Beiträge von m_tree

    Ich hab schon oft lieber mein eigenes Set gestellt und andere drauf spielen lassen. Nicht nur wegen der Ungewissheit über den Zustand anderer gestellter Sets, sondern auch einfach weil ich gerne auf meinem eigenen Set spiele.


    Einfacher ist natürlich, nie was eigenes außer die Sticktasche mitzunehmen und bei den Bandkollegen mitzufahren, um nichts schleppen, nicht warten und nicht auf- und abbauen müssen und sich vor allem nach dem Gig ordentlich voll laufen lassen zu können. :D


    Aber wenn man Ansprüche hat :whistling:

    Ich würde wenn dann schon ein vollständiges Set anschaffen. Es ist zwar gewissermaßen Standard, dass man die eigene Snare, Fußmaschine, meist auch Becken und ggf. auch Hi-Hat Maschine und Hocker mitbringt, aber eben kein Muss. Erst recht, wenn das gestellte Set nicht privat genutzt wird.


    Daher würde ich das folgendermaßen angehen:



    Ach ja ... ganz wichtig: Felle. Neben einem kompletten Fellsatz, der was taugt, sollte sich da auch mal jemand hinsetzen und die Bude komplett durchstimmen, bevor da irgendwas startet. Bzw. sollte sich am besten regelmäßig ein erfahrender Drummer um die Instandhaltung des Sets kümmern.


    Und auch wichtig:
    Taschen oder Cases für die Trommeln und Becken. ;)

    Große Sets haben schon einen gewissen Reiz, finde ich. Vor allem, wenn jemand dahinter sitzt, der wirklich was damit anfangen kann.


    In meiner ersten Spielphase in meiner Kindheit war mein Set nie groß genug. Am Anfang meiner aktuellen Spielphase als Teenager war ich dann gezwungen, ohne Hängetoms mit nur einem Standtom zu üben. Und dann hatte ich auch meine Groove Affinität entdeckt. 2 Toms sind für mich daher schon beinahe Luxus, auch China und Splash Becken. Und vor allem ist das Ridebecken dann so schön nah. :D


    Aber wenn ich es mir mal leisten kann und ich mich mit dem Schleppen gezielt fit halten möchte, baue ich mir evtl. auch mal ein großes Set.


    Finde es jedenfalls cool, wenn einige das bewusst "leben". Solange es kein Ersatz für mangelhafte Fähigkeiten ist (was ja durchaus vorkommt) ...

    Den Vic Firth Kopfhörer hätte ich dir sowieso empfohlen. Eine noch stärkere Außengeräuschdämpfung bietet kein anderer Kopfhörer, von In-Ears evtl. abgesehen. Bis zu einem gewissen Maß fließen die Außengeräusche immer mit ein. Aber das ist mit einem geeigneten Kopfhörer an den Drums z.B. im Vergleich zu Vocals eigentlich relativ unkompliziert.


    Ich habe mir das Interface mal noch genauer angeschaut und glaube, dass da von Bonedo schon einiges beschönigt wurde. Einen richtigen Monitormix mit richtigem Leveling und Panning jedes Kanals kriegst du mit dem Teil wohl nicht hin. Abgesehen davon, dass die Pre-Amps und Wandler sowieso nicht so das Wahre sind.


    Meine Empfehlung ist daher ein besseres Interface. Z.B. das Focusrite Scarlett 18i20. Ich habe sehr viel mit verschiedenen Exemplaren der Vorgänger Serie (Saffire mit Firewire Anschluss) an verschiedenen PCs gearbeitet und kann da eigentlich nur gutes berichten. Und besorge mit das 18i20 auch demnächst.


    Der Gedanke beim Zero-Latency Monitoring hat schon einen bestimmten Grund. Nämlich Latenzfrei zu sein ;)
    In die DAW bzw. den Rechner und zurück musst du das nur schicken, wenn du etwas damit machen willst, was das Interface nicht kann. Z.B. generell alle MIDI Geschichten oder eben, wenn du Effekte drauf ballern willst. Das brauchst du für deine Zwecke aber alles nicht. Ein guter Monitor Mix besteht erst mal aus guten Lautstärkeverhältnissen und am besten in Stereo mit Panning von allem außer Snare und Bassdrum.

    Ok, klar ... der Grundton ist immer der tiefste Ton eines Frequenzgemisches. In Anbetracht dessen, dass das, was bei Bassdrums unter 100Hz passiert für gewöhnlich recht mager ist (man nehme Overhead- oder Raumspuren zur Verdeutlichung) und dass auch Unterschwingungen entstehen können, hatte ich das wohl falsch interpretiert.


    Trotz dieser Wissenslücke möchte ich darauf hinweisen, dass das Ziel guter Aufnahmen immer sein sollte, solche störenden Frequenzanteile gar nicht erst finden und rausfiltern zu müssen. Gerade bei Bassdrum Spuren ist sowas eigentlich nicht üblich. Auch der Bereich zwischen 140 und 220Hz stört nach meiner Erfahrung eigentlich selten bis nie. Standard ist eine mittelbreite Absenkung im unteren Mittenbereich bzw. generell Badewanne (fängt beim Mikrofon Frequenzgang an), aber das sind alles breitbandige Sachen.

    No problem at all -- anyone's fair game for comparison and critique as far as I'm concerned! (Besides, I'd be a bit of a hypocrite if I complained, given all the dirt I've dished about commercial releases in SOS's Mix Review column over the years...) And the split of opinions in this thread nicely highlights how so much of mixing is about personal taste. There are multiple great ways to mix any multitrack, and it just depends what your personal vision is and what competition you're aiming at. In fact, I'm just kicking off a mixing contest on my site where people are mixing another track I've already mixed for CD release, and I'm sure there'll be lots of great alternative versions there too. Looking forward to hearing them all! (The competition page is here, in case you're interested in getting involved: http://cambridge-mt.com/HannesKesebergMixContest.htm )


    Thanks, you nicely completed this thread with your words. I read your book 'Mixing Secrets', by the way and reconsidered my whole mixing approach from this point.


    Of course I will participate on your Mix Contest (didn't see it before). I already uploaded some mixes in the Discussion Zone.

    Das Behringer UMC 1820 ist hinsichtlich Zero-Latency Monitoring ein Spezialfall, weil man das direkt am Gerät von Hand regelt und nicht über eine spezielle Mixer Software des Interfaces auf dem Rechner (nicht zu verwechseln mit deiner DAW).


    Zitat von Bonedo



    Dann geht's nur noch um einen stimmigen Monitormix und Außengeräuschdämpfung. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass durch die hohe Lautstärke von Drums man fürs Monitoring und Klick und/oder Playback eine gute Außengeräuschdämpfung braucht.
    Der Klick kann wie gesagt auch von der DAW kommen.

    Dieser Basketballeffekt tritt durch die kesselinneren Reflektionen auf.
    Der unterschied verschiedener Felle wird darauf nicht einen so großen Einfluss haben. Ein kleines Stück Schaumstoff Oder ein Tuch in der Mitte der Trommel welcher nicht einmal die Felle berührt... Bekämpft den Basketballeffekt deutlich effektiver.


    Die Frage bleibt trotzdem, wie es Stimmprofis wie z.B. Rossi Roßberg (keine Dämpfung) oder auch Leute wie Simon Phillips (kleines, zusammengerolltes Handtuch am Schlagfell unten) den Basketballeffekt auch mit klaren Fellen so gut im Griff halten können.


