Kenne Tool leider erst seit Anfang '06, aber war ein gutes Jahr ein eingefleischter Fan und hab vor allem AEnima und Lateralus rauf und runter gehört - wann es nur ging. In der 10. hab ich sogar mit nem Kumpel über Tool vor der völlig ahnungslosen Klasse referiert.
In jedem Fall haben sie die progressive Schiene auf ne neue Ebene gebracht - wobei man sich teilweise echt fragt, ob man Tool in ein bestimmtes Genre stecken kann. Das sind ganz neuartige, ungewohnte Songstrukturen und Spielweisen - aber auch ne geniale Symbiose zwischen den Instrumenten und dem Gesang / Text. Nur um zwei Beispiele zu nennen - bei den Songs Pushit so ab der 8. Minute oder bei Aenema ab der 5. Minute (jeweils mit Betracht auf den Rest der Songs). Songtexte mit Interpretationen gibts z.B. hier: http://www.songmeanings.net
Ich schätze sie auch einfach deswegen so hoch, weil sie etwas wirklich noch nie so dagewesenes geschaffen haben - in höherem Maße als viele andere Bands.
Mit dem letzten Album 10,000 Days konnte ich mich bisher leider noch nicht so richtig anfreunden, gibt nicht viel, was mich da wirklich richtig begeistert. Die o.g. Alben kann ich auch jetzt noch immer wieder hören, bei 10,000 Days sieht das nicht so aus - bis auf Intension und Right In Two vielleicht.
Fast alle Tool Mitglieder zogen übrigens nach L.A. um u.a. in Hollywood und der Musikszene Karriere zu machen - sie trafen sich dann nur noch mehr oder weniger zufällig. Der Gitarrist (Adam Jones) und der Bassist gingen mehr oder weniger direkt nach Hollywood. Ersterer machte dort einige Filmeffekte bei bekannten Filmen - und später dann den ganzen visuellen Kram für Tool .. also Album Covers, Videos, Bühnenshows ..