Ich versuche mal kurz zusammen zu fassen. Davon abgesehen, dass du die ersten "Gehversuche" am Schlagzeug machst und einfach Üben musst, um voran zu kommen, ist folgendes wichtig:
- Die richtige Sitzposition: Sind die Fersen auf den Pedalen, sollten die Beine einen leicht stumpfen Winkel (>90°) bilden - die Oberschenkel leicht nach unten zeigen und die Unterschenkel leicht nach vorne. Auf runden Hockern sollte man zudem eher auf dem Rand sitzen, damit die Beine größtmögliche Freiheit haben.
- Körperspannung, jedoch ohne zu verkrampfen (man will ja unabhängig mit allen 4 Gliedmaßen spielen ... da kann man nicht wie ein nasser Sack am Set hocken
) - Generell Set Aufbau und Fußmaschinen Einstellung: der Aufbau sollte ergonomisch sinnvoll sein, die Fußmaschinen Einstellung sollte zu deinen Bedürfnissen passen (am besten erstmal alles mittig / standard, die Feder nicht zu straff), die Bassdrum sollte nur an 3 Punkten Kontakt zum Boden haben -> mit dem Schlagfell Spannreifen auf der Fußmaschine und den zwei Beinen.
- bevor du dich für eine Fußtechnik entscheidest oder eine vorziehst, ist es schon sinnvoll, zumindest grundlegend beide Techniken zu beherrschen. Teilweise wird auch eine Kombination aus beiden gespielt. Aber Heel-Up ist, wie schon gesagt, tatsächlich die Genre-unabhängig am weitesten verbreitete Technik.
Auf der Hi-Hat spiel ich auch sowohl Heel-Up als auch Heel-Down, aber auf der Bassdrum nur Heel-Up. Wobei ich die Ferse bei Patterns mit wenig gespielter Bassdrum auch zwischendurch ablege.
M.E. hat Heel-Up folgende Vorteile:
- man kriegt mehr Punch als mit Heel-Down zu stande, weil man zusätzlich mit dem Gewicht des Beins arbeiten kann
- man braucht weniger Energie zum Zurückholen des Beaters und kann die Feder und den Fell Rebound besser nutzen. Auch wenn es paradox erscheint. Eine gewisse Körperspannung (auch in den Beinen) vorausgesetzt: es sind mehr Muskelgruppen für das Zurückholen des Beaters verantwortlich und die Bewegung ist natürlicher als mit Heel-Down. Den Fuß anzuheben fällt schwerer als ihn abzusenken und geht auch nicht in dem Maß. Die gesamte Beinhaltung ist bei Heel-Up natürlicher.
Dennoch hat Heel-Down Vorteile: Man kann die Bassdrum besser "singen" lassen (Sustain) und generell einen anderen und weicheren Sound erzeugen. Passt eben gut zu vorsichtigeren, softeren und langsameren Patterns.