Beiträge von Seelanne

    nimm einen Streifen gaffa (10 cm) und klebe das ding mittig, also ungefähr zwischen Rand und Kuppe längst von hinten auf das Becken.


    Wenn das alles nicht funzt: Gaffa auf die Lauschlappen, schaukelt dann zwar immer noch aber man hört es nicht mehr so. :)


    Seelanne

    So, zum ersten Mal die neue Zeitschrift gelesen/gehört:


    Einziger Lichtblick sind die Playalongs und Workshops auf CD.


    ALLES andere ist imho irgendwie so eher gar nicht: Am übelsten sind die Interviews, keine wesentliche redaktioneller Leistung, Standardfragen, auf die es dann - wie kann es anders sein - auch nur Standardantworten gibt. Die Tests: hier passt man sich dem Manni-van-Bohr-Einheitsbrei an. Die CD-Kritiken sind ebenfalls mau, die hätte man auch schreiben können, ohne die Platten zu kennen. Der ganze Schreibstil erinnert im übrigen zuweilen eher an eine gut gemachte Schülerzeitung.


    Also verbleibt es lediglich bei der CD, das ist eine gute Idee. Den Rest kann man getrost in die Tonne hauen, wi4 die anderen Zitungen mittlerweile auch.


    Seelanne

    I. Microtime ist das, was es heißt:
    Entscheidend ist nicht, dass die 1 getroffen wird, oder andere Macro-Zähleinheiten, sondern dass eben grade alle Noten-Zwischenwerte exakt genagelt werden.


    Bsp: Bei einem geplanten Fill über einen Takt stimmt das Macrotime, wenn bei der 1 begonnen wird und der Fill sauber auf der 4 oder dergleichen endet. Diese Sauberkeit besagt aber eben noch nichts darüber, ob die Notênwerte dazwischen, die 16tel, Triolen Flams oder anderes mehr exakt gespielt werden. DAS ist das Microtime: Es hilft eben nichts, das Fill im großen timingmäßig richtig zu spielen, wenn es "in Sich" nicht richtig ist, wird es nicht grooven.


    Anderes Beispiel: Es wird zwar im Rahmen des einfachen Taktspiels die graden Viertel getroffen, aber eben immer eine Terz, eine Millisekunde daneben. Wenn es immer gleich kommt, also alle Viertel leicht nach hinten oder nach vorne, ist es gleich, es groovt einheltich, auch wenn der Click nicht hundertprozent getroffen wird. Falls das technische Knowh How ausreicht, kann man das eben auch gezielt einsetzen und erhält dann das "hinter dem Groove" (= laid back/angezogene Handbremse) oder "vor dem Groove" spielen. Das Hörbeispiel vom Ulf sei jedem empfohlen, noch deutlicher habe ich es noch nirgends demonstriert gehört.


    II. Subdivisions sind und einfach, wie hier auch schon erklärt, die Untergruppen, die 8tel, die 8tel Triolen, die 16tel, die 16tel-Triolen, die 32tel und die entsprechenden Quintolen.


    Seelanne

    ich gebe mal Holle Recht:


    Wenn ich sehe, wie viele an das Drummin rangehen (schneller-höher-weiter), dann denke ich auch: eine solide, sagen wir mal 60 jährige Frühmumie dürfte nach einem halbem Jahr hirnlosen Doublebass-Geübe die meisten von uns in die Tasche stecken. Sie haben einfach mehr Zeit. Jeden Tag 5 Stunden und die Sache geht sich aus, alles eine Frage von Muskelaufbau und dergleichen.


    Im übrigen: Alles eine Frage der Musikalität: Menschen die musikalisch sind, werden auch noch mit 65 mehr Sinn für ein Instrument entfalten, als ein 15jähiger, der zwar guten Mutes ist, aber etwaig einfach nicht begabt ist.



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    nach Angaben von Tama sind die EFX mit einer besonderen Folie versehen, die darüber hinaus auch noch mit einem speziellen Verfahren auf die Kessel aufgebracht wird, wie aber genau, keine Ahnung. Ausreichende Erklärungen gibt es aber mit Sicherheit unter tama.com.


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    Original von maxPhil
    Naja, imho wird Technik im Bandgefüge oftmals überschätzt und ist letztendlich sekundär (wenn man ein gewisses Grundmaß an Technik, Erfahrung und Lernfähigkeit mal vorraussetzt) - der Groove und die Persönlichkeit machen das. Passe ICH zur Band und passt WAS ich spiele zum Sound?


    Yes, deswegen ist ein Portnoy beispielsweise, um im Bild zu bleiben, auch absolut okay im Rahmen von Dream Theater. Ich bezweifel aber, ob er als einzelner Solo-Drummer derart Karriere gemacht hätte. Von seiner Güte gibts es diebszüglich zu viele. Aber bei DT passt hervorragend und da zockt er auch recht einfallsreich.


    Aber über Banddrummer und ihre musikalischen Fähigkeiten sollte man ohnehin nicht allzuschnell urteilen. Man weiss nie, was sie im übrigen für die Band leisten, Arrangemenfragen, Kompositionen etc pp. sind alles mögliche Fähigkeiten eines Drummers, die die Bandchemie entscheidend vorran bringen.



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    Wenn's keinn Sinn macht, sollte man besser was Sinnhaftes tun. Macht man's nicht, bleibt die Musikalität schon mal a bisserl auf der Strecke. Das gilt auch für den unstrittig formidablen Steve.[



    Sorry, reiner Vertipper: Sollte heißen: "so wirds auch da unmusikalisch" :-).


    Rumhampeleien bei doppelten Verneinungen haben schon ganze Friedensgespräche scheitern lassen :)


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    Original von chesterhead
    Wieso ist die landläufige Meinung, dass Portnoy es nicht ist, Herr Gadd aber durchaus musikalisch spielt. Einfach spielen beide nicht. Und wann ist ein Solo musikalisch und wieso wird den einfachen Rockdrummern öfter attestiert musikalisch zu spielen?


    Also Musikalität ist wohl dann gegeben, wenn jemand mit Hilfe der Musik Gefühle vermittelt und Einfühlungsvermögen zeigt, insbesondere für das Stück, welches läuft.


    Musik ist Kunst und wie jede andere Kunstform auch geht es letztlich um die Abbildung des Lebens: Liebe, Trauer, Freiheit, Leichtigkeit und Schwere, Spass, Sex etc. pp. Unter anderem öden mich auch deshalb Musikstile an, die nur eine eindimensionale Abbildung des Lebens zeigen, immer nur die gleichen Gefühle.


    Musikalität zeichnet sich für mich sodenn ab, wenn ein Drummer dem Stück eine Gefühlsnote, ein Lebensgefühl, halt einen einen Groove aufdrückt bzw. entstehen läßt. Das kann er durch den Groove selbst machen, aber eben auch durch seine Fills machen. Ein einziger Lick auf dem HiHat kann einen völlig neuen Groove und damit Gefühl vermitteln.


    Was nun die angesprochen angeht: Ich gehöre nicht zu denen, die Portnoy Musikalität absprechen. Er hat welche, keine Frage. Sowohl auf Platten als auch Live schon wunderbare Sachen von ihm gehört, keine Frage. Aber er ist sehr eindimensional, seine Audrucksmöglichkeiten sind beschränkt, er ist einfach im Verhältnis zu Gadd grobschlächtiger. Er besitzt weniger Dynamik und die Bandbreite seines Könnnens beschränkt sich auch auf weniger als bei Gadd.


    Aber grundsätzlich ist es zunächst bei beiden gleich: Ob nun Portnoy mit der Double Bass Eindruck macht oder aber Gadd einer seinen verblüffenden Paradiddles über das Set verteilt, all dies ist letztlich zunächst nur Technik.


    Obs musikalisch ist, hängt davon ab, in welchem Kontext es gespielt wird. Und da scheint mir einfach der gute Steve einfach mehr Feeling zu haben. Er besitzt auch die Fähigkeit, in viel mehr Stilen als Portnoy sich einzufühlen und diese Stile daher amtlich zu spielen.


    Macht aber Steves lineares Spielen im Stück keinen Sinn, so wirds auch dort unmusikalisch. Aber grade das vermeidet Gadd ja meistens: Selten habe ich ihn gehört, wo er einen Song an sich reißt oder zerstört, er sucht immer den Grundcharakter des Stückes zu unterstützen, sucht die Lücken für den einen charmanten Lick, den anderen dort, und gibt dem Stück den Support, den es braucht. Wie gesagt, Portnoy kann das auch, aber eben nur einem sehr eingeschränkten Musikbereich.


    Und: Portnoy wird zu oft Opfer seiner eigenen Beschränktheit, fällt selber auf seine eigene Beschränktheit herein. In seinen Soli wirds deutlich: da verfällt er immer wieder in seine 08/15 DoubleBass-Licks, die eindrucksvoll rüberkommen, keine Frage, aber sich schnell ermüden, da eben zu eindimensional. Ganz anders hier Steve. Aber zugegeben: Vielleicht ist er auch gar nicht so musikalisch, sondern verblüfft uns nur so mit seiner Technik, dass wir es nicht mehr merken, wenn ihm nichts einfällt :-).


    Und bei der Frage der Musikalität beim Drummen kommen wir um einen Begriff eh nicht herum: DYNAMIK !! Das A und O der Musikalität. Lass einen Drummer ein Solo spielen, seine Musikalität wirst du daran erkennen, ob er in der Lage ist, dynamisch zu spielen. Um das zu überprüfen, reicht schon das Spielenlassen auf einem Pad. Lass einen Drummer 10 Minuten auf einem Practice PAd spielen, du wirst sofort merken, ob er dich selbst da musikalisch "mitnehmen" kann oder nur seine Licks abspult.


    Seelanne

    yes, das RMV hat einen vollen Klang, nicht zu fett, nicht zu clean, für die Musik seeehr passend. Insbesondere die Sanre kommt wunderbar (wenn mich meine Comp-Speaker nicht täuschen). Wäre mal interessant, welche Felle (tippe auf Ambas) und welche Snare überhaupt (auch RMV ?).


    Und mit der Double Bass: Ich hasse sie eigentlich, da meistens ohne Zweck und Verstand eingesetzt, nicht so hier: Wie auch schon bei den Vorgängern macht die Doublebass hier nicht nur Alarm sondern eben auch Sinn.


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    alles seeehr seeehr gut. Man mag die Musik mögen oder nicht, aber wirklich gut gespielt, ideenreich, abwechselungsreich und auf die 12. Wäre schön, mehr zu hören und dem Stück in Gänze mal zu lauschen.


    ABER: Ich kan nichts dagegen machen, der Sänger zieht mir die Hosen aus, ist der Titel Proramm und heißt der Sänger tatsächlich ULi ? :D


    Aber auch nicht zu vergessen: Schöner Snaresound.


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    Eigentlich ist den Ausführungen von Df nichts hinzuzuführen, alles gesagt.


    Vielleicht aber noch eins: Wie alles hinsichtlich Setentscheidungen ist auch die Hihat Frage (13 oder14) eine Frage des Stils und der Präferenzen und manchmal auch des Kompromisses:


    Ich halte die 13er dort für angesagt und auch sinnvoller, wo der Drummer relativ viele Kombis auf der Hihat spielt, also nicht nur den Beat quer durchschlägt. Die 13er sind - wie bereits von DF ausgeführt - einfach definierter und klarer, die Schläge verschwimmen nicht und kommen genau so, wie gespielt. 14er neigen (bei gleicher Stärke) dort eher zum Verwaschen. Gleichzeitig will man bei häufigen Kombis auf der HH auch nicht gleich den allgemeinen Soud zubraten, die HH sollte schließlich nicht das prägnanteste am Set sein. Auch hier liegt man dann mit der 13er besser, da sie einfach leiser sind (immer im Verhältnis zur ansonsten baugleichen 14er).


    Letztendlich hängt alles davon ab, was man mit der hH machen will, wie der Sound der H sein soll. Und das ist ja wie immer eine reine Geschmacksfrage.


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    ertser Schritt wäre, die Dinger so fest zu montieren, das sie keine Luft mehr haben. Damit verhinderst du das Aufschaukeln, würgst sie aber auch ab. Abkleben wäre die nächste Möglichkeit, aber as tötet sie endgültig vom Sound.


    Das alles kann aber nicht die Lösung sein, Becken müssen atmen.
    Du hast die falschen Becken, ganz klar. Deine nächsten müssen trockener werden.


    See

    Es ist so wie beim Malen, die Farben und das Know how sind die Technik, wie du die Farben und in welcher Zusammansetzung auf die Leinwand haust, entscheidet deine künstlerische Ausprägung, in diesem Fall deine Musikalität. So auch beim Schreiben und bei allen Kunstformen.


    Größter Fehler ist es, zu meinen, mittels Technik Musik machen zu können. Mehr oder weniger sein Instrument beherrschen, ja, das kann man mittels Technik, Musik machen ist aber was anderes, fängt est jenseits der Frage nach Technik an.


    Aber: Musikalität und Technik schließen sich auch nicht aus. Weit verbreitet der Irrtum, dass musikalisches Trommeln immer einfach sein muss und dass technisch feines Spiel immer gleich unmusikalisch sein muss. Da ist es so wie bei der Schönheit: Auch die hässlichen sind nicht immer klug, genausowenig wie die Schönen immer dumm.


    Deine Technik entscheidet, was du überhaupt spielen kanst, wie groß dein Arsenal ist. Deine Musikalität entscheidet darüber, wann, wie und wo du sie einsetzt. Das hat viel mit Erfahrung zu tun, mit Einfühlungsvermögen etc. pp. Musikalität entwickelt sich sodenn auch später und langsamer als Technik.


    Letzlich kommt aber Musikalität auch nur dort zum tragen, wo sie überhaupt Platz hat. Spiele ich ausschließlich Musikstile, deren Bandbreite der Ausdrucksfähigkeit gering ist, entwickle ich selten ausreichende Musikalität.


    Meiner Erfahrung nach wird echte Musikalität selten erreicht: Die jungen Drummer haben zu sehr ihr Auge auf technische Details und Geschwindigkeit geworfen, sind zu selbstverliebt in ihre Technik, die sie ständig verbesseren wollen. Ältere Drummer dagegen fehlt es oft an neuen Entwicklungsansätzen, sie spielen irgendwann nur noch das Gleiche, reproduzieren sich nur noch selbst.


    Einen musikalischen Drummer wird man immer daran erkennen, dass er sich wunderbar anhört, ohne das man gleich benennen könnte, warum eigentlich. Muskalische Drummer atmen mit der Musik, die sie spielen, und ihr Spiel hört sich trotz aller eventuellen Überraschungsmomente so selbstverständlich an, dass man nicht auf den Gedanken käme, auch nur eine Note zu ändern.


    Ein gutes Beispiel immer noch für muskalisches Drummen ist unter anderem Jim Keltner. Sein Drummen bei Ry Cooders "Things will work out fine" (auf der "Bob til you drop") ist fernab jeglichen Technikwahns einer der feinsten Arbeiten ever.


    In diesem Sinne
    Seelanne