Beiträge von m_tree

    Toll gemacht, m_tree :thumbup:


    [...]


    Und DAS hört man dann irgendwie als Trittschall in der Aufnahme. Und man sieht all das sehr schön in m_trees Bildern.


    Danke :thumbup:


    Finde es zudem sehr positiv amüsant, wie eine doch recht simple Fragestellung gleich dazu genutzt wird, die Theorie dahinter ausgiebig zu erläutern.


    Um noch mal zu den einfachsten Dingen zu kommen: Die von Oliver benutzte Spinne (AKG H100) wird nicht mehr vertrieben, aber der Nachfolger H85 passt auch für Mikrofone mit 19-26mm Durchmesser. Also auch für das D190 (21mm Schaft Durchmesser). Hier noch mal der Link:
    https://www.musicstore.de/de_D…-26-mm/art-REC0001034-000


    Und ich würde halt wie gesagt gleich ein 2. Mikrostativ benutzen.

    Tatsächlich steht der Ständer jetzt etwas weiter links, und auch die Füsse sind besser zum Galgen positioniert. Reichte bei erwähnten Schaumstofftest aber nicht um mich zu überzeugen.


    Ich würde auf jeden Fall erstmal ein paar brauchbare Mikrofonspinnen probieren. Laut den Tests von Oliver bringt das ja eine deutliche Verbesserung. Ich habe auch den Schaft Durchmesser rausfinden können: http://lcweb2.loc.gov/master/m…Dynamic%20Microphones.pdf

    "The microphone shall be 161 mm (~6-5/16 in.) long, by 40 mm (~1-9/16 in.) in windscreen diameter, by 21 mm (~13/16 in.) in shaft diameter, and the net weight shall not exceed 185 g (~6-1/2 oz). The microphone herein specified shall be the AKG D-190E ."


    Gerade bei deinem Set Aufbau empfehle ich zwei Mikro Stative. Ich habe da sehr viel experimentiert und habe folgende Herangehensweise für kleine Sets mit einem Hänge- und einem Standtom aktuell als beste herausgefunden:


    Ausgehend von 1-1,5m (jeweils gleichem!) Abstand der Mikro Kapseln zur Snare Schlagfell Mitte das Mikrofon auf der Hi-Hat Seite so positionieren, dass es ungefähr mittig über dem Bereich Snare-HH-TomTom-Crash vertikal hängt. Man kann dazu auch einfach mal die einzelnen Abstände (Beckenrand und Fellmitte) zum Mikro messen.
    Das andere Mikrofon ähnlich aufgestellt hinsichtlich Snare, Standtom, Ride und ggf. 2. Crash. Um den gleichen Abstand zur Snare zu kriegen allerdings ein gutes Stück tiefer, aber ebenfalls vertikal. Den Abstand der Mikrofone zueinander würde ich mal bei 0,5m, maximal 1m ansetzen.


    Das berücksichtigt auch, dass Becken (nicht nur die Hi-Hat) am Rand immer am weichesten und unaufdringlichsten klingen und dass Richtmikrofone On-Axis immer die spitzesten / schärfsten Höhen haben. Ich hatte das sehr ausgiebig getestet (Tests habe ich noch da, falls Interesse besteht). Und eben, dass der Setaufbau eines Schlagzeugs halt einfach asymmetrisch ist. Der Bassdrum würde ich auf den Overheads keine größere Beachtung geben. Die muss sowieso immer zusätzlich abgenommen werden, wenn man ein halbwegs brauchbares Ergebnis will.


    Die Methode kann sogar sowohl Recorderman als auch übliche A/B Aufstellung zusätzlich zur Nahmikrofonierung ersetzen. Je nach genauer Ausrichtung.


