Beiträge von Seelanne

    Das ist doch mal nett: Ein relaxter Drummer, ein treibender Bass, beide grooven gut zusammen, nette Instrumentierung, Akkorde, die an Santanas "Love of my Life" erinnern, sehr entspannt das Ganze, mir am Ende gar eine Terz zu entspannt = spannungsarm, aber wen interessiert das.


    Einziger Wermutstropfen: Der Beckensound ist in meinen Ohren übelst. (Vermute, dass im Rahmen des "Reverse-Stackings" der Splashes auf den Crash diese zu stark fixiert wurden und sie deshalb so abgewürgt klingen).
    --- anyway



    Seelanne

    als Drummer habe ich dafür Verständnis, ich meine, ständig Gitarre spielen,
    das ist es doch nun wirklich nicht.


    Ansonsten "Why Not" ? Jeder soll das machen, was ihm wichtig ist. Der Typ ist schließlich nicht auf die Welt gekommen, um Korn-Fans glücklich zu machen. Ob er's selber jetzt wird, we will see.



    Seelanne

    verstehe die ganze Diskussion nicht:


    Auch wenn das Shakespeare-Wort als Headline gilt, der selige Goethe war es schließlich, der bereits im Faust berichten ließ: "Dass, was man schwarz auf weiß hat, kann man getrost nach Hause tragen". Also Verträge immer schriftlich machen, sie müssen ja nicht gleich immer mit Blut unterzeichnet werden. Wers nicht macht, wirds lernen, ja, jammern kann man auch mal, aber aus Schaden wird man klug. Im konkreten Fall ist es selbstverständlich ein Unding des Veranstalters.


    Ansonsten:
    1. Schriftliche Veträge habe ich/ wir in der Regel immer nur gemacht, wenn es um die GEMA-Geschichte ging oder bei Veranstaltern, die man so gar nicht kennt und die Anreise größer war.


    2. Ansonsten ist die LiveSzene nunmal heutzutage so, dass es kaum Auftrittsmöglichkeiten gibt und wenn, dann mit wenig oder gar ohne Gage. Selbst auf Eintritt zu spielen, ist halt selten geworden, weil - DF hats ja schon gesagt - der wirtschaftliche Gürtel auch für die Kneipenbesitzer derart eng geworden ist, dass das Wegbleiben von Gästen wegen der LiveKonzerte sich keiner mehr leisten kann.


    3. Früher war das anders. Da gabs jede Menge Kneipen, die Liveauftritte machten, und das rund ums Jahr. Meine damaligen Stammkneipen kamen in den besten Jahren mit Sicherheit auf an die jeweils 35 Konzerte. Aber "the times there are a changing", früher hatte ja auch jedes Gymnasium hier vor Ort jedes Jahr ein Rockfestival mit mehreren Bands und dazu Bands über die Stadtgrenzen hinaus. Publikumszahlen von 800 Leuten waren da keine Seltenheit. War ne schöne Zeit.


    Heute kann man die Läden, die sowas machen, an einer Hand abzählen, jedenfalls hier im Pott. In manch anderen ausgesuchten Städten, die eine größere Konzentration des Umlandes haben, mag das anders sein. Das einzige, was sich Gottseidank gehalten hat, sind ab und an Läden, die regelmäßig Session veranstalten. Aber genau betrachtet laufen auch da eigentlich immer nur die gleichen Leute rum, die ewig das gleiche Spielen (im hiesigen Domicil wurde das "RealBook" jedenfalls derart häufig schon runtergeleiert, dass man mit den Notenblättern den Klopapier-Bedarf der gesamten Stadt für ein Jahr sicherstellen könnte.).


    Und dass das Volk nicht immer das hören will, was man spielt, ist mir egal. ich halte es da mit Chuck-Boom: Ich spiele lieber vor 20 Leuten meine Musik, als vor 200 einen Schmonzeß, wo ich musikalisch Konzessionen machen muss. Die Scheiße brauch ich nicht mehr, muss ich doch schließlich nicht von der Mucke leben.



    Seelanne

    ..... wir haben jetzt 354 Beiträge zum Thema Stagg, leider konnte ich noch keinen Beitrag entdecken, in dem jemand übersichtlich die verschiedenen Serien vorstellt und eine Gesamtdarstellung schafft. EINZI hatte ja einen dankenswerten und guten Anfang gemacht, aber wie ich das bisher sehe, sind die 353 weiteren Post einfach nur gefüllt mit, "ja, meins ist aber auch klasse" und "ne, das finde ich aber nicht so gut."


    Also: Ich will mir keine Becken derzit von Stagg kaufen, aber es wäre sicherlich mal hilfreich, dieses Thema mal übersichtsartig darzustellen. Für alle anderen Becken-Firmen haben hier kluge Fach-Köpfe auch schon derartiges erstellt, wäre nett, wenn ein Stagg-Spieler sich dazu mal bequemen könnte.



    Seelanne

    Dein Lehrer scheint ne echte Frohnatur zu sein: Kubanisch ist ne spezielle Art des LatinDrummens bzw. des Conga-oder Timbale-Spielens. Selbst sehr gute PercussionSpieler oder Drummer nehmen extra Unterricht, um den kubanischen Stil zu erlernen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Lehrer das meint. Der meint einfach ein Solo im Latin-Stil (wüßte auch nicht, was kubanisches Trommeln ausgrechnet bei einem seichten PopStückchen von einer Amerikanerin mit Puertoricanischen Wurzeln zu suchen hätte.)


    Also: Er meint Latino-Stil.


    Dazu eignet sich soundtechnisch als Basis entweder der Einsatz von Timbalen oder aber eben - falls nicht vorhanden - die Snare ohne Teppich.
    Spieltechnisch: Basismäßig sollte die Snare/Timbale dienen, auf der die Breaks gespielt werden, kurze Frage-Antworten Passagen mit ausreichendem Wechsel von 8tel zu 16tel, 8tel und 16tel Triolen (hier an die Flams denken), 32tel, das ganze gemixt mit einen netten Spannungsbogen (schnellste Breaks am Ende).
    Das größte Problem bei Latin sind aber nicht die Breaks, sondern, den Puls durchlaufen zu lassen. Entweder hast du Percussionisten als Begleitung, dann hast du kein Problem.
    Wenn nicht: Du mußt dich entscheiden, wie du den Backbeat durchlaufen läßt: Entweder löst du dich vom stumpfen Pop-4/4tel und löst bereits zu Beginn des Solos den Pop-Rhythmus in einen typischen Latin-Rhythmus auf, unterbrochen von deinen Breaks. Oder aber du wechselst auf keinen anderen Rhythmus und läßt einfach Viertel-Noten als Basis durchlaufen. Bei solch einem Popgestampfe würde ich einfach zu 4teln auf Bassdrum raten (hihat dazu nicht auf Off, sondern einfach grade di Bass doppeln, durch das off würde die Sache anfangen, zu swingen, und das passt zum Stück nicht) . Bei besserem Feeling für den Durchschnittshörer bleibt so der Beat erhalten und er kann deine Breaks besser fühlen, insbesondere die Triolen. Wenn du schon Fortgeschrittener bist, kannst du auch die typische Samba-Bass-Figur nehmen. Und wenn du schnell bist und unabhängig, spiel den Offbeat auf der Rideglocke dazu und soliere mit einer Hand auf der Snare.


    Seelanne

    ich kenn die Ausgangsnotierung nun nicht und vielleicht bin ja auch zu doof, aber:


    Ein 10 Stroke Roll ist ein Roll bestehend aus 10 Schlägen, mehr nicht. Wie der Handsatz ist, ob nun mit Doubles oder Singles ist doch gleich. 10er ist 10er, egal ob als rlrlrlrlrl oder rrllrrllrr oder wie hier notiert.


    Hier gefragte Notation scheint aber in der Tat (gedoppelt) R-LLRRLLRR-L//R-LLRRLLRR-L zu sein.


    Seelanne

    Alles, was nicht Technik ist, geht nur über Talent und Musikalität. Diese Sachen sind nur begrenzt erlernbar, was für den einen schade ist, für den anderen tröstlich, da so nicht jeder Vollpfosten die höheren Weihen erlangen kann. Hier unterscheiden sich denn auch die Schlagzeuger von den Musikern, die Schlagzeug spielen.


    Das Problem scheint heute einfach zu sein, dass zu viele Drummer zu eingefahren sind in bestimmten Stilrichtungen und ihr Instrument nur in diesem jeweiligen Zusammenhang begreifen lernen. Musik ist aber mehr als Metall, mehr als Rock, mehr als Klassik, mehr als eine bestimmte Jazzschiene. Musik ist umfassend, wer ein guter Drummer sein will, muss ein guter Musiker sein und über sein Instrument Zusammenhänge begreifen, wie zum Beispiel auch Arrangement-Angelegenheiten und so weiter. Nicht "wie schnell spiel ich", sondern "was spiele ich wann in welcher Lautstärke wozu" ? Das sind die Fragen, die entscheiden, ob jemand gut ist oder nicht. Die besten Drummer waren und sind immer die, die ihre Musik insgesamt verstanden haben.


    Die meisten wollen das nicht sehen, was insbesondere für die Frage, ob man Drummen beruflich mmchen will, tödlich sein kann: Es gibt schließlich nur zwei Wege, mit Drummen sein Geld zu verdienen: Entweder als Teil einer Band, was insgesamt sehr selten ist oder aber als eigenständiger Drummer. Der aber muss mehr spielen könen, als 32tel-Double-Bass bei 130 BPM. Um Kohle zu verdienen, muss man alles spielen können, sowohl Live als auch im Studio und das auf eine musikalische Art, die demjenigen, der den Drummer bucht, dazu verleitet, eben nicht eine Drummachine zu nehmen oder den Drummer xyz.


    (Zur Thematik im Ganzen sei empfohlen das Interview von Jojo Mayer auf seiner Homepage.)


    Seelanne

    mir ein 12er Mapex Orion-TomTom holen, dann kannst du die als Bassdrum nehmen und deine jetzige als Sidesnare :-).


    Egal, Ernst, komm raus: Chester hat recht, warte auf Ebay, oder Würfel dir nach und nach eins zusammen. Man muss ja nicht gleich immer den großen Wurf haben.


    Seelanne

    to Victor Wooten: Einer der empfindsamsten Bassisten ever, er ist Musiker und nicht einfach nur Bassist; seine leisesten Momente sind seine besten, da zeigt er, dass es nicht genügt, Technik zu haben (was bei ihm ja im Übermaß gegeben ist) , sondern dass entscheidend ist, sie musikalisch anzuwenden. Leute wie er sind "real" und nicht wie viele dieser ganzen anderen Kasperköpfe.


    to Steve Smith: Seltsam, er ist unbestreitbar eine der wirklich guten Drummer, aber sein Stil hat mich nie angemacht, keine Ahnung, warum. In seiner Dvd moellert er im übrigen tatsächlich, was das Zeug hält, aber auch hier sieht man, das moellern nicht gleich moellern ist, Weckl moellert härter und mit mehr Power. Bei Steve kommt mir das alles immer so ein wenig wischiwaschi vor. Gleichwohl: Smith ist einer der höflichsten und freundlichsten Menschen, die rumlaufen. Habe ihn zweimal in einer Clinic nebst anschließendem Gesppäch erlebt und seine positive Ausstrahlung ist einfach umwerfend.


    @ AndiTC: "Was auch noch ganz gut ist, wenns nicht zu schwer sein soll: Dave Weckl: The next Step" ????????? Sach mal, war heute was im Tee/Kaffee ? Sag mir, dass das bitte als Witz gemeint war.



    Seelanne


    drumatic: siehe short Message.

    also außer DrumCenter und Jellinghaus fällt mir da auch nichts ein:


    1. DrumCenter sind meist in Sachen Sets gut sortiert, Becken war letztens etwas fad, was sie da hatten, in Sachen Snares führen sie in der Regel in erster Linie die Pearl Sachen. Was schön ist, dass sie ab und an Remo Sachen da haben. Der Vorteil am DrumCenter ist, dass die Jungs eigentlich immer bemüht sind, nen fairen Deal hinzubekommen, was allerdings auch seine Tücken haben kann. Auf meine Tama Rythm Watch habe ich seinerzeit trotz Vollzahlung im voraus fast 2 Monate gewartet, und am Ende fehlte auch noch das mitbestellte Netzteil. Naja, shit happens.


    2. Jellinghaus: Da aus dem Ort, für mich erste Wahl. Wie Seppel sagte, eigentlich immer so um die 7 Sets aufgebaut, die haben aber auch duetlich mehr auf Lager, es sind ständig zusätzlich noch an die 10 Sets vorhanden, die bei echtem Interesse auch aufgebaut werden. Die Beckenauswahl ist ordentlich, alles gängige vorhanden und auch recht aktuell. Die Dark Energys waren vollständig vorhanden kurz nach deren Einführung. Der derzeitige Fachmann, Middendorf, ist ein ganz guter, der Ahnung hat und auch nicht jeden Scheiß erzählt, nur weil er was verkaufen will, auch unerfahrenen Kudnen einfach mal abrät von unsinnigem Zeug. An Snares wird auch hier Pearl favorisiert. Im ganzen wurde in letzter Zeit oftmals Yamaha Mapex etwas gepusht. Die Preise sind absolut moderat, oftmals werden Ausstellungssets zum wirklich guten Preis angeboten.


    Aber bei beiden Läden gilt: Ist man Dauerkunde, läufts immer besser, als bei ab-und-an-Kunden, was ja nicht immer aufs Kaufen hinauslaufen muss. Ich fahre bei 2) régelmäßig vorbei und sehe mir die Neuigkeiten an. Da hält den Kontakt und bei tatsächlichen Käufen läuft alles ein wenig runder ab, als woanders.



    Seelanne

    Cata recht geben muss (nein, nicht wegen Pearls Avatar):


    Ich mag die Peppers und ich mag auch, wie der gute Chad das alles eintrommelt, aber, herrjemine, also sooo der Übervater in Sachen Groove ist nun auch nicht, außerdem sich seine Stilistik ja in recht überschaubarem Rahmen hält. Er spielt songdienlich und passend, thats it. Das sollte aber eigentlich selbstverständlich sein für einen Band-Drummer, ich weiß nicht, was daran besonderes sein soll, dass es andere zuweilen nicht können, macht ihn nicht besser.


    Also Musik gut, Drumming okay, aber kein Anlaß für besondere Lobeshymnen.



    Seelanne

    ich weiß auch nicht, was es zu meckern gibt: Das O-Zone ist ein schönes Effekt-Becken, der China-Anteil ist etwas minimierter und dunkel-verhaltener, als bei einem reinen China. Das 18er mag ich, das 16er ist etwas dünn.



    Seelanne



    @senor: schöner link.

    bin heute wohl zu dusselig, ich verstehs immer noch nicht, aber das scheint offensichtlich an mir zu liegen. Hege aber trotzdem die Befürchtung, dass mit deiner Snare irgendwas nicht stimmt. Habe solche Schwierigkeiten jedenfalls noch nicht mit keiner Snare gehabt.


    Seelanne
    - wer Zigaretten klaut, sollte zumindest ein Feuerzeug haben-


    EDITH teilt mir grade mit, dass der Thread-Starter auch offensichtlich problems mit seinen Spannreifen hat, wäre sinnvoll gwesen, dass im gleichen Thread zu erwähnen. Vermutung, dass mit deiner Snare was nicht stimmt, erhärtet sich damit.

    ist immer so eine Sache, je nachdem, welche Maßstäbe man ansetzt:


    Objektiv gesehen ist es gräußlich: Das Stück ist keines, welches man so nennen kann, so dürftig ist es, der Sänger sollte sich klarmachen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, die Töne überhaupt zu treffen, sondern man die Töne schon auch zur richtigen Zeit treffen muss, der Gitarrist sollte vor den Aufnahmen sein Instrument stimmen, das Ding groovt nicht und und und .............


    Subjektiv gesehen (ihr seid wohl noch Schüler) ist es gar nicht mal sooo übel. Schließlich muss jeder halt mal irgendwo anfangen.



    Seelanne

    ich verstehe die Fragestellung schon nicht ganz:


    zu 2): Dass die Snare in der Mitte tiefer ist, als am Rand, ja, datt iss nun mal so, weil die Spannung am Rand höher ist, als inner Mitte. Sind aber die Höhen an jeder Schraube auch noch unterschiedlich, dann ist die Snare einfach nicht gleichmäßig gestimmt, thats it. Mit dem Snarebed hat das nix zu tun, es sei denn, auch das Reso-Fell ist verstimmt.


    zu 1): Stimmschrauben zieht man über Kreuz an, wie beim Reifenwechsel, also erst fingerfertig, dann auf 12 oder wo auch immer anfangen, und dann weiter auf 6 (um im Beispiel zu bleiben). Dann im Westen oder Osten weitermachen und wieder über Kreuz.


    Wenn du mal was anderes probeiren willst: ResoFell auf SPannug bringen, so , wie du magst, Schlagfell spannen, bis es nicht mehr geht, und dann eine Schraube fast komplett runterdrehen. Anhören, und wenns gut klingt, lassen und mit Freundin Candle Light Dinner machen (oder anderweitig wesentliches). Wenns nicht kommod ist, Link von Boom durcharbeiten.


    - heute ausnahmsweise auch draußen mal Tassen -
    Seelanne