Beiträge von Seelanne

    Zitat von »seelanne«
    In der Tat: Da die Handgelenke „schräg“ eingehängt sind und die Sticks bei natürlicher Haltung sodenn auch nicht nach vorne, sondern nach innen zeigen, haben „Über-Kreuz-Spieler“ bei schnellen 16tel auf der HH bzw bei 8tel in hohen Tempi Vorteile gegenüber open-hand-Spielern (ausnahmweise) (Auch zusätzlich deshalb, weil da auch Noch die Arm-Rück-Bewegung so natürlicher ist."
    Diese Aussage leuchtet mir auf den ersten Blick nicht ganz ein.
    Wenn die HiHat OHP erstmal läuft dürfte es außer,dass es spiegelverkehrt ist,eigentlich kein Unterschied machen. Abstand Links wie Rechts ist bei mir exakt gleich und die Sticks treffen auch gleich auf die HiHat auf.


    Nein. Da ist nichts spiegelverkehrt. Ohne Photos/Video ist das immer etwas schwer, ich versuch's mal so:


    I. Die Hände sind schräg im Gelenk eingehängt, daher zeigen die Hände bei entspanntem Hängenlassen auch leicht nach innen und nicht nach vorne. Wenn ich jetzt den Stick in die Hand lege und dementsprechend den German Grip habe, zeigt der Stick ebenfalls nicht nach vorne, sondern schräg versetzt nach vorne, der rechte Stick zeigt auf 10/11 Uhr, der linke auf 2/1 Uhr, keiner von beiden zeigt auf 12. Die Stickenden kommen daher auch in der Mitte der Snare bei entspannter Haltung zum Liegen. Das ist sozusagen die Position "0", die entspannteste Position, die man haben kann.


    II. Wenn ich jetzt mit rechts die links stehende Hihat über Kreuz spiele, brauche ich die Haltung des Unterarms und der Hand nicht zu ändern, ich schiebe einfach die rechte Schulter und den rechten Oberarm leicht nach links/vorne. Eine sehr komfortable Position, zumal der Oberarm am Körper bleibt und der Arm so zusätzlich gestützt ist. Im übrigen erhalte ich ganz automatisch beim Anheben des Unterarms die "Möller-Beweung," wenn ich das Handgelebk locker lasse. Richtiger Weise spricht hier Todd Suchermann von einer Zug-Bewegung, denn die Möller Bewegung geht von oben nach unten und umgekehrt, während bei dieser Arm- und Handposition ich den Arm zurück und wieder nach vorne schiebe.


    III. Wenn ich aber Open-Hand Spiele, sieht die Sache anders aus (wobei ich davon ausgehe, dass die HH ungefähr auf 9/10 oder 11 Steht:


    Wenn ich den linken Arm so nach links halte, dass alles andere unverändert bleibt und die Stickspitze trotzdem auf der HH mittig landet, muss ich den Oberarm nach links weghalten und abspreizen, so dass er nicht mehr am Körper liegt. Das ist auf Dauer natürlich ungünstig, weil ich so schnell ermüde und eine schlechten kraftübertragungsweg habe. Im übrigen kann ich in der Position nur schwer die MöllerBewegung machen, weil ich dann nach links oben ausholen müsste. Und jegliche isolierte Handgelenks-Bewegung nach oben ist unmöglich. Das ist nunmal einer der Schwachpunkte des Open Hand player.


    Als Alternative kann ich natürlich den Stick einfach nach vorne halten: Ich schieben den Unterarm also einfach auf die 12 Uhr Position. das machen die meisten Drummer, die oH Spielen. Dann muss ich aber erstens auch das Hangelenk bzw. den Stick im der Hand etwas nach 12 halten, da ich sonst Gefahr laufe, dass ich rechts an der HH vorbeischlage bzw immer noch auf der Snare lande, und zweitens ist jetzt meine Moeller-Ausholbewegung erheblich eingeschränkt: Da die HH ja nicht weit weg steht, ist ein Anwinkeln des Unterames in der graden 90-Grad-Positon erheblich schwieriger als wenn ich den Unterarm schräg nach innen (oder nach Außen) halte. Wenn ich den eingeengten Winkel verbessern will und den Arm etwas weiter weg halte (und die HH etwas weiter wegstelle) bekomme ich dagegen extreme Probleme iim Oberarm (oder die HH ist fusstechnisch zu weit weg).


    Mit dem Problem haben alle openHandedPlayer zu kämpfen. Claus Hessler als Moeller-Vertreter hält tatsächlich teilweise den linken Arm links weg vom Körper, das kann er sich aber auch leisten, weil er eben keine Musik macht, in der man 5 Minuten die HH ununterbochen bei 170 durchrockt. Simon Phillips hat die Probleme nicht, aber der Möllert ja auch überhaupt nicht, sondern lässt das Hangelenk grade. Und Billy Cobham bsp. spielt auf der HH zumeist ohnehin French Grip, aber grade der ist ebenfalls nicht dazu angetan, 5 Minuten durchgeprügelt zu werden.


    Das mit Moeler scheint mir hier nicht zielführend, sind das ja doch 3 bzw 4 strokes in einer Bewegung - das ist eher was für Rolls etc.


    Ich würde mal überprüfen, ob eventuell gar nicht mal die Ausholbewegeungstechnik im Wege steht, sondern die Haltung des Sticks in der Hand, also der Grip.


    Möller, Shank etc. sind ja lediglich auch nur Begrifflichkeiten, die das beschreiben, was man in der Sache mit Schwung-Holen übersetzen könnte: Denn bei allem geht es letztlich darum, irgendwoher Schwung zu holen, in der Regel aus dem Unterarm, mehr nicht. Und da gibt es nunmal nur 2 Möglichkeiten, wie ich das mache: Entweder halte ich beim Schwungholen das Handgelenk grade (dann bekomme ich die typische Upstroke- und Downstroke-Bewegung) oder ich lasse das Handgelenk locker, dann entsteht - ganz automatisch auf Grund physikalischer Gesetzmäßigkeiten - die PeitschenBewegung, genannt Möller-Whip.


    Entscheidend ist aber aber natürlich auch, was in der Hand am Stick passiert, also dort, wo die PS auf die Straße gebracht werden sollen.


    Um auf Geschwindigkeit zu kommen, kann man hier nur den Spivack-3-Point-Grip ans Herz legen. Der Stick liegt schwerpunktmäßig auf dem Mittelfinger, Daumen hält seitlich lediglich leicht dagegen und der Zeigefinger unterstützt die Ab-Bewegung des Schlages und federt die Aufwärtsbewegung des Stick beim Rebound ab. Mit dem Grip kann man eigentlich am besten jegliche Bewegung/Schwung des Armes umsetzen und insbesondere kann man so sehr gut das Handgelenk selber einsetzen (was ja schwungtechnisch ohnehin nur physiologisch eine Tip-Bewegung nach unten machen kann).


    Und hier wäre es auch ein probates Mittel, mal zu überlegen, ob Dir der "Tony-Williams-Grip" helfen könnte: bei diesem Grip halten gegensätzlich zu den üblichen Griffarten Ringfinger und Kleiner Finger in erster Linie den Stick, die anderen 3 Finger diesen nur als KontrollBegleiter und sorgen dafür, dass die Arm- und Hangelenksschwung aufs Fell kontrolliert wird. So kann man die Unterarm-Bewegung in die Hand und in den Stick "schütteln". Entgegen allgemeiner Vorbehalte dienen dabei die beiden letzten Finger nicht nur als Haltepunkte, sondern können und sollen echte Fingerkontrolle ausüben. In den beiden Finger stecken ehebliche Power-Reserven (der kleine Finger ist auch mit dem Daumen verbunden, daher ist der Pinkie ein echtes Power-Paket).

    Ja klar. Olli kann das schon richtig einordnen, so denke ich, dafür kennt man sich hier auch schon zu lange, als dass man hier auf abwegige Gedanken kommen könnte. Auf der letzten - eigenen - Bandbesprechung Bin ich übrigens fast verbannt worden (Weil ich ob der eigenen Leistung geschimpft hatte wie ein Rohrspatz).

    Das positive vorweg:
    Die Snare klingt geil, ich gehe davon aus, dass das deine neue Tama Alu ist. Und die Crashbecken sind ne absolute Wucht:hier gehe ich davon aus, dass das deine neuen 602 Modern Essentials sind.


    Zum musikalischen:


    Superstition: Sänger ist klasse, richtig gut. Wie schon von anderen erwähnt, sind die Gitarren Timingmässig übelst vorne und wahlweise dazu du übelst hinten. Das time geht auch während des Stückes etwas nach unten ab, es wackelt insbesondere bei den Fills. Das sind aber alles nur Sachen, die Ja mit ein wenig mehr Übung des Stücks dann irgendwann sitzen. Du hattest ja gesagt, Das ist so eine One Shot Aufnahme sei: Von daher kein Beinbruch.
    Eingehend würde ich allerdings das konzeptionelle nochmals überprüfen: für mich ist das hier die Bassdrum-Linie, die etwas fehlgeht. Wenn ich das mit der Original Coverversion vergleiche, spielst du hier eine völlig andere BD-Figur als der Drummer dort. Statt feist der Gitarren- und Basslinie zu folgen, lässt du hier die Mitte um die 3 relativ offen und spielst stattdessen ne 1/16 vor der 4. dadurch bekommt dein DrumTrack etwas Funky-hüpfendes, während sich der Rest der Band nun aber dazu entschieden hat, das Ding wirklich durchzustampfen. Lange Rede kurzer Sinn: die Gitarren und Basslinien passen nicht zu den Drums. Deine Kollegen stampfen, du hüpfst. Das passt nicht. Sehr wahrscheinlich hast du im Ohr noch den ungefunkten Track des Originals. Ich würde das jedenfalls ändern.


    Saturday Night:
    Sänger geht nicht, finde es auch immer etwas befremdlich, wenn man jemanden wirklich guten als Sänger im der Band hat, dann allerdings - aus welchen Gründen - auch immer doch noch jemand anders singen muss, obgleich schlechter. Sehr wahrscheinlich geht es um Dinge wie Demokratie. Unglückliche Entscheidung. Ansonsten auch hier Probleme innerhalb der Band mit unterschiedlichen Timing-Vorstellungen. Ich glaub, wir alle kennen das . Aber Gerade weil es so ist, würde ich als Drummer die Phil-Rudd-Strategie fahren: BassDrum wkrklich 4onthefloor durchnageln und dann gucken, ob man was ergänzen kann. Will sagen: zieh die BD einfach auf eins um drei oder auf jeder Viertel durch, damit Das ganze ne Chance hat, besser zusammen zu wachsen. Die Strategie fahr ich jedenfalls immer, wenn ich merke, dass ne Band zu weit timingmäßig auseinander geht. Ich geb dann immer eineN möglichst klaren, einfachen Puls, damit die sich damit daran orientieren können. Wenn das dann halbwegs steht, kann man immer noch variieren.

    Auch die Betrachtung ob man z.B. Open Handed oder Gekreuzt spielt, Schränkt bestimmte Bewegungsabläufe/Spielweisen zumindest ein.
    oder kann Ergonomie und Haltung, ganz unterschiedlich beeinflussen.


    In der Tat: Da die Handgelenke „schräg“ eingehängt sind und die Sticks bei natürlicher Haltung sodenn auch nicht nach vorne, sondern nach innen zeigen, haben „Über-Kreuz-Spieler“ bei schnellen 16tel auf der HH bzw bei 8tel in hohen Tempi Vorteile gegenüber open-hand-Spielern (ausnahmweise) (Auch zusätzlich deshalb, weil da auch Noch die Arm-Rück-Bewegung so natürlicher ist.)


    @m-tree: phantastisches Blink182-Cover !!!!

    Interessant zu sehen, wie häufig Winnie in in letzter Zeit mit der linken Hand zum Match Grip wechselt.
    Dave Weckl hat in einem seiner jüngsten Interviews ja kundgegeben, dass er, Vinnie und Steve Gadd sich in letzter Zeit schon darüber ausgetauscht hätten, wie sehr sie unter Schmerzen in der linken Hand leiden.


    Interessant auch, wie sehr sich Vinies SetAufbau über die Jahre verändert hat. Toms und die Becken sind Über die Jahre alle schrittweise zwei Etagen runter gegangen.

    Aus der Ferne läßt sich bei solchen Dingen immer schwierig Tips gegen, ohne entweder in Kalenderweisheiten auszubrechen oder gleich ganze Bücher zu schreiben. Ich würde folgendes probieren:


    Wenn irgendwas nicht funzt, sollte man erst rausbekommen, woran es tatsächlich konkret liegt. Bei diesem Problem gibt es einen Haufen an Möglichkeiten, was es sein könnte. Es könnte ne falsche Handhaltung sein, ein falscher Bewegungsablauf, Probleme mit der Koordination, die Sitzhaltung, und vieles mehr. Daher folgende Tips, nicht als sofortige Lösung, sondern um das Problem exakt zu orten:


    1. Unteram: Halt den Stick halbwegs fest in der Hand, halte das Handgelenk steif, und versuche die 8tel nur mit dem Unterarm auszuführen, gewissermaßen als wenn du einen Hammer schwingst. Wichtig ist nicht, ob du die 8tel in 160 dabei hinbekommst, sondern ob du annährend aus dem Unterarm auf diese Geschwindigkeit kommst. Wenn ja, alles bene, wenn so gar nicht, liegen die Probleme eventuell im Bewegungsablauf und konkret in der Nichteinbindung der oberen Arm-Sequenz, d.h. Du spielst vielleicht völlig ohne Armunterstützung und der Handgelenks/Finger-Bereich verkrampft auf Dauer, weil die die ganze Bewegung alleine machen müssen.


