Beiträge von Seelanne

    Man spielt besser, wenn man geistig und körperlich frisch ist, klar.


    Was im ausgelaugten Zustand ab er eben auch nicht richtig tickt, ist die Wahrnehmung von Sound und dergleichen. Zumeist ist alles nicht so schlimm, wie man meint: Habe es selbst schon erlebt, dass ich schlecht drauf war und dachte, ich hätte mir den letzten Müll zusammengespielt und dann, anschließend bei Abhören der Aufnahmen oder Mitschnitte mußte ich dann feststellen, "ey, war okay". Also nicht verrückt machen.


    Umgekehrt ist häufiger: Viel schlimmer ist es, zu denken, alles sei gut, und die erforderliche Selbstkritik zu vernachlässigen. DAS habe ich schon viel häufiger erlebt: Alles läuft, alles easy, man denkt, alles wäre right-in-time und groovend und dann beim Durchhören: "Ach du Scheibe, was ist das denn ?"


    Stimmungsschwankungen nehme ich von daher auf mal gerne an, es kann nicht schaden, auch mal unzufrieden zu sein, sonst würde man sich nicht mehr weiterentwickeln. Es ist noch keiner besser geworden, weil er meinte, alles wäre okay. Die Glühbirne wurde schließlich auch nur deshalb erfunden, weils den Leuten zuweilen zu dunkel war.


    Seelanne

    ..... extra Handgelenkstraining gemacht wird, wieso dabei nicht einfach noch nen Stick in die Hand nehmen ?


    Ich hallte diese ganzen Geschichten für Schwachsinn, in der Zeit, in der ich Handglenke trainiere, kann ich ebensogut gleich üben und beim regelmäßigen Üben werden genau die Köperbereiche trainiert, die man braucht, basta.


    Seelanne

    Dynamik ist das A und O, du kannst die besten Sachen spielen, wenn es nicht dynamisch ist, schaltet jeder Zuhörer nach 10 Minuten auf Durchzug. Und das gilt für Soli genauso wie für das Band-Spielen.


    ABER: Es gibt halt Muzak, in der eine monotone Lautstärke geradezu erwünscht ist, da die Musik selber ohnehin keinerlei Dynamik aufweist (HardRock und Metal, zuweilen auf Pop).


    Die Möglichkeiten der Dynamik:
    - Variieren der Lautstärke in verschiedenen Teilen des Stückes. Dementsprechend auch gezielter Einsatz des lauteren Equipment und des leiseren (HihHat-geschlossen, Hihat-offen, Ride, Ride-Glocke, Ride-Crash, Snare-Rimshot-Rimclick usw.)
    - Variation des Beats selbst: Übergang auf Offbeat beispielsweise ist nicht lauter, wirkt aber offener und leichter / Das Gleiche gilt für entsprechende Bassdrumfiguren.
    - Breaks/Fills: Nicht nur die unterschiedliche Lautstärke der Breaks sondern innerhalb eines Breaks können Dynamiken Wunder wirken. (Die ganze Wirkung von Paradiddles, jeweils mit L und R auf den unterschiedlichen Instrumenten verteilt, beruht zu 50 % darauf.



    Seelanne

    mal einen dollen Applaus geklatscht:


    Was noch immer schlimmer ist, als Leute die auf 1 und 3 klatschen: Leuten, die meinen, cool zu sein, nur weil sie wissen, dass man auf 2 und 4 klatscht. DAS sind die schlimmsten.


    Seelanne

    Freddy Gruber unterrrichtet nicht traditional grip, sondern schlagzeug.


    Meines Wissens ist er defintiv kein Verfechter des Trad. Grip, sondern hält beide Haltungen für gleichwertig. So sagen auch seine Schüler wie Smith, Colaiuta und Weckl.


    S.

    Zitat

    mal nebenbei gefragt:


    Welcher Namesgeber spielt eigentlich überhaupt seine Sig.-Snare ???




    Es spielen mehr ihre Signature Live und Studio, als gedacht:


    Die Yamahadrummer, sowie ich sie live und Dvd gesehen habe, sämtlichst: Gadd, Cobham, Weckl, Katche, A. Fig, A. Jimbo. Von den Pearl Drummern spielt Chamber definitiv seine Snare, Hakim auch, wenn er nicht auf Roland unterwegs ist, oder ausnahmsweise ne 14er nimmt. Und soweit ich informiert bin, pleckt Vinnie auch imme auf seiner Gretsch rum, es sei denn, er färbt voher immer seine Ludwig um.


