Beiträge von m_tree

    Wenn du ein Loch im Reso hast, stellt eigentlich jeder "normale" Tontechniker das Mikro in die Bassdrum oder zumindest auf Höhe des Lochs. Spezialwünsche der Band und sonstige Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Es ist nix neues, dass ein moderner Bassdrum Sound viel einfacher oder überhaupt erst mit dem Mikro in der BD zu erreichen ist. Im Livebereich kommt hinzu, dass weniger Übersprechungen aufs Mikro kommen, wenns drinenn ist.
    Das ist allerdings kein Grund das direkt auf andere Trommeln zu übertragen. Bei Snare und Toms funktioniert die Schlagfell-Mikrofonierung prima. Außerdem dient das Mikro am Sarereso i.d.R. nur zum Dazumischen. Wenn deine Snare an sich gut gestimmt ist und der Teppich gut mit dem korrekt reingestimmten Snarebed harmoniert, kommt oben eigentlich noch genug Teppich Sound an, den man dann mittels EQ hervorheben kann.


    Ehrlich gesagt kannte ich dieses DW System bisher garnicht und ich will auch garnicht wissen, was DW sich das kosten lässt. Sammel lieber erstmal ein paar Live Erfahrungen, bevor du Geld für sowas ausgibst. Jeder Gig ist anders und es ist auch nicht immer ein Tonmann und eine PA inkl. Mikrofonen da ... kommt ganz aufs Event an.


    In der Bassdrum mit Hilfe des May Internal Miking System ein AKG D112 (nah am Schlagfell) und vor der Bassdrum ein Yamaha SubkickIn der Snaredrum mit Hilfe des May Internal Miking System ein Mikro, welches auf das Resofell gerichtet ist.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein D112 nahe am Schlagfell sehr matschig und flatschig klingt. Da kommt kein Druck und kaum Bass mehr durch, nur Matsch. Bedauerlicherweise hatte ich die ähnliche Idee wie du für Demo Aufnahmen, wobei die Rolle des Subkicks ein BD300 übernommen hat. Die Rechnung geht so nicht auf. Damit genug Kick durchkommt, musst du das D112 zu großen Teilen zumischen, aber dann hast du den ganzen Matsch im Bassdrum Mix.
    M.E. klingt die Sache am rundesten, wenn - bei einem einzelnen - das Mikro mittig ist ... bei zwei Mikros würde ich eher zur Grenzfläche plus einem weiteren "normalen" BD Mikro auf Resoloch-Höhe oder außen am Reso greifen.

    Mit der Mikrophonierung kann man natürlich genau so angehen.


    Jo. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand seine Spielweise an eine schlechte Mikrofonierung anpasst. Denn in einem namhaften Studio mit erfahrenen Toningenieuren kann sicher jedes Set (vorausgesetzt, es klingt an sich schon gut) passend "konserviert" werden.
    Von Ausnahmen in der Hinsicht hab ich nur gehört, dass angeblich bei diversen hochkarätigen Produktionen alles (oder zumindest fast alles) getrennt am Schlagzeug eingespielt wird. Aber handfeste Beispiele dafür hab ich noch nicht gesehen.


    Zitat von rumo0

    Ich finde dein Hörbeispiel auch schon ziemlich gut. Vor allem die Snare kommt schön mittig und laut. Nur irritiert es mich, dass du die Panpositionen aus Publikumsrichtung eingestellt hast und nicht aus eigener Perspektive. Wie kommts?


    Danke ... gute Frage eigentlich. Hab ich mir irgendwie so angewöhnt, weil ein Großteil der gängigen Produktionen so gepannt ist und ich in letzter Zeit an unseren Demo Aufnahmen selbst rumgemixt (bzw. experimentiert) hab.
    Außerdem sind die Fotos von Publikumsperspektive aus gemacht ... :D
    War halt einfach so intuitiv .. hab ich garnicht weiter drüber nachgedacht. ;)


    Tulpe
    Das wirkt bei den Anschlägen ein bisschen so. Sie ist aber schon eher rechts ... gut zu hören, wenn sie geöffnet ist. Hör doch nochmal genauer hin ;)


    Grad selbst nochmal drüber gehört ... eieiei, was ich letzte Nacht da teilweise für nen Kram zusammengespielt hab. 8|

