Beiträge von Seelanne

    Wie wenig Selbstachtung kann man haben um sich seine Glaubhaftigkeit mit so einem peinlichen Video zu zerstören!?
    Ich bin jetzt etwas enttäuscht vom Herrn Brand.
    Ich konnte das Video nicht länger als 30s ertragen. Als der Begriff Bluetooth viel musste ich ausschalten.
    Mein lieber Scholli! Was für ein Scheiss. Alter Wein in noch älteren Schläuchen.

    Naja, Herr Brand's Selbstachtung wird wohl von seinem Geldbeutel bestimmt, denn im Gegensatz zu uns, jedenfalls zu mir, muss er damit seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie verdienen und das tut er nunmal nicht, wenn er uns erzählt, wie Shice die Rolands so sind. Deswegen seien wir mal etwas großzügiger, oder ? Von der Lobpreisung der sicherlich auch von ihm geschätzten A-Drums dürfte er jedenfalls seine Miete nicht bezahlen können. Wer nach Glaubwürdigkeit in Sachen Werbung fragt, hat mE das Spiel nicht verstanden.

    Ernsthaft, wer kauft sowas?

    E-Drums kaufen Leute, die nicht jeden Tag in den Proberaum fahren können und zu Hause daddeln wollen, ohne sich regelmäßig eine Ruhestörungs-Anzeige seiner Nachbarn anzutun oder schlicht die Nerven ihrer Umgebung schonen wollen, Leute, die auf aufwändige Computerlösungen keinen Nerv haben, Leute, in kleinen Clubs spielen, und nicht ständig ihre A-Drums-Snares und Toms wie Christo verpacken wollen, um sie Lautstärke-technisch abgedämpft zu bekommen, Leute, die vielleicht auch soundtechnisch flexibel sein wollen bzw. müssen und Leute, die, wenns keinen Bock mehr macht, zumindest noch gebraucht ihr EDrum-Set wieder loswerden wollen. Achja, und Leute, die vielleicht nicht ganz so talentiert sind wie Weckl, Colaituta & Co, aber trotzdem einfach etwas Spaß haben wollen.

    Zitat von »ant0n«




    ...was wäre denn eine Alternative zu einem Ähnlichen Preis, die nicht so schrecklich klingt?

    Zum Beispiel einTama Silverstar Standard mit einem schönen Beckensatz
    Oder ein gebrauchtes Force2000 und 1 Jahr Proberaummiete.
    Wenns kein Schlagzeug sein darf auch ein MiIllenium edrum mit vernünftigem Drumsampler
    und 30 Stunden Untericht.

    Naja, eine Tama Silverstar mit einem schönen Beckensatz wird über das Roland hinausgehen, jedenfalls dann, wenn der Beckensatz wirklich "schön" sein soll. Und nach den 30 Unterrichtststunden steht man, wenns keinen Bock mehr macht, auch da und kann sein "Millenium edrum" in die Presse geben und verschrotten, weils auf dem Gebrauchtmarkt einem keiner abkauft.


    So oder so: Das ganze edrum-Roland-Gebashe nervt. Es gibt gute Argumente für so ein Gerät und gute Argumente dagegen. Entscheiden muss das jeder selber. Alternativen sind nicht wahnsinnig billiger und zumeist definitiv zeitintensiver. Im übrigen bieten die Roland-Dinger umfangreiche Möglichkeiten, den Sound zu ändern und zu modulieren, je nach Geschmack. Okay, der berüchtigte Maschinengewehr-Effekt ist insbesondere bei Snares bei den Kompaktmodulen irgendwie nicht richtig wegzubekommen, aber "so what". Dafür bieten Edrums ganz brauchbare Sound, wohingegen - wenn man ehrlich ist - die A-Drums auch nur gut klingen in einem geeigneten Raum und bei entsprechender Mikrofonierung. Bei 80 % aller unabgemikten Live-Drum-Sounds würde ich sogar sagen: "Herr, schick ein Roland".


    Von daher: Lasst uns mal bei diesem Thema etwas entspannter sein. EDrums sind Edrums sind Edrums. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und wer für sie Werbung macht und damit sein Geld verdient, ist nicht weniger glaubwürdig als jeder andere, der täglich in irgendeinem anderen Job seine Haut zu Markte trägt und damit seinen Lebensunterhalt verdient.

    Photos können schwer täuschen, daher mal eine erste grobe Einschätzung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:


    Mein erster Eindruck ist, dass das gesamte Set extrem tief ist. Die Snare-Kante liegt unterhalb der Oberkante des Hockers. Mich wundert, dass Du Dir nicht sowieso ständig auf die Oberschenkel klopfst, wenn Du du nur die Snare spielst. Du sagst ja, Du seiest 193 cm groß. Bei der Größe - und einen normalen Körperbau und damit entsprechenden Oberkörper und Oberarmlänge vorausgesetzt - müsste da nach meinem Geschmack alles viel höher sein.


    Zum "Aufbauing" sei Dir mal zunächst eine sehr instruktiver Thread ("How to bau auf") mit gleichem Namen hier im Forum benannt.


    Ich selbst empfehle folgende Reihenfolge:


    1. Snare:
    Das sollte die erste Position sein, die gefunden werden muss. Ich empfehle das so zu machen, wie G. Knudtsen in seiner brillianten Videoreihe: Hier das Video, die Snare Einstellung behandelt er von 0:20 bis 1:20.

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    Die Snare sollte also positioniert sein, dass die Unterarme, ausgehend von einer parallel-zum-Boden-Stellung etwas Platz nach unten haben. Dies hat seinen Grund darin, dass Du so etwas mehr Spiel hast, um Schläge voll auszufüllen, die Unteraarme müssen so auch nicht immer grade bzwhoch gehalten werden (was Energie spart) und beim Spielen neigt man nach längere Spielzeit häufig dazu, den Oberkörper etwas nach vorne schieben, dann hat man zusätzlich noch etwas Reserve. Wichtig ist dabei, dass die Unterarme frei schwingen können und die Schläge nicht durch die Oberschenkel abgestopt werden. Das testest Du am besten dadurch, dass du beim Snare-Spiel die Füße auf die Zehenspitzen stellst, und siehtst, ob genug Platz ist. Denn beim BassDrum-Spielen spielen wir ja in den seltesten Fällen ausschließlich mit aufgesetztem Fuß; wenn Du aber dazu übergehst, "Heel-Toe" zu spielen, also die Fussspitzen aufzusetzen, muss genug Platz für die Arme bleiben, damit die nicht blockiert werden.

    Eventuell muss man diesbezüglich dann auch die Sitzhöhe einmal kontrollieren. Hierzu gibt es unzählige Videos im Netz.

    (Und: Du solltest Dich bei Matched Grip und traditionell schwerpunktmäßig entscheiden: Die Snare-Höhe von traditional ist grundsätzlich eine völlig andere (höhere) als bei Matched. Beim Traditional-Grip hat man die Snare auch weiter am Körper.)


    2. Bass-Drum-Hihat

    Das wäre die nächste Position, die es zu klären gibt. Stell die BassDrum und das Pedal so rechts vor/neben die Snare, dass Dein Fuss gut aufsitzt, aber auch Spiel nach oben hast für Heel-Toe (siehe oben). Die BassDrum und das Pedal kannst du ruhig grade nach vorne (12 Uhr) in Richtung eines imaginären Publikums ausrichten, sodass Dein Fuss nicht zwingend deckungsgleich mit dem Pedal ist, sondern leicht nach rechts oben schräg auf dem Pedal ist, da du bei schnelleren BassDrum-Schlägen ohnehin mit der Step-Bewegung mit der Ferse Schwung holst. Du kannst aber auch die BassDrum und das Pedal leicht nach rechts ausrichten, also auf ca. 1 Uhr.

    Die Ausrichtung der Highat dann leicht schräg nach links oben versetzen (Richtung 11 Uhr oder 10 Uhr), dann hast du in etwa den natürlichen Winkel, den die Füße beim ganz normalen entspannten Sitzen auch einnehmen. Unser Becken ist nämlich so montiert, dass beim entspannten Sitzen die Füße leicht nach außen zeigen, genauso wie die Finger bei Entspannung der Hand nicht grade sind, sondern ganz natürlich in "Stickhaltung" nach innen gerollt liegen.

    Die Höhe der Hihat ergibt sich natürlich aus der Höhe der Snare, wenn Du über Kreuz spielst. Da muss Du eine angenehme Lösung selber finden. Entscheidend dürfte dabei auch sein, ob Du die HH auf 9 Uhr neben der Snare haben willst oder eher auf 10 oder gar auf 11 Uhr neben der Snare. Das ist alles abhängig von deinen Arm- und Bein-Längen und -Proportionen und kann Dir keiner übers Internet abnehmen.

    Wenn Du diese drei Positionen geklärt hast, ist eigentlich alles okay. Du wirst noch hundertmal Feinjustierungen vornehmen, das ist klar. Todd Suchermann sagte mal, dass er selbst nach 40 Jahren Karriere zuweilen immer noch glaubt, die richtige Position noch immer nicht gefunden zu haben. Also mach Dir keinen Kopf, wenn es auf Anhieb noch nicht ideal ist. Die Reise ist der halbe Spaß.

    3. Alles andere

    Der Rest kommt nun eigentlich von allein.


    Mein Tip: Bau die TomsToms auf und decke eine Wolldecke drüber, so, dass du die Toms und die Becken nicht konkret siehst. Dann setzte Dich ans Set und beginne zu spielen und lass dich nicht von deinen Augen leiten (die sehen ja nur die Wolldecke als plane Fläche), sondern achte drauf, wo deine Hände hinwollen: Du spielst quasi blind und bekommst so einen guten Eindruck dafür, wo Deine Toms hingehören. Du wirst vielleicht schnell merken, dass deine natürliche Armbewegung hin zum imaginären Tom-Platz überhaupt nicht übereinstimmt mit dem tatsächlichen Ort des Toms, meist merkt man dabei, dass man die Kante anschlägt und so weiter. Justiere das alles so, bis du blind an deinem Set locker sitzt und alles auch blind anschlagen kannst. Das ist dann dein Aufbau.

    4. Anmerkung zum Schluss: Der Winkel Deiner Toms ist schon mal recht ordentlich. Wenn Du aber, was anzunehmen ist, diese höher stellen musst, weil bereits die Snare auch höher ausfallen wird, ist irgendwann mit dem flachen Winkel eventuell Schluss, da du so irgendwann nur noch die Ränder anschlägst, dann musst du die Toms stärker anwinkeln. Versuche da einen vernünftigen Kompromiss zu finden: Flachere Toms sind immer etwas leichter zu spielen, als schräg aufgehängte mit starker Neigung, da dann der Rebound Effekt besser zur Geltung kommt, da man so auf das Fell schlägt und nicht in das Fell. Auch hier gilt es einfach, ein vernünftiges Mittelmaß zu finden.


    Das wären so auf die Schnelle meine 5 Cent.

    EDITH meint bei nochmaliger Betrachtung Deines Aufbaues, dass die Toms insgesamt unnötig weit rechts aufgehängt sind. Zwischen Hihat und ersten Tom ist eine mächtige Lücke: warum ? Zieh alle Toms nach links, so, dass das erste Tom direkt neben der Hihat ist, dann steht deine Snare auch zwischen erstem und zweitem Tom. Bei Deinem Aufbau verdrehst Du dir den Rücken: Einerseits spielst du Snare-Bass-Hihat nach links ausgerichtet, dein Kopf zeigt ja nach links bei dem Aufbau in der Grundposition (in etwa auf 11 Uhr), sobald du Toms spielst, musst du aber nach rechts abdrehen. Das ist unnötig unergonomisch. Lediglich Deine rechte Hand erreicht das erste Tom schnell und das zweite auch noch. Deine linke Hand erreicht aber schon das erste Tom nur erschwert, das zweite dann nur, wenn du den Rücken verdrehst. Und auf dem dritten kannst du doch bequem gar nicht mehr spielen.

    Hy Oliver,


    ich spiele seit einem 3/4tel Jahr die beiden Aero-Splashes von Sabian (8" und 10"), hier mein Eindruck in Sachen Haltbarkeit:


    Habe jetzt mit den Teilen 2 Studiosessions, 3 Auftritte und ca. 20 Proben absolviert und kann keinerlei Materialbeschädigungen, Risse oder ähnliches feststellen. Die machen einen sehr haltbaren Eindruck. Die Dinger sind - das von Dir formierte Air-Splash ist da ja ähnlich - wie bekannt extrem dünn und biegsam. Das hat zur Folge, dass Anschläge zwar sichtbar "durch das ganze Becken gehen", aber eben auch die Abschlagsenergie so offensichtlich gut abgebaut wird.


    Der Vorteil der Teller ist natürlich auch, dass die extrem sensibel in der Ansprache sind und ihr Ton sofort "voll da" ist. Man kommt so gar nicht in Versuchung, voll reinzuhauen: Kaum angeschlagen entfalten sie ihren vollen gewünschten Sound.


    Wenn man da also kein absoluter Prügeler ist, und das bist du ja ausweislich Deiner Videos nicht, muss man sich auch bei diesen "Paperthin"-Becken inkl. Löchern keine Sorgen machen.

    TiP: Ich wollte mir wie Du ursprünglich auch zunächst die Air-Splashes zulegen, fand dann aber live im echten Vergleich im Laden die Aero-Splashes überzeugender. Die sind noch crisper und "white-noisiger", die Air-Splashes haben etwas mehr Body und Ton. Wenn Du die Möglichkeit hast, würde ich Dir daher ein Test der Aero's ans Herz legen, auf YT gibts auch einige Videos von den Cymbals, auf denen man den Unterscheid ganz gut hören kann. Auf jeden Fall viel Spass beim Testen und der finalen Auswahl !!

    @OliverStein:


    Danke Oliver. Ja, auf PurpleChord bieten sie auch eins an. Das Problem mit den Dingern ist einfach, dass die Traditionals trotz Paiste-typischer-Vergleichbarkeit dennoch derart unterschiedlich ausfallen, dass die Bandbreite von "toll" bis "doof" sehr groß ist. Gleichwohl würde ich auch hier ein Auge drauf werfen wollen. Hast Du vielleicht mal 'nen Link ? Gerne per Message. Danke !

    Ich bin derzeit mit folgenden Hölzern unterwegs:


    ProMark 5A - Activ Grip - Maße 565/16 (diamater) - Hickory
    etwas kopflastig, aber schnell-handlicher Stick, durch Activ Grip etwas griffiger als herkömmliche Sticks.


    Promark Rich Diamond Signature Stick - Maße 595/16 - Hickory
    5B-Stick, liegt mit Activ Grip fabelhaft in der Hand. Wenn man etwas größere Hände hat, ein perfekter Stick; sehr ausgewogen, wegen der im Gegensatz zum normalen 5B stärkeren Schulter etwas kopflastiger, was bei kräftigem Spiel ja durchaus seine Vorzüge hat.


    Los Cabos 5A "Yellowjacket" - Maße 575/16 - Hickory
    Mit im Griffbereich gelbem Gummi-"Pariser" überzogener 5A Stick, der deswegen im Handling etwas dicker daherkommt, als herkömmliche 5A. Sehr direkt zu spielen, im Kopfbereich einen Hauch zu leicht. Gibts auch in Maple-Ausführung.

    Vic Firth Tony Royster Jr. Signature Stick - Maße 545/16-1/8 - Hickory
    Etwas dickerer und längerer 7A-Stick. Das Hickory-Holz ist hier recht dicht und schwer, vom Gewicht her kommt er damit einem 5A gleich (53 g). Durch diese Mischung fühlt sich der Stick extrem ausgewogen an. Toller kontrollierter Rebound bei Doubles und Paradiddles mit gleichwohl guter Power.

    Mich würden echt mal die Verkaufszahlen von Paiste interessieren. Im Netz findet man immer wieder ähnliche Kommentare wie deinen, nämlich dass Paiste oft die besten Becken aus dem Programm nimmt. Ist auch mein Eindruck. Aber die werden doch wohl kaum Becken aus dem Programm nehmen, die sich gut verkaufen. Auf meinem 22er klebt innen in der Kuppe noch ein kleines Preisschild: 560 € hat das wohl mal gekostet, vielleicht ein Grund, warum viele das 20er gewählt haben, dass es gebraucht nun wie Sand am Meer gibt. Das 22er sieht man so gut wie nie. Naja, wie dem auch sei. Tatsächlich wollte ich mein 22er Full Ride aus dem von dir beschriebenen Grund gegen ein 21er Full Ride (auch das gibt es!!!) eintauschen, auch zum Verkauf hab ichs deshalb schon angeboten. Es war manchmal einfach zu viel. Gut dass es nie jemand wollte. Ich hab im letzten Jahr meine Technik umgestellt und spiele dünnere Sticks (Maximal 5A). Seit dem ist es wirklich das perfekte Ride für mich. Unter dem Mikro wird es übrigens noch besser.

    Ja, das mit den Verkaufszahlen würde mich auch interessieren. Beispiel grade das Dry Ride wurde damals auch von bekannten Größen gespielt: Chad Wackermann z.Bsp., oder Paul Leim. Ich hatte es mit damals auch zugelegt, weil ich es bei einem Zappa-Auftritt mit Wackermann gehört hatte und mich spontan in das Cymbal verliebte.


    Die Paiste-Politik habe ich ohnehin nie verstanden: Dieses ganze Einmotten von ganzen - erfolgreichen Serien - wie bei den 602 und das dann wieder Auferstehen-Lassen ist mir ein Rätsel. Andererseits werden dann bsp. die Dark Energys rausgebracht, die ich liebe, aber eine Weiterentwicklung findet nicht statt, sodass die diesbezüglichen Rides eigentlich soundtechnisch auch in der Masters Serie aufgehoben wären (auch wenn wohl andere Legierung). Die Twentys werden dann dafür wieder komplett in die Masters überführt, die Modelle bleiben teilweise dabei sogar exakt gleich. Desgleichen bei den Traditionals, die in Sachen größen und Modellen ebenfalls stark gekürzt wurden.


    Ich kann verstehen, dass man im hart umkämpften Markt auch mit der Zeit gehen muss und dem auch mal Sachen zum Opfer fallen, um Produktions-Kapazitäten zu erhalten. Aber insbesondere das ständige Absetzen von bestimmten Größen und Modellen, die man grade erst eingeführt hatte, lässt mich ratlos zurück. Ich bin Paiste-Fan, aber da ist Zildjian einfach konstanter in der Modellpflege.

    ........... So bin ich auf Promark 5A Rebound umgestiegen, mit denen es besser klappt. Allerdings sind die so glatt, dass das Halten deswegen doch wieder zu viel Energie kostet und nicht unverkrampft möglich ist.
    .................. Ich wende mehr Kraft auf, damit die Stöcke nicht wegrutschen als fürs Spielen. Feine schnelle Figuren sind so nur unter großen Anstrengungen möglich.
    Was tun?

    Verstehe das Problem nicht ganz:


    Die 5A von ProMark gibt es doch mittlerweile mit dem "Active Grip", sowohl die Rebound- als auch auch die Forward-Variante. Reicht Dir das nicht gegen das "Rutschen" ? Ich halte diese Activ-Grip-Beschichtung eigentlich für den Königsweg: Extrem angenehm zu spielen, die Sticks liegen wunderbar zwischen den Fingern, da klebt nix, das rutscht nix. Die Sticks wirken wie angewachsen.


    Andere Variante wäre etwaig in Sachen 5A, wenn Du mal die "Yellowjacket" von "Los Cabos" testest. Diese White-Hickory-Sticks haben einen gelben Gummi-Überzug und haben mich, obwohl ich derartige Sachen eigentlich nicht recht mag, überzeugt. Die sind durch den Gummiüberzug natürlich eine ganz klein wenig dicker, als die normalen 5A, liegen dafür aber satt in der Hand. Auch da: Kein Rutschen oder ähnliches.


    PS: Ansonsten könnte man noch auf den Gedanken kommen, nicht nach passenden Sticks zu suchen, sondern das Problem da anzugehen, wo es ist: Nämlich bei den rauen Händen. Da sollte man schon etwas gegen tun können, also nicht nur anlässlich der Drummens; sondern generell.

    .............
    Also geblieben und mein Traumride für lautere Sachen ist das Paiste Signature 22" Full Ride. Bei Paiste-Only stand sinngemäß, dass das Ride die richtige Mischung zwischen "musicality and balls" hat. Das triffts gut, finde ich. Schon definierter Ping, aber trotzdem Crashbar und mit vielen Facetten zwischen Bell und Rand. Viele brilliante Obertöne. Mein Lieblingssound ist der mit dem Tipp nah am Rand. Man hört einen Crash-Sound und den Ping gleichzeitig......


    Das 22er Full Ride ist tatsächlich unterschätzt. Deine Beschreibung passt gut. Das ist sehr lebhaft und ist tatsächlich sehr vollmundig und reich. Ich hatte es mal zum testen da und mir war es auf Dauer zu kräftig, es geht einfach unheimlich schnell "auf" und entfaltet sehr schnell viel Power, mir zuviel. Aber es geht schon extrem in die Richtung meines "Traum-Rides". Das Ding etwas zarter und ich hätte es. Leider ist das 20er keine Alternative, da es irgendwie zu dünn-blechernd klingt. Ausgerechnet das 22er haben Sie aber wieder aus dem Programm genommen. Naja, Paiste eben.

    Nachdem weiter oben Gino Vanelli (mit Mark Craney) gepostet wurde, vielleicht eine kleine Erweiterung des Themas:

    Sänger Gino Vanelli dürfte zumindest den älteren Semestern ein Begriff sein: In den 70igern hatte er seine Hochphase mit seiner eigenwilligen Mischung aus angejazztem Pop, oft mit einer - für mich - nicht erträglichen weichgespült-schwülstigen "Las-Vegas"-Attitüde, Spötter bezeichneten das als Fahrstuhl-Musik auf extrem hohem Niveau. Mein Ding war es nicht.


    Gleichwohl hat der gute Gino unbestreitbar hervorragende Fähigkeiten und stets herausragende Drummer in Petto. Über den leider viel zu früh verstorbenen Mark Craney (der oben in Post 870 visuell zu ahnen ist) über Graham Lear zu dem ebenfalls leider jüngst verstorbenen Enzo Tedesco: Alles extreme Ausnahmekönner.


    Hier mal eine kleine Kompilation von Gino's Drummer, angefangen beim aktuellen:


    1. Reinhard Melz: Melz ist deutschstämmiger US-Drummer, der letztens insbesondere mit "Pink Martini" unterwegs war. Die Aufnahme ist eine Neuauflage von Gino's größtem Hit "Wild Horses". Die Aufnahme stammt vom JAVA-Jazz-Festival 2015, der Sound ist phantastisch, mit Kopfhörern ein echter Genuss. An der Gitarre ist Allan Hinds, den sensationellen Bass spielt Sandin Wilson. Ab 4:35 wirds Birdland-mäßig, ein echter Spass. Melz spielt absolut geschmackvoll und brutal tight.

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    2. Paul Brochu: Ein kanadischer Drummer, der in den 90iger in erster Linie als Drummer des Fusion-Trios UZEB bekannt wurde (mit Ausnahmebassist Alain Caron). Er machte für Gino einige Tourneen. Hier mit einem wunderbaren Latin-Solo (ab 1:17) bis das ganze Ding in eine wilde Jazz-Nummer übergeht, bei dem Vibraphon und Klavier auch ordentlich zulangen. Die Original-Nummer auf der damaligen LP spielte übrigens Graham Lear.