    Im übrigen: Selbst wenn es so wäre, wäre es egal und nur für die schlimm, die ihre Sachen nach dem Namen kaufen: Wenn mir die Chad Smith Snare gefallen würde, würde ich sie kaufen, egal ob der Typ die selber spielt oder nicht. Wenn ich sie nicht mögen würde, würde ich es lassen, und wenn er sie jeden Tag 24 Studen spielen würde.



    Seelanne

    ich auch :-))


    aber dann hätten wir mal den amtlichen Beweis, wessen Geistes Kind hier die Members so im Schnitt sind. Ich persönlich bin ja auch mehr für die "namentliche Abstimmung", damit die Schandtaten an den Pranger gestellt werden können. Wenns gar zu übel kommt, machen wir nen neues Forum auf oder wir machen die Umfrage getrennt nach Altersgruppen.


    Ich frage mal Pat, ob Umfrage machbar ist.



    Seelanne

    in seiner Unendlichkeit nicht ad absurdum zu führen, solltemal eine Umfrage gemacht werden:


    Bester Drummer in folgenden Kategorien:


    I. Hall of Fame (5 Nennungen)
    II. Traditional Jazz (3 Nennungen)
    III. Modern Jazz (3)
    IV. Latin (3)
    V. Rock (3)
    VI. Metal (3)
    V. Allrounder (3)
    VI. Groovemaster (3)
    VII. Technikschwein (3)
    VIII.Innovator (5)
    IX. Bester Drummer in Sachen Musikalität (3)



    Hey, Pat, kann man sowas nicht zur Umfage erheben ?


    Seelanne

    über das Thema wurden hier schon einige Debatten geführt und schon viele haben hier sinnvolles erzählt: benutz mal die Suche, Stichwort Stickhaltung, Stocktechnik, Moeller Technik, French Grip, Matched Grip, German Grip etc. pp.


    Es nutzt nichts, alles das 367te mal nochmal zu wiederholen, es wird durchs Wiederholen nicht besser.


    Seelanne

    mein Vorschlag


    1ter Teil: Becken ohne Metrum, dynamisch sich steigern
    2ter Teil: Übergang auf ein Becken/Samba/Pattern (leise)
    3ter Teil: Ergänzung / Übernahme mit Bass Pattern
    4ter Teil: Mit Zäsur-Break/Schlag Wechsel von Becken auf Snare / Toms


    Gleichwohl würde ich mir zweimal überlegen, ein Samba-Ostinato zu spielen. Ich weiss nun nicht, wie fit du bist, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass dies nun nich tganz einfach ist: Alle Breaks, alle Fills, das ganze Solo muss dann dieses Feeling haben. Mit schwerfälligen Rock-breaks ist da nichts zumachen, auch die Crash-Akzente müssen dieses vorgezogene 16ter Feel berücksichtigen, mit Crashes auf der 1 ist da nix zu machen. Also wenn du nicht fit bist in Sachen Latin bzw. Samba, würde ich zu einer anderen Ostinato-Figur raten.


    Seelanne

    höchst kurzfristig,aber da gibt es nix, die Jungs von der Ruhr sind auf Zack, da kann man ja nicht meckern.


    Ich werde in meine Kissen heulen: jetzt verpasse ich doch glatt Seppels Bude frisch geputzt. Das Leben ist ........................... ja, genau.


    Seelanne

    der Beschreibung:


    Also die 13er, die ich kenne, sind sämtlichst entweder 5 tief oder 5,5. Anderer Größen, so glaube ich, machen so recht auch keinen Sinn, es sei denn, man wirklich nur eine Sidesnare haben.


    Die 13er lassen sich wunderbar high-pitchen, ohne dass sie an Charakter verlieren. Sie behalten genug Bauch, dass der hochgestimmte Sound auch in der Breite trägt.


    Das Gegenteil hierzu wären die 14x3,5 Snares, auch sehr hell, aber eben ohne diese Tiefe. Als Material eigent sich am besten dunkleres Holz (Birke würde ich da eher nicht empfehlen), auch Metall dürfte zu spitz sein.


    Gelungenste Variante der 13er ist für mich die 13x5 DW 10*6 Collectors Maple, einfach einer der wunderbarsten Snares , die ich je gehört habe. Auch die gleiche in der "edge"-ausführung dürfte sehr sinnig sein. Im Marco Minnemann video hört manns sehr gut.


    Bin aber auch noch immer mit meiner Omar-Hakim zufrieden, die kann ich hochstimmen, bis der Arzt kommt, durch das Mahagony Holz bleibt sie dennoch satt und punchy mit diesem entscheidenden "Biss", den nur die 13er haben.



    Seelanne

    Zitat

    Vielleicht auch weil er Masse nicht mit billigen 10"-Scheiben vortäuschen muß sondern wirklich nur große Messinglappen dranhängen hat....


    Nja, vielleicht, weil nicht jeder bei Anschlagen eines Crashes immer gleich Pearl-Harbour simulieren will. :)


    S.

    wenn ich das so sehe, da hätte ich mit meinem neuen Setup ja noch richtig Chancen gehabt, aber:


    Geb Hochi recht, irgendwie will keine rechte Freude aufkommen, die meisten Sets sind nur auf Quantität aufgebaut und wirken steril (bis auf eine Konzessionsentscheidung) und viele sehen so aus, als wenn derjenige welcher zu seinen Drummer-Kollegen gesagt hat "Hör mal, ich brauch noch 'n paar Becken, leih mir mal welche für den Wettbewerb".


    Was im übrigen suckd: ich weiss nicht, wie einige ihr Setup überhaupt bedienen, so weit weg stehen die Schinellen.



    Seelanne

    also ich komme bei dir auf 13 Becken, wie installierst du die bei 10 Ständern ? Oder sind 5 Arme noch per Mulitklammer dazu ? Dann weiß ich nicht, warum du 18 hast. Kann aber auch sein, dass ich heute zu doof bin


    Und: Bei 13 Becken wäre mir das persönlich zu viel Punk, ich würde mich für ein Rack entscheiden, aber die Umrüstung kostet natürlich auch, ich würds mir überlegen, da die Toms nicht DIE menge sind, würde ich es so lassen, es sei denn du hast ca. 250 ,-- € für ein kompl. Rack, 12 x 25,-- für die Arme, 14 x 10,-- für die Clamps (inkl. TomHalterungen) und nochmal das entsprechende für die Memorygeschichte.



    Seelanne

    Zitat

    Original von seppel
    drummer die jahre lang in ein und der selben band spielen, mit ihr wachsen, haben nen anderen job als ein sessiontrommler. sollte man diese beiden drummertypen überhaupt miteinander vergleichen?


    Ich denke nicht, ist eh müßig. Ich finds halt nur beknackt, wenn ich Statements lese, dass Smith dsehalb so gudde ist, weil immer grinst und ach so cool spielt, wie gesagt, diesen Schwachmatenhype muss man ab und zu auf Realitätsmaß zurückstutzen.


    Bei Calhoun gehe ich im übrigen mit, der war frisch und innovativ, weil er nen Stil hatte, den man so vorher nicht gehört hatte.



    Seelanne

    ist Käse: Das Anschlagsverhalten ist sehr trocken und stumpf, die Gelenke haben nix zu lachen. Was am übelsten ist: Der Sound. Pads sind zwar nicht dazu da, klanglich zu überzeugen, aber dieser hell-pappige Patsch/Patsch-Sound läßt einem auf Dauer die Lust am Üben verlieren. Nimm das erste, auch wenn teurer, du spielst es ja schließlich jahrelang. Oder nimm das R-Tom Snare-Pad: sehr gutes Reboundverhalten, fastbesser als bei der Sanre, aber dafür mit Gummierungsunterlage, sodas man alles ausschlagen muss, auch die Doubles. Da macht Üben dann wirklich Sinn.


    Seelane

    diese leidige Frage geht offenbar weiter, na dann:


    Ja, ich bleib bei meiner Aussage vom ersten Post, Chad spielt passend, groovy und nett. Aber mehr nicht. Ich mag sein Drummen bei den Reds, aber nicht der Hype, der um ihn gemacht wird. So gehts mir bei einigen populären Drummer: Mike Portnoy, Lars Ullrich, etc. pp. (auch wenn man die mit Chad von der Stilistik nun nicht vergleichen kann): alles Drummer, die in ihrer Band für ihre Stilistik okay sind, aber dieser unbändige Hype nicht nachvollziehbar ist. Ich kann das außergewöhnliche sodenn an Chad auch nicht sehen.


    Was richtig ist: Chad ist ein "Volks-Drummer", seine Popularität gründet sich darin, dass er zu guter Mucke nachvollziehbare Sachen spielt. Solche Drummer stehen beim Publikum immer hoch im Kurs: Bei Ringo und Charlie war es damals auch so: Alles nicht so die Krönung, aber ungemein populär, weil sie einfach zu sehr populärer Musik ganz cool gedrummt haben. Und das entscheidende: Das alles ist für die meisten Zuschauer nachvollziehbar und geht ins Gebein.


    Alle diese Drummer haben aber ein Manko: Sie sind in ihrem Bereich gut, signifikant ist, dass man sie sodenn aber auch nie anderswo erlebt, als in ihren Stammband, und wenn, dann überzeugen sie nicht. Hab Chad dementsprechend auch noch nirgends anders gesehen, anderen gehts wohl ähnlich, wie er also als Drummer für sich selbst ist, kann gar nicht beurteilt werden. Seine Live-"Soli" sprechen aber ne deutliche Sprache, "what you see is what you get", er kann das, was er spielt, mehr nicht. Bei Ullrich ist es genauso, Bei Ringo und Charlie war es ebenso. Und bei Portnoy: Bei Dream Theater spielt er passend und nette Sachen, anderswo find ich ihn gähnend langweilig.


    Und was die Kompatibilität von Drummern zu andere Stilistiken ausmacht: Nur weil Marco Minnemann bei H-Blockxx jetzt nun nicht der Oberknaller war (was im übrigen stimmt), liegt ja zuweilen ja auch an anderen Sachen: Wie wohl fühlt sich de Drummer bei solcher Musik, hat er Bock auf die Leute, warum wurde er überhaupt verpflichtet, wie lange spielt er solche Sache, wwieviel Erfahrung hat der Drummer im Umgang mit für ihn fremden Stilen usw undsoford (auch Punk kann man amtlich spielen oder scheiße).


    Das Einzige, was diese Dinge zeigen: Jede Musik hat ihr Feeling, in das man sich reinarbeiten muss, und selbst für die besten Drummer gilt, dass sie nicht alles spielen können. Den klassischen Muksikern gehts ja ähnlich. genauso den reinen Jazzern, jedenfalls wollte ich nicht Buddy Rich bei Slipknot höre (abgesehen davon, dass ich Slipknot ohnehin nie hören will). Jetzt aber hinzugehen, zu behaupten, ., Jordispon sei ein genaus guter Drummer wie Buddy Rich, ich weiß nicht.


    Und Weckl bei RHCP: Das würde in der Tat nicht passen, was aber am gesamten Umfeld liegt. Aber gib dem guten Dave nen Tape mit RHCP-Sachen und der wird im Studio das drummen, was passt. Das hat nämlich nichts mit Können, sondern mit Musikalität tun und die hat er. Bei Colaiuta ists genaus: Geb dem ein Tape von den H-Blockxx und der hammert dir im Studio nen Tape hin, dass Dir hören und sehen vergeht. So iss er halt. Voraussgesetz natürlich, dass die Jungs halbwegs Bock auf die Mucke habe, wenn nicht, spielt jeder schlecht.


    Und zum scheinabr unlogischen Satz "dass ander es zuweilen nicht können, macht ihn nicht besser". Wollte sagen: Wer einen Einäugigen nur mit Blinden vergleicht, kann selbstverständlich zu dem Schluss kommen, dass der Einäugige besser sieht, als der Rest. Die Schlussfolgerung aber , dass er GUT sieht, stimmt halt auch nur solange, wie ich die genannte Vergleichsgruppe nicht ändere. Nehme ich die Zweiäugigen als Vergleich, sieht er halt NICHT gut. Also für mich ist das logisch :-).



    Seelanne