Beiträge von m_tree

    Da hab ich doch direkt zwei Multitracks von Cambridge gesehen :P.


    Korrekt. Müssten sogar 3 sein :D


    Zitat

    Solide Mixes, Luft nach oben besteht dennoch. Hört sich alles in Allem aber an als wärst du auf einem guten Weg.


    Schön und gut. Aber wo genau besteht denn noch Luft nach oben? Müsstest du mir ja sagen können, wenn du das so beurteilst. ;)


    Zitat

    Ich muss aber den Multiband Kompressor verteidigen. Multiband Kompression benutze ich pers. viel zu wenig und damit kann man nicht nur Sachen retten sondern viele tolle Dinge innerhalb einzelner Signale bewirken. Sofern man Kompressionen bis in ihre letzten Tiefen versteht. Wer sich da ausführlicher Informieren will dem schicke ich gerne einen Fachartikel von mir zu dem Thema :)


    Multiband Kompression und dessen Anwendung zu verstehen ist kein Kunststück.
    Es ist ein extrem machtvolles Werkzeug.


    Allerdings hat jeder Effekt seine Vor- und Nachteile. Daher ist am Ende immer das "Wie" und das Maß entscheidend.
    Auch schon mit 2 Bändern, niedrigen Ratios und niedriger GR zerhackt man das Signal. Die innere, natürliche Dynamik und Frequenzverteilung wird völlig aus dem Ruder gerissen.
    Multiband Kompression lässt auch schnell flach klingen. Nicht nur im Sinne der Dynamik, sondern es geht Tiefe und Plastizität verloren.


    Auch EQs haben ihre Vor- und Nachteile. Ich senke beim Abmischen seit einiger Zeit zu 80% ab und hebe im Bassbereich überhaupt nicht mehr an. Waurm kann ich gerne erläutern, wenn Interesse besteht. ;)


    Beim Abmischen geht es auch sehr viel um Geschmack. Der eine mischt so, der andere so.


    Klar hätte ich hier und da Multiband Kompression benutzen können, um die Sache noch fetter zu machen - oder noch mehr Höhen hinzufügen und die ganze Sache noch lauter machen.
    Aber es geht immer noch um Musik. Ich habe einen Kompromiss gesucht und mittlerweile gefunden, wie ich die größtmögliche Natürlichkeit der Spuren bewahren kann und es eben trotzdem richtig fett zu mischen und zu mastern.


    Ich hatte mich in letzter Zeit auch viel mit Gleichgesinnten ausgetauscht, an ein paar Contests teilgenommen und auch einfach mal so was abgemischt.
    Ich habe definitiv eine eigene Art zu Mischen entwickelt und bin darauf auch ein bisschen stolz. In der Branche braucht man halt auch ein Alleinstellungsmerkmal und einen Stil, sonst hat man wenig Chancen.


    Irgendwann habe ich auch erkannt, dass man oft mit Automation wesentlich besser beraten ist als mit waghalsigen Effektketten, Sidechaining usw.
    Zwei Beispiele: Bei What I Want habe ich das Keyboard radikal nach hinten gemischt und im Mittenbereich Platz für die Gitarre und den Gesang geschaffen. Letztere beiden kämpfen im selben Frequenzspektrum miteinander.
    Ich habe die Gitarre bei jeder Gesangsphrase 1-2dB leiser automatisiert. Das fällt auch überhaupt nicht auf, aber sorgt dafür, dass es halt fetter und voller klingt. Die Alternative wäre Sidechain Kompression gewesen. Aus folgenden Gründen mach ich das nicht: 1. sind es vor allem die leisen Gesangsparts, die Platz brauchen. Dort wird die Gitarre dann aber weniger vom Kompressor gezügelt als bei den lauten. 2. wird die Gitarre komprimiert und nicht einfach nur leiser gemacht. Das ist ein großer Unterschied.
    Beim Intro von Everyday war die Gitarre sowohl im Bassbereich als auch im Präsenzbereich an einigen Stellen problematisch, aber nicht immer. Das habe ich wiederrum mit Lautstärke Automation (Präsenzbereich) und 4 verschiedenen gezielten Cuts im Bassbereich, die ich abwechselnd auf Bypass automatisiert hab, in den Griff gekriegt.
    Für das Bassproblem hatte ich erst nen Multiband Kompressor genommen, mit nur einem aktiven Bassband. Bin dann aber doch wieder zu der "fleißigen" Automations Methode zurück gekehrt. Klingt einfach besser, find ich.


    Kompression ist für Dynamikeinschränkungen da. Gibt es anderweitige Probleme, egal ob störende Resonanzen oder Probleme in der Frequenzverteilung, ist es eigentlich schon ziemlich logisch, dass Kompression da eigentlich nicht das richtige Werkzeug ist.


    Vor einiger Zeit hab ich angefangen meine fertigen Mischungen nochmal mit den Rohspuren zu vergleichen und mich zu fragen: Klingt es wirklich besser als vorher? Habe ich evtl. was kaputt gemacht?
    In meinen Anfangszeiten hatte ich für meine jetzigen Begriffe viel kaputt gemacht. Der richtige Umgang mit den Effekten macht es eben.
    Wenn ich in Foren und Contests so manche Mixe gehört hatte, dachte ich mir "argh, das klingt ja total kaputt".


    Okey, stimmt...meinte damit mehr Transparenz durch Lautstärke Automation anstelle eines Comps/Expanders.


    Ich räume auch immer sehr sorgfältig mit Cuts, Mutes bzw. Volume Rides und Gates auf. Das führt auch schon zu mehr Transparenz. Vor allem auf dem Schlagzeug merkt man das extrem.


    Zitat


    Da liegt oft der Sweetspot eines Lead-Synths. Dadurch kann man den Sound mehr fokusiert nach vorne bringen, und ich finde es klingt weicher und runder als mit EQ's. Es lässt auch mehr Raum frei für die anderen Kanäle, anstatt die ganze Bandbreite unnötig zu komprimieren.


    Die Methode ist mir geläufig. Aber auch hier würde ich anders an die Sache rangehen, um die größtmögliche "Natürlichkeit" und Transparenz zu bewahren.
    Anhebungen im oberen Mittenbereich können sehr aufdringlich klingen (siehe Fletcher Munson Kurve). Daher würde ich z.B. in den unteren Mitten absenken, statt in den oberen Mitten anzuheben. Wenn es dann immer noch nervt, würde ich es mit Transienten Entschärfung versuchen. Davon ausgegangen, dass die Spuren schon bereinigt wurden (aufdringliche und unschöne Frequenzen bzw. Resonanzen schmal dämpfen - vor jedem anderen Bearbeitungsschritt).

    Gotcha! :thumbup: So bleibt alles schön transparent und verschmiert nicht.


    Na ja. Mit Transparenz hat das nicht viel zu tun. Eher damit, den Mix "dramaturgisch" aufzubauen und "musikalisch" zu perfektionieren.
    Transparenz erreicht man vor allem durch sinnvolles EQing und möglichst wenig gemeinsamer Bearbeitung.


    Zitat

    Multiband habe ich noch nie verstanden (also höchstens als allerletzte Notlösung). Was ich jedoch total gerne bei Synths einsetzte ist eine "1176 all-buttons-in" (das Original hat kein SC) Kompression per Sidechaining, also ein 4kHz Boost. Somit kann ich auch die Sättigung des Kompressors ankitzeln und mische dann jenen Kanal parallel dazu.


    Ansonsten sehe ich das auch so. Wenn keine Reparatur notwendig ist, verwendet man auch keine der oben genannten Werkzeuge.


    Wozu die Sidechain und der 4kHz Boost?
    Den 1176er benutze ich auch oft, aber der All-Buttons Mode ist mir sogar für parallele Kompression zu heftig. Wenn ich mit dem parallel komprimiere, dann meistens mit 12:1. Sättigung ist da schon genug da, find ich.
    Ich benutze viele Simulationen von analogem Equipment, da kommt die Sättigung ganz automatisch dazu. Und wenn's mal nicht reicht, gibts ja zig Sättigungstools verschiedenster Arten.