    MoinHört sich über meinen Laptop sehr schön an.Fragen:Warum ist die Bass phasengedreht?Hast Du Erfahrung mit ORTF? (Hat sich erledigt, wurde im Zusammenhang mit dem Superlux S502 schon diskutiert)Grüße -


    Der Phasendreher ist auf der BD, weil die BD auf den OHs auch ganz gut durchkommt. Durch die verschieden langen Laufzeiten kommt es zu Phasenauslöschungen. Es kann auch sein, dass ein Phasendreher mal nix bringt, obwohl die Mikros unterschiedlich weit von der Schallquelle entfernt sind. Muss man halt testen. In meinem Fall brachte der Phasendreher ne ganze Ecke mehr Druck seitens der BD und nen präziseren BD Sound.


    Danke für die Anregung, ich werde das mal ausprobieren.Kann mir aber nicht vorstellen, dass beim traditionellen Recorderman die Floortom schlechter wegkommt.Wobei ich das rechte Mikro da relativ tief hängen habe.Hast du wegen deinem Crash-Problem mal überlegt einfach andere Crashes zu spielen (dünner, tiefer vom Sound)?


    Ich gebe zu, dass ich Recorderman bei mir nicht all zu stark optimiert habe, weil es mir von Grund auf nie so richtig taugte. Das Mikro, das bei Recorderman über der Snare hängt, bildet ja wieder die Crashbecken besser als den Rest ab, weil die am nächsten am Mikro sind. Genau das wollte ich bei mir vermeiden.


    Ein Crash Problem als solches ist es eigentlich nicht. In Natura und mit "richtiger" Mikrofonierung klingt die Bude eigentlich top. Das wird natürlich nicht mein letztes Becken Setup sein, aber in naher Zukunft kann ich mein Equipment aus finanziellen Gründen nicht all zu stark aufstocken. Da vertrau ich lieber erstmal auf: "Never change a running sytem" ... :D
    Dünnere Becken klingen aber nicht zwangsläufig leiser ... evtl. nur nicht so aggressiv ... aber manche Beckenserien unterscheiden sich von Grund auf, weswegen sich das wohl nicht so pauschalisieren lässt.
    Die normalen A-Custom Crashes sind laut Zildjian schon "thin". Empfinde das momentan eigentlich als guten Kompromiss. :)


    Oder an der Spieltechnik arbeiten. Das Problem der Übersprechung zwischen Snare und Hihat habe ich vor allem dadurch in den Griff bekommen, dass ich die Hihat leiser und die Snare lauter gespielt habe... funktioniert prima :)VG André


    Ich glaube, du hast was missverstanden. Die Hi-Hat sollte ja sogar weiter in den Vordergrund, was mir ja auch gelungen ist. Es ging ansonsten darum, dass die Crashes ohne Stützmikrofone zu laut und die Toms zu leise sind.
    Die Hi-hat Übersprechungen sind ein Problem bei der Snaremikrofonierung ... kenne ich bereits. Der Toninengieur, der unsere Proberaum Aufnahmen z.Z. mixt, meinte auch, dass auf der Snare relativ viel Hi-Hat ist.


    Allerdings seh ich das so: Die Mikrofonierung muss so aufgezogen werden, dass der gegebene Schlagzeug Sound am besten rüberkommt, nicht andersrum. Es soll ja immerhin "stilecht" bleiben und meinen Sound und meine Spielweise wiedergeben ... find ich zumindest. ;)

    Hatte in jüngerer Zeit etwas mit Minimal-Mikrofonierung auf Grundlage des Recorderman Verfahrens experimentiert. Grund dafür war, dass mir das Stereo-Bild von Recorderman einfach nicht wirklich taugte und mir immer zu viel Becken (v.a. Crashbecken u.ä.) auf der Aufnahme waren.


    Zunächst hatte ich mit dem großen AB Verfahren experimentiert - viel überlegt, ausgemessen, justiert, probegespielt- und gehört ... Das Stereobild ist mit groß AB zwar m.E. unerreichbar, aber es waren mir einfach immer zu viel Crashbecken drauf. Das Hauptproblem ist einfach, dass die Crashbecken eigentlich immer (mit) am höchsten hängen, aber gerade die brauchen nicht so viel Druck wie Toms, Hi-Hat oder Ride. Bei den Groß-AB Experimenten hab ich natürlich immer auf den Snare Abstand und auch den Winkel (Nierencharakteristik) der Mikrofone zur Snare geachtet (Mikrofonausrichtung ist bei AB immer senkrecht nach unten), damit diese mittig und druckvoll bleibt. Auch mit zusätzlicher Snare Abnahme machts sich nicht gut, wenn die Snare im Stereo Mix nicht mittig ist, da man gezwungen ist, die einzelne Snarespur nur leicht dazuzumischen, damit sie gegenüber dem Rest nicht zu dominant wird. Bei einzelner Tom- und Hi-Hat Abnahme bei "normalen" Aufnahmen ist das natürlich weniger problematisch.