    Zitat

    Tipp: Wenn du ein Mikrofon IN der Bass-drum hast, gibt es immer eine Frequenz die total überbetont ist.
    Das ist die „Raumfrequenz der Bassdrum“. Du hörst sie auch wenn du deinen Kopf in die BD steckst und darauf achtest wie deine Stimme dann klingt.
    Ich finde diese Frequenz meistens zwischen 140-220 Hz.
    Wenn du diese Frequenz mit einem EQ steil herausnimmst
    Klingt die Bass natürlicher und die Obertöne stechen nicht so sehr hervor.


    Hmm ... ich kenne das Thema nun auch aus tontechnischer Sicht sehr gut und kann das so überhaupt nicht bestätigen. Dass man mit Mikrofonaufstellung im Inneren die Reflexionen im Inneren (neben dem Kick-Anteil, der vom Schlagfell / Beater kommt) besser einfängt, ist klar. Bei 140 bis 220Hz müssten dort aber nur störende Anteile auftreten, wenn bspw. sehr kleine und hoch gestimmte Bassdrums dort ihren Grundton haben.
    Der Grundton einer normal gestimmten 22er liegt nach meiner Erfahrung bei um die 120Hz. Plus / Minus max. 20Hz, je nach Stimmung. Dazu kommt der Frequenzgang des Mikrofons. Das hier benutzte Beta52 betont unter 100Hz mehr als darüber. Und so sieht das auch aus:


    Ich habe mal die Kick Spur des PS3 mit Kissen durch den Analyzer im Average Modus laufen lassen und als Screenshot angehängt. Der Grundton liegt bei ca. 110Hz. Zwischen 140 und 220Hz finde ich auch mit einem EQ Sweep keine störenden Anteile. Dass unter 100Hz noch so viel passiert ist dem Beta52 zu verdanken, das dort viel Dampf macht (viel mehr als ein D112 oder MD421).

    Die beiden Sennheiser kenne ich selbst vom Recording (das e604 auch live) und bin, obwohl es das günstigere ist, eher beim e604. Hauptunterschied ist eine andere Präsenzbetonung. Das 904er hat etwas mehr High-End im oberen Höhenbereich, während das 604er mehr Präsenz im unteren Höhenbereich hat. M.E. klingt das insgesamt runder und ist auch dem Gesamtkontext (Bandmix) eher zuträglich.


    Das TG D35 kenne ich nicht. Eine grobe Einschätzung kann man allerdings immer über den Frequenzgang geben. Hier mal die Frequenzgänge der 3 Mikros:


    TG D35



    e604



    e904



    Als erstes fällt auf, dass das TG D35 nicht so weit runter geht wie das e604 - was bei größeren Toms ein Nachteil ist - dort dem e904 allerdings ähnlich sein wird. Dann der Frequenzgang im Höhenbereich, der an das Shure Beta57 (nicht SM57) erinnert.
    Zu beachten ist bei den Grafiken, dass der Nahbesprechungseffekt bei den ersten beiden eingezeichnet ist und beim letzten nicht. Weiterhin, dass sich die Linie beim TG D35 auf 2cm und beim e604 auf 5cm Abstand bezieht. Je geringer der Abstand, desto ausgeprägter der Nahbesprechungseffekt.


    Hier ein Vergleichsvideo der beiden Sennheiser:
    https://www.youtube.com/watch?v=NXAoTQSELyQ


    Weil das TG D35 nicht so weit verbreitet ist und es auch keine brauchbaren Vergleichsvideos gibt, kaufst du damit halt ein Stück weit die Katze im Sack.

    Für den Anfang fehlt dir nur eine gute DAW. Garageband ist unbrauchbar. Ich empfehle auch Reaper. Steht anderen DAWs wie Cubase oder Pro Tools in nichts nach und wird auch von Profis genutzt. M.E. ist es sogar intuitiver und effizienter bedienbar als die beiden genannten DAWs. Davon abgesehen, dass es nur 60$ kostet, kannst du das auch erstmal 60 Tage kostenlos testen.