    2. Das Gleich mit den Handgelenken: Arme auf die Oberschenkel legen, so, das die Handgelenke über das Knie ragen, nun nur mit den Handgelenken die 8tel (in der Luft) spielen . Klappt ?


    3. Das gleiche mit den Fingern. 8tel nur mit den Fingern spielen, entweder in French-Grip-Position oder - besser - in German oder American Grip.


    4. Probiere mal verschiedene Unterlagen/Schlagflächen: Pad, Snare, Handtuch, Kissen, Hihat; geht es es irgendwo besser als bei anderen Schlagflächen ? Wenn du mit weichem Material besser klar kommst und es da klappt, auf starrem Material aber nicht so gut, könnte es daran liegen, dass du zu sehr "in die trommel" schlägst, d.h. zu wenig den Rebound ausnutzt. Man kann zwar auch durchaus auch ohne oder mit wenig Rebound spielen, aber wenn er da ist (und das HH hat nunmal Rebound), entfaltet er ja eine Gegenbewegung vom Fell/HH weg, die du absorbieren musst. Für Spieler, die "in die Trommel" schlagen, ist der Rebound gewissermaßen sogar ein kleiner Feind. Egal, ob du also mit Rebound spielst oder nicht, du musst den Rebound in jedem verarbeiten, d.h. mit dem Rebound besser arbeiten und ihn besser ausnutzen.


    5. Wie willst du die 8tel denn spielen ? Spielst du die 8tel mit der Stickschulter gegen den Rand der HH oder spielt du auf der HH oder spielst abwechselnd Schulter/Rand - Spitze(auf der HH ? Gelingt nur eine bestimmte Variante nicht oder generell nicht ? Dazu folgender Gedanke: In 160 ist es oft so, dass die 8tel gar nicht mal ganz durchgehend zu hören sind, sondern mehr oder weniger verschwimmen: Es ist das was martinelli in Post 26 geschrieben hat.
    Anekdote konkret hierzu: Ich kann mich dran erinnern, dass ich mal bei einer Cover-Sache an einem Track von Steve Jordan lange rumgedoktort habe, wie er den Groove hinbekommt. Das war bei John Mayers Route 66 in der "Cars-Soundtrack-Version". Er spielt da defintiv 8tel, es hört sich aber eigentlich wie ein beständiges Rauschen an mit dem Puls auf den 4tel. 4tel sind aber defintiv zu wenig für den Track. Der Trick ist letztlich ein doppelter: Jordan hat zum ersten eine 15er HIhat, die sind breit, weich und rauschig. Da muss man gar nicht jedes 8tel anspielen, der Groove geht auch so als breites 8tel Rauschen durch, auch wenn er relativ wenig spielt. Er kann sich also den Luxus erlauben, nicht jede 8tel wirklich durchspielen zu müssen. So spielt er denn auch tatsächlich nicht jede 8tel, sondern schlägt in der Regel nur den Hauptpuls an, also die 4tel, und lässt die 4 im off nachticken. Das konnte ich bei meiner zickigen 13er Power Hihat nur bedingt imitieren.)


    6. Vielleicht liegts auch an der Körperhaltung / Koordination: Gelingen denn die 8tel, wenn du die HH separiert ohne alles (Snare, BD) spielst ? In dem fall versuche erst die HH, dann die Snare und dann einfach die BD auf 1 und 3 oder 4onthefloor nacheinander einzubauen. Und erst wenn da alles bene ist, variiert du die BD und siehst was passiert. Wenn du erst später bei Variationen der BD rausfliegst, ist es ein reines Koordinationsproblem, was sich nur bei der HH als erstes zeigt, dort liegt aber dann das Problem nicht wirklich. Da hilft nur üben üben. Etwaig die Sitzhaltung ändern: Es kann sein, dass du einfach zu viel Energie in den Fuß/Bein stecken musst und dadurch den Schwerpunkt im Körper so verlierst, dass der Armbereich leidet und verkrampft.


    7. Oftmals ist es auch eine reine Kopfsache: versuche statt 8tel bei 160bpm, 16tel und 32tel bei 80 bpm zu spielen/üben , sowohl einhändig (die 16tel) als auch mit beiden Händen (die 32tel). Klappt eins davon besser als die 8tel bei 160 ? Dann ist es jedenfalls kein technisches Problem.


    8. Feeling: letzte Möglichkeit ist, das Dir die Geschwindigkeit einfach nicht liegt, entweder, weil du sie einfach nicht gewohnt bist oder aber, weil du einfach nicht weißt, was du außerhalb des Grooves spielen sollst. Man fühlt sich dann ziemlich eingeengt und steif bereits von der Grundhaltung her.
    Das gibts: jeder Drummer/Musiker hat seine "Todeszonen", die gar nicht so sehr was mit Geschwindigkeit zu tun haben. Im übrigen: Es ist noch so lange nicht her, da gab es diese ganzen Allround-Drummer nicht, die alles spielen konnten. JazzDrummer waren JazzDrummer, RockDrummer Rockdrummer, Joe Morello bei AC/DC ging genauso wenig wie John Bonham bei Chick Corea, obwohl beides geniale Drummer waren/sind. Erst in den späten 80igern/90igern kam das auf, dass Drummer gewissermaßen alle Stile bedienen können müssen. Von daher. Vielleicht bist du in den Geschwindigkeiten einfach nicht zu Hause. Und hast insofern einfach kein Feeling dafür. Da hilft dann nur stetes Üben.


    Anekdotisches: 160tel ist bsp auch bei mir früher mal ne Zeitlang ne Qual gewesen, genauso übrigens wie 70 bpm (an 70 bpm doktor ich heute übrigens noch rum). Grund - bei mir - war aber nicht die Technik, sondern ein reines Feeling-Problem, noch genaue ein "Getriebe-Problem": Du kennst diese Geschwindigkeiten beim Autofahren, wenn der kleine Gang zu hochtourig wäre, der nächsthöhere aber zu niedrigtourig ? Exakt das ist bei mir das Problem bei 70 - und früher auch bei 160. Für mich liegen diese beiden Geschwindigkeiten auf meinen persönlichen Getriebe-Schnittstellen.


    Dir viel Glück und Erfolg !

    damit ist ja hier alles gesagt, wenn auch noch nicht von jedem und hier kann dann wohl zu ^^


    Einspruch !


    Ich meine, das Thema des TS wurde noch gar nicht beantwortet. Es geht ja grade nicht um schneller spielen, das Problem scheint zu sein - so wie ich es verstanden habe - dass der TS beklagt, immer wieder leistungsmäßig zurückzufallen unter ein bereits erreichtes Niveau: Das Stichwort ist Beständigkeit und Nachhaltigkeit bzw Konservieren von Schnelligkeit, aber eben nicht das Erreichen der Schnelligkeit an sich.


    Ich finde das ebenfalls als eines der größten Probleme beim Drummen, dass man sehr oft einen Leistungszenit erreicht und dann - sobald man mal ein paar Tage die Sticks nicht in der Hand hat - oder eben die Füße auf dem Pedal - Schwächen zeigt, die eigentlich schon weg waren.


    Zunächst einmal: Allen Musiker geht es so. Insbesondere Musiker, die eben nicht jeden Tag üben können. Ich glaube, dem Pianisten Padereski wird folgendes Bonmot zugeschrieben:
    "Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es; übe ich zwei Tage nicht, merken es die Kritiker und mein Lehrer, wenn ich drei Tage nicht übe, merkt es das Publikum."
    So ist das mit dem Spielen von Instrumenten. Und je nachdem, auf welcher Niveaustufe man sich bewegt, desto stärker werden Lücken im Training merkbar. Wobei oben die Luft dünner ist: Je besser man ist und wird, desto eher fallen Rückschritte oder ein Stagnieren auf, und wenn es auch nur ein momentanes "nicht-gut-drauf-sein ist, was die 100 % verhindert. Oder anderes, aus dem Schach entlehnt: Ein Anfänger kann während einer Kanonade eine für ihn noch solide Partie abliefern, das Spiel eines Großmeisters dagegen kann schon das Summen einer Fliege zunichte machen.


    Therapien gibt es dagegen wenige. Meine wären: Zunächst einmal Dinge auseinanderhalten: Dinge üben im Sinne von "Lernen" einerseits und "trainieren" andererseits. Der gemeinte Unterschied:


    Wenn ich eine Schlagkombination, einen Fill oder einen Groove erlerne, bsp. den Songo, muss ich ihn erst an sich erlernen, dann in verschiedenen Tempi spielen, dann ins eigene Spiel einbauen, bis hin zu dem Punkt, wo er mir ins Fleisch und Blut übergangen ist und ich ihn blind auf dem ganzen Set immer abrufen kann. Hier gibt es immer wieder Rückschläge, bis man die letzte Stufe erreicht hat. Das aber ist reine Übungssache und wird davon bestimmt, wieviel Zeit und Arbeit ich hineinstecke. Insofern ist das wie eine Sprache lernen. Einmal gelernt und gut ist, fast ein wenig wie Fahrradfahren.


    Anders das "Trainieren": Eine Double Stroke brauche ich schlagtechnisch nicht mehr lernen, einen Paradiddle-Diddle auch nicht, auch keinen Outward-Paradiddle oder Swiss Triplet: meine Muskeln und mein Gehirn wissen, wie das geht. Was aber nicht immer geht: meine Sehnen; Muskeln und Bänder sind nicht immer fit genug, jede Kombination in jeder Geschwindigkeit zu spielen. Es gibt Tage, da bin ich eingerostet, Tage, wo ich langsam bin, stotternd, nicht flüssig, nicht in Time. Das hat nur bedingt was mit Übungssache zu tun. Das geht es ja nicht um hirntechnisches, sondern um ein rein physisches Problem.


    Da muss man in der Lage sein, mit relativ wenigen Übungen sich wieder in Form zu bringen, sich so fit machen, dass man die 100 % abrufen kann. Hierzu muss man sich eine persönliche Programm-Routine anschaffen, die es einem ermöglicht, anschließend so bereit zu sein, wie nur irgendmöglich. Dabei meine ich nicht reine Lockerungsübungen oder bloßes "Warm-machen" (wobei das auch immer etwas unterschätzt wird):
    Für mich gehören dazu bestimmte Unteram-, Handgelenk- und Fingerübungen, in denen ich alle Elemente getrennt übe, dann gemeinsam, dann das Durchspielen bestimmter Rudiments für Arme, Finger, sowohl getrennt als auch in den von mir präferiert verwendeten 3 Stickhaltungen.


    Und insgesamt nicht zu vergessen "Beständigkeit": Es ist mE besser, jeden Tag 30 Minuten zu üben, als einmal in der Woche 3 Stunden. Wobei auch eine einmalige Super-Übe-Einheit von mehreren Stunden einen förmlich nach vorne katapultieren kann, aber in Summe und auf Dauer ist das Beständige Arbeiten nachhaltiger.

    Ehrliche Antwort:


    Es ist absolut egal. Qualitativ sind die ungefähr ähnlich. Wenn Du das Ding eh' nur zum Hausgebrauch benutzen willst, dürften auch die Soundunterschiede wenig ins Gewicht fallen (zumal du die Dinger ja eh nicht beide testen kannst und daher eh nie weißt, wie die im direkten Vergleich klingen).


    Also nimm das Gretsch: Das Catalina ist ein nettes Set, hier hast auch auch noch eine Trommel und ein Becken mehr und zusätzlich - für mich - schönere Tomggrößen.

    Tolle Nummer, phantastisch eingespielt !!
    Das klingt sehr frisch, unverkrampft und trotzdem druckvoll
    Sorry, hatte noch mehr geschrieben, aber siehe unten .....


    Ps: mod: keine Ahnung, was hier im Forum los ist. Die Technik klaut mir jedes Mal die Hälfte meines Posts. Dreimal gepostet, jedes Mal fehlt mindestens die Hälfte. Gibt es da einen Grund für ?

    Die allgemeinen Rudiments gibts im Netz zur Genüge als Notationen und als Videos gleich dazu. Bsp. auf der Vic Firth - Seite. Die könnte man verlinken, thats it.
    Im übrigen: Notationen ohne Video oder Audio sind heutzutage etwas antiquiert. Viele Drummer können nicht gut Noten lesen, die sehen sich Notationen erst gar nicht an, wenn da nicht ein Video oder Hörbeispiel bei ist.
    Wenn man dann aber Notationen nimmt, wäre es sinnvoll, - wenn vorhanden - die Originale zu nehmen und nicht die eigenen Notations-Experimente, insbesondere bei Stücken, die Notationssmäßig erschöpfend behandelt sind: "Hell's Kitchen" bsp. ist rund 20 Jahre alt und hinlänglich im Netz ausnotiert vorhanden, da muss man keine Pionierarbeit leisten.
    Ansonsten ist ein Groove-Lick-Pattern-Bibliothek 'ne gute Idee: Entweder nur Notation oder zusammen mit Video oder Link.Ob hier allerdings überhaupt noch hinreichend Member insoweit aktiv sind, wage ich zu bezweifeln. Vor 15 Jahren wäre der Thread noch in 2 Wochen mit 50 Seiten voll gewesen, heute sind die Alten müde und die jungen zu wenig bzw. zu träge.

