Beiträge von m_tree

    Bei häufigem DoubleBass Spiel sollte man auch darauf achten, den nicht genutzten Fuß nicht als "Standfuss" zu benutzen sondern in einer Position zu halten so wie man ihn im DoubleBass nutzt. Dabei liegt der Beater natürlich nicht im Fell.
    Das hat den Vorteil dass man eine viel bessere Balance während des DoubleBass spielen findet. Zudem trainiert es die dafür genutzten Muskeln und lässt einen korrekter auf dem Drumhocker sitzen.


    Das gilt nicht nur für Double-Bass Spiel. Ich tappe die Hi-Hat bspw. häufig mit Heel-Up durch während ich die Bassdrum auch mit Heel-Up spiele. Ohne Körperspannung funktioniert das nicht. ;)


    Zitat

    Wie geschrieben, die Gewichte erhöhen die Balance und helfen bei Kraft und Ausdauer bei langsamen und Mittleren Geschwindigkeiten. Es hilft nicht nur die Up Motion zu kontrollieren sondern ebenso die Down Motion, weil einfach wegen des Mehrgewichtes den Fuß fallen zu lassen funktioniert nicht. Man wird gezwungen das Ganze mehr zu kontrollieren.


    Das Beste daran ist und bleibt aber, dass das Mehrgewicht einen in eine aufrecht und auf dem Throne mittig sitzende Haltung zwingt, weil man nur so die Balance halten kann.


    Ich kann hier nur für mich sprechen und dass was ich über meinen Lehrer erlernt bekomme. Ich habe es geschafft in 6 Monaten von 0 auf recht flüssige und genaue 16tel auf 160bpm zu spielen.
    Klar hat das viel Zeit und vor allem Nerven gekostet, aber alle Tipps des Lehrers zahlten sich am Ende aus.


    Hast du denn direkt mit Double-Bass angefangen? Bzw. spielst du auch erst seit 6 Monaten? Ich würde mich lieber erst mal mit Standard Drumming beschäftigen und später noch mal zum Double-Bass Spielen zurück kommen.


    Was meinst du mit "mittig auf dem Throne sitzend"? Bei einem runden Hocker empfehle ich eher auf dem vorderen Rand zu sitzen, damit die Beine eine größt mögliche Freiheit haben. Oder eben gleich nen Sattelhocker nehmen. Aber ich zumindest ziehe runde Hocker vor.


    Zitat

    Mir hat das jedenfalls sehr viel Fortschritt gebracht.


    :thumbup:

    Die Bahngeschwindigkeit (= Auftreffgeschwindigkeit des Beaters) ist Winkelgeschwindigkeit * Radius. Je größer der Radius, desto höher ist also auch die Bahngeschwindigkeit. Allerdings ist ein größerer Radius auch mit einem längeren Hebel verbunden. Je schwerer dazu der Beater ist, desto schwerer ist die ganze Sache auch in Schwung zu bringen. Natürlich kommt bei gleicher Winkelgeschwindigkeit dafür am Ende auch mehr Punch raus.


    Will man, dass der Beater genau senkrecht auf das Fell trifft, muss der Beaterkopf (also ein Arm des "L"s) den Abstand vom Fell zum parallel zum Fell stehenden Beaterschaft ausgleichen.


    Es geht aber auch noch um ganz andere Sachen: Die Größe der Bassdrum / der Auftreffpunkt des Beaters (mittig?), die Beschaffenheit des Pedals (Longboard ...) und der Federspannung, wie angeschrägt die Bassdrum ist usw.


    Ich glaube kaum, dass es wirklich sinnvoll ist, zu versuchen das Thema hier in seine physikalischen Zusammenhänge zu zerlegen. Wenn man das richtig macht, könnte man darüber sicher fast ne Doktorarbeit schreiben :whistling:

    Andere Baustelle ...


    Ich nehme am aktuellen Hofa Mix Contest teil und mich würde interessieren, wie mein Mix hier ankommt, bevor ich ihn dort hochlade. Der Contest läuft noch bis zum 21.01.:


    https://hofa-college.de/aktionen/hofa-xmas-mix-contest-2018/


    Habe den Hofa Mix zum Vergleich in MP3 gerendert. Mein Mix ist gleich laut gemastert (-10,2 LUFS):


    Maryam - m_tree Mix1


    Maryam - Hofa Mix


    ... falls jemand Lust hat mal reinzuhören (dieses Mal ist der Song auch ganz gut, find ich) wär's cool, wenn 'ne Meinung zu meinem Mix da gelassen wird. ;)


    EDIT
    Korrigierter Mix. Lead Vocals noch etwas besser vom Rest abgesetzt. Und deutlich lauter gemastert (-8,3 LUFS):
    Maryam - m_tree Mix2


    EDIT 2
    Hab doch einfach schon mal hochgeladen. Kann man ja jederzeit wieder runter hauen und neu hochladen:


    https://songcheck.de/song/1367/


    ...