    Wenn du das hast, sind die folgenden Punkte einfach geklärt:


    Meine Drums (derzeit 4 Spuren) abgemischt (und "bearbeitet" = EQ?) live über InEars hören


    Normalerweise bieten Audio Interfaces Latenz-freies Monitoring über den integrierten DSP. Dabei kannst du den Monitormix über die Interface Software auf dem Rechner steuern, tatsächlich verlassen die Monitorsignale aber nicht das Interface und werden direkt an den Monitor Ausgang weitergegeben.
    Bietet der integrierte DSP wie üblich keine Effekte, kannst du dabei allerdings keine EQs nutzen. Der Hintergedanke dabei ist (sollte der DSP Effekte bieten), dass du auch mit Effekten keine Latenz hast und dass die eigentlichen Aufnahmen unbeeinflusst von der Monitoring Effektierung bleiben.
    Ich kann dir allerdings aus Erfahrung sagen, dass Effekte fürs Monitoring nicht unbedingt nötig sind. Die Performance wird dadurch i.d.R. nicht besser. Stimmen die Lautstärkeverhältnisse insgesamt für dich (Außengeräuschdämpfung, Monitoring, Playback, Klick) ist die Grundvoraussetzung zum "Wohlfühlen" im Prinzip gegeben. Alles andere ist Luxus.


    Zitat

    Mit meinem Smartphone/externe Quelle den Klick auf meinen InEars wiedergeben und dazu spielen


    Die DAW kann auch einen Klick ausgeben. Alternativ kannst du den Klick aber auch mit ins Interface über Line eingeben und deinem Monitoring hinzu mischen.


    Zitat

    Mein Getrommle aufnehmen und mit einer DAW weiterbearbeiten


    Wie schon gesagt wurde reichen die DAW internen Effekte dafür erst mal aus. Ansonsten kannst du bspw. Reaper mit sämtlichen verfügbaren VST Effekten erweitern, und da gibts auch ein paar brauchbare Freeware Sachen im Netz.


    Zitat

    Später/Reserve: Toms (2-3), Hi-Hat, Bandmitglieder ebenfalls aufnehmen (Git, Bass, Keys, Gesang)


    Mit den 8 Mikrofon Eingängen des Interfaces wird das nur im Overdub Verfahren (alles nacheinander einspielen) funktionieren. Allerdings ist das Interface auch mit 8 Kanälen über ADAT erweiterbar.


    Zitat

    Das Behringer Interface habe ich mir mal als Anfang gekauft, um die Spuren mal auf mein Macbook zu bringen und aufzunehmen. Wahrscheinlich wäre ich mit einem Mixer aber vorerst besser bedient gewesen. Bei den Mics habe ich die Audix empfohlen bekommen. Hier war es mir wichtig, dass ich Qualität habe und nicht in ein zwei Jahren wieder was Neues kaufen muss. Nun meine Frage: Was mache ich mit meinen Zielen in Bezug auf das Equipment? Interface verkaufen und ein Mischer mit Interface kaufen? Oder kann ich da irgendetwas ergänzen das Sinn macht?


    Das mit dem Interface ist schon ok so. Mixer brauchst du für deine Zwecke nicht unbedingt.

    Inwieweit da wirklich mit Samples gearbeitet wurde kann ich nicht sagen. Man kann so einen Sound auch mit Gates ein Stück weit erreichen. Eine Kombination aus einer gated Snare und einem dazu oder mehreren dazu gemischten Samples kann es auch sein. Alles in allem ist der Drums Mix jedenfalls erstmal stark auf Triggersound ausgelegt, das ist deutlich zu hören.


    Und bei dem Snare Sound ist es vor allem die Hallfahne. Höchstwahrscheinlich ein Plate Hall mit kurzem Pre-Delay, ggf. noch gated (siehe "gated Reverb"). EQing der Hallfahne ist auch üblich, Kompression vor allem bei kompletten Drums Räumen.


    Die Snare ist definitiv recht tief gestimmt und auf Badewanne getrimmt, wobei diese Badewanne nicht durch nachträgliches EQing erreicht werden muss (bzw. sollte - sehe ich zumindest so). Stimmung und die Nahmikrofonierung mit entsprechenden Mikros machen das vor allem. Dämpfung muss es bei guter Stimmung gar nicht unbedingt sein, weil vor allem Plate Hallfahnen bei kurzem Pre-Delay mit dem Sustain verschwimmen und weil Dämpfung automatisch Präsenz und Attack weg nimmt (die man für einen durchsetzungsfähigen Sound braucht).
    Bei den beiden Song Beispielen meine ich auch einen Tonband Charakter zu hören. Auf Tonband aufgenommene Trommelspuren klingen automatisch fetter und sind einfacher nachzubearbeiten, weil schon vorkomprimiert und gesättigt.


    Direkt raushören kann man das allerdings schwierig. Gehts bei dir denn um Aufnahmen oder Live?

    Aus der Zuschauer-Perspektive hab ich die Sache natürlich noch nie betrachtet.Bin halt ein "Heimtrommler" und kann nur beurteilen was ich von meinem Platz aus höre.Und von dem Standpunkt aus klingt meine 14er so wie sie klingen soll.


    Keine Sorge, es gibt auch einige "Nicht Heimtrommler", die sich wenig Gedanken um ihren Sound machen und einfach Obertöne killen, wo es nur geht.


    Zitat

    Hab da auch gleich mal ne frage zur Abnahme eines Drumset. Stimme ich die Trommeln anders,wenn ich mit oder ohne Abnahme spiele?
    Frage nur deshalb,weil sich oft das Schlagzeug erst gut anhört,wenn man es über die Abnahme hört.


    Nein, die Trommeln stimmt man nicht anders, wenn man sie abnimmt. Es sei denn, man muss den Trommelsound - warum auch immer - an die Abnahmesituation anpassen. Oder man stellt fest, dass die abgenommene Trommel sich im Bandkontext nicht so gut macht und Korrekturen braucht.


    Ein nah mikrofoniertes und entsprechend nachbearbeitetes Schlagzeug hat einen eigenen Klang Charakter und verändert den Sound. Trommeln klingen direkt am Schlagfell (oder gar in der Trommel -> Bassdrum) anders als ein paar Meter weiter weg. Dazu kommt die Klangcharakteristik der Mikrofone, die bei Dynamischen vor allem "Badewanne" (Bass- und Höhenbetonung) ist.
    Bei der Nachbearbeitung hat man dann viele verschiedene Möglichkeiten. Insgesamt kann man sagen, dass man über Nahmikrofonierung und eine aufwändige Nachbearbeitung einen "Besser als die Realität" Sound erreichen kann. Ob man das gut findet und auch so umsetzt, ist die nächste Sache.

    Habe mir mal das komplette Paket runtergeladen und in die DAW gezogen. Zwischen den drei gedämpften Varianten höre ich nur auf der Kick Spur nennenswerte Unterschiede. Hier gefällt mir PS3 mit Kissen am besten.


    PS3 ungedämpft erinnert wirklich an Basketball. Schlimm ... frage mich, wie Rossi Roßberg das mit beidseitig PS3 ohne Dämpfung in den Griff kriegt.



    Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt! Meine Erfahrung mit dem Amba clear als Reso ist, dass es fürchterlich oinkt. Ohne Filzstreifen oder die Asi-Version davon (zwei ganze Tempos von innen mit Gaffa aufgeklebt) ging es nicht. Allerdings war es bei mir ein schwarzes Amba mit 5" Loch auf 17:00 Uhr.


    Es wird auch bei mir ein schwarzes Amba mit 5" Loch zwischen 15 und 18 Uhr sein. Möglicherweise harmoniert das ja mit dem Emperor coated auch ohne Dämpfung so gut, dass sich sowohl Basketball als auch "Oink" in Grenzen halten. Ich werd's ja dann hören und kann auch hier mit Hörmaterial berichten.


    Prinzipiell wollte ich damit einfach mal meine derzeitige "Fell Strategie" auch auf die BD übertragen: coated Schlagfelle, ab 14 oder 16" Toms zweilagig, clear Resos einlagig, keine Dämpfung. Das wird auf jeden Fall experimentell.

    Danke. ;)


    Ich traue mir bei dem Thema selbst nicht so ganz, weil mir da irgendwie das Urteilsvermögen zu fehlen scheint. Letztendlich ist man jedenfalls eher selbst das Problem als die Fußmaschine. Zumindest, wenn es um hochwertige Modelle geht.
    Möglicherweise versuche ich dadurch rauszufinden, ob ich einen Schritt weiter gekommen bin oder nicht. D.h., sollte mir die 5000er wirklich besser als die IC liegen, habe ich mich wohl verändert und nicht die Pedale. :D

    Ich kann die Frage zwar nicht direkt beantworten. Mache allerdings genau wegen diesem Basketball Sound des PS3 einen Test mit Emperor coated und Amba clear ohne Dämpfung. Momentan noch beidseitig PS3 drauf und ein Stück Noppenschaum drin


    Nunja, es macht das selbe wie von Alkohol oder Drogen wegzukommen. Es spart immens Geld. :thumbup:


    Nicht nur das. Es spart auch viel Energie und verlängert das Leben. Bleibe trotzdem bei Remo ... nachdem ich wieder zu Remo zurückgekommen bin.


    Zitat

    Evans klingen nicht nur besser (subjektiv), sondern halten auch viel länger und sind dabei zumindest beim BD-Fell günstiger.


    Leichter zu stimmen sind sie auch.
    Merkt man alleine schon beim losen auflegen auf den Kessel, dass die Evans Felle satt aufliegen und die Remo Felle rumwabbeln als würden sie nicht passen. ;)


    Stimmt zwar alles, hat aber auch eine Kehrseite bzw. alles seinen Preis: Die längere Haltbarkeit verändert den Sound des Fells definitiv. Auch die Tatsache, dass Remo vor dem Zentrieren nicht so gut passt, spricht dafür, dass sie dann nach dem Zentrieren umso besser zur jeweiligen Trommel passen.


    Das ist so ein Thema, das ab einem gewissen Punkt sowieso in persönlichen Vorlieben endet und es kein Besser oder Schlechter mehr gibt.

    Wäre doch gelacht,wenn ich einige nicht doch auf die dunkle Seite der ölgefüllten Felle ziehen kann ;) ;)


    Das Lustige an der Sache ist, dass man sich das sparen kann ... wenn man die dunkle Seite gut kennt und was Helles draus macht. :D


    Es geht nicht darum, welche Felle man aufzieht ... es geht darum, was man draus macht. Aus Hydraulic kann man aber nix machen außer das, wonach sie klingen: Pappkarton.

    Ich halte Stimmvideos für ziemlich behämmert, weil ein aufgenommener Ton verfälscht halt.


    Ich auch. Mit Ausnahme des Rossi Roßberg Videos. Das Gehör dafür muss man sowieso übers Machen schulen, da kommt keiner drumrum. Aber mal zu sehen, wie es richtig (wenn auch stark verlangsamt) gemacht wird, ist schon viel wert.



    Was ist denn ein normales Fell?Jeder Typ Fell hat doch seine Daseinsberechtigung,oder?


    Als "normal" betrachte ich Felle ohne Ölfüllung. Clear / coated, einlagig / zweilagig. Mit Dämpfringen oder außen verklebt (Pinstripe) ist schon experimenteller, aber auch noch sehr weit verbreitet. Aber mit Ölfüllung ist nicht mehr normal.


    Zitat

    Aber,ob jemand gezielt sich Hydrauliks drauf schraubt,um seine Unfähigkeit des Stimmens zu überdecken,kann ich mir nicht vorstellen.


