Beiträge von m_tree

    Glückwunsch :)


    Das Set ist z.Z. immer noch für 1200 gelistet. Das Saturn V hat halt die "neuen" Gratungen. Rund, Vintage-mäßig, leichter zu stimmen. Klingt aber schon anders als (heute übliche) spitze Gratungen.


    Gegen Mapex ist jedenfalls nix einzuwenden. Ich spiel immer noch ein Pro M und das wird mich als Road Set auch in Zukunft noch begleiten.

    Sehe das wie Tom.


    Ich auch.


    Spiele seit langer Zeit ein Mittelklasse Set (BD + Toms) in Kombination mit High-End Snare, Becken und Hardware. Hatte damit schon einige Sachen eingespielt.
    Mit einem High-End Kesselsatz wären noch gewisse Quäntchen rauszuholen. Aber die hört der Normalhörer nicht raus. Da sind stets frische und gut durchgestimmte Felle auffälliger.


    Low-End mit High-End zu kombinieren ist natürlich etwas zu viel des Guten. Auch andersherum - High-End Set und mittelklasse Snare, Becken etc. - ist nicht sehr sinnvoll.


    Also 3000€ nur für einen Kesselsatz auszugeben, vor allem auch noch gebraucht, und das als Anfänger, erscheint mir etwas zu hoch gesteckt.

    Das 100€ SM57 ist immer noch das Standard Nr. 1 Mikro an Snares und Gitarren Amps. Es gibt Alternativen, aber wirklich besser können die das auch nicht - nur anders. Also z.B. MD421, Audix i5, e906 (Amp) etc. ...
    In entsprechenden Studios werden dann aber auch gern mal neben einem SM57 an der Snare (mit das wichtigste Mikro am Drumset) 2 Neumann U87 für den Raum benutzt. Die kosten zusammen das 50-fache und haben eine nicht ganz so wichtige Aufgabe wie das Snare Mikrofon. Aber so ist das eben ...


    Die Popularität des D112s hat auch schon ihre Gründe. Das liefert einfach immer einen - zwar Gummiball-artigen - runden, recht schnörkellosen und unspektakulären Sound ab. Ohne in "Extreme" zu gehen. Ich persönlich habe aber trotzdem genug vom D112 Sound. Nachdem ich auch mit Grenzflächen für Recording experimentiert hatte, bin ich jetzt am ehesten beim Shure Beta 52a. Sehr gute Erfahrungen hatte ich übrigens mit einem direkt vor dem Resonanzfell aufgestellten Support Mic gemacht. Also nicht irgend welche Lautsprecher Basteleien und auch keine "Tunnel" o.ä. ... ohne Witz - mit dem t.bone Knüppel hatte ich da wunderbar präzise, knackige und trockene Ergebnisse mit Hauptenergie zwischen 50 und 100Hz erzielt. Lässt sich prima für etwas mehr Schub dazu mischen.


    Ich kannte das Video übrigens schon vorher. Allerdings gibts Szenarien, in denen die Qualitätsunterschiede wirklich zum Vorschein kommen. Und gerade das ist doch interessant: Selbst zu hören, wo die Unterschiede nun wirklich liegen. Wer keine Unterschiede hört und nur sich selbst für sich selbst aufnimmt, braucht natürlich auch keine teuren Mikros. :thumbup:


    Sehr interessant fand ich z.B. diesen Vergleich hier. Über 40 Kleinmembran Kondensator Mikrofonpaare jeder Preisklasse wurden miteinander verglichen. Für den Vergleich wurde eine Akustik-Gitarre aufgenommen. Mit einer guten Abhöre oder einem guten Kopfhörer sollte eigentlich jeder in der Lage dazu sein, Unterschiede zu hören. Schoeps CMC-64 kann dafür gut als (am natürlichsten klingende high-end) Referenz dienen.


    https://www.bonedo.de/artikel/…ormikrofone-komplett.html


    Mein Preis/Leistungs Favorit ist immer noch Oktava MK-012.
    Mit dem KM184 hatte ich auch schon Erfahrungen gemacht. Würde mir aber stattdessen lieber das alte KM84i besorgen. Das klingt m.E. einfach runder und echter.

