Nö, warum, hat ja Hand und Fuß imho. Großartige Eingriffe mit dem EQ brauchte ich in meinem Leben eigentlich immer nur, um billige oder schlechte Mikrofone, zuwenig Kanäle, doofe Aufnahme-/Konzertlocations oder kaputte Drums zu fixen. Naja und bei Supersmile-Angeboten für die Demoaufnahme über's Wochenende, wenn das Mikrofonieren signifikant mehr Zeit in Anspruch nimmt, als mal eben mit einer Badewanne das Problem mit einem Handgriff der zu erwartenden Klangqualität entsprechend anzugehen.
Jo, ist ja generell so: Je besser die Aufnahmen, desto weniger EQing ist im Mix nötig. Das fängt bei Störfrequenzen an (Brumm, Dröhn, Klirr, Nerv) und hört beim Sound Design auf. Gerade bei einer typischen Rock Kombo mit Drums, E-Bass, E-Gitarre(n) und Vocals kann man schon vorher sehr viel über den Instrumenten- bzw. Ampsound machen. Auch was die Leadvocals betrifft (Mikrofonauswahl), die im Optimalfall auch keinen EQ mehr brauchen.
Standardmäßig ist halt nur etwas Verschönerung mit Höhenboosts (bei mir eigentlich nur auf den Drums, im Mastering und ab und zu auf Vocals) und im Mastering evtl. auch ein paar gezielte Betonungen im Bass- und Mittenbereich. Dennoch senke ich im Mix gerade auf Mittenlastigen Instrumenten im Bass- und Mittenbereich meistens zugunsten von Rhythmusgruppe, Präsenz und Leadvocals ab. Wirklich richtig gute und zusammenpassende Aufnahmen sind m.E. sehr selten und solche kriegen dann eh nur die ganz großen Mischer.
Tja, das dachte ich beim ersten schauen auch. Es gib einen Produzenten (letztens in einem Podcast gehört) der ein komplettes Album AUSSCHLIESSLICH mit SM57 abgenommen hat. War Top 5 in den USA.
Meine Verwunderung darüber bezog sich schon explizit auf die Bassdrum, weil von den SM57 unter 200Hz halt nicht mehr viel kommt. Selbst für Toms sind die m.E. schon zu mager.
ZitatLetztendlich bringt mich das wieder zu meiner Lieblingserkenntniss: Das wichtigste ist der Song in die Performance und die Ohren aller Beteiligten. Egal was da für ein Mikro an der Snare oder sonstwo hängt. Es muss halt alles zusammen passen und gut is. Auch wenn es Spaß macht sich mit solchem Musikbnerdigen Zeug wie Frequenzkurven zu beschäftigen. Solang das Mikro nicht totaler Schrott ist und es falsch positioniert wird... es is ja auch Kacke wenn alles gleich klingt.
Ist aber auch immer Verhältnissache. Wenn die Produktion an sich schon auf nem sehr hohen Level ist, also gute Songs, Performances, gute Instrumente / Amps und viel Know How und Zeit / Aufwand vorhanden sind, dann lohnts sich schon die Mikrofone mit Bedacht auszuwählen. Umgekehrt lohnt sich das bei einer Nebenbei-Demo Produktion, bei der alles "irgendwie" und dahingerotzt klingt, halt überhaupt nicht.
Die Frequenzdiagramme hatte ich eigentlich nur "der Form halber" gepostet. Unterm Strich war meine Aussage ja auch, dass die Mikrofonwahl im Prinzip fast egal ist (wenn nicht total unpassend).
ZitatP.S.: Wobei gute Preamps natürlich immer helfen....
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Genau. Am besten richtig heftig teure, die die mangelnden Skills dann schön auf dem Papier ausbügeln. ![]()






