Beiträge von m_tree

    Okay, dann habe ich das fälschlich verstanden. Dass man mal mit etwas mehr Krafteinsatz spielen muss, um bestimmte Felle und Becken überhaupt zum Klingen bringen muss, ist ja klar. Für mich las sich das durch das Wort "prügeln" so, als wenn wirklich hartes durchzimmern bei bestimmten Situationen ein Muss sei. Und das habe ich persönlich noch nicht erlebt. Und wenn man mehr Saft rausholen will/muss, ist ein anderer Stick oft die bessere Wahl als der Einsatz brachialer Gewalt.


    Mir hatten schon einige Live Techniker gesagt, dass bei mir mehr kommt als bei den meisten anderen. Einer hatte mich auch mehrfach für meinen fetten Sound gelobt. So gestimmt wie beschrieben. Der hat immer nur Top40 Bands gemischt und war dementsprechend "vorbelastet".


    Zitat

    Bzgl. des Stimmens: Du schrubst: Es sei schwieriger. Nachher: Es sei aufwändiger. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. ;) (Es mag manchem vielleicht wie i-Tüpfelchen-Schießerei erscheinen, ist aber m.E. dennoch notwendig, erwähnt zu werden, weil gerade solche "unspezifischen Aussagen" oft zu Falschinterpretationen beim Rezipienten führen.)


    Hmm. M.E. treffen auch beide Adjektive zu. Denn es ist tatsächlich sowohl schwieriger als auch aufwändiger, eine immer exakt gleiche Stimmung von Schlag- und Resofell zu erreichen und diese auch zu halten. Fällt das weg, fällt vor allem das grobe Nachstimmen viel einfacher. Die gelockerten Schrauben angleichen und das Fell so wieder in Stimmung mit sich selbst bringen. Will man es jedoch auch wieder ans Reso angleichen, wird es eben schwieriger und aufwändiger.


    Zitat

    Should I?


    Nee. Wollte nur mal fragen. Ich weiß halt nicht, mit wem ich es gerade zu tun habe. ;)


    Hätte ich z.Z. die Möglichkeiten, würde ich auch mal neues bzw. aktuelles Material von mir hier posten. Dann wäre zumindest klar, was ich so mache.

    Finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht so kompliziert. :|


    Ist es ja auch nicht. Aber aufwändiger (auch was das Nachstimmen betrifft ;) ) als von vorn herein das Reso höher oder tiefer zu stimmen.


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    Dafür muss man nicht "draufhauen". Macht Steve Smith z.B. auch nicht. Der hat einfach nur eine irre gute Schlagtechnik, so dass er nicht reinlangen muss. Dennoch klingt es "fett".


    Ich weiß. Ich krieg auch viel Punch zu stande, ohne wie ein Viech dabei auszusehen.


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    Definier das doch mal bitte genauer. Mir ist keine Situation bekannt, in der mann wie bekloppt prügeln muss. Erst recht nicht in Zeiten der Mikrofonierung.


    Ich habe ja auch nicht "wie bekloppt prügeln" gesagt. Sondern halt ordentlich reinlangen. Nicht streicheln eben.


    Mal das klassischste Beispiel: Bonham. Hätte der nicht ordentlich reingelangt, hätte die Bude auch nicht so geklungen.


    Zitat

    michael: Wenn man leise spielen will, musst man an der Technik feilen, damit es sauber klingt


    Das gilt auch für lautes Spiel.


    Bist du Profi?

    Hm, also sind dann gleiche Felle doch besser??


    Nur, wenn man eben ein exakt gleiches Schwingungsverhalten und exakt gleiche Stimmung will. Ansonsten nicht.


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    Streichen wir das Attribut "unausgereift" und betrachten lieber "variierende Spieltechniken", dann kommen wir ins Geschäft. Will heißen: Es gibt Schlagsituationen, in den der Effekt auftritt, und andere, in denen er nicht oder nur kurz genug auftritt. Es ist letztendlich - vereinfacht - eine Frage der Durchschnittsgeschwindigkeiten vom Fell und vom Stick in Fellnähe im Rebound-Event, sowie vom Abstand zum Fel, bezogen auf die Fellamplitude.


