Beiträge von Seelanne

    also mit Jahrgang 1964 weiß man, dass "Behind" von Townshend/Who ist :-):


    Aber die blauen Augen töten mich diesmal geschmacklich nicht, das Ding kommt zu Poser-mäßig rüber. Aber sauber gespielt (nur der Sänger und leider auch der Gitarrero sind hier wirklich manchmal gelb, scheint aber ja auch wohl das Ende des Gigs gewesen zu sein, da schwinden schon mal Kräfte und Konzentration.)


    Im übrigen: Netter S.-Phillips-Lick auf 1:33.


    Apropos Philipps: Da werde ich an die alte "Behind"-Version aus 1985 erinnert von Townshend Live at Montreux mit Simon an den Drums. Falls noch nicht bekannt: Wenn Dir die mal begegnet, horch rein, das Arrangement wäre was, insbesondere für die Drums, eurer Up-Tempo Teil geht bereits in die Richtung.



    Seelanne

    Zitat

    [iMein Höreindruck war immer! der, dass je flacher der Kessel, umso direkter, crisper und ZEITNÄHER!!! Ich favorisiere aber gerade deswegen oft Piccolos, da ich deren Zeitnähe des Teppichsounds zum Auftreffen des Stocks am Schlagfell favorisiere. Piccolos sind für Metal oder Hardrock (also dein Einsatzgebiet) eher "etwas" untypisch und nicht als flexibelste Metalsnares zu nennen :)


    Uneingeschränkte Zustimmung, DAS sind die Vorteile der Piccolos: Was du spielst, hört man sofort, sie sind sehr rein, keine Verfälschung oder Verschlucken von dem, was du spielst. Der Nachteil: der zuweilen fehlende "Punch" oder "Bauch". Aber: Irgendwas ist immer :)


    See

    Militärrolls ins Set zu übertragen, geht kein Weg an dem frühen Billy Cobham vorbei und - immer gerne übersehen - MArk Brzezicki (oder wie immer er sixh auch schreibt) von Big Country.


    Seelanne

    Zitat


    Entweder man schreibt neutrale bis ermutigende Beiträge oder, so man das als unehrlich empfindet, weil mans scheisse findet, man schweigt dann einfach. Kritik wird dann formuliert, wenn man explizit durch den Erzeuger der Hörprobe aufgefordert wird. (Never criticize unless you are asked to).
    Nils


    Yes, genau das scheint der Unterschied zu sein. Seltsam nur, dass bei Übernahme des "american-way" übers Ziel hinaus geschossen wird: Denn Scheisse hatte ich an keiner Stelle gesagt, im übrigen das Positive gelobt. Genau das nervt mich so, dass diese amerikanische Idee pervertiert wird dahingehend, dass man NUR noch positives anmerken soll. Grade das empfinde ich als sehr Deutsch.


    Aber nun zurück zur Musik.


    Seelanne

    Ja, das meinte ich mit Schülerzeitung. Sehr bedauerliche Entwicklung. Ich meine, Drummerzeitschriften sind ja nun keine Kandidaten für Pulitzerpreise, aber etwas mehr Niveau,gedanklich als auch schreibtechnisch, könnte nicht schaden.


    @ mm: 5 Sterne für den nick.


    See

    I. zunächst Offtopic:


    Also ich muss mich wundern, obwohl ich es nicht mehr tun sollte, da es immer die gleiche Leier ist:


    Da stellt jemand hier ein Solo rein, das objektiv nachweist, dass der Threadstarter ein wirklich guter Powerdrummer ist, man bemerkt das mehrfach ausdrücklich, vergißt aber auch nicht reinzuschreiben, dass einen das Solo musikalisch nun nicht wirklich anmacht und schon heißt es "Oberlehrer", obwohl in der eigenen Kritik mehr positives steht, als in den anderen vermeintlichen wohlgesonnenen Stellungnahmen.


    Ich denke, in der Bemerkung, dass Schmatz ein guter ist, kann sich eine Kritik nicht erschöpfen, einem Schriftsteller bescheinigt man auch nicht noch ausdrücklich, dass es schön ist, dass er in der Lage ist, Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu schreiben und bei guten Leistungen eines Sportlers setzt die Kririk auch nicht da an, dass es bereits eine Leistung ist, dass er ohne umzufallen geradeaus laufen kann.


    Ist die Leistung höher, muss auch die Kritik höhere Maßstäbe setzen. Es dürfte daher nicht verwundern, wenn man bei jemandem, der wirklich gute und flüssige Licks in die Felle drückt, neben der Anerkennung für die technische Geschichte anmerkt, dass einen das musikalisch nicht umgehauen hat. Wo ist das Problem ? Denkt ihr, Schmatz muss auch noch vom 347ten bescheinigt bekommen, dass seine Hand-Foot-Combis sehr druckvoll rüberkommen ? Das weiß er selbst; wüßte er es nicht, könnte er es nicht spielen. Ich halte es jedenfalls für sinnig, imstrumentelle gute Leistungen auch mit einer entsprechenden Kritik zu begegnen und nicht mit dem Kritikniveau unter das des Gespielten zu sinken.


    Ich denke denn auch nach wie vor, dass ehrliche Kritik unter Berücksichtigung aller Punkte, also dem technischen Und dem musikalischen, sinnvoller ist , als das epigonenhafte Nachbeten von: "Ach, das ist ja so toll".


    Habe in dem Zusammenhang im übrigen auch immer mehr das Gefühl, dass solche Kritik gar nicht mal beim Drummer selbst, sondern bei den Begeisterten deshalb schlecht ankommt, weil es die eigene Kritikfähigkeit in Frage stellt, frei nach dem Motto, es kann doch nicht das kritikfähig sein, was ich selbst so toll finde.


    Aber ich seh nunmehr endgültig ein, dass das wohl nicht der Sinn der Hörzone ist.



    II. Deswegen halt ich mich auch bezüglich der neuen Links etwa zurück und sage im Sinne der Nachhilfeschüler:
    1. Mission Impossible: Ganz ganz toll !
    2. Maroon 5: klar, auch toll
    3. Queen: noch toller als das tolle Maroon 5, aber etwas weniger toller als das tolle Mission.


    III. Und für den Rest:
    Schlagt mich, aber das Maroon 5 Ding ist das beste. Ja, der Sänger ist nun nicht der Überhit, aber der Satzgesang ist für Live abolut okay. Das entscheidene: das Ding groovt wunderbar. Der Hit aber ist das Gitarrensolo: Intelligente und geschmackvolle Ideen klasse umgesetzt. Sehr gute Bandleistung insgesamt.


    Das Intro haut mich entgegen allegemeiner Meinung nicht um, die Mixtur aus Mission Impossible, Peer Gynt, With a little help from... und Can-Can ist zwar ganz nett, aber wirkt auf mich dann doch etwas altbacken und lieblos, da ist gemessen an den offensichtlichen Fähigkeiten der Musiker von der Konzeption her deutlich mehr drin als dieses grade Potpourri, auch wenn es fürs normale Publikum sicherlich genau das richtige Opening ist.


    Und Queen: Keine Wertung, da ich das Ding außer von Queen selbst einfach nicht mag, da kann ich nichts gegen machen. Ohne die pfauenhafte Selbstironie der Könglichen verkommt die Nummer in meinen Ohren immer zum Proll-MitSchunkel-Liedgut. Aber wie gesagt: rein subjektiv.


    Seelanne

    zackigr Metal und ne 14x5,5 Birch Snare vertragen sich in meinem Ohren nicht wirklich. Wenn aber eh alles abgemikt wird, dürfte es weniger schwerwiegend sein.


    Aber: Ohne meine Snares würde ich nie zu einem Gig fahren, ohne Pedal´auch nicht.


    See

    ... also bevor ich ein foliertes Performer nehme, würde ich dann doch eher ein anderes Set nehmen: Vorteil von Folien sind nicht gegeben, die Farbe hört man nicht und ist eh konkret nicht so pralle. (und wenn schon Tama, dann das SC Maple, die Performer überzeugen mich nicht, was aber Geschmmackssache ist.)


    Und wenns preislich eh aufs gleiche rauskommt, ohnhein eher das MMX. Für den Sonderschnickschnack (falls gegeben) kann man sich nichts kaufen.


    Seelanne


    Und das DW die Folie erstellt haben soll, will mir immer noch nicht einleuchten: Selbst die haben Diamond Dust nicht im Programm. Außerdem dürfte für eine Firma wie Tama diese Sonderfolie wohl kein Problem sein.

    alles in allem sehe ich das ähnlich:


    Sehr gutes Geschwindigkeits und DoubleBass Niveau, wirklich gutes Powerdrummin', das meiste auch sehr sauber gespielt, das Timing der einzelnen Parts divergiert zuweilen, kann aber auch gewollt sein, einige ganz wenige Unsauberkeiten, insgesamt technisch sehr sehr gut und flott.


    ABER: Musikalisch anmachen tuts mich auch nicht, nach 1 1/2 Minuten kommt bei mir auch Langeweile auf, noch ein DoubleBass Lick und noch einer und noch einer. Es fehlt mir für ein Solo die Dynamik, der Spannungsbogen. Ein wenig Peart hier, ein wenig Bozzio dort, im ganzen erinnert mich das aber eher noch an Barriemore Barlow's Solo auf der Jethro Tull Burstin Out. Da helfen dann auch die Cowbells-Passagen nicht so recht weiter, die einzelnen unterschiedlichen Passagen stehen doch etwas zusammenhanglos nebeneinander (was aber nicht an den Pausen liegt, die snid okay).


    Fazit: Als Drumsolo für sich betrachtet ist es nicht so mein Ding, im Kontext mit CoverBand mags aber genau das richtige gewesen sein (Eure Black Betty Version muss dann aber schon überaus zügig gewesen sein). Technisch ist es überaus fein, jedenfalls was Geschwindigkeit und Hand/Foot-Kombis angeht.


    Was bleibt: Die Erkenntnis, dass Du ein wirklich fixer und guter Powerdrummer bist, das Solo selbst aber habe ich - jetzt wo ich den letzten Satz schreibe - auch schon wieder vergessen.


    See

    welches Becken den jetzt, das erste, das zweite oder die hats ? :-).


    Egal, keine Ahnung, aber schönes Intro, welche Mucke (Bred Mehldau) ? Warum sind die krankesten Threads eigentlich am Ende dann doch immer die besten ?


    Plane im übrigen noch eine Steigerung: The "Invisible Cymbal" ............. ja, genau ....... mal gänzlich ohne Hilfen :-).


    See