    In der Ruheposition liegt mein Hacken auf.


    Das ist aber schon kein reines Heel-Up mehr.


    Für mich funktioniert das auch nur bei langsameren Patterns mit wenig Fußarbeit. Wird es schneller und komplexer, bleibt die Ferse oben und der Beater halt im Fell. Im Bandkontext hört da am Ende keiner einen Unterschied, auch nicht in einem FOH oder Studio Mix und eine mit Heel-Up gespielte, druckvollere Bassdrum ist von wirklich bewusst sachtem Spiel abgesehen m.E. immer die bessere Lösung. Mal von kleineren Bassdrums (18" bspw.) abgesehen. Die brauchen naturgemäß weniger Druck für die Entfaltung ihres Klangpotenzials.

    Klar. Man sollte sich mit beiden Techniken beschäftigen und sie grundlegend beherrschen, um seine persönliche Vorliebe zu finden. Ob die nun aus einer Technik oder einer Mischung besteht, steht auf einem anderen Blatt. Dennoch ist Heel-Up meines Erachtens die am weitesten verbreitete Technik. Weil in den härteren Gangarten eigentlich fast nur Heel-Up benutzt wird, aber in den softeren Gangarten Heel-Up auch zum Einsatz kommt. Mal von Spezialtechniken wie Heel-Toe abgesehen.


    Wobei man vielleicht mal klar erwähnen sollte dass heel up (oder ich nenne es mal mit dem ganzen Bein zu spielen) nicht zwangsläufig was damit zutun hat den Beater am Fell stehen zu lassen. Das geht auch anders.


    Aber ist zwangsläufig mit Körperspannung verbunden, weil das Bein ja leicht in der Schwebe gehalten werden muss. Einfacher ist natürlich, den Beater im Fell liegen zu lassen - wobei auch da die Wadenmuskeln ein bisschen Spannung brauchen, um die Ferse oben zu halten. Wenn die Bassdrum in bestimmten Patterns nicht oft gespielt wird, kann man die Ferse auch zwischendurch ablegen. Alles in allem erfordert das viel Übung. Egal, ob man sich auf eine Technik oder auf eine wie auch immer geartete Mischung aus beiden spezialisiert.

    Hatte 'nen Denkfehler: Ein Unterdrehen ist ja gar nicht möglich. Höchstens, wenn der Abstand des Schaftes zum Fell extrem gering ist (und der Beaterkopf entsprechned klein) und die Bassdrum stark angeschrägt ist.


    Überdreht der Beater, geht es dabei sowieso nur um sehr spitze Winkel. Dass sich das merkbar auf das "Flattern" auswirkt, glaube ich nicht. Da ist die Fellspannung, die Beschaffenheit des Fells und die Beschaffenheit des Beaters viel schwerwiegender. Und nicht zuletzt die Technik. Ich hatte damit nie Probleme und kenne auch den innen mikrofonierten Sound meiner Fußarbeit gut. Und ich spiel nur Heel-Up.


    D.h.:
    Nimmt man einen harten Beaterkopf wie Holz oder Plastik und dazu ein straff gespanntes, klares Schlagfell (oder Patch), wird die ganze Geschichte mehr zum Nachflattern neigen als mit einem weichen Beaterkopf und einem lasch gespannten coated Schlagfell.


    Alles andere ist Sache der Spielweise.


    Bisher hab ich die IC Filzbeater in Kombination mit Powerstroke 3 ohne Patch gespielt. Mal vom "Basketball" Sound der PS3 ganz abgesehen, bin ich gespannt, wie die Plastikseite der DW Beater in Kombination mit Emperor coated klingen. Momentan spiel ich die mit dem Remo Impact Patch - den hab ich aber z.Z. nur drauf, um das Leben des Fells etwas zu verlängern. Aufnahmen würde ich so nicht machen.

    Ich hab auch das Gefühl, dass das meinen Knochen nicht gut tut.


    Sagt der, der schon mehrere Fußmaschinen kaputt gedemmelt hat. :D


    SCNR =)


    Prinzipiell ist nur ein 0° Winkel (parallel) des Beaterschaftes zum Fell beim Auftreffen des Beaters optimal. Über- und auch Unterdrehen lenken einen Teil der Energie nach unten bzw. oben.


    Ich hatte bei meiner DW 3000, die ich mir zum Testen besorgt hatte (und mir übrigens weit besser liegt als die mehr als doppelt so teure Iron Cobra), zunächst auch die Befürchtung, dass die Maschine überdreht. Auch, weil man den Beater ja nicht feinanpassen kann (insbesondere ist man mit der Plastikseite eingeschränkt, die Filz Seite ist ja abgerundet).
    Aber ich wurde positiv überrascht: Der Auftreff Winkel ist optimal. An einer Mapex Pro-M Bassdrum. Aber bei dem Thema spielt - von der Fuma selbst abgesehen - sowieso nur die Breite des Schlagfell Spannreifens eine Rolle. ;)


    Man kann jedenfalls aus allem eine Wissenschaft machen und sich mehr mit seinem Equipment als mit dem Spielen selbst beschäftigen. So ziemlich alle Drummer "Koryphäen", die ich kenne, schießen sich dauerhaft auf ihr Equipment ein. Was auch auf die Fußmaschine zutrifft. Und die experimentieren auch nicht mit anderen Beatern oder Federn, sondern nehmen die Maschinen so, wie sie sind. Ok ... die sind auch an ihre Endorsements gebunden (und können ggf. neue Pedale mit entwerfen wie Jojo Mayer). Aber trotzdem ... ;)

    Hmm ok ... du hast die Iron Cobra nie mit dem Iron Cobra Beater gespielt, hast schon viele Fußmaschinen aber dafür keine Becken kaputt gekriegt. Bei mir ists das genaue Gegenteil. :D


    Das persönliche Optimum muss jeder für sich selbst rausfinden. Die Empfehlungen gehen sowieso immer weit auseinander. Klar ist halt nur, dass Filzbeater verschleißen - insbesondere in Kombination mit rauen Patches.

    Habt ihr einen Beater, der das Überdrehen verhindert?


    Ist dir noch nicht aufgefallen, dass der Standard Iron Cobra Beaterkopf schwenkbar ist, um im richtigen Winkel aufs Fell zu treffen? Das leichte Überdrehen wird sich kaum aufs Spielgefühl auswirken, denke ich. Man kann den Winkel von Pedal ja stufenlos mehrfach verstellen: Einmal auf die Position des Beaters auf der Welle und einmal die Pedalposition im Verhältnis zur Welle über die unausgelenkte Federposition gegenüber der Welle. Die Standardeinstellung hat da für mich übrigens am besten gefunzt.


    Ich wechsel ja gerade zu DW. Finde das DW Spielgefühl einfach besser und ich denke, das liegt auch an den Beatern. Ich würde aber gerade die Cobra nicht mit anderen Beatern spielen, weil die wirklich füreinander gemacht zu scheinen. So ist meine Erfahrung. Bin langjähriger Iron Cobra Spieler. Bzw. war.


    Gibt ja ne große Auswahl zwischen Filz, Holz und Gummi. Vom Sound abgesehen ist der Unterschied einfach: Filz wird vom Fell und vor allem Patch kaputt gemacht, Holz und Gummi machen nur das Fell kaputt. Wobei das Fell auch unter Filz Beatern leidet.


    Ich schwenke da aber auch gerade um und es gibt ja auch genug Leute, die z.B. die Plastikseite der DW Beater ohne Patch direkt aufs Fell spielen. Wenn es das Budget hergibt und man regelmäßig das Schlagfell wechseln will, geht das natürlich. Ich werde genau das mal mit Emperor coated versuchen.


    Verschleiß entsteht jedenfalls immer und überall. Das beständigste sind die Trommeln und die Hardware (mal von Beatern und Federn abgesehen :D ). Selbst Becken sind Verschleißmaterial ... mal von Hi-Hat und Ride abgesehen.

