Beiträge von m_tree

    Alle großen Hersteller bieten von Einsteigerschrott bis zum überteuerten, handgehämmerten Edelbronzeteller alles an ... nur weil auf einem Becken ein großer Markenname steht heißt das nicht, dass es gut klingt. Ein Crashbecken mit 35€ Neu/Listenpreis kann einfach nicht gut klingen, wenn es von einem der namhaften Hersteller stammt ...


    Schau dich lieber mal bei den türkischen Beckenschmieden um.

    Das Becken ist sächlich. Ergo heißt es DAS Crash, DAS Ride .. aber DIE Hi-Hat, weil es zwei Becken sind (die Becken).


    Ansonsten solltest du die Finger von solchem Billigzeug lassen. Je nach dem, wie dein restliches Equipment aussieht, was du damit machen willst, wie hoch deine Ansprüche sind etc. ...


    Aber wenn dein jetzges Beckenarsenal auch nur aus solchem Billigblech besteht, wirst du mit dem HCS Crash wohl nix falsch machen ...

    Das große AB Verfahren (beide Overheads auf separaten Stativen, parallel auf die Soudnquelle zeigend) wird aber so durchgeführt. Die Overheads sind maßgeblich für den Stereo-Gesamtsound verantwortlich (weshalb es auch löblich ist, dass ihr wenigstens dafür ordentliche Mikros habt). Sobald die Overheads gepannt werden werdet ihr das merken ... wenn die Mikros unsymmetrisch auf die Snare zeigen wird der Sound erstens nicht breit genug und zweitens ungleichmäßig (man beachte die Nierencharakteristik der Mikros), drittens werden Crashbecken mehr "flattern" etc. pp. ...
    Eine maßgebliche Rolle für den Gesamtsound spielen auch die Abstände der OHs zum Set bzw. die lichte Höhe derer. Je näher sie am Set dran sind, desto wichtiger werden die Stützmikrofone an den Trommeln (weil die Becken auf den Overheads damit lauter werden), je weiter weg sie sind, desto mehr tragen die OHs zum Gesamtsound bei und desto mehr Raum kommt auf die Aufnahme.


    Live sieht man häufiger die OHs schräg hängen, was aber mit Übersprechungen des Gesamtbühnensounds zusammenhängt - und weil es live meistens eh nicht so auf eine exakte Stereomikrofonierung ankommt bzw. weil somit manche Becken nicht fast nur rechts bzw. andere nicht fast nur links zu hören wären.


    Wenn das Set mehr in der Mitte vom Raum steht sind die Wandreflexionen schwächer, weil zu jeder Wand ein größtmöglicher Abstand herrscht .. außerdem sind damit die Reflexionen nicht einseitig stärker bzw. schwächer.


    Ob irgendwas im Mix zu laut ist etc. spielt für euch morgen erstmal überhaupt keine Rolle ... mal von eurem jeweiligen Monitormix abgesehen, natürlich. ;)


    Und nicht vergessen eure Pilotspuren auf Klick einzuspielen. ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=UHpk3PIXjJ0
    http://www.youtube.com/watch?v=hkpeyCYB8fA&feature=relmfu


    Da sind ganz nette Tipps enthalten.


    Wichtig bei den Overheads - diese müssen:
    - gleich hoch aufgestellt sein
    - senkrecht nach unten zeigen (nicht schräg)
    - am besten jeweils genau auf die Mitte der Crashbecken zeigen


    Zur Ausrichtung der anderen Mikros wird in den beiden Tutorials eigentlich genug gesagt.
    Das Drumset sollte eher mittig im Raum stehen (wobei hier im Optimalfall auch getestet werden muss) und der Raum sollte nicht zu trocken sein.


    Zum Schlagzeugmix:
    - Overheads komplett rechts/links pannen
    - Toms, Hi-Hat und ggf. Ride nach der Stereobreite ausrichten (jeweils 10-50% würd ich sagen - je nach dem)
    - mit EQ auf jeder Einzelspur kann man bei den Drums grundsätzlich schon viel rausholen
    - mit Gates, Limiter und etwas Kompressor kriegt man die Drums wesentlich klarer, druckvoller und besser durchhörbar im Mix, wobei allerdings auch die Natürlichkeit drunter leidet
    - etwas Reverb (fein dosiert) macht sich auf der Snare und der Bassdrum ganz gut .. falls der Raum relativ trocken ist und keine Raummikros vorhanden sind kann man auch ein bisschen auf die Overheads geben


    Dopplungen macht man insbesondere bei den Leadgitarren. Sologitarren werden immer nur einfach aufgenommen und mittig draufgelegt.
    Aber auch hier muss man testen ... es kann auch gut sein, dass Dopplungen je nach Stil nicht so passen ...
    Daher ist es wichtig, sich für die Mikroausrichtungen (auch am Gitarrenverstärker z.B.) und die eigentlichen Aufnahmen genug Zeit zu nehmen. Jede Aufnahme ist anders und vieles muss eben einfach getestet werden ...


    Doppeln heißt zwei gleiche Takes einzuspielen (also nicht den selben verwenden!) und diese jeweils komplett rechts / links zu pannen. Bei den Gitarren kann man auch gerne insgesamt 4 oder 6 Spuren aufnehmen, solang es tight gespielt ist. Dadurch wird es noch fetter und eben von Natur aus lauter ... muss man eben testen. ;)


    Oft wird der Leadgesang im Chorus auch gedoppelt, in der Strophe meist nicht. Hier kann noch zusätzlich mit einer Mittendopplung gearbeitet werden, welche neben den komplett rechts/links gepannten Spuren mittig gelassen wird.

    Hast du die Möglichkeit deine Schlagzeug Spuren getrennt aufzunehmen und im Nachhineinn fett mischen zu können? Mit anderen Worten: Habt ihr ein Audio Interface mit genug Mikrokanälen (8 sollten für die Drums schon Minimum sein) zur Verfügung?
    Wie siehts mit der Schlagzeugmikrofonierung aus?


    Hab selbst das BD300 und weiß wie schwer es ist da nen anständigen Sound rauszuholen. Würde es 5-10cm innen mittig vors Schlagfell stellen. Dann würd ich nach Schema F vorgehen und mit EQ, Gate, Limiter, Kompressor und Reverb rangehen ... mit EQ den Bass und den Kick (beim BD300 v.a. den Kick!) hervorheben, mittels Limiter lauter machen, mit dem Gate den restlichen Müll (den der Limiter mit lauter machen würde) eliminieren, mittels Kompressor kompakter machen (Attackzeit von ca. 20-40ms, würd ich sagen) und mit Reverb besser durchhörbar machen.


    Am besten aber wärs das ganze von Jemandem mischen zu lassen, der das nicht zum ersten mal macht und auch das nötige Equipment (vor allem Abhörer) hat. Die Drums müssen auf jeden Fall noch in die Breite gezogen werden, die Gitarre sollte gedoppelt werden (was zunächst erstmal bedeutet, dass der Gitarrist zwei finale und tight gespielte Takes einspielen muss), der Gesang sollte noch etwas Bearbeitung kriegen, insgesamt muss es runder klingen ... zu viele Kleinigkeiten um alles genau aufzulisten. ;)


    Noch besser wäre es, denjenigen dann auch die Aufnahmen koordinieren zu lassen. Denn: Shit in -> Shit out ... der Sound entsteht zu großen Teilen schon bei der Aufnahme. Der Mix macht das ganze dann nur fett, breit und gibt ein kleines bisschen "Farbe" ... so ganz grob gesagt.

    Mir erschließt sich nicht, warum du diese Information, anstatt irgendwas von "produzieren" zu faseln, nicht gleich preisgegeben hast. Kein Mensch weiß was du eigentlich genau vor hast, scheinst es aber irgendwie ernst zu meinen. Nach 14 Antworten kommt dann die Auflösung und der Dank in Form von sowas:


    Zitat von drumrecorder

    So sind Se, die Trommler. Immer viel Gelaber und wenig Ahnung


    Wenn du so viel Ahnung hast ... also meiner Ansicht nach ist hier ein Logikfehler drin:

    Zitat von drumrecorder

    Nicht das hier der Eindruck geschaffen wird, man würde Euch dem Drumcomputer vorziehen, nein, soweit ist es (noch) nicht.


    Zumal es doch für diese Zwecke reichen sollte, nen stimmigen Beat zu bauen und für Fills ein paar Achtel auf Snare und Toms durchkloppen zu lassen.
    Meiner Ansicht nach müsste selbst das nicht mal sein, wenn es nur um Ideen bzw. Arbeitsaufnahmen geht ...

    Es gibt ja auch Drumcomputer die man erstmal nutzen kann :)


    Da du im Launchpost von "produzieren" sprichst kannst du das "erstmal" eigentlich streichen. Ne Produktion ist immer final. Und wenn die "erstmal schlecht" ist, kann man das auch schlecht wieder geradebiegen, womit insbesondere die Folge (bzw. Image-)Schäden gemeint sind.


    Aus dem Grund rate ich dir nen Fachmann zu rate zu ziehen, selbst wenn dieser nur deinen Drumcomputer programmiert.


    Pop ist auch nicht gleich Pop. Eine richtige Schlagzeugaufnahme klingt immer lebendiger und einfach authentischer, sofern sie gut gemacht ist (sowohl spielerisch als auch aufnahmetechnisch).
    Natürlich kann man nen Drumcomputer auch passend, groovig und mit "dem gewissen Etwas" einstellen (womit auch der Sound gemeint ist). Es muss eben zur Musik passen ... mir fallen da just Parov Stelar, Bonobo, UNKLE und ähnliche ein.
    Aber auch das macht man nicht mal eben nebenbei - da steckt mindestens genauso viel Arbeit und Zeitaufwand wie in ner richtigen Schlagzeugaufnahme drin.


    Wobei ich sagen muss, dass ich fast alles, was ich aus dem Popgenre kenne und was mit nem Drumcomputer produziert wurde, grausam, schrecklich bis total zum Kotzen finde. Die oben genannten drei Beispiele sind ja alles andere als Pop ...

    - zum Set abnehmen, wo bewegt man sich da preislich für was halbwegs gutes? Welche Marken sind zu empfählen.


    Also zu empfählen ist nichts, was mit Schlagzeug und Musik zu tun hat ... da solltest du wohl eher mal Graf Dracul fragen. :rolleyes:


    Mal im Ernst: Wozu Set das abnehmen? Und wozu eigentlich so ein teures Equipment und so ein Aufwand um zu irgendwelchen schlecht produzierten und schlecht gespielten Studioaufnahmen (ich sage nur Lars Ulrich) dazu zu trommeln?


    Was hast du an dem Vic Firth Kopfhörer auszusetzen?


    Angefertigt wird bei Otoplastiken nur das Passstück, die Filter bzw. die Dämpfung steckst du dann rein.


    Mit nem In-Ears System mit angepassten Ohrstücken hättest du alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen.


    Aber wenn ich ehrlich bin empfehle ich dir das Delite nochmal schön aufzumöbeln, zu verkaufen, dir ein günstiges, gebrauchtes Mittelklasse Set zu besorgen, das gesparte Geld sonstwo, wo es besser angelegt ist, zu investieren oder zu sparen, dich erstmal mit Stimmen und Drumming zu beschäftigen und - das wichtigste: Dir ne BAND zu suchen!

    Die zweite ist du versuchst dich an Back-Beats und einfachen Tomläufen dabei ist darauf zu achten das du 1. Im Tackt bleibst 2. Nicht zu viele und lange Läufe einbaust
    3. das du dir evtl die Noten dazu aufschreibst (ist dann einfacher zu merken) 4.Die Becken nicht vergessen bringt etwas abwechslung z.B. Statt Hi Hat die Glocke an der Ride spielen. So das war es erst mal (wenn du schon etwas mehr Erfahrung an den Drums hast dann gibt es da noch sehr viel was man machen kann)


    Darf ich mal lachen? :rolleyes:


    Ansonsten kann ich auch nur sagen: Besorg dir nen Drummer, der schon recording Erfahrung hat, sich in deinem Musikstil heimisch fühlt und der tight spielt und weiß was er macht .... mit anderen Worten: nicht den erstbesten nehmen ;)

    Ich habs gern, wenn ich reinhauen (nicht prügeln) bzw. mit Schmackes spielen kann und die anderen trotzdem noch gut hör. Dementsprechend mag ich nen lauten Proberaumsound und laute Monitormixe, natürlich alles mit moderatem Gehörschutz (ganz sachter Dämpfung). Aber auch dabei sind die Übergänge teilweise fließend und man muss genau hinhören, wo der richtige Mittelweg liegt. Mit anderen Worten: Da kanns auch schnell mal passieren, dass die anderen zu laut sind und man selbst keine Ghostnotes und keine Ridebecken Patterns mehr raushört ... genau dann stimmt etwas nicht, siehe oben. :D


    Generell hat man auf Auftritten eher das Problem zu wenig von den anderen zu hören, wenn kein oder nur ein kleiner Monitor vorhanden ist.
    Selbst wenn auf Auftritten die anderen noch so laut gedreht sind sollte das prinzipiell noch so sein, weil eben die Verstärker Richtung FOH strahlen und in den meisten Fällen noch vor dem Schlagzeug stehen. Von Gesang und anderen nicht auf der Bühne vorverstärkten Instrumenten (z.B. Akustikgitarre, Blasinstrumente, Keyboard) ganz zu schweigen ...


    Stimmt, meist die Lautstärke der Gitarristen :) :) :)


    Zum Beispiel. Im Proberaum kann das aber noch eher als auf der Bühne passieren. Auf der Bühne strahlen die Gitarren- und Bassverstärker für gewöhnlich Richtung FOH. Nicht ohne Grund braucht man nen Monitor auf der Bühne.
    Daher ist es eigentlich ein Unding, wenn man sich selbst auf nem Gig zu schlecht hört. Ist das der Fall, dreht man den Monitor halt leiser oder ersetzt die 30dB Dämpfung im Ohr durch eine 15dB Dämpfung ... :whistling:

    Stimmen sollte man sowieso des öfteren. Vor und während Konzerten / im Studio ist das eine absolute Selbstverständlichkeit und auch im Proberaum sollte es nicht auf der Strecke bleiben. Das hat simpelst damit zu tun, dass sich Trommeln nun mal aus verschiedenen Gründen mit der Zeit verstimmen bzw. überhaupt erstmal gestimmt werden müssen.


    Ist ein Schlagzeug komplett mikrofoniert (und wird dies auch mit einer großen Anlage entsprechend ausgenutzt) sollte man zusehen, dass die Trommeln einzeln gut klingen (bei vielen Toms sollten diese natürlich nach wie vor abgestimmt sein). Der Gesamtsound und insbesondere der Bühnensound (oder noch extremer: der Sound hinter 'm Set) spielt da dann ne sehr geringe Rolle.


    Ohne Mikrofonierung würde ich unabhängig vom Raum so stimmen, wie man es generell mag oder wie es eben fett klingt. Anpassungen, die direkt mit der Location in Zusammenhang stehen, würde ich eher mit mehr oder weniger Dämpfung vornehmen.


    Es ist nun mal so, dass ein Schlagzeug in verschiedenen Umgebungen anders klingt. Da kann man auch mit Stimmen nicht viel dran ändern. Wenn ein Raum total trocken und der nächste total "nass" ist kann ich die Wandreflexionen ganz sicher nicht mittels der Stimmung beeinflussen ... ich kann höchstens im weniger trockenen Raum etwas mehr Dämpfung drauf klatschen, damit weniger Frequenzen entstehen, die reflektiert werden können.


    Wenn eine Trommel sauber durchgestimmt ist wird die nirgendwo scheiße klingen. Sie wird entsprechend des Raumes anders klingen.


    An deiner Stelle würde ich mir eher Gedanken drum machen, ob deine Stimmung an sich bescheiden ist, die Trommeln stimm-INstabil sind und sich beim Transport verstimmen etc. ...


    Dass man sich durch Umstimmen selbst besser oder schlechter hört halte ich für ne sehr wage Behauptung.
    Generell kann irgendwas nicht stimmen (und damit sind keine Trommelstimmungen gemeint), wenn man sich als Drummer nicht gut genug hört. Insbesondere auf der Bühne!


    Man sollte ansonsten niemals vergessen, dass - auch der nicht mikrofonierte / verstärkte - Sound hinterm Set was ganz anderes als vor der Bühne ist. Man hat überhaupt keine andere Chance das Set so zu stimmen, wie man es zurzeit gerne mag oder wie es zur Mucke passt. Dämpfen dann nach Gefühl ...

    Optimal sollte so gut wie überhaupt keine Nachbearbeitung stattfinden.


    Was verstehst du denn unter so gut wie keiner Nachbearbeitung?


    Mit der richtigen Dosierung und dem richtigen Feingefühl / den richtigen Ohren kann man durch Nachbearbeitung den besten Input noch fetter machen. Ne passende (!!) Nachbearbeitung lohnt sich immer.


    Bei den Drums sind EQ und Gates (mindestens bei den Toms) Standard. Ohne Kompressor und Limiter geht ansonsten generell nicht viel, wenn man noch mehr Druck und Lautheit kriegen will.
    Bei geeigneten (offenen / relativ halligen) Räumen kann man sich Reverb beim Einsatz von Raummikros meistens sparen. Dennoch macht sich auch hier ein dosierter Einsatz oft ganz gut.


    Zitat von Nichala

    Um mal Kammfiltereffekte, Phasenauslöschungen und andere Katastrophen zu nennen. Das ist mit das a.o. beim Recorden!


    Kammfiltereffekte kann man mit trockenen Räumen im Zaum halten, wobei diese eben leider fürs Drumrecording nicht so geeignet sind.


    Phasenauslöschungen finden sowieso statt. Aber mit Phasendrehern kann man auch diesem Problem relativ einfach begegnen. Die Phase des OBEREN Snare Mikros zu drehen ist meistens sinnvoll, da die Phase sowohl gegenüber den Overheads als auch gegenüber des Teppich Mikrofons nicht genau gleich läuft.
    Bei digitalen Aufnahmen kann man aber auch, wenn etwas durch Phasendreher garnicht passend gemacht werden kann, mit vorsichtigem Verschieben einzelner Spuren experimentieren. Im einstelligen Millisekunden Bereich ...

    Übt lieber mal noch 2 Jährchen und feilt an Timing, Songstruktur und Sound. Dann die Songs so oft spielen, bis sie im Schlaf auf Klick tight sitzen und die bis dahin zurückgelegte Kohle für nen günstigen Studiotermin verwenden.


    Der Sound entsteht nicht erst im Mix, sondern zuerst am Instrument inkl. dessen Bedienung, dann dem Raum und der Mikrofonierung.


    Shit in -> Shit out ... daher ist die Aufnahme selbst mit oben erwähnten Faktoren das wichtigste. Das dann von nem Profi fett mischen zu lassen ist das kleinere Übel.


    Mit welchem Equipment habt ihr das aufgenommen? Gib mal paar Hausnummern (Instrumente, Mikrofone, Interface, Software) durch ;)

    Zum Vergleich: Ludwig: 3 Lagen Holz (Mahagony/Pappel/Mahagony + Verstärkungsring aus Ahorn) runde Gratung
    Yamaha: 6 Lagen Holz (nur Ahorn) relativ spitze Gratung


    Die Gratungen sind für den Soundunterschied hauptverantwortlich. Dass die Gratung (=Fellauflagefläche) einen großen Einfluss auf den Sound hat, wurde hier nie bestritten. ;)


    Deine Soundbeschreibung trifft ansonsten gut zu. Runde Gratungen sind mehr oldschool und haben einen (grob gesagt) gedämpfteren Sound zur Folge.

    Da ich "irgendwann" Rock n Roll, Blues etc spielen möchte und diese die Hihat immer mit dem Fuss spielen, über ich mit offener, aber mit dem Fuss zugedrückten Hihat (Schlage jetzt am Anfang natürlich mit dem Stick die takte.


    Ich glaub dieser Satz bedarf einer tiefgehenderen Erklärung :D


    Zitat von Rellek0

    Was mich nervt ist, dass es in meinen Augen sehr anstrengend ist die Hihat immer geschlossen zu halten mit dem Pedal.


    Das ist ungewöhnlich bzw. sollte tatsächlich nicht sein. Unabhängig vom Equipment gibt es rein logisch betrachtet folgende Lösungsansätze:


    - Feder lockerer einstellen
    - schwereres top-Becken verwenden
    - top-Becken tiefer einstellen, um den Weg (und damit die nötige Kraft) zum Schließen zu verkürzen
    - Hocker niedriger einstellen, um das Beingewicht mehr für sich arbeiten lassen zu können


    Zitat von Rellek0

    Woran liegt das? Habe hier einiges über verstellbare Federn gelesen. Würde das was bringen? Da geb ich auch gern mal 200Euronen aus für so ein Teil, wenns dann nicht scheppert und leichter zu halten ist.


    Hochwertige Hi-Hat Maschinen bieten tatsächlich ein besseres Spielgefühl und sind ansonsten natürlich stabiler und langlebiger.
    Falls du wirklich so viel Geld investieren willst (auf dem Gebrauchtmarkt zu schauen kann durchaus sinnvoll sein), empfehle ich dir die Iron Cobra Lever Glide. Da hast du noch mehr Feingefühl, weil einen längeren Pedalweg ... die Velo Glide ist mit Kette und bietet ein direkteres, aber "gröberes" Spielgefühl.


    Federn, egal ob Hi-Hat oder Fußmaschine, würde ich immer so locker wie möglich (d.h. so locker, wie man damit noch gut klarkommt) einstellen. Simpelst schon mal aus dem Grund, Kraft zu sparen.

    Bei einem Schlagzeug schwingt immer alles nebenstehende mehr oder weniger mit, wenn nur eine Trommel angeschlagen wird. Ich behaupte aber, dass viel weniger die Kessel, als die Felle und die Luftsäule in den Kesseln selbst zum Schwingen angeregt werden.


    Ein mitschnarrender Snareteppich (ohne Anschlagen der Snare) schnarrt ja auch wegen der Eigenschwingung und der Schwingung des Fells und nicht wegen der (wahrscheinlich kaum messbaren, geschweige denn hör/fühlbaren) Schwingung des Snarekessels mit ...


    Bzgl. der Verwendung von Holz als Kesselmaterial fallen mir stichpunktartig folgende Gründe ein:


    - Tradition
    - gebräuchliches Material, lässt sich generell gut verarbeiten
    - sonstige geeugnete Eigenschaften: Dichte / Steifigkeit ...
    - Optik (lackierte Kessel)
    - Stilsache


    Da könnte man genauso fragen, warum es Metallsnares, aber keine Metalltoms- und Bassdrums gibt. Hat sich halt so entwickelt ...


    Das Material macht natürlich schon insofern was aus, wie die Oberflächenbeschaffenheit des Kesselinneren ist. Das dürfte auch der Hauptgrund für den schärferen Klang einer Stahlsnare sein ... wenn man eine Holzsnare innen aufrauen oder babypopo glatt schleifen würde, würde sie auch jeweils anders klingen. Glattere Flächen haben mehr Reflexionen im Kesselinnern zur Folge, rauere Flächen wirken als Diffusoren und zu geringem Teil wohl auch als Absorber, wodurch rauere Innenflächen "wärmer", weil gedämpfter klingen.


    Und noch ein letzter EDIT:
    Die Schwingfähigkeit des Kesselmaterials macht sich natürlich geringfügig bemerkbar. Grundsätzlich schwingen steifere Kessel noch weniger als weniger steife (Vergleich: Stahl und Holz) mit. Die Schwingung ist zwar fast vernachlässigbar, aber steifere Kessel absorbieren dadurch THEORETISCH weniger Schlagenergie, was eine geringere Dämpfung gegenüber flexibleren Kesseln zur Folge hat.

    Die Becken werden direkt angeschlagen. Die Kessel i.d.R. nicht!


    Schlägst du die Kessel direkt an, mögen deine Thesen halbwegs hinhauen (ist nur die Frage, inwieweit das auch da zu hören ist). Aber sobald die Trommel ihrer eigentlichen Funktionsweise entsprechend bedient wird - nämlich mit zwei Fellen, von denen eines angeschlagen wird - werden die angesprochenen Faktoren alle so gut wie hinfällig.


    Die Trommel selbst schwingt zwar etwas, allerdings kommt der Sound durch die Schwingung der Felle und die der Luftsäule innerhalb der Trommel zu stande.


    Zitat von ChrisJoe

    Ein Kessel mit mehr lagen hat gegenüber einem mit weniger lagen eine höhere Masse


    Das ist Quatsch. Denn es kann bspw. 10mm starke Kessel mit 3 Lagen und 5mm starke Kessel mit 8 Lagen geben ...


    Zitat von ChrisJoe

    Er spricht auch nur bei vergleichsweise härterer Gangart an.


    Nochmal: Trommeln sind keine Becken. Nicht die Kessel sprechen an, sondern die Felle und die Luftsäule innerhalb der Trommeln. Je größer der Durchmesser und/ODER die Tiefe eines Kessels, desto träger spricht er an und desto mehr Schlagenergie wird für einen vollen Klang benötigt. Gleiches gilt für hohe und tiefe Stimmung: Je tiefer die Stimmung, desto mehr Energie wird benötigt, um einen vollen und lauten Ton zu erzeugen, weil tiefere Frequenzen energiereicher als hohe sind. Aus dem Grund klingen höher gestimmte Trommeln präsenter und müssen im Vergleich zu tiefer gestimmten erst ab einer höheren Schwelle (Raumgröße etc.) verstärkt werden.


    All das sollte endgültig veranschaulichen, dass die Kessel an sich - unter Berücksichtigung gewisser "Standards" - keine all zu große Rolle spielen. Außerdem gibt es Acryl-Kessel, die auch nicht viel anders als die Holz Kollegen klingen ...

    Ich habe bewusst "Billigset" und "Oberklasse Set" geschrieben. Kessel verschiedener Klassen des selben Herstellers, die aus dem gleichen Holz gefertigt sind, dürften - was die Präzision von Rundheit und Gratung angeht - durchaus vergleichbare Qualität aufweisen, ja. Sobald allerdings Differenzen bzgl. der Konstruktion (Anzahl der Lagen, Art der Gratung) auftauchen, bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ansonsten trifft deine These - vor allem bei Mittelklasse verglichen mit Oberklasse - sicher zu.


    Billigsets werden häufig aus anderen Holzarten gefertigt, z.B. Pappel. Da kann mir dann keiner erzählen, dass ein 200€ Millenium Kesselsatz bzgl. Kesselqualität mit einem Starclassic vergleichbar wäre.