Beiträge von m_tree

    Ein Vorschlag ohne Triggern:


    Dupliziere die Overhead Spuren im Mix und schneide alles außer die Tomschläge weg. Dann formst du das alles noch ein bisschen mit dem EQ und dämpfst ggf. Beckenbleed etwas ab.


    Hab ich schon mal erfolgereich bei einem Mixing Job gemacht.


    Außerdem könntest du eine Alternative zu Recorderman probieren. Von letzterem halte ich mittlerweile nicht mehr viel. Die Overheads beide senkrecht über die Trommeln (nicht über die Becken) hängen, evtl. auch schräg von hinten aufs Set zeigen lassen und gleichen Abstand zur Snare über die Höhe der Mikros regeln. Ziel des ganzen: Ein ausgewogeneres Stereobild und ein ausgewogeneres Verhältnis von Trommeln und Becken.

    Genau. Gerade im Tontechnik Bereich sind mir zig Leute mit sehr großen Mundwerken, teilweise mit den dollsten Abschlüssen, über den Weg gelaufen und als man dann mal einen Mix gehört hat, war das teilweise sehr ernüchternd.


    Von mir gibts jedenfalls was zu hören. Ich mach das z.Z. semi-professionell und bald voll professionell.


    Also bevor über kritische Kommentare abgelästert wird, einfach mal informieren.

    Wo Raummoden wirklich problematisch werden ist in Abhörumgebungen und Beschallung von Räumen generell.


    Aber in einer innen mikrofonierten Bassdrum fällt das nicht weiter ins Gewicht. Da würde ich lieber zusehen, den EQ für die üblichen Dinge zu verwenden: Säubern, verschönern, in den Mix einpassen. Z.B. kann es u.U. hilfreich sein, die Kick da auszudünnen, wo sie dem Bass im Weg steht. Ohne Sidechains und solchen Quark (sowas ist ein Stilmittel).


    Aber egal ... bin ja auch nicht dafür zuständig, auf die Sinnbefreitheit von YT Tutorials hinzuweisen.

    Ich habe beim Abmischen noch nirgendwo Raumresonanzen wegfiltern müssen. Mal von Raumspuren vielleicht abgesehen, aber da waren eher meistens gröbere Pinselstriche mit dem EQ nötig.
    Aber gerade auf Becken / Overheads und Gitarren finden sich immer problematische Frequenzen. Meistens im oberen Mitten und Höhenbereich. Generell sollte man aber immer den gesamten Frequenzbereich, den ein Instrument abdeckt, absuchen. Hier hört man die Unterschiede ganz gut. Hätte ich vor dem eigentlichen Mixdown nicht immer fleißig "gesäubert", würde das nicht so klingen. https://soundcloud.com/m_tree


    Im Inneren einer Bassdrum finden sich keine Raumresonazen. Die Bassdrum selbst ist ein großer Resonanzkörper. Das, was da rausgefiltert wird, sind Resonanzen der Bassdrum selbst, nicht des Raumes.

    Drumstudio1
    Interessant ist jedenfalls, dass man sich wirklich brauchbare Informationen immer mit Köpfchen besorgen oder gar selbst erarbeiten muss. Was einem geschenkt wird, ist meistens nicht viel wert. Und das gilt auch für reißerische Youtube Tutorials. Auch im Tontechnik Bereich gibts unzählige Tutorials, zu 95% von Amateuren und Möchtegerns (für ebendiese) gemacht.


    Am besten ist man mit Fachliteratur beraten. Was ich aber auch empfehlen kann ist http://www.soundonsound.com ... die meinen's ernst und sind seriös. Da gibts auch haufenweise aufschlussreiche Interviews mit den ganz großen.


    Häufig wird nicht hinter die Fassade geschaut. Wenn man sich bspw. wie ein Arschloch benimmt, kann das auch kontruktive Hintergründe haben.

    OK, der falsche Weg ist es vielleicht nicht. Aber es haben unzählige Top Leute in der Vergangenheit gezeigt, wie es richtig geht :D


    Und klar beeinflusst die Art der Absorption die Klangfarbe des Raums. Wenn nur der Nachhall im Höhenbereich gedämpft wird, dann führt das halt dazu, dass der Raum mumpfig klingt.


    Ich verstehe auch nicht, was es da noch groß zu diskutieren gibt.

    Das brauchst Du mir nicht zu erzählen. Ich habe schon aus den problematischsten Drum Recordings ohne externe Samples einen vernünftigen Sound rausgekitzelt.