    Ist sehr cool, was hier gerade so läuft :thumbup:


    Habe meinen Mix schon wieder nachgebessert (merke: die als "finale" betitelte Version ist nie final ;) ) und ja ... irgendwie läuft es jetzt. Weniger nachdenken. Mehr nach Gefühl machen. Habe überall nachgedreht:


    • Auf den Drum Bus noch ne neutral klingende Tonband Simulation gehauen. Bringt ne Portion mehr Glue und Sättigung in die Sache. Die Höhen vorher noch minimal mehr angehoben.
    • Den Bass mit kürzerer Release Zeit bearbeitet (1/8 statt 1/4) und am Ende der Kette noch nen Softclipper gehauen -> kompakter und durchsetzungsfähiger
    • Die Kompression auf den Gitarren komplett runter gehauen (abgesehen von etwas Limiting auf den Hauptgitarren, dort habe ich meinen Low-Shelf auch noch etwas weiter runtergezogen, um die Färbung der Kompressoren auszugleichen). Der Sound des Solos ist im Prinzip nur noch das Ergebnis meines Mixes der vielen Mikrofone und etwas "Schön- und Fettmaching". Solo ist jetzt auch entgegen gesetzt gepannt, so setzt es sich besser vom Schlagzeug ab.
    • Die Hammond Orgel etwas anders komprimiert (SSL Channel EQ, lange statt kurze Attackzeit und Release auf 1/2 statt einen ganzen Takt gesetzt)
    • Die Kompression des Gesangs komplett runter gehauen (ist ja schon vorkomprimiert), und die Verzerrung und den De-Esser etwas anders eingestellt sowie meine zwei Delays (eins davon zusätzlich mit Haas Delay) lauter gemacht


    Das Leveling habe ich auch noch feinangepasst bzw. feinanpassen müssen (EQing und Kompression gehen immer mit Leveling einher). Die besagte Hi-Hat während des Solos z.B. noch leiser gemacht.
    Etwas lauter gemastert (-9 LUFS) habe ich auch. Ich werde den Mix auch mal an meine Mastering Connection aus Berlin schicken. Mal sehen, was der dazu so sagt und wie das dann klingt (kann ich ggf. auch hier präsentieren).


    My Father Never Loved Me - m_tree Mix3


    Finde den neuen Mix jedenfalls viel besser. Wem geht's auch so? 8)


    Ich bin also nicht von meinem Weg mit der Transparenz, Präsenz und Trennung der Elemente abgewichen, sondern habe noch einen drauf gesetzt. Sozusagen nach dem Motto "wenn, dann schon richtig". Man muss sich halt entscheiden, was man will. Wenn mir ein Produzent aber von vorn herein sagen würde, dass ich rotzig mischen soll, würde ich das auch hinkriegen. Aber es ist nicht umsonst so, dass in der Branche Mischer x statt Mischer y, die sich Qualitätsmäßig nichts nehmen, für bestimmte Alben engagiert wird. Weil er dem Album halt nen bestimmten Sound verpasst.


    Mein Lieblingslied "A Million Miles Away" von Gallagher ertrage ich als Studioaufnahme nicht, denn die Liveaufnahme von der Irish Tour 74 ist um so vieles besser.


    Da sieht man wieder, wie sehr das vom Geschmack abhängt. Ich habe den Song selbst schon gespielt und der Herr Frontmann hatte mir besagte Live Aufnahme zum Anhören gegeben ... aber mir gefällt die Studio Aufnahme besser. ^^


    Ich habe in vielen Fällen seltsamen (Demo-)Klang, der absolut unprofessionell und unkonventionell daherkam ziemlich gefeiert (Beispiel).


    Ja ... solche "Produktionen" haben oft einen besonderen Charme. Kann ich schon nachvollziehen.


    Also man erster Eindruck des m_tree Mix war:"Klingt schon mal ganz ordentlich". Wobei ich erwähnen muss, dass Mike Senior ein schweres Kaliber ist, gegen das du hier antrittst. Ich persönlich
    stehe auch nicht auf geplättete Mixe, und der Remix ist ganz schön"over the top". Die Becken sind da auch zu verwaschen. Da wäre es kaum mehr möglich, ein schönes Vinyl zu pressen.


    Danke ... ja. Aber wenn man sich verbessern und das persönliche Maximum erreichen will, ist es doch ganz gut die Top Liga anzustreben. Klar kann ich mich auch selbst feiern wenn mir Amateur Mixe zum Vergleich ranziehe. Das "törnt" mich wiederrum aber nicht.
    Für Vinyl muss übrigens ein eigenes Mastering gemacht werden und dafür wäre mein Master auch schon zu laut.


    Zitat

    Nun zu deinem Mix: Von der Balance her sind mir die schleppenden Hats aber der Mitte des Songs zu dominant, besonders dann, wenn die Gitarre ein Solo spielt. Optimal wäre es, wenn die
    Instrumente noch mehr Festigkeit und Straffheit bekämen, also kompakter und greifbarer herausstechen würden. Den Hall würde ich weniger als Effekt, sondern mehr zur Tiefenstaffelung
    verwenden - wobei man den auch hier noch etwas zurücknehmen dürfte. Auf mich wirkt der Mix etwas statisch, wenn ich ihn direkt mit MS vergleiche.


    Ich habe genau das in meinem neuen Mix beachtet. Theoretisch habe ich die Tiefenstaffelung übrigens nach Schulmanier gemacht (Hall Pre-Delay, Hall "Farbe", Hall Lautstärke): Drums hinten, Gitarren in der Mitte, Gesang vorne. Aber das geht nicht immer auf und ich gebe anderen Dingen wie dem Eigensound der Instrumente und Leveling mehr Priorität als der Tiefenstaffelung. Finde es sogar ganz gut, wenn der Gesang nicht total vorne ist, sondern bspw. die Gitarren. Natürlich trotzdem so, dass der Gesang genug Platz hat und gut im Mix sitzt.


    ….aber doch nett mit einer dann, "technisch so rein gewaschenen Gitarre" (speziell ab ich glaub so ab ca. 1:30) wie aus einer Leier und keiner Gitarre mehr.


    Genau das habe ich auch bedacht: Die Solo Gitarre gar nicht komprimiert. Die ist sowieso sehr stark verzerrt (stärker als die anderen Gitarren) und schon entsprechend stark komprimiert. Denke, so müsste es besser sein. Wie gesagt ist das ein Mix aus 5 Mikrofonen.


    EDIT
    Kleines Mix Update. Hab im Cambridge Forum schon Feedback gekriegt und die Bassdrum war wirklich etwas überfett und stach zu sehr hervor. Katertag heute ... :D

    Ich glaub eher, dass ihr nicht zugeben wollt, dass mein Mix trotz eurer Hörgewohnheiten und vermeintlichen Genre Standards dem Song ganz gut steht. :P


    Nee, kann schon sein, dass ich da das Ziel verfehlt habe. Allerdings geht es recht einfach, etwas Präsenz zurückzunehmen und die Vocals bspw. noch mehr anzuzerren und mit Delays und Hall voll zu klatschen.


    Es ist jedenfalls immer sehr auffällig, dass top Produktionen - egal welchen Genres und welchen Jahrzehnts - sich durch ein hohes Maß an Transparenz und Präsenz (jedes Element hat seinen Platz) und technischer Sauberkeit (Mix kommt auf jedem Wiedergabegerät gut zur Geltung, alles ist ausgewogen und nichts nervt) auszeichnen, dennoch aber nie die Musikalität außer Acht lassen (der Song muss rüberkommen). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    trommla
    :thumbup:


    Was daran allerdings Blues sein soll, ist mir nicht ganz klar. Aber mit Benennung der Genres war ich noch nie der Crack.


    Ok, es wird auf der Seite als Blues Rock bezeichnet. Aber das haut m.E. schon hin.


    ;(


    man bin ich froh das ich was mit den Ohren habe und Laie bin.
    Wenn ich mir die Cd kaufen würde und der Mix so klingt wie Der original Mix, wäre ich als Konsument zufrieden.
    Muss man den heutzutage alles zum "Poppen" bringen damit`s ""klingt"" oder besser taugt. ;(


    Der Original Mix ist übrigens der hier - also nicht der Mike Senior Mix: https://soundcloud.com/soundonsound/originalmix-12


    Und das ist im Prinzip ein Roh-Mix.


    Auch von mir nur aus Sicht eines Konsumenten:
    Dein Mix ist viel zu steril für diese Art von Musik (für mich ist das einfach Bluesrock). Das Schlagzeug sticht aus dem Mix wie bei einer Discopopnummer hervor. Es fehlt für mich ganz klar der Kleber der das alles zusammen hält. Es hört sich für mich so an, als ob du kein Verständnis für diese Musik hättest, es einfach nicht das ist was du selbst gerne und oft hörst und es zu einer Popproduktion machst. Das wird für mich auch am Gesang sehr deutlich, den du meiner Meinung nach, viel zu verhalten, sauber und brav gemischt hast. Ich kann dir zur Technik und dem Ganzen Hall-, EQ-, Kompressor-...Zeugs keine Tips geben, aber du solltest einfach mehr Musik in diese Richtung hören, um ein Gefühl für die spezielle Soundästhetic zu bekommen.


    :thumbup:


    Da hast du dich geirrt. Auch wenn ich einen Tool Avater habe ... Blues und Blues-Rock ist eines meiner bevorzugten Genres. Sowohl beim Hören als auch Drumming. Bin mit Rory Gallagher, Gary Moore, aber auch Zappa und anderen älteren, klassischen Sachen aufgewachsen. Gerade Gallagher hab ich in den letzten Jahren noch mal viel gehört. Vor allem das Calling Card Album - und gerade das fällt Sound-mäßig aus der Reihe, weil es von einem bestimmten Produzent produziert wurde, was sich auch beim Mix bemerkbar macht. Lustigerweise hatte ich genau in das noch mal reingehört, als ich den "Kleber" (Summenkompression) bei mir entfernt hatte. Weil ich mir recht sicher bin, dass diese saubere Trennung der Elemente auf dem Album anders gar nicht so zu realisieren ist.


    Es ist jedenfalls ein Trugschluss, dass bei der Mucke alles rotzen und roh klingen müsse. Es gibt viele Beispiele seit den 70ern, die das Gegenteil beweisen. Ich empfinde das heutige "das Genre muss rotzen und roh klingen" eher als Missverständnis dafür. Das liegt evtl. aber auch daran, dass man damals noch bestrebt war, das technische Maximum aus den Aufnahmen musikalisch klingend rauszuholen. Heute bedeutet das technische Maximum eher "viel hilft viel" und "höher, schneller, weiter".


    Dennoch kann es natürlich sein, dass ich den Song etwas verfehlt habe ... mein Ansatz ist jedoch immer folgender: Stelle einen technisch sauberen Mix auf die Beine, in dem jedes Element seinen Platz hat und gestalte diesen musikalisch mit Lautstärke Automation und Feinarbeit der Effekte nach Gefühl und etwas "Make-Up" (Delays, Hall, Spezialeffekte). Denn hauptsächlich macht die Performance und das Recording die Musik und mein Ansatz ist halt, dass die Mucke besser rüberkommt, wenn nichts untergeht und an bestimmten Stellen gefeatured wird. Mit letzterem sind z.B. so Sachen gemeint wie das Schlagzeug bei wichtigen Fills lauter zu automatisieren (ist Gang und Gäbe und habe ich hier auch gemacht).


    Alles in allem habe ich die Aufnahmen jedenfalls nicht "vergewaltigt", damit sie so klingen. Will heißen, die Eingriffe hielten sich in Grenzen. Beim Schlagzeug ist eine ordentliche Portion Präsenz und Durchsetzungskraft eigentlich Standard - auch schon damals in den 70ern.
    Übrigens mische ich eher Old School. Also so, wie ich an die Sache rangehe, konnte man auch schon in den 70ern rangehen.

    Es ist nichts neues, dass Trommeln schwieriger (in einem Groove und Bandbegleitung) zum Klingen und Entfalten ihres vollen Lautstärkepotenzials gebracht werden können als Becken. Dazu kommen Stimmung und Dämpfung. Im FOH oder Studio Mix die Nachbearbeitung mit Höhenboosts und Kompression. Und vor allem der Bandkontext: Den Trommeln steht Frequenz-mäßig im Prinzip alles im Weg, den Becken hingegen weniger (der Hi-Hat am wenigsten).


    Auch deswegen kommt mir das Problem des TEs etwas spanisch vor. Dazu die Sache mit den Frequenzen und deren Ausbreitung und Wahrnehmung.


    Also entweder macht er was falsch oder nimmt es falsch wahr. Oder es stimmt wirklich was mit seinen Gegebenheiten nicht.

    Ich denke, sie kommt nur mir leise vor. Und dann sind es die Bands, insgesamt die lauteste Musik spielen. Also in meinem Fall Rock-Cover Bands (kein harter Metal oder so). Gitarrist und Sänger beschweren sich dann, dass sie ja außer Becken und "zing zing zing" garnichts mehr hören. Ich weiß ja nicht, ob sich die Teller ein paar Meter weg so derart entfalten. Aber mir geht es an meinem Platz genau anders rum, ich höre die HiHat je nach Song/Arrangement erst dann, wenn selbst die weichste B20 HiHat nur noch hart ist und jede Dynamik überwunden ist.


    Eigentlich sollte es anders herum sein. Denn tiefe Frequenzen brauchen einen längeren Weg als hohe, um sich richtig zu entfalten. Das ist proportional zur Wellenlänge. Die Wellenlänge von 100Hz ist z.B. knapp 3,5 Meter. Die von 10kHz hingegen nur noch 3,5 Zentimeter (also 1/100). Dazu kommt, dass tiefere Frequenzen generell Energie-reicher sind (und daher auch schwerer "ausgebremst" werden - egal ob von Luft oder festen Materialien) und von unserem Gehör deutlich leiser wahrgenommen werden als mittlere und mittel hohe Frequenzen. Und um eine tief gestimmte 22er zum Klingen zu bringen braucht man einfach mehr Wumms als bei einer hoch gestimmten 12er Snare. Aber ich schweife ab ... jedenfalls sind das alles Faktoren, die den gegenteiligen Effekt haben sollten. ;)


    Zitat

    Und dann ist es nicht mehr nur die Lautstärke, sondern auch das Spielgefühl, weil der Rebound fehlt.


    Die Hi-Hat gibt i.d.R. eigentlich wenig bis keinen Rebound und muss anders als Trommeln bedient werden.


    Zitat

    Wenn ich die HiHat "trocken", also ohne Begleitung anderer spiele, bin ich erstaunt, wie selbst eine B8er Legierung zischen und schmatzen kann. Im Gesamtarrangement braucht ein solches Crash dann allerdings ordentlich Schmackes, um ordentlich zu klingen.


    Möglicherweise liegt es auch einfach an eurer akustischen Situation im Proberaum. Beschaffung des Raums, Aufstellung (auch PA), mangelnde akustische Optimierung, ...


    Wobei Rods schon was anderes als Sticks sind. Egal ob auf Trommeln oder Becken. Verhält es sich denn mit Sticks genau so?


    Zitat

    Ein weiterer Aspekt, der mich zur initialen Frage führt, ist der des Rebounds, der bei "leiserem" Anschlag wieder zurückkommt und das Spiel entspannter macht. Hab mir mittlerweile angewöhnt, mich selbst zu "kalibrieren", wenn ich mich ans Set setze: erstmal ganz locker mit bestmöglicher Ausnutzung des Rebound einige Schläge auf der Snare, und dann mit derselben Kraft auf die HiHat. Die so "eingestellten Verhältnisse" lassen die HiHat dann aber im Gitarren-Kontext subjektiv verschwinden, obwohl sich der Groove gut anfühlt.


    Ich denke, du gehst das einfach zu theoretisch an und denkst zu viel nach. Und die paar fehlenden kHz auf dem rechten Ohr haben damit wahrscheinlich nichts zu tun.

    Dieser Thread soll allgemein für jeden als Basis für Austausch über eigene und fremde Abmischungen dienen. Es können Mix-Ergebnisse jeglicher Art gepostet und nach Kritik und Ratschlägen gefragt werden. Möglicherweise ist das nicht nur in meinem Interesse.


    EDIT
    Kleines Update. Veralteten Inhalt entfernt.


    Aus aktuellem Anlass habe ich den Threadtitel umbenannt. Passend zum Thema gibts eine deutsche Website, die monatlich Mix-Wettbewerbe veranstaltet. Mit dem Fokus darauf, sich dabei weiterzubilden. Daher ist eine Dokumentation über die eigenen Mix-Entscheidungen u.a. auch fest in den Regeln verankert.
    Ich finde die gesamte Art und Weise dieser Challenges sehr professionell und sympathisch - im Vergleich zu einigen anderen Mix-Wettbewerben, die ich bisher so kennengelernt habe.


    Dort wird ausschließlich auf Englisch geschrieben und es machen auch tatsächlich Leute aus aller Welt mit.


    https://mix-challenge.com/

    Ich schließe mich Rampen an:


    Die Hi-Hat besteht aus sehr hohen Frequenzen, die auch größere Anteile im erweiterten Höhenbereich über 10kHz haben. Kein anderes Becken am Schlagzeug geht so hoch. Akustil-Gitarren gehen auch mit in diesen Bereich. Dazu kommt aber, dass Piezo-Tonabnehmer - im Live Einsatz üblich - die sowieso schon Höhen-reiche Akustik-Gitarre noch brizzeliger machen.


