Nicht jede Kritik ist Geschmackssache, denke ich. Kommt schon auf den Einzelfall an, aber der Geschmack spielt mehr oder weniger natürlich immer mit ein. Ich bin Autodidakt und hatte z.B. kein Feedback von Lehrmeistern beim Üben gekriegt. Also so, wie das z.B. bei SAE oder auch HOFA läuft. Wobei ich den Mix von Jochen Sachse (Hofa Chef) übrigens nicht so besonders finde. Es passt zwar grundlegend alles, aber haut mich halt nicht vom Hocker.
Im Großen und Ganzen ist die Kritik zu meinen Mischungen ja immer ähnlich ... tendenziell zu viel Hall. Zu viel Präsenz, zu analytisch und getrennt, zu glatt / glasig und schnörkellos bzw. zu wenig roh.
Was ich allerdings gut finde, denn das zeigt mir, dass ich mein Ziel erreicht habe. Und dadurch weiß, dass ich weiß, was ich tue. 
Ich werde mal schauen, dass ich in Zukunft etwas mit roherem, trockenerem und kompakterem Sound experimentiere. Roher und trockener zu mischen vereinfacht die Sache prinzipiell.
Das Panning mache ich übrigens hauptsächlich nach einem ganz einfachen Standard: LCR (left, Center, Right - nichts dazwischen). Also hauptsächlich. Sehr, sehr viele große Mischer mischen ausschließlich oder hauptsächlich mit LCR (Chris Lord-Alge, Andrew Scheps, Andy Wallace - um nur einige zu nennen).
Der Rohmix ist übrigens genau so gepannt wie mein finaler Mix. Fehlt dir da auch die Kompaktheit? Der Rohmix ist nämlich Frequenz-mäßig kompakter, dynamisch allerdings weniger kompakt.
Ich wüsste halt nicht, warum man nicht die volle Stereobreite ausnutzen sollte, mal von Ausnahmefällen abgesehen. Monokompatibilität wäre da das einzige technische Argument für, mal von der künstlerischen Gestaltung (schmalere Strophe, breiterer Refrain z.B.) abgesehen.
Bei dem Hofa Song hatte ich übrigens folgendes Bild vor Augen: Die Band OHNE Bläser vorne bzw. im mittleren Bereich vergleichsweise trocken, und die Bläser fett, groß und Effekt-voll (mit Hall) nach hinten gesetzt, während die Vocals ganz vorne sind. Panning beeinflusst auch die Tiefenstaffelung. Prinzipiell erscheint alles, was weiter außen ist, weiter vorne und umgekehrt. Bei E-Gitarren lastiger Musik ist das übrigens überhaupt kein Problem und auf unzähligen Rock- und Metalalben zu hören.
Hier noch mal mein Contest Mix:
https://songcheck.de/song/1367/