okax, angesichts deines avatars habe ich derzeit so meine schwierigkeiten, etwas sinnvolles zu Papier zu bringen, aber ich versuchs mal dennoch :-):
Ganz ehrlich, ich kann die Frage, wie ich mir den Unterschied zwischen 3, 4er und 6er feeling klar mache, nicht beantworten. Ich kann mit diesen Unterscheidungen eh nicht viel anfangen. Was heißt 3er , was heißt 6er, ist das nicht ein doppelter Dreier und was ist ein Vierer ? Für mich gibts vom Feeling nur ternär und binär, und ob der Takt jetzt ein 7/8 oder 5/4 oder 4/4 oder 6/8 tel ist, wie ich den zähle, wo quasi die Clave ist, hängt vom Stück ab, von der Melodie und den Harmonieen, die den Fluss vorgeben: So kann ein 7ner ein 5er plus 2 sein, ein 4er plus 3er, ein 3er plus 4er oder ein 6er plus 1, wie ich das zähle entscheidet das Stück, bzw. mein Drumpart, welchen ich nach dem Stück entwerfe, sodass er passt.
Habe ich entworfen, spiel ich ihn, da wird dann nix mehr gezählt, es sei denn, ich muss über einen Riff spielen oder solieren und der TAkt ist so sperrig, dass ich feelingmäßig nicht drin bleiben kann, sondern mathematisch das ganze im überblick behalten muss, während ich spiele.
Habe ich aber doch einen Riff, spiele ich zu diesem Riff, nicht zu den Zahlen, ich will schließlich Musik machen und nicht Matherätsel lösen.
Einfaches Beispiel: Der Schlusspart von Stings "I burn for you": Das ganze Stück ist ein 6/tel, Omar Hakim soliert zm Schluss über den Titel-Riff. Wenn ich mir das raushöre, oder selber dazu spiele, zähle ich mir nix vor, sondern orientiere ich mich an dem Riff, der gibt mir ja schon so gut den 6er vor, besser alle jede Mitzählerei. Sein Vorteil: ER HAT das 6er Feel ja schon in sich, was den Buchstaben und Zahlen fehlen. Auch bei Heraushören der Breaks orientiere ich mich am Gesamtzusammenhang im Riff, so wie ein Seefahrer an den Sternen. So hat man Fixpunkte, an denen man sich orientieren kann. Erst wenn ein Break Probleme macht oder eben über das 6er Feel hinausginge, den Takt sprengt, müßte man das unter dem Mikroskop auszählen und lernen. Wenn aber gelernt, braucht man nicht mehr zählen, wenn's sitzt, sitzt es.
Kann aber auch sein, dass es zwei Arten gibt, an solche Dinge heranzugehen, einmal mehr vom Instinkt und Gehör und ein zweiter Weg über das Zählen und Denken. Letzterer ist aber für mich nur zweitrangig und reines Hilfsmittel in der Not.
See