Danke erstmal für die Kritik und die Anregungen. Vorab muss ich aber nochmal was klarstellen:
Die hier gezeigten Mixe sind Pre-Mixe .. das ist nur irgendwie zusammengeschustert, die Drums sind auch eher noch 08/15 gemixt, wobei ich hier für eure Tipps schon mal sehr dankbar bin. ![]()
Bass und Gesang sind aber nur Pilotspuren - weder qualitativ noch performance-mäßig wirklich gut und noch fast roh im Mix (aufm Gesang ein Low Cut und etwas Kompression). Bass ist eine Direct-Out Aufnahme und Gesang wurde schnell mit einem SM58 gemacht.
Für die richtigen Aufnahmen stellen wir 3 Mikrofone an die Bassbox und eingesungen wird mit einem Großmembran Kondensator mit Poppschutz. Hier und da werden wir auch mit Dopplungen experimentieren, sowohl beim Bass als auch Gesang.
Bassist/Sänger hat ebenfalls etwas Recording, Mixing und Mastering Kenntnisse und auch noch ein paar nette Effekte am Start (z.Z. arbeite ich mit Reaper). Wir werden beim finalen Mixing dann auch mit verschiedenen Monitoren rumprobieren, ich hab Alesis Monitor One MKII und der Bassist etwas bessere aktive.
Vorher müssen aber auch noch Saxophon und Gitarre eingespielt werden. Die Songs bleiben ja nicht so "nackt". ![]()
Dann wird die ganze Sache sowieso wieder ne Ecke anders aussehen und komplexer werden.
Wenn das dann soweit ist, werde ich mich höchstwahrscheinlich hier nochmal mit ein paar ernsthaften Pre-Mixen melden um Feedback einzuholen ![]()
Die Pre Mixe zu machen und zeigen diente in erster Linie dazu, mal ein erstes Bild von den Songs mit richtigen Drums zu bekommen und eben hier mal was aktuelles zu präsentieren.
DIe Drums-bezogenen Vorschläge hab ich gestern schon mal ansatzweise umgesetzt. Habe die Höhen am Master gut angehoben, der Snare noch mehr Höhen gegeben, die Bassanhebung auf den OHs entfernt, weniger Subbass (BD300 am Reso) zugemixt, dafür mehr von der D112 Spur auf die Kompressorspur um einen insgesamt kompakteren BD Sound zu erreichen. Klingt wirklich klarer und neutraler, allerdings auch weniger natürlich.
Der Hall auf der Snare ist wohl Geschmackssache, aber auch Song-abhängig. Snare ist i.d.R. eigentlich das, wo man als erstes und generell auch am meisten Hall drauf macht. Backbeat eben ... da muss ich dann aber eh nochmal song-bezogen rumprobieren.
Gemixt ist das ganze allerdings wie üblich mit einer separaten Kompressor und einer separaten Hallspur. Auf die Hallspur habe ich alle Spuren außer die äußere BD Spur (da macht sich ein Gate nicht so gut) gezogen, halt zu verschiedenen Anteilen. Auf die Kompressorspur nur die Trommelspuren.
Ein paar Tipps: überlegt euch, wer das hören soll. Soll es auf instrumentale Virtuosität getrimmt sein (so wirkt es) oder - vielleicht dem Namen entsprechend - auch ein songwriting-affines Publikum ansprechen? In dem Moment, wo ein Sänger seine Botschaft zum Besten gibt, sollte man - künstlerische Erwägungen hin oder her - diesem den nötigen Raum lassen, sonst wirkt es zumindest sehr ungewohnt. Das gilt zu allererst fürs Spielerische (weniger Fills, mehr arrangement-bezogene Dynamik) aber auch für die Bearbeitung.
Wir spielen die Songs jetzt schon einige Zeit zu zweit. Die relativ ausladenden und zahlreichen Fills passen da schon ganz gut rein, weil eben so wenig Elemente in der Musik sind. Geändert wird da im Zuge der Demoaufnahmen nix mehr.
Die Veränderungen werden automatisch kommen, wenn sich Saxophon und Gitarre endgültig eingegroovt haben, denk ich. Aus dem Grund machen wir auch erstmal nur ein paar Demos. Das geplante Album wird dann im Studio aufgenommen, aber erst wenn wir uns als Quartett auf musikalischer Ebene endgültig aufeinander eingegroovt haben und ein paar mehr Gigs gespielt haben .. Nächstes Jahr wahrscheinlich. ![]()
Dass EQ-Korrekturen vorgenommen werden müssen (besonders in den angegebenen Frequenzen), liegt zudem auch nicht allein am Frequenzgang der Mics, sondern am Raum und oft auch am eher mässigen Preamp. Wer mal mit einem wirklich guten Pre gearbeitet hat, weiß, was der beim Stacken von Multitrack-Aufnahmen bewirkt. Und was er in der Nachbearbeitung alles erspart.
Diesmal musste ich leider auf ein ADA8000 zurückgreifen. Kombiniert mit einem Saffire Pro24, worüber die Overheads liefen. Ich denke aber trotzdem, dass da für Proberaumaufnahmen und mit unseren Mixing Kenntnissen ein Schuh draus wird, weil sowohl die Mikrofone nix besonderes sind und der Raum auch nicht besonders gut klingt (sehr trocken, also eher ungeeignet für Drumrecording). Ist eben alles noch eher Homerecording-lastig und amateurhaft, aber sind ja auch nur Demos, welche allenfalls auf CDs gebrannt an Veranstalter geschickt werden und auf Soundcloud hochgeladen werden (und was Soundcloud dann mit der Qualität macht ist ja bekannt
) ... ![]()