    ... nur als Anregung. ;)

    Edit: Wer den Zwang verspürt, die Audiobeispiele noch sonstwie analysieren zu wollen: hier gibt es sie als FLAC-Files https://app.box.com/s/h38lhwweynvge83r0qvumqo4dkrfebcr


    Den Zwang verspüre ich zwar nicht wirklich, aber ich kann damit vielleicht was Konstruktives beitragen. Siehe unten. :)


    Zitat

    Edit2: Nochmal etwas zum hohlen, pöckigen Klang, den hr808 im Eingangspost beschrieben hat: ich kenne dies Phänomen sehr gut, die Ursache sind die vielfältigen Resonanzen der Rohre des Stativs sowie insbesondere auch der Stereoschiene. Neben dem wirklich tieffrequenten Trittschall sind es gerade diese eher im mittigen Tonbereich angesiedelten Störresonanzen des Stativs, die das Signal wirklich massiv stören und äußerst unangenehm klingen. Die Entkoppelung zwischen Stativ und Mikrofon in Form einer elastischen Aufhängung (Spinne oder Schockmount) bringt für den Klang daher auf alle Fälle mehr als die Entkoppelung von Boden und Stativ.


    Zitat

    Da musst Du vielleicht nochmal in Ruhe nachhören . Die Spinne ist dem Gel-Selbstbau nochmal deutlich überlegen.


    Ich kenne das Phänomen zwar nicht so gut, aber habe das genau so aus deinen Testergebnissen raus gehört. Das hat letztendlich auch nicht nur etwas mit der reinen Schallenergie, sondern auch mit der Psychoakustik des menschlichen Gehörs zu tun: https://de.wikipedia.org/wiki/…rrichtige_Lautst%C3%A4rke
    Je "mittiger" Frequenzen also angesiedelt sind, desto empfindlicher reagiert das Gehör darauf. Und die Spinne filtert fast alles Mittige raus und es bleibt hauptsächlich Subbass übrig, den man - zumindest auf Overheads - für gewöhnlich sowieso raus schneidet.


    Hier meine Analyse. Ich habe "02 Beyer MKV8 - DIY Shockmount Beispiel 2" und "08 Beyer MKV8 - AKG H100 Beispiel 2" genommen und jeweils (also in 4 Durchläufen) im Loop durch den Spektrum Analyzer im Average Modus inkl. RMS und Peak Messung gezogen als auch eine Lautheitsanalyse nach EBU R128 gemacht. Insbesondere beim 2. Vergleich von normaler Halterung mit Spinne ist schön zu sehen, wie sich die RMS Pegel und wahrgenommenen Lautheiten unterscheiden. Die Differenz der RMS Pegel und die Differenz der wahrgenommenen Lautheiten haben in diesem Fall eine Differenz von knapp 5dB (ja, tatsächlich sind es 3 Differenzen ... habe schon 2x editiert 8| ). Beim DIY Shockmount tritt das selbe Phänomen auf, nur nicht ganz so deutlich.


    Die Spinne bringt in diesem Fall also tatsächlich eine "gehörte" Dämpfung von ca. 20dB und der DIY Shockmount eine "gehörte" Dämpfung von ca. 9dB (die Integrated, also Durchschnittswerte sind bei der Lautheitsmessung entscheidend).


    Die Screenshots sind im Anhang.

    Die Miks von der Decke hängen zu lassen kam mir tatsächlich auch in den Sinn. Aber ja, die Fummelei bis es dann passt...


    Wenn dann müsste es schon eine Konstruktion sein, die eine flexible Aufhängung erlaubt. Eine starre Konstruktion wäre nicht sehr sinnvoll.


    Zitat

    Der Durchmesser beträgt etwa 20 mm. Müsste ich mal messen. Im Datenblatt fand ich keine Infos.


    Messschieber. :)


    Zitat

    Die Anordnung kannst du hier sehen.
    Damit habe ich die besten Ergebnisse in Bezug auf das Stereobild erzielt. Irgendwo zwischen ORTF und EBS.


    Ich würde die Overheads etwas weiter links aufstellen. So wie auf dem Bild wird es nicht besonders ausgewogen klingen. Mal von einer mittigen Snare abgesehen. Aber bei zusätzlicher Nahmikrofonierung spielt das keine so große Rolle mehr.


    Du hattest im Startpost noch was von Schaumstoffbällen erzählt, aber Bedenken wegen der Standfestigkeit. Letzteres ist aber ganz einfach: Eins der drei Stativbeine sollte in Richtung Galgen zeigen. Ist wie bei Beckenstativen auch.


