In einem Cubeaudio Podcast wird behauptet, dass bei Billy Talent Crashbecken getrennt eingespielt werden würden.
Außerdem wird wohl oft noch nach der eigentlichen Aufnahme jede Trommel noch einmal einzeln aufgenommen, um einzelne Schläge nachher ersetzen zu können. Gerade wenn der Schlagzeuger sehr unregelmäßige Rimshots spielt scheint mir das auch sinnvoll zu sein.
Jo. Ob das nötig ist, ist wohl auch stark vom Drummer und der Produktion abhängig. Bei Super-Profis, die auf Instrumentalalben vom Stapel lassen, was sie so drauf haben und nen insgesamt sehr "lebendigen" Sound haben, kann ich mir zumindest nicht vorstellen, dass da auf die Art rumgebastelt wird. Glaub nicht mal, dass da noch irgendwas quantisiert wird.
Ich finde das klingt insgesamt nicht schlecht, aber die Sache mit der HiHat finde ich auch extrem störend: bei mir sind die geschlossenen Anschläge eindeutig links außen, halboffen und offen dann auf der anderen Seite rechts außen zu hören. Sowohl über die Genelec 1031 als auch über die diversen Kopfhörer hier (DT990, K271).
Stimmt schon. Die geschlossenen Anschläge sind wirklich nicht da, wo die offenen sind .. ganz links würde ich sie zwar nicht einordnen, aber na ja.
Allerdings hab ich auch keine richtigen Abhörer ... passive Alesis MK2 an einem alten Hifi Amp. Kein Vergleich zu deinen Genelec 1031. 
Zitat von Oliver_Stein
Ich kenne Deinen Raum nicht, aber ich finde, es ist erstaunlich wenig Raum auf den Drums mit drauf. Der Limiter macht manchmal komische Sachen mit dem Panorama (Verschiebung nach rechts) - soll das so?
Unser Proberaum ist relativ trocken, wobei er mit 37m² relativ groß ist. Hinter dem Schlagzeug ist 7cm Noppenschaum an der Wand. Außerdem steht das Set insgesamt leicht schräg zur Wand (das Mikro am Floortom ist ebenfalls näher an der Wand als das an der HH).
Ein weiterer Grund könnte sein, dass ich die Mikros nicht all zu hoch gehängt hatte.
Ob der Limiter irgendeinen Schabernack treibt, hab ich grad nochmal getestet. Ich konnte vom Panorama keinen nennenswerten Unterschied feststellen.
Evtl. mach ich demnächst nochmal eine Aufnahme mit einer mittigeren Position des Sets im Raum und einer etwas höheren Mikro Position.
Zitat von Oliver_Stein
Edit: hier nochmal ein paar grundsätzliche Gedanken zum Stereobild: Wenn die Prämisse für eine Stereomikrofon die mittige Abbildung der Snaredrum ist, dann kann das Stereobild des Sets nur verschoben sein, denn aus der Perspektive der Mikrofone hängt alles auf der rechten (Standtom) Seite. Bei Deinem Setaufbau ist eine Aufnahme, die die Snare in der Mitte hat, die Toms von links nach rechts verteilt und die Becken ausgewogen links und rechts mit einem Stereo-Mikrofon schlicht unmöglich. Da soll keinesfalls Kritik an Deinem Setup sein - im Gegenteil - das Problem haben viele Setups mehr oder weniger ausgeprägt. Ich wollte das nur mal mit in die Überlegung einwerfen...
Etwas in die Überlegung einwerfen ist immer gut
.. nunja, dessen war ich mir von Anfang an bewusst. Ich denke, dass dieses Problem bei so ziemlich jedem "normalen" Set auftritt, weil die Snare in natura nicht mittig ist, aber im Mix dann mittig sein soll. Bei "richtiger" Mikrofonierung ist das dann weniger problematisch, weil die Stützmikrofone hier meiner Erfahrung nach doch garkeine so untergeordnete Rolle spielen und es nicht so tragisch ist, wenn die Snare im Overhead Bild nicht mittig ist. In gewissem Ramen trägt das evtl. sogar zur "räumlicheren" Darstellung der Snare bei.
Arbeitet man hingegen mit minimal Mikrofonierung mit nur einem Stützmikro an/in der BD, bekommt man zwangsläufig einen "natürlicheren" Sound, womit man weniger Möglichkeiten hat, den Natursound des Sets an einen Mix anzupassen. In diesem Zusammenhang ist es dann einfach so, dass das Stereo Panorama im Mix nicht perfekt sein kann, sondern eben - von der Snareposition im Set ausgegangen - leicht verschoben ist.
Aber angesichts dessen war ich auch so überrascht, dass mein Ansatz doch ganz gut funktioniert und ich v.a. meine Idee verwirklichen konnte, dass weniger Crashbecken zu hören sind. Rein optisch sieht das ganze sehr unausgewogen und komisch aus, aber es klingt eben doch ganz passabel.
Zitat von Oliver_Stein
Ich habe mal vor längerer Zeit anhand einer Zeichnung meines Setups über möglichst optimale Mikrofonpositionen nachgedacht - dabei war folgendes raugekommen:

Die Mittenachse der Mikrofone müsste bei mir gedacht von hinten links nach vorne rechts laufen, damit Snare und BD ungefähr mittig drauf sind. Der Rest wäre dann immer noch leicht rechtslastig verteilt (vor allem die Toms, die ab dem 12er bereits rechts liegen). Vielleicht kannst Du dies ja etwas auf Deine Situation übertragen und mal damit experimentieren, die gedachte Mittenachse der Mikros nach rechts zu verdrehen, ohne Abstand und Winkel zueinander und relativ zur Snare zu verändern...
Das linke Mikro würde dann also außen über dem 18er Crash und das rechte zwischen 14er Tom und 14er Crash hängen, oder?
Wenn die Mikros dann - wie bei AB üblich - senkrecht nach unten zeigen, werden definitiv wieder mehr Crashbecken zu hören sein. Ich glaube, dass die Snare dann zu wenig Druck hat. Ich hatte ja auch mit AB und Mikros senkrecht nach unten experimentiert. Dann bräuchte man schon fast ein Stützmikrofon an der Snare, weil durch die Nierencharakteristik der Mikros die Snare aus dem Fokus rutscht, wenn sie nach unten zeigen, auch wenn Winkel und Entfernung identisch sind.
Aus diesem Grund hab ich die Mikros dann auch wieder - wie bei Recorderman - auch auf die Snare zeigen lassen. Nierencharakteristik eben
Zur BD: Wenn die BD auch noch mittig sein soll, wirds echt kompliziert. Kleinere Abweichungen sind hier denk ich unvermeidbar, aber auch nicht weiter tragisch, da ich bei mir zumindest das BD Stützmikro doch ganz gut aufdrehen musste, damit die Sache rund wird.
Wie gesagt, ich werde definitiv noch einen zweiten Test machen und ein paar der angesprochenen Dinge berücksichtigen. Mal schauen 