Ich bin Jemand, der sich relativ viel mit Fußmaschinen und dem richtigen Spielgefühl beschäftigt hat und zielgerichtet relativ viele der "großen" Fußmaschinen am eigenen Set getestet hat und sich viel mit Feineinstellungen beschäftigt hat.
Früher hatte ich meine Iron Cobra Flexi Glide (weil ich wirklich dachte, dass meine Füße was "Spezielles" brauchen) noch sonstwie feineingestellt, dann irgendwann mit den Gewichten experimentiert usw. ...
Jetzt spiele ich die aktguelle Rolling Glide Standard Variante. Ohne Cobra Coil, ohne Gewichte und vor allem: Alle Einstellungen auf Standard (gibt da so schöne Markierungen, die andeuten, wo die "goldene" Mitte ist).
Mein Fuß funktioniert jetzt besser als früher. Das hat aber weniger mit den nicht mehr so speziellen Einstellungen, sondern eher mit besser gewordener Technik zu tun.
Kurzum: Die Theorie ist zwar interessant, allerdings auch eher nur für Technikinteressierte. Der richtige bzw. einfache Weg ist, rumzutesten, die Maschine mit dem fürs persönlich angenehmste Spielgefühl zu nehmen, die Feder kurz zu justieren, dass es passt und den Rest so sein zu lassen wie er ist. Alles andere ist Technik. Und in die sollte man eher seine Zeit investieren. Nicht jeder muss eine Fußmaschine bis ins kleinste verstehen können (wobei das auch nicht besonders schwierig ist, finde ich), um damit gut umgehen zu können.
Um das noch zu untermauern: Habe noch bei keinem Fußtechnik / Fußmaschinen Tutorial der großen Drummer (Simon Phillips, Dave Weckl, Jeff Porcaro fallen mir da jetzt mit entsprechenden Videos ein) gehört / gesehen, dass außer der Feder irgendwelche Feineinstellungen von Beater / Pedal Auslenkwinkel etc. zu beachten seien ... Weckl und Phillips deuteten nur an, die Federn so locker wie möglich einzustellen.
Nette Idee, das Buch. Aber imho wird es nicht viel "bringen" bzw. sich besonders gut verkaufen lassen, weil es eigentlich Nebensache ist.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung.