Was ist an einem Limiter besser als an einem Kompressor bei Einzelspuren?? Soft-Clipper sind mir unbekannt.
"Besser" nicht per se. Es kommt auf den Anwendungsfall an. Will man Transienten, Peaks und Pegelspitzen zähmen, eignen sich Limiter und Clipper eben besser. Auch im Mix.
Ein Limiter ist prinzipiell ein Kompressor mit einer unendlich hohen Ratio und extrem schnellen Regelzeiten (seit dem digitalen Zeitalter meistens noch mit Look-ahead).
Ein Clipper hingegen komprimiert die Peaks nicht wie ein Limiter, sondern schneidet sie ab und sättigt das Signal gleichzeitig. Mit Soft-Knee ist das mit dem Kompressions- und Sättigungsverhalten von Tonband vergleichbar.
Clipping spült die Peaks weniger weich als Limiting. Man kann damit mehr Headroom als mit Limiting rausholen, ohne den Punch und Druck komplett zu vernichten.
Zitat
Im Anhang ist ein Screenshot von meiner Parallelkompression.
Ohne langatmige Erklärungen würde ich folgendes ändern:
- den Highpass Filter ausschalten
- den Release für den Anfang auf 100ms setzen und je nach Tempo und Rhythmus (oder nach Gehör) etwas runter oder hoch regeln. Hier würde ich minimal 50ms und maximal 200ms nehmen (50ms sind schon sehr schnell bei klassischer Kompression)
- die schnellste Attackzeit ist in dem Fall hier am sinnvollsten, dort nichts ändern 
- die Ratio könnte auch auf 10:1 (20:1 ist für Parallelkompression m.E. wieder etwas zu viel)
- die Gainreduction würde ich bei durchschnittlich 10dB halten (max. 20dB bei Peaks)
- das ganze würde ich (RMS) etwa 10dB leiser als das trockene Signal dazu mischen
Habe da viel rumprobiert. Parallelkompression (mal von Limiting und Clipping abgesehen) ist m.E. das beste bei Drums. Die Mix Summenkompression reagiert sowieso auch noch mal hauptsächlich auf die Drums, auch bei mittleren bis längeren Attack Zeiten.
Zitat
Das Thema mit der Bassdrum, habe ich langsam in den Griff bekommen. Ich habe die Songs immer zu laut gerendert und Youtube hat dann alles nochmals so stark komprimiert dass es pumpt.
Das ist unmöglich. Youtube passt lediglich den Gesamtpegel an, aber verändert nichts. Im Radio hingegen wäre das möglich, weil die alles noch mal durch ihre Maschinchen jagen, die alles angleichen und vor allem laut machen.
Auch für Youtube, Spotify usw. würde ich noch mindestens -12 LUFS integrated ansetzen. Denn lauter machen die das wie gesagt nicht. Höchstens, wenn genug True-Peak Headroom vorhanden ist.
Noch ein Tipp:
Das Audiomaterial bis zum Youtube Upload lossless bearbeiten und rendern. Also auch im Videoprogramm. Am besten in 24bit. Ein No-Go ist, lossy (wie MP3 oder AAC) noch mal lossy zu encodieren. Das klingt einfach sch..., passiert allerdings öfter.