Beiträge von m_tree

    Thomann führt in der Hinsicht tatsächlich nur die eigene, minderwertige Billigmarke. Kann auch nur dazu raten, was ohne "Plastik" zu kaufen .. quasi "Vollmetall", mal von der internen Isolierung abgesehen.


    Die Billigteile klingen zwar ganz bestimmt nicht schlechter (wer was anderes behauptet hat keine Ahnung), sind aber eben nicht besonders robust ... ist also ein rein mechanisches Problem.

    Ich will das Set sowieso triggern und eventuell damit Aufnahmen auf ein höheres Niveau hieven.


    Getriggert wird bei Aufnahmen eher als Notlösung. Ist am Ende auch stilabhängig. Im Metalbereich wird häufig getriggert. In anderen Musikstilen, bei denen Dynamik (bestes Beispiel: Snare Ghostnotes) eine Rolle spielen, ist es eher zu vermeiden.
    "Richtig gute" Aufnahmen kommen ohne Trigger aus ... hierfür müssen natürlich das Set, der Raum, die Mikrofonierung, der Mix und nicht zuletzt der Drummer gut klingen.


    Zum Rest sagte ich ja bereits was. Ich würde das verlinkte Basix Set nicht kaufen, bevor ich nicht weiß, was genau es für eins ist. D.h.: Verkäufer fragen oder garnicht erst bieten ...

    ... daran, dass diese Frage schon zig mal (in den verschiedensten Formen) gestellt wurde.


    Felle und Stimmung machen den Sound, wie schon gesagt wurde. Die Kessel müssen an sich nur exakt verarbeitet sein (rund, plan, ...), dann können sie rein theoretisch als Basis für nen guten Sound dienen.


    Wenn du dir nun das Set mit minderwertigen und runtergespielten Fellen besorgst hast du noch nicht viel gekonnt. Ordentliche Felle müssen drauf und gestimmt werden müssen sie.
    Hast du Jemanden in deinem Umkreis, der dir das Teil mit neuen Fellen richtig durchstimmen kann?


    EDIT
    In der ebay Auktion ist allerdings nicht klar, um welches Basix es sich genau handelt (Basix ist ja nur der Hersteller). Außerdem läuft die Auktion noch über zwei Tage, der Preis wird also sowieso noch in die Höhe gehen ...

    Joa, ich hab ja auch nur ne ganze Hand voll von Sachen angesprochen, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. :P


    Eine eindeutige Antwort hab ich bereits gegeben: Die Kabel können warm werden, das ist das einzige, was wirklich "passieren" kann. Danke, dass du das auch nochmal angesprochen hast, nachdem du mir ne Themeverfehlung unterstellt hast :whistling:

    Wo werden bei den HiFi Boxen nur mW umgesetzt? Durch Spannungsabfall auf der Leitung (P=U²/R)? An den Boxen (Speakern) wenn z.B. 80W draufsteht?


    Bei Zimmerlautstärke ist die eigentliche Leistung, die die Speaker letztendlich als Luftschall ausgeben nur im Bereich von max. ein paar Watt. Ein Lautsprecher hat auch keinen 100%igen Wirkungsgrad ...
    Die 80Watt z.B. ist die Maximalleistung, die die Box aufnehmen kann, ohne Schäden davonzutragen. Da wird dann noch unterschieden zwischen Sinus- und Musikleistung ... Sinus sind gleichförmige Wellen, Musik eben nicht. Die Sinusleistung liegt normalerweise höher.
    Mit höher werdender Lautstärke bzw. Schalldruck steigt die Leistungsaufnahme auch nicht linear an, wie genau weiß ich nicht. Auf jeden Fall braucht man für die doppelte Lautstärke (id.R. +6dB) mehr als die doppelte Leistung - für die doppelt so hoch empfundene (+ 10dB) natürlich noch mehr.


    Diese Wattangaben sind generell nur Maximalwerte und auch eher theoretischer Natur. Eine 1000W Anlage ist auch nicht immer lauter als eine 100Watt Anlage, wenn beide voll aufgerüsselt sind ... das hängt ganz davon ab, wo man diese Leistung "misst", welche Bauteile verwendet werden, wie die Effizienzen sind und und und ... kleinere Speaker klingen i.d.R. schon bei niedrigerer Leistungsaufnahme lauter (rein subjektiv), größere leiser. Größere klingen dafür aber meist "besser", haben mehr Potenzial - bei gleichem Wirkungsgrad natürlich ... das ist aber auch alles nur ganz pauschale, grobe Theorie. ;)

    Zitat von drummerjoerg

    Dazu doch auch die größeren Kondensatoren im Amp um den entsprechenden Basshub freizusetzen.


    Nein. Die dicken Kondensatoren sind in der Gleichrichterschaltung nach dem Trafo (beides zusammen = Netzteil). Der eigentliche Verstärker ist ein aktives Bauteil wie z.B. eine Röhre oder Transistor - die Kondensatoren in der Verstärkerschaltung sind mehr "Beiwerk" und relativ klein.


    Zitat von nilsph

    Bei 300W/8Ohm fließen grob 6A


    Bei 48V, ja. Bei 48kV fließen dann nur noch 6mA. ;)


    300 oder gar 800W sind ne gan ze Menge Holz. PA Speaker haben sowieso einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad (viel höher als bei Hifi-Boxen). Und selbst bei gebräuchlichen Hifi Boxen werden im Mittel bei Zimmerlautstärke nur ein paar Milliwatt, allenfalls ein paar Watt umgesetzt. Der Verstärker hat im übrigen auch noch ne Verlustleistung - sprich Wärmeabgabe - die je nach Bauart des Verstärkers viel höher als die eigentliche Nutzleistung liegen kann.


    Es stimmt, dass v.a. die tiefen Frequenzen zum einen mehr Leistung / größere Speaker usw. für den gleichen Schalldruck brauchen und zum anderen, dass tiefe Frequenzen höhere Leiterquerschnitte benötigen. Aus diesem Grund wird Elektrizität mit Hochspannung übertragen, weil P = U*I ist. Je höher die Spannung, desto niedriger der Strom bei gleicher Leistung. Daher wird - wie du schon richtig vermutet hast - v.a. die Basswiedergabe unter den niedrigen Kabelquerschnitten leiden.


    Testen kannst du das schon. Wenn du es wirklich übertreibst kann es halt insofern gefährlich werden, weil die hohen Ströme die dünnen Kabel sehr heiß werden lassen und die Kabel ggf. durchschmoren. Im schlimmsten Fall gibts dann nen Kurzen (durchgeschmortes Kabel -> Masse und Phase verbunden), was ganz bestimmt nicht gut fürs Equipment ist. Inwieweit sich das da negativ auswirken kann, kann ich nicht sagen.
    Wie sich zu dünne Kabel auf den Klang auswirken kann ich nicht sagen, aber es werden in erster Linie die tiefen Frequenzen betroffen sein und es wird mit dickeren Kabeln potenziell immer besser klingen - so viel steht fest.


    Kurzum: Probier es, aber dreh nicht zu weit auf und taste dich - wenn überhaupt - langsam vor, wobei immer die "Kabeltemperatur" im Auge behalten werden sollte.


    EDIT

    Zitat von drummerjoerg

    der höhere Widerstand wird sich (im Schallfrequenzbereich) gleichmäßig auf alles auswirken


    Das würde ich nicht sagen - siehe oben.


    Die Länge der Kabel spielt übrigens auch ne Rolle. Längere Kabel haben höhere Widerstände als kürzere ... sind die Kabel also sowieso schon dünn, sollten eher kürzer gewählt werden.

    Kurz was zur Spieltechnik, mit der man Schäden an Becken auf ein Minimum reduziert:


    - Becken nicht zu starr aufhängen
    - Becken in einem eher spitzen Winkel, d.h. eher von oben, anschlagen ... ergo sollten die Crashes ggf. etwas niedriger gehangen werden und leicht zu dir angeschrägt werden
    - beim "Durchcrashen" Wischbewegungen machen, damit das Becken insgesamt nicht zu sehr schaukelt und du ungewollt keine all zu ungünstigen Anschlagwinkel herbeiführst
    - auch beim "Reinhauen" mit Gefühl spielen ... du musst intuitiv wissen, wie dein Becken ungefähr schwingt, um ihm die Sporen zu geben. Draufdreschen muss auch gekonnt sein. Und wenn es das ist, geht auch weniger kaputt ...

