Beiträge von m_tree

    Wenn das Mikro in der Bassdrum ist und du halbwegs reinlangst, ist nach meiner Erfahrung eine leichte Übung die Bassdrum zu gaten. Nirgendwo fiel mir die Gate Anwendung so leicht wie bei der Bassdrum.
    Ist das Kick Mikro drinnen, ist es nach meiner Erfahrung auch nicht problematisch hart zu gaten, also weder Dry-Mix / Floorfunktion noch Expander. Denn der Sound in der Bassdrum plus der bereits gut gefärbte Frequenzgang gebräuchlicher BD Mikros gibt sowieso keinen natürlichen Klang des Sets.


    Toms sollte man m.E. auch komplett von Schmutz befreien. Die müllen sonst nur alles zu. Werden selten und ggf. sehr leise Toms gespielt, kann man die Schläge auch einfach freischneiden. Geht manchmal schneller als das Gate sauber einzustellen, insbesondere bei größerem Dynamikumfang.


    Die Snare würde ich hingegen nur dann hart gaten, wenn ein 80s-ähnlicher Sound mit viel Reverb erreicht werden soll. Oder wenns nicht auf Natürlichkeit ankommt.
    Gerade wenn Ghostnotes gespielt werden, ist gaten so eine Sache. Ich hatte zwar schon ein paar Songs gemixt, in denen ich die Ghostnotes mit Sidechaining, Duck Gates etc. separat rausgearbeitet hatte, aber damit wird die Sache immer unnatürlicher und es kann immer mal vorkommen, dass eine Ghostnote verschluckt wird. Gerade dann, wenn verhältnismäßig viel Schmutz auf der Snarespur ist (großer Abstand, flache Ausrichtung im schlimmsten Fall in Richtung Set).
    Die Snare mit Drymix zu gaten halte ich aber generell für sinnvoll, weil durch die zig Kompressionsstufen der Schmutz unverhältnismäßig angehoben wird.
    Den Snare Reverb würde ich generell über nen Send laufen lassen und vor dem Hall Plugin hart gaten. Verschmutzter Hall ist ne üble Sache.


    Bei der Aufnahme schon drauf achten, Übersprechung zu vermeiden. Bei der Bassdrum geht das recht einfach durch die Positionierung im Kessel. Tom Mikros sollten off-axis zu Becken ausgerichtet werden. Das gleiche gilt fürs Snare Mikro. Das Hi-Hat Mikro sollte wiederrum off-axis zur Snare ausgerichtet werden.
    Die Overheads würde ich, wenn A/B gefahren wird, im gleichen Abstand zur Snare ausrichten. So ist die Snare im Stereobild von vorn herein mittig. Und nicht zu breit! 50cm reichen in den meisten Fällen schon. Viel mehr führt nur dazu, dass das Stereobild auseinanderfällt. Da hilft dann auch schmaler pannen nicht mehr viel.


    Sollten die Übersprecher trotzdem noch zu krass sein, kann man auch mit Sidechaining arbeiten. Habe das schon öfters bei auf der Hi-Hat (Snare) und auf der Snare (Bassdrum) gemacht.


    Ansonsten genau auf die Phasenbeziehungen achten, die durch die Laufzeitdifferenzen entstehen. Wird die Snare zusätzlich von unten abgenommen, kann man obligatorisch die Phase des unteren Mikros drehen (da dieses, im Gegensatz zum oberen Mikro, erst positiv ausgelenkt wird). Ansonsten wirds aber schon komplizierter. Gerade die Snare kann sich über die Overheads teilweise übel auslöschen, sodass der Druck und Körper flöten geht. Manche "alignen" dann die Spuren, in dem die Overheads an die Snare angeglichen wird, der Rest dann an die Overheads. Ich bin da aber kein Freund von und arbeite lieber mit exakt auf 1/10 ms eingestellten Delays (die Snare lasse ich hiervon unberührt).