    Ich schätze auch, dass er das Fell vorher zentriert hat. Der weiß schon, was er macht. Und wie Korki schon sagte, hat er einige Bands der härteren Gangart betreut. Aber auch Leute wie Benny Greb.

    Nach meiner Ansicht ist folgendes wichtig:


    - Grundlegendes zur Trommelphysik, Einfluss des Kesselmaterials, Einfluss des Fells, Einfluss des Spannreifens
    - Felle Zentrieren
    - Felle Stimmen
    - Dämpfung
    - Erwähnung von Stimmhilfen (die man nicht brauchen sollte ...)
    - Grundlegendes zur Mikrofonierung und dessen Einfluss


    ... das alles Ton-mäßig ordentlich und möglichst neutral aufgenommen. Nah aufgestellte, dynamische Mikros nur unterstützend (intervallweise) verwenden.



    ... Tipps vom Praktiker ...


    Einer der bekanntesten und gefragtesten "Praktiker" Deutschlands:
    https://www.youtube.com/watch?v=X-HPbT5SpUM

    Ich weiß also gar nicht, warum ihr hier so ein Rambazamba macht. :huh:


    Es sind halt solche Aussagen wie, dass es auf die Mikrofone nicht so sehr ankommen würde. Denn es kommt sehr wohl auf die Mikrofone an. Die sind mit das wichtigste Glied in der Kette.


    Aber man kann auch mit Budget Mikrofonen gute Ergebnisse erreichen, ja ... hatte ich selbst schon machen müssen. Einige der Ergebnisse gibts sogar zu kaufen.


    Ich für meinen Teil habe wieder mal gemerkt, dass solche Diskussionen hier nichts bringen ...

    Das es auf die Mikrofone nicht so sehr ankommt, wissen wir ja jetzt alle (Videos).


    Dann erzähl das mal den Idioten, die teure Mikros wie ein Neumann U87 mit "Billigramsch" wie einem SM57 kombinieren und dafür Grammys gewinnen :whistling:
    Na gut, ganz so krass ist es zwar nicht ... aber Mikrofone sind ja nur Schallwandler, die den Schall in elektrische Signale umsetzen. Darauf kommts natürlich "nicht so sehr" an. :thumbup:

    Dann bin ich also ein Theoretiker. :thumbup:


    Am Ende zählt aber immer nur das Ergebnis. Was in solchen Fällen hier eine Summe von sehr vielen Entscheidungen ist, die wohl durchdacht sein sollten.
    Und meine Ergebnisse kann man sich öffentlich anhören. Aber es dreht sich im Kreis :whistling:


    Und was das "Phasing" der Becken angeht:
    Ich habe diesbzgl. unzählige Tests gemacht. Mir ging es aber weniger um das "Phasing", sondern darum zu verstehen, wie sich die Mikrofonposition- und Ausrichtung hinsichtlich des Beckens auf den Klang auswirkt. Allerdings hab ich's halt nicht nötig das auf Youtube zu dokumentieren. Aber vielleicht bin ich ja auch einfach zu faul? :whistling:

    Es gibt aber keine einfachen Lösungen für komplexe Dinge.


    Und gerade bei solchen Themen, insbesondere wenn man Kompromisse eingehen muss, sollte man halt abwägen. Zieht man meine Argumentation zu Deiner Aussage zusammen mit der Nierencharakteristik und dem, was man aufnehmen möchte, in Betracht, dann gilt immer noch den Abstand in Abhängigkeit der Faktoren genau auszuloten. Und nicht einfach, die OHs so niedrig wie möglich zu montieren. Das klingt im Endeffekt wahrscheinlich noch schlechter als ein paar off-axis eingefangene Kammfilter und Flatterechos von der Decke.