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    3. Enzo Tedesco
    Der Schweizer Ausnahme-Drummer Enzo Tedesco ist leider vorletztes Jahr gestorben. In den 90iger war er Gino's Stamm-Drummer. Videos gibts ähnlich wenig wie von Mark Craney. Hier zwei Videos aus einer dw/ddrum-Live-Perfomance von einer MusikMEsse 1993: Enzo spielt dort zum Sequencer. Ab 6:20 spielt er auch "Brother to Brother" von Gino, das Stück geht dann auf dem zweiten Video weiter. Und zum Abschluss noch seine Interpretation des Drum-Breaks von "Brother to Brother"

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    Edit: Sorry, habe jetzt alle möglichen Varianten getestet, die Videos einzubetten, grade auch mit YT-Tag, klappt irgendwie immer noch nicht (auf die altmodische Weise erscheint zumindest das Video-Eck). Vielleicht sollte man das mal kontrollieren und die Vorgehensweise verkünden oder irgendwo anheften, scheinbar bin ich nicht der einzige, der Probleme hat. Habe die Links daher drübergesetzt.

    Drummer bei Ausübung seines Berufs: Unspektakulärer Alltag. Trotzdem ein Lehrbeispiel fürs Grooven.



    https://www.youtube.com/watch?v=QJhr4yW0S7w



    Wieso klappt das Einbetten von Videos nicht mehr ?

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    [Gefixed - Nimm den youtube-tag statt des video-tags - Gruß mc.mod]

    Die Suche nach dem einzig "wahren" Ride ist bei mir eine ewige Suche nach dem heiligen Gral. Die Ewigkeit ist dabei eine echte Anomalie, da ich genau weiß, was ich will, ich höre es gewissermaßen im inneren Ohr, es aber halt partout nicht finde.


    Konkret:


    # Angefangen habe ich - als Anfänger - Anfang der 80iger mit einem Ufip Medium Ride. Eine "Auswahl" fiel dabei aus: Es war einfach aus der Gruppe der Erschwinglichen das Beste, was die damals im Laden hatten.


    # Ein paar Jahre später wechselte ich auf 20'' Paiste 2002 Ride, ein tolles silbriges Ride, vor allem im Studio. Aber mir auf Dauer dann doch zu höhenlastig.


    # Seit den 90igern stand mir sodennr der Sinn nach etwas trockenerem Sound und ich wechselte zum 21'' Paiste Signature Dry Ride.


    Das Problem:


    Seit rund 15 Jahren geht es mir immer mal wieder auf die Nerven und ich bin seither auf der Suche nach "dem" Ride. Allein: Wenn ich denke, eines gefunden zu haben, nehme ich mein 21'' Dry Ride mit in den Laden und vergleiche direkt: und stelle fest, dass keins besser ist. So geht es seither. Hinzugekommen ist zwar noch ein 20" Paiste Signature Flat Ride, aber das ist natürlich eine Ergänzung, kein Ersatz.


    Das passenste Ride, was ich jemals gehört habe, war ein 22" Paiste Traditional Medium Light Ride. Doch ich zögerte und 2 Wochen später war es verkauft. Das, was ich dann aber auf Bestellung bekam, klang anders und nicht so schön. Nun gibt es die Dinger nicht mehr, danke Paiste !


    Im Laufe der Jahre habe ich zwar so einen ganzen Haufen toller Rides kennengelernt, aber meine Idealvorstellung, ein Ride mit einem Ping ähnlich dem K Custom Ride, aber mit weniger Attack und mit etwas mehr dunklem Rauch, dabei aber nicht so trocken und durchaus mit "Raum", habe ich noch nicht gefunden. Wenn ich aber derzeit ein Ride kaufen müsste, würde ich unter folgenden auswählen:


    Zildjian 20" K Custom Ride
    Zildjian 22" Constantinople K Custom Medium Thin Low - das Ding ist einfach unfassbar schön
    Anatolian 22" Natural Ride
    Sabian 22" Stanton Moore Wide Ride (Crescent Ride)
    Sabian: 21" Ambient Ride
    Paiste 22" Crisp Ride


    (Die Paiste Rides sind ansonsten leider irgendwie auf den Hund gekommen: da finde ich fast nix mehr, alleine der ständige Wechsel des Portfolios oder die ständigen Umbenennungen von altem Wein in neuen Schläuchen geht mir erheblich auf den Allerwertesten).

    Also "auf Sicht" spielen halte ich auch für 'ne schwierig Sache, als Unterstützung ne schöne Sache, aber nur nach Optik spielen ? Okay, die Geschmäcker sind verschieden, aber:


    Die Standard-Apps "Tempo" oder "Pro Metronome" haben eigentlich recht große und komfortable optische Anzeigen. Mit zusätzlichem "Blitz"-Effekt auf der 1 oder wo immer man will, gegebenenfalls auch bei jeder Viertel oder Achtel. Das müsste doch eigentlich reichen, zumal das iPad ja auch ne schon gewisse Größe hat.