    Hmm, soweit ich weiß gehts hier um den Sound und nicht um irgendwelche Zahnstocherhardware, die aus gutem Grund heutzutage nicht mehr gebaut wird .... :whistling:


    Zitat von mskdrums96

    Gut zu wissen wäre auch (falls es jdm weiß) welche Fell auf diesem Set im YT Link sind bzw wie man ein Set für einen Rythm, Blues Style stimmt!


    Das "auch" kannst du weglassen. Das ist das einzige, was du wissen musst.


    Ganz grob kann man sagen: einlagig coated, relativ hoch stimmen, nicht zusätzlich dämpfen .... damit kriegt man nen relativ typischen Jazz und Retro Sound hin, der in diese Richtung geht.

    http://www.thomann.de/de/vic_firth_sih1_kopfhoerer.htm


    Den nutze ich seit fast 6 Jahren ... hat auch in letzter Zeit gute Dienste für Bandaufnahmen (auch Bass, Gitarre, Gesang) sowohl im Proberaum als auch im Studio geleistet. Wurde von mir nie besonders pfleglich behandelt, aber scheint unzerstörbar zu sein ...
    Der Klang ist zwar nicht besonders, aber das ist bei einem "Arbeitskopfhörer" fürs Monitoring u.ä. auch nicht so wichtig. Die Dämpfung ist top (bei Gesangsaufnahmen gehts auch darum, dass nix vom Monitoring ins Mikro kommt, was mit dem Teil problemlos funzt), er ist robust, praxistauglich, langlebig ... und das alles bei dem Preis. ;)


    Tipp: Kauf noch ein Verlängerungskabel dazu ;)


    EDIT
    Mittlerweile scheints ne neue Version von dem zu geben ... meiner sieht jedenfalls etwas anders aus. Aber grundlegend wird sich nix geändert haben ...

    Ich habe jüngst auch über ein Renown Maple als nächstes Set (im nächsten Jahr) nachgedacht. V.a. die Kesselgrößen in den Shellsets find ich nett, womit insbesondere die kurzen Kessel bei Bassdrum und Toms gemeint sind - z.B. als Fusion Variante 22*16, 10*7, 12*8 und 14*14 ...


    Die Gussspannreifen hingegen wären kein Kaufgrund für mich, eher im Gegenteil. Auf Toms bringen sie in erster Linie zusätzliches Gewicht und nen abgewürgteren Sound. Warum man auf Toms Gussreifen macht ist mir echt fraglich.


    Trotzdem scheinen das echt nette Sets zu sein. Wie äußert sich denn die gute Stimmbarkeit bzw. wie kommst du drauf?

    Hatte meine Coverversion des Songs im August ja auch auf YT geupt (http://www.youtube.com/watch?v=jQ6C67oVO9I) und bin in diesem Zuge relativ bald danach (weit vor dem Thread hier) auch auf das im Startpost verlinkte Video gestoßen. So richtig was damit anzufangen wusste ich nicht ... rein spielerisch ists zwar ok, aber insgesamt dennoch völlig deplaziert und unpassend. Neil Peart auf die Art zu covern grenzt ja fast an Bösartigkeit :D


    Ich hätte ohnehin einiges an ihrem Cover auszusetzen, da ich das Drumming dieses Songs quasi "studiert" hab - klingt blöd, ist aber so ... aber verglichen mit einigen anderen Coverversionen dieses Songs auf YT wären das Peanuts.


    Die Frauendiskussion gabs übrigens vor nicht all zu langer Zeit schon mal. Zwar ist man sich aus allgemeinen Toleranzgründen einig ... aber ich denke schon, dass es nicht nur zeitgeschichtliche / gesellschaftliche Gründe hat, dass es sehr wenig wirklich gute Drummerinnen gibt. Und selbst bei den Profis unter ihnen fehlt mir des öfteren was ... sei es jetzt Stil oder der nötige "Punch" ...


    Btw
    Rein optisch find ich sie bzw. das Video jetzt auch nicht besonders prickelnd, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache ... der imho ziemlich verpeilte Blick macht das nicht unbedingt besser. Sieht echt fast so aus, dass die sich was THC haltiges davor reingezogen hat ;)

    Habs natürlich nicht direkt davor gestellt. Aber es kann natürlich gut sein, dass auch 5cm davor noch der Nahbesprechungseffekt auftrat. Außerdem hatte ich das Mikro direkt vorm Beaterauftreffpunkt stehen. Leider hab ich da nicht weiter getestet, weshalb eben auch so ein mieserables Ergebnis rausgekommen ist.


    Ich finds ja ok, wenn du als erfahrener Tonmensch hier Amateure wie mich, die ihre spärlichen Erfahrungen gerne preisgeben, kritisierst. Es ist halt meine Erfahrung mit meinem Setup ... das hätte ich wohl nochmal betonen müssen.
    Im Zweifelsfall würde ich keine "extremen" Sachen machen, was in dem Fall heißt, das Mikro moderat - z.B. mittig in der BD - zu positionieren ... hatte ich ja auch schon geschrieben.
    Bei einer früheren Demo Aufnahme hatte ich das D112 stand-alone nämlich mittig in der selben positioniert und das klingt viel runder und fetter, immer noch mit genug (oder sogar mehr / präziserem) Kick als mit der missglückten Variante vorm Schlagfell.

    Hatte ja geschrieben, dass dadurch auch weniger Volumen und Druck kommt, wenn ich den 400Hz Shelf runterziehe, was gleichbedeutend damit ist, dass es ich gehört hab.
    Ich hatte den Shelf reingehauen und gehört, dass durch die leichte Bass/Tiefmitten Anhebung eben mehr Druck und Volumen von den Toms kommt. Sonst hätte ich den nicht drin gelassen. Sicher kann man mit ein bisschen Spielerei auch noch bessere EQ Einstellungen für diese Art der Mikrofonierung finden. Im Zweifelsfall würd ich aber lieber garkeinen EQ auf die OHs legen. Die Kleinmembraner haben sowieso meistens mehr oder weniger ne Präsenzbetonung.
    Dass das bei "richtigen" Aufnahmen Quatsch mit Soße ist glaub ich gerne. Ich würde mit der Mikrofonierung ja auch keine richtigen Aufnahmen machen, wie gesagt ... muss man halt mal im Verhältnis betrachten.


    Fletcher Munson kenne ich nicht. Muss ich für diese Tests hier aber auch nicht. Es geht hier auch nicht um EQing bzw. Mixing, sondern Mikrofonpositionierung bei minimalem Mikro Setup.

    Das war nur ein Beispiel. Die Songs der Zweitband werden wir zwar im Studio aufnehmen. Aber wenn ich das nur für mich testen würde, würde ich es wohl kaum hier posten, oder? Nicht jeder hat n haufen Mikros und ausreichend dimensionierte Interfaces (ich übrigens auch nicht) und kann am Ende alles passend zusammen mixen.
    Es ging mir lediglich darum einen Weg zu finden, ohne Stützmikros bzw. mit Recorderman den Crashbecken etwas Dominanz zu nehmen und dafür die Toms und die Hi-Hat etwas zu pushen und im Optimalfall ein besseres Stereobild zu erzeugen. Zwar wird keine Sau so ernsthafte Aufnahmen machen, aber für den Heimgebrauch - sei es zu Playalongs, Song Vorabversionen oder was weiß ich - kann man das sicher nutzen ...


