Beiträge von Seelanne

    Danke für die Rückmeldung:


    1. Das mit dem American Grip (AG) und Gene Krupa hat Dom Famularo in einem Interview mal erzählt. Ich finde das direkte Interview vom Dom selber nicht mehr (dafür ein anderes, siehe unten) . Aber Famularo hat die Geschichte von Jim Chapin, der wiederum Schüler von Moeller war (vermittelt wurde er seinerzeit von Gene Krupa, der dann Jahrzehnte später selber nochmal Unterricht wiederum bei Chapin nahm :-)). Hier ist das Video von Tim Connolly, der wiederum Schüler bei Famularo war, wo er die "American-Grip-Krupa-Story" zumindest erwähnt. Tim Connolly Drums video 6, The American Grip - YouTube


    2. Zum American Grip: Ich halte den nicht für verkehrt, nur eben für Anfänger mE etwas weniger gut geeignet, weil er - wie ich finde - viele Fehlerquellen enthält, die nur derjenige vermeiden kann, der sich vorher mit French und German auseinandergesetzt hat. Bsp, das Problem eines nach außen ausbrechenden Handgelenks haben wir hier im Forum letztens ein paar mal bei Hilfesuchenden gesehen. Zumal man ja auch mit German hervorragend Finger-Technik spielen kann, man kann eben nur nicht die Finger-Technik aus dem French-Grip 1:1 übernehmen.


    3. Was ich hingegen tatsächlich nicht verstehe, ist die von Dir in diesem Video gezeigte konkrete Stickhaltung (in der Hand) : Wenn der Stick schwerpunktmäßig zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten werden soll und - und das ist jetzt entscheidend - der Stick dann in die Mitte der beiden Handballen zum Liegen kommen soll, wie Du ja ebenfalls ausdrücklich sagst, bekomme ich jedenfalls nur schwer noch eine vernünftige Schlagbewegung mit dem Handgelenk hin:


    Der Stick folgt eben dann nun nicht mehr der natürlichen Handhaltung (und zeigt auch nicht mehr nach schräg innen), sondern ist gewissermaßen eine Verlängerung des Unterarms und zeigt auch in dessen Richtung, nämlich nach vorne, etwas, vom dem Du aber selber ein paar Sekunden später sagst, dass das nicht passieren soll ( Von daher Frage: Ist da eventuell im Eifer des "LIVE-Gefechts" was durcheinander geraten ?


    Ich kann jedenfalls so keine enstpannte, und schnelle HG-Bewegungen auf Dauer ausführen: Alle Finger sind angespannt, all Sehnen gestreckt. Der Stick kann mE entsprechend der natürlichen und entspannten - schräg nach innen zeigenden - Handhaltung nur so gehalten werden, wenn der Stick unter dem äußeren Handballen (zwischen kleinem Finger und Handgelenk) zum Liegen kommt. (so empfiehlt das sich z.Bsp. auch Dom Famularo u.a. ausdrücklich).


    Das mag zunächst wie eine Kleinigkeit aussehen, hat jedoch auf den gesamten Bewegungablauf kolossale Auswirkung:

    Denn wenn der Stick nun unter dem äußeren Handballen liegt, liegen notwendiger Weise die letzten 3 Finger unter ihm, ohne dass ich irgendwas anspannen muss.

    1te Folge ist, dass ich den Stick gar nicht mehr groß festhalten muss mit Zeigefinger rund Daumen, ich habe so ohnehin ausreichend Kontrolle über den Stick.

    2te Folge ist, dass die Finger nicht mehr sonderlich gestreckt werden müssen, damit sie Fingerkontrolle ausüben können, die ist jetzt schneller, kürzer und kraftsparender möglich.

    Und als 3te Folge bleibt das Handgelenk "frei": mit dem anderen Griff müssen die Finger so gestreckt werden,, dass die Sehnen, die über das HG verlaufen, so angespannt werden, dass die HG-Bewegungen schwerer fallen. Sind die Finger aber in ihrer Postion "0" , wenn der Stick sich direkt auf ihnen befindet, ist das HG vollkommen frei beweglich.


    (Nur um Missverständnisse vorzubeugen: Man kann natürlich so bei entsprechendem Know-how spielen, wen man weiß, was man da tut: Simon Phillips spielt bsp. so. aber der hat auch sehr wenig HG-Bewegungen drin, spielt sehr viel mit Unterarm und Finger und Moellert auch nicht. Im übrigen weiß der im Gegensatz zum Anfänger exakt, was er da tut).


    4. Ich fände interessant, von einem studiert-ausgebildeten Profi - bsp beim Thema Stickhaltung - Persönliches zu erfahren: Von den Cracks hört man, dass man in solchen Sachen nie auslernt und es eine endlose Reise ist (Todd Suchermann behauptet das ja sogar bei Frage der richtigen Sitzhöhe, viele Spitzendrummer nehmen sogar deswegen auch noch in späten Jahren Unterricht). Hier wäre es doch spannend, mal zu erfahren, wie es bei einem anderen Profi läuft: Gab es Fehlentwicklungen, hast Du deine Stickhaltung mal verändert, und wenn ja, warum, welche Stickhaltung präferierst du und warum, welche Sticks liegen dir aus welchem Grund mehr, die Kopflastigen oder die mit langem Taper usw usw..

    Ganz nettes Video, aber wie fast alle Stock- und Haltungvideos lediglich eine wirkliche Grobeinführung für Leute, die quasi das erste Mal die Sticks in die Hand nehmen. Nicht falsch verstehen: Das hat alles seine Berechtigung, gibt es allerdings im Netz in dieser Form bereits 100 tausendfach. Videos für Fortgeschrittene und drüber hinaus dagegen sucht mal leider bis auf die 10 üblichen Verdächtigen vergeblich (und selbst die lassen vieles aus). DAS wäre mal ne echte Nische.


    Der "American Grip" soll im übrigen erstmalig so von Gene Krupa benannt worden sein. Er macht aber als echter bewusster Griff mE nur dann 100%ig richtig Sinn, wenn die Snare zugleich ganz leicht abgewinkelt nach vorne kippt. Denn durch das leichte seitliche Abkippen des Handgelenkes führt die Stockspitze etwas weiter nach unten und die Ausholbewegung des Handgelenk nicht mehr vertikal nach oben wie beim German Grip, sondern nach schräg oben, d.h. auf 10 Uhr (links) beziehungsweise 2:00 Uhr (rechts). So ändert sich insgesamt der Aufschlagswinkel auf der Snare, dem eine Snare, die nach vorne gekippt ist, am ehesten entspricht.

    Kommt immer drauf an:


    1. Bei vertikalen Absprachen, also Absprachen auf verschiedenen Ebenen, bsp, zwischen Hersteller und Händler, wirken sich Absprachen über Mindestpreise meist im Hinblick auf eine Beruhigung und Verlässlichkeit des Marktes aus:


    Produkte, die drohen, mangels Absatzes vom Händler zur Schleuderpreisen angeboten zu werden, werden preislich künstlich stabil gehalten, damit kein Ausverkauf und Verrammschungs-Effekt einsetzt. So wird die Marke und die Gewinnmarge geschützt. Klappt natürlich nur, wenn entweder dem Händler ein Ausgleich gezahlt wird oder er aber unter Druck gesetzt wird. Die Entscheidung hängt von den Machtverhältnissen am Markt ab: Die kleineren Hersteller, denen eventuell das Wasser bis zum Halse steht, können meist keinen Druck aufbauen und kaufen so mittelbar ihre eignen Produkte zurück, was natürlich auf lange Sicht in der Pleite endet. Die großen Hersteller machen es mit Druck: Ob das immer so krimineller Druck ist, wie nach außen hin scheinbar, lass ich mal dahingestellt: Auch eine Marktbeherrschung besagt ja nichts über die wirtschaftliche Potenz insgesamt: in einem kranken Markt ist letztlich zwar auch der Einäugige noch König, aber was nutz es, wenn das Königreich eine Ruine ist.


    Letztlich führt die Einhaltung eines Mindestpreises zu einer Beruhigung des Marktes und insbesondere auch zu einer besseren Planbarkeit. Man kann halt das eigene Portfolio besser strukturieren: wenn einem alle paar Monate die vermeintlichen High-Ende-Produkte als Ramschware wegbrechen, kann ich letztes nix mehr steuern.


