Die HH-Position ist tatsächlich etwas die Achilles-Ferse beim Open-Hand-Konzept, wie aber überhaupt beim Setaufbau.
Der Grund dafür liegt in dem Zusammentreffen der Tatsachen, einerseits oft und viel damit zu spielen, im Ergebnis sogar am häufigsten, gleichzeitig aber andererseits nicht die Position "0" einnehmen zu können, in der die Arme und Hände maximalst entspannt und am wenigstens angespannt sind, diese Postion ist bereits von der Snare belegt (wenn sie richtig positioniert ist).
I. Position:
Der linke Arm/Hand befindet sich daher zwangsläufig in der Postion "1", in der die optimale Position geringfügig verändert werden muss.
Eigentlich wäre die nächstfolgende Position auf 12 Uhr vor/über der Snare, einige Drummer sind auch tatsächlich schon zu einem solchen Setaufbau übergegangen (bsp. Bill Bruford), aber das lässt sich halt nur mit einer Cable-HH lösen und blockiert zudem wieder zwangsläufig den Aufbau von Toms über/vor der Snare.
Also bleibt nur die Position entweder auf 9 Uhr der Snare (also direkt links daneben) oder aber auf 10 oder 11 Uhr:
Für die beiden letzteren spricht, dass diese am natürlichsten sind: Durch das Nach-vorne-Richten des linken Arms wird diese Ausrichtung inkl. Stick im Regelfall (durchschnittliche Unterarmlänge vorausgesetzt) weiter nach vorne reichen, als der rechte Stick zur Snare, da der rechte Arm und die rechte Hand den Stick bei natürlicher Haltung ja leicht nach innen zwischen die Knie auf die Snare richtet. Also ist es folgerichtig, die HH eben nicht parallel zur Snare sondern leicht nach vorne zu positionieren, eben auf 10 oder 11 Uhr.
Genaueres ist dann wiederum abhängig von der Länge der Beine und damit die Position der Fußplatte der HH und der Notwendigkeit, auch die HH oft mit der rechten Hand zu spielen, dann empfiehlt sich die 10 Position.
9 Uhr geht nach alldem auch (wie bsp. Simon Phillips) aber oftmals rutscht dabei dann der linke Oberarm etwas nach hinten, was weitere Probleme mit sich bringen kann (Verspannungen, nach links verdrehter Rücken).
II. Höhe
Die Höhe hat sich idealer Weise an der bestmöglichen Position "0" zu orientieren, als die der Snare. HH und Snare wären dann exakt parallel. Wie aber hier auch schon angesprochen, gelingt dann das Spielen mit der rechten Hand oftmals nur schwer, wenn diese auf der HH spielen will, sei es bei höheren Notenwerten oder bei bestimmten Linearen Licks. Also muss sie etwas höher. Hier gilt es halt einen Kompromiss zu finden, insbesondere, dass die HH trotzdem für die linke Hand nicht nur auf der Schulter spielbar sein soll. Das ebenfalls hier schon angesprochene Abkippen der HH kann hier wunderbare Dienste leisten.
Als gutes Bespiel für einen gelungenen Kompromiss in dieser Hinsicht kann der der Setaufbau von Patrick Metzger dienen:
HH in etwa auf 10/11 Uhr, leicht höher als Snare und zudem leicht angewinkelt. Das sieht extrem entspannt und ergonomisch aus: