Beiträge von Seelanne

    Naja, man kann Steve jetzt wirklich nicht vorwerfen, Zeit seines Lebens zu sehr dem GAS gefrönt zu haben.


    Vielleicht liegts auch einfach daran, dass Jordan, der immerhin auch schon 64 ist , es an der Schulter hat und dann, wenn er schon einmal auf der rechten Seite ist, nicht ständig nach links wechseln will zum abcrashen. Im Alter wollen zuweilen ruckartige Bewegung definitiv immer überlegt sein 😀

    Die Frage, welches Fill wann in welchen Kontext passt und welcher Break wann passend zur Musik ist, zielt mE letztlich auf die Frage nach Musikalität schlechthin ab.


    Die Beantwortung der Frage unterscheidet ja einen Copeland von einem Bonham, Jones von Morello, Tony von Ringo, Gadd von Cobham, Colaiuta von Weckl usw und ist das, was man wohl gemeinhin eben Talent, Stil und Musikalität nennt.


    Wobei ich denke, dass gerade die WeiterEntwicklung des Schlagzeugspiels sich immer dann ergeben hat, wenn Drummer Dinge, die eigentlich und in ihrer Usprungsform eventuell gar nicht per se passten, dann doch so hinbekommen haben, dass sich eine neue Synthese ergab.


    Gleichwohl gibt es Grenzen: wo die sind, hat oben eigentlich schon Hochi gesagt: Um ein Gefühl für die "passenden" Fills zu entwickeln, muss man einfach extrem viel Musik hören. Gerade auch die unterschiedlichen Musikstile oder eben Musik, die so vielfältig ist, dass man gewissermaßen mit allen Stilen per se automatisch in Berührung kommt.


    Ansonsten kann man sich selbstverständlich aber auch theoretisch mit den Musikstilen beschäftigen und ihren speziellen Eigenarten. Klassische JazzMusik Ist halt primär Triolisch aufgebaut und hat das Ride Becken als Grundlage im Zentrum. Da macht es dann wenig Sinn, bei einem Fill die Double Bass in 32tel Stakkato Quintolen binär abzufeuern. Und es macht ebenfalls wenig Sinn, beim Slipknot-Stück, afrikanische Poly-Rhythmik ala Elvin Jones auszupacken, genauso wenig, wie es passend ist, ein Straightes PopStück mit Gospelchops zu zerfetzen.


    Die Frage, wo auf der Leinwand der rote Klecks hinkommt und wo der blaue Strich, ist halt - künstlerisch - der Unterschied zwischen Picasso und einem Anstreicher.

    Hi Marcel,


    mach Dir nicht so einen theoretischen Kopf und probiere es einfach aus.


    Beim OHP sollte man mE auf folgendes achten (Kurzversion) - einiges wurde ja schon angesprochen:


    1.Position HH:


    # Die HH ist in der Regel deutlich tiefer und sollte aus ergonomischen Gründen so ausgerichtet sein, dass der Unterarm maximal parallel zum Boden ist, nicht höher, sonst spieltst du ständig "nach oben", was insbesondere bei schnellen 16tel HH mit einer Hand in dieser Position schnell problematisch werden kann (du hast für die schwunggebende Moeller-Whip etwas weniger Platz als bei über Kreuz spielen mit rechts, bevor du die Hebelwirkung verlierst).


    # Die Höhe der HH im Verhältnis zu Snare musst du als Mittelweg einfach ausloten: bei beidhändigen 16tel auf HH musst du für die rechte Hand nach unten ja etwas Platz haben, damit du da nicht ständig mit der Hand auf der Snare aufschlägst.


    2. Die dominante Führhand sollte beim OPH im RegelFall die rechte Hand bleiben:


    Erstens ist die rechte Hand ja sowieso schon auf der Snare, dann macht es auch Sinn, dort die Fills mit rechts zu beginnen. (Auch beidhändige 16tel auf der HH werden führend mit rechts gespielt, damit du mit rechts bsp. bei 2 und 4 auf der Snare landest.)


    Zweitens macht es selbstverständlich auch beim OPH Sinn, bei Fills, die nach rechts über das Set gehen, am Ende mit rechts rauszukommen (beispielsweise auf dem Crash ) und eben nicht mit links.


    3. Ausnahmen davon sind lediglich:


    #die einfachen Paradiddle-Kombinationen: Wenn du hier einen klassischen Paradiddle-Takt über HH/Ride und Snare spielenwillst, musst du den mit links auf der HH/Ride anfangen, damit die 2 und 4 auf der Snare auf Rechts fallen (bei Paradiddles über einen Half-Time ist es umgekehrt, da kannst du mit rechts anfangen.)


    # bei Kombination, die einen dominantenHH-Part am Anfang haben, gibt es zuweilen manchmal Probleme: beispielsweise beim Rosanna-Shuffle oder solchen Dingen wie dem Steve-Gadd-32er-Flutter-Lick: wenn man gewohnt ist, rechts als Führhand zu haben, muss man sich bei solchen Sachen entscheiden, entweder ausnahmsweise mit rechts auf der HH zu spielen (was wegen der geringeren Höhe etwas tricky werden kann ), oder auf links dominant zu wechseln. Das kann beim erlernen etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, als bei herkömmlicher Spielweise.


    # Das Double Bass spielen ist als open Hände etwas beschwerlicher, zu lernen, wenn es sich um durchgehende Doppelbass im Taktgeschehen handelt. wenn du da den rechten Fuß auf dem Beat lässt und den linken für den off-Beat verwendest, musst du pausenlos mit der linken Hand gegen den linken Fuß (zusammen mit dem rechten Fuß) spielen. Das ist deutlich komplexer, als rechte Hand und rechten Fuß zusammen auf dem Beat zu halten und den linken Fuss auf den Off-Beat dazuzuschalten.


    Probier es einfach mal aus und Entscheid dich dann nach einer gewissen Zeit für eine Richtung. Versuch bloß nicht, alles gleichzeitig zu versuchen.


    Man verzettelt sich mit solchen Dingen nur und verdirbt sich jeglichen Fortschritt. Man muss auch nicht alles von links nach rechts und von oben nach unten und im Handstand und mit einer Hand spielen können. Das ist den Drum-Yodas vorbehalten: für den Hausgebrauch, selbst für den sehr fortgeschrittenen, reicht es, wenn man sich auf eine Technik beschränkt.

    Dürfte auf jeden Fall eine Reminiszenz an Charlie sein:


    Zu sehen ist ja ein Gretsch Kit, also Charlies Marke (auch wenn er nie offizieller Endorser war), während Jordan eigentlich Yamaha-Player ist. Und in das Becken-Setup hat sich auch das alte Watt'sche Ufip-China reingeschlichen, obwohl Steve normal Paiste Traditional spielt (oder Masters).


    Generell: Jordan und die Stones kennen sich schon seit 1986 recht gut, insbesondere Keith ist ja mit ihm relativ eng befreundet, Jordan hat damals auch in dessen Band gespielt, als die Glimmer-Twins mal kurzfristig über Kreuz waren. Da ist das alles schon recht stimmig.

    Eine eigenständige Sound-Qualität vermisst man bei dieser neuen Linie definitiv. Hier geht's ganz offenbar um alten Wein in neuen Schläuchen mit neuen Farbanstrich, Der Fertigungsprozess zu den bekannten anderen Linien dürfte sich wenig unterscheiden. Ist halt einer dieser Portfoliovergrößerungen, die die Menschheit nicht braucht.


    Aber ich kann's letztlich verstehen: irgendwie muss man immer wieder was Neues auf den Markt bringen, sonst geht man unter. Und wenn einem qualitativ halt aktuell nichts einfällt, muss man in die Breite gehen. Die Gefahr der Verbesserung und Beliebigkeit liegt da natürlich extrem nahe. Meinl sollte da vielleicht etwas aufpassen: schon jetzt ist offenbar, dass zwar extrem viele Leute Meinl spielen (im amerikanischen Markt hat Meinl echt super Arbeit geleistet - Hut ab ), aber am Ende haben alle doch wieder die Byzanz am Set hängen, die anderen Linien werden eher stiefmütterlich behandelt.


    Aber kann nicht jedem qualitativ ein goldener Schritt gelingen, wie letztens Sabian mit den HHx Complex, die soundmäßig wohl derzeit State of the Art sind.

    Alle guten Tipps schon gemacht: Vielleicht trotzdem noch zur Abrundung eine Bemerkung zum Solo-Click:


    Bei Live Konzerten ist es wirklich zuweilen übel, als einziger den Klick zu haben, da erfahrungsgemäß das Adrenalin alle nach vorne treibt, selber lässt man dann als einziger Disziplin walten und ist am Ende dann doch der Dumme, weil es sich alles so anhört, als wenn man schleppen würde. Und das nur, weil alle anderen vorwärts drängen. Live würde ich es daher nicht machen.


    Aber für die Probe ist es ein sehr guter Bildungseffekt auch für die gesamte Band. Wenn du das dauerhaft machst, bremst du zugleich die wilden Gitarristen und fahrigem Keyboarder ein, die sich an ein Steady Beat mit der Zeit dann besser gewöhnen (wobei die Keyboarder meistens das beste Timing haben).

    Gratulation, Du hast Dir zum Üben einen Super-Song ausgesucht und machst dabei sämtliche Fehler, die - ich glaub - wir alle anfänglich bei solchen Songs gemacht haben bzw noch machen: Insofern, willkommen Im Club !


    My 5 Cent:


    Du spielst nicht den Song, sondern Du spielst zum Song: Dein Drumpart ist nicht das Original, weder von den Noten (was egal wäre), noch - was wichtiger ist - vom Stil. Du spielst einfach das, was Du fast immer - auch bei Deinen anderen Covern spielst - nur halt jetzt zu einem BJ-Song mit seinem speziellen BPM.


    Dementsprechend spielst Du auch zu viel: Die unnötigen Double-Crash-Geschichten in der Strophe, die durchgehenden 8tel auf dem Ride im Refrain und im Solo-Teil, die nicht rocken, sondern auf einmal einen befremdlich-gehetzten Swing-Touch reinbringen, Crash-Akzente, die den Groove zerstückeln, bis hin zu Deinem "Signature-Move": der BassDrum auf der 3+: Die spielt zwar TT auch im Original, aber eben immer nur am Ende eines Schemas, du spielst das fast in jedem Takt und kippst damit den Groove, zumal das Ding auch noch zuweilen unsauber kommt.

    Der Groove lebt in diesem Stück aber vom präzisen knackig-punchigen und beständigen Pendel zwischen BassDrum und Snare. Die BassDrum geht dabei voran und ist der Boss, Deine beständige 3+ macht die Bass-Drum dagegen zum hinterher-stolpernden Betrunkenen.


    Mein Tip: Spiel den Song mal 5 x komplett durch, dabei konsequent mit der BassDrum nur auf 1 und 3, Snare auf 2 und 4, 8tel HH in Strophe und RideBecken als 4tel in Bridge und Refrain). Und nichts anderes. 5 mal.


    Und bei den letzten beiden Mal versuch beim Spielen genau darauf zu hören, wann TT die BassDrum auf 3+ oder 2+ spielt. Und versuch mal die Noten so konsequent und bestimmt wie möglich zu spielen, also zu rocken. (Zur Not guck dabei, als wenn irgendwas nicht in Ordnung ist, das hilft - :) das wissen wir spätestens seit School of Rock :-)). Und dann spielst du das 6te mal das Ganze nochmal und vergleichst das mit dem, was Du hier aufgenommen hast.

    Als ehemaliger Leidensgenosse:


    Eine beschwerdeloser Leistenbruch ist selten, Glück gehabt, dass es dann doch trotzdem diagnostiziert wurde.


    Wenns ein richtiger Bruch ist, wird er sich unter Belastung natürlich in der Regel ausweiten, insbesondere, wenn Du Doublebass spielst, ganz besonders, wenn dabei Heel-Up.


    Mit Leistenbruch ist auch nicht zu spassen: der Bruch selbst ist dabei ja nicht schlimm, aber es kann sich eben ein Stück vom Darm in dieser Bruch-Schlaufe verfangen und dann absterben, woran man selbst dann wiederum sterben kann. Die Nummer wird dann echt ne Sache für 'nen Notarzt. Und das Doofe beim L-Bruch ist, so hats mir mein Arzt dunnemals erklärt, dass man letztlich nur dann 100% richtig sieht, was los ist, wenn man das Ding aufschneidet.


    Von daher: Auf Dauer wird Du eh' nicht drum herum kommen, das richtig abklären zu lassen, also lass Dich gut durchchecken, schon Dich etwas und lass es im KH machen, wenn Dein Arzt es empfiehlt. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes ist heutzutage nicht mehr die Welt, in 7-10 Tagen bist du raus.


    PS: lass aber mal auch checken, ob etwaige Schmerzen nicht von den Adduktoren kommen. Ein Freund von mir hat das gehabt, sein Arzt tippte auf Leistenbruch und dann hat eine Osteopathin das ganze als Adduktoren-Zerrung "entzaubert" (was auch langwierig ist, was aber dann ohne OP weggezaubert werden konnte).


    Viel Glück, gute Besserung und hör - nicht auf uns, sondern - auf Deinen Arzt ! :)

    DEN Stick für DAS Pad und DEN Stick für meine Hände – habe ich früher auch gedacht. Als ich dann wieder anfing zu spielen (mit 30 Jahren Pause dazwischen) stellte sich das anders dar.

    Wenn das Deine Erkenntnis war, wieso schreibst Du heuer dies:

    Ich habe mir kürzlich die Frage gestellt, welches die besten Sticks für das Practice Pad sind – und ob es die überhaupt gibt.

    Auch alles andere bekomme ich nicht recht unter einen Hut, egal.


    Aber damit ich - und alle anderen - mit dem Ausgangspost überhaupt irgendwas annähernd sinnvolles anfangen können, wäre es durchaus hilfreich, preiszugeben, auf welchem Practice Pad Dein Stick-Test überhaupt stattgefunden hat.

    Ich muss gestehen, ich kann nicht ganz folgen:


    Es gibt doch so viele verschiedene Pads, aus der Hüfte fallen mit allein 10 ein, alle unterschiedlich in Sachen Härte und Reboundverhalten.


    Wie kann es dann da die "richtigen" Sticks für DAS Pad geben ?


    Im übrigen ist der Nutzwert des Übens mit dickeren Sticks am Pad, damit man dann mit leichteren Sticks am Set besser spielt, mE überschätzt: Drummen ist keine Sache, wo es in erster Linie auf Kraft ankommt, sondern auf einen fein abgestimmten Bewegungsablauf. Und diesen übt man am Besten mit den Sticks, mit denen man dann auch am Set sitzt.


    Andere Sticks haben ja nicht nur ein anderes Gewicht, ihr Durchmesser ist ein anders, der Schwerpunkt, ihr Taper und das Reboundverhalten. Grade beim Letzteren gibt es aber kein besser oder schlechter: auch ein Stick mit trägerem Rebound kann individuell "besser" sein, weil passender für den jeweiligen Drummer mit seiner spezifischen Bewegungsablauf.


    Ich kannte auch mal einen Drummer, der immer mit schwereren Sticks geübt hat. Schon bald waren ihm aber seine Ursprünglichen dünneren Sticks zu leicht, sodass er mit den Übungssticks dann auch am Set spielte. Fürs Üben nahm er dann erneut wieder dickere, bis auch die seine Set-Sticks wurden. Am Ende hat er sich so binnen 2 Jahren von 7A auf knapp vor 2B hochgearbeitet.


    Also ich halte davon nicht so viel: Ein Sprinter trainiert auch nicht in Strassenschuhen und zieht erst beim Wettbewerb seine Spikes an.


    Es ist so wie mit allen anderen Hilfsmitteln, bsp dem Üben auf Kissen: Ja, es hilft beim Ausbau der Muskeln und Sehen und Gelenke, aber am Ende wirkt es bei zu Extensivem Üben sogar kontraproduktiv, weil der Rebound so ungewohnt wird, dass die Muscle-Memory hierfür abnimmt und ihn nicht mehr optimal verarbeiten kann.


    Von daher: Am Besten übt man mit seinen Sticks am Set und wenn das nicht geht (oder man sich auf reine Technik konzentrieren will) am Pad. Aber auch noch die Sticks verändern, ist so, als wenn man versucht, den Abschlag beim Golfspielen zu verbessern, in dem man den mit grösseren Bällen und einem Baseballschläger übt.

    Zunächst: Tolle Songauswah! :P ......... und dann auch noch das Tiger-Shirt passend zum FunkyTune !


    Mein Jammern (auf hohem Niveau):

    Beim Intro-HH-BassDrum-Offbeat-Part wackelts etwas. Und der Strophenteil haut für meinen Geschmack in Sachen Tightness etwas daneben, was mE in erster Linie durch die HH-16tel kommt: die wirken etwas angestrengt, hinterhinkend und gehetzt. Aber selbst wenn die tighter wären: Müssen die überhaupt sein ? Bei ca. 93 BPm kann man das zwar durchaus grundsätzlich machen, aber irgendwie klingst mit 8tel wie im Original straighter und nicht so frickelig. Im Refrain/Bridge, wenn Du aufs Ride gehts und dort die 16tel etwas auflockerst, wird's sofort grooviger.


    Aber egal: Das hat mal wieder Spass gemacht !! :thumbup: <3 :!: 8) :)

    :) Super Video, so müssen Vergleichstests aussehen.


    Und du hast meine Gedanken gelesen. Ausgehend vom anderen Faden hatte ich insgeheim gedacht: " Mensch, das wärs doch , wenns jetzt noch einen Vergleich gäbe. Und .......... Voila !!!!! Gebet erhött !! 😂👍


    Achso: Auf meiner Geschmackstabelle liegt das im MK2 vorne, dass Masters 24 auf zwei und das Zildjian schmiert für meinen Geschmack etwas ab (gut, ist jetzt auch in der Gesamtkonzeption ja ein völlig anderes Becken).

    Selbst Vinnie wird mit dem Fluch "My left hand sucks!" zitiert.


    ..................... Es gibt da m. E. außerdem so viele Variablen (in der persönlichen Anatomie, Spielweise bzw. beabsichtigtem Einsatz - laut / leise / schnell / langsam / Snare / Tom / Ride / Hats ...) und es geht oft um so winzig kleine, von außen gar nicht sichtbare Nuancen (wie fest man den Stick mit welchem Finger wo genau hält, Winkel in Gelenken etc.), dass es vllt. nicht viel Sinn ergibt, so was schriftlich haarklein ausdiskutieren und ein Optimum festlegen zu wollen. Einer hat lange dünne Finger wie ein Weberknecht (die Spinne ;-)), ein anderer kurze fleischige Hände wie ein Schraubstock.


    Aber dies nur als kurzer Einwurf, ich wollte euch hier keinen Austausch vermiesen. (Und ich wäre auch sehr froh, wenn ihr zu einem verwertbaren Ergebnis kämt.)

    .... sprachs, und nahm anschließend Unterricht bei F. Gruber. :) Also so ganz fatalistisch scheint die Sache nicht zu sein, auch wenn manch Biografie mit ihrer anekdotischen Evidenz dagegen sprechen mag. Im übrigen ist das wohl sicher auch gehöriges Understatement, oder ? Ist so, als wenn Linda Evangelista seinerzeit auf ihre hässlichen Knie hingewiesen hat.


    Aber Du hast vielleicht Recht, ein Forum mit seiner umständlichen Schriftlichkeit ist vielleicht nicht das richtige Medium zum Austausch solcher Dinge und am Ende sind die Detailfragen vielleicht auch diskussionstechnisch tatsächlich egal, weil eh' jeder anders ist. Die Zeiten ändern sich ja auch insoweit. (Wollte auch Timo's Channel hier nicht kapern.) Kann man ja an anderer Stelle vielleicht mal irgendwann vertiefen. Alles gut. :thumbup:

    Das sehe ich genauso. Abgesehen davon, dass der German Grip bei etwas abgewinkelten Oberarmen ("Around the Barrel") leichter zu spielen ist, man aber bei angelegt-hängenden "faulen" Oberarmen fast automatisch das Handgelenk leicht schräg hält und damit den American Grip gewissermaßen "frei Haus" bekommt, ist die Armhaltung für den eigentlichen Griff eher Wumpe.


    (Lediglich Jim Chapin befürwortet ja - soweit ich das erinnere - dann bei der Moeller-Bewegung ein fast schon extremes Ausschwenken der Ellenbogen. Jo-Jo Mayer hat aber mal in einem Video darauf hingewiesen, dass diese ausladende Bewegung für die Spielpraxis am Set ihm zu umständlich und langsam ist und sich daher auf ein Minimum reduzieren muss. Chapin macht es bei eigenem Set-Spiel im übrigen ja auch nicht so. Der übertriebene Bewegungsablauf ist daher wohl insgesamt nur für Demonstrationszwecke so ausladend gehalten).


    PS1: Zum "alten" Post:

    "Ich kann mir gerade auch nicht ganz vorstellen, warum Du die Finger strecken musst. Das müsste ich tatsächlich mal in der Bewegung sehen. :/

    Mit Strecken war nicht ausstrecken gemeint, sondern strecken im Sinne von "maximal um den Stick legen". Wenn ich das mit Mittelfinger und Ringfinger mache, um die Fingertechnik anwenden zu können, weil der Stick (wie in Deinem Video) eben in der Handballenmulde mittig zu liegen kommt, strecke ich die Sehnen maximal an, diese führen aber ja über das Handgelenk, dessen Bewegung so erheblich verlangsamt und erschwert wird (oder man nie Entzündung oder ähnliches riskiert) . Deswegen halt Stick unter den äußeren Handballen mE -- So war es gemeint.


    PS2: Also ein Livestream über Deine persönliche Entwicklung in Sachen Stickhaltung bsp. fände ich extrem spannend: andere werden es eventuell langweilig finden, ich finde sowas 3mal interessanter als das 13837te Video über Themen, die 99 % eh schon alle wissen (auch wenn ich weiß, dass solche Videos ja auch einen gewissen wirtschaftlichen Effekt haben sollen).