    Ja, der Unterschied ist deutlich hörbar. Aber den Raum für ein Drum Recording so abzutöten ist halt trotzdem der falsche Weg. Für Gesangsaufnahmen hingegen sind das die richtigen Maßnahmen.


    Ich hatte vor längerer Zeit die selben Fehler gemacht. Den Proberaum bspw. mit Noppenschaum auszukleiden. Das führt nur dazu, dass alles mumpfig klingt, weil nur Höhen geschluckt werden.


    Und während das für Dich alles nur Theorien sind, setzen andere diese Theorien in die Praxis um. ;)

    Ich schreibe mal ein paar grundlegende Sachen zu einem gut klingenden Aufnahmeraum und Drum Recording:


    • Gesetzt sein sollten Bassfallen in den Ecken, denn Nachhall in tieferen Frequenzbereichen klingt nie gut und tiefe Frequenzen klingen naturgemäß auch am längsten nach (haben die größte Energie). In den Ecken kumulieren sich die Bässe auf. Aus diesem Grund kann man sie dort auch am besten einfangen.
    • Mal abgesehen von Gesangs Aufnahmen kommt es bei Aufnahmeräumen auf einen guten Raumklang mit einem schön klingenden Nachhall an. Das erreicht man aber nicht mit Absorbern. Dafür sollten Diffusoren an die Wände.
    • Breitbandabsorber kommen in Aufnahmeräumen am besten an die Decke.
    • Als Faustregel gilt: bei 1/10 der Wellenlänge beginnt die Absorption der entsprechenden Wellenlänge. Wellenlänge = Schallgeschwindigkeit durch Frequenz. Bei bspw. 500Hz braucht man also mindestens ca. 7cm dickes Material für eine nennenswerte Absorption. Brauchbare Breitbandabsorber haben eine Stärke von bspw. 14cm. Bei Bassfallen sollten's schon 50cm sein.


    Ich bin als Studio-Tontechniker und Mixing Engineer gut mit dem Thema vertraut.


    Moderne Schlagzeug Aufnahmen mit Nahmikrofonierung kriegt man auch in schlechteren Räumen mit entsprechendem Mixdown halbwegs professionell klingend hin. Nach meiner Erfahrung lohnen sich Raumspuren nur, wenn der Raum auch was hermacht. D.h. eine entsprechende Größe und Deckenhöhe hat und akustisch behandelt wurde. Und auch dann sollten die Raummikros einen gewissen Abstand zum Set haben und mehr Diffusschall als Direktschall einfangen, was z.B. mit Kugelmikrofonen oder Off-Axis zum Set ausgerichteten Nieren machbar ist.


    Aber ansonsten ein ganz nettes Video zur Veranschaulichung dafür, wie man es nicht machen sollte.

    Wie gesagt ... ich würds von einer anderen IP Adresse aus mit anderen Daten versuchen. Z.B. Vorname und ein Fantasie Nachname, mit dem du leben kannst (irgendwas sinnvolles deine Person betreffend evtl.).
    Facebook sollte sowieso nicht alles wissen ... die wissen schon viel zu viel. :D

    Versuch's doch mal mit anderen Daten. Kenne ein paar Leute, die nicht ihren kompletten Klarnamen angegeben haben und trotzdem nicht gesperrt werden.


    Facebook ist wie eine Droge. Irgendwann ist man abhängig davon, wenn man nicht aufpasst. Ich mach sehr vieles darüber ... wahrscheinlich zu viel.


    Edit:
    Falls du es noch mal mit anderen Daten versuchst, mach das am besten auch von einer anderen IP Adresse aus.


    Aber vielleicht verschweigst Du uns ja auch was und wurdest aus einem guten Grund gesperrt. :D


    Genau an dieser Stelle wird es spannend. Das der Mix ein wichtiger Teil des künstlerischen Prozesses ist, gebe ich als Musiker sowas ungern komplett aus der Hand, sondern bin lieber dabei und nehme Einfluss auf die künstlerischen Entscheidungen, die im Abmischprozeß getroffen werden. Ich hab da schon schlimme Sachen erlebt, wenn ich nicht dabei war...Rohspuren super, Mix eine glatte 5.


    Deswegen habe ich Referenzmaterial mit Roh-Mischungen zum Vergleich. Und deswegen biete ich auch einen unverbindlichen Probemix an. Hast du überhaupt mal reingehört?


    Aber ich weiß schon, was du meinst. Es gibt massenweise Leute, die behaupten sie könnten mischen, aber kriegen nicht mal ein brauchbares Leveling zustande (wozu auch Automation gehört) und lassen die Spuren teilweise schlechter als davor klingen. Zu meinen recording.de Zeiten habe ich fast nur solche Erfahrungen gemacht. Da dachte ich mir immer nur - bin ich jetzt wirklich besser oder spinne ich einfach nur rum? Aber wenn man sich anschaut, wie viel Dresche ich dort gekriegt hatte ... na ja egal.


    Es gibt auch einfach Qualitätsstandards, die man erstmal auf die Beine stellen muss. Ich erreiche diese Qualitätsstandards. Danach erst gehts um Geschmack.
    Bei den ganz Großen läuft das sowieso so: Da sucht der Produzent den Mischer oft gezielt aus, um der Produktion eine gewisse "Farbe" zu geben bzw. den Stempel des Mischers drauf zu setzen.
    Man sollte auch einfach Kommunizieren. Vorab-Instruktionen nehme ich genau so entgegen wie Nachbesserungswünsche.


    Also das ist hier kein 0815 Mixing Angebot. Meine Mischungen sind voll professionell und stechen aus der Masse raus.


    Habe kürzlich eine weitere Referenz von öffentlich verfügbaren Spuren gemischt. Death Metal (bzw. sowas ähnliches). Hier mal direkt von der Dropbox, Soundcloud meckert da wegen den Rechten (was eigenartig ist, denn im Normalfall kann man sein Misch Ergebnis von öffentlich verfügbaren Spuren auch öffentlich präsentieren). Ab 4:50 geht der Roughmix los:
    https://www.dropbox.com/s/wexw…ough%20-%20final.mp3?dl=0


    Alles 100% originale Spuren. Bass und Gitarren hatten noch DI-Spuren dabei, habe ich aber nicht benutzt. Die Drums hatten einen Snare Sample Track dabei, den ich dazu gemischt hatte und für die Kick Hauptspur habe ich mir ein punchigeres Sample aus dem Kick Track gebastelt.
    Also "bescheißen" tu ich wirklich nur, wenn ich es für nötig halte.


    Nunja, wenn man seine Vorstellungen klar äussert und vielleicht noch mit einem Referenztrack unterlegt sollte man schon ein brauchbares Ergebniss bekommen.
    Bei Mixwettbewerben finde ich auch immer spannend wie unterschiedlich die Musik interpretiert wird wenn es keine klaren Vorgaben gibt.


    Das mit den Referenztracks ist immer so eine Sache. Denn die Aufnahmen geben den Ton an und wenn diese nicht mal annähernd so wie die Referenz klingen, wäre es genau das falsche, in diese Richtung zu mischen. Je mehr man im Mix verbiegen muss, desto schlechter klingt es am Ende - prinzipiell zumindest. Das Maß machts am Ende natürlich.
    Bei Mixing Wettbewerben fand ich es eher immer gruselig, was da teilweise so zusammen gemischt wurde. :D


    Hi m_tree,

    dass ich Deinen Sound mag, hab ich hier ja schon mal geschrieben, aber jetzt weiß ich, dass ich auch Dein Drumming ganz ausgezeichnet finde (und dazu, was so ein m_tree ist).
    Ach, wär' das schön, wenn beim Drumming auch immer alles von ganz alleine käm, hm? :)


    Gruß
    Hajo K


    Danke. :)
    Was hast du dir denn angehört? Es gibt z.Z. nicht viel aussagekräftiges im Netz von mir. Eigentlich wollte ich mal bei Gelegenheit auch meine Shuffle Qualitäten präsentieren, z.B. Rosanna covern. Aber dazu fehlen mir momentan die Resourcen.

    So richtig aktiv bin ich hier ja auch schon länger nicht mehr. Muss aber an dieser Stelle mal ganz deutlich sagen, dass dieses Forum die "gediegenste" und freundlichste Atmosphäre hat, die ich in einem Internetforum je erlebt habe. Das Drummerforum auf Facebook (Gruppe) ist m.E. nicht so niveauvoll wie hier.
    Die schlimmsten Shitstorms, Bösartigkeiten und Niveaulosigkeiten hatte ich auf recording.de und im Recording Bereich auf musiker-board.de erlebt. Aus dem Grund bin ich dort auch mittlerweile weg. Oder die Leute ticken im Recording Bereich einfach anders ... ist jedenfalls nix für mich.


    Vergessen darf man dabei aber nicht, dass gerade das berüchtigte Sommerloch anfängt ...

