Beiträge von Seelanne

    Zitat


    [Ian Paice ist für mich über jeden Zweifel erhaben. Wenn's Rocktrommler gibt, dann sind es IP & John Henry Bonham. Punkt. Ein Vergleich mit Mike Portnoy mmmhhh Äpfel & Birnen. Und was die Technik anbelangt, bin ich bei Hochi (schaut Euch mal auf Drummerworld den One Handed Roll an). Aber darum geht's ja eigentlich nicht. Ian Paice spielt super songdienlich mit einem absolut eigen Stil. Er hat für mich was was sonst keiner hat: Er SWINGT. Er ist für mich der einzige Rocktrommler, der ein Swing-Feel rüberbringt.


    Ja: Bonzo und Paice, thats it. Wirklich das Entscheidene an Beiden: Beide haben diesen Swing, diesen Funk, dieses Feel, diesen Goove trotz allem Rock-Drummen. Das macht den Unterschied. Und: Paice' behende und ansatzlose Single-Rolls sind legendär, Portnoy wirkt dagegen bei allen unbestrittenen Meriten wie ein LKW in einer frickeligen rechts-links-Schikane. Seine BassDrum war im übrigen ebenfalls recht fix, schneller war selten jemand vorher und nachher, nicht so ausgeschlafen vertrickst wie Bonzo, aber schnell: Man gebe sich sein Solo auf der "Made in Europe": Scheibe und Solo kacke, aber die Trethupe beendet alle Diskussionen um Technik etc.



    See

    I. Charlie Antonlini:
    1982 in der Dortmund-Aplerbecker "Scheune": nicht zu beschreibendes großartiges Konzert, intim, mit annähernd 25 (!) Zuschauern, Charlie hatte eine Band dabei, die alles wegriss mit dem besten Saxophonisten, den ich jemals gehört habe, irgendein unbekannter Tscheche. Bei den St.-Wonder Zugaben "Is'nt she lovely" und "You are the sunshine of my love" fing das Gebälk der ehrwürdigen Scheune an zu ächzen vor Glück.


    II. Zappa:
    Ich weiß nicht, es muss 87,88 oder 89 gewesen sein. Westfalenhalle 2 mit Chad Wackermann. 2 Stunden lang Staunen mit offenem Mund, dabei gleichzeitig ein Menge Spass und Fun. Ich war vorher kein Zappa Fan, mag bis heute viele seiner Sachen überhaupt nicht, aber das Ding war das Nonplusultra.


    III. Al Jarreau
    Rockpalast 1985 meine ich, wäre es gewesen. Ich war als Ordner im Dienst, stand ca. 2 Meter von der Bühne entfernt, als Al die Bühne enterte: Ich kann nicht sagen, dass ich jemals ein intensiveres Konzert gesehen habe. Die Bühne, ja die ganze Grugahalle schien eingeschmolzen in den einen Ur-Groove, den insbesondere Alex Acuna an den Drums entfachte. Wenn ich mich richtig entsinne, war das auch das erste Mal, dass ich Mike Stern gesehen habe, dessen Rhytmusgitarre klar machte, dass dieser Part eine eigene Kunstrichtung sein kann.



    IV. Prince
    "Sign of the times Tour"-Concert, "Alphabet Street"-Tour und Diamonds and Pearls"-Tour, alles Westfalenhalle I zwischen 1987 und 1991. Keine Ahnung, welches Concert von den dreien nun besser war, jedenfalls musste man jeweils nach den Gigs die Definition von dem Begriff "Konzert" nochmal neu erfinden.
    Musik auf allerhöchstem Niveau, eine schon nicht mehr fassbare Leichtigkeit im Umgang mit allerschwierigsten Passagen, fast alle Stücke waren zu einem einzigen Organismus verschweißt worden, bei dem "Sign-of-the Times"-Concert gab es eigene Überleitungsstücke, aus denen man locker hätte 2 Cd's hätte brennen müssen, und eine Show, ja wie soll man sagen: Ich rezitiere mal George Clooney aus "From Dusk til Dawn": "Das nenn ich mal ne geile Show"................. Und das wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Gegen die beiden Tänzerinnen bei der Diamonds-and-Pearl-Tour war Hayeks Schlangentanz im Hause der Vampire ein müdes Gähn-Nümmerchen. Unser Gitarrist reüssierte sodenn auch anschließend treffend: "Prince ist der Musik gewordene Orgasmus" ....................... Recht hatte er.


    V. Herbie Hancock -
    2002 in Duisburg im Rahmen vom Klaviersommer. Mit TLCarrington an den Drums. Trotz der etwas kalten unintimen Hallen-Atmosphäre teilweise nicht mehr nachzuvollziehendes Konzert, welches in einer anderen Dimension stattzufinden schien. Die rhythmischen Verdichtungen von Hancock und Carrington waren von einer einem inneren Band gepägt, als wenn ein Musiker zwei Instrumente gleichzeitig spielen würde. Es war schon fast zu viel des Guten. Unser Pianist, nun wirklich nicht grade schwach auf der Brust, schüttelte ab und an ungläubig und völlig geflasht den Kopf mit den Worten: "Ich habe keine Ahnung, was der da spielt, ich meine, ich weiß nicht nur nicht, wie er das macht, ich weiß noch nicht mal, was er überhaupt spielt." Aber die Erhabenheit der Musik entband von jeglicher Frage nach Technik und dergleichen und so war es einer der einzigartigsten Momente ever für mich.
    Was allerdings jemand mit der Musik anfangen konnte, der nicht Musik macht, die Frage konnte ich grade anläßlich dieses Konzertes nicht beantworten.
    Und: Nachher die Konzertaufnahme über Radio war nicht halb so gut, was folgerichtig war und ist: Bei solcher Musik muss man dabei sein, wenn sie entsteht, diese Musik entzieht sich der Aufnahmetechnik. Gut so.
    Zudem wurde die Sache auch anschließend noch runder als rund: : Auf meine Mail an TLC erhielt ich dann sogar postwendend von der Guten ausführliche Antwort: Nicht nur die beste Drummerin aller Zeiten, sondern auch noch eine feine Frau, keine Frage.


    IV. George Clinton and his Parliament of Funk
    Mitte der 80iger auf der Loreley. Ich weiß noch, es war heiß, sehr heiß sogar, die Ordner-Kleidung hatten wir über Bord geworfen, als George 10 Minuten spielte. Man weiß bis heute nicht, was das war, was abging , warum es abging und wie es funktionierte: Innerhalb von Minuten griff eine Stimmung um sich, in der man nur an Eins dachte, und zwar alle Zuschauer.
    Man konnte auch teilweise nicht mehr ausmachen, wer Zuschauer und wer Musiker war. Musiker und Tänzer funkten teilweise hinter die Bühne und ins VipZelt. Der eine Gitarrist kam "funkend" herein, dudelte auf seiner Axt weiter, die ja nun nicht mehr angeschlossen war, holte sich was zu essen und funkte wieder heraus, zurück auf die Bühne. Dann wieder groovten die Backgroundsängerinnen hinter die Bühne, bis zur hinteren Steinbalustrade, dem besten Aussichtspunkt an der Lorelexy, fernab von jeglichem Publikum und sangen und groovten weiter. So ging es die ganze Zeit. Hinter der gesamten Bühne und im VIP Bereich war der Teufel los, die ganze Welt schien nur noch im Funk Rhyhtmus zu pulsieren.
    Wenn jemals Musik Vernunft geschlagen hat, dann an dem Abend. Erst als das magische "Maggit Brain" erklang, trat halbwegs Beruhigung an. Schade, dass Dennis Chambers das nicht miterlebt hat. Der mußte derweil drummen. Fazit: "One world under one Groove" ? : JA.




    See

    Zitat

    Original von williken
    ich wusste nicht, wohin damit, deshalb einfach mal hier:
    vielleicht kann man die jungs ja doch noch mal "in echt" sehen:
    http://www.laut.de/vorlaut/news/2005/11/10/00758/index.htm
    :D


    Ja, auch Peelip hat in einem Interview die Chancen für eine kurze Reunion als gut bezeichnet: "Ich könnte mir es gut vostellen und hätte Lust darauf, nochmal die Stöcke in die Hand zu nehmen, wenn Peter zum Mikro greift".


    Tja, zu schön um ........................ Halten wir es mit dem Kaiser: "Schau'n mer mal". Ich würde jedenfalls zur Not zu Fuß hingehen.


    See

    also der Auftritt von Nils Landgren war mau, alles irgendwie blutleer und altbacken. Dass er nichts neues bringt, ist ja nun selber nicht neues, so ein unspannendes Konzert war aber nun wirklich seit langem nicht mehr zu sehen. Da konnten dann die Ablicke zur Dame an der Hupe auch nicht mehr dran ändern.


    See

    Bei Beginn von Proben grundsätzlich mit "Rods" beginnen:


    1. Wegen des schlechteren Rebounds ist man gehalten, in der ersten halben Stunde alles besser auszuschlagen, sodass man dann beim Wechsel auf Sticks einen schönen Erleichterungs-Effekt zu verzeichnen hat.


    2. Wegen der von Anfang an geringeren Lautstärke drehen die anderen Bandmitglieder nicht so auf und wenn man dann mit Sticks spielt, hat man bedeutend mehr Dynamik-Reserve und ein entspannteres Drummin'.



    See

    Schlugtruss:


    Nicht wir haben gesagt, A-Customs seien für Punk nicht geeignet, sondern du hattest sie von Anfang an für Punk favorisiert: Und das halte ich nunmal für Unsinn. Die A-Custom sind wunderbare muskalische Becken. Sicher, man kann sie auch bei Punk spielen, nur dass sie nun ausgerechnet prädestiniert für solche Musik wären, kann man nun wirklich nicht sagen. Ich würde meinen: Pereln vor die .................


    Ähnliches würde ich eben auch für die Paiste Dark Energy oder Zildjian K sagen: Man KANN die für alles verwenden, gemacht sind sie sicherlich nicht für alles.


    UND bitte: Wenn dir dein A-Custom vor lauter Durchcrashen-trashen irgendwann aus den Nieten geht, bitte keine Gejammer über die Haltsbarkeit von Becken.



    See

    also wenns billig und trotzdem gut sein soll und gleichzeitig Stahl sein soll, dann sieh dir mal die Pearl-Ian Paice Signature an, die gibts für 295,-- bei Thomann. Alternative: Bei Ebay "Snare" und "Stahl" ("Steel") eingeben und suchen-suchen-suchen.


    Was findest Du an der Steve Gadd Steel denn so dolle ?


    See

    Kinder, Kinder, jetzt reden wir im Rahmen eines Metallica-Lars-Ullrich-Threads über Beatles und die Stones ? Seid ihr jetzt alle Meschugge ??


    Beatles: Egal, ob man sie mag oder nicht, egal, ob sie gut spielen oder nicht (sie können es nicht): Sie sind es, die unbestreitbaren Götter des Popsongs. Es gab und gibt gibt keine besseren Songwriter als Lennon/McCartney. Ihre besten Stücke kannst du in 100 Jahren noch jemandem vorspielen und es macht immer noch Klick.


    Stones: Ich wäre vorsichtig mit der Aussage, sie wären keine guten Musiker. Technisch, keine Frage, da sind sie wohl Stümper, gemessen an den Instrumtal-Artisten der heutigen Zeit. Aber wer auch immer so ein Zeug daher redet, er nehme einfach mal das Album "Stripped" und gibt sich den Song "Love in Vain" und anschließend sage er mir bitte, ob er jemals einen definitiveren Blues gehört hat als das Ding. Das Stück hat mehr Eier als alle Metallica Alben zusammen.



    Beatles, Stones und Metallica in einem Atemzug zu nennen ist Schwachfug. Metallica ist ein Auto, von mir aus ein schnelles und gutes, die Beatles aber waren die Erfindung des Otto-Motors.


    See

    Zitat

    Original von Al_Sabbah
    Seelanne


    naja, ich will den Klick hald zur Überprüfung meines Timing-Halte-Skills nutzen..
    und wenn der Klick jeden (z.B.) zweiten Takt kommt, und ich mit ihm zusammen bin, weiß ich doch, dass die letzten 2 Takte vom Time her ungefähr gestimmt haben, oder?


    ja dann machs dir doch einfach und halbiere einfach den click. Ne 90 Nummer stellt du auf 45 und spielst dazu deine 90er time. Dann hast du jeden zweiten takt die 1.


    See

    Zitat

    Original von zorschl
    Seelanne: wenn er eine kleinere Snare nimmt, wird der Abstand zwischen dem Rand der Snare und der Hihat erst mal größer als bei einer 14". Jetzt kann er die Hihat etwas nach rechts schieben, bis der Abstand zwischen Snarerand und Hihat wieder wie vorher ist, und hat so den Abstand von der Snaremitte zur Hihat um ein halbes Zoll verringert. Klar? :D


    kann er eben eben nicht, da ist ihm nach eigenen angaben ja die dofum im Wege.


    See
    - es bleibt schwierig -

    versteh trotzdem nicht: Wenn wegen der dofuma die Hihat jetzt zu weit weg ist, ist der Abstand zwischen Snare und Hihat ja größer geworden, Wenn du dir jetzt ne kleinere snare holst, wird der Abstand ja noch größer ? ?(


    .. oder gehts nur mir so heute ? :]


    See

    aber by the way: diese eine Soloperformance auf dem See - also frei schwebend - war schon n Knaller, also alles was Recht ist. Und auch die Geschichte, als der Alkohol alle war und dann aus Wasser Wein .... nene, da kann man nicht meckern. Wenn alle Stars so gut zu ihren Fans wären.


    - in god we trust -
    See

    Will Calhoun ------ Native Lands


    Wundervolle Musik mit sinnhafter Synthese aus Jazz und World-Music, ohne in einen Potpourri abzugleiten. Mit dabei unter anderem: Stanley Jordan, Kevin Eubanks, Marcus Miller und viele andere.


    Anspieltips: Ein cool-verhaltene Version von „Afro Blue“, nicht so intensiv wie die seinerzeit unfassbare Adaption von Michel Camillo, aber hörenswert, hörenswert, hörenswert. „Echoes of Elvin“: Will’s Verneigung vor E. Jones, hypnotisch.


    Wer hören will, wie sich ein Drummer musikalisch entwickelt hat und über die Grenzen seines Instrumentes Musik als Ganzes begreift, wer modern Jazz nicht als Sparte, sondern als Element mag, sollte hier zuschlagen. Erinnert auf seine Weise damit etwas an TLC "Jazz is a Spirit".


    Bonus: Eine DvD, in der alle Stücke kurz vorgestellt werden, sowie Special Features über Mitstreiter, Studio etc. pp.


    Tolles Ding. So klingt Musik fernab jeglichen Gehabes und Getues. 5 Points.


    See

    danke für den Hint, bester unplugged-Gig in meinen Ohren waren seinerzeit The Cure, die ich eigentlich live nicht so mag, aber die Akusik geschichte war ne Wucht. Mal sehen, ob sie die unter den Highlights drin haben.


    See