Beiträge von m_tree

    Nein. Habe ein SM57. Aber wenn ich mir mal ein Mikrofonarsenal anschaffe, sind da auch Audix dabei. Ich kenne den Unterschied von solchen Vergleichsvideos - das hier finde ich da etwas besser:


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    Und hier gefällt mir das SM57 besser.


    Die Frequenzgänge:



    Nicht eingezeichnet ist hier der Nahbesprechungseffekt des SM57. Der Peak liegt da bei 200Hz (wie beim SM58, Beta 57 etc. auch). Beim i5 liegt er darunter. Dazu hat das i5 halt einen anderen und deutlicheren Präsenzboost, vor allem im unteren Mittenbereich.


    Zitat

    Man muss nicht alles hinterher im Mix machen und man kann einiges auch nicht im Mix ändern, wenn ich doch vorher schon weiß in welche Richtung ist gehen will, oder was mir gefällt. Bei Metall will ich eine knallige Snare, bei Folk eher eine bauchige, da wähl ich doch das Mikro entsprechend, bei Retrosound vielleicht nur 3 Raummikros. Dass man mit beiden professionelle Ergebnisse liefern kann stellt ja keiner in Frage. Das ist wie mit der Fotografie und Photoshop. Kann man hinterher alles bearbeiten, aber wenn ich doch vorher schon weiß wo ich hin will fotografiere ich entsprechend.


    Habe ich mich missverständlich ausgedrückt? Ich habe in meinen letzten beiden Postings doch deutlich zum Ausdruck gebracht, dass der Sound vor allem bei der Aufnahme entsteht. Der Mixdown hat andere Aufgaben als Sound Design - bzw. sollte andere Aufgaben haben. Das zeichnet eine professionelle Arbeitsweise aus: Aufnahmen zu erstellen, die sich "wie von selbst mischen". Also keine Reparatur und kein "Verbiegen" benötigen.


    Entscheidend sind wie immer vor allem die Gegebenheiten selbst. D.h., der Snare Sound selbst. Und da gibt es wesentlich mehr und vor allem drastischere Gestaltungsmöglichkeiten als die Wahl zwischen zweier so ähnlichen Mikros wie einem SM57 oder i5. Nimmt man bspw. statt dieser Mikros ein MD421, ein SM7 oder ein Kleinmembran Kondensator hat man einen weitaus deutlicheren Unterschied zum SM57 und i5.

    Ich gehe noch mal genauer auf die Youtube Geschichte ein. Ich weiß das aus anderen Quellen und eigenen Tests selbst schon. Aber der Artikel hier räumt mit vielen Mythen auf:


    http://productionadvice.co.uk/…ss-normalisation-details/


    Ein paar Zitate:


    Zitat

    It DOESN’T add extra processing


    Everything we’ve seen and heard so far suggests this is just a volume control, nothing else. Some people feel things sound more compressed, or less bassy – I’m pretty sure that’s just loudness deception.


    Although, some labels may already be using more dynamic masters, in a reaction to the normalisation – perhaps that’s why the Skrillex video I commented on recently is more dynamic ?


    Zitat

    This is a playback setting ONLY


    The underlying audio isn’t affected – downloading raw files shows that the original levels are encoded intact. That makes sense – adjusting the playback level is faster than re-encoding music, non-destructive, requires less processing power, and allows for future changes to the normalised level.


    Zitat

    Not all songs are normalised (yet)


    Everything I’ve tried that’s been uploaded this year is playing back normalised, but older songs aren’t. That’s the reason you can see some examples that are louder or softer in the LCast graph in my original post – for example, the very last song is “Bangarang” by Skrillex, which still plays at thunderously high level. But…


    Zitat

    It can take up to a week for the normalisation to come “online”


    Several people have told me they’ve recently uploaded songs which aren’t playing back normalised – yet. But based on what Eric is telling us, we can expect YouTube to “catch up” with those songs fairly quickly.


    Zitat

    It doesn’t use R128 (LUFS)


    R128 is the internationally agreed standard method for measuring loudness, measured in LUFS – and we’re pretty sure YouTube isn’t using it, at this point. At least, not the standard “integrated” overall value.