    Die Suche nach einem neuen SnareStänder Ist bei mir letztens fast zu einer never-ending-story geworden:


    Mein alter Gibraltar Snare-Ständer hatte nach rund 30 Jahren den Geist aufgegeben (das Gelenk-Gewinde war hin), daher musste ein Neuer her. Kurz-Recap:


    Mich zunächst vor Ort für Tama entschieden, kann man nix verkehrt machen. Dachte ich. Kann man aber doch. Zumindest dann, wenn bei TAMA - völlig überraschend - die Endkontrolle offensichtlich Zu oft Party macht: ein Drehgelenk war wacklig wie Opas Wackeldackel auf der Hutablage im alten VW Jetta und beim zweiten löste sich ständig der Feststellring aus Kunsstoff, sodass der Snarekorb nach 1 Stunde weiter und die Snare tiefer war.


    Bei den Pearl - Und vielen anderen - Modellen ist wiederum entweder die Feststellschraube so dämlich angebracht, dass man Houdini-Arme braucht, um die Snare mal eben anders einzustellen, die Gummi-Halte-Endstücke so prominent und klobig , dass man fast die Beine nicht um die Snare bekommt, sind die Füsse entweder viel zu ausladend oder aber der Stand im entgegengesetzten Fall zu wacklig oder aber die Einstellung des Korbes ist - wie beim DW5000 - nicht stufenlos - was mich wahnsinnig macht.


    Letztlich bleiben für mich zwei übrig: entweder eins der Yamaha-Modelle oder aber der hier:


    https://www.thomann.de/de/gibr…9706ua_tp_snare_stand.htm


    Ich bin daher auch zu Gibraltar zurück. Das Ding ist fester als fest, da wackelt nix, er ist durch das neue Unterteil aus Alu deutlich leichter geworden als der Vorgänger mit seiner Wagenheber-Attitüde und das Kugelgelenk dreht nicht komplett frei sondern „nur“ in zwei Richtungen - horizontal und vertikal: ausreichend für die perfekte Einstellung aber nicht so volatil, dass bei Lösen der Schraube einem -am besten noch auf der Bühne bei voller Microfonierung - der Korb wegsackt. Und preislich absolut okay.


    Wie ich Gibraltar kenne, dürfte das der letzte Snare-Stand sein, den ich erwerben muss.

    Schönes Thema, mit Hand-und -Sticktechnik die wohl unterschätzteste Thematik überhaupt: das richtige Sitzen.


    Konkret hier:
    Entsprechend der Aufhängung der Beine im Hüftgelenk sitze ich - wie fast alle - in der V-Position: Ein Bein auf ca- 10/11 Uhr, eins auf 1/2 Uhr. Die Füße/Unterschenkel folgen den Beinen und sind nicht nach innen eingerückt oder verdreht: Die Pedale sind daher auch nicht parallel, sondern ebenfalls in V-Position.
    Entweder ist auf 12 Uhr die Bassdrum und mein Bein und Fuss, dann geht mein Blick auf 10/11 Uhr oder ich sehe gradeaus auf 12 Uhr, dann steht die BassDrum leicht nach rechts, die HH leicht nach links.


    Ansonsten:


    Snare-Höhe: So hoch, dass - wenn ich meine Füße maximal auf die Zehen stelle - auf dem Schlagweg zur Snare nicht meine Beine im Wege sind.
    Entfernung Snare: Snare ganz dicht am Sitz/Bauch. Ich sitze recht aufrecht, nicht nach vorne gebeugt, und meine Arme sind nicht so arg lang (sieht aus wie bei Ian Paice oder Todd Suchermann)
    Sitzhöhe: Idealer Weise Hüftknochen oberhalb der Knie; ansonsten so hoch, dass ich die Toms, die knapp oberhalb der BassDrum sind, bequem "von oben" zu spielen sind
    TomTom: Möglichst flach, weil ich meine, so ein besseres Reboundverhalten der Sticks zu haben, wenn ich weiter von oben auf die Toms spiele, statt "gegen" das Fell, aber natürlich soweit gewinkelt, dass mir nicht der Spannreifen im Wege ist.
    Toms-Entfernung: Maximal Nähe, Sticktechnik leidet unter jedem ca., den der Arm ausgestreckt ist. (Ausnahme: ganz ausgestreckt, dann gehts wieder)
    HH: Pedal etwas näher als das Bassdrum-Pedal, da 13er HH und Arme nicht super lang.
    Genereller Aufbau: Snare, Ride, HH, 1 Crash und 2 Floortoms sind so aufgebaut, dass sie von der "HomePosition" erreichbar sind (bei angelegtem Oberarm), alles andere von Position 2 (leicht abgewinkelter Oberarm), nur 2 Chinas, WaveDrum, Glockenspiel und Percussion-Sachen sind ggnffls. in Position 3-Entfernung).

    Das habe ich auch gefunden. Ich dachte eher auf eine Info auf justmusic.de oder so. Oder hat der MM-Musik-Media-Verlag etwas mit justmusic zu tun?


    ich denke, dass es nicht grade verkaufsfördernd ist, diese Meldung als News auf die eigene Homepage zu packen. Schließlich wirds ja keinen Räumungsverkauf oder dergleichen geben, der Laden schrumpft halt "nur" zusammen, also das Geschäft soll ja weitergehen, geschäftsschädigende Meldungen versucht man da naturgemäß in Grenzen zu halten: So ganz kann man das aber dann wohl nicht durchhalten, allein durch die Mitarbeiter spricht sich das ja dann doch rum, sodass man dann zumindest medial so ein Statement raushauen muss (zumal ansonsten die Gerüchte ja ins Kraut schießen, der Laden mache komplett dicht.).

    .................. Der Sound ist bei der Stickwahl i.d.R. zweitrangig.


    Ich habe auch nicht gesagt, dass man den Stick nach ihrem Sound aussuchen soll, sondern, dass dass der Stick den Sound beeinflusst.


    Ich halte den Stick allgemein soundmäßig für unterschätzt. Dabei liegt diese Unterschätzung wohl in der Natur der Sache und ist gewissermaßen eine sich selbst erfüllende Prophezeihung, weil der Test selbst ja nie gemacht wird:


    Dass wir Sticks in ihrer Unterschiedlichkeit im Sound in der Regel wenig Beachtung schenken, liegt wohl einfach daran, dass wir zwar regelmäßig alle möglichen Felle testen bis die Flöhe husten, aber seltenst die unterschiedlichen Sticks im Wesentlichen ändern: Vielleicht mal 'ne andere Marke, vielleicht 'ne andere Kopfform, aber zumeist bleiben wir beim gleichen Typ und wenn wir mal testen, dann im Laden am Pad und nicht am Set, oder ? Denn Sticks im Laden testen ist mangels Umtauschmöglichkeiten schwierig und online zum Testen gibts auch keine. Man testet sie maximal im Laden am Pad. Wann hast du denn das letzte mal so richtig nen Stickwechsel gemacht bzw am Set - und nicht am Pad - verschiedene Sticks auf Sound und nicht auf Haptik und Handling getestet ?


    Ich habs grade am Donnerstag - mehr oder weniger durch Zufall - gemacht: Es waren insgesamt 21 Stickpaare, die zum Vergleich anstanden.


    Zildjian Trilok Gurtu Signature
    Vic Firth Steve Smith Signature
    Vic Firth Keith Carlock Signature
    Vic Firth D. Garibaldi Signature
    Promark Simon Phillips Signature 747
    Zildjian 5A Dip
    Promark 5A Rebound Active Grip
    Promark 5A Forward Active Grip
    Regal Tip 5A Lackiert
    Regal Tip 5AX Naked
    Promark 5B Active Grip
    Vic Firth Dave Weckl Signature I
    Vic Firth Dave Weckl Signature II (Evolution)
    Vic Firth 5 A
    Vic Firth 55a
    Vic Firth 85a
    Vic Firth 55ax
    Vic Firth 3A
    Vic Firth Benny Grebb Signature
    Vic Firth Jojo Mayer Signature
    Wincent 55AX


    Nicht alle wiesen starke Unterschiede auf (ein Vic Firth 5 A und ein Promark 5 A unterscheiden sich selbstredend nicht bzw. kaum): es gab am Ende so 3 Gruppen, die in sich in etwa gleich und ähnlich waren, aber eben zur anderen Gruppe sich deutlich abhoben (zumeist natürlich anlog ihrer Stärke, ihres Gewichtes und Dichte): bei der einen klang das Set schlicht shice, insbesondere die Sticks, die für die aktuelle Setbefellung (Vintage Emperor Felle) defintiv zu leicht waren. Die haben die Felle nicht ausreichend in Schwingung gebracht, der gesamte Drumsound war flach, höhenlastig, jazzig, aber zugleich - weil nicht ausreichend hoch gestimmt - pisselig, drucklos, trocken, futzig.
    Die zweite Gruppe war okay und dann gabs ne dritte Gruppe, wo der Sound hörbar (!) sehr gut war. Den Vogel haben hier die Regal Tip 5A abgeschossen. Wie gesagt: In dem Raum, an dem Set, bei den Fellen. Ob die in anderen Räumen bei anderen Akustiken genauso funktionieren, weiß ich nicht.


    Der Unterschied von den "Sieger-Sticks" zu bsp. der ersten Gruppe war jedenfalls diesmal immens und definitiv erheblich größer als der Unterschied bsp. von Ambas zu Emperors.


    PS zur Ergänzung: Die Sticks nehmen natürlich grade auch in Sachen Beeinflussung des Bewegungablaufes mittelbar Einfluss auf den Sound, die Unterschiede sind daher im gesamten Kontext noch größer als bei lediglichen Einzelschlägen.

    Kinders, kein Stress: alles gut: ich hatte Jürgens Post tatsächlich "verscrollt" und Sevens Halb-Schlussatz überlesen: Ich würde aber Sticks in jedem Fall sehr weit oben direkt nach den Fellen einordnen.


    Letztlich aber, da dürfte Einigkeit bestehen, macht die Kombination aus allem den Sound aus und hier kommt das aus meiner Sicht wichtigste ins Spiel, was bislang so ausdrücklich jedenfalls noch nicht genannt wurde:


    Das Gehör und der Musikgeschmack des Drummers. Denn wenn ich nicht höre, wie ich klinge bzw nicht höre wenn ich Scheiße klinge, nutzt mir ja das beste Ausgangsmaterial nichts.
    Ein guter Drummer hört, wie er klingt und wenn er schlecht klingt, ändert er etwas, bis es stimmt (und er weiß auch, wie er es ändern kann, weil er das KnowHow hat und die Zusammenhänge versteht)


    Wenn Steve Smtih auf seiner Stahlsnare am liebsten Fiberskyn Diplomats spielt, macht er es eben nicht, weil diese Felle schlechthin am besten klingen, sondern weil diese Felle seiner Spielweise und seinen sehr leichten und dünnen Sticks am besten entsprechen. Wenn er Sticks mit der Dicke wie die von Gavin Harrison spielen würde, würde er höchst wahrscheinlich ein anderes SnareFell spielen und kein Fiberskyn-Diplomat. Mit 7A Sticks auf einem 16er Floortom mit Evans-Hydraulic spielen bsp. macht auch wenig Sinn. Aber es ist ja alles sogar noch viel schlimmer: Ein schlechter Drummer verrät sich ja sogar schon beim Anschlagen eines Crash-Beckens. 8)

    (Seven: 1+)


    Ansonsten vermisse ich die Nennung von ........... Sticks.


    Oak und Hickory lassen das Set anders klingen als Ahorn, ein 2B klingt anders als ein 7A und selbst die Spitzenform lassen insbesondere Ride-Becken teilweise völlig anders klingen (auch das unterschiedliche Reboundverhalten tut sein übriges im Sound, weil es wiederum meine Bewegungsabläufe verändert).


    Dies sind keine Kleinigkeiten selbst bei Sticks, die in etwa vergleichbar sind. Ich habe grade hier letzte Woche mein Sticksortiment bereinigt und die Erheblichkeit der Unterschied von rund 20 unterschiedlichen Stickpaaren erlebt. Einige waren im Sound einander ähnlich , aber andere auch wiederum erheblich anders.


    Eindeutiger Sound-Sieger war bsp. der Regal Tip 5A: Von Gewicht, Länge und Dicke jetzt zwar auch ein Schwergewicht unter den 5Á, aber generell kein Alien, hebt sich aber trotzdem soundmäßig deutlich von allen anderen Sticks ab. Ist es die Dichtigkeit des Holzes, sind alle Regal Tip 5A so oder nur dieses Paar ? Keine Ahnung, er klingt jedenfalls "besser" (genauer: mein konkretes Set in diesem konkreten Raum mit den konkreten Fellen) als bsp. ein Promark 5B, 5 A, ein Benny Grebb Signature oder ein Vic Firth 3D.