    Ein bisschen spanisch kommt mir das aber trotzdem vor. Ich würde einfach mal ein bisschen doller drauf hauen. Aber nur mit Gehörschutz und wenn's niemanden stört (Nachbarn ...).


    Was die "ohne Rods leise spielen" Thematik betrifft ... sowohl leise als auch laut spielen will gelernt sein. Und nur wenn man auch laut kann, kann man auch wirklich dynamisch spielen.
    Darüber hinaus gibts Musikstile, die einfach einher gehen mit einem geprügelten und lauten Schlagzeug. Zum einen, weil das, was gespielt wird, sich viel einfacher laut spielen lässt und zum anderen, weil es so erst richtig klingt. So von wegen Rods klingen anders: Ein gestreicheltes Schlagzeug klingt auch anders als ein geprügeltes.
    Das schlimmste ist, wenn auf größeren Open Air Bühnen das Schlagzeug komplett abgenommen, aber dann bei Rocksongs gestreichelt wird. Im Studio das selbe.
    Demgegenüber gibts aber auch Musikstile, die eben wirklich gestreichelt werden sollten. Oder bestimmte Songpassagen, die bewusst leiser gespielt werden.


    Aber dieses ewige "wer nicht leise spielen kann ist kein guter Drummer" Gepredige wird eben gerne auf Situationen projeziert, in denen das eben völlig fehl am Platz ist. Denn wer in gewissen Situationen nicht prügelt, ist kein guter Drummer. ;)

    Pinstripe clear geht noch. Aber coated ist m.E. schon zu viel. Meine persönliche Grenze was "Dämpfung" betrifft liegt bei Emperor coated. Und das aber eben auch nur auf großen Toms und der Bassdrum.


    Pinstripe mit zusätzlicher Dämpfung geht IMO gar nicht.


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    und zur Not die Trommel einfach umdrehen.


    OK, ich bin dann mal raus ;)

    Zitat: Pinestripe…….


    :thumbup: Imho, aba nicht selten vom "Tonmenschen" gern so gesehen.


    :?:


    Es gibt viele Tontechniker, die auf (stark) abgedämpfte Trommeln schwören. Entweder, weil sie es nur mit Drummern zu tun haben, die nicht stimmen können, oder weil sie selbst aus einem lebendig klingenden Schlagzeug nichts brauchbares raus kriegen.


    Aber eines ist sicher: Ohne Obertöne und Sustain klingt ein Schlagzeug einfach nicht gut. Und gerade nah aufgestellte Mikrofone brauchen die Obertöne und das High-End. Sonst kriegt man letztendlich keinen durchsetzungsfähigen Sound zu Stande. Ist natürlich Stimm-technisch und tontechnisch schwieriger zu handhaben. Aber so ist das eben ;)

    Ich habe Eure Beiträge einmal arg verkürzt als Übersicht zusammengestellt, bei der ich hoffentlich alles Excel-Korrigierte entfernte und soweit ich es verstand.


    "Gleiche Felle = leichter Stimmen" ist aber eine Fehlinterpretation. Im Gegenteil: Gleiche Felle exakt gleich zu stimmen ist schwierig. Dazu kommt Verstimmen durch Bespielen.


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    Das Geräusch, das mich stört, kommt hauptsächlich von Drum-Sticks (!), und zwar, wenn der Stick in loser Hand sehr nahe am Fell sehr schnell hüpft (mit kaum sichtbarer Auslenkung), oder wenn er aus irgendeinem Grund nach einem stärkeren Schlag nicht schnell oder nicht weit genug vom schwingenden Fell wegkommt. Dann gibt es ein eher schnarrendes Geräusch, das auch den beteiligten Kunststoff vom Fell akustisch nicht verbirgt, und ein wenig auch vom verwendeten Stick abhängt. / Es tritt auch bei umgedrehten Stick oder noch besser bei haftenden Flächen, wie etwa der Gummikappe der Rods, auf. / Es tritt wenig bis unmerklich mit allen 3 genannten Rods auf (mit denen klingt's dann eher hoch, die tiefen Frequenzen treten in den Hintergrund).