    Noch ein paar Tipps zur Nachbearbeitung:
    - Low-Cuts auf jeder Spur, auch auf der Bassdrum. Je nach dem, wo das Nutzsignal anfängt
    - Schmutz rausnehmen statt erwünschtes reindrehen. Klingt besser. Generell können bei Drums meistens die Mitten etwas zurückgenommen werden - wo und wie genau muss aber speziell entschieden werden.
    - Snare und in geringerem Maße Bassdrum können schon einzeln etwas geclipt werden, das macht die Summenbearbeitung einfacher
    - Snare und Bassdrum sollten auch schon einzeln etwas komprimiert werden, weil sie so wichtig sind
    - ein Summenkompressor mit Release Zeiten um die Dauer von einer Viertel auf den Drums "klebt" alles zusammen ... hierzu mit Bussen / Gruppen arbeiten. Ich komprimiere oft noch zusätzlich parallel IN der Gruppe

    Ganz genau. Unerwünschtes absenken statt überall reindrehen. ;)
    An bestimmten Stellen hebe ich auch an, bin mir aber dabei der EQ Färbung bewusst, meide den Bassbereich und arbeite mit größeren Bandbreiten. Manchmal ist die Färbung eines ausgewählten EQs auch erwünscht, z.B. um ein bisschen "Drive" zu erzeugen.
    Insbesondere das Anheben mit Bell Filtern ist sehr auffällig, weil zum einen nur ein vergleichsweise schmaler Bereich bearbeitet wird und weil die Resonanzfrequenz mit der höchsten Phasengang Änderung (und damit dem längsten Nachschwingen) genau auf dem am stärksten betonten Bereich liegt. Bei Shelfs ist die Resonanzfrequenz hingegen bei der Hälfte des max. EQ Gains, daher sind die unauffälliger.

    Danke erstmal für die ganzen Antworten.
    Das Set stand schon auf den verschiedensten Untergründen in verschiedenen Räumen - verschiedene Proberäume, Bühnen, 2 Studios ... ist also ein generelles Problem. Es ist nicht so, dass es generell nicht stimmbar wäre oder nicht cool und fett klingen würde, aber ich bin mittlerweile eher auf einen kurzen und knackigen Floortom Sound aus, der trotzdem weder extrem hoch oder tief gestimmt ist oder arg gedämpft ist. Das Resonanz/Schwingverhalten ändert sich dadurch ja auch - ich wage zu behaupten, dass man ohne Federn (bzw. ohne solche extreme Federn wie beim Pro-M) akkurater spielen kann.


    Seit der neuen Band steht es auch in einem neuen Raum, übrigens tatsächlich auf einem selfmade Riser (und das Ding ist noch wackliger als die Bühnenteile -.- ). Dort steht auch noch ein PDP Set, von dem ich einfach mal die Beine testen werde. Mal sehen, was die Federung wirklich am Sound ändert. Ich kann dann gerne auch berichten :)


    Falls mir es ohne Federn wirklich mehr zusagt werde ich mir dann doch neue Beine besorgen (Thx @Kad Venku :) ) - ist zwar teurer, aber auch eleganter als eine Bastelei, bei der ggf. noch was zu Schaden kommt.

    Moin moin,


    ich bin z.Z. am Sound-Optimieren meines Pro-Ms, falls ich es für einen wichtigen Studio Aufenthalt im Herbst doch benutzen werde (für die Band erscheint mir ein attackreicherer, weniger "fetter" bzw. bassreicher Sound besser geeignet). Neben einigen anderen Dingen gehts um mein Floortom - abgesehen davon, dass mir ein 14" Floortom fehlt (spiele z.Z. 10+16), hatten mir die Federn an den Floortom Beinen nie wirklich zugesagt. Im Gegensatz zu fast allen anderen 16*16er Floortoms, die ich OHNE FEDERN in letzter Zeit so gespielt hatte, sorgen die Federn bei meinem scheinbar dafür, dass die ohnehin schwer zu bändigende Tomgröße noch schwieriger hinsichtlich Sustain und der Fokussierung des Attacks zu handeln ist. Außerdem steht das Floortom immer recht wackelig und "federt" gerne auch in horizontaler Richtung. Irgendwie nicht der Sinn der Sache ...


    Meines Wissens sind die gefederten Beine des Pro-Ms auch nicht mit denen der Oberklasse Serien Saturn & Orion zu vergleichen. Da funktioniert das, wie bei manch anderen gefederten Beinen, wesentlich besser. Aber berichtigt mich, falls ich Unrecht habe.