    Außerdem sind die Toms unter 400Hz sehr wohl existent, und das garnicht unerheblich. Hatte die Toms u.a. einzeln gespielt vorhin (siehe unten) und mir die gerade nochmal einzeln aufm EQ angeschaut ... selbst beim 10er gibts die höchsten Amplituden um 150Hz, beim 16er sind unter 600Hz bis fast ganz runter durch die Bank wesentlich höhere Ausschläge als darüber. Wenn ich den 400Hz Low-Shelf runterziehe geht viel Volumen und Druck verloren. Weiß also nicht wie du auf sowas kommst.



    .... wie auch immer, ich hab nochmal einige Sachen durchgetestet. Im folgenden die Ergebnisse.
    Hab mir in dem Zusammenhang die Ratschläge von Oliver zu Herzen genommen. Das Set hab ich dafür etwas mehr in den Raum gerückt. Bei den Soundfiles hab ich alle Elemente zuerst einzeln angespielt, wobei ich an der Position eines jeden Elements vorher mit den Sticks "geklickt" habe, wie Oliver meinte. Dort sind nur die Overheads zu hören .. beim anschließenden Spielen des gesamten Sets hab ich dann die BD (und beim dritten Test die Snare) mit dazu genommen.


    Die Mikros hab ich kreisförmig um die Snare ausgerichtet und einmal verschoben. Lichte Höhe (etwas höher als beim ersten Test), Abstand der Mikros zueinander und den Abstand zur Snare hab ich jeweils gleich gelassen. Gemixt hab ich es genauso wie vorher ...


    #1
    Bild
    Hörbeispiel


    #2
    Bild
    Hörbeispiel


    Danach hab ich nochmal nen Test gemacht: Groß AB parallel von hinten aufs Set zeigen lassen, gleiche Höhe wie bei den anderen Versuchen. Das linke Mikro zeigt zwischen Hi-Hat und Snare auf Snare Höhe, das rechte Mikro auf die Mitte des Floortoms.
    Hab noch ein SM58 an die Snare gestellt. Letztlich hab ich das nur ganz wenig dazugemischt (Differenz auf jeden Fall über 20dB zu den OHs) und ca. 50% nach rechts gepannt, weil die Snare eben logischerweise doch nicht mittig ist.
    Das Stereobild gefällt mir hier am besten (ist breiter als die anderen), die Crashbecken sind relativ leise und die Hi-Hat gut zu hören und nicht zu weit in der Mitte. Die Snare ist allerdings auch ohne das Sm58 recht laut, aber eben nicht mittig.
    Insgesamt find ich das allerdings auch nicht übel:


    #3
    Bild
    Hörbeispiel



    Wie genau die Mikros ausgerichtet werden ist wohl insgesamt Geschmackssache und auch vom Raum und Set abhängig. Fakt ist jedenfalls, dass es mehrere Möglichkeiten gibt und es sich generell lohnt, rumzutesten. Generell lässt sich sagen, dass weniger Crashbecken und mehr Toms / Hi-Hat durchkommen, wenn die Mikros hinter dem Set aufgestellt werden.

    Ach so. Um alle Klarheiten zu beseitigen: Die Mittenachse ist die Linie, von ca. 10 nach 4 Uhr geht? Was genau ist mit "Drehen nach rechts" gemeint? Sorry, stehe grade etwas auf dem Schlauch.


    Ich werde heute Abend nochmal ein bisschen testen und mich dann wieder mit 1-2 Soundbeispielen melden. ;)

    Es gibt auch bei Millenium Sets verschiedene Preisklassen. Ohne ne genaue Bezeichnung kann man es also nach wie vor nicht genau einordnen.


    Wenn du eine zweite BD und midnestens 4 Toms haben, nicht gebraucht kaufen und was halbwegs anständiges willst, musst du mindestens 1500 allein für die Kessel einplanen. Da sind dann noch keine gescheiten Felle drauf, keine Hardware und keine Becken dabei.


    Ich würde zuerst eher die Becken tauschen, neue Schlagfelle besorgen, Stimmen, bis der Arzt kommt und evtl. mal über ordentliche Pedalerie (Fuß- und Hi-Hat Maschine) nachdenken. Dann kannst du deinen Überfluss an Trommeln wahren, hast aber erstmal an den anderen - m.E. wichtigeren - Baustellen gearbeitet.


    Felle, Becken und Pedalerie sind nach wie vor hauptsächlich fürs Spielgefühl verantwortlich, die beiden erstgenannten für den Sound. Die Kessel stellen am Ende nur eine mehr oder wenigere solide Grundlage fürs Gesamtpaket.


    Das dämlichste was du machen kannst wäre, dir deinen Billig Kesselsatz durch einen anderen Billig Kesselsatz zu ersetzen, wobei der restliche Schrott bleibt. ;)

    Die Auswahl deines Kesselsatzes hat fast nix mit deinem Musikstil zu tun. Die Fell- und Beckenauswahl, Stimmung und Gesamtaufbau dann schon eher.


    Ein neues Set zu kaufen ist nur die halbe Miete, auch wenns was "gutes" sein sollte. Gestimmt werden muss jedes Set, damits gut klingt. Vielleicht solltest du da lieber erstmal drüber nachdenken, als Geld in neuen Einsteigerschrott zu stecken.

    In einem Cubeaudio Podcast wird behauptet, dass bei Billy Talent Crashbecken getrennt eingespielt werden würden.
    Außerdem wird wohl oft noch nach der eigentlichen Aufnahme jede Trommel noch einmal einzeln aufgenommen, um einzelne Schläge nachher ersetzen zu können. Gerade wenn der Schlagzeuger sehr unregelmäßige Rimshots spielt scheint mir das auch sinnvoll zu sein.


    Jo. Ob das nötig ist, ist wohl auch stark vom Drummer und der Produktion abhängig. Bei Super-Profis, die auf Instrumentalalben vom Stapel lassen, was sie so drauf haben und nen insgesamt sehr "lebendigen" Sound haben, kann ich mir zumindest nicht vorstellen, dass da auf die Art rumgebastelt wird. Glaub nicht mal, dass da noch irgendwas quantisiert wird.


    Ich finde das klingt insgesamt nicht schlecht, aber die Sache mit der HiHat finde ich auch extrem störend: bei mir sind die geschlossenen Anschläge eindeutig links außen, halboffen und offen dann auf der anderen Seite rechts außen zu hören. Sowohl über die Genelec 1031 als auch über die diversen Kopfhörer hier (DT990, K271).


    Stimmt schon. Die geschlossenen Anschläge sind wirklich nicht da, wo die offenen sind .. ganz links würde ich sie zwar nicht einordnen, aber na ja.
    Allerdings hab ich auch keine richtigen Abhörer ... passive Alesis MK2 an einem alten Hifi Amp. Kein Vergleich zu deinen Genelec 1031. 8o


    Zitat von Oliver_Stein

    Ich kenne Deinen Raum nicht, aber ich finde, es ist erstaunlich wenig Raum auf den Drums mit drauf. Der Limiter macht manchmal komische Sachen mit dem Panorama (Verschiebung nach rechts) - soll das so?


    Unser Proberaum ist relativ trocken, wobei er mit 37m² relativ groß ist. Hinter dem Schlagzeug ist 7cm Noppenschaum an der Wand. Außerdem steht das Set insgesamt leicht schräg zur Wand (das Mikro am Floortom ist ebenfalls näher an der Wand als das an der HH).
    Ein weiterer Grund könnte sein, dass ich die Mikros nicht all zu hoch gehängt hatte.
    Ob der Limiter irgendeinen Schabernack treibt, hab ich grad nochmal getestet. Ich konnte vom Panorama keinen nennenswerten Unterschied feststellen.


    Evtl. mach ich demnächst nochmal eine Aufnahme mit einer mittigeren Position des Sets im Raum und einer etwas höheren Mikro Position.


