Beiträge von Seelanne

    wie du schon selbst sagtest, eiert das Microtiming gewaltig, die Breaks sind nicht geschmeidig, das ganze ist auch sehr undynamisch gespielt, hört sich sehr nach "Rote-Lampe-Achtung-Aufnahme-Effekt" an. Manchmal hängst du, ein andermal treibst du.
    Lass auch mal diese 16tel BassDrum am Anfang weg, die einfach 8tel Bass wie zum Schluss ist straighter und besser, insbesondere wenn es ansonsteen unrund wird, das Stück braucht ja auch eh keine Phonk-Attitüde.


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    gestern war auf 1Festival "Porcupine Tree" mit Gavin Harrissn so bewundern. Leider zu kurz. Musik ist auch nicht so prall mein Geschmack, aber dieser Harisson ist einfach unfassbar und läßt (abgesehen von seiner anderweitigen exorbitanten Güte) mit seiner geschmackvollen DoubleBassArbeit so ziemlich jeden bekannten Metaller aber verflucht faltig aussehen.


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    [quoteDazu muss ich sagen, dass ich keine Noten lesen kann, (also kein buch das auf noten basiert) [/quote]


    aha ............


    Er konne jede Note lesen, er wußte nur nicht, was sie bedeuten.


    Das Thema hatten wir hier schon zu genüge. Sagt mal, sind eigentlich schon Osterferien ?



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    Ui, welcher Teufel hat uns denn da geritten, was sind denn das alles für unfassbare Scheußlichkeiten, mal sehen: Schwirig, weil man ja die meisten Dinger noch nie gehört hat (gott sei dank) :


    1. Doppler
    2. Wuhan
    3. Trowa 14er HH




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    Ja, das Problem ist bekannt, habe ich mich auch schon mit rumärgern müssen.


    Bestes Beispiel: Ich hatte Mitte der 90iger ne Zeitlang Gigs für so ein Top40-Coverprojekt zu machen. Unter anderem spielten die von Take That "Never Forget" und "Back for Good". Mit letzteren hatten wir/ich damals immer Probleme, aus genau den gleichen Gründen wie hier:


    Eigentlich is es drummermäßig 'ne absolute Schnarchnunmmer, wenn man es so hört, fast schon peinlich. Trotzdem: Kaum spielt man es, gehn die Probleme los: Was genau so soll man spielen ? Spielt man 8tel Hihat, hat man zwar keine Probleme, aber es groovt nicht. Spielt man 16tel, wirkt das so statisch und aufgesetzt, viel zu hektisch für das Stück. Desgleichen mit der Snare in Sachen Ghostnotes etc.


    Auch halt so eine Mid-Tempo-Nummer, die irgendwo tempomäßig zwischen allen Stühlen zu hängen scheint. So richtig merkt man es auch erst, wenn man mal die Aufnahme gehört hat, bis dahin meint man noch, alles ist im Lack. Dann zum ersten Mal die Aufnahme gehört und: Es war keinerlei Groove auszumachen, absolut grausam.


    Wir haben dann die ganze Nummer nochmal Stück für Stück auseinandergenommen und geklärt. Hier meine Weisheiten, die ich daraus gelernt habe bzw bei dem Fall angewandt habe, vielleicht hilfts; einiges hat FWDRUMS aber auch schon angeschnitten bzw. gesagt:


    I. Das Stück erstmal wirklich akribisch darauf untersuchen, welche Percussionspuren da im Einzelnen zu hören sind: Oftmals meint man (so ging es mir früher jedenfalls manches mal), den Drumpart 1zu1 zu spielen, übersieht dabei aber völlig die Percussionelemente. Manchmal ist es ja nur ein Click auf dem Offbeat hier, ein Shaker dort oder ein Ping auf irgendeiner Zählzeit, die den Charakter des Ding ausmacht.


    Bei dem Take-That-Ding hatte ich in meiner völligen Überheblichkeit gegenüber dem Stück zum Beispiel komplett überhört, dass die 2 zwar als RimClick und die 4 auch in der Strophe auf der Snare kam, aber zusätzlich eben nur vor dem RimClick ein 8tel Bongo/Conga Schlag kam, gerade der machte seltsamerweise aber den ganzen Witz aus.


    Bei dem Sting-Stück zum Beispiel höre ich in der allerersten Sequenz (noch vor der Strophe) bereits 16tel Handclaps, die dann in der Strophe grade auf die 2 und 4 wechseln, stattdessen übernimmt die Snare-Ghost die Handclaps). Im Hintergund läuft auch - wenn mich meine PC Boxen nicht täuschen - ne Bongo/Conga/was-weiß-ich-Spur durch. Im Refrain in jedem Fall das Tambourin grade auf den 8teln.



    II. Wenn man die Drum- und Percussionspur geklärt hat und dort tatsächlich zusätzliche Percussionelemente ausgemacht wurden, überlegen, ob die für den Charakter des Stücks ausschlagebend sind:


    Wenn ja, muss man überlegen, ob man das überhaupt reproduzieren kann. Hat man einen Percussionisten der das spielen kann ? Wenn nicht, wie kann man ihn ersetzen ? Entweder über eine Clickspur des Sequencers (mit allen üblichen Nachteilen) oder kann der Drummer das mit seinem Percussionarsenal übernehmen (oder eben Sänger etc) ?


    Im Beispiel habe wir am Ende sowohl ne Shakerspur als Click genommen, das Congading konnte ich dann mit Timbalitos imitieren. Bei Euch würde ich mir das mit den Handclaps überlegen, das könnte Wunder wirken.