    Also ich würde jedenfalls Sticks in die Liste der relevanten Einflüsse aufnehmen - ziemlich weit oben sogar.

    Alles ziemlich sonderbar und etwas chaotisch:


    1. Also für mich sieht die Handgelenksbewegung nach wie vor aus wie nach verschleppter bzw. chronischer Sehnenscheidenentzündung. Kann mich täuschen, aber diese Schlenkerbewegung bei der geringen Belastung ist nicht so richtig normal und gesund. Du sagst, das Gelenk wird da steif, es schlenkert aber rum, was auf eine gestörte Karftübertragung hindeutet (bsp. Sehnenzerrung). Du sagtest ja mal, du hättest schon ne Sehnenscheidenentzündung gehabt im rechten Gelenk und könntest auch mit dem linken nicht so lange üben, du scheinst also irgendwie Probleme mit den Gelenken zu habe. Demtentsprechend würde ich das mal auch bei der linken Hand mal checken lassen. (Einfache Haustechnik: Nimm die Sticks in die Hand und presse die Hände fest um den Stick, als wenn du ihn ausquetschen willst, wenn du beim Loslassen einen Schmerz spürst, hast du am Schmerzpunkt mindestens ne Reizung).


    2. Was mich zum Punkt bringt: was ich deinen anderen Posts entnehme: Die willst Metal spielen, spielst ne Darwin-Doppelmaschine mit problemlosen 180 bpm, hast dich auch vornehmlich auf DoubleBass konzentriert, hast an andere Stelle mal gesagt, dass du die Vic Firth Metal N Sticks spielst (das sind Hickory-Prügel mit über 16 mm Dicke und haben extreme Überlänge) und möchtest am liebsten Open-Hand spielen, das klappt aber alles nicht so und daher wechselst du oftmals hin und her zwischen den Führungs-Händen. Du hast nach eigenen Angaben vor rund 2 Jahren wieder angefangen (wie lange hattest du vorher eigentlich gespielt und gabs da auch Probleme mit der linken Hand ?), hattest erst ein E-Drum zugelegt, dann doch ein A-Drum. Hast zudem öfters Probleme mit den Gelenken, de echte Arm war sogar mal im Gips. (wegen des Drummens ?)


    Mit anderen Worten: Kann das sein, dass das alles bei Dir viel zu schnell und zu chaotisch abläuft ?


    Denn obwohl alle Tips und Ratschläge hier natürlich richtig gemeint sind und auch ihre fachliche Berechtigung haben: Am viel beschworenen Rebound liegts bei Dir nicht,soviel ist klar. Wir reden hier (gemäß deines Videos) über 8tel-Noten bei rund 100 bpm. Das bekommt an guten Tagen meine Frau hin. Da bin ich in dem Fall bei Member "drumrumköln": Wir reden hier über einfachste Schläge und Bewegungsabläufe, die nicht funktionieren.


    Und bei deiner Stickhaltung und -Handling kann ich mir im übrigen nicht vorstellen, dass das ein Drum-Lehrer abgesegnet hat. Im DetaiL spielst Du alle Schläge aus dem Handgelenk an, wobei alles so aussiehst, als wenn du jeden Moment mit der Push-und-Pull-Technik beginnen willst. Dann bricht es aber ab zugunsten einer reinen Handgelenksbewegung, die dann aber anfängt zu schlenkern. Der Daumen rutscht dabei schrittweise nach oben, sodass du eigentlich 'ne French-Grip-Position einnimmst, mit der aber man nunmal nicht aus dem Handgelenk spielen kann. Trotzdem ist aber bei Dir weder der Unteram noch Finger im Spiel.


    Kurzum: Das ist alles vollkommen unkoordiniert und unausgegoren. Dein Handgelenk scheint gehandicapt, trotzdem lässt Du Unterarm und Finger technisch aus dem Spiel und spielst dazu noch die einzige Stickhaltung, die man nicht aus dem Handgelenk spielen kann.


    Mein Tip 1 wäre daher zunächst, dich ehrlich zu machen, ob das alles bei Dir in richtigen Bahnen läuft. Mir will scheinen, dass du einfach zu schnell zuviel willst und daher in Sachen Technik vollkommen übermotiviert aus der Kurve fliegst.


    3. Wenn das nicht der Fall ist, wäre mein Tip 2.:


    Vergiss alles, was du weißt. Dein Handgelenk ist unter Druck und ist überfordert. Also entferne alles, was Dein Handgelenk belastet. Schmeiß das harte Practice-Pad in die Ecke (das tut ja beim Zuhören schon weh - wer hat eigentlich Drummern jemals erzählt, dass sie auf völlig unzureichend gedämmten Holzplatten rumschlagen ?): das ist viel zu hart für einen offenbar problembehaftetes Handgelenk. Überprüf nochmal deine Sticks und vergiss um Gottes Willen erstmal die ganze Geschichte mit dem Rebound:


    Nix Rebound, nix Basketball. Die Nutzung des Reboundes und seiner Verarbeitung ist eine Technikfrage, wie ich am besten Energie, sprich Schwung, mit möglichst wenig Kraftaufwand aufrechterhalten und anhalten kann. Du hast aber konkret ein ganz anderes Problem: Du hast noch nicht einmal eine vernünftige Ausgangsbewegung, die überhaupt einen vernünftigen Schwung erzeugt. (Das ist auch wohl das, was "drumrunköln" weiter oben meinte). Das Problem der Anhaltens des Schwunges ist jedenfalls nicht dein aktuelles Problem. Im übrigen erfordert die Verarbeitung des zurückschnellenden Sticks erneut Kraft und Energie, mindestens Reaktionsschnelligkeit, die dein Handgelenk derzeit ganz offenkundig gar nicht leisten kann. Dein linker Arm muss erstmal lernen, einen Stick entspannt auf eine Oberfläche schlagen zu können, ohne sofort wieder was machen zu müssen. Es geht um einen einfachen Downstroke.


    Daher mein konkreter Tip (der ist ernst gemeint):


    Nimm dir eine einfache Decke, irgendwas weiches, mit dem du arbeiten kannst. Zieh einen langärmigen Pullover an und zieh die Ärmel des Pullovers über die Handgelenke. Wahlweise kannst du dir auch ein Band um den Handrücken legen und an der Unterseite einmal verdrehen und in die Schlaufe den Stick packen, kannst auch beides zugleich machen. Der Effekt ist der gleiche: Du muss keine Energie mehr aufbringen, die Sticks sonderlich fest zu halten. Und Dein Handgelenk kann sich entspannen und braucht sich nicht zu bewegen, Du kannst den Stick fast ganz lose halten, ohne dass der wegfliegt oder runterfällt. Dreh die Handrücken ganz nach oben, nicht den Daumen (German Grip.). Dadurch wird der Stick durch den Pullover / Schlaufe nach dem Schlag dann im übrigen automatisch wieder nach oben gedrückt.