    Negativ ist das nur für den Verbraucher, der hofft, dass Preisbrecher nach dem Aldi- oder Ikea-Prinzip die Branche mit Preiskämpfen überziehen: Vordergründig ist das natürlich immer erstmal gut für den Verbraucher, auf lange Sicht zahlt dieser aber darauf: dann ist zwar seine Snare 75 € billiger, dafür müssen seine Steuergelder für noch mehr Arbeitslose herhalten.Und am Ende werden die Preise auch doch wieder erhöht und es ist dann kein Konkurrent mehr da, der dagegen halten kann.


    2. Bei horizontalen Absprachen wollen Konkurrenten auf gleicher Ebene (bsp. wie hier Händler untereinander) Preise vereinbaren: dem Verbraucher wird so die KaufAlternative entzogen, in dem der Markt einheitlich im Gleichschritt Preise erhöht und verringert. Der Verbraucher hat so keine Möglichkeit mehr, überhaupt an ein günstigeres Angebot zu gelangen. Der Markt schützt sich vor den Unwägbarkeiten der Verbaucherentscheidungen. Man kann das entweder in Gleichschritt machen (wie hier) oder aber - wie lange Zeit bei Saturn Hansa und Media Markt - sich hinsichtlich der Sonderangebote zeitlich abstimmen. Der CD Player ist dann halt 6 Monate bei Media Markt extrem günstig, die nächsten sechs Monate ist Saturn wieder an einer Reihe. Der Verbraucher wird so das ganze Jahr über mit scheinbaren Sonderangeboten gelockt.

    Zunächst zum Letzteren:


    Zitat aus dem verLinkten Bericht:

    "Weitere mutmaßlich an vertikalen Preisabsprachen beteiligte Hersteller und Händler von Mu- sikinstrumenten und diese ergänzenden Produkten wurden bislang wegen deren im Vergleich zu den o.g. Unternehmen geringeren Marktbedeutung und Tatbeiträgen aus Opportunitäts- gründen nicht verfolgt."


    Deine Hoffnung, insoweit durch Meidung der genannten Firmen auf der "guten" Seite zu stehen, ist damit dahin: alle anderen machen es offensichtlich auch, die waren nur zu klein, als dass es sich gelohnt hätte.


    Und zum ersteren: den Kleinen wurde in dem Fall nix weggenommen (jedenfalls bei den Fällen der vertikalen Absprache). Die Preisabsprache ging ja nach unten zum Mindestpreis, der nicht unterboten werden sollte. Damit wird eigentlich der gesamte Markt gestützt, und die Kleinen profitieren mittelbar, weil kein Grosser sie ständig unterbietet.


    Mit der Gier etc würde ich daher im Falle der vertikalen Absprache nicht zwingend so sehen. Die horizontalen Absprachen sind schon eher gierig und das betrifft den Verbraucher auch direkt.

    Interessantes Thema, meine Gedanken, jedenfalls zum Ausgangsthema:


    I. Ich denke, dass Kunst- bzw Musik-Konservatorien schon immer in gewisser Weise leblos und starr waren, der Entwicklung der Kunst selbst hinterherhinken und nur einen vergangenes Bild der Realität zeichneten bzw nie auf der Höhe der Zeit waren.


    Es liegt wohl in der Natur der Sache: Konservatorien dienen in erster Linie der Vermittlung von Wissen und Technik, nicht von Ideen, sie vermitteln Erkenntnisse, die notwendiger Weise in der Vergangenheit liegen und keine ungesicherten, spannenden und ungeprüften Entwürfe in die Zukunft hinein.


    Zudem kennen wir es ja auch aus anderen Themengebieten, dass nämlich alles, was zerlegt, observiert, bis ins Kleinste untersucht und wissenschaftlich seziert wird, am Ende immer auch einer gewissen Leere anheimfällt und dann nur noch recht unspannend, siechend und un-hip daherkommt.


    Die ganz großen Ideen, Entwicklungen, musikalisch als auch sonst, kamen ja immer schon von den Eigenbrötlern, diesen Nerds, den Einzelgängern, die sich im Leben herumtreiben und eben nicht auf der knochigen Schulbank sitzen bleiben, die nicht nur Notengymnastik betreiben, sondern Gefühle kreieren, manchmal sogar ein Lebensgefühl einer ganzen Generation auf den Punkt brachten. Bei Lichte betrachtet waren diese ganzen Erfinder zwar auch oft nie ganz vom Himmel gefallen (mehr als man denkt hatten zumeist irgendeine musikalische institutionelle Ausbildung), aber die schönsten Blumen finden sich halt nicht am Rand des ausgetreteten Pfades, sondern in den Untiefen dessen, wo noch niemand war.


    Konservatorien sind daher systemimmanent die Orte, wo Noten als Atome begriffen werden und nicht als Geschichten: diese haben schon immer die anderen erzählt, nämlich die Musiker selbst.


    II. Aber vielleicht treibt einen bei solchen Gedanken auch eher um, dass gar nichtmal die Konservatorien, sondern die Musik als Ganzes ihre Bedeutung zunehmend verliert.


    Den Eindruck habe ich tatsächlich auch:


    Musik wird zunehmend irrelevant sowohl im individuellen Leben als auch im gesellschaftlichen Kontext.


    Im Wandel befand sich Musik zwar schon immer, aber nun scheint dieses gedachte perpetuum mobile irgendwie tatsächlich seinen Spin gänzlich verloren zu haben, wobei wir natürlich ganz gerne vergessen, dass dieser erhebliche Stellenwert von Musik – so wie wir ihn kennen – auch grade mal nur knapp 1 Jahrhundert alt ist:


    Denn erst die Erfindung des Radios machte Musik zu diesem fast allzeit verfügbaren und weltumspannenden Kulturgut im Sinne einer im wahrsten Sinne des Wortes weltbewegenden Wirkung: Erst das Radio brachte in den 40igern deutsche Soldaten im WW2 dazu „White Christmas“ zu summen und GI’s bei „Liliy Marlene“ feuchte Augen zu bekommen. Und erst das Radio ließ aus Tupelo/Mississippi einen Sound seinen Siegeszug um die Welt antreten, der die ganze moderne Welt veränderte bzw in rauchigen Jazzhöhlen in Paris schwermütige Existentialisten zu coolen Trompeten-Klängen von US-Jazzern eine neue Weltsicht beschreiben. Schon zu diesem Zeitpunkt in den 50igern zeigte sich ja auch das erste Mal die gesellschaftliche Relevanz von Musik als Vehikel des Aufbruchs, der Aufruhr und der Erneuerung.


    Noch mehr natürlich dann ein Jahrzehnt später, als Musik dann auch noch - erstmalig mit entsprechenden Texten versehen - gesellschaftspolitisches Ausdrucksmittel von ganzen Weltanschauungen wurde. Es folgten die 70iger mit ihrer Musik, die sich selbstverliebt fast ausschließlich um sich selbst drehte und vielleicht grade deshalb zur fast kreativsten Musikphase ever wurde, bis der Punk alles wieder zerlegte und nach dem Auftreten eine kleinen schwarzen Mannes aus Minneapolis und einem zornigem Trio aus Seattle am Ende alles einmal gesagt schien.


    Da stehen wir nun, seit gerundet 30 Jahren und haben keine wesentliche grundlegende Entwicklung der Musik mehr zu verzeichnen. Musik ist auch seit langem fast nur noch ein individuell-separierendes Privatereignis, aber keine echte kulturelle Klammer mehr, unter anderen weil der Lagerfeuer-Effekt des Radios ausgedient hat und das Internet nicht nur kein Ersatz ist, sondern das Gegenteil bewirkt: jederzeitige digitale Verfügbarkeit macht beliebig und damit am Ende irrelevant.


    Und eben auch die gesellschaftliche Funktion ist der Musik abhanden gekommen. Sie dient entweder dem Hintergrundrauschen, der akustischen Verkleisterung von Teenager-Träumen oder aber dem reinen Abtanzen als unemotionalem und eher sportivem Hörerlebnis, aber keiner gesellschaftlichen Strömung mehr.