    Most normalised songs we’ve measured come in somewhere between -12 and -14 LUFS integrated, at the moment
    – but if that’s how YouTube were measuring it themselves, you’d expect those values to be exact.


    Unless they’re using a tweaked version, of course. We’re trying to get to the bottom of how it works – you’ll know as soon as we figure it out ! Other options might include ReplayGain (like Spotify), for example.


    Diese Aussagen bestätigen meine eigenen Erfahrungen und das, was ich in anderen Quellen gelesen habe.

    Schon klar ... aber die Unterschiede dieser beiden Mikros sind minimal. Will heißen, die sind sich vom Grundcharakter sehr ähnlich. Mit beiden Mikrofonen kriegt man einen auch für jede High-End Produktion brauchbaren Snare Sound zustande. Insbesondere beim SM57 wurde das zig mal demonstriert. Das hat weniger mit Stil und Zweck zu tun, sondern eher mit persönlichen Vorlieben.


    Um einen Snare Sound zu formen gibt es noch ganz andere Tricks und Kniffe. Da macht ein i5 oder SM57 als Hauptmikro am Schlagfell den geringsten Unterschied.


    Meine Snare Samples, die ich öfter dazu mische (eher nur provisorisch aufgenommen, hab aktuell keine Aufnahmemöglichkeit ...) hatte ich bspw. mit einem Oktava MK-012 aus ca. 75cm Abstand schräg von oben aufgenommen. Also im Freifeld (ungleich Nahfeld und Diffusfeld) und mit einem recht neutral klingenden Mikro. Weil die Snare dort m.E. am natürlichsten und rundesten klingt (hab viel rumprobiert). Die Snare dabei komplett ohne Dämpfung. Im Mix brauche ich auf der einzelnen Snare Spur da nicht mal noch Höhen reindrehen. Ein Low-Cut bei z.B. 70Hz, ggf. etwas Soft-Clipping und den Rest erledigt die restliche Bearbeitung.

    Ich verstehe echt nicht, was viele i5 Anhänger so viel am SM57 auszusetzen haben. Glaube, da spielt auch oft 'ne gehörige Portion Esoterik mit ein.


    Ja, subtraktives EQing ist immer das erste Mittel der Wahl. Ich senke beim Mixdown auch generell nur ab, außer im Höhenbereich (dort hebe ich aber eigentlich auch fast nur auf Drums an).


    Zitat

    Lowcut, gongige Mitten bzw das typische plöng bei der Snare etwas rausnehmen und die Höhen bei 6-7k etwas anheben.


    Der Low-Cut sollte halt nicht das Nutzsignal beeinflussen und dementsprechend tief angesetzt werden (nicht über 100Hz). "Gongige Mitten" und "das typische Plöng" sollte man gar nicht erst finden müssen. D.h., eine Snare Aufnahme machen, die einfach gut klingt und nur etwas Höhenboost bzw. "Schönmachen" braucht. ;)
    Ok, das ist der absolute Optimalfall. Aber so sollte es eben sein.
    Die Mitten sind bei Snares sehr wichtig. Bei Bassdrum und Toms weniger.


    :thumbup: Super Post, gerne mehr davon!


    Danke ... ich überlege, mal einen Thread so in der Art wie "Die Entstehung eines Drums-Mixes in einem Mixdown" zu machen. Mit fremden, teilweise problematischen Drums Spuren in einem kompletten Song.


    Finde den Test übrigens auch sehr gelungen. Gut gespielt auch, aber die anderen Videos deines Kanals sind auch allesamt richtig gut gespielt. :thumbup:
    Drums Studium lässt grüßen.


    In diesem Fall sind die Unterschiede wirklich marginal. Es gibt aber auch Szenarien mit deutlicheren Unterschieden. Davon abgesehen ist es normal, dass man für hörbare Qualitätssprünge ab einem gewissen Punkt exponentiell tiefer in die Tasche greifen muss.


    Auch hier fällt auf, dass die günstigeren Mikrofone - wie des öfteren - die Höhen stärker betonen. Um den minderwertigeren Klang zu kaschieren. Weil "brillianter" fürs erste oft besser klingt (genau so wie "lauter" fürs erste besser klingt).