    Okay, bei den Programmen handelt es sich um reine Metronome ohne zusätzliche pdf-Funktionen, aber im Ernst: Wer braucht so was ? Spielst du Cover-Sachen nach Noten ?


    In beiden Programmen kannst Du dir jedenfalls 'ne Setlist anlegen mit allen Stücken und allem, was Du metronommäßig brauchst: Alle Taktkarten, als Viertel, als Achtel, als Sechzehntel, mit LED, ohne LED, Zusatz-Blitz auf der 1, gefühlt unzählige Clicktöne usw usw.

    Mach das, was am wenigsten kostet und am leisesten ist. Also wähle die Variante, die Du ja schon selber ins Auge gefasst hattest: Miete Dir 'nen EDrum, wenn möglich.


    Alles andere ist derzeit Unsinn:


    1. Stichwort Lautstärke: Es gibt nichts schlimmeres, als bei jedem Schlag drüber nachzusinnieren, welchem Lebewesen man grade den Hörnerv zieht. Am Ende musst Du eh' alles abdämpfen, Deine ganzes Zimmer entkernen und umbauen und - natürlich - mit Gehörschutz spielen. Vom vielbeschworenen einmaligen und nicht zu toppenden A-Drum-Spielgefühl bleibt dann relativ schnell nix mehr übrig. Dann kannst Du Dir auch gleich ein E-Drum holen.


    2. Stichwort "Leise Spielen": Vergiss es. Leise Spielen ist eine Frage der Technik. Du aber hast noch keine. Später, wenn Du was gelernt hast, kannst Du Dich entscheiden, wie Du klingen willst und ob Du beim Stichwort Dynamik nicht ans Fahrradfahren denkst.


    3. A-Set: Ja, A-Sets sind geil und die wahren Schlagzeuge. Und Edrums sind Spielzeug. Das mag alles sein. Aber ich wandle mal einen Satz von Cher ab; "Auf der Suche nach dem richtigen Set kann man mächtig viel Spass mit den Falschen haben". Will sagen: Ein A-Set ist nicht per se der heilige Gral. A-Sets können richtig Shice klingen. Meistens tun sie das sogar. Insbesondere wenn man noch nicht stimmen kann und mit Billgeimer und insbesondere Billigbecken rumhampeln muss. Dann kommt zum spielerischen Anfängerdasein noch die soundtechnische Voll-Katastrophe hinzu. Die Folge ist eine gen 0 sinkende Motivationskurve. Das braucht keiner.


    4. E-Sets: Entgegen weitverbreiteter Meinung machen E-Drums richtig Laune. Deswegen werden die auch verkauft. Spielzeug halt, genau, macht auch Laune. Das Schöne: Man hat von Anfang an einen Sound, der einen halbwegs anmacht. Man kann Playalongs spielen und üben und üben und üben und den Gehörschutz gibts gratis dazu, ne feine Sache. Der Nachteil: Man lernt nicht, wie Trommeln und Becken funktionieren, man spürt sie nicht atmen, man entwickelt keine Dynamik, der körperlich-physische Aspekt des Drummens bleibt auf der Strecke, man eignet sich wohlmöglich 'ne schlechte Technik an (weil man nur lernt, auf Pads mit maximalen Rebound zu zocken), eventuell fängt man sich sogar bei Gummipads auf Dauer ne Sehnenscheidenentzündung ein. Und EDrums, okay, sehen sowas von Shice aus, aber geschenkt.


    Fazit: Entscheidend ist einfach, zu wissen, wo Du stehst und was Du brauchst. Im Moment bist Du noch nicht einmal Anfänger am Set. Du befindest Dich sogar noch in der Vorstufe dazu: Normaler Weise haben Drummer, bevor sie sich das erste mal ans Set setzen, schon Heerscharen von Kissen und Sessellehnen und Matratzen kaputtgetrommelt und eine Verdachtsuntersuchung auf ADHS hinter sich, weil sie ständig in Rhythmen fühlen und ihr Körper und insbesondere ihre Hände das zum Leidwesen ihrer Umgebung dieser auch ständig mitteilen wollen. Du dagegen hast grade mal die erste Stunde hinter Dir und bist angefixt. Thats it. Und wie Du selber schlauer Weise sagst, bist du dir noch nicht mal sicher, ob Du in 6 Monaten immer noch trommeln willst, oder mit der Freundin eine Paragliding- oder Tango-Kurs belegst.

    Von daher ist die Entscheidung klar: Besorg Dir eine billiges EDrum, optimal im Rahmen einer Miete, und leg los und habe Spaß. In 6 Monaten kannst Du dann mal drüber nachdenken, wie Du weitermachen willst. Ansonsten mach es wie Millionen an Schlagzeugers vor Dir: Hol Dir ein PracticePad oder ein PracticePAdSet, setze die Kopfhörer auf und trommel zu allem, was deine mp3-Dateien hergeben.

    jako:


    "Sitzhöhe" ist eine der ungeklärten Mysterien des Drummens: Manchen stehen fast, angelehnt an den Hocker, andere wiederum haben die Knie fast neben den Ohren.


    Der Tip, den Hocker mit der Sitzoberkante auf Unterkante Knie einzustellen, ist allein schon deswegen als goldene Regel Unsinn, weil das Verhältnis von Unterschenkel zum Oberschenkel und wiederum zum Rumpf bei jedem anderes ist, jeder ist anders gebaut. Wenn ich das machen würde, würde es mir so wie Dir gehen: Ich würde zu tief sitzen. Bei anderen wiederum mag es eventuell passen.


    Die Sitzhöhe ist einfach zu individuell: Manchen brauchen auch eine größere Höhe, um eine entsprechende BassDrum-Technik (HeelUp) zu spielen zu können, andere wiederum wollen HeelDown spielen und sitzen tiefer. Selbst auf das Gewicht kommt es etwas an: Schwere Leute benötigen oft mehr Stabilität und sitzen meist tiefer, Leichtere können die Balance auch halten, wenn sie fast schweben.


    Da Du offensichtlich Anfänger bist, wird sich deine Sitzhöhe ohnehin noch unzählige Mal ändern. Fang also so an, wie es hier bereits hinreichend beschrieben ist. Aber lass "goldene Regeln" das sein, was sie sind: unverbindliche Vorschläge, keine Gesetze. Auch der Grundsatz mit der Gürtelhöhe beispielsweise steht in keiner Verfassung der Drummerpolizei: Es gibt Mensche, die haben lange Unterarme, die müssen tiefer runter, andere wiederum haben kürzere Arme oder möchten die Snare in Sachen Fingertechnik etwas näher haben und stellen sie höher (bsp. Ian Paice). Herauszuknoblen, was denn nun das Richtige für einen selbst ist, ist bereits die Hälfte des Spasses: Enjoy the journey !


    PS: Zum Abschluss doch noch ein Tip: Stell Dir mal einen Spiegel neben das Set und beobachte Dich (oder lass ne Kamera laufen): Wenn Du feststellst, dass Du ständig auf dem Sitz hin und herrutscht, Verrenkungen machts und ne angespannte Köperhaltung hast, ist dein Aufbau falsch. Was Shice aussieht, ist meistens auch Shice.


    Hier noch ein Anspieltips in Sachen Sitzhöhe und Setaufbau:

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    https://www.youtube.com/watch?v=vRZr7iIE8W0
    https://www.youtube.com/watch?v=QNkKgsZVjCQ

    An mir auch. Ist aber okay. Nach 41 Jahren Band-Leben ist irgendwann mal genug. Neil scheint ja auch gesundheitlich angeschlagen zu sein und zumindest keine Live-Auftritte mehr absolvieren zu können. In den letzten 28 Jahren habe sie ja auch grade mal 6 Alben mit neuem Material rausgebracht, sonderlich produktiv war das schon seit längerem nicht mehr. Muss ja auch nicht: Ihre Leistungen in der Muskikgeschichte des Prog-Rock stehen wie 'ne Wand. Wenn ich mir heute ab und an "Exit Stage Live" aus 1981 anhöre, klingt das immer noch frisch wie am ersten Tag und das damalige Trommeln von Peart trotz der rund 40 Jahre, die seither ins Land gegangen sind, auf seine Art nach wie vor beeindruckend, insbesondere vor Hintergrund, dass es seinerzeit keinen Drummer gab, der etwas in dieser Art getrommelt hat.

    Der armenische Pianist Tigran Hamasyan mit seiner wirklich eigenwilligen Mischung aus Jazz-Folk-Rock: irgendwie "Crossover-Heavy-Fusion-", als wenn Dream Theater mit Chick Corea auf ein Konzert der Bulgarian Voices Angelite gehen. Trotz allmöglicher Taktspielereien und Synkopen immer groovy und mitreißend. Hier mit dem Berklee-Middle-Eastern-Fussion-Ensemble (daß sich 2 Drummer (ein Links- und ein Rechtshänder) ein Standtom teilen, habe ich auch noch nicht gesehen).


    Viel Spaß:


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    Und wieder einer. So sad.


    Hier bei Rehearsals zu irgendeinem Auftritt: mit ganzem Herzen bei der Sache ( in dem Fall Sledegehammer). Und wie man sieht, bringt er selbst J.R. Robinson im Hintergrund zum mitgrooven (0:49).


    (Vorsicht : Grottensound)
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    Chad Smith bei der Groove-Arbeit:


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