    Und ich kenne es auch eher so, dass die Hi-Hat zu laut ist. Sowohl in Natura als auch abgenommen.


    Weißt du, ob bzw. inwieweit dein Gehör in den oberen Frequenzbereichen noch funktioniert?


    Ich sehe hier folgende Lösungsmöglichkeiten, wenn es nicht an deinem Gehör liegt:
    - lautere Hi-Hat nehmen
    - andere / lautere Rods nehmen
    - den Raum akustisch anders behandeln (Absorption der PA, Reflektion der Hi-Hat)
    - die Höhen der Akustik-Gitarren zurück nehmen
    - die Hi-Hat mikrofonieren

    Ja, das spricht tatsächlich für ihn. Unter Umständen spricht es aber auch gegen die Band. Nämlich dann, wenn ein Ungleichgewicht (egal, wie genau) besteht und er sich ggf. sogar ausnutzen lässt.


    Pauschalisieren kann man also nichts. Es gibt immer wieder und überall Arschlöcher und andere, die es mit sich machen lassen. Aber wirklich produktiv und mit Spaß an der Sache funktioniert es nur, wenn ein Gleichgewicht besteht. Und wenn das Gleichgewicht sich für ihn nur mit einem Ausstieg wiederherstellen lässt, dann muss er das halt machen.


    Ich würde es allerdings nicht mit dem Brecheisen machen, sondern vorsichtig angehen:


    Den Unmut über die Situation in einem ernsten Gespräch deutlich ansprechen. Insbesondere auch die einzelnen Punkte, die dich stören. Möglicherweise kann man sich entgegen kommen und einen Kompromiss finden. Oder ihr einigt euch auf einen Ausstiegs Termin. Bis dahin verpflichtest du dich sozusagen noch und die Band hat Zeit, einen Nachfolger zu suchen.
    Aber eben offen und ehrlich darüber sprechen. Das ist das aller wichtigste. Und es auch nicht auf die lange Bank schieben.

    Wenn du dir mit dem Ausstieg ganz sicher bist, kann ich mich nur anschließen: Offen und ehrlich sein. Alles andere führt zu nichts.


    Aber evtl. gibts ja doch eine andere Option? Zum Beispiel, mehr Gigs zu spielen, damit sich die Sache lohnt und Spaß macht. Oder die Proben und die Vorbereitung anders angehen. Meine letzte Aushilfe in einer Coverband war ganz und gar nicht das, was mir Spaß gemacht hat. Aber immerhin wurde dort nicht viel Wert auf Proben gelegt, sondern "wird schon schief gehen" angesetzt und viel auf Zuruf gemacht. Qualitätsmäßig sowieso nicht der Bringer gewesen. Aber so kann man's halt auch machen.


    Ich bin auch kein Cover Schlagzeuger, habe aber auch schnell gemerkt, dass mir solche halben Sachen keinen Spaß machen. Wenn dann wollte ich die Sachen schon ordentlich umsetzen und meine eigene Note nicht wegen Unkenntnis über den Song reinbringen müssen, sondern wenn dann wirklich nur als i-Tüpfelchen.
    Andererseits habe ich auch einige Coverbands gesehen, bei denen der Schlagzeuger fast jeden Song gleich gespielt hat. Lustlos alles runter reißen ...


    Ich weiß schon, warum ich mich bisher von der Coverszene eher fern gehalten hatte. Und ich werde in Zukunft auch nur noch covern, wenn es sich wirklich lohnt (mehr Gigs als Proben und gute Bezahlung).

    Wenns ne Kakao, äh Karaoke Version von dem Lied gibt, kannst du ohne Original Gesang drüber singen. Wenn nicht, bleibt dir nur, den Song so zu nehmen wie er ist und drauf zu singen.


    Aber wenn du mich fragst ... such dir (einen) Mitmusiker und Cover den Song richtig. Z.B. mit Akustik-Gitarre und Gesang, ggf. Cajon dazu. Auf Video aufgenommen, den Sound ggf. zusätzlich mit 'nem Handyrecorder. Das wär schon was Genaueres und nicht so'n Pfusch, den du dir im Startposting ausgedacht hast.


    Viel Erfolg ;)