Beiträge von m_tree

    @ glatte Oberfläche:
    Wahrscheinlich habe ich einfach zu wenig Erfahrung mit unterschiedlichen Pedalen und werde das auf jeden fall auch ausprobieren, mag das gefühl aber nicht, wenn meine Füße unkontrolliert wegrutschen.


    Das unkontrollierte Wegrutschen würde ich jetzt einfach mal ganz dreist auf die Socken schieben. ;)


    Zitat

    @ Socken:
    Ich finde, in Socken habe ich ein wesentlich besseres Gefühl für das Pedal und kann die Dynamik besser kontrollieren. Aber auch das ist vermutlich gewöhnungssache und liegt wohl daran, dass das Schlagzeug früher im Wohnzimmer/ Schlafzimmer stand und ich dort nunmal nie Schuhe anhatte. Ein beheizbares Pedal würde mich allerdings begeistern. Im Winter ist´s im Proberaum oft kallt und dementsprechend Kalt sind die Pedale und dann auch meine Füße.


    Ich kenne da eine ganz einfache Lösung gegen kalte Füße: Warme Schuhe. :D


    Zitat

    @ meine Fußtechnik:
    Das fällt mir schwer zu beschreibem weil ich selten bewusst an der Technik gearbeitet habe. Spiele sowohl Heel Up alsauch Heel Down, spiele auch Doublestrokes, könnt jetz aber nich sagen welche Technik dabei genau zum einsatz kommt. Der Fuß ist für mich meißt eher intuitiv mit dabei und vielleicht auch die gröte Baustelle wenns ums perfektionieren geht.


    Das ist doch ein guter Grund, um das gesamte Thema noch mal richtig anzugehen.


    Ich würde das mit dem Besuch beim großen T erst mal sein lassen und mit Schuhen spielen üben. Selbst wenn du dann doch lieber mit Socken spielst, kann es ja nicht schaden auch mit Schuhen spielen zu können.
    Und dann würde ich mir für den Anfang erst mal eine Fußmaschine (ggf. gebraucht) besorgen, die man als "0815 Standard Allrounder" bezeichnen kann: Rundes Kettenblatt mit Doppelkette, Short bzw. normales Board (also kein Longboard), Bodenplatte, kein Schnick Schnack. Und dann ganz in Ruhe am eigenen Set ausprobieren, wie die sich im Vergleich zu deiner jetzigen spielt. Ggf. wieder verkaufen / zurück schicken oder gleich die nächste besorgen. Aber es halt langsam angehen. Weil du bisher nur deine Fußmaschine kennst und die auch nur mit Socken gespielt hast, bringt eine Hau-ruck Aktion da m.E. nichts.

    Ich verstehe eher nicht, warum man überhaupt ohne Schuhe spielt. Die muss man doch dafür erst immer aus- und anziehen, wenn man kein Barfuß-Läufer ist. ?(


    Und das mit dem Grip ist auch so eine Sache. Es gibt Spieltechniken, bei denen weniger Grip sogar vorteilhaft ist. Z.B. Doublestrokes mit Heel-Up.

    Ganz lustig ist übrigens, dass auch Felle einen eigenen Sound haben und dass die sogar zu ca. 70% am Klang beteiligt sind. Die restlichen 30% sind in Konstruktion, Material, Spannreifen und Hardware des Kessels aufgeteilt.


    Ist übrigens auch ein Zitat von Rossi Roßberg. Und der hat in dem Video eigentlich nur meine eigenen Erfahrungen bestätigt. Das ist ja erst letztes Jahr erschienen.


    Daher kann ich nur noch mal sagen, dass das "auf den Kesselton" stimmen ein (halber) Mythos ist, der es kaum wert ist, ihn zu suchen. Es überhaupt erst mal zu schaffen, die Felle nach Gehör - nachdem man sie gut (also nicht schief) aufgezogen und zentriert hat - in Stimmung mit sich selbst zu bringen, dann allerdings noch das Verhältnis zwischen Schlag- und Resofell und damit den Gesamtklang der Trommel in den Griff zu kriegen, ist schon mal eine Leistung. Und mir persönlich reicht das übrigens ... ich brauche da keinen Kessel Grundton zu suchen. Allerdings stimme ich auch keine fremden Schlagzeuge für Geld, ok. :rolleyes:


    Das stimmt so nicht. Ich war noch im November bei einem Seminar von Rossi Roßberg.
    Und da einige seiner Kunden in letzter Zeit zu DW gewechselt haben, stimmt er sehr wohl auf den Kesselton wenn es gewünscht wird.
    Seine Stimm-Methode hat allerdings auch den Vorteil, dass man quasi automatisch nahe am Kesselton landet.
    Das ist mir im Bass Drum Fell Thema schon aufgefallen, dass seltsames Halbwissen zu Rossi Roßberg verbreitet wird. Dass er z.B. keine Dämpfung in der Kick benutzt stimmt auch nicht.


    Und wenn ma ein Tom-Sound mit maximaler Resonanz möchte, ist es durchaus auch sinnvoll den Kesselton zu treffen.


    Ok, gut zu wissen. Das "seltsame Halbwissen" hab ich jedenfalls aus diesem Video:


    https://www.youtube.com/watch?v=X-HPbT5SpUM


    Im letzten Drittel gehts u.a. um die Tom Intervalle und am Ende um eine von Rossi gestimmte Bassdrum mit beidseitig PS3 ohne Dämpfung.

    Erwartest du denn eine ehrliche Antwort von mir, wenn dem so wäre? :P


    Nee, ganz so irre bin ich schon nicht. ;)


    Ein Admin könnte sicher herausfinden, von welchem Standort aus der Account erstellt wurde. Aber eigentlich ist's mir wurst. Wenn es wirklich MS selbst war - cool ... wenn nicht, bestätigt das nur, wie viele irre Leute es auf diesem Planeten gibt.

    Der Grundton ist prinzipiell einfach nur der tiefste Ton des Frequenzgemisches, das du mit dem Anschlagen einer Trommel erzeugst. Wo der genau liegt, liegt in letzter Konsequenz immer an der Stimmung. Du kannst eine Trommel sowohl tief, mittel als auch hoch stimmen. Festgelegt ist da überhaupt nichts. Allerdings hat jede Trommel einen bestimmten Bereich, mit dem sie am besten harmoniert.


    Du kannst Toms schon auch nach Intervallen stimmen. Aber selbst Drum Techs wie Rossi Roßberg machen das nicht. Wenn man für jedes Tom den gleichen Stimmungsansatz nimmt und die jeweils passende Stimmung findet, harmonieren die sowieso miteinander.


    Die ganze Sache geht ja auch noch weiter, da man Schlag- und Resofell nicht gleich hoch stimmen muss. Ein Schlagzeug ist kein Melodie Instrument. Töne entstehen da zwar schon, aber diese müssen keine exakt definierte Höhe haben.

    Am Anfang dachte ich auch an einen Fake. Aber mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Im Zweifelsfall mal lieber ernst genommen, zumindest offiziell ... ich könnte den ja mal im Cambridge Forum anschreiben und fragen, ob er das tatsächlich war.


    Btw - habe für deinen Mix gestimmt, Oliver ;)

    Neben Spikes haben einige Maschinen auch eine gummierte oder mit Klettbändern bestückte Unterseite. Davon abgesehen, dass die Bassdrum sowieso rutschfest stehen sollte, ist es schon gut, wenn die Fußmaschine einen eigenen "Grip" hat und die Bassdrum nicht zusätzlich belastet.


    Ich würde die Fußmaschinen übrigens unter "realen" Bedingungen am eigenen Set testen, um mir beim Spielgefühl letztendlich wirklich sicher zu sein. Im Laden an Pads ist so eine Sache, auch wenn man die an ein Set klemmen und spielen darf ...


    Vielleicht ist eine von den beiden ja was für dich:


    https://www.thomann.de/de/pearl_p_920_bass_drum_pedal.htm


    https://www.thomann.de/de/dw_2000_bass_drum_pedal.htm


    Auf jeden Fall abchecken solltest du den Unterscheid zwischen runden und exzentrischen Kettenblättern. Im Zweifelsfall würde ich immer ein rundes nehmen.

    :thumbup:


    Poste doch mal den Link zu deinem Mix, dann lass ich nen Vote da. ;)


    Ich mische übrigens gerade an diesem Song weiter. Das ist der aktuelle Mix Contest von Mike Senior, den er persönlich in meinem anderen Mixing Thread gepostet hat :thumbup:


    http://cambridge-mt.com/HannesKesebergMixContest.htm


    Werde ich hier auch mal posten und auf Feedback hoffen, bevor ich den einreiche. Habe die letzten Kritiken hier und da mit berücksichtigt, bzgl. Frequenzbild, Panning und Räumlichkeit.

    Weil dir das Thema Langlebigkeit so wichtig ist, gleich vorweg: Langlebigkeit kostet etwas mehr. Hochwertige Single Maschinen im Bereich um 200€ sind im Prinzip für die Ewigkeit gebaut und haben i.d.R. auch etwas bessere Laufeigenschaften als günstige Pedale. Beispiel: Ich bin langjähriger Iron Cobra Spieler und habe kürzlich die DW 3000 angetestet, die ich dir auch zum Test empfehlen würde. Allerdings hat das Pedal seitliches und klapperndes Spiel, was die 5000er definitiv nicht hat.


    Daher rate ich dir, einen 100er drauf zu legen und gleich was Ordentliches zu besorgen. Außerdem rate ich dir auch, in Ruhe verschiedene Pedale durchzutesten, die du vorher aussuchst. Welches Pedal dir persönlich liegt und mit welchem du dich am wohlsten fühlst, musst du für dich selbst rausfinden.


    Doppelkette ist seit einiger Zeit Standard, auch im Midrange Bereich. Eine glatte Oberfläche haben leider einige Pedale, aber die kannst du ja außer Acht lassen. ;)
    An einem Longboard ist nichts per se besser, es spielt sich einfach nur anders. Ich brauch auch kein Longboard.
    Ansonsten gibts auch noch Unterschiede beim Kettenblatt: Rund oder exzentrisch. Wirkt sich entsprechend aufs Spielgefühl aus.


    Direkte Empfehlungen gebe ich erst mal nicht raus. Denn wie gesagt solltest du das Budget m.E. noch mal überdenken, wenn du die nächsten 20 Jahre auf der Fußmaschine rumdemmeln willst, ohne dass sie auseinander fällt. ;)

    Laut den Bewertungen scheint der aber nicht so das Wahre zu sein (was ich von verschiedenen 14" Tama Teppichen nicht sagen kann). Puresound hatte ich früher öfters genutzt. Einziger Nachteil ist hier die Fummelei mit den Drähten - da ist ein Band m.E. die elegantere Lösung.


    Also das ganze evtl. gleich nutzen und einen besseren Teppich drauf machen. Ich würd einen von diesen beiden nehmen:


    https://www.thomann.de/de/pure…20_custom_wires_13_20.htm


    https://www.thomann.de/de/pure…_blaster_teppich_1320.htm

    Nein, die sind dabei. ;)


    Erwähnenswert ist noch, dass der Teppich mit zunehmender Tiefe der Trommel auch schlechter anspricht. Also je tiefer die Trommel, desto mehr Spiralen kann / sollte man tendenziell nehmen. Mehr als 20 Spiralen sind aber schon ziemlich fett, auch bei 6,5".


    Je nach dem wann du die Felle zuletzt gewechselt hast empfiehlt sich auch ein Fellwechsel (auch Reso). Beim Snare Resonanzfell das Snarebed beachten und reinstimmen. Das ist wichtig für eine gute Teppich Ansprache.


    Falls du bei Tama bleiben willst:


    https://www.thomann.de/de/tama_ms20sc13s_snareteppich.htm

    Hatte übrigens auch nicht bedacht, dass es Adapter von Klinke auf D-Sub gibt (Ein/Ausgänge beim Ferrofish aus dem Startpost z.B.). Der Vorteil davon ist vor allem, dass ihr eure Monitor Mixe mit einem richtigen Mischpult machen könnt. Das geht schon nach wie vor entspannter als jedes mal in der Interface Software rumfummeln zu müssen.


    Natürlich müssen dafür ein paar Eingänge für die DAW reserviert sein. Ob und wie das Qu-24 z.B. überhaupt mit Playback von der DAW zurecht kommt, weiß ich nicht.


    Dafür würde übrigens auch der nächst kleinere Ferrofish Wandler ausreichen. Die vollen 32 Eingänge könnt ihr sowieso nicht nutzen, weil ihr das Pult ja auch für Playback / Klick und Abhören als Ausgabe für die DAW braucht.


    https://www.thomann.de/de/ferrofish_a32_ad_da_converter.htm


    Mit beachten müsst ihr natürlch die Adapterkabel (4 Stück insgesamt, eins davon für den DAW / Interface Output): https://www.thomann.de/de/cae_subd_25polstkl_3m.htm


    Voraussetzung dafür ist wie gesagt, dass die Direct Outs des Pult (sofern wirklich vorhanden) symmetrisch geführt sind.
    Dennoch wäre das Pult dann nur fürs Recording und die Wiedergabe zuständig. Zum Abmischen solltet ihr schon die DAW benutzen.

    Die genau Bezeichnung ist: Mackie 32.8.2 8 Bus Mixing Console


    https://www.ebay.com/p/Mackie-32-8-8-bus…id=132911478611


    Wenn ich das richtig sehe hat jeder Kanal einen Direct Out auf der Oberseite. Sollte das tatsächlich der Fall sein, könnt ihr die z.B. an so ein Interface anschließen:


    https://www.thomann.de/de/motu_16a_avb.htm


    Aber das wird halt ein Kabalsalat. Andere Pulte haben die Direct Outs auf der Rückseite. Man findet auch kaum Interfaces mit mehr als 16 Line Eingängen. Weiterhin sollte die Line Übertragung von Pult zu Interface auch symmetrisch sein (Stereo Klinken Kabel) ... wenn das in diesem Fall hier nicht möglich ist -> kategorisch ausschließen.


    Zitat

    Was mich bei solchen Dingern (auch Presonus, Behringer, Midas etc.) abschreckt ist, dass du gefühlt 1 Million Features hast, im Sinne von: Das Ding kann alles, aber nichts richtig gut.


    Mir ist auch klar, dass das Mackie keine Sahneschnitte ist, aber bis jetzt hat es uns echt gute Dienste geleistet.
    Und man kann ja auch nicht alles gleichzeitig aufrüsten, dass wird bei uns Schritt für Schritt passieren, je nachdem was der Geldbeutel gerade so her gibt.


    Ich kenne diese A&H Pulte zwar nicht direkt, aber hatte mich auch schon vielseitig informiert. In erster Linie sind das sowieso Live Pulte und das können die bis zu einem gewissen Level schon ausreichend gut (also nicht gerade Hallengigs mit 5000+ Zuhörern). Die Aufnahmefunktion macht ja einfach nur einen Mehrspur Mitschnitt der rohen Einzelkanäle. Hier kommt es lediglich auf die Qualität der Pre-Amps und Wandler an. Und wenn die beispielsweise auf dem Level von eurem bisherigen Saffire sind, wüsste ich nicht, was gegen dieses Pult spricht.


    Man kann auch mal schnell einen 6-stelligen Betrag in Aufnahmetechnik investieren, wenn man Zeug zusammenstellt, das jeweils wenig, aber dafür "richtig" kann.


    Es gibt da viel größere und wichtigere Baustellen, wenn die Technik ausreichend gut funktioniert. Z.B. der Instrumenten Sound, die Räumlichkeiten, die Mikrofonierung, das Arrangement, die Performance und vor allem die Nachbearbeitung. Allein, was man alles im Mixdown machen kann / sollte, aber auch komplett verhunzen kann, wiegt zig mal schwerer als jede Farbnuance eines bestimmten Pre-Amps.


    Zitat

    Und die Aussage stimmt nach meiner Meinung nach absolut nicht, man bekommt auch qualitativ gute PreAmps mit Färbung unter 1000€. Das ist zwar immer noch ein Haufen Geld, aber definitiv günstiger als obiges Beispiel. Und da kommt es ja auch immer darauf an, was man gerade für ein Sound sucht, bzw. was auch die Vorlieben sind.


    Wenn ihr euch so für das Pre-Amp Thema interessiert, ist das vielleicht was für den Anfang:


    https://www.soundonsound.com/r…cusrite-liquid-saffire-56


    Das bietet neben der Möglichkeit über ADAT auf bis zu 24 Kanäle zu erweitern (andere Interfaces fast ausschließlich nur bis auf 16 Kanäle) noch für zwei Kanäle relativ realistische Pre-Amp Simulationen verschiedener klassischer Pre-Amps, die zusammen ein halbes Vermögen kosten.

    Gummibänder


    Gummibänder sind das aber nicht. Egal, ob das flache Plastikstreifen oder dünne Seile sind. ;)


    Zitat

    Oder gleich ein neuer Snareteppich?


    Von Drumheads Vorschlag abgesehen ist das evtl. sowieso sinnvoll, weil Snareteppiche auch verschleißen und weil du mit einem anderen Teppich deiner Snare auch einen etwas anderen Charakter verpassen kannst. Um welche Snare handelt es sich denn genau?

    m_tree: Wir haben ein altes Mackie 32 Kanal 8 Bus Mixing Console


    Wie ist die genaue Bezeichnung? Es braucht wie gesagt für jeden Kanal Line-Outs, die den Pre-Amp, aber nicht die EQs abgreifen. Aber mal vom Kabelsalat ganz abgesehen lohnt sich das bei solchen Pre-Amps sowieso nicht.


    Ansonsten lautet meine Empfehlung nach wie vor das >> A&H Qu-24 Chrome <<. 24 Kanäle reichen definitiv, wenn ihr kein Orchester einzeln mikrofonieren wollt. Im Normalfall wird sowieso einiges overdubbed ... und Mehrspur Tonband Recorder aus dem letzten Jahrhundert konnten bis zuletzt auch nur 24 Kanäle aufnehmen. Wenn ich richtig gezählt habe kommt ihr mit 2 Backing Vocals auf 14 Kanäle.


    Übrigens - klassische Pre-Amps mit "Farbe" sind immer teuer. Beispiel: https://www.thomann.de/de/ams_…073_dpa_preamp_stereo.htm


    Auch die integrierten Pre-Amps in High-End Interfaces von z.B. RME klingen meist nur analytisch und sehr klar. "Farbe" ist Old School ...


    Bzgl. Recording Rechner: Leise sollte er sein. ;)

    Ich mache das zu einem beruflichen Standbein, ja. ;)
    Aktuell benutze ich eigentlich nur meine Ohren, um fremde Aufnahmen abzumischen. Aufnahmemöglichkeiten habe ich erst demnächst wieder, und das auch nur provisorisch / vorübergehend.


    Wegen den Wandlern - ich hatte das Mischupult vorhin außer Acht gelassen. Um welches handelt es sich denn? Die Qualität der Pre-Amps ist entscheidend. Außerdem braucht es für jeden Kanal direkte Line-Ausgänge, Pre (vor der Effektkette abgegriffen) oder wahlweise, um das an einen AD Wandler weiter zu geben.

    Mal von den Mikrofonen abgesehen, ist es ähnlich wie mit Instrumenten: Das Zeug will auch bedient werden. Klar - in Recording kann man sich recht schnell einarbeiten. Aber spätestens der Mixdown entscheidet, ob das ganze professionell klingt oder nicht.


    Meine erste Empfehlung lautet jedenfalls Digitalpult mit Aufnahmefunktion für alle Einzelkanäle "trocken". Beispiel - 24 Kanäle (+ Multitrack Recording über USB ), 2.000€: https://www.thomann.de/de/allen_heath_qu_24_chrome.htm


    Ansonsten würde ich nur auf All-In-One Lösungen bei Interfaces / Pre-Amps setzen. Also USB Interface und die über 1-2 weitere Module über ADAT auf 16 bzw. 24 Kanäle erweitert.

    Habe überlegt, ob ich diese Grundsatzfrage stellen soll ... aber wenn das gleich direkt jemand macht, ist's vielleicht ganz gut. Denn Arbeitsaufnahmen, sprich "vernünftige und schnelle Mitschnitte", kann man auch mit einem Handyrecorder machen. Denn mit steigendem Aufwand beim Aufnehmen steigt auch der Aufwand der Nachbearbeitung, wenn sich das wirklich lohnen soll. Dann gehts weiter mit Dingen wie Übersprechen. Mindestens die Vocals müssen overdubbed werden, damit das am Ende wirklich gut klingt. Davon abgesehen, dass man entsprechend nah besprochene Aufnahmen mit bspw. einem SM58 erst mal ordentlich im Bassbereich beschneiden muss, damit das überhaupt nach was klingt. Habe auch schon Live Mitschnitte abgemischt und spreche aus Erfahrung. ;)


    Eine weitere Sache, die mir einfällt: Sind das tatsächlich keine Kanonen auf Spatzen? Einen reinen AD/DA Wandler mit 32 Kanälen (von denen ihr kaum mehr als 16 brauchen werdet) für 3000€ in Erwägung zu ziehen, mit dem noch kein einziges Mikro vorverstärkt und ggf. mit Phantomspannung versorgt ist, geht für mich zumindest mit einem wirklich professionellen Ziel der Aufnahmen einher.


    Ich nehme mal an, dass ihr das ganz alte Saffire Pro habt? Das war glaube ich nur ein Prototyp. Hatte ich selbst mal getestet, nachdem ich mit vielen Exemplaren der "normalen" Saffires gearbeitet hatte. Die Nachfolger sind die Scarletts mit USB Anschluss, die allerdings die gleichen Pre-Amps haben. Diese Qualitätsstufe betrachte ich sogar als ausreichend für professionelle Aufnahmen, wenn das Budget sehr klein ist. Da in eine viel höhere Liga zu gehen hat m.E. nur Sinn, wenn ihr das dann z.B. auch professionell nachbearbeiten lasst.


    Ansonsten denke ich, dass ein digitales Mischpult mit Aufnahmefunktion für Einzelkanäle "trocken" (also unbeeinflusst von der Effektierung des Pults) sich gut für eure Zwecke eignet. Egal ob ihr mit PA oder In-Ear Monitoring probt - irgendwie müsst ihr das sowieso verstärken bzw. eure Monitor Mixe erstellen. Und so braucht ihr nur noch die Aufnahme mit laufen lassen.


    Sind wirklich mehr als 16 Kanäle nötig? Wie groß ist denn das Drumset und wie viele von euch singen? Wobei die Gesänge wie gesagt sowieso overdubbed werden sollten. Allein das Schlagzeug müllt Gesangsmikros schon kräftig zu. Fängt man dann zu komprimieren wird das noch problematischer. Je größer der Raum und je durchdachter die Aufstellung, desto kleiner wird das Problem natürlich (ähnlich wie mit der Bühnengröße).