    Das Anschlaggeräusch auf dem Fell selbst stört mich wenig bis gar nicht ... es sei denn, meine Stickführung erlaubt das eben beschriebene Schnarren. Das Auftreten hängt sicher mit Spieltechnik und etwas mit dem Set-Aufbau zusammen. Im Sinne von Spielfreiheit wäre es mir lieber, dass das Schnarren keine Chance hat, egal wie ich spiele. (Und leider werden Felle sich häufig schneller bewegen, als Sticks, besonders kurz vor oder nach dem Kontakt .. it's Schnarr-Time)


    Auf der Snare (coated, clear) gibt es diesen Effekt auch, dort stört er mich ohne Snareteppich aber fast nicht. Das mag am coating liegen, siehe frühere Beiträge, und an der aktuellen Stimmung. Mit Snareteppich klingt es halt wie beabsichtigte Subdivisions von 16-tel Noten und macht aus etwas Unerwünschtem etwas Gutes ^^


    In dem Zusammenhang rate ich noch mal zu coated Fellen.


    Das beschriebene Phänomen lässt mich allerdings auf eine unausgereifte Spieltechnik schließen. Normal ist das nicht. Das "Hüpfen" macht man sich entweder gezielt als Rebound zu Nutze (Snare Wirbel etc.) oder man haut so drauf, dass der Stick einmal trifft und zurück kommt.

    Der Hang zu tiefen Stimmungen ist nach meinem Eindruck ein ganz häufiger "Fehler" von Anfängern und Trommlern, die noch nicht viel Erfahrung beim Stimmen haben.


    Das habe ich komplett gegenteilig erlebt. Auch bei mir selbst. Oft haben Anfänger den Hang dazu, viel zu hoch zu stimmen. Außerdem kommt aufgrund mangelnder Stimmfähigkeiten dann sowieso nix vernünftiges raus, weshalb dann alles tot gedämpft wird.


    Bei verschiedenen Schlag- und Resonanzfellen ist es übrigens sehr schwierig, ein gleiches Schwingungsverhalten (exakt gleiche Stimmung, längstes Sustain) zu erzeugen. Eben aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit und Masse. Bspw. Zweilagig coated vs. einlagig clear.
    Oft will man kein so langes Sustain und deswegen bietet sich gerade bei tiefen Stimmungen an, das Resonanzfell höher zu stimmen und dadurch das Sustain zu verkürzen. So hat man auch etwas mehr Rebound.


    Zitat

    Gerade als Leisespieler hätte eine höhere Grundstimmung noch mehr dynamische Möglichkeiten. Einem sehr tief gestimmtes Tom fehlt nämlich gerade im Piano oft die präzise Artikulation und damit Durchsetzungsfähigkeit.


    Das wiederrum ist korrekt. Tief gestimmte Trommeln brauchen wesentlich mehr Schlagenergie, um sich durchzusetzen.

    Um ein Schlagzeug zu Stimmen braucht man neben Übung und Erfahrung auch einfach das Gehör dafür. Das genaue "Hinhören" muss man üben. Kann aber auch nicht jeder ausreichend lernen. Veranlagung spielt mit ein - die ein Musiker dahingehend aber sowieso haben sollte.


    Auch noch vorweg: Ein guter Tontechniker weiß erstens, ob er einen schlechten, mittelmäßigen oder guten Instrumenten Sound vorgesetzt kriegt. Zweitens weiß er, ob sich der Instrumenten Sound harmonisch zum Gesamtsound der Band verhält. Und dementsprechend weiß er, ob er den Sound einfach nur zu 100% supporten und "nach allen Regeln der Kunst" fetter machen / verbessern oder eben tiefer eingreifen sollte. Das Prädikat "gut" ist aber ein sehr dehnbarer Begriff, vor allem nach unten. ;)
    Weiterhin darf man bei dem Thema nicht vergessen, dass es bei einem Mix - egal ob live oder im Studio - letztendlich immer auf das "Big Picture" ankommt. Ein harmonisches Gesamtbild soll entstehen, welches die Musik optimal zum Konsumenten "übersetzt". Einstellungen auf den Einzelsignalen sollten dahingehend vorgenommen werden.