    Zitat von Oliver_Stein

    Edit: hier nochmal ein paar grundsätzliche Gedanken zum Stereobild: Wenn die Prämisse für eine Stereomikrofon die mittige Abbildung der Snaredrum ist, dann kann das Stereobild des Sets nur verschoben sein, denn aus der Perspektive der Mikrofone hängt alles auf der rechten (Standtom) Seite. Bei Deinem Setaufbau ist eine Aufnahme, die die Snare in der Mitte hat, die Toms von links nach rechts verteilt und die Becken ausgewogen links und rechts mit einem Stereo-Mikrofon schlicht unmöglich. Da soll keinesfalls Kritik an Deinem Setup sein - im Gegenteil - das Problem haben viele Setups mehr oder weniger ausgeprägt. Ich wollte das nur mal mit in die Überlegung einwerfen...


    Etwas in die Überlegung einwerfen ist immer gut ^^ .. nunja, dessen war ich mir von Anfang an bewusst. Ich denke, dass dieses Problem bei so ziemlich jedem "normalen" Set auftritt, weil die Snare in natura nicht mittig ist, aber im Mix dann mittig sein soll. Bei "richtiger" Mikrofonierung ist das dann weniger problematisch, weil die Stützmikrofone hier meiner Erfahrung nach doch garkeine so untergeordnete Rolle spielen und es nicht so tragisch ist, wenn die Snare im Overhead Bild nicht mittig ist. In gewissem Ramen trägt das evtl. sogar zur "räumlicheren" Darstellung der Snare bei.


    Arbeitet man hingegen mit minimal Mikrofonierung mit nur einem Stützmikro an/in der BD, bekommt man zwangsläufig einen "natürlicheren" Sound, womit man weniger Möglichkeiten hat, den Natursound des Sets an einen Mix anzupassen. In diesem Zusammenhang ist es dann einfach so, dass das Stereo Panorama im Mix nicht perfekt sein kann, sondern eben - von der Snareposition im Set ausgegangen - leicht verschoben ist.


    Aber angesichts dessen war ich auch so überrascht, dass mein Ansatz doch ganz gut funktioniert und ich v.a. meine Idee verwirklichen konnte, dass weniger Crashbecken zu hören sind. Rein optisch sieht das ganze sehr unausgewogen und komisch aus, aber es klingt eben doch ganz passabel.


    Zitat von Oliver_Stein

    Ich habe mal vor längerer Zeit anhand einer Zeichnung meines Setups über möglichst optimale Mikrofonpositionen nachgedacht - dabei war folgendes raugekommen:



    Die Mittenachse der Mikrofone müsste bei mir gedacht von hinten links nach vorne rechts laufen, damit Snare und BD ungefähr mittig drauf sind. Der Rest wäre dann immer noch leicht rechtslastig verteilt (vor allem die Toms, die ab dem 12er bereits rechts liegen). Vielleicht kannst Du dies ja etwas auf Deine Situation übertragen und mal damit experimentieren, die gedachte Mittenachse der Mikros nach rechts zu verdrehen, ohne Abstand und Winkel zueinander und relativ zur Snare zu verändern...


    Das linke Mikro würde dann also außen über dem 18er Crash und das rechte zwischen 14er Tom und 14er Crash hängen, oder?
    Wenn die Mikros dann - wie bei AB üblich - senkrecht nach unten zeigen, werden definitiv wieder mehr Crashbecken zu hören sein. Ich glaube, dass die Snare dann zu wenig Druck hat. Ich hatte ja auch mit AB und Mikros senkrecht nach unten experimentiert. Dann bräuchte man schon fast ein Stützmikrofon an der Snare, weil durch die Nierencharakteristik der Mikros die Snare aus dem Fokus rutscht, wenn sie nach unten zeigen, auch wenn Winkel und Entfernung identisch sind.
    Aus diesem Grund hab ich die Mikros dann auch wieder - wie bei Recorderman - auch auf die Snare zeigen lassen. Nierencharakteristik eben :rolleyes:
    Zur BD: Wenn die BD auch noch mittig sein soll, wirds echt kompliziert. Kleinere Abweichungen sind hier denk ich unvermeidbar, aber auch nicht weiter tragisch, da ich bei mir zumindest das BD Stützmikro doch ganz gut aufdrehen musste, damit die Sache rund wird.


    Wie gesagt, ich werde definitiv noch einen zweiten Test machen und ein paar der angesprochenen Dinge berücksichtigen. Mal schauen ;)