    Auf jeden Fall ist der Vergleich sehr interessant. Hat mir ein bisschen die Augen geöffnet.


    Klar ist das M201 ein guter Allrounder. Aber Spezialisten können ihre Spezialgebiete eben meistens besser als Alleskönner. Für den Notfall sollten ein paar M201 jedoch natürlich schon in jeder guten sortierten Mikrofonsammlung vorhanden sein ...


    Und wie man sieht/ hört, klappt das so gut, das man sich tatsächlich Gedanken machen "müsste" ob man wirklich das 10 bis 20-fache (40 Mark !? :huh: ) ausgeben muss.
    Ebenso der gerne genommene Spruch "die halten nicht,... die gehen sofort kabott,..." passt ja nicht so ganz, die Dinger funktionieren (immer noch) recht ordentlich ;)


    Es ist immer der Maßstab ... geht es um eine Produktion, die sich wahrscheinlich ein paar Hundert Tausend Mal oder mehr verkaufen wird, bei der viele gut bezahlte Leute (Produzenten, Toningeneure, Assistenten, ggf. zusätzliche Musiker, ...) am Start sind, die das hauptberuflich machen und das ganze in Studios realisiert wird, deren räumliche Einrichtung und die darin stehende Technik in die Millionen geht, wo Leute, die die Flöhe husten hören, auf jeden noch so kleinen Furz achten, sollte es eigentlich nicht an ein paar (am besten für den jeweiligen Job) geeigneten Mikrofonen scheitern.


    Bei einer Heimproduktion, die im Optimalfall von ein paar hundert Leuten mal nebenbei kurz angehört wird, bei der schon das Know How limitiert, ist das hingegen etwas anderes ...


    Hm, klingt so ein bisschen wie die "erkenne das Holz"-Vergleichstests, die wir hier auch schon hatten.
    Erst kommen die "Spezialisten" die Stein und Bein schwören, dass man Ahorn von Birke auf jeden Fall DEUTLICHST unterscheiden kann und Buche und Eiche sowieso.
    Und die nachher wortreich erklären, dass Pappel ja nun auch nicht sooo schlecht ist und überhaupt ... der Raum... die Luftfeuchtigkeit ...
    :D :P


    Na ja. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Während die anderen Birnen mit Birnen und Äpfel mit Äpfeln verglichen haben. Mit einem guten Ausgabegerät und dem Gehör dafür kann man deutliche Unterschiede hören. Nur die Zuordnung zu den Mikrofonen ist halt so eine Sache.

    Im Nachhinein betrachtet ist das schon stimmig. Das Quelle-Katalog Mikro und das Beyer M201 überraschten mich zwar. Aber insbesondere das AKG C414B ULS und das Oktava ergeben für mich doch "Sinn". Man hört dem AKG einfach die Qualität (5 mal so teuer wie Oktava) an. Feinere Auflösung, unaufdringlich, natürlich, neutral, angenehme Höhen.


    Häufig klingen billigere Mikrofone brillianter, um den eigentlich minderwertigeren Klang zu kaschieren.


    Höhen betonen kann man auch mit einem breiten Low-Shelf Cut, wenn die Bässe keine so große Rolle spielen. Ist bei mir auf Overheads (mit nah mikrofonierten Trommeln) Gang und Gäbe. Dazu noch Höhenboosts auf der Drums Summe und der Mix Summe (generell Gang und Gäbe) - da zeigt sich dann der Charakter im Höhenbereich der Overheads. Man kann und sollte sowieso immer nach störenden Frequenzen suchen und die als vorbereitende Maßnahme auf musikalische Weise dämpfen ("chirurgisches" EQing). Bei Becken findet sich da eigentlich immer irgendwas. Aber es fällt tatsächlich sehr auf, dass man da mit höherwertigeren und "besser" ausgerichteten Mikros (Becken klingen am Rand "weicher" und unaufdringlicher) da weitaus weniger "reparieren" muss.


    Wenn ich es mir mal leisten kann, werde ich mir für private Zwecke die alten Neumann KM84i zulegen.

