Das einzige, was ich hier nachvollziehen kann, ist die Lautstärke. Da muss ich dir auch wirklich Recht geben: Ein wohl klingendes Schlagzeug, das nicht tot gedämpft ist, ist einfach laut. Wenn man dynamisch spielt und vielleicht sogar im härteren Rock- oder Metalbereich daheim ist, sowieso. Außerdem sieht es bei gewissen Musikstilen auch besser aus, wenn der Drummer am Set etwas weiter ausholen kann und mehr Bewegung drin hat. Aber irgendwie muss er genau das ja auch mal üben (natürlich im Rahmen). Oder - viel wichtiger: Für die Mikrofonierung im Studio, aber auch auf der Bühne, muss man einfach reinhauen, damit es ordentlich klingt.
Das ganze ist allerdings wirklich stark von den Mitmusikern abhängig. Ich hatte bisher nur Leute um mich, die meine Leistungen eigentlich immer zu schätzen wussten. Vielen war ich auch mal zu laut, wobei das ganz eindeutig an der Person, deren Geschmack und Musikstil liegt. Andere akzeptieren die Lautstärke, weil ihnen wichtig ist, dass auch ich mich entspannt und locker entfalten kann - ist ja der Band am Ende auch zuträglich. Vorausgesetzt, es geht um Musik, wo das Schlagzeug nicht nur Mittel zum Zweck ist.
Auf der anderen Seite ist ne hohe Probelautstärke wirklich problematisch. Man muss mehr (v.a. im Höhenbereich) dämpfen, damit es erträglich bleibt bzw. man überhaupt beim Gesang oder Gitarren ohne Feedback die nötigen Pegel erreicht. Dagegen ist grundlegend nix einzuwenden, weil es dadurch auch besser bzw. kompakter klingt. Auf der anderen Seite hört man sich gegenseitig mit zunehmender Lautstärke immer schlechter, und wenn man Stöpsel im Ohr hat, sowieso. Wer hier insgesamt mehr Mittel hat (allen voran Raumgröße, dann Akustik Optimierung, ggf. Dämmung oder Lage außerhalb von Siedlungen), wird am Ende auch nen entspannteren Drummer haben 