaputte Becken geht doch klar.


    :thumbup:


    Zitat

    Wenn du mehrere Takes aus verschiedenen Perspektiven zusammenschneidest hast du


    Das Problem mit nur einer Einstellung nicht mehr, dafür mehr arbeit beim schneiden.


    Hmm, das kommt eher nicht in Frage. Ich will schon einen einzigen Take nehmen, alles andere geht ja in Richtung Beschiss. In den alten Videos habe ich auch nur eine Perspektive, aber eben eine andere. Daher wäre eher die Frage, ob ich generell eine andere Perspektive nehme.