    Shit. Also komplett falsch zu tippen ist als einer, der sowas hören können sollte, schon peinlich :pinch:


    FFT Analysen bringen bei sowas übrigens nichts. Man muss es raushören.


    Die Oktava MK-012 habe ich selber. Hier mal die Frequenzgänge der Mikros (das Billig Teil ausgenommen):



    Beyerdynamic M201:



    Oktava MK-012 (cardioid):+


    (Wobei mir das etwas spanisch vorkommt. Den Mikros wird der entsprechende Frequenzgang mitgeliefert, hab ich aber gerade nicht zur Hand :whistling: )



    AKG C414B ULS:




    Okay ... wieder was gelernt. Dann frage ich mich ernsthaft, warum das Beyer M201 (ist übrigens das einzige dynamische Mikro hier, die anderen sind Condenser) an vielen Stellen so gelobt wird. Das wollte ich mir auch schon mal besorgen. Aber lass ich dann wohl doch lieber sein. :whistling:

    Mikrofon 4: AKG (gefällt mir am besten)


    Ok, krass ... Nr. 4 klingt IMO grauenhaft: übertriebene obere Mitten und Höhen, scheppernd, nervig.
    Nr. 2 klingt am neutralsten und natürlichsten, so wie ich das höre.


    Nr. 3 betont den "mittleren" Höhenbereich, während die oberen Mitten dort etwas mager sind. Klingt so, wie der Frequenzgang aussieht. :D


    Bin gespannt auf die Auflösung.

    Ich habe das ganze mal mit meinem AKG K712, mit dem ich auch Mische, angehört und beim AKG Mikro auch noch mal einen Blick auf den Frequenzgang geworfen (man muss sich nur zu helfen wissen :D ) und ordne das mal folgendermaßen zu:


    Mikrofon 1: Beyerdynamic M201
    Mikrofon 2: Oktava MK-012
    Mikrofon 3: AKG C414B ULS
    Mikrofon 4: 80er KMK


    Die ersten beiden gefallen mir jedenfalls am besten.

    Kommt immer auf das Becken, die Fertigungsqualität, Dicke und vorallem die Musikrichtung an. :)


    Und auf die Spielwiese ... ääh, Spielweise. ;)


    Ich sehe das aber ähnlich wie Korki. Also zumindest Cast B20 Bronze Crashes sind nach meiner Erfahrung eigentlich immer ausreichend durchsetzungsfähig. Unabhängig von der Größe. Kleinere Becken brauchen weniger Anschlag Energie und haben einen anderen Klangcharakter, der die Durchsetzungsfähigkeit mit sich bringt.
    Je größer und dicker das Becken, desto mehr Energie muss man auch investieren, um es zum "Klingen" zu bringen. Bei Trommeln ist es ja genau so ...


    Ein Argument für gleich große und auch gleich dicke Crashbecken ist natürlich, dass das Ansprechverhalten und auch die Lautstärke gleich ist.

    Je unterschiedlicher die Beckenserien klingen und je unterschiedlicher die Dicke / das Gewicht bei gleichem Durchmesser, desto stärker setzen die Becken sich voneinander ab.


    Allerdings bleibt fraglich, ob man insbesondere die selben Beckengattungen (es geht in dem Fall wohl vor allem um Crashes) so bunt durcheinander mischen sollte. Das betrifft ja nicht nur den Sound an sich, sondern auch das Ansprechverhalten. Ein Medium Crash spricht schon ganz anders an als ein Thin Crash. Ich bevorzuge ausschließlich Thin Crashes wegen der schnellen Ansprache und des tieferen Klangs (je dünner ein Becken, desto tiefer klingt es). In den letzten Jahren habe ich Zidjian A-Custom mit K Dark kombiniert. Zuletzt ein 17er A-Custom Thin und ein 18er K Dark Thin. Auch bei gleichem Durchmesser setzen die sich noch ausreichend voneinander ab. Aber ich bin trotzdem ganz klar bei unterschiedlichen Größen. Der Durchmesser ist einfach der wichtigste Faktor für das "Wesen" eines Beckens und da möchte ich die wenigen Teller, die ich mir hinhänge, auch entsprechend individuell ausreizen.


    Am Ende ist es Geschmackssache. Ich würde mir gleich große Becken jedoch erst ab 6 Becken (inkl. Hi-Hat) aufwärts ans Set hängen, und dann auch nur 1 bis 2 mal zwei gleich große. Bei kleineren Set-Ups hat das m.E. nicht viel Sinn.

    Was ist an einem Limiter besser als an einem Kompressor bei Einzelspuren?? Soft-Clipper sind mir unbekannt.


    "Besser" nicht per se. Es kommt auf den Anwendungsfall an. Will man Transienten, Peaks und Pegelspitzen zähmen, eignen sich Limiter und Clipper eben besser. Auch im Mix.


    Ein Limiter ist prinzipiell ein Kompressor mit einer unendlich hohen Ratio und extrem schnellen Regelzeiten (seit dem digitalen Zeitalter meistens noch mit Look-ahead).
    Ein Clipper hingegen komprimiert die Peaks nicht wie ein Limiter, sondern schneidet sie ab und sättigt das Signal gleichzeitig. Mit Soft-Knee ist das mit dem Kompressions- und Sättigungsverhalten von Tonband vergleichbar.
    Clipping spült die Peaks weniger weich als Limiting. Man kann damit mehr Headroom als mit Limiting rausholen, ohne den Punch und Druck komplett zu vernichten.


    Zitat

    Im Anhang ist ein Screenshot von meiner Parallelkompression.


    Ohne langatmige Erklärungen würde ich folgendes ändern:
    - den Highpass Filter ausschalten
    - den Release für den Anfang auf 100ms setzen und je nach Tempo und Rhythmus (oder nach Gehör) etwas runter oder hoch regeln. Hier würde ich minimal 50ms und maximal 200ms nehmen (50ms sind schon sehr schnell bei klassischer Kompression)
    - die schnellste Attackzeit ist in dem Fall hier am sinnvollsten, dort nichts ändern ;)
    - die Ratio könnte auch auf 10:1 (20:1 ist für Parallelkompression m.E. wieder etwas zu viel)
    - die Gainreduction würde ich bei durchschnittlich 10dB halten (max. 20dB bei Peaks)
    - das ganze würde ich (RMS) etwa 10dB leiser als das trockene Signal dazu mischen


    Habe da viel rumprobiert. Parallelkompression (mal von Limiting und Clipping abgesehen) ist m.E. das beste bei Drums. Die Mix Summenkompression reagiert sowieso auch noch mal hauptsächlich auf die Drums, auch bei mittleren bis längeren Attack Zeiten.


    Zitat

    Das Thema mit der Bassdrum, habe ich langsam in den Griff bekommen. Ich habe die Songs immer zu laut gerendert und Youtube hat dann alles nochmals so stark komprimiert dass es pumpt.


    Das ist unmöglich. Youtube passt lediglich den Gesamtpegel an, aber verändert nichts. Im Radio hingegen wäre das möglich, weil die alles noch mal durch ihre Maschinchen jagen, die alles angleichen und vor allem laut machen.


    Auch für Youtube, Spotify usw. würde ich noch mindestens -12 LUFS integrated ansetzen. Denn lauter machen die das wie gesagt nicht. Höchstens, wenn genug True-Peak Headroom vorhanden ist.


    Noch ein Tipp:
    Das Audiomaterial bis zum Youtube Upload lossless bearbeiten und rendern. Also auch im Videoprogramm. Am besten in 24bit. Ein No-Go ist, lossy (wie MP3 oder AAC) noch mal lossy zu encodieren. Das klingt einfach sch..., passiert allerdings öfter.

    Mal unabhängig davon, was ihr genau aufnehmt, ob ihr den Termin auch für "Show Zwecke" nutzt und was der Techniker erzählt, ist immer wichtig: Eins nach dem anderen machen.


    Und in eurem Fall bedeutet das, erst mal das Grundgerüst für alle Songs einzuspielen. Es sollte dabei schon feststehen, was nachher overdubbed wird. Die Zeitplanung dann realistisch angehen.
    Ich kann nur noch mal sagen, dass ihr den Nutzen eines Studios nicht voll ausnutzt, wenn bspw. die Vocals live (mit einem SM58 o.ä. direkt am Mund) eingesungen werden. Fürs Feeling kann zwar mitgesungen werden, das werden dann aber nur "dummy" Spuren, wenn die überhaupt aufgenommen werden. Gleiches gilt für Soli und ähnliches. Oder Dopplungen (Rhythmusgitarren, Backing Vocals).


    Die Felle sollten aber auch nicht zu alt und verschlissen sein und ganz wichtig ist, immer wieder die Stimmung (insbesondere Snare) zu checken und nachzustimmen. Sollte die Fußmaschine quietschen, hört das keine Sau. Weil eine Mikrofonierung außen am Schlagfell wie bei Led Zep damals heutzutage kein vernünftiger Tontechniker für Standard Rock und Metal Drums mehr macht.


    Für Aufbau, Mikrofonierung, Einpegeln, Monitoring, Warm spielen und Pausen geht i.d.R. übrigens auch viel Zeit drauf.

    Dann noch mal meine konkrete Empfehlung:


    • Focusrite Scarlett 18i20 2nd Gen
    • Oktava MK-012 Stereo Paar (Niere)
    • einschlägiges Bassdrum Mikro (z.B. Shure Beta 52a oder Sennheiser e602)


    Das Interface ist z.Z. bei ca. 430€, die Oktavas bei 300€ und ein entsprechendes Bassdrum Mikro kostet um die 150€. Für Mikrofonstative und Kabel musst du noch mal 100€ einplanen. Insgesamt musst du dafür also noch mal 200€ drauflegen und nen Tausender einplanen. Oder du kaufst gebraucht.


    Von so einem Billig Mikro Set rate ich ab. Du wirst sowieso erst mal mit allem überfordert sein und musst dir Know How aneignen. Klein anfangen ist also auch deswegen eine gute Variante.


    Reaper kannst du auch nach der 60-tägigen Testlaufzeit weiter vollwertig benutzen. Aber irgendwann solltest du es schon kaufen (ist sehr günstig). DAWs sind Geschmackssache. Reaper ist aber sehr intuitiv und m.E. für Recording und Mixing weitaus besser und schneller bedienbar als bspw. Cubase oder Pro Tools.
    Die Reaper Effekte reichen für den Anfang auch erst mal aus. Es gibt außerdem auch ein paar brauchbare Freeware VST Effekte im Netz.

    Einfach demos aufnehmen, die man leuten zeigen kann. Um die Songs zu festigen, und schonmal was vor dem Studiobesuch zu haben.


    Dafür reicht auch ein Handyrecorder wie der Zoom H5.


    Alles andere lohnt sich nur, wenn du oder einer von euch sich wirklich für Tontechnik und Recording interessiert und bereit ist, da viel Geld, Zeit und Energie zu investieren. Wenn ihr sowieso ins Studio gehen woll ...

    Allerdings war das Set ohne Overheads, da hatte ich gleich vernünftige (Rode NT-5).


    So vernünftig finde ich die NT-5 gar nicht. Die Auflösung ist nicht besonders und sie klingen recht "blechern" mit einem für meine Begriffe eher nervigen Höhenband. Da die Overheads bei Nahmikrofonierung der Trommeln hauptsächlich für die Becken verantwortlich sind, fand ich diesen Vergleich hier gut:


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    Oktava MK-012 und Neumann KM184 kenne ich beide "in echt". Und kann immer wieder nur sagen, dass die Oktavas die Mittelklasse KMK Mikros sind, die es am ehesten mit der nächst höheren Liga aufnehmen können. Ein etwas dumpferer (ehrlicherer) Klang ist ok, wenn der Höhenbereich dafür an sich einfach besser klingt. Man hebt für gewöhnlich sowieso noch Höhen an. Spätestens auf der Mix Summe.


    Ich find auch die alten KM84i besser als die neuen KM184. Die klingen einfach runder und natürlicher (Top End Betonung der KM184).


    Zitat

    An den Toms und evtl. sogar an der Snare ist das Mikro relativ unkritisch.