    Ich entsinne mich, vor einiger Zeit schonmal die Idee gehabt zu haben die Federn abzumachen. Das geht aber nur mit einer alternativen Konstruktion, die die Federn ersetzt bzw. nur, wenn man die Feder "erstarren" lässt. Meine erste Idee wäre Bauschaum reinzuspritzen, aber ich frage mich, ob das auf die Dauer hält (immerhin wird regelmäßig drauf rumgedroschen).


    Kennt Jemand das Problem bzw. hat Jemand eine Idee, wie man möglichst einfach Abhilfe schaffen kann? Bzw. wenn nicht, welche ungefederten Tombeine für die Pro-M Toms passen?


    Danke schon mal :)

    Taskamanager starten -> Prozesse -> auf "CPU Auslastung" Spalte klicken -> die Prozesse werden nach ihrer CPU Auslastung sortiert. Der so genannte Leerlaufprozess ist das Gegenstück zu allen anderen - wenn bei ihm 100% steht, ist die CPU zu 0% ausgelastet.


    Mach am besten mal einen Screenshot (vorher den TM schön groß ziehen) -> Druck Taste drücken -> in Bilbearbeitungsprogramm (z.B. Paint, Irfan View) einfügen -> speichern und hochladen


    EDIT
    Ach ja, ab WinVista musst du noch unten auf "Prozesse aller Benutzer anzeigen" gehen, die Systemprozesse und die anderer angemeldeter Nutzer werden sonst ausgeblendet.

    Danke für das positive Feedback :)



    Gefällt mir gut. Alles prima, insbesondere
    das Gitarrensolo. Du spielst richtig amtlich.
    Ein Hauch Kritik: Die HH in der ersten Strophe
    ist mir too much, sprich: zu frickelig.


    Hmm ja, das mit der Hi-Hat ist wohl Geschmackssache.
    Übrigens ist es eigentlich keine Studioversion, sondern eine Proberaumversion ^^ .. haben wir ja komplett selbst gemacht.


    Zitat von fwdrums

    Liveversion
    Sie wird imho dem Song nicht gerecht. Der
    Sound ist zu schlecht.


    Hmm ja, das ist Kamera- und Bühnensound, da kommt vom Sound nicht viel rum. Wenn man den Song aber kennt ist das Video doch ganz cool, finde ich. Es geht da mehr um den optischen Eindruck ;)


    Wow, gefällt mir ziemlich gut! Vom Sound her finde ich das jetzt deutlich besser als die letzten Sachen.


    :D ... das ehrt mich, weil ich das komplett gemixt/gemastert habe, die anderen Sachen wurden im Studio fertiggestellt (waren auch großteils Proberaumaufnahmen).


    Zitat von drumrumköln

    Das Arrangement gefällt mir auch recht gut, wobei es für "Radio" doch eigentlich bisschen zu lang ist, oder? Aber euer Chor besteht sicher auf das komplette Intro :D(mir gefällt das auch gut).


    Hmm ja, das mit dem Radio ist eigentlich eine gute Frage. Es gehört aber eben einfach zum Song bzw. kommt der Einstieg in die Strophe auch nicht so fett, wenn vorn dran was fehlt.
    Auf der Aufnahme hat unser Leadsänger übrigens alle Stimmen eingesungen (der spielt ansonsten eigentlich auch immer noch Gitarre, nur bei diesem Song nicht).


    Zitat von drumrumköln

    2 Sachen die mir beim ersten Durchhören auffallen: Hihat kommt mir teilweise bisschen laut vor und die Bassdrum hat gelegentlich z.B. bei 3.10 herum einen ziemlich zu fiesen Kick hier auf meinen Lautsprechern.


    Hm ja, die Hi-Hat ist eins der Dinge, mit denen ich bzgl. Einspielen nicht zufrieden bin. Die Becken waren beim Einspielen sehr eigenartig gegeneinander verschoben und im Prechorus (oder wie auch immer man den Part nennen will) spiel ich 16tel auf der HH während ich sie pro Viertel öffne und kurz schließe. Auf der Aufnahme klingt das ziemlich unschön und noch mehr "busy" als eh schon, fällt nur durch den Kompressor nicht mehr so auf. Die Hi-Hat klingt an der Stelle sehr aufdringlich, habe da schon was weg EQt. Bei anderen Songs, die ich genau mit der gleichen Mirkofonierung eingespielt habe, ist sie nicht annähernd so aufdringlich vom Sound.
    Hmm, mit der Bassdrum bin ich auch nicht so richtig zufrieden. Ich habe sowohl Kick als auch "Klick" auf der inneren Spur raus EQt. Sie könnte dennoch insgesamt etwas durchsetzungsfähiger sein, find ich. Obwohl ich auch schon limitiert und die Transienten modelliert habe, gehen viele leise Doppelschläge fast gänzlich unter (was aber teils auch am Einspielen lag, mit dem ich nicht so ganz zufrieden bin).

    ...ähm...es kommt doch ganz auf den Mixing-Ansatz drauf an???


    Entweder mehr dirkete Signale oder mehr Raum?


    Na ja, es kommt eben nicht nur aufs Mixing an. Das geht los bei der Art der Musik, dem Set, dem Raum und vor allem der Mikrofonierung. Wenn ich die Overheads standardmäßig in A/B über die beiden Crashbecken hänge, kann man die halt nicht als Grundlage für den Schlagzeugsound nehmen, weil da in erster Linie Becken drauf sind und kaum vewertbares Material der Trommeln.
    Natürlich machen die Overheads auch in dem Fall den Schlagzeugsound erst komplett und voll. Dennoch hat in einem wie heutzutage üblichen dichten und relativ laut gemasterten Mix eines rockigen Songs jedes Element seinen eigenen Platz im Mix, egal ob Bassdrum, Hi-Hat, Bass, Gitarre oder eben Crashbecken.


    Hänge ich die OHs anders als in A/B auf, kommt zwar u.U. das Gesamtset besser auf den OHs durch, aber die Crashbecken dann weniger gut. Es wird damit im Gesamtmix schwieriger, das Schlagzeug passend und transparent in den gesamten Song zu mixen, weil ich eben z.B. mit den OHs dann nicht so direkt die Crashbecken im Gesamtmix beeinflussen kann. Und da gehts nicht nur um Lautstärke, sondern auch EQing hinsichtlich der Becken, ggf. etwas Hall dazugeben um die Crashbecken weiter vorne oder hinten im Mix zu haben usw.


    Zitat von digga

    Ich steh mehr auch ein guten Raum/Overheadsound und mische die direkten Signale vorscihtig drunter...dann klingt es auch wie ein Schlagzeug und nicht wie ein getriggertes E-Drumset.


    Wenn das bei dir funktioniert hast du die OHs entweder extrem weit oben aufgehängt, NICHT in A/B über die Crashbecken gehängt oder hast einfach noch nie einen Song von A bis Z (inkl. Mastering) produziert und weißt daher nicht, wie sich die einzelnen Spuren verhalten.


    Zugegeben, mein Raum war relativ trocken, weshalb das Schlagzeug ein bisschen unnatürlich im Gesamtmix klingt. Wobei der Song absichtlich relativ trocken gemixt ist und HH+Ride absichtlich mittig sind ... der Mix muss halt zum jeweiligen Song passen.


    Zitat von digga

    Gute Oberhemds/Raum-Mics schaden nie


    Tolle Aussage ... also ich find auch, dass eine S-Klasse nicht schaden kann. Ist nur die Frage, ob man es braucht und dafür nicht sein ganzes Leben lang nur Reis fressen muss :whistling:


    Zitat von digga

    ...dann z.B. noch ein BD/SD Mic dazu...fertig ist der gute Sound...wenn denn das Set gut klingt.


    Ok, und was nimmst du dann damit auf? Arbeitsaufnahmen für dich zum Anhören?

    Wer nen Tausender für Overheads ausgibt, müsste verhältnismäßig auch zehnmal so viel für sein restliches Recording Equipment ausgeben, find ich. Es ist immer die Frage, was du damit machen willst. Für diese Aufnahme z.B. hat ein Gesamtbudget von ca. 500€ inkl. Interface und ne kleine Leihgebühr fürs Recording Equipment (Rechner, Abhörer, Raum, Instrumente etc. ausgeschlossen) plus etwas Vitamin B gereicht. Den Rest macht das Arrangement, das Einspielen und v.a. das Mixing / Mastering ...


    https://soundcloud.com/girls-fantasy-camp/stargirl


    OHs waren hier ein Beyerdynamic MCE-530 matched pair. Gesangsmikro ein t.bone SC-1100. Gitarre wurde mit einem SM57 aufgenommen und der Bass mit einer gescheiten, passiven DI-Box plus einem D112 vorm Tieftöner.


    Im Gesamtmix eines Songs spielt die Qualität der Overheads ab einem gewissen Standard am Ende eine recht geringe Rolle. Primär sind diese dann eh nur noch für die (Crash-)becken zuständig. Da sind Bassdrum, Snare (die jeweils primäre Mikrofonierung) und Aufnahmeraum weitaus wichtiger.
    Also bleib erstmal aufm Boden der Tatsachen. ;)

    Ich melde mich mal wieder mit was neuem zurück. Die Demos sind noch nicht fertig, aber es geht voran. Leider ist der Saxophonist aus zeitlichen Gründen wieder ausgestiegen, wir ziehen das jetzt also zu 3. durch.


    Bass und Gitarrenaufnahmen sind mittlerweile fertig (Gesang fehlt noch) und ich habe gestern mal ein "vom Prinzip her" richtiges Mastering für den Song, den ich hier schon mal gezeigt hatte, vorgenommen. D.h. Mix ohne Verschönerungen im Master und leise bzw. mit ganz schwachem Limitereinsatz (Peaks reichen nur selten an 0dB ran), dann als 24bit *.wav rausgezogen und separat gemastert.
    Ich habe nach wie vor keine anständige / professionelle Effektsektion genutzt, nur eine Kombination aus den hauseigenen Reaper Effekten und ein paar Freeware Effekten (ein Kompressor, Reverb, Delay und Span).
    Beim Mastering hab ich folgendes gemacht: leichtes EQing (schmaler Notch bei 250Hz, Mitten leicht angehoben und glaub noch irgendwas), ein bisschen Kompressor zur Klangfärbung, Exciter, Ambience, - natürlich ganz wichtig - Multiband-Kompressor (der von Reaper, ist garnicht schlecht!), Span zur Kontrolle und natürlich Limiter. Ich habe mit anderen, teils amtlichen Masterings verglichen und auch immer mal wieder in den Mix eingegriffen, als mir z.B. störende Frequenzen um 9kHz nur bei den OHs aufgefallen sind. Was mir bei anderen Masterings aufgefallen ist: Trotz ähnlicher Lautheit sind keinerlei oder ganz selten und nur ganz leicht Peaks abgeschnitten - bei mir kommt das allerdings öfters vor, wenn auch nicht besonders schlimm und auch eigentlich nur hauptsächlich bei der Snare.


    Ich hab mir zwar mittlerweile wieder ein paar Detailverbesserungen für den nächsten Mix aufgeschrieben und der Gesang fehlt ja auch noch, würde aber gerne trotzdem etwas Feedback einholen. Sind ja nun auch keine Schmutzspuren mehr und es ist insgesamt auch "ernsthaft" gemixt.


    -> http://mtree.thoralfbaum.de/music/fusion-MASTER5.mp3


    Danke schon mal! :)


    Ach ja:
    Der Bass ist ein Musicman Stingray. Haben den einmal direkt über eine DI-Box ("flat" -> EQs auf Anschlag) und einmal mit einem D112 am Tieftöner aufgenommen. Das D112 hab ich nur dazugemixt und ist hauptsächlich für etwas mehr Tiefbass zuständig. Die Höhen bei dem DI-Signal habe ich ab 150Hz stark beschnitten, nur bei um die 2,5-3kHz hab ich ne kleine Kerbe nach oben drin (geht aber auch nur bis -3dB oder so).
    Die Gitarre wurde mit einem Blackheart Amp und einer Orange Box sowie einem SM57, das relativ stark auf die Mitte fokussiert wurde, aufgenommen.
    Den Bass habe ich etwas komprimiert, die Gitarre garnicht. Das Delay am Ende auf der Gitarre hab ich nachträglich hinzugefügt.

    Hm, wir hätten noch ein SC-1100, allerdings derzeit nicht im Proberaum. Ich denke ich werde die weiteren Aufnahmen auch ohne Raum Mikro machen, wird jetzt zeitlich sowieso alles recht knapp. Danke trotzdem für die Anregungen, werde ich beim nächsten Mal testen.


    Die bisher hier gezeigten Mixe hab ich mal rausgenommen. Ggf. lade ich Fusion dann nochmal ohne Gesang hoch.


    Hab gerade das Video gesehen ... ich denke das mit der stark komprimierten Raumspur hab ich im Prinzip schon gemacht. Alle Trommelspuren habe ich auf eine separate Kompressionsspur geroutet, ebenfalls mit sehr scharfen Einstellungen ... Threshold aufs Minimum, Attack ca. 15-20ms, Hardknee, Ratio 5-6:1 ... da kommt man denke ich nicht drumrum, wenn sich die Drums im Gesamtmix durchsetzen sollen. Bringt ne ganze Ecke mehr Knall (Snare), Punch und Druck.

    Mit final war hier eigentlich eher "final eingespielt" gemeint. ;)


    Danke erstmal wieder für die Tipps. Das mit dem "Gesamtmixen", wo man jedes Element individuell an alle anderen anpasst, wusste ich schon ungefähr.


    Allerdings habe ich kein LDC vor dem Reso, sondern ein grottiges t.bone BD300. Dynamisch ;)
    Werde aber nochmal ausgiebig testen und mir eure Tipps zu Herzen nehmen.


    slo77y
    Welche Art von Mikrofon würdest du dafür nehmen und wie sollte es ungefähr aufgestellt werden? Das Blöde ist jetzt, dass die GFC Aufnahmen prinzipiell schon abgeschlossen sind. Zumindest für die 3 Demosongs.

    Genau so schauts aus. Das sind finale, halbwegs ansprechend gemixte Schlagzeugspuren mit dreckigen Asi-Schmutz-Pilotspuren :D .. der Pilotgesang wurde übrigens irgendwann nachts schnell im Sitzen eingesungen.


    Wir werden das wohl so machen wie Luddie gesagt hat und erstmal keine weiteren unfertigen Sachen präsentieren. Dafür gehen wir dann einzelnen Personen auf den Sack, die dafür natürlich auch genug Snaresamples bekommen - keine Frage :D


    Was die BD angeht: Ich hab diesbzgl. schon mit einem Limiter experimentiert, um hier die Dynamik etwas zu drücken, da manche Doublestrokes schon schlecht rauskommen. Liegt natürlich auch am schwächeren Kick. Deinen EQing Tipp slo77y werd ich wie gesagt mal umsetzen ... aber mir ist eingefallen, dass ich ja auch ne Subbass Spur in Form eines BD300s vor dem Reso dazugemixt habe, bei der lediglich die Bässe reingedreht wurden. Sollte ich hier lieber auch mit der üblichen Badewanne arbeiten?


    Was verstehst du unter einem "gesmashten" Raummic? Du darfst nicht vergessen, dass da noch Saxophon und Gitarre dazukommen und dass wir Bass und Gesang hier und da auch doppeln werden (Bass z.B. bei Gitarrensoli, Gesang in Refrains, ...).

    Danke erstmal für die Kritik und die Anregungen. Vorab muss ich aber nochmal was klarstellen:


    Die hier gezeigten Mixe sind Pre-Mixe .. das ist nur irgendwie zusammengeschustert, die Drums sind auch eher noch 08/15 gemixt, wobei ich hier für eure Tipps schon mal sehr dankbar bin. :)
    Bass und Gesang sind aber nur Pilotspuren - weder qualitativ noch performance-mäßig wirklich gut und noch fast roh im Mix (aufm Gesang ein Low Cut und etwas Kompression). Bass ist eine Direct-Out Aufnahme und Gesang wurde schnell mit einem SM58 gemacht.
    Für die richtigen Aufnahmen stellen wir 3 Mikrofone an die Bassbox und eingesungen wird mit einem Großmembran Kondensator mit Poppschutz. Hier und da werden wir auch mit Dopplungen experimentieren, sowohl beim Bass als auch Gesang.
    Bassist/Sänger hat ebenfalls etwas Recording, Mixing und Mastering Kenntnisse und auch noch ein paar nette Effekte am Start (z.Z. arbeite ich mit Reaper). Wir werden beim finalen Mixing dann auch mit verschiedenen Monitoren rumprobieren, ich hab Alesis Monitor One MKII und der Bassist etwas bessere aktive.
    Vorher müssen aber auch noch Saxophon und Gitarre eingespielt werden. Die Songs bleiben ja nicht so "nackt". ;)
    Dann wird die ganze Sache sowieso wieder ne Ecke anders aussehen und komplexer werden.
    Wenn das dann soweit ist, werde ich mich höchstwahrscheinlich hier nochmal mit ein paar ernsthaften Pre-Mixen melden um Feedback einzuholen ;)


    Die Pre Mixe zu machen und zeigen diente in erster Linie dazu, mal ein erstes Bild von den Songs mit richtigen Drums zu bekommen und eben hier mal was aktuelles zu präsentieren.


    DIe Drums-bezogenen Vorschläge hab ich gestern schon mal ansatzweise umgesetzt. Habe die Höhen am Master gut angehoben, der Snare noch mehr Höhen gegeben, die Bassanhebung auf den OHs entfernt, weniger Subbass (BD300 am Reso) zugemixt, dafür mehr von der D112 Spur auf die Kompressorspur um einen insgesamt kompakteren BD Sound zu erreichen. Klingt wirklich klarer und neutraler, allerdings auch weniger natürlich.
    Der Hall auf der Snare ist wohl Geschmackssache, aber auch Song-abhängig. Snare ist i.d.R. eigentlich das, wo man als erstes und generell auch am meisten Hall drauf macht. Backbeat eben ... da muss ich dann aber eh nochmal song-bezogen rumprobieren.
    Gemixt ist das ganze allerdings wie üblich mit einer separaten Kompressor und einer separaten Hallspur. Auf die Hallspur habe ich alle Spuren außer die äußere BD Spur (da macht sich ein Gate nicht so gut) gezogen, halt zu verschiedenen Anteilen. Auf die Kompressorspur nur die Trommelspuren.


    Ein paar Tipps: überlegt euch, wer das hören soll. Soll es auf instrumentale Virtuosität getrimmt sein (so wirkt es) oder - vielleicht dem Namen entsprechend - auch ein songwriting-affines Publikum ansprechen? In dem Moment, wo ein Sänger seine Botschaft zum Besten gibt, sollte man - künstlerische Erwägungen hin oder her - diesem den nötigen Raum lassen, sonst wirkt es zumindest sehr ungewohnt. Das gilt zu allererst fürs Spielerische (weniger Fills, mehr arrangement-bezogene Dynamik) aber auch für die Bearbeitung.


    Wir spielen die Songs jetzt schon einige Zeit zu zweit. Die relativ ausladenden und zahlreichen Fills passen da schon ganz gut rein, weil eben so wenig Elemente in der Musik sind. Geändert wird da im Zuge der Demoaufnahmen nix mehr.
    Die Veränderungen werden automatisch kommen, wenn sich Saxophon und Gitarre endgültig eingegroovt haben, denk ich. Aus dem Grund machen wir auch erstmal nur ein paar Demos. Das geplante Album wird dann im Studio aufgenommen, aber erst wenn wir uns als Quartett auf musikalischer Ebene endgültig aufeinander eingegroovt haben und ein paar mehr Gigs gespielt haben .. Nächstes Jahr wahrscheinlich. ;)


    Dass EQ-Korrekturen vorgenommen werden müssen (besonders in den angegebenen Frequenzen), liegt zudem auch nicht allein am Frequenzgang der Mics, sondern am Raum und oft auch am eher mässigen Preamp. Wer mal mit einem wirklich guten Pre gearbeitet hat, weiß, was der beim Stacken von Multitrack-Aufnahmen bewirkt. Und was er in der Nachbearbeitung alles erspart.


    Diesmal musste ich leider auf ein ADA8000 zurückgreifen. Kombiniert mit einem Saffire Pro24, worüber die Overheads liefen. Ich denke aber trotzdem, dass da für Proberaumaufnahmen und mit unseren Mixing Kenntnissen ein Schuh draus wird, weil sowohl die Mikrofone nix besonderes sind und der Raum auch nicht besonders gut klingt (sehr trocken, also eher ungeeignet für Drumrecording). Ist eben alles noch eher Homerecording-lastig und amateurhaft, aber sind ja auch nur Demos, welche allenfalls auf CDs gebrannt an Veranstalter geschickt werden und auf Soundcloud hochgeladen werden (und was Soundcloud dann mit der Qualität macht ist ja bekannt :D ) ... ;)