    Nierencharakteristik (das dicke End zeigt nach unten auf das Schlagzeug ;) :(


    Die Snare ist nur moderat abgeklebt und klingt ok, finde ich. Aber gerade im geschlagenen Part ist sie zu laut (ist aber definitiv kein Rohmix).
    Gegen Ende des Songs werden ein paar mal die Toms gespielt. Die klingen da schon ziemlich ... ähm. :D
    Ein weiterer klanglicher Wehrmutstropfen ist der Leadgesang über ein SM58. Dafür dann aber die Backings mit 'nem GMK. Aber ok, wenn unbedingt live eingesungen werden soll (was auch bei Live Recordings wie hier unüblich ist).


    Musikalisch / spielerisch natürlich trotzdem der Hammer. Vor allem für den ersten Take. Vollprofi Arbeit eben.

    Es ist immer die Summe von allem. Und eine teure Produktion, wo Tontechnik Assistenten zusätzlich auf jeden Furz achten, mit Budget Mikros zu machen, ist halt Blödsinn. Weil genau dieser Furz dann auch hörbar wird.


    Ich kenne den Vergleich von t.bone zu Klassikern von Shure, Sennheiser, Oktava oder auch (ok, da wirds dann wirklich unfair) Neumann. Und bin der Meinung, dass man ab einem gewissen Level (Instrumentensound, spielerische Fähigkeiten, Ziel der Produktion, generell vorhandenes Know How etc.) auf die totalen Budget Sachen verzichten sollte.


    Gebräuchliche dynamische Mikros sind ja meistens auch recht erschwinglich (mal vielleicht von Ausnahmen wie z.B. dem MD421 abgesehen). Bei Kondensator Mikrofonen sieht das etwas anders aus und leider ist auch hier der Aufpreis eben schon gerechtfertigt. Aber damit sich das rentiert, muss auch alles andere stimmen. Vom Aufnahmeraum über die Mikrofonposition bis zum Mix, mal von Song, Arrangement und Performance ganz zu schweigen.


    Versucht mal, die OHs so niedrig wie noch möglich zu montieren. Also nicht direkt unter der Decke, weil man den Absatnd eigentlich benötigt und empfohlen bekommt. Das ist schon mal Hilfe Nr.1. Mehr Beckensignal und etwas weniger Raumsignal. So eine Art Klein-Raum-Signal-to-Noise Situation. :D Und weg mit den RoomMikes, die man in den Drum Recording Tutorials sieht. (zu viel) Room ist schon via OHs. ;)


    So einfach ist das nicht. Der Abstand und die Position der Mikros zu den Becken hat maßgeblichen Einfluss auf den Klang. Allgemein gilt: Je weiter weg und je mehr das Mikro auf den Rand des Beckens zeigt, desto "weicher" und unaufdringlicher klingt es.
    Außerdem verbreitert sich das Stereobild mit abnehmendem Abstand immer weiter. Irgendwann fällt das Set dann auseinander und man hat den Eindruck, mit den Ohren direkt an den Becken zu kleben. Klingt nicht so gut.
    "Weg mit den Room Mikes" ... das würde ich für kleine und unbehandelte Räume, noch dazu mit unpassenden Mikrofonierungen, unterschreiben.
    Aber wenn man einen guten Raum hat und den richtig gut einfängt, ist das absolut kein Vergleich zu Overheads. Insbesondere, wenn man die Raumspuren dann noch deftig komprimiert, um den Raum dort noch weiter rauszuarbeiten.
    Es gibt übrigens Mixing Techniken, bei denen die Overheads sowohl frequenzmäßig als auch dynamisch hauptsächlich für die Crashbecken (bzw. für alle nicht einzeln abgenommenen Becken) benutzt werden. D.h.: Bässe und untere Mitten mittels Shelf rausdrehen und bei jedem Beckenanschlag lauter automatisieren. Macht z.B. Andy Wallace so. Ich habe das so übernommen und erreiche damit meistens den Drums Sound, den ich bevorzuge. Ohne - wenigstens künstlichen - Raum klingt das Set dann aber noch nicht gut.


    Bei einer niedrigen Deckenhöhe wirken Breitbandabsorber an eben dieser Stelle an der Decke wahre Wunder.


    Also Vorsicht bei so pauschalen Aussagen ...


    Ich denke ich zeige Anfängern oder Einsteigern in dem Video sehr gut, dass es sich lohnt eben genau das zu tun: try and error und eben nicht blind auf so allgemeine Aussagen wie „in den Ecken sammelt sich der Bass“ o.Ä. zu hören.


    Blindes Vertrauen ist nie gut. Aber die Bässe "sammeln" sich tatsächlich immer in den Raumecken. Insofern kann man sie dort auch am besten zähmen.


    Allgemeingültig lässt sich übrigens sagen, dass die Klangeigenschaften des Raums selbst und eben dessen akustische Optimierung weitaus mehr ausmachen als eine moderate Positionsänderung. Also nicht gerade, die Snare wie in Deinem Video direkt in die Ecke zu stellen.
    Dazu kommt eben die heutzutage übliche Nahmikrofonierung. Und der Klang des Instruments selbst, die Spielweise, die Mikrofonierung und vor allem die Nachbearbeitung (mit der man auch schnell viel kaputt machen kann).


    Ich sage das nur, weil mir immer wieder aufgefallen ist, dass wesentliche Zusammenhänge außer Acht gelassen werden bzw. die Prioritäten einfach aus Unwissenheit heraus falsch gesetzt werden.

    Selbst, wenn man diese Wellenphänomene und ihre Wechselwirkungen exakt simulieren oder berechnen könnte, ...


    Es gibt tatsächlich Raummoden Rechner.


    Zum Beispiel: https://trikustik.at/raummoden-rechner/


    Der kann aber auch nur Anhaltspunkte geben. Interessant ist vor allem, wo die Schröderfrequenz liegt.


    Für die akustische Behandlung von Räumen gibt es je nach Anwendungsfall (Aufnahmeraum für Instrumente, Abhörraum, Aufnahmeraum für Vocals ...) schon allgemein gültige Maßnahmen. Zu beachten sind natürlich immer die individuellen Gegebenheiten.


    Eine Positionierung in einer Raumecke führt übrigens immer zu dominanteren Bässen, die man auf Aufnahmen i.d.R. nicht haben will (gerade die Ecken sollten für Bassabsorber reserviert sein).


    Generell sind große Räume mit hohen Decken akustisch einfacher, flexibler und meist auch "schön klingender".
    Generell lässt sich auch sagen, dass bei nah aufgestellten Mikrofonen der Raum nicht besonders ins Gewicht fällt (wenn man nicht gerade im Badezimmer aufnimmt ...). Und die Rolle der Overheads wird für nah mikrofonierte Drums oft überschätzt - insbesondere bei kompletten Band Recordings. Auch lohnen sich Raummikrofone nach meiner Erfahrung nur bei guten Bedingungen und guter Umsetzung (mit großem Abstand zum Set und Kugelcharakteristik oder Off-Axis zum Set ausgerichteten Nieren).


    Ich habe bei Deinen Videos immer das Gefühl, dass Du damit eher Feedback einholen willst, das Dich weiterbringt, als dass Du anderen wirklich etwas zeigen möchtest. Denn wie mein Vorredner schon sagte - um try & error kommt keiner bei so individuellen Gegebenheiten drumrum. Allerdings gibts eben - wie schon gesagt - ein paar grundlegende Zusammenhänge.

    Vernchlässigen sollte man übrigens auch nicht den Verschleiß der Stick Köpfe. Ist da was rausgesplittert, ist das a) nicht gut für die Felle und b) klingt es v.a. auf Becken schlecht.
    Und Nylon Köpfe klingen zumindest meines Erachtens nicht gut.


    Übrigens "Daumen Hoch" an den TE für den Umstieg auf ein Akustik Set. E-Drums sind doch nur Spielzeuge, keine Schlagzeuge. :P

    Sticks sind Verschleißmaterial. In einem gewissen Rahmen ist das also völlig normal.


    Ich kenne das "Zerhacken" aber eher von Rimshots auf der Snare. Spielt man viele Rimshots, überleben Sticks i.d.R. nicht lange.


    Wie lange halten deine Sticks? Das Holz spielt übrigens eine große Rolle. Hickory ist das beliebteste Stick Holz, weil es sehr widerstandsfähig ist und auch eine gute "Dichte" hat.

    Ich hatte es an anderer Stelle auch schon geschrieben und ich glaube, deswegen existiert dieses Thema hier.


    Absorber an die Decke zu machen ist gängige Praxis. Um einen akustisch schwierigen (rechteckig, niedrige Deckenhöhe, klein) Raum zu behandeln sind aber noch andere Maßnahmen nötig. Insbesondere Bassfallen in den Raumecken. Und wenn es um Aufnahmen geht, am besten Diffusoren an den Wänden.


    Ich behandel einen Raum, den ich vorübergehend miete, gerade auch. Habe aber die Sparvariante mit Steinwolle (Bassabsorber) genommen.

    Aber lassen wir das...


    :thumbup:


    24bit ist Studiostandard für Recording und alles, was bis zum finalen Master passiert.
    16bit ist Standard fürs finale Medium.
    Beides ist für die jeweiligen Anforderungen hoch genug aufgelöst und bietet Reserven.


    Zum Oversampling (Überabtastung) hatte ich weiter vorne schon was geschrieben.


    Aufnahmen mit 44,1kHz oder 48kHz in 24bit machen und das finale Ergebnis in der selben Samplingrate in 16bit quantisieren. Noch mal für alle, die sich an diesem Punkt unsicher sind ;)

    @ m_tree :thumbup:
    Für deine didaktische Hartnäckigheit.
    Mich interessiert die diese ganze Masteringsache ja nur insoweit wie es mir möglich ist,
    die ganze Sache möglichst elegant und ohne Folgen zu umgehen. Geht halt nicht ganz ohne.
    Vielen Dank für deine Mühe.
    gruß rubber


    :thumbup:



    Aha, also Kompression oder "Hochholen" um 25dB, dann haben wir noch 50 dB Rauschabstand.
    Nach weiterer Kompression soll das Quantisierungsrauschen bei -25dBFS liegen, das wären also alles in allem 50dB Verstärkung!


    OK, in der zitierten (meiner letzten) Rechnung habe ich die 25dB von den Ghostnotes mit dazu gerechnet. Nur, damit es etwas deutlicher wird :D


    Zitat

    Denkst du nicht auch, dass das etwas viel Verstärkung ist?
    Rauschen, das 25dB leiser als breitbandiges Nutzsignal ist, wird in vielen Fällen überdeckt und gar nicht wahrgenommen.
    Ghostnotes sind ja - wie du schreibst - 25dB leiser als die echten Notes. Sie heißen so, weil sie kaum gehört werden, also schon an der Wahrnehmbarkeitsgrenze rumkrebsen.


    Na ja ... es gibt schon einige Beispiele dafür, wo Ghostnotes in der fertigen Produktion nicht mehr nur an der Wahrnehmungsgrenze, sondern weit darüber sind.


    Zitat

    Deine ganze Rechnung geht auch nur auf, wenn das Nutzsignal (Snaredrum) lauter als ca. 110dB SPL am Ort des Mikrofons ist.
    Andernfalls "gewinnt" das Mikrofonrauschen und das Rauschen des Pre-Amps.


    Nicht ganz. Den Headroom musst du ja auch mit einrechnen. Nimmt man da jetzt 10-20dB, was dem Grundrauschen des Mikros entspricht, kürzt sich beides raus. Bei 110dB SPL würde das Quantisierungsrauschen also in dieser Rechnung schon 14dB über dem Mikrofonrauschen liegen.


    Aber die Diskussion wird langsam echt sinnlos. Ich hatte ja selbst schon mehrmals gesagt, dass von 16bit Aufnahmen nun auch nicht die Welt untergeht. Aber 24bit nimmt man eben nicht nur, weil es geht und weil man es kann, sondern weil es schon seine Gründe hat.
    Wenn ich jetzt weiter diskutiere, würde ich mich wiederholen (habe ich eh schon ein paar mal).