    An den Toms, ja. Aber der Snare aber nicht. Das ist mit das wichtigste Mikro am ganzen Set und gebräuchliche Mikros wie ein SM57 oder i5 kosten gerade mal 'nen 100er.


    Zitat

    Für den Anfang kriegt man aber selbst mit einem Billig-Set brauchbare Aufnahmen hin. Die Schwierigkeiten werden laaaange Zeit eher beim Mischen liegen ^^


    Oder immer :D


    Zitat

    EDIT: hab in meinen Emails von 2011 geschaut, das hier ist das famose Mikrofonset: https://www.thomann.de/de/t-bone_dc_1000.htm


    Ja, der Bassdrum Knüppel ist unbrauchbar. Das BD-300 aus der nächst höheren Serie ist allerdings brauchbar. Ich hatte das schon oft als Stützmikro direkt vor dem Resonanzfell zusätzlich zu einem hochwertigen, innen aufgestellten Mikro benutzt und damit die gewisse Portion Schub und Schmackes "untenrum" dazu mischen können.

    In ein gutes Interface für den Anfang zu investieren ist schon sinnvoll. Denn wer billig kauft, kauft wahrscheinlich / oft / immer zwei mal. Aus diesem Grund würde ich die Mikrofon Geschichte ganz anders angehen:


    Für den Anfang mit einem Bassdrum Mikrofon und einem Overhead Stereo Paar loslegen. Es gibt verschiedene Techniken dafür. Für amtliche Rock- und Metal Produktionen ist das zwar ungeeignet (mal von "komplizierteren" Ausnahmen abgesehen), aber für die ersten Recording Gehversuche sogar besser als so viele Mikrofone. Die Sache wird nämlich auch im Mix mit steigender Mikrofon Anzahl immer komplizierter. Tom Mikrofone bspw. fangen reichlich "Schmutz" von den Becken ein, der auf diesen Mikrofonen einfach schlecht klingt. Kommt dann weitere Bearbeitung mit EQing und Kompression ins Spiel, wird das immer problematischer. Aus diesem Grund werden Toms in der Nachbearbeitung oft gegated oder komplett geschnitten, live auch hier und da getriggert.


    Das Focusrite 18i20 gabs bis vor einiger Zeit noch neu für um die 400€. Veranschlage dazu noch 300€ für ein brauchbares Mittelklasse Kleinmembran Kondensator Mikrofon Paar wie die Oktava MK-012 und 150€ für ein gebräuchliches Bassdrum Mikrofon wie die oben empfohlenen und du hast die besten Starbedingungen, um die ersten Recording Erfahrungen zu sammeln und dann weiter aufzurüsten - ohne zwei mal zu kaufen. ;)

    Was bisher vergessen wurde, ist das konkrete Ziel. Denn:


    Wir brauchen auch kein steriles Demo mit zwei Songs oder ähnliches.


    Da bleibt die Frage: Wozu den Studio Aufenthalt wirklich sinnvoll nutzen?
    Ein Demo würde ich in eurem Fall auch von der Bühne aus produzieren: Gig Mitschnitt (unbearbeitete Einzelspuren + ein paar Kameras) machen und das ordentlich nachbearbeiten lassen. Das interessiert jeden Veranstalter zig mal mehr als eine Coverband, die im Studio Coversongs nach Schulmanier mit Overdubs aufnimmt. Mindestens die Vocals sollten auf jeden Fall overdubbed werden, um die Möglichkeiten einer Studio Aufnahme wirklich sinnvoll zu nutzen.


    Ich hätte da eine ganz andere Idee: Neuland begehen und einen Song mal "richtig" covern. Also bewusst stark verändern und euren Stempel drauf setzen. Z.B. eine Girlie Pop-Nummer Rock- oder Metalmäßig "vermännlichen". Das dann richtig ausgearbeitet und die 10h Studiozeit nur für diesen Song investiert. Wenn es wirklich gut werden soll, sollte man sich die Zeit nehmen. Irgendwo hängt es sowieso immer. Außerdem muss der Techniker auch noch seinen Job machen. Denn der Sound entsteht bei der Aufnahme. Wird da geschlampt, kann ein Mix das auch nur noch kaschieren.