    Ich hab in meinen Anfangszeiten viel mit Multiband gearbeitet. Ich hatte eigentlich schon alles mögliche ausprobiert und teilweise als "DIE" Mixing Strategie angesehen. Aber man entwickelt sich halt weiter.
    Zeitweise hatte ich ganz viel mit Sidechain Kompression gemacht, dann wiederrum mit dynamischen EQs, dann hatte ich mal ne Zeit lang im Mix konsequent ausschließlich parallel komprimiert, usw. ...


    Was mir wirklich was gebracht hat, war Fachliteratur. Für mich ging es da im Endeffekt weniger um Details, sondern eher darum, meine Sicht aufs Mixing und die Herangehensweise zurecht zu rücken.

    Der erste Brew-Song klingt auf meinem Billigspeakern am PC gigantisch gut.
    Ich wünschte ich hätte mich mit Mixing und Mastering in meinem Leben mehr beschäftigt. Ich finde dies ist neben Drumming eines der spannendsten Themen in der Musik überhaupt.


    Respektvoller Gruß


    "Gigantisch gut". Mehr Lob geht wahrscheinlich nicht. :D
    Danke. :)


    Brauchst du nicht ;) ...Transient blablabla, Dynamic EQ ...et voilà! :D


    Dynamische EQs benutze ich nicht mehr. Genauso wenig wie Multiband Kompression und Multiband Bearbeitung allgemein. Transienten Designer benutze ich - wenn überhaupt - meistens nur, um Transienten zu entschärfen, nicht zu betonen.


    Es war ein langer Weg, bis ich für mich erkannt habe, dass nicht eine überbordende Fülle an machtvollen Effekten der Schlüssel zum Erfolg ist, sondern die grundlegenden Effekte musikalisch einzusetzen. Und viel Fleißarbeit. Eine meiner Geheimwaffen ist Lautstärke Automation.


    Multiband Bearbeitung, dynamische EQs, exzessives Sidechaining, Transienten Designer usw. sind vor allem dann gefragt, wenn was zu reparieren ist bzw. wenn man Probleme kaschieren will. Wenn man gute Aufnahmen hat und das richtig abmischt, kann man auf derlei Effekte komplett verzichten.


    Ich finde auch, dass die Beispiele auf Soundcloud gut klingen :)


    Viel Spaß damit weiterhin!


    Ebenfalls danke ;)


    ja, klingt gut.


    Ich fände es gut bei Interesse hier mal eine eigene Rubrik für (Drum)mixing zu eröffnen.
    Vielleicht auch mal einen Contest starten mit Material aus dem Forum. Gib ja hier genügend Leute die aufnehmen.
    Auf recording.de ist das ja nicht so speziel und auch nicht so familiär wie hier.
    Hier sind ja einige die sich mit dem Thema befassen und man könnte sich prima austauschen und es könnte sich so was wie ein Workshop entwickeln.


    Ich sag dazu nur: Meine Mischungen klingen zwar gut, aber es gibt keinen perfekten Mix. 10 ebenbürtige Mischer liefern u.U. völlige unterschiedliche Ergebnisse ab, die alle ihre Schwächen und Stärken haben.
    Das schwierige bei dem Thema ist auch, dass es kein richtig und falsch gibt.


    ...finde ich übrigens auch! War halt nur die falsche Rubrik.


    Danke, freut mich. :)


    ...klingt sicher amtlich. Aber das Ganze ist mir dennoch suspekt. Der Roughmix "Everyday" weist kaum Transienten auf. Und beim gemischten und gemasterten Titel kommen sie dann plötzlich hervor? Komisch.
    Zudem find ich's etwas unpersönlich...kein Name, keine private Seite, gar nichts!


    Bei Everyday musste ich sehr viel reparieren. Das sind nur Proberaumaufnahmen. "What I Want" und "Catching Up" sind hingegen voll professionelle Aufnahmen.
    Ich kann gerne grob erläutern, was ich gemacht habe. Aber "suspekt" muss dir das nicht sein. Mein Mixing Ansatz ist eigentlich sehr einfach gehalten und "klassisch".
    Und wie schon in den Beschreibungen zu lesen ist, habe ich nirgendwo was replaced. Überall original Spuren.


    Zugegeben, es ist etwas unpersönlich. Aber das hat seine Gründe (ja, es ist momentan "schwarz"). Näheres kann gerne privat besprochen werden.


    Finde ich übrigens toll, dass hier so viel Resonanz kommt. In anderen Foren und Gruppen auf FB teilweise nicht annähernd so viel.
    War ja jetzt ne Zeit lang hier nicht aktiv und fühle mich doch gleich wieder wohl. :)

    Ich biete Mixing und Mastering z.Z. günstig an. Bei Interesse, schreibt mir gern eine Nachricht. Unverbindlicher Probemix möglich :)


    Ein paar ältere Referenzen:


    m90tree - YouTube


    Grundsätzlich editiere und quantisiere ich nichts, sofern ich das nicht für nötig halte und wenn, dann frage ich vorher an. Ebenso kann ich aus einem brauchbaren Drums Recording einen fetten Sound ganz ohne Samples rausholen. Bei Bedarf kann ich die Drums aber mit eigenen (echten) Samples unterstützen.


    Ich mische eher "old school", betreibe viel Detailarbeit (technisch und musikalisch) und investiere im Schnitt 8 Stunden in einen Mix.
    Ich mische Radio-tauglich und habe einen Weg gefunden, den Charakter und die Natürlichkeit der Aufnahmen zu bewahren, aber sie trotzdem klar, fett und "Hifi" klingen zu lassen und die Aussage und Musikalität des Songs gut rüberzubringen. Denn es geht am Ende ja um Emotionen.

    Meine Mischungen haben einen hohen Wiedererkennungswert. Ein paar Mixing-Wettbewerbe hatte ich auch gewonnen.


    Mein provisorisches Mastering mache ich grundsätzlich getrennt vom Mix. Daher wäre es auch kein Problem, meinen Mix extern von einem Mastering-Studio mastern zu lassen.

    Meinst du mit nem Mischer einen Menschen, der sich um die Technik und den Mix kümmert? Wenn ja, sollte der alles machen und alles mischen. Alles andere ist Pfusch und geht definitiv am Ziel vorbei.
    Wenn du ein Mischpult meinst, verhält sich das ähnlich.


    Und wenn der Raum "recht klein" ist (ja wie groß isser denn nun ca.? :D ), musst du das Schlagzeug wahrscheinlich garnicht abnehmen. Und wenn überhaupt, reicht es wie gesagt, die BASSDRUM abzunehmen.


    Was spielt ihr denn für Mucke? Welche Instrumente, wie viel Mann?

    Wie groß ist der Raum? Unter Umständen musst du eher zusehen, dass du nicht alles wegbläst, weil der Raum klein und reich an Reflexionen ist :D


    In vielen Fällen reicht es schon, die Bassdrum abzunehmen und nur leicht dazu zu mischen. Der Rest passt sich dann ans Schlagzeug an.
    Eine Komplettabnahme des Schlagzeugs ohne eigenständigen Techniker kann man eigentlich generell vergessen. Auch wenn man sich auskennt und das nötige Equipment hat. Da kann sowieso nix anständiges bei rauskommen, weil ihr euch selbst mischen müsst und weil euch das u.U. so viel Nerven kostet, dass eure Performance davon beeinträchtigt wird.


    Gitarren und Bass über eigenständige Amps und nur den Gesang über die PA laufen zu lassen vereinfacht die Sache und klingt meistens auch besser. Ohne EQing entsteht auf einer PA schnell Matsch.

    Wenn das Mikro in der Bassdrum ist und du halbwegs reinlangst, ist nach meiner Erfahrung eine leichte Übung die Bassdrum zu gaten. Nirgendwo fiel mir die Gate Anwendung so leicht wie bei der Bassdrum.
    Ist das Kick Mikro drinnen, ist es nach meiner Erfahrung auch nicht problematisch hart zu gaten, also weder Dry-Mix / Floorfunktion noch Expander. Denn der Sound in der Bassdrum plus der bereits gut gefärbte Frequenzgang gebräuchlicher BD Mikros gibt sowieso keinen natürlichen Klang des Sets.