    Also ich besitze im Moment ein SM 57, ein beta 52a und ein Rode NT-2a. Spiele in einer Band, die in Richtung Bluesrock geht (Joe Bonamassa, auch einige John Mayer oder Hendrix Nummern und ähnliches).
    Suche nun eben ein Setup für live Gigs weniger mit dem Ziel die Lautstärke zu erhöhen, sondern vielmehr den Sound zu verbessern, damit die drums vor allem im Freien nicht Gefahr laufen nur ein "Hintergrundgeräusch" zu werden, sondern guten Punch haben und sich gegen Gitarre, Bass und Piano behaupten können.
    Im Idealfall mit diesen 3 mics oder höchstens noch Kosten von 200 bis maximal 300 euro wenn möglich.
    Set besteht aus Kick, Snare, Hi-hat, Rack-Tom, Floor-Tom, Ride und 1 Crash (evtl. kommt noch ein zweites hinzu).


    Stellt und bedient ihr die Technik denn generell selbst?
    Punch entsteht erstmal durch punchiges Spiel. Reicht das bei entsprechend kleinen Locations trotzdem nicht aus, verstärkt man zuerst die Bassdrum. Oft reicht das sogar bis zu einem gewissen Gesamtlautstärkelevel. Und letzteres ist der Knackpunkt: Wie groß ist eigentlich eure PA dimensioniert? Wie groß sind eure Gigs?
    Nimmt man nur die Bassdrum (wofür Subwoofer vorhanden sein sollten) und ggf. auch die Snare ab, gibts eine Grenze, bis zu der man die Gesamtlautstärke fahren kann, die du vorgibst. Ansonsten geht dein Set bzw. Einzelteile deines Sets dann - wie von dir befürchtet - unter.


    Prinizpiell kann ich mir vorstellen, dass 3 Mikros für deine Zwecke ausreichen. Dabei haben, hinstellen und letztendlich doch am Pult aus lassen geht immer.
    Auf dem oberen Snare Mikro ist für gewöhnlich viel Hi-Hat drauf. Hebst du auf der Snare nun ein bisschen Höhen an (was nah mikrofonierten Snares gut bekommt), kommt die Hi-Hat automatisch mit hoch. Das kann man sich auch zu Nutze machen. Das 3. Mikro könnte über der von dir aus gesehen rechten Set Hälfte bzw. über dem Standtom hängen.


    Kannst dir ja auch ein einzelnes Oktava MK-012 besorgen. Die sind relativ robust und Bühnentauglich. Das von trommla angesprochene Beyerdynamic M201 wäre eine gute Alternative.


    Aber diese 3er Kombi geht natürlich nur bis zu einer gewissen Lautstärke. Irgendwann gehen dann einfach die Toms und noch andere Elemente des Sets unter. Nur mit einem vollständig abgenommenen Set kann man diese Grenze dann sprengen. Dann wird der Mix aber aufwändiger, wenn das am Ende wirklich gut klingen soll.

    Meine konkrete Empfehlung:


    Ein Oktava MK-012 Stereopaar besorgen - klingen m.E. übrigens weitaus besser als Rode NT5 (erdiger, unaufdringlicher und nicht so brizzelig in den Höhen). Damit kann man auch sonst weitaus mehr machen als mit speziellen Tom Mikros.
    Beckenbleed auf Tom Mikrofonen klingt immer grauenhaft. In der professionellen Musikproduktion ist es daher üblich, Tom Spuren zu schneiden bzw. zu automatisieren.


    Ich würde die Overheads über die Toms hängen. Hat gleichzeitig den Vorteil, dass das Set ausgewogener klingt, denn die Becken hängen meistens am höchsten. Und so klingen die Becken auch weicher und unaufdringlicher, denn Becken klingen am Rand immer am weichesten und Richtmikrofone (insbesondere Kondensator Mikros) haben On-Axis die schärfsten Höhen.
    Und ich würde sie so tief wie möglich über die Toms hängen, ohne dass die Mikros deinem Spiel in die Quere kommen oder du ganz und gar riskierst, drauf zu hauen. Denn je geringer der Abstand, desto mehr Nutzsignal und weniger Schmutzsignal (Bühne) hast du.


    Die Toms werden so aber zwangsläufig dünner als Kick und Snare klingen. Denn bei Nahmikrofonierung werden Bässe geboostet.

    Andy Wallace ist eigentlich DER Engineer, dessen Mix Struktur und typischer Sound fast ausschließlich auf Volume Rides basiert. Und dem hab ich auch ne Zeit lang nach geeifert ... der Artikel gibt ein bisschen Aufschluss über seinen Mixing Ansatz:


    http://www.soundonsound.com/pe…inkin-parks-hunting-party


    Die Mixing Essentials sind nicht mehr interessant für mich. Ich hatte vor ein paar Jahren auch mal das Buch von Mike Senior (der ist bei SOS und Cambridge auch dabei) grob durch geackert.
    Immerhin hat der dort keine spezifischen Angaben von Instrumenten und deren Frequenzbereichen gemacht. Sowas ist für Anfänger eigentlich nur irreführend und führt nur dazu, dass sich ein falscher Umgang mit dem EQ antrainiert wird.
    Die besten Aufnahmen sind immer noch die, die gar kein EQing benötigen. OK, das ist ein utopischer Optimalfall, aber der Ansatz ist klar. Je schlechter bzw. unstimmiger die Aufnahmen, desto mehr muss im Mix verbogen werden.


    Und hier noch ein Artikel zu CLA:
    http://www.soundonsound.com/te…engineers-chris-lord-alge

    Ziel also erreicht: Gratuliere! ;) Deiner Philosophie kann ich definitiv zustimmen.


    :)


    Zitat

    Nicht selten ist sowas auch meine Absicht.Ich mag halt die spezifische Färbung meiner analogen Gerätschaften und nutze dies sogar als gewünschtes Sounddesign. In deinem konkreten Fall (deiner Vorstellung/persönlichen Präferenz, Absichten) wäre sowas natürlich weniger geeignet.


    Ich würde eigentlich auch lieber hybrid arbeiten und den Hauptanteil des Mischens auf einer echten Konsole machen. Momentan leider komplett ITB.
    Aber meine Werkzeuge hab ich mir mit der Zeit auch sorgäflig ausgesucht. Also ich hab schon meine Präferenzen, was den Klang bzw. die Färbung von Effekten angeht. Und für verschiedene Aufgaben benutz ich auch verschiedene Effekte (momentan benutz ich z.B. 5 verschiedene EQs).


    Dazu habe ich 'was interessantes gefunden. Die Unterschiede werden hier schön erläutert. Färbung kann erwünscht sein, muss aber nicht - ebenso auch Fader Riding.



    https://www.youtube.com/watch?v=q4D6tDBsmWU


    Das was im Video erklärt und gezeigt wird sind für mich alte Kamellen. :D


    Aber ich benutze Fader Rides eher weniger um einen Kompressor zu ersetzen, sondern wie gesagt vor allem für "Dramaturgie". Meistens habe ich die Dinge, die ich von der Lautstärke automatisiere, schon komprimiert.


    In meinem angesprochenen Beispiel habe ich natürlich die Automation statt Kompression gewählt, aber IMO ist das auch ein Spezialfall. Denn mit der Sidechain hätte ich nicht einfach nur die Gitarre normal in der Dynamik eingeschränkt, sondern abhängig von der Gesangsdynamik komprimiert.
    Das ist auch das, was ich mit dem "Vermischen" von Spuren meinte. Ich will den Eindruck haben, dass die Band vor mir steht und jedem Musiker auch einzeln zuhören können. Wenn ich jetzt aber anfange, wild über den ganzen Mix verteilt dynamische Abhängigkeiten zu basteln, am schlimmsten mit dynamischen EQs und MB Comps, geht dieses "Autonome" der Instrumente verloren. Es wird ein immer größerer und zunhemend undurchsichtiger Einheitsbrei.



    Ich finde echt toll, wie viel Lob ich hier ernte. Freut mich wirklich sehr. :)

    Klingt für meine Ohren richtig gut.


    Das von dir zu hören setzt natürlich nochmal einen drauf. Danke :)


    Zitat

    Ich sehe grundsätzlich keine falschen Herangehensweise, da beim Mix ja primär das Ergebnis und weniger der Weg zum Ergebnis zählt.
    Ich nutze gerne Multibandkompressor oder auch Sidechainkompression. Multibandkompression entweder um Probleme zu lösen oder eben
    eher dezent. Und Sidechainkompression eigentlich immer sehr dezent. Allerdings arbeite ich in der Regel "Live".


    Live und Studio Mixing unterscheiden sich teilweise extrem. Das kann man so eigentlich nicht vergleichen.


    Zitat

    Interessant wäre, ob Du nun mit geänderter Philosophie auch klanglich andere Mixe lieferst oder ob es letzten Endes nur verschiedene
    Wege zum selben Ziel sind. Und die Frage, ob mit der Änderung der Philosophie/Herangehensweise auch eine Änderung der klanglichen
    Vorstellungen einher gegangen ist.


    Meine Philosophie hat sich mehrfach geändert. Mittlerweile bin ich aber fast rundum zufrieden mit meinen Ergebnissen.
    Die Philosophie hat sich aber nicht zugunsten des Workflows, sondern zugunsten des Sounds verändert. Der Workflow verändert sich dadurch natürlich auch.
    So wars bei mir jetzt zumindest.