    Selbst modernste Bewegungen kommen gänzlich ohne sinnstiftende allgegenwärtige Begleitmusik daher, die Eltern der „fridays-for-future“ konnten noch zu „Karl-der-Käfer“ die innere Nabelschau betreiben oder zu "es geht voran" von spät -halb-anarchistischen Befreiungen shouten, die Großeltern von „Black-Lives-Matter“ noch zu Otis Redding „A change is gonna come“ von Veränderung träumen und die 68er zu den stonigen „Rape-Murder-is-just-a-shot-away“ den Bürgerkrieg zumindest wütend imitieren.


    Aber heute ? Angeblich leben wir heuer in der schlimmsten, dreckigsten, undemokratischten und rassistischten Welt aller Zeiten und was läuft im Radio ? Eine Shirin David hält ihren Allerwertesten mal wieder in die Kamera und Farid Bang & Capital Bra betreiben „Kampfsport“.

    .........


    Genau es sollen 16 gleichmäßige Schläge sein und durch den kleinen Zeigefinger kann ich die Kraft bestimmen damit auch jeder Schlag gleich laut ist. Hier ein 30 Sekunden Video aus einer besseren Sicht mit 4/4 Takt und 4 Schläge pro Takt eingestellt, ist das immer noch falsch? 🤷‍♂️


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    Ich will mich hier nicht intensiv einklinken, aber die Notenwerte, die du hier im zweiten Video spielst, sind weder 8tel, noch 16tel, Sondern 32tel. Zwar kommt der zweite Schlag deutlich leiser und ungenauer, aber es sind nunmal 32tel.


    Du spielst auf den achtel Betonungen jeweils 2 x 32tel. Das ist zwar irgendwo auch gleichmäßig, aber eben nicht gleichmäßig über den gesamten Takt verteilt.


    Du spielst 2x32tel, lässt eine Lücke von zwei 32tel, d.h. 1/16, um dann wieder 2 x32tel still zu spielen. so kommst du insgesamt auf 16 Schläge, aber eben nicht gleichmäßig verteilt, sondern du spielst 16/32tel ingesamt.


    Würdest du mit der linken Hand bsp. die Lücke mit 2 x32. ergänzen, hättest du einen wunderschönen Double Stroke 32tel Roll.


    Von daher: hol dir mal eine Metronom App, bei der du Viertel, achtel und sechzehntel einstellen kannst. Damit bekommst du ein Gefühl für die verschiedenen Notenwerte beziehungsweise Subdivisions. Du wirst dann relativ schnell merken, was sechzehntel genau sind. Du hast noch kein Gefühl für Subdivisions entwickelt, das ist nach drei Wochen aber auch noch kein Wunder.


    Aber du kannst dir trotzdem ein wenig auf die Schulter klopfen. Wenn auch ungewollt hast du dir gerade schon den grundsätzlichen Bewegungsablauf für den Double Stroke - zumindest in Ansätzen - beigebracht. Dieser besteht nämlich exakt aus einer arm- bzw. Hand- Bewegung, bei der man dann den zweiten Schlag entsprechend auf kurze Entfernung aua dem Handgelenk oder den Fingern nachsetzt, am besten mit Ausnutzung des Rebound.


    Später wirst du dann feststellen, dass man den 2ten Schlag viel deutlicher Akzentuieren musst, um eine gleichmäßige Schlagbewegung hin zu bekommen. Der Doppelschlag besteht nämlich nicht aus dem ersten Schlag als Hauptschlag und einem lediglich nachFedern des zweiten, - diese Technik führt immer zu unbefriedigenden Ergebnissen -. Der Doppelschlag erfordert zwei gleichmäßige Schläge pro Hand. Auch der zweite Schlag sollte daher richtig "ausgeschlagen" werden., wenn auch mit einer leicht anderen Technik . Dies bekommt man - psychologisch - am besten hin, wenn man sich als Akzent auf den zweiten Schlag konzentriert. Aber da wirst du dann noch von selbst hinkommen.


    Jetzt gilt es erst einmal, ein Gefühl für die verschiedenen Notenwerten zu bekommen, sprich für Viertel, achtel und sechzehntel. Und diese Notenwerte dann mit einer halbwegs flüssigen Bewegung hinzu bekommen.

