Beiträge von m_tree

    Vernünftig wirkende Spinnen kosten leider erheblich mehr als das verlinkte Beispiel :( Die Rezensionen dazu sind leider nicht sehr positiv. Die Bauform ist für meine Installation mit der Stereoschiene nicht gut geeignet.


    Ich würde es trotzdem erst mal mit diesen Spinnen (bzw. vergleichbaren, falls der Durchmesser nicht passt) versuchen. Denn die entkoppelnde Wirkung dürfte ähnlich sein wie von wesentlich teureren Spinnen. Noch ist aber nicht klar, ob das dein Problem überhaupt wirklich (ausreichend) löst.
    Davon abgesehen empfehle ich für Overheads sowieso zwei Mikrofonstative. So ist man viel flexibler in der Aufstellung. Overheads sind genau wie eine Akustikgitarre so ein Spezialfall bei Stereofonie. Die Aufstellung muss sich da nicht unbedingt nach Standards wie X/Y, A/B, ORTF, EBS etc. richten. Oft ist es besser, die Aufstellung von folgenden Kriterien abhängig zu machen: Set Aufbau, Raumhöhe / Raumgröße und insbesondere dem gewünschten Klangergebnis. Bei Bedarf kann ich da noch näher drauf eingehen ;)


    Zitat

    Was meinst du mit auf anderem Untergrund aufstellen? Spürbar (für mich) nachgeben und mitschwingen tut der Boden nicht.


    Damit meinte ich z.B. einen anderen Bereich des Raums, der einen festeren Untergrund hat. Aber ich nehme an, dass so ein Bereich nicht vorhanden ist.
    Denn es ist, wie schon gesagt, nicht normal.


    Eine Beispielaufnahme kann nach wie vor sehr aufschlussreich sein. :)

    Ok. Aber ein Hörbeispiel kann trotzdem sehr aufschlussreich sein. ;)


    Für saubere Rohsignale müssen die Mikrofone entkoppelt werden. Das geht am besten mit Mikrofonspinnen. Hier gilt es, eine passende Spinne für den Durchmsser des D190 zu finden. Z.B.:


    https://www.thomann.de/de/the_tbone_ssm_4.htm


    Oder das ganze eben auf einem anderen Untergrund aufstellen. Hätte auch andere Vorteile. Einen nachgebenden und mitschwingenden Untergrund habe ich jedenfalls immer als störend empfunden.

    Generell würde ich noch dazu sagen, dass für das Erschaffen eigener Musik zwingend eine eigene Handschrift erforderlich ist. Je einzigartiger und Niveau-voller das Ergebnis dann wird, desto stärker und größer sind die Persönlichkeiten.


    Ich nehme mal eines meiner Lieblings Beispiele. Will den Song bei Gelegenheit mal auch mal richtig covern. Um es wirklich möglichst 100%ig hinzukriegen hatte ich mir diesen Drums-only Track reingezogen:


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    Und egal, wer diesen Groove bzw. den Song spielt. Es kann der beste Drummer sein. Es wird nicht so wie bei Jeff klingen. Mal vom Erschaffen dieses Grooves ganz abgesehen (und er sagte ja immer, dass er den auch nur von Bonham und Purdie geklaut und kombiniert hat :D ). Das ist einfach der eigene "Flow" von Jeff.
    Gut zu erkennen auch an den Live Versionen mit Simon Phillips.

    Die Frage nach der Art des Trittschalls verstehe ich, glaube ich, nicht so recht. Meinst du welcher Frequenz?


    Wie das Frequenz-mäßig aussieht wäre zwar auch interessant. Aber ich meine die Ursache des Trittschalls. Also geht es dabei z.B. um die Fußarbeit an den Pedalen oder Mitmusiker im Raum, die ihre Füße nicht still halten können? :D


    Zitat

    Die Miks sind 2 AKG D190.


    Unüblich, zwar und etwas schwach in den erweiterten Höhen (Hi-Hat) aufgestellt, aber sonst ok.


    Das Beispiel am besten als Wave oder Flac hochladen. Dann kann ich ggf. gleich ein paar Eingriffe machen, wenn sich die Ursache nicht beheben lässt.


    Eigentlich ist sowas bei Overheads auch ohne Mikrofonspinnen nicht normal.

    Ich hab auch schon Schlagzeug Studenten gesehen, die weder richtig gegroovt haben noch in der Lage dazu waren, eine Band rhythmisch im Griff zu halten.


    Wie einige schon sagten: Es geht um Persönlichkeit. Musik ist Kunst und Kunst ist Transportmittel für Emotionen. Und für den Künstler ist die Kunst sein Persönlichkeitsausdruck.


    Auf der anderen Seite gibts aber auch Berufsmusiker, die am besten darin sind, etwas vorgesetzt zu kriegen und möglichst keine eigene Note hinein zu bringen. Professionelle Orchester Musiker z.B.


    Generell würde ich sagen, dass es beim Covern am aller wenigsten auf derartiges ankommt. Obwohl es paradox erscheint: Eine perfekte Coverband müsste eigentlich aus den besten Musikern bestehen, die alle keine eigene Note hinein bringen und das Zeug perfekt runter spielen. Gibts aber nicht. Ganz schlimm finde ich dabei immer, dass ein Großteil der Coverbands die Songs auf ihr Niveau runterziehen, weil sie sie einfach nicht besser spielen können. Ist das dann auch eine eigene Handschrift? Ja. Aber im negativen Sinn.

    Um welche Art von Trittschall geht es?
    Welche Mikrofone werden benutzt?


    Mal davon abgesehen, die Mikrofone vom Boden zu entkoppeln, gibts noch andere Möglichkeiten. Werden die Trommeln bspw. zusätzlich nah mikrofoniert, kann man die Overheads unterhalb von 1-2kHz auch einfach mit einem Shelf (flach) etwas ausdünnen. Das bekommt dem Drums Mix in diesem Kontext sowieso meistens ganz gut. Wird nicht zusätzlich nah mikrofoniert, sieht das wieder etwas anders aus.


    Desweiteren kann eine Beispielaufnahme helfen, die Sache besser einzuschätzen. Bin Tontechniker. ;)


    :D So ist es.


    Davon kenne ich auch ein paar ... aber mir ist immer wieder aufgefallen, dass "musikalische Größe" auch immer mit perfekter Beherrschung des Instruments zusammen hängt. Als "perfekt" würde ich in diesem Fall mal das eigene Maximum definieren.
    Mit anderen Worten: Alles hin zu rotzen und nichts 100%ig spielen können ist keine eigene Handschrift, sondern ganz einfach sch... und Selbstüberschätzung.


    eine


    hat jeder.


    Richtig. Die Frage ist dabei nur, ob diese Handschrift im positiven oder im negativen aus der Masse heraussticht.

    Ach, ganz vergessen. Thema Persönlichkeit. Das hier würde ich mal ganz gewagt als Grundlage für echtes künstlerisches (und auch wissenschaftliches und innovatives) Schaffen betrachten:


    https://musikdidaktik.net/2017…nsibilitaet-bei-musikern/


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t


    Ich finde mich darin mittlerweile wieder. Und ich glaube, auf einige hier könnte das auch zutreffen. ;)


    Das Gegenteil davon sind dann dunkle Persönlichkeitsmerkmale wie die Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Machiavellismus und Psychopathie.
    Ich hatte es im Musikbereich auch mit ein paar Narzissten zu tun und kann definitiv sagen, dass das keine Grundlage für irgendwas "echtes" ist. Solche Leute haben sogar das Potenzial, anderen die Grundlagen für ihr Schaffen zu nehmen.
    In meiner Familie gibts Leute von allen 3 Sorten.


    Aber das nur am Rande. Fand ich gerade noch wichtig. :)

    Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und bin selbst noch nicht da, wo ich sein möchte. Bin aber auf einem professionellen Level.


    Um es kurz zu machen:
    Ich denke, dass Leute, die im Bereich Kunst und Musik wirklich große Persönlichkeiten waren / sind und eine entsprechend eigene Handschrift (im positiven Sinn :) ) besitzen, darüber nie nachgedacht haben. Wenn da ein entsprechendes Potenzial ist, sucht sich das von selbst seinen Weg.
    Mit anderen Worten: Nicht zu viel Nachdenken, sondern Machen.


    Worüber ich ernsthaft nachdenken musste ist die Selbstfindung und darüber, was ich bei Drumming und Musikproduktion drauf hab und dass ich damit meine Brötchen verdienen kann. Das musste ich aber nur tun, weil meiner Familie (wozu nur teilweise die Eltern zählen ...) das nicht nur scheiß war und sie mich komplett im Stich gelassen hatten, sondern mir auch noch Steine in den Weg gelegt und mich am Fortkommen und Entwickeln gehindert hatten. Ich kann mich dahingehend nur noch verwirklichen, wenn ich meine Familie komplett für mich abhake und neu anfange.
    Ein unschönes Thema zwar, aber das gehört zu meiner Geschichte dazu. :)

    Mal von meiner aktuellen Band-Schaffenspause abgesehen, bin ich bisher auch ganz gut bei verschiedensten Bands angekommen. Wurde für meinen Groove und Banddienliches Spiel geschätzt. Ich hatte aber nie darüber nachgedacht, welche Fills ich nun wann genau spiele. Und wie die heißen und so weiter. Sondern das alles nach Gefühl gemacht. Egal, bei welcher Musikrichtung. Wenn es mal um's Covern ging (worauf ich nie den Schwerpunkt gelegt hatte) hatte ich aber des öfteren das Drumming auch einfach möglichst 1:1 nachgespielt.


    Man kann da ganz schlecht verallgemeinern ... denn es geht - wie schon gesagt wurde - um Musik. Fühlen und Lieben sollte man es ... :)

    Also ich habe und brauche so einen Tisch auch nicht. Aber prinzipiell ist das schon 'ne gute Sache. Weil das gegenüberliegende Fell beim Stimmen generell nicht mitschwingen sollte.
    Ich komme auch immer so zum Ergebnis und meine Resos schwingen bspw. beim Nachstimmen der Schlagfelle direkt am Set immer mit. Aber prinzipiell ist das eben nicht optimal. ;)


    Und, wie angemerkt, von einer "Tuning-Ogie" zu sprechen, ist vielleicht ein wenig des Guten zu viel. Hättest du ein Set wie Phillips, Cobham oder Bozzio wäre der Begriff angebracht. Aber bei den paar Toms? Naja. :)


    Nee, das ist nicht ein wenig des Guten zu viel. Auch ein kleines Set richtig durchzustimmen ist 'ne Tuning Orgie. Auch wenn's nicht so lang wie bei größeren Sets dauert. Sollte man schon ernst nehmen. Gerade wenn man wenig Erfahrung mit dem Stimmen hat. Da lohnt es sich erst recht, richtig viel Zeit zu investieren.


    Hier will jemand wissen, wie es richtig geht und da erzählen dann einige was von ihrer Armlänge. Ich hab zwar nicht den längsten Arm, aber dafür den härtesten Punch und den fettesten Sound ... 8)

    Mir scheint das auch lehrreich und oftmals ausreichend zu sein. Vor meiner Musik Phase hatte ich mal vor Jahren auf einem kleinen level42 gig einen Drummer gesehen, der da fast ohne Schlagzeug saß. Da dachte ich, oh, schade der ist bestimmt günstig. Aber da fehlte nix und er darf ja dem perkussiv aufdringlichen 8) bass auch nicht in die Quere kommen.
    Das heißt dann doch für meine Fills, ich kann die entweder auf der Snare ratten und dynamisch aufpeppen oder mir die passenden Toms suchen, so dass der gleiche Fill unterschiedlich gespielt werden kann?


    Als ich mit 15 (nach 3 Jahren Spielzeit in der Kindheit) wieder anfing zu spielen, hatte ich 2-3 Jahre ohne Hängetoms, nur mit einem Standtom geübt. Mal von Bandaktivitäten mit ordentlichen Sets abgesehen.


    Und das hat mir rückblickend betrachtet sehr gut getan.


    Es ist natürlich die Frage, was man anstrebt. Aber geht es um die klassischen "Groove Stile" wie Jazz, Rock und Pop, bringt einen das gerade in der Anfangszeit wahrscheinlich weiter als ein großes Set.

    Welche Version ist es? Die haben den schon mehrfach refreshed. Mittlerweile gibts schon wieder eine neue Version: https://www.thomann.de/de/vic_firth_sih2.htm


    Der Refresh davor betraf auch die Ohrmuscheln. Falls du den ganz alten hast - möglicherweise ist der aktuelle ja besser mit der Brille. Gibt ja Rückgaberecht und so. Nur als Anregung ...


    Ansonsten halt geschlossene In-Ears. Da mehr Geld zu investieren lohnt sich sicher und werde ich auch noch machen. Aber wie gesagt - mit den EP-630 bin ich auch auf der Bühne klargekommen. Außengeräuschdämpfung haben die. Natürlich nicht so neutral wie z.B. der Alpine Gehörschutz.
    Finde die auch zum Musikhören noch in Ordnung. Besser als viele andere in der Preisklasse m.E. ... haben halt Betonungen um 200Hz und 6kHz, aber noch im schön färbenden Bereich - nicht zu heftig. Und ich bin Tontechniker ...

    Müsste übrigens dieses Studio hier sein ... ziemlich sicher:


    http://www.eastweststudios.com/studio1/


    Und so wie ich das im isolated Drum Track höre, wurde dort nur (oder hauptsächlich) der echte Studio Hall dazu gemischt. Die Raum Mikros müssten irgendwo anders im Raum stehen.


    Ansonsten ... Dave Grohl eben. Hatte die Foo Fighters mal live auf 'nem Festival gesehen. Energie ohne Ende.

    Im Normalfall haben talentierte Leute schon das Bedürfnis, ihr Talent auszuleben. So weit möglich, eben (bei mir war es in den letzten Jahren kaum möglich).
    Fehlt das bzw. der Wille dazu, dann reicht das eben nicht. Und interessiert letztendlich auch keinen.


    Es ist wie bei allem ... auf das Mittelmaß bzw. das Gleichgewicht kommt's an. In diesem Fall zwischen Talent und Übung bzw. Spielzeit. Ist kaum Talent vorhanden, bringt viel Üben auch nicht viel. Umgekehrt aber genau so.


    Aber nach meiner Erfahrung stellt sich eigentlich immer ein natürliches Gleichgewicht ein, wenn man keinen Zwängen oder Schranken ausgesetzt wird.


    Das theoretisch und mit Zahlen zu betrachten ist m.E. nicht besonders sinnvoll.


    Mir wurde zwar immer nachgesagt, viel Talent zu besitzen (nicht nur an den Drums), aber im großen und ganzen verhält sich das bei mir ähnlich. Generell sind Timing - auch oder vor allem innerhalb von Bands - , Dynamik und Musik-/Banddienliches Spiel sowie ohne größeren Aufwand (durch Hinhören) neues Material erarbeiten zu können, meine Stärken. Stimmen und im tontechnischen Zusammenhang Drums Sound generell mittlerweile auch.


    Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube ich bin was das Spielenlernen betrifft generell eher eine Ausnahme. Ist zum Teil wohl auch einfach meiner abstrusen Familiengeschichte geschuldet. Von Förderung mal gar nicht zu sprechen ... mir lagen reichlich Steine im Weg. Teilweise so große Brocken, dass ich mich psychisch nur übers Drumming und Musikmachen am Leben erhielt.
    Es war mit 6-7 Jahren mein Wunsch, Schlagzeug zu spielen. Meine Mutter hatte mir zur Schuleinführung einfach ein Set gekauft. Das hab ich dann so bis ich 10 war gemacht. Unterricht hatte mich nie interessiert. Die Musikschule, an der ich 1 Jahr war, hatte mir (und wohl auch allen anderen Schlagzeug Schülern) in der Zeit 5 verschiedene Lehrer vor die Nase gesetzt. Zu ein paar Zeugnisausgaben trommelte ich dann mal ein selbst erarbeitetes Solo. Das war's dann erst mal. Die nächsten Jahre musste ich mich mit allerlei abstrusem Mist auseinander setzen und zusehen, dass ich nicht komplett drauf gehe. Dass das Jugendamt bei den untragbaren Zuständen dann bei meinem Vater auch nicht eingeschritten ist, habe ich meiner Oma mütterlicherseits zu verdanken. Aber egal ... es gibt Sachen, die sollte es eigentlich gar nicht geben. ;)
    Mit 15 fing ich wieder an zu spielen. In den ersten Jahren nur auf meinem alten Schrott-Set. Mit 17, nach dem Umzug nach Mittelfranken, dann viel in Bands. Alle Leute wollten mit mir spielen und lobten mich für meinen Groove. Ein Gitarrenlehrer empfahl mir, Drums zu studieren. Aber aufgrund meiner damaligen Lebensumstände und dem Brocken von meiner Familie, der meine Psyche zermarterte, nicht machbar.
    Bis ich 24 war entwickelte ich mich ganz gut weiter und sammelte sehr viele verschiedene Band Erfahrungen. Trotz der Umstände und obwohl ich beinahe vollständiger Autodidakt bin war ich zu der Zeit schon auf einem professionellen Level und hatte auch sowas wie eine "eigene Handschrift".
    Dann holte mich meine Familiengeschichte wieder ein und ich war die letzten Jahre damit beschäftigt, das endlich ein für alle mal für mich zu klären. Habe die Zeit aber auch dazu genutzt, um mich bzgl. Musikproduktion und Studio-Mixing auf ein professionelles Level zu entwickeln.
    Aber das, was ich suche (Beruf kommt ja von Berufung ...) habe ich bisher nicht gefunden. Will aber nächstes Jahr in Hamburg damit anfangen ... :)


    Wie viele Stunden ich bisher geübt und sonst gespielt habe, kann ich nicht genau sagen. Alle Unterbrechungen und Zwangspausen mit gezählt komme ich aktuell auf ca. 13 aktive Spieljahre.


    Gehört zwar eigentlich nicht hier her ... aber evtl. auch mal ganz interessant für den ein oder anderen, von einer Laufbahn der etwas anderen Art zu lesen.