    Toms sollte man m.E. auch komplett von Schmutz befreien. Die müllen sonst nur alles zu. Werden selten und ggf. sehr leise Toms gespielt, kann man die Schläge auch einfach freischneiden. Geht manchmal schneller als das Gate sauber einzustellen, insbesondere bei größerem Dynamikumfang.


    Die Snare würde ich hingegen nur dann hart gaten, wenn ein 80s-ähnlicher Sound mit viel Reverb erreicht werden soll. Oder wenns nicht auf Natürlichkeit ankommt.
    Gerade wenn Ghostnotes gespielt werden, ist gaten so eine Sache. Ich hatte zwar schon ein paar Songs gemixt, in denen ich die Ghostnotes mit Sidechaining, Duck Gates etc. separat rausgearbeitet hatte, aber damit wird die Sache immer unnatürlicher und es kann immer mal vorkommen, dass eine Ghostnote verschluckt wird. Gerade dann, wenn verhältnismäßig viel Schmutz auf der Snarespur ist (großer Abstand, flache Ausrichtung im schlimmsten Fall in Richtung Set).
    Die Snare mit Drymix zu gaten halte ich aber generell für sinnvoll, weil durch die zig Kompressionsstufen der Schmutz unverhältnismäßig angehoben wird.
    Den Snare Reverb würde ich generell über nen Send laufen lassen und vor dem Hall Plugin hart gaten. Verschmutzter Hall ist ne üble Sache.


    Bei der Aufnahme schon drauf achten, Übersprechung zu vermeiden. Bei der Bassdrum geht das recht einfach durch die Positionierung im Kessel. Tom Mikros sollten off-axis zu Becken ausgerichtet werden. Das gleiche gilt fürs Snare Mikro. Das Hi-Hat Mikro sollte wiederrum off-axis zur Snare ausgerichtet werden.
    Die Overheads würde ich, wenn A/B gefahren wird, im gleichen Abstand zur Snare ausrichten. So ist die Snare im Stereobild von vorn herein mittig. Und nicht zu breit! 50cm reichen in den meisten Fällen schon. Viel mehr führt nur dazu, dass das Stereobild auseinanderfällt. Da hilft dann auch schmaler pannen nicht mehr viel.


    Sollten die Übersprecher trotzdem noch zu krass sein, kann man auch mit Sidechaining arbeiten. Habe das schon öfters bei auf der Hi-Hat (Snare) und auf der Snare (Bassdrum) gemacht.


    Ansonsten genau auf die Phasenbeziehungen achten, die durch die Laufzeitdifferenzen entstehen. Wird die Snare zusätzlich von unten abgenommen, kann man obligatorisch die Phase des unteren Mikros drehen (da dieses, im Gegensatz zum oberen Mikro, erst positiv ausgelenkt wird). Ansonsten wirds aber schon komplizierter. Gerade die Snare kann sich über die Overheads teilweise übel auslöschen, sodass der Druck und Körper flöten geht. Manche "alignen" dann die Spuren, in dem die Overheads an die Snare angeglichen wird, der Rest dann an die Overheads. Ich bin da aber kein Freund von und arbeite lieber mit exakt auf 1/10 ms eingestellten Delays (die Snare lasse ich hiervon unberührt).


    Noch ein paar Tipps zur Nachbearbeitung:
    - Low-Cuts auf jeder Spur, auch auf der Bassdrum. Je nach dem, wo das Nutzsignal anfängt
    - Schmutz rausnehmen statt erwünschtes reindrehen. Klingt besser. Generell können bei Drums meistens die Mitten etwas zurückgenommen werden - wo und wie genau muss aber speziell entschieden werden.
    - Snare und in geringerem Maße Bassdrum können schon einzeln etwas geclipt werden, das macht die Summenbearbeitung einfacher
    - Snare und Bassdrum sollten auch schon einzeln etwas komprimiert werden, weil sie so wichtig sind
    - ein Summenkompressor mit Release Zeiten um die Dauer von einer Viertel auf den Drums "klebt" alles zusammen ... hierzu mit Bussen / Gruppen arbeiten. Ich komprimiere oft noch zusätzlich parallel IN der Gruppe

    Ganz genau. Unerwünschtes absenken statt überall reindrehen. ;)
    An bestimmten Stellen hebe ich auch an, bin mir aber dabei der EQ Färbung bewusst, meide den Bassbereich und arbeite mit größeren Bandbreiten. Manchmal ist die Färbung eines ausgewählten EQs auch erwünscht, z.B. um ein bisschen "Drive" zu erzeugen.
    Insbesondere das Anheben mit Bell Filtern ist sehr auffällig, weil zum einen nur ein vergleichsweise schmaler Bereich bearbeitet wird und weil die Resonanzfrequenz mit der höchsten Phasengang Änderung (und damit dem längsten Nachschwingen) genau auf dem am stärksten betonten Bereich liegt. Bei Shelfs ist die Resonanzfrequenz hingegen bei der Hälfte des max. EQ Gains, daher sind die unauffälliger.

    Danke erstmal für die ganzen Antworten.
    Das Set stand schon auf den verschiedensten Untergründen in verschiedenen Räumen - verschiedene Proberäume, Bühnen, 2 Studios ... ist also ein generelles Problem. Es ist nicht so, dass es generell nicht stimmbar wäre oder nicht cool und fett klingen würde, aber ich bin mittlerweile eher auf einen kurzen und knackigen Floortom Sound aus, der trotzdem weder extrem hoch oder tief gestimmt ist oder arg gedämpft ist. Das Resonanz/Schwingverhalten ändert sich dadurch ja auch - ich wage zu behaupten, dass man ohne Federn (bzw. ohne solche extreme Federn wie beim Pro-M) akkurater spielen kann.


    Seit der neuen Band steht es auch in einem neuen Raum, übrigens tatsächlich auf einem selfmade Riser (und das Ding ist noch wackliger als die Bühnenteile -.- ). Dort steht auch noch ein PDP Set, von dem ich einfach mal die Beine testen werde. Mal sehen, was die Federung wirklich am Sound ändert. Ich kann dann gerne auch berichten :)


    Falls mir es ohne Federn wirklich mehr zusagt werde ich mir dann doch neue Beine besorgen (Thx @Kad Venku :) ) - ist zwar teurer, aber auch eleganter als eine Bastelei, bei der ggf. noch was zu Schaden kommt.

    Moin moin,


    ich bin z.Z. am Sound-Optimieren meines Pro-Ms, falls ich es für einen wichtigen Studio Aufenthalt im Herbst doch benutzen werde (für die Band erscheint mir ein attackreicherer, weniger "fetter" bzw. bassreicher Sound besser geeignet). Neben einigen anderen Dingen gehts um mein Floortom - abgesehen davon, dass mir ein 14" Floortom fehlt (spiele z.Z. 10+16), hatten mir die Federn an den Floortom Beinen nie wirklich zugesagt. Im Gegensatz zu fast allen anderen 16*16er Floortoms, die ich OHNE FEDERN in letzter Zeit so gespielt hatte, sorgen die Federn bei meinem scheinbar dafür, dass die ohnehin schwer zu bändigende Tomgröße noch schwieriger hinsichtlich Sustain und der Fokussierung des Attacks zu handeln ist. Außerdem steht das Floortom immer recht wackelig und "federt" gerne auch in horizontaler Richtung. Irgendwie nicht der Sinn der Sache ...


    Meines Wissens sind die gefederten Beine des Pro-Ms auch nicht mit denen der Oberklasse Serien Saturn & Orion zu vergleichen. Da funktioniert das, wie bei manch anderen gefederten Beinen, wesentlich besser. Aber berichtigt mich, falls ich Unrecht habe.


    Ich entsinne mich, vor einiger Zeit schonmal die Idee gehabt zu haben die Federn abzumachen. Das geht aber nur mit einer alternativen Konstruktion, die die Federn ersetzt bzw. nur, wenn man die Feder "erstarren" lässt. Meine erste Idee wäre Bauschaum reinzuspritzen, aber ich frage mich, ob das auf die Dauer hält (immerhin wird regelmäßig drauf rumgedroschen).


    Kennt Jemand das Problem bzw. hat Jemand eine Idee, wie man möglichst einfach Abhilfe schaffen kann? Bzw. wenn nicht, welche ungefederten Tombeine für die Pro-M Toms passen?


    Danke schon mal :)