    Im nächsten Schritt fängst du jetzt an, lediglich mit den Unterarmen Schläge auszuüben, auf die Decke, langsam. Mach das in der Geschwindigkeit, die für dich angenehm ist, von mir aus in Zeitlupe, kein Metronom. Halte dabei die Handgelenke grade bzw., steif, keine eigenständige Bewegung mit den Handgelenk (!). Mach Schläge mit links und rechts gleichzeitig, abwechselnd und Flams. Beobachte, was für ne Rückmeldung du aus den Armen und aus dem Händen bekommst. Halte bei den Schlägen die Sticks möglichst locker. Nutze die langen Ärmel bwz. die Schlaufe aus, dass der Stick nicht wegfliegen kann. Halte den Stick nur leicht mit Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen. Die anderen Finger liegen entspannt um den Stick.


    Werde allmählich schneller, so schnell, wie du noch entspannt die Unterarme bewegen kannst. Und versuche, das schnellere Tempo möglichst lange zu halten. Beobachte dabei und bekomme ein Gefühl dafür, wie der Stick in der Hand bereits vor dem Auftreffen auf der Decke in Bewegung gerät. Es ist gewissermaßen eine Pendelbewegung mit dem Zeigefinger/Mittelfinger/Daumen als Angelpunkt (Fulcrum) (wenn du das Band mit der Schlaufe hast, ist die Schlaufe dein Angelpunkt). Versuche nach und nach, beim Auftreten des Sticks auf die Decke die Hand offen zu haben, d.h. die Hand öffnet sich leicht und schließt sich sich wieder, wenn der Arm nach oben geht. (Später ist dieses Schließen der Ausgangspunkt für den 2ten Schlag des Upstrokes bzw. beim DoubleStroke)


    Das wäre so mein Ausgangspunkt, um Dein Handgelenk mal aus dem Spiel zu nehmen und die Unterame und die Finger ins Spiel zu bringen. Schau, ob Dir das was bringst. Wenn das auch nicht geht, scheint es ein Koordinationsproblem zu sein. Wenn es geht, versuch nach und nach wieder das Handgelenk ins Spiel zu bringen. Das oben ist ja nur ein Ausgangspunkt. Wenn das dann aber auch möglich ist, scheint es tatsächlich eine physiologisches Problem zu sein, dann kann nur ein Arzt oder ein gutes Physiotherapeut entscheiden, ob das lösbar ist oder nicht.


    4. In jedem Fall würde ich mir einen GUTEN Lehrer suchen. Der bisherige scheint jedenfalls das, was Du brauchst, nicht drauf zu haben. Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, wie ein Lehrer nach rund 2 Jahren diese Ergebnis generieren kann. Geld zurück wäre da ja noch ein freundliche Alternative. Hinterfragung der Berufswahl wäre angezeigter - oder aber: siehe oben: Der Schüler macht eventuell gar nicht das, was er soll. :P Aber das musst Du selber beurteilen :)

    Okay, das ist ein Tiefschlag:


    Das erste Equipment bei JustMusic hier in Dortmund, damals noch Musik Jellinghaus, habe ich 1979 gekauft. Seither habe ich alle meine Sachen dort erworben, kenne alle Verkäufer, einige sind sogar noch aus den 80iger dabei, haben ihre Lehre noch unter altem Firmennamen gemacht, der Rest ist seit Anfang der 2000er dort.


    Das tut mir für die Truppe sehr leid. Insbesondere die Drumabteilung war äußerst kompetent, immer auf der Höhe des Geschehens in Sachen neues Equipment und viel Erfahrung.


    Oft bin ich einfach mal auf gut Glück vorbei und hab nachgesehen, ob was Neues reingekommen ist, man hat gefachsimpelt, News durchgehechelt. Der Laden gehört gewissermaßen zu meiner eigenen Biografie, mit dem PKW rund 6 Minuten entfernt.


    Die Gründe sind, denke ich, schnell aufgezählt, wir alle kennen sie:


    # Immer weniger Leute machen Musik: die geburtenstarken Jahrgänge sind in die Jahre gekommen - die Alten, die Geld haben, haben alles und kaufen immer weniger, und von den Jungen gibts immer weniger, sowohl absolut als auch zuwenige von denen, die Muzak machen und hierfür ein richtiges Instrument benötigen


    # der Online-Handel als zu große Konkurrenz


    # die Sucht der Käufer nach "Geiz-ist-geil" und ihre Schizophrenie dabei: am Montag für höhere Löhne demonstrieren und Dienstags in der Betriebsratsversammlung die großen Reden schwingen, am Freitag dann dem lokalen Musikhandel mit stundenlangem Instrumententest nebst anschließendem Plektron- oder StickKauf auf die Nerven gehen, um dann am Samstag beim billigen Online-Handel das beste Schnäppchen zu bestellen.


    # zusätzlich Einbruch der gesamten Musikbranche durch Corona


    # allgemein steigende Kostensituation über die Jahre


    Das alte Lied, die Pleite hat immer 3 Väter: zu wenige Nachfrage, zu große Konkurrenz und zu hohe Kosten


    Und es stimmt ( Gerald:( Irgendwann war es soweit, dass man bei Frage nach dem Preis direkt im Netz nachgesehen hat beim großen T und die Preise - ungefragt - übernommen hat. Das merkte selbst der in solchen Dingen unbewanderte Vollhonk: Hier stimmt was nicht und das kann nicht gut gehen.


    Das Schlimme: Die Aktion ist nur stellvertretend für vieles, was derzeit seit einigen Jahren hier im Land abläuft, nicht erst seit Corona. Naja, wieder einige Hundert Mitarbeiter mehr arbeitslos, allein in Dortmund dürften es bei 2 Häusern so ungefähr 40 Kern-Mitarbeiter sein. Das große Sterben: Drum-Center in Bochum hatte letztes Jahr dicht gemacht jetzt gibts hier in der Ecke nur den kleine Ernie's Musikladen in Witten.


    Man fragt sich, wer in Zukunft den ganzen Zauber hier in unserem Land eigentlich noch bezahlen soll, wenn die Nettosteuerzahler nicht nur immer weniger werden, sondern sogar noch ersatzlos von der Geber- auf die Nehmer-Seite wechseln. Naja, aber "kluge Leute" haben mir mal erzählt: "mach dir keinen Kopf, wir habens doch und sind ein reiches Land. Wer, wenn nicht wir, kann das alle schultern."