    Das kannst du dir zwar nicht vorstellen, habe ich allerdings schon beobachten können. Noch viel häufiger habe ich aber Moongel, Gaffer- und Taschentuch Orgien beobachten können, bei einer miserablen Grundstimmung der Trommeln.
    Ganz am Anfang habe ich die selben Fehler gemacht ...


    Zitat

    Voraussetzung sollte allerdings immer sein,dass man eine Soundvorstellung im Kopf hat.Gerade das ist doch entscheidend.


    Genau so ist es. Dabei gehts aber weniger darum, wie die verschiedenen Felle klingen, sondern überhaupt erst mal eine Vorstellung davon, wie eine Trommel aus nächster Nähe klingt, wenn sie gut gestimmt wurde. Obertöne und Sustain gehören dazu, wie gesagt. Außerdem sollte ein Schlagzeug ein paar Meter weiter weg im Raum gut klingen, nicht direkt am Set (grundlegend betrachtet).


    Es gibt da gerade am Anfang viele Missverständnisse. Das gesamte Thema ist ein eigener Bereich des Schlagzeugs für sich, der auch Fachwissen und Übung erfordert.

    In dem PDF sieht man gut, wie das D112 unter 100Hz generell schwächer wird, egal wie ausgeprägt der Nahbesprechungseffekt ist. 10cm sind ja noch nicht das Ende der Fahnenstange. Im Inneren einer Bassdrum ist der Nahbesprechungseffekt sowieso maximal, so weit ich weiß.


    Andere Bassmikrofone machen dagegen unter 100Hz erst so richtig Betrieb.


    Zitat

    Ich denke 100Hz für Bass sowie 60Hz für Kick sind generell, aber nicht obligat, du weisst schon.


    Das kommt immer drauf an. Mehr Tiefbass ist halt moderner. Außerdem müssen E-Bässe nicht zwingend mikrofoniert werden. Ein Ampeg macht z.B., so weit ich weiß, unter 100Hz noch mal viel mehr Dampf als die meisten anderen Amps.
    Dann ist halt noch die Frage, wie sich Bass und Kick den Bassbereich teilen. Wobei das sogar noch vergleichsweise unwichtig ist, wenn die restliche Frequenzverteilung stimmig ist. Ohne Mitten / Höhen / Kick Anteil setzen sich sowohl Bassdrum als auch Bass spätestens bei niedrigen Abhörpegeln und vor allem auf sehr kleinen Anlagen oder Handys sowieso nicht mehr durch.


    Ist aber wieder ein anderes Thema ...

    Ich empfehle bei allen Trommeln eine etwas höhere Stimmung des Resos gegenüber des Schlagfells. Zumindest, wenn man die Trommeln relativ tief stimmt. Wie im Video gesagt verkürzt das das Sustain. Anders herum wäre nur sinnvoll, wenn man eine hohe Grundstimmung der Trommel bevorzugt. Exakt gleiche Stimmung beider Felle (was sowieso höheren Stimmaufwand nach sich zieht - und Nachstimmen ist immer wieder erforderlich) verursachen das längste Sustain.
    Man kann also allein schon mit dem Verhältnis der beiden Felle zueinander das Sustain beeinflussen - ganz ohne Dämpfung.


    Beim Snare Reso zusätzlich das Snare Bed beachten. ;)


    Außerdem nehme ich ab einer bestimmten Trommelgröße zweilagige Schlagfelle. Snare jedoch immer einlagig. Ich gehe dazu gerade auch bei der Bassdrum über. Steige von beidseitig Powerstroke 3 auf Emperor coated und Ambassador clear um. Und werde auch sämtliche Dämpfung entfernen (das mit doppelseitigem Klebeband auf die Schlagfell Seite unten rein geklebte Stück Noppenschaum). Betrachte das allerdings auch als Experiment.