Beiträge von m_tree

    Noch mal zum Mixdown:


    Unabhängig vom Preis und Niveau sollte man sich immer Referenzen anhören. Es gibt zwar Qualitätsmerkmale, aber vieles ist auch Geschmackssache und jeder entwickelt so seine Vorlieben und Kniffe. Das ist bei den ganz großen genau so. Da sagt Produzent x, dass das Album von Mischer y abgemischt wird, weil der Klangfarbe z liefert, die seiner Meinung nach zur Band und zum Album passt. Teilweise werden einzelne Songs auch von anderen Mischern gemischt, weil ihr "Stempel" dort wohl besser passt.


    Ich biete übrigens auch einen unverbindlichen Probemix an.

    3 Songs bis zum Erbrechen auf Klick üben und dort einspielen, was ihr davon schafft. Je besser die Vorbereitung, desto weniger Studiozeit ist nötig. Wenn ihr richtig gut seid und das Studio die Möglichkeiten hergibt, können Drums, Bass, Rhythmusgitarre (mal von Dopplungen abgesehen) und ggf. Keyboard u.ä. live eingespielt werden. Das groovt i.d.R. besser und klingt lebendiger, ist aber auch anspruchsvoller. Der Rest sollte overdubbed werden.


    Ein richtig professioneller und Radio-tauglicher Mixdown kann (bzw. sollte) schon mal einen ganzen Arbeitstag in Anspruch nehmen. Daher würde ich im Studio nur die Aufnahmen machen. Die haben das Equipment und die Räumlichkeiten. Nach meiner Erfahrung wird beim Mix aber gerne auch geschlampt, vor allem bei kleineren Studios.


    Ich biete das z.Z. noch ziemlich günstig an und liefere eine voll professionelle top Qualität. Falls Interesse besteht - auf soundcloud (siehe unten) gibts Referenzen und hier nähere Infos:


    Biete professionelles Studio-Mixing


    Ja, und wenn man weiß, was man kann und was nicht, und sich im Bandkontext darauf beschränkt, was man kann, wird man i.d.R. für einen guten Schlagzeuger gehalten.


    Mit einem gesunden Maß an "Wissen, was man will" und Selbstreflektion kommt man dann aber eigentlich auch automatisch dahin, seine Stärken da auszuspielen, wo sie gefragt sind. Jeder findet irgendwann/wo seine "Nische". Egal, auf welchem Niveau.

    War ja klar... er schreibt das er wenig bis keine Ahnung bzw die aus yt Videos hat, da bringen ihm solche fach chinesischen Beiträge ganz bestimmt besonders viel!
    Weder hab ich gesagt dass das immer so ist (was übringens pauschalisiert wär) noch hab ich gesagt dass es für ihn funktioniert sondern nur ein für uns/mich sehr gut funktionierendes Setting ist, und ers vielleicht mal versuchen könnt, bei nem Song zu dem es passt.
    Sonst nix!


    "War ja klar", dass es Stress gibt, wenn einer mit Fachwissen und professioneller Erfahrung eine Aussage kritisiert.
    Und du hast gesagt, dass er versuchen soll die Mitten "komplett" (?) rauszudrehen. Und dass er bei der Kick keine Mitten brauchen würde. Was beides ziemlich fragwürdig ist. Denn das Maß spielt eine erhebliche Rolle und das e602 färbt halt nun schon mal extrem in Richtung Badewanne. Das gibt auch schon ganz ohne EQ eine brauchbare Metal Bassdrum aus.


    Außerdem ist ein FOH Mix eine andere Baustelle als ein Studio Mix.


    Zitat

    Ist halt in jedem Forum das gleiche, ich bin hiermit raus und du kannst gern übernehmen.


    Genau so ist es. Aber vor allem bei Tontechnik, so wie mir scheint. Deswegen halte ich mich aus bestimmten Foren mittlerweile auch komplett raus.


    Findest du, dass es so ungenau ist?? Konzentrier dich bitte auf die letzten paar Cover.


    Nimm einfach das aktuelle Cover als Beispiel. Nicht falsch verstehen - das ist Meckern auf hohem Niveau. Aber ein gewisses Quäntchen fehlt da m.E. halt noch.


    Zitat

    Puh..Ich denke nichts besonderes...bis auf die Cymbals ist überall ein Gate drauf, EQ, Kompressor, Extraspuren für Hall auf Snare und Toms, Extraspur Komplettes Set stark komprimiert und leicht zum mix, auf dem Master noch ein EQ, Masterkompressor und Limiter.


    Hört sich so weit ganz vernünftig an. Aber die Kompressoren auf den Einzelspuren würde ich durch Limiter und/oder Soft-Clipper austauschen. Die Overheads gar nicht komprimieren. Wie hast du die Parallelkompression eingestellt? Die Overheads und Beckenspuren würde ich da übrigens ein ganzes Stück leiser als die Trommelspuren hinschicken.


    Zitat

    Nein, beim Cannibal Corpse Cover hört man es am besten, da wird der Song richtig gequetscht und die Bassdrum ist voll am pumpen.
    Bin jetzt immer schon am probieren und suche eine Lösung....


    Wenn die Bassdrum pumpt kann nur ein Kompressor schuld sein. Neben einer unpassenden Kompressor Einstellung kann die Bassdrum aber auch einfach zu Bass-lastig und zu laut gemischt und zu wenig mit Sättigung oder Limiting vorkomprimiert worden sein.

    Ach so meinst du’s, Versuch mal mitten komplett raus zu nehmen und nur mit Höhen und Bässen zu arbeiten. Mit den Höhen für den attack und die Bässe für den Magen. Mitten brauchst bei der Kick net.


    Das sind so unqualifizierte Pauschalaussagen. Mitten "komplett" rausnehmen ist bei dem sowieso schon stark auf "Badewanne" ausgelegten e602 ganz sicher nicht nötig:


    Das e602 ist eines der am stärksten färbenden Bassdrum Mikros.


    Bei einer Snare hingegen sind die Mitten übrigens sogar sehr wichtig.


    Weiterhin betont Nahmikrofonierung auch automatisch Bässe und Trommeln klingen direkt an den Schlagfellen anders (dumpfer) als weiter weg. Wer sich mit EQs auskennt wird außerden wissen, dass Boosts im Bassbereich immer mit Vorsicht zu genießen sind. Wer mehr darüber wissen will - ich hatte hier vor einiger Zeit mal was dazu gepostet:
    Klangeigenschaften von EQualizern und Filtern im Allgemeinen (mit Hörbeispielen)


    Kurzum: Bässe auf nah mikrofinierten Drums anzuheben ist oft unnötig oder sogar kontraproduktiv.

    Kannst du mir vllt sagen wo dir das Timing z.b. nicht so passt?? Leider habe ich das abmischen nicht gelernt, es ist alles aus ausprobieren, nachlesen und Youtube Tutorials entstanden.


    Habe jetzt festgestellt, dass dein Timing generell noch ausbaufähig ist. Damit meine ich einfach, noch exakter, runder und auf den Punkt zu spielen. Ggf. auch mit etwas mehr Punch (gerade bei Metal).


    Was machst du denn - in Kurzfassung - beim Mixdown alles? Kannst mir auch die Spuren eines Tracks schicken und ich misch das mal ab.

    Finde ich alles in allem cool und solide. :thumbup:


    Allerdings ist dein Timing stellenweise noch ausbaufähig. Auch der Drums Mix könnte - gerade für Metal - etwas durchsetzungsfähiger sein. Womit keine EQ und Kompressor Orgien gemeint sind.

    Im Prinzip greifen hier ja auch solche Totschlag Sprüche wie:


    "Der Weg ist das Ziel."


    oder


    "Ich weiß, dass ich nichts weiß".


    Übersetzt:
    Es geht ums Üben und Spielen selbst. Und man sollte wissen, was man (nicht) kann und dass immer Luft nach oben ist.

    Also mal von den Verhältnissen abgesehen (wegen sowas vor Gericht zu ziehen ...) ist ein (Unter-)Mietvertrag aber schon gerichtsfest, oder?


    Vertrag hin oder her - am Ende bringt das in so einem Fall hier nur eine gewisse Ernsthaftigkeit und größere Hemmschwelle für asoziales Verhalten mit sich. Aber wenn sich jemand schlecht benehmen will, wird er so einen Vertrag dann auch brechen können, ohne größere Konsequenzen befürchten zu müssen. Weil es sich einfach nicht lohnt, wegen so etwas den Rechtsweg zu gehen.
    Ich hatte so was bis jetzt zum Glück nur einmal erlebt. Da ging es zwar nicht um Untermiete. Aber gewisse Personen drehen und biegen sich zur Not einfach alles für sich zurecht, ungeachtet von sozialen Normen oder der Bedürfnisse anderer. In solchen Fällen hiflt dann nur, die Sache einfach zu beenden.


    Daher ist es schon wichtig, sich die Untermieter genau anzuschauen und einschätzen zu können.

    Am besten ist natürlich, wenn sowas auf freundschaftlicher Ebene ohne Vertrag laufen kann. Prinzipiell spricht aber trotzdem nichts gegen einen kleinen Vertrag. Vor allem wenn man die Leute nicht kennt. Das kann man einfach als Prinzip-Sache betrachten und hat nichts mit Misstrauen zu tun.


    Die Vorlage für die Wohnung Untermiete ist viel zu umfangreich und beinhaltet viele unnötige Punkte für den Proberaum. 2-3 A4 Seiten sollten eigentlich reichen.


    Wichtig ist:
    - Vollständiger Name und Adresse, ggf. auch weitere Kontaktdaten beider Parteien
    - Mietgegenstand, Schlüsselübergabe (ggf. Kaution?), Mietbeginn- und dauer, Kündigungsfrist, Mietzahlung (z.B. bis um 14. eines jeden Monats in Bar oder per Überweisung)
    - Platz Aufteilung im Raum, Terminabsprachen und ähnliches
    - Unterschrift beider Parteien


    Vorher beim Vermieter anzufragen kann nicht schaden. Aber prinzipiell sollte nichts dagegen sprechen. Kannst du in etwa damit vergleichen, wie wenn du eine Band gründest, aber weiterhin die Miete an den Vermieter zahlst.

    Ich habe sowas schon in unterschiedlichsten Konstellationen hinter mir. Und hatte mal ein Jahr Wirtschaft / Recht LK, vielleicht hat's ja geholfen :whistling:


    Das, worum es dir geht, ist jedenfalls eine ganz einfache Kündigungsfrist. Die gilt für beide Seiten. Normalerweise sind das 3 Monate. Kannst aber auch nur einen Monat machen. Je nach dem.


    Ich hatte sowas auch mal komplett selber gemacht. Es müssen halt ein paar Punkte rein, die die ganze Sache regeln. Auch die Miete, Verhalten im Raum / Termine usw. ... das, was dir halt wichtig ist.

    Genauso wie es wohl Monate oder Jahre dauern kann bis man mit der Snare saubere (maschine-gun) 16tel schlagen kann auf allen Tempi und Lautstärken.


    Auf moderatem Tempo, mit moderater Lautstärke und Single-Strokes ist das gar nicht so schwierig.


    Zitat

    Bei heel-up ist mir aufgefallen, dass man eher den Beater im Fell vergräbt, was aber immer solche Micro-Flubber versursacht und somit einen eigenen Sound - kann ja gewollt sein- (durch den Druck sind die Rebounds so kurz und schnell, dass man sie fast nicht hört, aber da sind sie - das ist Physik). Also wird es auch da immer einen Unterschied geben ob man den Schlegel gleich wieder abhebt oder randrückt.


    Diese "Micro Flubber" sind Physik, ja. Dennoch ist das ungewöhnlich und sollte nicht (in hörbarem Rahmen) auftreten. Spielst du ein Akustik- oder ein E-Set? Wenn ersteres, sind die Felle wohl viel zu stark gespannt (insbesondere das Schlagfell). Was für eine Fußmaschine benutzt du?


    Wie alt bist du, wenn man fragen darf? Beim Erlenen eines Instruments ist das ein wichtiger Faktor ;)

    Ich versuche mal kurz zusammen zu fassen. Davon abgesehen, dass du die ersten "Gehversuche" am Schlagzeug machst und einfach Üben musst, um voran zu kommen, ist folgendes wichtig:


    • Die richtige Sitzposition: Sind die Fersen auf den Pedalen, sollten die Beine einen leicht stumpfen Winkel (>90°) bilden - die Oberschenkel leicht nach unten zeigen und die Unterschenkel leicht nach vorne. Auf runden Hockern sollte man zudem eher auf dem Rand sitzen, damit die Beine größtmögliche Freiheit haben.
    • Körperspannung, jedoch ohne zu verkrampfen (man will ja unabhängig mit allen 4 Gliedmaßen spielen ... da kann man nicht wie ein nasser Sack am Set hocken :D )
    • Generell Set Aufbau und Fußmaschinen Einstellung: der Aufbau sollte ergonomisch sinnvoll sein, die Fußmaschinen Einstellung sollte zu deinen Bedürfnissen passen (am besten erstmal alles mittig / standard, die Feder nicht zu straff), die Bassdrum sollte nur an 3 Punkten Kontakt zum Boden haben -> mit dem Schlagfell Spannreifen auf der Fußmaschine und den zwei Beinen.
    • bevor du dich für eine Fußtechnik entscheidest oder eine vorziehst, ist es schon sinnvoll, zumindest grundlegend beide Techniken zu beherrschen. Teilweise wird auch eine Kombination aus beiden gespielt. Aber Heel-Up ist, wie schon gesagt, tatsächlich die Genre-unabhängig am weitesten verbreitete Technik.


    Auf der Hi-Hat spiel ich auch sowohl Heel-Up als auch Heel-Down, aber auf der Bassdrum nur Heel-Up. Wobei ich die Ferse bei Patterns mit wenig gespielter Bassdrum auch zwischendurch ablege.