    Wie laut sind denn die Ghostnotes, die man im fertigen Produkt noch hören will, wenn die Notes selber um die 125dB SPL laut sind?


    20-30dB leiser sind Ghostnotes nach meiner Erfahrung. Je nach dem.
    Allerdings haben die Ghostnotes ja auch noch eine Eigendynamik und sind nicht einfach "platt". Dazu kommt, dass man die Snarespur für gewöhnlich "offen" lassen muss, wenn man Ghostnotes im Gesamtmix hören können will. Das ganze geht aber noch weiter ...


    Zitat

    Wenn du bei 1 kHz hochziehst, dann ja nicht nur die Stille zwischen den Noten, sondern auch während der Noten (sonst wäre es ein Kompressor...). Wieviel dB kannst du zugeben, bevor es während der Notes ins Clipping geht...?


    Ich meine nicht "bei" 1kHz hochziehen, sondern den Bereich über 1kHz betonen. Das führt nämlich dazu, dass man (im Gegensatz zu Bassbetonungen) den Headroom kaum einschränkt, aber dafür den empfindlichen oberen Mitten- und unteren Höhenbereich betont. Ergo verringert sich der Abstand von Headroom zu Grundrauschen (im betonten Bereich). Sättigung sättigt auch alles, was da ist (also auch Rauschen).


    Die angesprochene Snarespur bzw. die Drums würde ich folgendermaßen bearbeiten:
    Erstmal etwas EQing, insbesondere Höhenboosts um 6kHz, dann etwas Softclipping, ggf. auch mit vorangegangenem sachtem Limiting. Das holt das Grundrauschen bei gleichem Headroom schon mal um 10-15dB hoch. Dann komprimiere ich die Drums parallel mit sehr schnellen Attack- und Release Zeiten, was wiederrum alles (Ghostnotes ...) zwischen den lauten Anteilen hoch holt. Dann hebe ich für gewöhnlich noch mal etwas Höhen mit einem guten EQ auf der Drums Summe und auch noch mal auf der Mix Summe an. Dann kommt ein Summenkompressor dazu und anschließend kommt noch das Mastering.
    Du kannst mir nie im Leben erzählen, dass hier das 16bit Quantisierungsrauschen nicht in den hörbaren Bereich kommt.


    Zitat

    Es wird da viel fabuliert, wenn es um Bitauflösung und Samplefrequenzen geht.
    Immerhin schadet da ein "mehr" dem Klang nicht, und es kostet ja auch nichts...


    Ja. Aber 24bit Aufnahmen sind eben schon gerechtfertigt.


    Zitat

    Eigenartigerweise gelangen Musikaufnahmen der klanglichen Referenzklasse schon in den 80ern mit 16 Bit Auflösung - so wichtig kann 24 Bit also gar nicht sein.


    Eigenartigerweise hat man bis Mitte der 90er so ziemlich alles auf Tonband aufgenommen, auch wenn es später auf CD gepresst wurde. :whistling:


    Edit
    Also das Snare Beispiel noch mal vorgerechnet:


    Man nehme 75dB Abstand zum 16bit Quantisierungsrauschen. Dann sind Ghostnotes bspw. 25dB leiser als die lauten Schläge. Nun nimmt man meine Nachbearbeitung, in der stufenweise das Quantisierungsrauschen an einigen Stellen locker um 15-25dB hoch geholt wird. Nimmt man nun noch ein "heftiges" Mastering mit reichlich Kompression, Aufblaserei und Prügelei hinzu, liegt das ursprüngliche 16bit Quantisierungsrauschen im finalen Ergebnis dann plötzlich einfach mal bei -25dBFS. Die Musikwahrnehmbarkeit des menschlichen Gehörs hat eine Dynamikspanne von ca. 70dB.
    Vielleicht ist es auch nicht ganz so krass - oder vielleicht sogar noch krasser - aber die Sache liegt auf der Hand. :rolleyes: