Beiträge von Seelanne


    Eigentlich ist den Ausführungen von Df nichts hinzuzuführen, alles gesagt.


    Vielleicht aber noch eins: Wie alles hinsichtlich Setentscheidungen ist auch die Hihat Frage (13 oder14) eine Frage des Stils und der Präferenzen und manchmal auch des Kompromisses:


    Ich halte die 13er dort für angesagt und auch sinnvoller, wo der Drummer relativ viele Kombis auf der Hihat spielt, also nicht nur den Beat quer durchschlägt. Die 13er sind - wie bereits von DF ausgeführt - einfach definierter und klarer, die Schläge verschwimmen nicht und kommen genau so, wie gespielt. 14er neigen (bei gleicher Stärke) dort eher zum Verwaschen. Gleichzeitig will man bei häufigen Kombis auf der HH auch nicht gleich den allgemeinen Soud zubraten, die HH sollte schließlich nicht das prägnanteste am Set sein. Auch hier liegt man dann mit der 13er besser, da sie einfach leiser sind (immer im Verhältnis zur ansonsten baugleichen 14er).


    Letztendlich hängt alles davon ab, was man mit der hH machen will, wie der Sound der H sein soll. Und das ist ja wie immer eine reine Geschmacksfrage.


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    ertser Schritt wäre, die Dinger so fest zu montieren, das sie keine Luft mehr haben. Damit verhinderst du das Aufschaukeln, würgst sie aber auch ab. Abkleben wäre die nächste Möglichkeit, aber as tötet sie endgültig vom Sound.


    Das alles kann aber nicht die Lösung sein, Becken müssen atmen.
    Du hast die falschen Becken, ganz klar. Deine nächsten müssen trockener werden.


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    Es ist so wie beim Malen, die Farben und das Know how sind die Technik, wie du die Farben und in welcher Zusammansetzung auf die Leinwand haust, entscheidet deine künstlerische Ausprägung, in diesem Fall deine Musikalität. So auch beim Schreiben und bei allen Kunstformen.


    Größter Fehler ist es, zu meinen, mittels Technik Musik machen zu können. Mehr oder weniger sein Instrument beherrschen, ja, das kann man mittels Technik, Musik machen ist aber was anderes, fängt est jenseits der Frage nach Technik an.


    Aber: Musikalität und Technik schließen sich auch nicht aus. Weit verbreitet der Irrtum, dass musikalisches Trommeln immer einfach sein muss und dass technisch feines Spiel immer gleich unmusikalisch sein muss. Da ist es so wie bei der Schönheit: Auch die hässlichen sind nicht immer klug, genausowenig wie die Schönen immer dumm.


    Deine Technik entscheidet, was du überhaupt spielen kanst, wie groß dein Arsenal ist. Deine Musikalität entscheidet darüber, wann, wie und wo du sie einsetzt. Das hat viel mit Erfahrung zu tun, mit Einfühlungsvermögen etc. pp. Musikalität entwickelt sich sodenn auch später und langsamer als Technik.


    Letzlich kommt aber Musikalität auch nur dort zum tragen, wo sie überhaupt Platz hat. Spiele ich ausschließlich Musikstile, deren Bandbreite der Ausdrucksfähigkeit gering ist, entwickle ich selten ausreichende Musikalität.


    Meiner Erfahrung nach wird echte Musikalität selten erreicht: Die jungen Drummer haben zu sehr ihr Auge auf technische Details und Geschwindigkeit geworfen, sind zu selbstverliebt in ihre Technik, die sie ständig verbesseren wollen. Ältere Drummer dagegen fehlt es oft an neuen Entwicklungsansätzen, sie spielen irgendwann nur noch das Gleiche, reproduzieren sich nur noch selbst.


    Einen musikalischen Drummer wird man immer daran erkennen, dass er sich wunderbar anhört, ohne das man gleich benennen könnte, warum eigentlich. Muskalische Drummer atmen mit der Musik, die sie spielen, und ihr Spiel hört sich trotz aller eventuellen Überraschungsmomente so selbstverständlich an, dass man nicht auf den Gedanken käme, auch nur eine Note zu ändern.


    Ein gutes Beispiel immer noch für muskalisches Drummen ist unter anderem Jim Keltner. Sein Drummen bei Ry Cooders "Things will work out fine" (auf der "Bob til you drop") ist fernab jeglichen Technikwahns einer der feinsten Arbeiten ever.


    In diesem Sinne
    Seelanne

    Ist auf keinen Fall ein Paiste. Sabian och nicht. Ich tippe auf Zildjian, mit Sicherheit irgendein neuartiges Pre-Aged-Supra-Sweet-21einDrittel-Kurt-Maddox-Signature-Teil.


    Aber im Ernst: Hört sich auch ein wenig wie mein altes UFip Medium Ride an.



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    PS: Lippe, du hast eindeutig zu viel Zeit :)

    und zwar: Egal, wie hoch man sitzt, egal wie man die snare anwinkelt, man muss immer drauf achten, dass man bei Anheben der beine (insbesondere bei heeltoe-technik bei der bass-drum) nicht die Oberschenkel im Weg sind, d.h. die snare muss so hoch sein, dass auch bei vollem Beineinsatz die Oberschenkel nicht den normalen Abwärtsschlag der Arme behindern.


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    entscheidend ist eben nicht, WAS der gute trommelt, sondern WIE, dass das alles eben wunderbar groovt. In zeiten, wo eh nur noch darauf geachtet wird, wieviel Double-Bass in der Sekunde runtergedonnert werden, ist das ne Lehrstunde. Da Ding ist lehrreicher als vieles anderes.


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    Zitat

    (den nächsten poll muß der advocatus übers material machen ... ich freu' mich schon)


    ja ich meine, ich sehe es schon: Kategorie 23 = bester Beckenfilz :)


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    Ja klar, davor erst noch die Nomierung und vor der Nominierung erst noch die Wahl der Mitglieder, die die Nominierungen durchführen und - damits richtig rund wird - vorher noch ne Nominierung für die Nominierungs-Mitglieder und das dann aber bitte in geheimer Abstimmung.


    Wir merken: Man kann alle bis zur Unkentlichkeit verkomplizieren. Das Bessere ist der Feind des Guten.


    Weiter gehts.



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    Der traditional Grip wird auf der neuesten DVD Reihe, dort "How to develop your Technique" ebenfalls sehr sehr gut erklärt, dort aber ergänzt durch das Prinzip des "Loose-Grip", basierend auf der Moeller-Technik inkl. Erinnerung an Buddy Rich und Tony Williams, die diesen Grip in Pefektion drauf hatten.


    Im übrigen: Traditional ist für mich immer so ein Gefühlssache. Wenn ich ihn wähle, mache ich es nur, um mich anders zu fühlen, ich komme vom Feeling einfach anders drauf. Direkt Vorteile sehe ich aber nicht, außer der Tatsache, dass man automatisich näher zur Snare muss und so mehr "im Set" sitzt.


    Und: ja,der gute Vinnie hat schon eine verdammt "kranke" linke Hand, einfach unklauplich.



    Seelanne

    ... aber bei der Vielzahl von Drummern, die genannt weren können, wie willst du da ne vernünftige "Maske" erstellen, an der man seine Drummer anklicken kann. Der Aufwand wäre immens, so sagten jedenfalls Leute, die von solchen Dingen mehr Ahnung haben, als ich.


    Ein Ausweg wäre lediglich, wen man bestimmte Drummer-Vorgaben macht, das aber hätte zur Folge, dass Drummer von vorneherein nicht zur Wahl gestellt werden, sodass die Vorauswahl schon die Freiheit der Wahl beschränken würde. Zugegeben, die hiesige Form ist etwas anarchischer, bei der Vielzahl der hier vertretenen Musikgeschmäcker find ich es aber so am besten.


    ABER: ich fand die Anregung des "Nationalen Drummers" sinnvoll. Wenn ich keine Gegenstimmen in den nächsten 3 Tagen bekomme,nehme ich es mit auf.


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    Zitat

    Original von mallorca
    .............. andererseits, weil es unheimlich langwierig ist, einen Song in der Form in dieser Art von 'Demokratie' fertigzustellen.
    ..................... Songs werden quasi fast komplett vorarrangiert



    Yes, Demokratie in einer Band ist in Bezug auf Ideen-Entwickeln schon immer Mist gewesen. Demokratie bedeutet, dass alle die Verantwortung tragen: Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass, wenn alle die Verantwortung tragen, sie am Ende keiner mehr trägt.


    In Sachen Komposition muss immer eine gepflegte Monarchie herrschen. Kompositionen/Stückeschreiben ist ne sehr individuelle, gefühlsmäßig konzentrierte Angelegenheit, zuviel Köche verderben hier den Brei. Bei allen großen Bands gings genauso: 1, 2 Personen haben die Stücke geschrieben, der Rest vollendet durch Ideen zum Arrangement oder indem man die Schreiberlinge auf weitere neue Ideen bringt.


    Und Mallorca hat Recht: Proben sind zu kurz, als dass man auf Ihnen die Grundlagen erarbeiten kann (es sei denn ein Zufallstreffer durch Jammen). Schließlich kommt ein jeder auf die Probe und hat bereits einen Arbeitstag hinter sich mit allem was dazu gehört. Da fällt es zuweilen schwer, kreativ zu sein. Chester, vielleicht sollte ihr mal am WE proben oder Euch ne Woche auf einen einsamen Bauernhof zurückziehen, dann habt ihr einfach mehr Muße, vielleicht klappts so.


    Aber vielleicht seid ihr einfach auch zu schnell: Kunst egal in welcher Form entsteht ja immer in drei Phasen: Zunächst dem spielerischen Entwickeln von Ideen, dann der selbstkritischen Überprüfung, obs was taugt und anschließend der Schliff, das Rundmachen. Aber vielleicht liegts ja auch gar nicht an den letzen beiden Dingen, sondern daran, dass Ihr Euch bei der ersten Phase nicht genug Freiraum lasst: Will sagen, es kommt schon mal vor, dass man vor lauter Sucht, ein Stück zu machen, Ideen vorzeitig beerdigt nach demMotto "das ist gut, das nehmen wir" und zu schnell den Ideen-Hahn zudreht. Auch das wäre mal ne Überlegung wert.


    In diesem Sinne
    Seelanne



    Idith meint im übrigen, Burning liegt richtig: Seltsamer Weise haben Drummer tatsächlich in der Regel ein gutes Händchen für Arrangements. Vielleicht liegts daran, dass Drummer in Sachen Harmonien/Melodie oftmals eher als Außenstehende agieren und sich daher einen kritischeren Blick erhalten können und deshalb nicht den Überblick verlieren, weil sie nicht damit beschäftigt sind, sich im Detail zu verlieren. Das würde dann auch erklären, dass die Drummer, die selber richtig komponieren können, oftmals auch in die gleiche Falle geraten, sprich, uninspiriertes Zeuch abliefern.

    hat er auf der 2003 Torunee aber noch Live die Z-Zildjian benutzt, obwohl er offiziell schon auf Anatolian gewechselt war, oder verhau ich mich ?


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    Ähnliche Situationen auch schon zur Genüge immer mal wieder erlebt:


    Zunächst: Als Drummer wirst du nur wenige Möglichkeiten haben, auf die Kreativabteilung in Sachen Harmonien/Melodien einzuwirken, es sei denn, du spielst gleichzeitig ein Harmionieinstrument oder kannst komponieren.
    In dieser Hinsicht bleibt einem als Drummer zunächst nur dir Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass das, was die anderen entwickeln, entsprechend konserviert oder arrangiert wird:


    Sorge dafür, dass die Stücke konsequent zu Ende gedacht und komponiert werden. Fällt den Jungs nix ein, wie sie ein Stück komplettieren können, oder ist zwar der Grundriff da, es will sich aber einfach kein Stück ergeben, sorge dafür, dass ihr euch nicht verzettelt durch gleichzeitige Arbeit an zu vielen Stücken, sondern konzentriert Euch nach und nach auf eins nach dem anderen:


    1. Macht Euch zunächst einen festen Plan, was ihr auf der nächsten Probe spielen wollt. Aufgabe für alle muss sein, sich etwas sinnvolles für die Probe für dieses eine Stück zu überlegen. Testet dann auf er Probe die Vorschläge. Ist den Jungs zu Hause nix eingefallen, versucht etwas auf der Probe gemeinsam zu entwickeln. Tauscht Ideen aus oder aber, ist immer sinnvoll, nehmt die Parts, die ihr habt, als Grundlage für ne Jam und seht, was passiert, oftmals ergibt sich was aus dem Jam. Aber immer am Stück bleiben.


    Wenn das Stück auf diese Weise (also weder zu Hause noch auf der Probe/jammen) einfach nix werden will, packt es unter die Rubrik "Ideen", nehmt es auf, damit es bei Bedarf wieder rausgekramt werden kann. Wenn auch keine fertigen Stücke dabei rauskommen, sammelt ihr nach und nach zumindest ein Arsenal an Ideen, die sich die Jungs mal mit nach Hause nehmen können, um vielleicht was anderes zu entwicklen. Oder aber beim übernächsten Stück fehlt euch ein Part, ihr seht in euer Archiv und siehe da, ihr nehmt was aus dem Archiv, transponiert es und baut es in das neue Stück ein.


    (Manchmal ist es ja auch so, dass ne Idee "reifen" muss. Ich kenne Stücke, die lange gelegen haben, wollten einfach nicht funktionieren, bis einer nach einem halben Jahr auf ne zündende Idee kam, wir anderen hatten das Stück schon längst vergessen, und: voila, mit den neuen Idee war das Ding in einer Stunde fix und fertig.)


    So macht ihr das Stück für Stück: Für jede Probe 2 Stücke vornehmen, das dann 3 Proben durchziehen. Klappts nicht (siehe oben) IMMER zu den nächsten 2 Stücken übergehen. Und immer die Ergebnisse konservieren (aufnehmen).


    2. Achte im übrigen als Drummer drauf, dass die Jungs sich auf den Proben nicht verzetteln. Versuche, als Arrangeur zu agieren. Hör dir alles genau an, vernachlässige zur Not deinen Drumpart und sorge dafür, dass (in deinen Ohren) gute Ideen auch tatsächlich ausgebaut werden. Vielleicht brauchen deine Mitstreiter einfach einen Bandleader, der die Ideen bündelt, bewertet und in die richtige Richtung schiebt.


    3. Sollte das aber alles auf Dauer nicht funzen, muss man eventuell zu der Erkenntnis kommen, dass einige der Bandmember ja vielleicht ganz nette Kerle sein mögen, auch motiviert, aber eben keine Ideen entwicklen können. Das gibts, nicht jeder ist ein Songwriter/Stückeschreiber. Dann muss man sich ernsthaft überlegen, ob das alles Sinn macht. Letztlich muss, wollt ihr weiterkommen, die Chemie stimmen und stimmen tut sie nur, wenn die Musiker sich gegenseitig "befruchten". Gibts keine Früchte, muss man woanders säen und ernten.


    Hoffe, etwas geholfen zu haben.


    Seelanne

    Zitat


    Original von nils


    Was für ein fauxpas. Es ist genau umgekehrt. Birke ist das Holz mit Attack und Projektion (spiel ich selbst) und Maple (Ahorn) hat mehr Bassanteil als Birke und auch mehr Wärme.



    Nicht ganz:
    Birke hat mehr Bass und Höhen als Maple. Maple mehr Mitten, nicht mehr Bässe. Dass Maple bassiger wirkt, liegt an den besseren Mitten, die sich im Raum und für das menschliche Ohr (welches Mittenorientiert ist) stark durchsetzen und deshalb - insoweit zutreffend - wärmer wirken.
    Richtig ist, dass Birke mehr Attack und Projektion hat.


    Bei Mapex wäre ich aber vorsichtig: Deren Maple hat ordentlich Projektion und Bass, mehr als bei anderen Firmen, keine Ahnung warum. Ob das aber auch für die M gilt, weiß ich nicht.


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    Ja großartig, da starte ich ne Umfage und vergesse meine eigene Wertung, here it is:


    8o 1. Hall of Fame
    Buddy Rich
    Tony Williams
    Elvin Jones
    Steve Gadd
    Terry Bozzio


    =) 2. Traditional Jazz - Swing
    Chick Webb
    Buddy Rich
    Papa Joe Jones
    Kenny Clarke
    Alan Dawson


    :rolleyes: 3. Modern Jazz
    Elvin Jones
    Billy Cobham
    Terri Lyne Carrington
    Will Kennedy (Yellowjackets)
    Jack deJohnette


    :] 4. Rock / Pop / Funk
    John Bonham
    Ian Paice
    Manu Katche
    Neil Peart
    Carter Beauford


    ;( 5. Metal
    Mike Portnoy
    Cozy Powell
    Danny Carey
    Vinnie Paul
    Mike Mangini


    :O 6. Allrounder / Alleskönner
    Steve Gadd
    Vinnie Colaiuta
    Dave Weckl
    Simon Phillips
    Joel Rosenblatt (Michel Camillo/Spyro Gyra)


    8) 7. Groovemaster
    Omar Hakim
    Sonny Emory
    Carlos Vega
    Dennis Chambers
    Dave Weckl


    :baby: 8. Technikschweine
    Vinnie Colaiuta
    Dave Weckl
    Marco Minnemann
    Virgil Donati
    Thomas Lang


    :P 9. Die Innovatoren
    Elvin Jones
    John Bonham
    Steve Gadd
    Terry Bozzio
    Stewart Copeland


    :D 10. Nationale Helden
    Curt Cress
    Marco Minnemann
    Ralf Gustke
    Wolfgang Haffner
    Florian Dauner






    Seelanne