    M.E. hat Heel-Up folgende Vorteile:
    - man kriegt mehr Punch als mit Heel-Down zu stande, weil man zusätzlich mit dem Gewicht des Beins arbeiten kann
    - man braucht weniger Energie zum Zurückholen des Beaters und kann die Feder und den Fell Rebound besser nutzen. Auch wenn es paradox erscheint. Eine gewisse Körperspannung (auch in den Beinen) vorausgesetzt: es sind mehr Muskelgruppen für das Zurückholen des Beaters verantwortlich und die Bewegung ist natürlicher als mit Heel-Down. Den Fuß anzuheben fällt schwerer als ihn abzusenken und geht auch nicht in dem Maß. Die gesamte Beinhaltung ist bei Heel-Up natürlicher.


    Dennoch hat Heel-Down Vorteile: Man kann die Bassdrum besser "singen" lassen (Sustain) und generell einen anderen und weicheren Sound erzeugen. Passt eben gut zu vorsichtigeren, softeren und langsameren Patterns.

    Klar, oder mit den PA Boxen. Kannst es ja mal sowohl mit einer als mit zwei probieren. Ich würde das ganze halt auf jeden Fall mittig im Raum aufbauen, auch von der Höhe. Bei den PA Boxen sollte der Abstand etwas größer sein. Mindestens 2m, würde ich sagen.
    Den Frequenzgang würde ich natürlich schon mit berücksichtigen. Kannst ja jeweils Frequenzgang und Wasserfall Diagramm hier posten (Screenshots). ;)

    da höchst subjektiv und genreabhängig


    Nein. Man muss nur mal genau hinschauen und kann sich selbst eine "Statistik" basteln. Das ist die ojektiv mit Abstand am weitesten verbreitete Spieltechnik und in jedem Genre vertreten.


    Ups, und jetzt habe ich auch gesehen, wie lang der TS schon spielt: Einige Wochen. Da kann und sollte man als erfahrener Drummer evtl. noch mal rütteln. So zum Finden des eigenen Wohlfühlfaktors ;)

    Klar, wahrscheinlich wirst du sowieso mehrere Messungen machen. Aber man muss halt auch mal anfangen. Hier ein konkreter Vorschlag:


    Den Messaufbau mit zwei Abhörmonitoren (wie bei einer Nahfeld Abhörumgebung) mittig im Raum aufbauen. Gleichseitiges oder auch spitzeres Dreieck, 1-2m Abstand der Nahfeldmonitore zum Messmikro. Auf gleicher Höhe ca. 1-1,5m (oder einfach mittig zwischen Boden / Decke) über dem Boden. Dann das Ergebnis hier posten.


    Wie schon gesagt interessiert der Frequenzgang in dem Fall sowieso kaum, sondern vor allem der Nachhall.


    Ist dieser Vorschlag konkret genug? :)

    Jetzt werden aber ein paar Dinge vermischt ...


    Linearität bzw. Neutralität (Frequenzgang, Nachhall etc.) ist bei den technischen / physikalischen Grundvoraussetzungen schon wichtig.


    Psychoakustik ist dann das nächste Thema und auch der Grund dafür, dass man eben nicht alles messen oder automatisieren kann. Grundlegend ist erst mal die Frequenz-abhängige Lautstärkewahrnehmung des menschlichen Gehörs wichtig:



    Und wie man sieht, hat der Schalldruck auch einen (wenn auch nur leichten) Einfluss auf die Wahrnehmung. Bei sehr geringen Abhörpegeln wird diese Kurve aber immer deutlicher. Hört man bspw. sehr, sehr leise Musik, wird man (fast) nur noch obere Mitten hören.


    Aber das ist ein anderes Thema, das mit der akustischen Optimierung des Raumes erst mal nicht viel zu tun hat.


    Ich empfehle in diesem Fall hier einfach, aufhören zu viel nachzudenken: Messmikro mittig im Raum aufstellen, Boxen aufstellen, auf 83dB(A) beim Messmikro mit einem SPl Meter leveln, messen und das Ergebnis dann hier posten. Aber ich weiß sowieso schon, wie das Wasserfall Diagramm aussehen wird.


    Absorber sollte man übrigens nur gezielt / in Maßen einsetzen. Diffusoren hingegen kann man auch nach dem Schema "viel hilft viel" verwenden. Die wirken Flatterechos übrigens sehr wirksam entgegen.

    Heel Up ist meines Erachtens einfach die zig mal bessere Technik als Heel Down. Und den Beater kann man dabei auch im Fell liegen lassen. Bei einer relativ tiefen Stimmung und mit Reso Loch überhaupt kein Problem.


    Aber ist nur meine Meinung dazu. ;)