    Zitat

    Wie es mir scheint, komme ich wohl nicht um Spinnen herum. Intention des Freds ist ja weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, die mir selber nicht in den Sinn kommen. Die schwimmende Aufstellung des Ständers und die von-der-Decke-herabbaumel-Methode würde ich im Moment ausschliessen wollen.
    :)


    Das mit den Schaumstoffbällen an den Standfüßen würde ich nicht ausschließen, falls das gemeint war. Sondern das als zweite Möglichkeit neben den Spinnen ausprobieren. Vorher würde ich hier aber trotzdem mal eine Aufnahme hochladen. Je nach dem wie das Urteil der Tonleute ausfällt dann eben try & error mit diesen beiden Lösungsansätzen.
    Wie gesagt könnte man u.U. auch was in der Nachbearbeitung machen. Natürlich würde das das Problem nur kaschieren. Aber sollte sich die Ursache nicht vollständig beheben lassen, evtl. eine Idee. Wird das Set noch zusätzlich nah mikrofoniert?


    Das "niveauvoller" würde ich eher streichen, das ist wohl eher keine "Gesetzmäßigkeit". Modern Talking, DJ Ötzi, DJ Bobo und Mickey Krause würde ich nicht gerade als nivauvoll bezeichnen, dennoch sind es unbestreibar große Persönlichkeiten der Musikbranche (gewesen).


    Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Bei den - wohlgemerkt subjektiv betrachtet - niveauloseren Sachen darf man nicht vergessen, dass die Personen zumindest mit vielen Profis (Technikern, Produzenten) zusammenarbeiteten, um solche Verkaufszahlen erzeugen zu können. Insgesamt ist da also überall ein gewisses Niveau am Start. Es ist nur unterschiedlich gelagert.
    Aber ich weiß schon, worauf du hinaus willst und ich schreibe den genannten Künstlern jetzt auch nicht gerade die größten Fähigkeiten zu. :P


    Zitat

    Und Porcaro finde ich eine schwierige Kiste. Wenn nach dem Procaro-Stil gefragt wird, wird immer der Rosanna-Shuffle erwähnt. Den gab es aber nur in diesem einen Lied in dieser Art und nicht nochmal irgendwo. Beat it ist genauso Porcaro, aber da ist nix shuffelig-frickelig. Der "Rosannaschaffel" ist für mich ein Rhythmusmuster, das Porcaro zusammengezimmert hat, aber kein Stil an sich. Der Porcaro-Stil ist eher, das WIE Porcaro diesen und andere Rhythmen gespielt hat, nicht DASS er ihn erschaffen und gespielt hat. Meine 2 Cent dazu. :)


    Wurde Beat It auch von Porcaro eingespielt? Meines Wissens auf jeden Fall Billy Jean.
    Ja, der Rosanna Shuffle ist das Aushängeschild von Porcaro. Aber auch andere Sachen wie Hold The Line, Africa etc. (um mal nur bei Toto zu bleiben) - das sind alles markante Porcaro Grooves. Und ja, das Wie ist entscheidend. Die Übergänge zum Was sind aber fließend. Man könnte auch fragen: Wie hat Porcaro seine Drums zu den jeweiligen Songs gestaltet? Oder, was hat er dazu gespielt? Bei Rosanna ist es auch nicht nur der Groove an sich, sondern auch wie Fills gespielt werden, wie Feinheiten über den Songverlauf verändert werden und die anders gestalteten Grooves zum Ende des Songs. Das hätte kein anderer Drummer der Welt damals so kreirt und gespielt.
    Bei Eigenkreationen spielt immer beides mit ein (je nach dem, wie viel Freiheit die einzelnen Musiker haben). Man sollte es als Gesamtkunstwerk betrachten. Schaut man sich z.B. Bonham bzw. Led Zeppelin an ... es geht immer um beides. Sowohl was als auch wie es gespielt wurde.


    Dinge, an denen ich mir übrigens immer noch die Zähne ausbeiße, sind sehr schnelle Bassdrum Double Strokes in bestimmtem Kontext. Z.B. - wo wir gerade mal bei Porcaro und Bonham sind - am Ende von Hold The Line oder das Bassdrum Zwischenspiel in Good Times Bad Times. Ich kriege das zwar mittlerweile halbwegs hin, aber eben nicht so locker und flüssig wie ich will.