    Vorhin hatte ich dann nochmal nen Anlauf genommen und mit einem einzigen Versuch mein Ziel fast erreicht. Hier erstmal zwei Bildchen:



    Die Sache ist simpel:
    Hab die Mikros hinters Set, quasi neben/über mich gehängt. Beide auf gleicher Höhe, beide mit gleichem Abstand zur Snaremitte auf selbige ausgerichtet.
    Im Prinzip nicht viel anders als bei Recorderman, aber dennoch ists irgendwie "homogener", weil die Mikros eine - wenigstens unter manchen Gesichtspunkten - symmetrische Aufstellung haben und das Mikro an der Hi-Hat eben nicht über der Snare hängt, wodurch es bei gleichem Abstand höher als das andere hängen müsste und durch die "unsymmetrische" Position zum anderen Mikro das Stereobild wieder in die bekannte Recorderman Richtung versauen würde. Außerdem stehen so beide in etwa gleichem Winkel zur Snare, was mit zur "Homogenität" beiträgt.


    Das Stereobild ist zwar leicht verschoben, aber mit ein paar Tricks lässt sich auch das evtl. etwas begradigen (Mikroaufstellung, Panning). Ich war einfach so überrascht, weil es zumindest von den Lautstärkeverhältnissen schon in etwa an "richtige" Aufnahmen rankommt. D.h., die Hi-Hat ist leicht hervorgehoben, die Crashbecken sind nicht zu vordergründig, die Snare ist mittig und hat Druck, die BD ist auch nicht zu arg verschoben. Einziger Knackpunkt wäre neben dem Stereobild evtl. noch, dass das Floortom bei meiner Aufnahme noch einen Ticken zu leise ist - aber auch das ist trotzdem schon viel besser als bei meinen anderen Experimenten und Recorderman.


    Hier ein Hörbeispiel .... hab kurzerhand mal über nen Song (Bass Ghost Track, nicht final, Gesang fehlt) des Bassisten meiner Zweitband drübergespielt, ist hier und da etwas untight und weiß nicht so recht was es will. Aber es geht ja um den Sound:


    http://www.mtree.thoralfbaum.d…nierung-test_stargirl.mp3


    Ein paar Infos zur Technik:
    - t.bone SC140 Stereopaar
    - t.bone BD300
    - focusrite saffire pro 24
    - reaper


    Mix:
    - jew. 100% gepannt
    - EQ auf Overheads: low shelf @400Hz +2dB (1,5), high shelf @4kHz +1,5dB (1,5)
    - BD: Phasendreher, Gate, übliche EQ Einstellung
    - Limiter, um etwas Lautstärke rauszuholen



    Das ist natürlich vor allem von der Mikrofonierung her gar nix Dolles. Falls das hier also das ein oder andere Interesse weckt, wär ich gern gespannt auf Aufnahmen anderer User mit ggf. besseren Mikros. :)
    Auf der anderen Seite aber vielleicht auch ein nettes Beispiel dafür, dass man auch mit günstigen Mikrofonen ganz nette Aufnahmen machen kann.

    Wenn du jetzt nen Tag Pause machst, wärs sinnvoll, die Felle in der Zeit zu zentrieren. Das Zentrieren geht - wenn die Felle einmal zentriert wurden - dann von selbst. Je länger, desto besser .. 12-24h ist ein gängiger Richtwert.


    Zentrierte Felle lassen sich sauberer stimmen, harmonieren mit der Gratung / dem Kessel besser und klingen demnach auch besser.


    Beim Zentrieren wird die Fellspannung grundsätzlich etwas erhöht (von der Snare abgesehen), damit sich das Fell an die Gratung "anschmiegt" .. wichtig ist hier nur, dass jedes Fell sauber in Stimmung ist. D.h., an jeder Stimmschraube sollte in etwa die gleiche Tonhöhe erklingen.
    Wenn du dir sehr unsicher bist, halte mal einen Finger ganau auf die Fellmitte. So werden die einzelnen Töne an den Stimmschrauben höher klingen; die matschigen, tieferen Töne rücken etwas in den Hintergrund. Somit kannst du die Tonhöhen etwas besser unterscheiden und angleichen. Wichtig ist hierbei, immer den gleichen Druck auf die Fellmitte auszuüben.


    Das Zentrieren ist dann schon mal eine Art Einstieg ins "Fell in Stimmung mit sich selbst bringen". Der eigentliche Stimmvorgang ist dann der nächste Schritt, wobei nicht nur die Felle mit sich selbst in Stimmung sein müssen, sondern Schlag- und Reso miteinander harmonieren müssen und das ganze Set in seiner Gesamtheit (v.a. die Toms) miteinander harmonieren muss.
    Je weniger Toms, desto leichter wird es, diese in Einklang miteinander zu bringen. Zwei Toms sind in der Hinsicht sehr pflegeleicht ... evtl. also einfach erstmal eins der beiden kleinen rausschmeißen. ;)

    Allerdings hat das laut Mitzählen auch den Vorteil dass man selber merkt ob man richtig und exakt spielt.
    Vielleicht meinst Du auch nur dass Du richtig und exakt spielst. Woher willst Du es wissen, hast ja, da Du nicht mitzählst, keine Kontrollinstanz beim Spielen.


    Wie jetzt? Du weißt nicht, wie ich spiele, aber unterstellst mir, ich wüsste nicht, ob ich exakt spiele? Komm mal wieder runter ... außerdem ist eh fraglich, was mit exakt gemeint ist. Tightness kommt beim Spielen sicher nicht durchs Zählen, sondern durch Feingefühl. Und exakt spielen heißt für mich tight spielen. Zu wissen, wo welcher Schlag hin muss, ist eigentlich Grundvoraussetzung ... und das kann man mit lautem lautem Zählen "rausfinden" oder eben nicht.


    Außerdem gibts einen Edit Button. Man muss nicht 3 Posts nacheinander schreiben.


    Ich hab null Problem damit einen Song laut auszuzählen, wenn ich ihn höre. Ich kann auch nen 7er, 9er oder wat weiß ich rauszählen. Aber laut zählen beim Spielen an sich hab ich halt nie gemacht und brauchte ich bisher auch nicht.
    Wenn ich beim Spielen nicht laut zähle, heißt das aber ganz bestimmt nicht, dass ich nicht für mich lautlos zähle. Leise zählen heißt für mich sowohl die Zahlen im Kopf abzuspielen, als auch einfach nach Gefühl zu spielen. Bei neuen, unbekannten Sachen (womit ich durch nen song-schreibenden Bassisten mit vertrackteten Lines und verschobenen Sachen derzeit öfters in Berührung komme) ist da logischerweise zunächst mehr Konzentration gefragt, aber sobald die Sache in Fleisch und Blut übergegangen ist, ists reine Gefühlssache. Und nur so groovt es m.E. auch richtig, nur so ist man "frei".


    Zitat von Spinne

    Wenn man etwas wirklich spielen wollen kann, dann muss man es zuerst perfekt zählen können! Alles andere ist ungenauer, geschätzter und wackliger Müll!!


    Das mag vielleicht bei komplexen Orchester Stücken zutreffen, die man vom Blatt spielen muss und vorher noch nie gesehen hat.
    Aber bei allem anderen hast du Unrecht. Es scheint ja fast so, als dass du von dir ausgehst. Wenn du zuerst immer alles laut auszählen musst, bevor du es wirklich spielen kannst, tust du mir ehrlich gesagt leid. :whistling:

    Ich würde jetzt gerne eine passende und billige Unterlage für mein Set haben.


    Teppich - eher harter Natur. Mit ausgefahrenen Dornen rutscht dann nix mehr ... einen anderen Zweck erfüllt eine Schlagzeug "Unterlage" eigentlich nicht.


    Zitat von Chris1407

    Und Tipps wie ich sonst noch den Sound verbessern könnte. Wir haben leider noch keinen Proberaum und werden in naher Zukunft auch keinen haben.


    Wenn "wir" deine Band ist, macht es Sinn, den Raum zu dämpfen. Dann wird die ganze Schose klarer und kontrollierter, es gibt weniger Feedback und die Höhen klirren nicht mehr so. Ergo hört ihr euch gegenseitig besser und könnt bei subjektiv ähnlicher Lautstärke mehr reinhauen bzw. aufdrehen. V.a. die Gesangsanlage kann in gedämpften Proberäumen meistens noch ein Stück weiter aufgedreht werden.
    Falls du da drin nur alleine (hoffentlich mit Ohrschutz) spielst ists Wurst, solang sich Niemand beschwert. Je halliger ein Raum, desto besser klingt ein Schlagzeug (meistens) darin. Aber desto mehr schepperts auch ;)


    Schlagzeug in der Ecke bedeutet immer mehr "Schub" seitens der Bassdrum.


    Ansonsten bleibt nur zu sagen: Ein guter Schlagzeugsound entsteht - vom Schlagzeuger abgesehen - durch hochwertige Trommeln, gut gestimmte und nicht total runtergespielte Felle, hochwertige Bronzeteller und einen gut klingenden Raum. Der Raum ist aber erstmal nebensächlich und wird erst bei Aufnahmen und diversen Konzerten wirklich wichtig.

    Ziemlich sicher waren das Remo UT (glaub nicht, dass auf nem Fame was ordentliches ab Werk ist). Das ist die Billig-Serie von denen ... mittelmäßig bis schlecht gestimmt kann das dann nur bescheiden klingen. ;)


    Sich wegen sowas auf eine Marke zu versteifen ist Quark. Auf der anderen Seite weißt du aber zumindest erstmal, was du willst, was auch sein Gutes hat ...


    WIe lang hast du das Set denn schon bzw. inwieweit wurden die Werksfelle schon bespielt?
    Die Resos zu tauschen halte ich für kompletten Geldrausschmiss. Sammel doch lieber erstmal ein paar Stimmerfahrungen, eh du noch mehr Geld ausgibst.
    Außerdem würd ich erstmal zwei Toms aus der Reihe rausnehmen ... offizieller Grund: Mehr Toms sind klanglich immer schwieriger in Einklang zu bringen als weniger. Es ist für Anfänger schon nicht so einfach, ein Fell in Stimmung mit sich selbst zu bringen, geschweige denn Schlag- und Reso aufeinander abzustimmen und vorher richtig zu zentrieren.
    Mit der falschen Herangehensweise kann man ein Fell auch mal relativ zügig verhunzen ...


    Als Snareschlagfell leg ich dir ein Evans Power Center Reverse Dot ans Herz. Spiele die seit geraumer Zeit ausschließlich auf der Snare. Entspricht außerdem auch deiner "Religion". :D
    Hab ich bei mir mit nem halben Stück Moongel abgedämpft.

    Eine Messung bei 90° reicht nicht. Bei einer Ellipse findet man zwei Durchmesser im Winkel von 90°, die gleich lang sind. Misst man die zufällig, geht man eventuell fälschlicher Weise davon aus, der Kessel sei run.
    Ich würde wenigstens eine Messung bei 45° dazu nehmen.


    Da hast du natürlich Recht, auch wenns unwahrscheinlich ist ;)


    Zitat von m00hk00h

    Praktich suche ich die bauchigste und die flachste Stelle, indem ich den Kessel angelegtem Maßband (;)) drehe.


    Das triffts auf den Punkt. Ergo sollte man am besten ne Hand voll oder noch mehr Messungen machen - volle Zustimmung ... wenn ich mich Recht entsinne, hatte ich auch meistens viel mehr als 2 Messungen gemacht, weil ich es eben genau wissen wollte.


    Zitat von m00hk00h

    Und eine (laminierte) Holztrommel ohne leichter Ellipse muss mir erst noch begegnen. Wenige Millimeter Differenz zwischen den beiden extremen sind durchaus normal, meiner Erfahrung nach.


    Je größer die Trommel, desto größer sind auch die "zulässigen" Toleranzen. Bei meiner Bassdrum sind durchaus ~2-3mm Differenz feststellbar, glaub ich (Messung ist schon länger her) .. meine 14er Orion Snare hat ne Differenz von unter 1mm, bei meinem 16er FT war sie kaum mehr messbar -> definitiv unter 0,5mm. Die Snare hat schon ein Jahrzehnt oder mehr auf dem Buckel, das 16er Tom zwar nur 2,5 Jahre, aber dafür ists nur ein Pro-M (Mittelklasse) Tom - übrigens sehr sicher im fernen Osten gefertigt. :P
    Würde also nicht sagen, dass mehrere Millimeter Unterschied generell im Toleranzbereich liegen.


    Mir ist übrigens eingefallen, warum ich dachte, dass zwei Messungen reichen sollten:


    http://www.ppvmedien.de/pdf/Di…lten-Wegstimm-Methode.pdf
    (Kleiner Auszug aus Nils' Tuning Buch)
    -> Seite 38 / 39. Da steht auch was zum Toleranzbereich bei verschieden großen Trommeln ;)

    Ich würde keinen Stick verwenden, sondern etwas Beaterähnliches. Es geht ja wahrscheinlich um eine Art Bassdrum, nich?


    z.B. -> http://www.thomann.de/de/rohema_grosse_trommel_schlaegel.htm


    Pinstripe oder Powerstroke 3 wäre auch mein erster Gedanke. Ansonsten sollte das Ding leer sein und auch das Resonanzfell sollte nicht all zu stark vorgedämpft sein.
    Anschließend moderat hoch stimmen, aber nicht zu hoch. Je höher die Stimmung, desto durchsetzungsfähiger (und damit subjektiv lauter) wird der Gesamtsound.

    jpm
    Man kanns aber echt unnötig kompliziert machen. Damit man beim Messen den tatsächlichen Durchmesser an der jeweiligen Stelle trifft, gibts ne ganze simple Vorgehensweise: Den Zollstock am einen Ende fixieren und anhalten, das andere Ende leicht hin- und her bewegen und schauen, wo der Durchmesser am "längsten" ist. Dann das ganze um 90" drehen und wiederholen ...


    In meinem Bekanntenkreis, egal ob Familie, Freunde, Bekannte, Musiker und egal ob in meiner Heimat oder in Franken, wurde das Metermaß immer Zollstock genannt. Es ist zwar wirklich falsch, aber Umgangssprache. Jeder weiß, dass man damit die Länge misst und dass da in Deutschland Centimeter und Millimeter draufstehen, auch wenn "Zoll" im Namen ist. Übrigens hat das metrische System (noch?) nicht in allen Teilen der westlichen Welt Einzug gehalten. Die Amis messen ihre Körpergröße z.B. immer noch in Fuß+Zoll. Mal von miles per hour etc. ganz abgesehen ... mindestens eines der beiden ist auch noch in UK verbreitet.
    Da der Threadersteller von vorn herein von Zollstock sprach, ist davon auszugehen, dass auch er weiß, was das ist.


    EDIT
    Korrektur: Eine Sekante ist nicht immer gleich dem Durchmesser (wie komm ich nur auf sowas :whistling: ) .....

    Bei einem 7 teiligen Kesselsatz inkl. Hardware für 900€ sind da sicher keine "richtigen" Felle drauf.


    Trotzdem würd ich versuchen mit den Dingern erstmal zu leben und versuchen sie in Stimmung zu kriegen. Solang keine Aufnahmen oder größeren Gigs anstehen ist das denk ich unproblematisch.

    Ich würde von eingearbeiteten Dämpfringen bei den Toms auch die Finger lassen. Coated ist ansonsten auch immer ne Überlegung wert.
    Dämpfen würde ich dann mit Moongel bzw. was vergleichbarem.


    Aber eigentlich ist es fast egal, welche Felle du nimmst. Ohne Stimmerfahrungen und mit einem neuen, dir unbekannten Set, kaufst du zunächst sowieso die Katze im Sack. Fellvorlieben und Stimmfähigkeiten muss jeder für sich selbst entwickeln.


    Wenn das Set neu ist, würd ich jetzt den Teufel tun und mir für ein schweine Geld nen kompletten Fellsatz für 7 Trommeln inkl. Bassdrum zulegen. Da kommst du unter 300 Öcken nicht weg .. eher noch mehr.


    Daher kann ich auch nur sagen: Resos erstmal in Frieden lassen. Allenfalls würd ich erstmal nur ein oder zwei Snarefelle kaufen, weil Snarefelle i.d.R. am häufigsten gewechselt werden müssen und weil der Snaresound doch meistens am "kritischsten" ist.


    Wenn du das Set jetzt ordentlich prügelst sollten die Tomfelle eh in nem halben Jahr runter. ;)


    Falls du noch tatsächlich noch keine Stimmerfahrungen hast, lass dir eins gesagt sein: Neue, hochwertige Felle bringen nicht automatisch nen guten Sound mit sich. Gestimmt werden müssen sie alle, und das nicht nur einmal (innerhalb eines Felllebens).

    Dann geh mal auf "erweiterte Suche", schränke das ganze aufs Hardwareforum ein und gebe die Suchbegriffe nacheinander ein .. also zuerst z.B. "Fußmaschine Kette", "Fußmaschine Band", "Fußmaschine exzentrisch" etc. ...


    Denn - glaub mir - das wurde alles schon mehrfach durchgekaut ... sind prinzipiell alte Kamellen.


    Btw: Mit 50€ lohnt es sich m.E. nicht groß zu testen, welche Maschine einem liegt. Für das Geld muss man nehmen, was man kriegen kann ;)
    Ist außerdem eh fragwürdig, wenn du noch am Anfang stehst und garnicht einschätzen kannst, welche Maschine wirklich zu dir passt.


    Bodenplatte ist nicht so weiter wichig. Die besseren Maschinen haben eine - mit Bodenplatte ist bzw. steht die ganze Maschine in sich stabiler.

    Zitat von closedroll

    Mit einem Zollstock kann ich ja nicht auf den Millimeter genau nachmessen, oder seht ihr das anders?


    Allerdings ... auf einem Zollstock sind Millimeter aufgezeichnet. Man muss nur mit Bedacht messen und die Augen auf machen (und natürlich Licht auf die Sache fallen lassen).
    Kannst natürlich auch ein großes Lineal nehmen. Wüsste allerdings nicht, was man sonst nehmen sollte - mal von einem (übergroßen) Messschieber abgesehen.


    Die Rundheit misst man prinzipiell so:
    Kessel von Fell + Spannreifen befreien. Zollstock bzw. sonstiges Messinstrument auf die Gratung legen und nachmessen, mindestens zwei mal (90° gedreht) ...
    Wenn du einmal dabei bist, würde ich gleich beide Seiten (Schlag- und Reso) messen.


    Weiterhin sinnvoll zu überprüfen ist die allgemeine Beschaffenheit der Gratungen und des Kesselinneren. Die Gratungen sollten gleichmäßig gearbeitet sein und keine Macken aufweisen - gleiches gilt fürs Kesselinnere (wobei es da nicht ganz so wichtig ist). Um das zu überprüfen einfach mal einen genaueren Blick drauf werfen und mit den Fingern über die Gratungen fahren.


    Außerdem sollten die Gratungen (von der Snare-Reso Seite zwecks Snarebed abgesehen) möglichst plan sein. Das kann man überprüfen, indem man die Trommel auf die Gratungen auf eine möglichst ebene Fläche stellt.
    Im einfachsten Fall leuchtet man mit einer Taschenlampe von oben in den Kessel und schaut, ob irgendwo mehr Licht zwischen Gratung/Aufstellfläche entweicht als sonst oder nicht.
    Sollte die Fläche (z.B. ein Tisch) nicht perfekt eben sein (was ohnehin selten ist), ist das auch nicht weiter tragisch: Durch Drehen der Trommel kannst du feststellen, ob etwaige "Lücken" mit der Trommel oder mit der Unterlage zusammenhängen.


    Das gleiche Prozedere gilt auch für die Spannreifen. Ist hier aber auch nicht so extrem wichtig, zumal meiner Erfahrung nach fast kein Spannreifen perfekt gleichmäßig gearbeitet ist (hier haben Gussreifen wahrscheinlich Vorteile).


    Alle anders gearteten Mängel, die an der Trommel feststellbar sind - z.B. deine angesprochenen Macken im Lack/Chrom, sind rein optischer Natur. Dafür, dass die Trommel potenziell gut klingen kann sind hauptsächlich die Rundheit der Gratungen bzw. der Trommel und die Gleichmäßigkeit/Planheit der Gratungen verantwortlich.


    Btw:
    Es gibt - v.a. bei Holz - keine 100%ig perfekte Trommel. D.h., auch neue Trommeln haben hier und da minimalste Abweichungen. Je hochwertiger und teurer eine Trommel, desto kleiner sind die Abweichungen i.d.R. ...
    Holz kann sich zudem verziehen ... daher hast du wohl auch den Gebrauchtkauf angesprochen. Aber meiner Erfahrung nach ist das - wenn überhaupt - so minimal, dass es vernachlässigbar ist. Zumindest, wenn die Trommel gut behandelt wurde.
    Bei Metall ist das ganze meistens unproblematischer.

    Was ist das für ne Frage?


    Wenn du wirklich Schlagzeug spielen / lernen willst und es dir Spaß macht, dann solltest du es tun.
    Wenn du es nicht willst (was ich mit solchen Fragen verbinde), dann lass es.


    Was soll das Soundfile in dem Zusammenhang? Habs mir nicht angehört ... wozu? Wenn du - angenommen - "schlecht" spielst, muss geübt werden ... oder du lässts eben sein. Das kannst nur du selbst entscheiden.

    Kann mich dem Vorredner nur anschließen.
    Ein Klick auf 16teln oder gar 32teln? 8tel sind ja schon grenzwertig und machen m.E. nur in Ausnahmefällen wirklich Sinn.


    Bzgl. Allgemeinaussagen und "nicht üben müssen":
    Eben gerade wenn er keinen Lehrer hat ists wohl ganz gut, wenn er verschiedene Herangehensweisen kennenlernt. Die Grundaussage meinerseits war ja ebenfalls, dass er den Klick beim Üben ab und zu mal anmachen sollte, aber eben nicht immer.

    Ein Metronom dient in erster Linie erstmal dazu, dass das Tempo konstant bleibt. Es ist also vor allem da relevant, wo es wirklich auf ein konstantes Tempo (und bei Aufnahmen ggf. die damit einhergehende Einordnung ins Grid) ankommt - also vor allem in Bandsituationen. Bei Aufnahmen ists fast immer standard, bei diversen Livesituationen auch. Inbegriffen sind damit natürlich die Proben für die genannten Anwendungen.


    Natürlich sollte jeder Musiker ab einem gewissen Level auf Klick spielen können, also damit vertraut sein - allen voran Drummer. Betonung liegt aber auf "ab einem gewissen Level". Ich würde den Klick erst einsetzen, wenn der jeweilige Groove bzw. die jeweilige Figur bereits in Fleisch und Blut übergangen ist und locker und rund läuft.
    Ein Klick kann dein inneres Takt/Timinggefühl, welches unabdingbar für das Spielen von in sich runden Grooves / Abläufen ist, nicht ersetzen. Du selbst musst wissen, wo welcher Schlag in welcher Dynamik und welchem Anschlag hin muss. Ein Metronom läuft i.d.R. nur auf dem Makrotiming (z.B. Viertel), nicht aber auf dem Mikrotiming (16tel, Triolen). Wenn du also auf Klick spielst und immer wieder richtig auf die 1 und auf den Vierteln bist, heißt das noch nicht, dass du in sich "rund" läufst und groovst.


    Jeder Mensch (und damit jeder Drummer) ist anders. Jeder lernt irgendwo auf seine Weise am besten. Daher bringt es nix, hier jetzt allgemeine Aussagen zu treffen. Am ehesten wird dir ein Lehrer sagen können, wann du wie am besten mit Klick üben solltest, weil er deine Spielweise, deine Stärken/Schwächen am Drumset kennt und im besten Fall weiß, wie du am schnellsten / besten dazu lernst.


    Ich für meinen Teil habe - von Bandproben abgesehen - nie gezielt mit Klick geübt. Dennoch habe ich kein Problem damit auf Klick zu spielen und bin dabei mittlerweile genauso locker wie ohne Klick. Proben, Aufnahmen und Gigs auf Klick (auch wenn nur ich den Klick habe) sind überhaupt kein Problem.


    Ich würde mich also nicht zu sehr drauf versteifen. Ab und zu mal auf Klick zu grooven und diverses Zeug gezielt in verschiedenen Tempi zu spielen ist sicherlich produktiv. Aber nicht ständig.

    Ich kenne ein Studio, das kürzlich die Gesangsaufnahmen für ein komplettes Album mit nem D112 gemacht hat. Klang einfach am "besten" bzw. so, wie sich das die Band vorstellte, mit der Stimme des Leadsängers .. glauben wollte ich das zuerst auch nicht.


    In vielen Situationen lohnt es sich also zu testen, was am besten klingt. Denn jede Aufnahme ist anders.