Zitat
Und genau das passiert bei dem Geschredder nicht. Bei aggressivem Geschredder geht es darum aggressives Geschredder zu produzieren, um eine Art "Soundwand" zu erzeugen und nicht um Groove. Der emotionale Reiz liegt darin, dass man ein Geballer um die Ohren kriegt, das einem die Rübe wegfetzt. Aggression ist schließlich auch eine Emotion, nur würde ich es hier nicht als destruktive Aggression bezeichnen, sondern als künstlericher Ausdruck dessen, was man als Mensch alles so für innerliche Kämpfe und todesartige Gedanken haben kann.
Der Zweck ist also klar: Lasst uns die Hölle heraufbeschwören.
Endlich mal ne gelungene Umschreibung, die für das Thema ins Schwarze trifft. Yes. Seh' ich genauso: Geschwindigkeit allein muss nicht immer nur Selbstzweck sein, sondern kann eben auch (von mir aus auch als Blast) künstlerischer Ausdruck an sich sein.
ABER: Wenn es so wäre, wäre es ja gut; aber genau setzt meine Kritik an dieser Art von "Musik" im übrigen an: Daß bis auf das Hölle-Heraufbeschwören eben gar nichts passiert:
2 Stunden lang nur Hölle heraufbeschwören: Das ist so, als wenn jedes Bild von Picasso immer "Guernica" ergibt. Dann aber ist es kein Stilmittel mehr, sondern einfach nur Langweile und - da anderes ja offensichtlich künstlerisch möglich ist - Ausdruck der musikalischen Beschränktheit. Genau Beschränkheit aber hasse ich bei Kunst und halt es für das genaue Gegenteil von Kunst.
See
Egal, die anderen . Weitermamchen.