    Vernünftig wirkende Spinnen kosten leider erheblich mehr als das verlinkte Beispiel :( Die Rezensionen dazu sind leider nicht sehr positiv. Die Bauform ist für meine Installation mit der Stereoschiene nicht gut geeignet.


    Ich würde es trotzdem erst mal mit diesen Spinnen (bzw. vergleichbaren, falls der Durchmesser nicht passt) versuchen. Denn die entkoppelnde Wirkung dürfte ähnlich sein wie von wesentlich teureren Spinnen. Noch ist aber nicht klar, ob das dein Problem überhaupt wirklich (ausreichend) löst.
    Davon abgesehen empfehle ich für Overheads sowieso zwei Mikrofonstative. So ist man viel flexibler in der Aufstellung. Overheads sind genau wie eine Akustikgitarre so ein Spezialfall bei Stereofonie. Die Aufstellung muss sich da nicht unbedingt nach Standards wie X/Y, A/B, ORTF, EBS etc. richten. Oft ist es besser, die Aufstellung von folgenden Kriterien abhängig zu machen: Set Aufbau, Raumhöhe / Raumgröße und insbesondere dem gewünschten Klangergebnis. Bei Bedarf kann ich da noch näher drauf eingehen ;)


    Zitat

    Was meinst du mit auf anderem Untergrund aufstellen? Spürbar (für mich) nachgeben und mitschwingen tut der Boden nicht.


    Damit meinte ich z.B. einen anderen Bereich des Raums, der einen festeren Untergrund hat. Aber ich nehme an, dass so ein Bereich nicht vorhanden ist.
    Denn es ist, wie schon gesagt, nicht normal.


    Eine Beispielaufnahme kann nach wie vor sehr aufschlussreich sein. :)

    Ok. Aber ein Hörbeispiel kann trotzdem sehr aufschlussreich sein. ;)


    Für saubere Rohsignale müssen die Mikrofone entkoppelt werden. Das geht am besten mit Mikrofonspinnen. Hier gilt es, eine passende Spinne für den Durchmsser des D190 zu finden. Z.B.:


    https://www.thomann.de/de/the_tbone_ssm_4.htm


    Oder das ganze eben auf einem anderen Untergrund aufstellen. Hätte auch andere Vorteile. Einen nachgebenden und mitschwingenden Untergrund habe ich jedenfalls immer als störend empfunden.

    Generell würde ich noch dazu sagen, dass für das Erschaffen eigener Musik zwingend eine eigene Handschrift erforderlich ist. Je einzigartiger und Niveau-voller das Ergebnis dann wird, desto stärker und größer sind die Persönlichkeiten.


    Ich nehme mal eines meiner Lieblings Beispiele. Will den Song bei Gelegenheit mal auch mal richtig covern. Um es wirklich möglichst 100%ig hinzukriegen hatte ich mir diesen Drums-only Track reingezogen:


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    Und egal, wer diesen Groove bzw. den Song spielt. Es kann der beste Drummer sein. Es wird nicht so wie bei Jeff klingen. Mal vom Erschaffen dieses Grooves ganz abgesehen (und er sagte ja immer, dass er den auch nur von Bonham und Purdie geklaut und kombiniert hat :D ). Das ist einfach der eigene "Flow" von Jeff.
    Gut zu erkennen auch an den Live Versionen mit Simon Phillips.

    Die Frage nach der Art des Trittschalls verstehe ich, glaube ich, nicht so recht. Meinst du welcher Frequenz?


    Wie das Frequenz-mäßig aussieht wäre zwar auch interessant. Aber ich meine die Ursache des Trittschalls. Also geht es dabei z.B. um die Fußarbeit an den Pedalen oder Mitmusiker im Raum, die ihre Füße nicht still halten können? :D


    Zitat

    Die Miks sind 2 AKG D190.


    Unüblich, zwar und etwas schwach in den erweiterten Höhen (Hi-Hat) aufgestellt, aber sonst ok.


    Das Beispiel am besten als Wave oder Flac hochladen. Dann kann ich ggf. gleich ein paar Eingriffe machen, wenn sich die Ursache nicht beheben lässt.


    Eigentlich ist sowas bei Overheads auch ohne Mikrofonspinnen nicht normal.

    Ich hab auch schon Schlagzeug Studenten gesehen, die weder richtig gegroovt haben noch in der Lage dazu waren, eine Band rhythmisch im Griff zu halten.


    Wie einige schon sagten: Es geht um Persönlichkeit. Musik ist Kunst und Kunst ist Transportmittel für Emotionen. Und für den Künstler ist die Kunst sein Persönlichkeitsausdruck.


    Auf der anderen Seite gibts aber auch Berufsmusiker, die am besten darin sind, etwas vorgesetzt zu kriegen und möglichst keine eigene Note hinein zu bringen. Professionelle Orchester Musiker z.B.


    Generell würde ich sagen, dass es beim Covern am aller wenigsten auf derartiges ankommt. Obwohl es paradox erscheint: Eine perfekte Coverband müsste eigentlich aus den besten Musikern bestehen, die alle keine eigene Note hinein bringen und das Zeug perfekt runter spielen. Gibts aber nicht. Ganz schlimm finde ich dabei immer, dass ein Großteil der Coverbands die Songs auf ihr Niveau runterziehen, weil sie sie einfach nicht besser spielen können. Ist das dann auch eine eigene Handschrift? Ja. Aber im negativen Sinn.

    Um welche Art von Trittschall geht es?
    Welche Mikrofone werden benutzt?


    Mal davon abgesehen, die Mikrofone vom Boden zu entkoppeln, gibts noch andere Möglichkeiten. Werden die Trommeln bspw. zusätzlich nah mikrofoniert, kann man die Overheads unterhalb von 1-2kHz auch einfach mit einem Shelf (flach) etwas ausdünnen. Das bekommt dem Drums Mix in diesem Kontext sowieso meistens ganz gut. Wird nicht zusätzlich nah mikrofoniert, sieht das wieder etwas anders aus.


    Desweiteren kann eine Beispielaufnahme helfen, die Sache besser einzuschätzen. Bin Tontechniker. ;)


    :D So ist es.


    Davon kenne ich auch ein paar ... aber mir ist immer wieder aufgefallen, dass "musikalische Größe" auch immer mit perfekter Beherrschung des Instruments zusammen hängt. Als "perfekt" würde ich in diesem Fall mal das eigene Maximum definieren.
    Mit anderen Worten: Alles hin zu rotzen und nichts 100%ig spielen können ist keine eigene Handschrift, sondern ganz einfach sch... und Selbstüberschätzung.


    eine


    hat jeder.


    Richtig. Die Frage ist dabei nur, ob diese Handschrift im positiven oder im negativen aus der Masse heraussticht.

    Ach, ganz vergessen. Thema Persönlichkeit. Das hier würde ich mal ganz gewagt als Grundlage für echtes künstlerisches (und auch wissenschaftliches und innovatives) Schaffen betrachten:


    https://musikdidaktik.net/2017…nsibilitaet-bei-musikern/


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t


    Ich finde mich darin mittlerweile wieder. Und ich glaube, auf einige hier könnte das auch zutreffen. ;)


    Das Gegenteil davon sind dann dunkle Persönlichkeitsmerkmale wie die Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Machiavellismus und Psychopathie.
    Ich hatte es im Musikbereich auch mit ein paar Narzissten zu tun und kann definitiv sagen, dass das keine Grundlage für irgendwas "echtes" ist. Solche Leute haben sogar das Potenzial, anderen die Grundlagen für ihr Schaffen zu nehmen.
    In meiner Familie gibts Leute von allen 3 Sorten.


    Aber das nur am Rande. Fand ich gerade noch wichtig. :)

    Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und bin selbst noch nicht da, wo ich sein möchte. Bin aber auf einem professionellen Level.


    Um es kurz zu machen:
    Ich denke, dass Leute, die im Bereich Kunst und Musik wirklich große Persönlichkeiten waren / sind und eine entsprechend eigene Handschrift (im positiven Sinn :) ) besitzen, darüber nie nachgedacht haben. Wenn da ein entsprechendes Potenzial ist, sucht sich das von selbst seinen Weg.
    Mit anderen Worten: Nicht zu viel Nachdenken, sondern Machen.


    Worüber ich ernsthaft nachdenken musste ist die Selbstfindung und darüber, was ich bei Drumming und Musikproduktion drauf hab und dass ich damit meine Brötchen verdienen kann. Das musste ich aber nur tun, weil meiner Familie (wozu nur teilweise die Eltern zählen ...) das nicht nur scheiß war und sie mich komplett im Stich gelassen hatten, sondern mir auch noch Steine in den Weg gelegt und mich am Fortkommen und Entwickeln gehindert hatten. Ich kann mich dahingehend nur noch verwirklichen, wenn ich meine Familie komplett für mich abhake und neu anfange.
    Ein unschönes Thema zwar, aber das gehört zu meiner Geschichte dazu. :)

    Mal von meiner aktuellen Band-Schaffenspause abgesehen, bin ich bisher auch ganz gut bei verschiedensten Bands angekommen. Wurde für meinen Groove und Banddienliches Spiel geschätzt. Ich hatte aber nie darüber nachgedacht, welche Fills ich nun wann genau spiele. Und wie die heißen und so weiter. Sondern das alles nach Gefühl gemacht. Egal, bei welcher Musikrichtung. Wenn es mal um's Covern ging (worauf ich nie den Schwerpunkt gelegt hatte) hatte ich aber des öfteren das Drumming auch einfach möglichst 1:1 nachgespielt.


    Man kann da ganz schlecht verallgemeinern ... denn es geht - wie schon gesagt wurde - um Musik. Fühlen und Lieben sollte man es ... :)

    Also ich habe und brauche so einen Tisch auch nicht. Aber prinzipiell ist das schon 'ne gute Sache. Weil das gegenüberliegende Fell beim Stimmen generell nicht mitschwingen sollte.
    Ich komme auch immer so zum Ergebnis und meine Resos schwingen bspw. beim Nachstimmen der Schlagfelle direkt am Set immer mit. Aber prinzipiell ist das eben nicht optimal. ;)


    Und, wie angemerkt, von einer "Tuning-Ogie" zu sprechen, ist vielleicht ein wenig des Guten zu viel. Hättest du ein Set wie Phillips, Cobham oder Bozzio wäre der Begriff angebracht. Aber bei den paar Toms? Naja. :)


    Nee, das ist nicht ein wenig des Guten zu viel. Auch ein kleines Set richtig durchzustimmen ist 'ne Tuning Orgie. Auch wenn's nicht so lang wie bei größeren Sets dauert. Sollte man schon ernst nehmen. Gerade wenn man wenig Erfahrung mit dem Stimmen hat. Da lohnt es sich erst recht, richtig viel Zeit zu investieren.


    Hier will jemand wissen, wie es richtig geht und da erzählen dann einige was von ihrer Armlänge. Ich hab zwar nicht den längsten Arm, aber dafür den härtesten Punch und den fettesten Sound ... 8)

    Mir scheint das auch lehrreich und oftmals ausreichend zu sein. Vor meiner Musik Phase hatte ich mal vor Jahren auf einem kleinen level42 gig einen Drummer gesehen, der da fast ohne Schlagzeug saß. Da dachte ich, oh, schade der ist bestimmt günstig. Aber da fehlte nix und er darf ja dem perkussiv aufdringlichen 8) bass auch nicht in die Quere kommen.
    Das heißt dann doch für meine Fills, ich kann die entweder auf der Snare ratten und dynamisch aufpeppen oder mir die passenden Toms suchen, so dass der gleiche Fill unterschiedlich gespielt werden kann?


    Als ich mit 15 (nach 3 Jahren Spielzeit in der Kindheit) wieder anfing zu spielen, hatte ich 2-3 Jahre ohne Hängetoms, nur mit einem Standtom geübt. Mal von Bandaktivitäten mit ordentlichen Sets abgesehen.


    Und das hat mir rückblickend betrachtet sehr gut getan.


    Es ist natürlich die Frage, was man anstrebt. Aber geht es um die klassischen "Groove Stile" wie Jazz, Rock und Pop, bringt einen das gerade in der Anfangszeit wahrscheinlich weiter als ein großes Set.