Anmerkungen:
I. Der Song
Annehmbare Mucke für den Bereich Pop-Rock. Deutsch-Texte sind immer reine Geschmackssache, für den Text schließe ich mich an: Es klingt ne Terz etwas altbacken. Aber wie gesagt, das alles ist rein subjektiv.
Wo's etwas objektiver werden dürfte, ist die Geschwindigkeit (nicht das Timing): Für meinen Geschmack spielt ihr das Stück eine Terz zu langsam, es klingt unentschieden , es hört sich an, als wenn ihr es mit angezogener Handbremse gespielt habt. Früher sagte man dazu: Ganz klar, typisches Studioeinspielung, verhalten, zahm. Will sagen: Wenn ich das Stück höre, möchte ich am liebsten auf das Gaspedal drücken und das Stück schneller ablaufen lassen, nein, nicht , weil ich schneller Stücke lieber mag, sondern weil ich das Stück als schneller empfinde.
Ihr spielt es als Mid-Tempo nummer, ich höre es als Up-Tempo. Mein Tip: Nehmt euch den Klick und gebt zu eurer Geschwindigkeit einfach mal 5 dabei, das reicht, spielt es und hört es euchmal an, ich denke, die Füße wippen einfach dann besser. Ist nur ein Tip. Ich meine, es würde dann einfach besser grooven.
II. Sound- Lass Dir hier nichts erzählen. Der Sound ist im Ganzen gut. Insbesondere der Snaresound ist klasse und passt auch sehr gut für diese Art von Musik. Die Snare ist differenziert und "sporty", und brät dadurch auch den Song nicht zu. Es gibt nichts schlimmers, als bei solchen Stücken mit durchgehende Verzerrgitarre (im Refrain) auch noch eine mega-fette, verhallte Sanre hören zu müssen: Well done !! Bass-Drum ist mir etwas schmalbrüstig, das kann aber auch an meinen PC Speakers liegen.
- Einzig die Sologitarre erscheint mitr etwas "draufgelegt", ich weiß nicht warum, aber das Solo hört sich drübergelegt an, das Solo fügt sich nicht in den Gesamtsound ein, klingt abgehoben (vom Sound, nicht stilistisch).
III. Drums
1. Konzeptionell
Konzeptionell versteh ich eine Sache nicht, die in meinen Ohren den Song äußerst unrund macht:
Du spielst in der zweiten Strophe diese ganzen Brekas und Fills, gut und schön, es geht hier zunächst auch gar nicht darum, ob sie gut sind oder nicht, sondern um folgendes: In der dann späteren Bridge hälst du dich aber seltsamerweise als Drummer total zurück, obwohl nun grade dort Platz wäre, sich etwas auszutoben. Genauer: Da, wo du die ganzen Fills spielst, klingen sie in meinen Ohren aufgesetzt, nicht songdienlich, künstlich, so, als wollte der Drummer beweisen, wies geht, dort aber, wo er es nun könnte und wo vom Song her auch nun wirklich Platz wäre, bleibst leer. Ergebnis: Der Song gerät in Schieflage, auf einer Stelle bündelt es sich unnötig, an anderer Stelle ist die Luft raus.
Ich würde es umgekehrt machen: Lass die Strophe Strophe sein, das ist der Platz für die Sängerin, vielleicht ein kleiner LIck, hier, ein kleiner dort. In der Bridge, da ist Raum, da hau rein und lass es krachen.
2. Einzelne Sachen
- Der Anfang (die ersten 10 secs) sind in meinen Ohren ganz leicht schneller, als der rest. Hört sich an, als wenn du zu Beginn etwas zu schnell angefangen hast und dann zurückschaltest. Kann das jetzt nicht nachmessen, kann mich auch verhauen. Scheint aber dieses Ringo-Starr- mäßige - "Here comes the sun"-Verlangsamungs-Relais-drinzuhaben.
- einziger richtiger Kritikpunkt sind aus meiner Sicht die Breaks: von der Konzeption her gut, auch insgesamt recht ordentlich getrommelt, ich meine aber, sie "beißen mich nicht": sie könnten einfach etwas besser grooven, oder geht das nur mir so ? Entweder liegt das an der Tagesform meiner Ohren, kann sein, das ich Flöhe husten höre, aber irgendwie bricht bei den Breaks zuweilen der Backgroundgroove zusammen: Bei einigen Breaks ist die 4 und die nachfolgende 1 zu deutlich voneienander abgegrenzt, anderermal scheitn es so, dass das Micritiming eiert, keine Ahnung, kann aber auch sein, dass ich einfach doof bin. :-). Ich würde das auch jeden Fall nochmal überprüfen und gegebenenfalls dran arbeiten.
Ich habs jedenfalls gerne gehört.
See