    Bei Openair und unabgemikt gilt der alte Film-Titel: "Gone with the wind", daher:


    Snare: Emperor x oder Emperor x Black Suede: Du brauchst Volumen und Sensible Ansprachen ala Ambassador oder andere Feinschmeckereien kannst du openair ohne Mics in die Tonne treten.


    Toms: klarer Tip: mach die Resonanzfelle ab und spiel einfellig, so bekommst den Attack, den du in dem Akustik-Surrounding brauchst. Auch hier eher schwerere Felle, in jedem Fall klare wegen des besseren Attacks.


    BassDrum: so gut wie keine Dämpfung, diese nur soweit, als dass Basketballspieler mitmachen wollen, wenn du kräftig genug spielst, halte das Reso geschlossen, ansonsten normal mit Loch, auch hier würde ich lieber auf klare felle setzen wegen des grösseren Attacks.

    Also ich find speziell das Police-Cover extremst gelungen, grade weil nicht alles 1:1 kopiert wird und trotzdem alle Fills, Breaks und insgesamt das ganze Feel 100% passen. Sowas ist ja meistens sogar anspruchsvoller, weil man das erst kann, wenn man den Song bzw. den Stil grundsätzlich "verstanden" bzw "gemasterd" und eben nicht bloß nachgespielt hat.

    Kann auch das mit dem "Kämpfen" nicht nachvollziehen, im Gegenteil: Es stellt sich der Einruck ein, als wenn der hier "Drummierende" (so ist es glaub ich neuerdings nach Gender-Sprech befohlen) locker jederzeit noch ne Schippe drauflegen könnte. Klingt alles herrlich frisch, wirklich toll !!

    Ja, jede ungewohnte Körperbewegung kann natürlich anfänglich zu Verspannungen führen, das allein wäre jetzt nicht ungewöhnlich.


    Vielleicht hilft das ein wenig:


    - French Grip ist im wesentlichen wirklich ne reine Fingertechnik und ungeeignet für Wirst/-Handgelenks-Schläge: Das HG funktioniert in dieser Haltung nicht vertikal. Daher wirklich nur Fingerbewegungen, keine Wrist-Shots.


    - Anfänglich sollte man alle Übungen gleichmäßig und langsam machen, ersteres ist viel wichtiger als zweites. Und ruhig auch alle Finger einzeln einbeziehen, statt alle immer zusammen.


    - Ruhig auch nicht nur auf Snare oder Pad spielen, auch auf anderen Spielflächen mit weniger Rebound: Da der Rebound nicht so schnell kommt, hat man mehr Zeit, die Schläge langsam zu machen und den Köper langsam dran zu gewöhnen, ohne sich am Anfang zu überfordern. Ausserdem trainiert es etwas die Ausdauer.


    - Nicht zu schwere Sticks nehmen: Was im normalen Trommel-Trubel okay erscheint, kann sich bei Technikübungen dann doch als zu schwer entpuppen.Daher: Nicht gleich die Sticke wechseln, wenns nicht klappt, aber schon drauf achten, ob man gewichtsmäßig die Finger nicht überfordert.


    - Und: Nicht den Griffpunkt Zeigefinger/Daumen zu stark anspannen. Teilweise neigt man beim French Grip schnell dazu (Gerade am Anfang ), den Stick dort geradezu "festzuschrauben", weil er einem insgesamt zu lose erscheint. Aber die zu feste Haltung des Sticks an der Stelle tötet den FrenchGrip ab, der ja davon lebt, dass der Sticks frei schwingen können. Grade beim Spielen auf Toms ist das dann oft der Tod im Topf: Viele denken, dass sie einfach fürs Setspielen nicht genug Übung haben oder der schwächere Rebound der Toms dafür verantwortlich ist, dabei ist es nur der Stick bzw die Hand, die beim Übergang auf die Toms wegen der unsicheren Haltung schnell "zu macht" und ab da keine vernünftige Bewegung mehr zulässt.

    Ambitious Dann würde ich dabei bleiben. Es hat doch keinen Sinn sich etwas beizubringen, was keinen Nutzen bringt und nur Quält.

    Ja, hab’s auch aufgegeben, vor allem da ich weiß, dass mein German Grip gut ist (hat mir mal ein Schlagzeuglehrer in ner Probestunde gesagt).

    Ach, man sollte allem eine Chance geben und sich intensiv auch mal mit dem beschäftigen, was anfangs etwas sperrig ist.


    Ich halte den French Grip als Universal-Grip, insbesondere bei grösseren modernen Sets auch für vollkommen deplatziert und gerade bei Anfängern sogar für etwas gefährlich, er hat aber doch bei bestimmten Sachen unbestreitbar seine Berechtigung und da auch seinen ganz eigenen Charme: Insbesondere aber habe ich durch Beschäftigung mit dem French Grip unheimlich viel gelernt über Finger Technik, was ich dann beim German Grip entweder direkt anwenden bzw übernehmen konnte bzw viel besser hinsichtlich der Unterschiede verstehen konnte, sodass sich meine Finger-Control beim German Grip extrem verbessert hat.


    Schreib den French Grip daher nicht völlig ab: er ist ein Verführer, aber wenn man ihn in seine Schranken weist, ein gute Leiterstufe. Und bzw Leiterstufen gilt: nur die, die man unter und hinter sich lässt, lassen einen hoch hinaufsteigen.

    Ich denke, es ist so, wie von einigen ja hier auch schon beschrieben:


    Es ist zunächst eine "Feeling"-Sache. Wer den Traditional-Grip spielt, sitzt anders am Set, fühlt sich lockerer und lässiger. Der Effekt ist nicht zu unterschätzen. Ich stell den bei mir jedenfalls fest.


    Manche Sachen macht man beim Traditional auch intuitiv anders und besser: Der Stick bleibt immer dichter am Fell und die Drehbewegung der Hand ist intuitiv leichter spielbar als der in Sachen Bewegungsablauf im Verhältnis etwas aufwändigere German Trip.


    Und Dave Weckt wies in seiner letzten Online-Session nochmals auf einen weiteren Vorteil hin: Mit Traditional kann man unbestreitbar leichter softere Sachen spielen, den Tip mehr einbinden und dynamischer agieren.


    Letztlich ist der Traditional, grade bei lauterer Spielweise und größeren Sets auf Grund des dann doch eingeschränkten Radius aber mE etwas antiquiert. Er ist ja auch aus der Not geboren und fürs Set übernommen wurde, und das in einer Zeit, wo es bsp. das "High"-Hat noch gar nicht gab, sondern nur den "Low-Boy". Für openHander ist er eh' Käse und kontraproduktiv, da man sich die gewonnene Freiheit mit der rechten Hand mit dem Traditonal ja wieder zunichte macht. Ich kenn keinen Openhander, der dauerhaft Traditional spielt, weder Cobham, noch Lenny White, auch Sir Simon nicht, es macht auch einfach keinerlei echten Sinn.


    Und Lexi's Einwand mit der Sitzhaltung wiegt auch einigermaßen schwer: Alle diese Drummer sitzen tatsächlich nach links unten gebeugt und haben iE Haltungsschäden. Im übrigen haben wohl sowohl Weckl. Colauita als auch Gadd sich letztens über die Spätfolgen des Traditional wohl beklagt und ausgetauscht (in irgendeinem Internationalen Drummerforum wurde das jüngst diskutiert, weiß nich mehr wo). Diese Drehbewegung unter schwerpunktmäßiger Einbeziehung des Daumensattelgelenks scheint nach Jahrzehnten dann doch seinen Tribut zu fordern.


    Entscheidendes Contra für mich persönlich ist aber einmal der Setaufbau, insbesondere die Snareposition, die mE bei dem Traditional einfach anders sei muss als beim German Trip etc.. Ein Setaufbau, der für beide Grips gleichermaßen funktioniert, ist irgendwie mit Fisch nicht Fleisch. Und es ist einfach ein schon andere Technik, die natürlich auch so geübt werden muss. Man braucht viel Zeit dafür, mit beiden Techniken auf einem Level zu sein.


    Ich sehe es einfach an als ein Tool mehr im Werkzeugkasten.