Beiträge von m_tree


    Das kann man aus obigem "Ratschlag" lesen und am Schlagzeug wahrscheinlich auch hören.


    Ich unterbreche deinen Zweikampf nur ungern, möchte aber an dieser Stelle Folgendes nochmals klarstellen:


    Man muss nicht zwingend Unterricht nehmen, um ein guter Drummer zu werden. Vielen Autodidakten hört man ganz sicher nicht an, dass sie nie ernsthaft Unterricht genommen hatten. Es ist natürlich schwieriger und ggf. etwas zeitintensiver ohne Unterricht reinzukommen, spart aber Geld und fördert die Findung des eigenen Stils.


    Natürlich kann man das bestimmt nicht über einen Kamm scheren. Es gibt Autodidakten, die es gebacken kriegen, andere kommen nie über den Top40 4/4 standard bum-tschak hinaus. Es gibt Drummer, die ihre Fähigkeiten effektiv mit Unterricht ausbauen, es gibt aber auch solche, die nach 10 Jahren Unterricht weder grooven noch blasten können.


    Neulich wurde ich nach nem Gig von nem Profi gefragt, bei wem ich Unterricht hatte. Den Rest kann man sich denken ;)

    Den klassischen Sound des Sets erhalten? Es gibt keinen klassischen Sound eines Sets. Es gibt nur tausend verschiedene Felle und noch mehr verschiedene Stimmungen. Alles Geschmackssache.


    Da Felle genauso Geschmackssache sind wie vieles andere am Schlagzeug wirst du da auch auf keinen grünen Zweig kommen, wenn du hier Empfehlungen einholst. Du kannst dir höchstens ein paar Inspirationen einholen, Entscheidungen musst du dann schon selbst treffen. Bis man seine Vorlieben für sich entdeckt hat bzw. weiß, woran man mit welchen Fellen ist und einen Überblick hat, kann es schonmal ein paar Jahre und ne Hand voll verschiedene Fellsätze brauchen.


    Meine Empfehlung wäre folgendes:


    coated Ambassador auf den Toms beidseitig, mit halben Moongel Pads ggf. etwas nachdämpfen ... Stimmung tief und fett, Reso etwas höher als Schlagfell
    PS3 clear / ebony (clear als Schlagfell) auf BD, Loch ins Ebony machen, evtl. ein kleines bisschen Dämpfung (keine Decken reinstopfen!) mit Kissen, Noppenschaum o.ä. ... wiederrum tief und fett gestimmt, Resonanzfell etwas höher


    So würde ICH es machen. ;)

    Nach ein paar "Schimpfwörtern" und rumrätseln habe ich schließlich rausbekommen, dass der Mixer von Peavey zwar 12 Mono- und zwei Stereoeingänge anbietet, als Audiointerface jedoch nur zwei Kanäle weiterleitet (2In/2Out-Audiointerface).


    Hätte das zur Debatte gestanden, hätt ich dir das gleich sagen können. Hatte auch mal mit so einem Peavy USB Mixer versucht aufzunehmen. Die geben nur die Stereosumme der Main Outs raus. Die Qualität der Wandler ist auch nicht besonders, bei uns gab es damals viele Störgeräusche.


    Kleiner Tipp in dem Zusammenhang: Regel alles bis auf Snare/BD im Panorama (Pan Regler), dann hast du echten Stereo Sound und es wirkt breiter. Du kannst auch versuchen jeweils etwas am EQ zu drehen - wenn du da parametrische Mitten hast, umso besser. Hier macht es sich gut, sich erstmal einen groben Überblick zu verschaffen:


    http://de.wikibooks.org/wiki/D…ahme_.28Drum-Recording.29

    Der Song ist noch etwas flotter als 190bpm (193 ca.).
    Für den "Otto Normal Rock Drummer" (also keine Metaller, die sowas mit den Fingern spielen u.ä.) sind 8tel auf 200bpm bzw. 16tel auf 100 schon ne kleine Hausnummer. Zumindest, wenn man die in nem Song locker und groovig durchhalten will.


    Kleiner Tip von mir:


    Spiel diese knapp 400 Schläge pro Minute (8tel @200bpm, 16tel @100bpm) auf 100bpm als 16tel bzw. als half-time auf 200bpm (ein statt zwei Snareschläge pro Takt). Dadurch verlangsamt sich der Beat, die HiHat/Ride Figur bleibt gleich. Du kannst dich somit mehr auf die Führungshand mit den 16teln konzentrieren und somit die schnellen Singlestrokes entspannter üben.
    Nimm dir ein Metronom zur Hand und schau nach, auf welchen Tempi du das sauber und entspannt hinkriegst. Nimm es am besten auf und hör es dir an. Als Anfänger merkt man beim Spielen nicht sofort, wenn etwas leicht unrund läuft. Fang lieber erstmal bei 150bpm bzw. 75bpm an ...


    Spiel ansonsten lieber erstmal langsamere Nummern, diese aber möglichst präzise und sauber. Ich glaub dir nicht, dass du den Rock Show Song auch nur ne halbe Minute präzise bzw. tight spielst, wenn du solche Fragen stellst.


    Man braucht nicht unbedingt einen Lehrer, um ein guter Drummer zu werden, der seinen Körper nicht durch falsche Techniken zur Sau macht. Das funktioniert aber nur, wenn man sich reinhängt und viel "beobachtet", rumprobiert und ne gute Selbsteinschätzung hat.

    Was ist denn falsch daran, alle Fader am Mischpult und den Fader in der Software auf 0dB zu stellen und dann mit dem/den Preamp/s (Mischpult/Interface) einzupegeln?


    Ich kenne es so, dass ich die Preamps am Interface stark aufdrehen kann, wodurch es bei 0dB Einstellung der Software übersteuern würde, aber dann mit den Softwarereglern nachregeln kann. Ist gehupft wie gesprungen. Allerdings kenne ich das nur von Reaper, evtl. gibts in Cubase weitreichendere Einstellmöglichkeiten.
    Nur ist es - rein theoretisch - sinnvoller, niedrigere Pegel durch die Hardware zu jagen, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Wenn er übers Mischpult aufnimmt muss die ganze Schose ja auch durch die EQs etc.


    Von minderwertigen Preamps (Beispiel Behringer ADA8000) hab ich gehört, dass die Qualität umso mehr leidet, je weiter sie aufgedreht werden.

    Na ja, für mich klang das so wie z.B.: "Auch wenn Erik Paiste nen europäischen Pass hat, ist die Firma Paiste doch schweizerisch?" ... und das, obwohl die Schweiz nicht mal in der EU ist.


    Das ist ne reine Formsache, mit Zugehörigkeitsgefühlen hat das wenig zu tun. Die bayerischen Gesetze, Schulsysteme etc. gelten ja für Franken genauso wie für den Rest von Bayern.


    ... aber man kanns natürlich auch übertreiben mit der Klugscheißerei :D

    Das Beckenset ist nicht auf Lager. Sobald es wieder verfügbar ist, zieht der Preis wahrscheinlich wieder an.


    Wenn du nur was für dein Zweitset brauchst, ist der Name, der auf den Becken steht, doch egal, oder? Kauf lieber ein paar türkische Becken. Zultan z.B. ... ähnlicher Preis, besserer Klang.

    Es ist sinnvoll die Pegel in der Software möglichst weit hochzustellen (0 dB). Je weniger die Mischpult Preamps aufgedreht und je kleiner die Pegel sind, die durch Kabel und Hardware gehen, desto besser.


    Stell einfach alle betroffenen Fader am Mischpult und den Fader in Cubase auf 0dB, dann stellst du über den Gain am Mischpult bzw. am Interface die Pegel ein. Ist der normale Einpegelvorgang.
    PFL bringt nur was, wenn du über die Main Outs aufnimmst und dazwischen keine weiteren Preamps bzw. Fader hast. Allerdings kann es sein, dass die Pegel in Cubase dann trotzdem nicht stimmen, weil dazwischen ja noch ein Interface (Analog->Digitalwandler) sitzt.


    Im Nachhinein kannst du die Pegel durch sogenanntes Normalisieren anpassen. Die Eingangspegel sollten trotzdem möglichst groß sein, um Rauschen zu minimieren.

    Folgende möglichen Ursachen fallen mit auf die Schnelle ein:

    • Feder gerissen
    • Feder sehr locker eingestellt
    • Feder nicht fixiert (hängt lose)
    • Slavepedal nicht mit Welle verbunden / fixiert
    • Beater nicht auf Welle fixiert
    • Slavepedalwelle nicht richtig mit Slave-Beaterwelle verbunden (Kardan/Verbindungswelle)


    Musst halt mal das Ding abschrauben, nen Stimmschlüssel zur Hand nehmen und eingängig untersuchen. Eigentlich solltest du in weniger als 10 Minuten die Ursache gefunden haben. Es sei denn, du hast zwei linke Hände und absolut keine Ahnung von Technik. Kaputt machen kannst du nix, wenn du dich nicht wie der erste Mensch anstellst.

    Dass die Songs 100%ig sitzen müssen ist klar. Was aber noch in der Vorbereitung enthalten sein sollte ist folgendes:


    - Tempi (bpm) für jeden Song bzw. - wenn nötig - einzelne Parts erörtern und festlegen
    - jeden Song mit Klick spielen: Du hast den Klick auf dem Ohr (In-Ears, geschlossene Kopfhörer) und die anderen spielen dazu ... wenn du das locker flockig intus hast, sollte es im Studio von deiner Seite keine Probleme geben. Es kann aber nicht schaden, wenn die anderen auch ein bisschen mit Klick übenm (u.U. müssen im Studio auch von den Mitmusikern ein paar Sachen mit Klick eingespielt werden).
    - wenn ihr Möglichkeiten habt die Klickübungen aufzunehmen, umso besser .. dann hört ihr genau, wo es ggf. noch hängt

    Eine radiotaugliche Produktion braucht m.E. ein viel höheres Budget (5000€ aufwärts), wenn ihr keine Studioerfahrung habt und euer eigenes Equipment nehmen wollt. Keine Studioerfahrung bedeutet wahrscheinlich mehr Zeitaufwand, genauso wie eigenes Equipment für den Toningenieur mehr Zeitaufwand bedeutet.


    Es ist eben auch die Frage, welche Ansprüche ihr stellt. Bei hochkarätigeren Produktionen ist es nicht unüblich eine volle Woche nur am Schlagzeugsound zu basteln - ohne, dass irgendwas aufgenommen wurde.


    Kenne es bisher so, dass für den Mixdown / Mastering Festpreise pro Song oder - wenn es nach Zeit geht - etwas weniger als für die Aufnahme veranschlagt wird.


    Ob ihr simultan oder einzeln einspielt hängt von euren Vorlieben, eurem Können und der Musikrichtung ab. Grooviges Zeug ist sinnig zusammen einzuspielen, Metal geht einzeln besser. Einzelaufnahme stellt aber nicht so hohe Ansprüche an die Musiker. Es ist weniger Druck da und die Wahrscheinlichkeit funktionierende Takes zu finden ist einfach höher, als wenn alle zusammen spielen (es sei denn man nimmt nach dem Zusammeneinspielen jedes Instrument von nem anderen Take, was aber irgendwie Quark ist).
    Sprecht einfach beim Tontechniker mal sog. Pilotspuren, Guidetracks etc. an ... ihr spielt dabei das Grundgerüst des Songs ein, aufgenommen wird bspw. Bass + Gitarre. Damit kannst du dann anfangen allein einzuspielen, hast aber gleichzeitig ne Orientierung, was dir ein besseres Gefühl für den Song gibt. Ich schätze, dass das am Ende auch am wenigsten Zeitaufwand benötigt (Stichwort Takes).

    Hammu
    So schlimm klangen sie mit dem Gaffer auch nicht. Waren ja nur kleine Stückchen. Habe halt ein bisschen experimentiert ;)


    Insgesamt klingen die Hats schon ganz gut, das stimmt. Die störenden Obertöne, die ich meine, sind ansatzweise zwischen 0.05 und 0.09 zu hören - also dann, wenn die HH von fest geschlossen bis halb offen mit der Stickspitze auf dem Top angespielt wird. Wie schon geschrieben, hört mans evtl. schlechter raus wegen a) der Position der Becken zueinander und b) dem Mikro. In anderen Konstellationen hört man sie vielleicht besser raus.


    m00hk00h
    Das kann nicht sein - zwischen 20 und 24 Sekunden habe ich das Bottom einzeln angespielt. Die Obertöne, die ich meine, liegen so um 10 - 15kHz, schätz ich. 3kHz wäre noch Mittenbereich.
    Das Top hab ich einzeln zwischen 0.13 und 0.18 angespielt.


    Ich werd bei Gelegenheit nochmal ne Aufnahme zu machen, wo die Obertöne evtl besser durchkommen. Vielleicht find ich die dann per EQ und kann sie damit etwas besser hervorheben.


    Alles in allem habt ihr aber recht: Die Hats klingen insgesamt in Ordnung, man kann damit leben. Wenn ich wieder mal in der Heimat bin werd ich dem Schlosser das Top in die Hand drücken - vielleicht kann er ja wirklich was machen. :)


    EDIT
    Hab die entsprechende Stelle mit den Obertönen geloopt und rausgefunden, wo sie liegen. Hab jetzt bei 10kHz um 10dB angehoben - nun hört man sie ganz gut durch:


    http://soundcloud.com/m_tree/hihat-obert-ne


    Bei anderen Beckenpositionen in natura bzw. mit nem Kleinmembran Mikro hört man sie wahrscheinlich noch besser raus.

    Jain - es tritt nur auf, wenn die Resonanzseite noch komplett bestückt und mit Snarebed gestimmt ist und in dem Zuge die Schlag-Gratung untersucht wird. Dadurch, dass die Spannschrauben am Snarebed ein gutes Stück mehr Spannung haben, ziehts den Kessel wohl ein Stück "nach unten" (wenn die Resonanzseite unten ist). Dadurch entsteht wiederrum auf der Schlag-Gratung ein kleines Snarebed.


    Beobachtet habe ich das, als ich hier erst schrieb, die Gratung wäre nicht plan - da hatte ich die Resonanzseite noch montiert + gestimmt gelassen. Als ich dann drauf kam, dass sie doch plan ist, war der Kessel komplett von Fellen, Spannreifen und Teppich befreit.


    Später hab ich mit Resonanzseite nochmal nachgeschaut und wieder festgestellt, dass er nicht ganz plan ist - wieder mit so nem leichten Snarebed.

    Je mehr ich drüber nachdenke, glaub ich, dass du recht hast. Die Verformungen waren wohl schon immer da.


    Ich hatte bis vor kurzem noch ein kleines Gaffer Stückchen (seit ein paar Wochen) jeweils auf der Innenseite der Hats. Hab sie heute runtergemacht und das Bottom mal leicht schräg gestellt. Den Schrägstellmechanismus hatte ich bisher nicht benutzt, denn die Becken waren so schon immer leicht schräg zueinander. Liegt an der leichten Schrägstellung der HH-Maschine, aber wahrscheinlich auch daran, dass die Filze (v.a. die der Clutch) verformt sind. Wenn ich das Top Drehe, verändert es seine Schrägstellung hinsichtlich des Bottoms (schon seit Langem). Hab zwar noch andere Filze hier - aber die passen nicht so richtig zur Iron Cobra Clutch. Werd sie aber einfach mal testen ...


    Wie auch immer. Hab mal mit einem Großmembran Kondensator Mikro (t.bone SC1100) eine kleine Aufnahme gemacht. Die Hats waren auf der Aufnahme nicht so wie sonst bei mir konfiguriert - etwas größerer Abstand, Top etwas fester angezogen (warum kann ich jetzt garnicht sagen :D ). Ich fürchte auch, dass ich nicht genau die Position erwischt hab, wo diese störenden Obertöne am stärksten auftreten. Hinzu kommt, dass das Großmembran Mikro genau diese Höhen (die liegen bestimmt zum Teil in höheren Regionen in der Größenordnung um 15kHz, schätz ich) nicht so gut wiedergeben kann. Aber besser als nix:


    http://soundcloud.com/m_tree/zildjian-new-beat-hihat-rough


    Keine Nachbearbeitung. Vielleicht kann ja der ein oder andere sagen, ob ihm irgendwas auffällt.
    Hab das Gefühl, dass die Hats seit die Gaffer Streifen runter sind wieder etwas stimmiger klingen. Ich kann schon noch ne Zeit damit leben, bis ich neue Hats hab. Dass ich neue will (und welche), hat sich erst so in den letzten Tagen rauskristallisiert. Insofern hat die Tragik der ganzen Sache etwas nachgelassen. :D

    Das Fell, das drauf war, als ich den Thread erstellt hab, wurde 1-2 Tage zentriert. Aber ich schätze, dass das sogar eher kontraproduktiv war, weil das Stimmen nicht so richtig funktionierte (ist fürs Zentrieren ja genauso wichtig).


    Das jetzige hab ich ca. ne halbe Stunde zentriert, glaub ich. Allerdings zentriert sich ein Snarefell - glaub ich - ja auch so ganz gut (wenn es in Stimmung mit sich selbst ist), weil es meistens ganz gut Spannung hat (vielleicht nicht ganz so viel wie fürs Zentrieren, aber immerhin ..).


    Das nächste Fell wird auf jeden Fall besser zentriert. Hab vorhin mit einem t.bone MB-85beta (SM58 Kopie) den jetzigen Zustand kurz aufgenommen. Habs überm Schlagspannreifen auf die Fellmitte zeigen lassen. Die Spielerei ist nicht so das Wahre, aber es geht ja um den Sound. Am Anfang mit einem halben Stück Moongel, ab ca. 0:48 ohne. Völlig frei von Nachbearbeitung (kein EQ).


    http://soundcloud.com/m_tree/orion-snare-rough


    Finds eigentlich ganz gut. Mir ist aber grad aufgefallen, dass die beiden stärker angezogenen Schrauben wieder nicht ganz angeglichen sind.

    Hab den Reifen vor ein paar Tagen inkl. Fell getauscht. Bis jetzt ist es wirklich besser. Nun lässt sich die Karre richtig stimmen. Zwei gegenüberliegende Schrauben müssen zwar immer noch etwas stärker angezogen werden, aber im großen und ganzen ists halbwegs gleichmäßig.


    Habe auch nochmal die Sache mit der un/planen Gratung überprüft: Ist das Reso noch drauf und ins Snarebed gestimmt, sieht die Schlagseite-Gratung wirklich unplan aus. Genau da, wo auf der anderen Seite das Snarebed ist, sind ebenfalls Vertiefungen auszumachen.
    Wenn ich den Kessel von allen Spannreifen befreie und ein bisschen stehen lasse ist alles plan.
    Sehr erstaunlich, dass sich ein Ahornkessel so krass verziehen kann. Dass ich zwei gegenüberliegende Schrauben oben etwas mehr anziehen muss hängt wohl genau mit diesem Phänomen zusammen.


    Denn rein logisch betrachtet müsste alles perfekt sein: Plane Gratung, frisches Fell, frischer Spannreifen.

    Hmm, blödes Beispiel: Allwetterreifen. Die taugen bei Wärme, Kälte, Nässe, Glätte ... haben dafür bei hohen Temperaturen nen höheren Verschleiß und Rollwiderstand als Sommerreifen und bieten nicht so viel Grip wie Winterreifen, wenns kalt, glatt oder nass ist. Die können also alles, aber nichts richtig.


    Was ich damit meine: Sieh lieber zu, dass du eine Sache richtig kannst, als alles irgendwie ein bisschen. Vom Unabhängigkeitstraining bzw. dem Training für einzelne Muskelpartien und deren Bewegungsabläufe abgesehen kommt da auf längere Sicht nich viel bei rum. Im Gegenteil sogar: Langfristig gewöhnst du dich ans Linkshänderspielen (inwieweit ist sicher davon abhängig, wie lang du schon spielst und wie weit du dich in der Zeit entwickelt hast), kannst es aber nicht so richtig. Das Ende vom Lied ist, dass du "verwirrt" bist und keinen Stiefel bzw. Spielstil findest, mit dem du gut zurecht kommst und durch den du dich gut ausdrücken kannst.


    Bei Open-Handed dachte ich dann eher an den konventionellen Rechtshänder Aufbau: Da bleibt nämlich fußtechnisch und vom sonstigen Aufbau erstmal alles wie gewohnt, nur die Führungshand ändert sich.
    Beim Linkshänder Aufbau und Open-Handed wäre es umgedreht: Die Führungshand bleibt die gleiche, die Füße werden "vertauscht".
    Aber komplett alles zu verdrehen halte ich langfristig gesehen für Schwachfug. Es sei denn, du bist noch ein blutiger Anfänger.


    Wenn ich mich schon aufwändig umgewöhne, dann doch lieber so, dass ich auch was davon habe. Open Handed bietet eben viele Vorteile, für die sich ne Umgewöhnung lohnen würde. ;)