    Empfehlungen wurden bereits ausgesprochen. Letztendlich ist es immer Geschmackssache. Daher schildere ich einfach mal, wie ich es mache:


    • Coated Schlagfelle
    • Clear Resonanzfelle
    • Tiefe oder tiefst mögliche Stimmung (bei BD und Toms)
    • Resonanzfelle leicht höher gestimmt (kürzeres Sustain)
    • ab 14 oder 16" zweilagige Schlagfelle (Snare immer einlagig)
    • generell keine Dämpfung


    Ich gehe gerade dazu über, das bei der Bassdrum auch so zu handhaben. Momentan hab ich dort noch beidseitig PS3 drauf und ein Stück Noppenschaum unten (vors Schlagfell) reingeklebt. Aber das schmeiß ich raus und gehe genau so wie bei den Toms vor: Emperor coated Schlagfell, Ambassador clear Reso.
    Die Fellstärken natürlich entsprechend der Anwendung (Snare Reso, Bassdrum, ...).

    Ja klar, jede 2. Show ist schon ziemlich extrem. Bzw. wohl "das" Extreme schlechthin. Bis das Coating eines Remo Snareschlagfells anfängt sich aufzulösen dauerts aber wesentlich länger. Da dürfte das Fell dann auch wirklich durch sein. Und ich behaupte mal, dass die Coatings der anderen Hersteller zwar länger halten, aber die Felle an sich nicht wirklich.


    Kann man auch einfach mal testen. Ein Fell komplett locker schrauben, das nach eigenem Urteil noch "halbgar" und nicht Wechsel-reif ist und schauen, ob es eine leichte Beule in der Mitte hat. Ist da eine Beule, sollte man es prinzipiell nicht mehr benutzen.

    Von Remo bin ich zunächst weg, um anderes zu testen, hab sie dann zwischenzeitlich mal wieder genommen, mich hat dann aber die geringe Qualität des Coatings genervt, wobei das aber wohl ein Irrtum ist: nicht Remo ist diesbezüglich objektiv schlechter geworden ist, sondern die anderen haben in Sachen Coating einfach extrem zugelegt, vor allen eben Aquarian.


    Das ist tatsächlich so. Die Coatings von Evans und Aquarian sind beständiger.


    Ich sehe das aber etwas anders. Denn erstens hat auch das seinen (klanglichen) Preis und zweitens ist ein bröckelndes Coating bei Remo eines der besten Anzeichen dafür, das Fell zu wechseln. Auch, wenn der Wechsel zu früh erscheint. Schaut man sich Top Drum Techs wie Rossi Roßberg an, die nach 2 Shows (also wenigen Stunden Spielzeit - und da ist das Coating im Normalfall noch nicht ansatzweise verschlissen) das Snare Schlagfell wechseln, wird das deutlich.


    Ansonsten ist mir noch aufgefallen, dass Remo Felle zum einen eine beherztere Zentrierung brauchen, diese zum anderen aber auch besser mitmachen und entsprechend davon profitieren.

    Überhaupt sehr Aufschlussreich sich mal mit seinen Lauschern so nahe, ähnlich auch den Micropositionen, mal komplett durchs eigene Set zu bewegen, in allen unmöglichen ebenen und Winkeln, aber Vorsicht kein Hexenschuss dabei holen. ;)


    Viel interessanter ist, sein Set mal aus Zuhörer Position ein paar Meter weiter weg in Aktion zu hören. Dort sollte es nämlich gut klingen, nicht direkt an den Fellen.
    Das mit der Nahmikrofonierung ist immer so eine Sache. Aber dieser Sound hat sich natürlich etabliert.


    Direkt mit dem Ohr am Fell ist wegen dem Schadenspotenzial fürs Gehör ohnehin nicht zu empfehlen, aber auch schlichtweg einfach nicht mit einer Nahmikrofonierung mit dynamischen Mikrofonen vergleichbar. Denn letztere färben den Sound ordentlich (Präsenzboost + Nahbesprechungseffekt => "Badewanne").

    M.E. hat die Fellkonstruktion (Stärke, Anzahl der Lagen, clear / coated, Dämpfungsring, ...) auch einen - u.U. weitaus - größeren Einfluss als der Hersteller.
    Dennoch gibts nach meiner Erfahrung schon gewisse Unterschiede zwischen den Herstellern. Nach einigen Erfahrungen mit Evans und Aquarian bin ich nun wieder komplett bei Remo. Remo klingt m.E. einfach am klassischsten und neutralsten.
    Gute Felle machen jedoch alle namhaften Hersteller.

    Für Freunde des feineren Geschmacks (den wir in der Popularmusik meist nicht haben) ist da aber nicht nur Luft zur
    Seite, sondern auch nach oben. Dann klingt es aber meistens aufgeräumter, komplexer und halt viel weniger nach
    dreckigem Rock 'n' Roll.
    Deshalb sind ja Neumann und insbesondere Schoeps in der Popularmusik nicht so verbreitet.


    Es wird viel getrickst. Z.B. werden bei entsprechenden Produktionen gerne Samples dazu gemischt. Die werden bspw. mit einem Kleinmembran Kondensator Mikrofon wie einem KM84i im Freifeld (0,5-1m Abstand) aufgenommen. Je nach Geschmack.


    Dynamische Mikrofone für die Nahmikrofonierung von Trommeln sind aber nicht ohne Grund auch im Studio so weit verbreitet.
    Auch die Wahl des SM57 für die Snare hat triftige Gründe: "Peak" des Nahbesprechungseffekts bei 200Hz, Präsenzbetonung bei 6-7kHz. Das 4 mal so teure Sennheiser MD421 - ebenfalls ein Klassiker - hat den Nahbesprechungseffekt Peak bei 100Hz und die Präsenzbetonung bei 5kHz. Der Grundton von Snares liegt meistens bei ca. 200Hz, die Grundtöne von Toms gehen eher Richtung 100Hz. Der Snareteppich wird zudem gerne bei 6-7kHz auch in der Nachbearbeitung betont. Mal vom Frequenzgang abgesehen gibts zwar weitere kleine Differenzen im Klang. Aber die erwähnten Eigenschaften sind der Hauptgrund für die Anwendungsbereiche dieser Mikrofone am Schlagzeug.


    Außer Acht lassen darf man natürlich nicht die grundlegenden "Klangfarben" und Unterschiede von dynamischen und Kondensator Mikrofonen. Bei letzteren zusätzlich die Unterscheidung von Großmembran zu Kleinmembran. Wer genaueres darüber wissen möchte, der kann Google konsultieren. :)

    Drumstudio1
    Redest Du von den älteren Saturns? Hatte auch mal eins bei einem älteren Kollegen in Aktion gehört. Ist schon fett.
    Aber das aktuelle 5er hat ja die "neuen alten" runden "Vintage" Gratungen. Hattest Du die auch schon gehört?
    Wenn ich gerade genug Mittel hätte, würde ich mir nämlich auch eins holen. Mit einer 20er BD liebäugel ich sowieso schon länger ...

    Glückwunsch :)


    Das Set ist z.Z. immer noch für 1200 gelistet. Das Saturn V hat halt die "neuen" Gratungen. Rund, Vintage-mäßig, leichter zu stimmen. Klingt aber schon anders als (heute übliche) spitze Gratungen.


    Gegen Mapex ist jedenfalls nix einzuwenden. Ich spiel immer noch ein Pro M und das wird mich als Road Set auch in Zukunft noch begleiten.

    Sehe das wie Tom.


    Ich auch.


    Spiele seit langer Zeit ein Mittelklasse Set (BD + Toms) in Kombination mit High-End Snare, Becken und Hardware. Hatte damit schon einige Sachen eingespielt.
    Mit einem High-End Kesselsatz wären noch gewisse Quäntchen rauszuholen. Aber die hört der Normalhörer nicht raus. Da sind stets frische und gut durchgestimmte Felle auffälliger.


    Low-End mit High-End zu kombinieren ist natürlich etwas zu viel des Guten. Auch andersherum - High-End Set und mittelklasse Snare, Becken etc. - ist nicht sehr sinnvoll.


    Also 3000€ nur für einen Kesselsatz auszugeben, vor allem auch noch gebraucht, und das als Anfänger, erscheint mir etwas zu hoch gesteckt.

    Das 100€ SM57 ist immer noch das Standard Nr. 1 Mikro an Snares und Gitarren Amps. Es gibt Alternativen, aber wirklich besser können die das auch nicht - nur anders. Also z.B. MD421, Audix i5, e906 (Amp) etc. ...
    In entsprechenden Studios werden dann aber auch gern mal neben einem SM57 an der Snare (mit das wichtigste Mikro am Drumset) 2 Neumann U87 für den Raum benutzt. Die kosten zusammen das 50-fache und haben eine nicht ganz so wichtige Aufgabe wie das Snare Mikrofon. Aber so ist das eben ...


    Die Popularität des D112s hat auch schon ihre Gründe. Das liefert einfach immer einen - zwar Gummiball-artigen - runden, recht schnörkellosen und unspektakulären Sound ab. Ohne in "Extreme" zu gehen. Ich persönlich habe aber trotzdem genug vom D112 Sound. Nachdem ich auch mit Grenzflächen für Recording experimentiert hatte, bin ich jetzt am ehesten beim Shure Beta 52a. Sehr gute Erfahrungen hatte ich übrigens mit einem direkt vor dem Resonanzfell aufgestellten Support Mic gemacht. Also nicht irgend welche Lautsprecher Basteleien und auch keine "Tunnel" o.ä. ... ohne Witz - mit dem t.bone Knüppel hatte ich da wunderbar präzise, knackige und trockene Ergebnisse mit Hauptenergie zwischen 50 und 100Hz erzielt. Lässt sich prima für etwas mehr Schub dazu mischen.


    Ich kannte das Video übrigens schon vorher. Allerdings gibts Szenarien, in denen die Qualitätsunterschiede wirklich zum Vorschein kommen. Und gerade das ist doch interessant: Selbst zu hören, wo die Unterschiede nun wirklich liegen. Wer keine Unterschiede hört und nur sich selbst für sich selbst aufnimmt, braucht natürlich auch keine teuren Mikros. :thumbup:


    Sehr interessant fand ich z.B. diesen Vergleich hier. Über 40 Kleinmembran Kondensator Mikrofonpaare jeder Preisklasse wurden miteinander verglichen. Für den Vergleich wurde eine Akustik-Gitarre aufgenommen. Mit einer guten Abhöre oder einem guten Kopfhörer sollte eigentlich jeder in der Lage dazu sein, Unterschiede zu hören. Schoeps CMC-64 kann dafür gut als (am natürlichsten klingende high-end) Referenz dienen.


    https://www.bonedo.de/artikel/…ormikrofone-komplett.html


    Mein Preis/Leistungs Favorit ist immer noch Oktava MK-012.
    Mit dem KM184 hatte ich auch schon Erfahrungen gemacht. Würde mir aber stattdessen lieber das alte KM84i besorgen. Das klingt m.E. einfach runder und echter.

    Ich schätze auch, dass er das Fell vorher zentriert hat. Der weiß schon, was er macht. Und wie Korki schon sagte, hat er einige Bands der härteren Gangart betreut. Aber auch Leute wie Benny Greb.

    Nach meiner Ansicht ist folgendes wichtig:


    - Grundlegendes zur Trommelphysik, Einfluss des Kesselmaterials, Einfluss des Fells, Einfluss des Spannreifens
    - Felle Zentrieren
    - Felle Stimmen
    - Dämpfung
    - Erwähnung von Stimmhilfen (die man nicht brauchen sollte ...)
    - Grundlegendes zur Mikrofonierung und dessen Einfluss


    ... das alles Ton-mäßig ordentlich und möglichst neutral aufgenommen. Nah aufgestellte, dynamische Mikros nur unterstützend (intervallweise) verwenden.



    ... Tipps vom Praktiker ...


    Einer der bekanntesten und gefragtesten "Praktiker" Deutschlands:
    https://www.youtube.com/watch?v=X-HPbT5SpUM