    III. Wenn das alles aber nicht geht, geht es nicht anders , als eine Reduzierung aufs Wesentliche zu machen. Man muss herausbekommen, was den Groove zu dem macht, was er ist. Das muss man dann ins Zentrum stellen und alles andere vernachlässigen.


    Hier kommt dann auch das zum Tragen, was FWDrums schon angesprochen hat. Oftmals ist es nicht hilfreich, genau das so zu spielen, wie der jeweilige Drummer auf der Aufnahme. Das wäre nur gut, wenn alle anderen Instrumente auch so wären, wie auf der Aufnahme, sind sie ja aber zumeist nicht. DIE richtige Drumspur gibt es nicht, es gibt nur die PASSENDE: Spielen aber deine Mitstreiter eben nicht so, wie die Musiker auf der Aufnahme, könnte es halt eben sogar sein, dass Vinie selbst in eurer Band was anderes spielen und sich von seiner eigenen Spur verabschieden würde.


    Ich empfinde die Strophe bei dem Sting-Stück als OffBeat, egal ob Vinnie da 8tel spielt oder 16tel oder was auch immer, für mich hört sich das so in seiner Gesamtheit als Ergebnis an.


    Ich würde daher z.Bsp. so spielen (so hat es bei mir jedenfals gefunzt):


    Bau den Takt als simplen Offbeat-Takt auf, mit Bass auf 1 und 3 (EDIT: und 3 +), RimClick auf 2 und 4, Hihat jeweils als 8tel Offbeat. Jetzt füge vor die 3 noch eine 16tel Snare Ghost hinzu, und verschiebe die Hihaht von 3+ auf 3e, also auf den 16tel Wert vor die 4. (So erhäls du eine schöne kleine unscheinbar-wirksame 16tel Kombi aus Snare, 2x Bass, Hihat und Click, die aber dem Charakter des Stücks sehr schmeichelt). Bei jedem dritten Takt auf die 4+ einen Akzent auf die RideGlocke, wahlweise CupChime, abwechselnd mit openh-ihat).


    Wahlweise kann man bei gleichbleibenden Beat auch einige lineare Stickings einbauen, nur alles nicht zu grade, das Ding hat einen orientalischen Touch, das muss alles spielerisch-tänzelnd klingen.


    Dann müßte eigentlich nach meinem Empfinden der Grundgroove stehen. Wenn dann auch noch die Akustik Gitarre in der Strophe rhythmsich exakt spielt, dürfte eigentlich nichts schief gehen.Ich hoffe doch sehr, ihr habt das Picking der Akustik Gitarre nicht vergessen, oder ? Der Bass muss in der Strophe die 16tel vor der 1 und der 3 alleine spielen, mit der Bass-Drum wäre das überfrachtet und zu schwerfällig. Im Refrain würde ich dann auf grade 8tel Hihat oder eher noch auf Ride wechseln, als Steigerung vielleicht dann zum Schluss mit der Glocke auf Off-beat.



    IV. Im übrigen gilt, was fwdrums auch schon gesagt hat und was man grade bei Sting wunderbar beobachten kann:


    Kein Drummer, und sei er noch so gut, kann das authentisch spielen, was ein anderer Drummer bringt: Vinnie gehört nun zum Besten, was rumläuft, aber wenn er "When the World is runnig down/Driven to tears" spielt groovt er eben nicht so, wie Omar Hakim. Wenn man "Seven Days" das erste Mal hört, fliegt man zunächst weg und man kann sich nicht im Traum vorstellen, dass man das Ding anders als Vinnie spielen kann. Kann man aber doch: Man sieht die Dvd mit MAnu Katche und denkt sich: "och, dem war aber einfach, so geht es auch": Einfach anders gespielt, einfacher, aber es groovt genauso. Manu patzt dagegen bei "If i ever lose my faith", nicht, dass er falsch spielt, aber es groovt irgendwie nicht. Und es wird auch seinen Grund haben, wieso bislang kein Drummer "Shadows in the Rain" in der ursprünglichen Blue Turtles-Version bei Sting gespielt hat.


    Deswegen. Nicht kirre machen lassen, auch wenn man immer von allen lernen solltem, aber immer alles auf die eigene Person zuschneiden, ist ja auch viel interessanter, nur so klingt man wie ein Original.


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    das ist das Schöne an uns Drummern:
    Solche Freds würde kein anderes Musikerforumum jemals hinbekommen. Kein Wunder, dass die uns alle für grenzwertig halten.


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    also wenn man beide Spuren gleichzeitg laufen läßt, klingts irgendnwie spacig, insbesondere das Telefontuten gitb der Sache einen doch irgendwie existentialistischen Touch .... egaL.


    1. Der Snare Teppich scheint viel zu stark angespannt, Du würgst das Ding ab. Die Snare hat ja überhaupt keinen Ton. Lockerer machen.


    2. Ja, ich weiß, dann raschelt es noch mehr, aber: Wie hörbar, steht dein Set wohl in einem sehr sehr kleinen und abgedämpftem Raum. Da ist es nun mal unausweichslich, dass der Teppich mitraschelt. nix gegen zu machen.


    3. Insegsamt hat dein Set überhaupt keinen Ton, deshalb erscheint der Teppich auch so dominant. Lass das Set atmen, dann fällt der Teppich auch nicht so auf. geht das aber nicht, weil Set so zu laut wird für die Nachbarn, dann gehts halt nicht.


    4. Die Stimmung der Felle ist auch zu verkarmpft. Lass mal eienfach den Teppich weg und stimm die Snare, auf dass ein stehender Ton rauskommt (Rreso und Schlagfell gleiche Höhe). Dann den Teppich dazu und justieren, wenns immer noch scheiße klingt, geh mit dem Schlagfell etwas höher.


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