Beiträge von Seelanne

    meine 5 cent:


    1. Falsche Stickhaltung
    Krämpfe in den Fingern ist in der Tat eine etwas seltsame Geschichte, da bei richtiger Stickhaltung eigentlich die Finger die Glieder sind, die am wenigsten beansprucht werden. Der Stick sollte eigentlich locker liegen und von keinerlei Fingern im eigentlichen Sinne festgehalten werden. Viel Drummer neigen dazu, aus Angst, dass der Stick wegfliegt, den Stick zumindest zwischen Zeigefinger und Daumen zu halten, machen diesen Grip aber mit der Zeit viel zu stark, so dass sie förmlich den Stick (und damit auch den Rebound) abwürgen. Das Ergebnis ist, dass immer kraftaufwendiger gearbeitet werden muss, um die Blockade zu überwinden, durch die zunehmende Verkrampfung bei den genannten Fingern wird aber wiederum die Blockade immer höher und die Kraft abgewürgt: ein Teufelskreis. Überprüfe daher mal seine Stickhaltung und zwar nicht nur beim Üben im Proberaum (da sehen wir eigentlich immer alle recht gut aus) sondern grade bei Konzerten gegen Ende, wenn die kraft etwas nachlässt. Spiel einfach mal das Set im Proberaum komplett ein und achte gegen Ende auf deine Handhaltung, Ich tippe darauf, dass du gegen Ende, wenn die kraft nachlässt, einfach verkrampfst.


    2. Magnesium
    Dieser Stoff ist quasi eine Energiebotenstoff und man kann eigentlich nie genug von ihm haben. Der Hinweis auf die zusätzliche Einnahme ist nicht verkehrt, man sollte es aber auch nicht übertreiben, sonst muss während des Gigs öfters mal demnächst Pause gemacht werden: Hohe Magnesium-Dosierungen können erheblich auf die Peristaltik schlagen. Ich kenn nun eure Gigs nicht, aber im Regelfall sollte im übrigen ein 2 Stunden-Konzert keine Dehydrierungen oder Magnesium-Unterversorgung auslösen, es sei denn, du hast generell zu wenig derlei Stoffe im Blut. Abhilfe: Lass mal deine Laborwerte beim Onkle Dr. checken.


    3. HWS
    Viele Hand-und Fingerproblem sind lediglich Zeichen einer Problematik an ganz andere Stelle: Der Halswirbelsäule. Viele Erkrankungen (Sehnescheinenentzündungen, Carpal-Tunnel-Syndrom, Tennisarm) KÖNNEN ihren Ausgangspunkt hier haben. Hier hilft aber nur ein vernünftiger Check bem Spezialisten . Hierbei kann auch festgestellt werden, ob du eventuell weniger Probleme mit der HWS selbst hast oder etwaig einfach erhebliche Muskelblockaden im Hals-Schulter-Bereich hast, auch das kann deine Beschwerden auslösen.


    4. Letztlich bleibt noch die Möglichkeit, dass du eine Minderdurchblutung in den Fingern hast, weil sich die dortigen Blutbahnen verkrampfen (bsp. Raynaud Syndrom).


    Lange Rede kurzer Sinn:
    Überprüf deine Stickhaltung, nimm etwas Magnesium und geh ansonsten zum Arzt. Andere Ratschläge hier übers Netz sind reine Fernvermutungen und nicht wirklich geeignet, dein Problem zu lösen.Wenn die Schmerzen anhalten, solltest du in jedem Fall das fachlich abklären lassen.


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    verstehe mich nicht falsch:


    Wenns nach mir ginge, würden sämtliche künstlerische Lehrveranstaltungen oder Lehreinheiten MWSt-frei bleiben. Wenn man sich Staat als Kulturgesellschaft rühmt, muss man was auch dafür tun. Musiker und andere künstlerische Lehrer verdienen schon keine Reichtümer dabei.


    Ab es ist leider so wie es ist: In unserer Gesellschaft leben die Reichen von den Dummen und die Dummen von der Arbeit, da ist es kein Wunder, wenn man auch den Kunstschaffenden zusätzlich ans Leder will. Der Catch-22 dabei: Durch die Ansetzung der MWSt gibts weniger Schüler, ergo weniger Einkommen durchs Lehren, ergo weniger Lehrer oder eben schlechter verdienende Lehrer, ergo weniger Einkommensteuer. Wenn man dann noch vielleicht den einen oder anderen Musiklehrer zusätzlich dazu bringt, Arbeitslosengeld zu beziehen, ist spätesten dann der schöne Effekt wieder dahin. Aber wann hätte das letzte mal ein Politiker länger als 4 Jahre bedacht ?


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    Liebe Gemeinde,


    die Umsatzsteuerbefreiung für Musik-, Balett- und Schwimmschulen etc.
    soll anscheinend abgeschafft werden.


    Das bedeutet auch für viele privat unterrichtenden Instrumentallehrer einen Einkommensverlust von 19%,
    wenn nicht gar den Ruin....

    ???? Ein Einkommensverlust von 19 % ?????


    1. Zunächst: Bitte keine Begriffsverwirrungen: Die Mehrwertsteuer wird draufgeschlagen und an den Staat abgeführt. Die Teuerung trifft zunächst einmal die Schüler, nicht die Lehrer. Erst dann, wenn wegen der gestiegenen Preise die Schüler kündigen oder das Schülerkontigent wegen der Teuerung rückläufig wird, beginnt der Einnahmeverlust für die Lehrer und die Schulen. Ein Einkommensverlust ist also nicht unmittelbar sondern mittelbar und dann auch nicht einfach mal mit 19 % zu bestimmen, er kann deutlich geringer aber auch - zugegeben- sogar höher ausfallen.


    2. Einziger Nutznießer ist - natürlich wie immer bei Steuern - Papa Staat.


    3. Etwas verwirrend ist dabei die unterschiedliche Wahrnehmung der Teuerung: Während man bei der GEMA-Diskussion fast nur Worte hörte wie "Die 10 %-Teuerung wird doch wohl die Disco-Besitzer nicht töten", hört man derlei Stimmen hier jetzt nicht, sondern den Unterton der leichten Empörung gegen derlei staatliche Machenschaften gegenüber den Kulturbeflissenen. Was mich dabei wundert: Bei der GEMA-Diskussion wird das natürliche Recht des Künstlers auf gewerbliche Einkunftsmöglichkeiten ins Felde geführt, wenn dann aber ein Künstler für seine gewerbliche Tätigkeit als Lehrer - wie jeder andere auch - Mehrwertsteuer zahlen muss, wird auf einmal das goldene Kalb des ehrenden Musikers in Felde geführt, der gleichsam nur der Kunst, Gott und dem guten Geschmack verpflichtet ist (oder kommt's mir nur so vor ?).



    4. Egal wie, der Staat ist pleite, da müssen halt Steuern erhoben werden, wo es eben geht. Das muss doch einleuchten. Musiklehrer haben da -entgegen bsp. Hotelbesitzern - keine Lobby (unter anderem auch deshalb, weil sie so selten FDP wählen), sodass diese Steuer so folgerichtig ist, wie das Amen in der Kirche. Es muss schließlich einiges finanziert werden, wie wir alle wissen. Und dieses Einiges wird auch noch immer teurer. Ich persönlich warte ja eigentlich nur noch auf eine Sondersteuer fürs Atmen in Ballungszentren.


    Naja, so ist es halt. Das wird immer so weiter gehen und die Politiker werden sich auch weiterhin wundern, weshalb die Binnenwirtschaft immer weiter in die Knie geht, weil kein Mensch diese ganze Shice bezahlen kann. Aber ist doch auch egal: Dieser Staat so wie wir ihn kennen, geht über die Wupper, was brauchen wir da noch Kultur, angesichts der allumfassenden globalen wirtschaftlichen Probleme gilt es jetzt zuerst, den Banken unter die Arme zu greifen, unter die armen Arme sozusagen, dann den Banken und dann nochmal den Banken. Dafür braucht man halt Geld. Kultur ? pffff ....... wer braucht das, hat uns in der Geschichte doch nur Scherereien gemacht. Der ganze Mist fing damit an, als jemand anfing, lustige Ringe mit einen verrusten Grillstab auf die Höhlenwand zu kritzeln, da wars vorbei .................... Weiß jemand, ob Ackermann zumindest in Kindertagen mal Klavierunterricht genommen hat ? Wahrscheinlich nicht. der letzte Vertrag, den er Angela und Schäuble geschrieben hat, war zwar schwarz, aber nicht vor Noten. Hierzulande sind eben Musiknoten nicht en vogue, Banknoten sind das, was zählt.


    Also zahlen wir denn bis zum Sanktnimmerleinstag: Solizuschlag, Enwicklungshilfe, Diätenerhöhungen , Griechenland-Hilfe, Italien-Hilfe, Spanien-Hilfe, Banken-Hilfe, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Grunderwerbsteuer, Kfz-Steuer, Hundesteuer, Schenkungssteuer, Erbschaftssteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Kaffeesteuer, Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer, Kirchensteuer, Krankenkasse, Rentenversicherung, Berufsgenossenschaft und eben die Mehrwertsteuer. Auf ein paar %-Punkte kommt es da sicherlich auch nicht mehr an.


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    Erfahrungsgemäß müssen Drummer, die anfangs den Double-Stroke erlernen, sich oftmals zuvor - vielleicht sogar das erste Mal - grundlegende Gedanken über den gesamten Bewegungsablauf insgesamt machen. Den meisten Drummer steht zunächst zu Beginn zumeist der Single Stroke näher, sie eignen sich dann aber (ohne Lehrer) eine dafür zwar ausreichende, aber für den Double Stroke dann oftmals ungeeignete Handhaltung / Stickhaltung / Bewegungablauf an, den es dann zu korrigieren gilt. Deine Frage riecht etwas nach dieser Konstellation.



    Außer der Suche nach einem guten Lehrer würde ich da folgende DvD's empfehlen:


    Dave Weckl: "A natural Evolution"


    und


    Jojo Mayer "The secret weapons of the modern drummer"



    Hier wird eigentlich alles gezeigt, was von Relevanz ist: Während die Weckl-DvD ihre Schwerpunkte hat in "loose grip" und "moeller technique" hat (diese beiden Punkte aber dafür auch sehr eindringlich klar macht) kannst du bei der JojO-DvD eigentlich alle grundlegenden Techniken (und auch Stickhaltungen) erlernen.


    Viel Erfolg !!


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    EDIT: gebe mal hier im Forum über die Suchmaschine "moeller"/"möller" oder "Stickhaltung" oder "rebound", "loose grip" oder stay loose" ein: Hier im Forum wurde auch schon Menge sinnvolles Zeug geschrieben.

    Hat wohl noch nie olympische Eröffnungszeremonie gegeben, wo Pop-Rock-Musik einen derartigen Schwerpunkt eingenommen hat, sehr fein.


    Feuerwerk nebst Video zu Floyds "Eclipse" war phänomenal.


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    Hi Leute! Eine Freundin von mir möchte gerne auch Unterricht nehmen, was ich ihr gezeigt habe reicht ihr nicht mehr. Naja, sie wohnt in Bochum, sucht also im Raum Ruhrgebiet und möglichst günstig. Kennt ihr da was/jemand Gutes? Also, mein Unterricht hat damals 10 Euro die Stunde gekostet, das ist ihr zu teuer. Keine Ahnung wie übliche Preise so aussehen.

    10 € zu teuer ?


    Fürchte deine Freundin muss hobbytechnisch umsteigen.............. Schach soll sehr nett sein.


    Im Ernst: Da wird sie nichts vernünftiges finden. Wahlweise zum Lehrer kann man sich ja auch ne vernünftige Auswahl an Lehr-DvD's aneignen oder derlei sich im Netz besorgen.


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    Gary Moore, Richard Wright, es hat in den letzten Jahren soviele gerissen.... nun er ........ was soll man sagen.


    Wie immer, wenn einer gegangen ist, den man persönlich zwar nicht kannte, der einem aber durch seine Musik näher schien, als der Mensch im Nebenraum: Ein weiterer Teil ist weg. Einer nach dem anderen gehen sie, diese Vertreter des vielleicht glorreichsten Musik-Zeitalters der Menschheit. In 15 Jahren werden sie alle gegangen sein.


    Zum Trost vielleicht einer seiner schönsten Stücke aus einem seines schönsten Werkes:


    http://www.youtube.com/watch?v=v31pT_gc9yw&feature=related


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    Klar, das sind Rechnungsstellungen (aber nur über die Abmahngebühren, etwaiger Lizenschaden ist hier noch nicht bei) die realen Zahlen dessen, was tatsächlich gezahlt wird, wird man nirgendwo finden:


    Die Zahlen werden lediglich ermittelt durch Internet-Umfragen gesammelt. Sie stellen daher höchstwahrscheinlich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Abmahnungen dar, da selbstredend nicht alle an dieser Umfrage teilnehmen. Die tatsächliche Zahl dürfte daher in der Tat sogar deutlich höher sein. Auf der anderen Seite geben die Zahlen sodenn aber wiederum auch nur die anforderten Forderungen wieder, nicht die tatsächlichen Zahlungen. Diese werden anhand der Angaben der Befragten auf ca. 40 % geschätzt (außergerichtlicher bereich). Die Dunkelziffer dürfte aber sehr groß sein, denn wer anstandslos zahlt, pflegt in der regel anschließend sich nicht noch umfragetechnisch mit dem Thema zu befassen. Wir reden daher hier über absolute Minsteszahlen.
    http://www.verein-gegen-den-ab…11/jahresbilanz_2011.html )


    http://www.verein-gegen-den-ab…ahresstatistik%202011.pdf


    Das wären dann die, die tatsächlich vor Gerichtsverfahren gezahlt haben. Darin noch nicht enthalten sind aber die Verfahrensausgänge etwaiger gerichtlicher Verfahren, wobei klargestellt sei, dass von den restlichen 60 % natürlich nicht alle in das gerichtliche Verfahren übergeleitet werden, da andernfalls der Gewinn natürlich wieder geschmälert würde durch die Gerichtskosten und Anwaltskosten, die dann nicht mehr eingespielt werden können, wenn sich der Abgemahnte eventuell als mittellos erweist oder dies etwaig bereits schon durch die außergerichtliche Korrespondenz offenbar wurde. Oder aber Abmahnungen werden nicht weiter verfolgt, weil die Sach-oder Beweislage sich als schwierig rausgestellt hat. Seriöse Weise sollte man von maximal von nur 50 % der dann noch offenen Verfahren ausgehen (also 30 % aufs gesamte) ausgehen, von denen dann wieder zu klären wäre, wieviele dann zahlen oder aber nur so ein Titel erwirkt wird, ohne dass das Geld - vorläufig - eingetrieben werden kann.


    Wenn wir aber relativ großzügig mal von insgesamt 60 % ausgehen, die letztlich gezahlt werden, dürfte das wohl realistisch sein. Angesichts der Ausgangszahlen ist das immer noch ein dicker Brocken. Wenn ich dann noch die Dunkelziffer dazu, wirds halt ne ordentliche Hausnummer. Ob die Zahlen letztlich stimmen, weiß ich natürlich letztlich nicht. Aber das weiss man bei den angeblichen Schadensauflistungen der MI erst recht nicht.


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    brauch ich nicht.
    Habe mir einfach mal den Luxus erlaubt, auch einfach mal Posts nur grob zusammenfassend über den Kamm zu scheren und in den mir passenden Topf zu werfen, ohne sie genau zu lesen. Macht wenig Spaß und Sinn, oder ?


    ...... und gut ist.


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    ??? das hat mit Angst vor schwindender Wertschätzung doch nix zu tun:
    Ich selber lege doch den Finger bei den Kollegen (und damit auch bei mir) in die Wunde und kritisiere das Verhalten der Anwälte. Desgleichen würde ich mir dann aber auch von anderer Seite wünschen, wenn es um die Ursache der ganzen Misere geht.


    Es geht mir im übrigen zunehmend auf den Zeiger, wenn man hier in den Topf geworfen wird mit irgendwelchen etwaigen Diskutanten aus irgendwelchen anderen Freds, die mal irgendwann in die gleiche Richtung geschossen haben und derlei dann gleich mit Worten wie "Unsinn" "Lächerlich" und dergleichen mehr betitelt wird.


    Wenn sich jemand hinstellt und sagt, ich bin Musiker, ich will maximale Kohle und daher auch das maximale Urheberrecht, GEMA finde ich im übrigen ohnehin Spitze, ihre Geschäftspraktiken sind desweiteren äußerst löblich, das soll man das tun, aber hier nicht versuchen, diese Haltung auch noch als die allein seligmachende Meinung hochzustilisieren und alle anderen als lächerliche Flachköpfe abtun.


    So..... nu bin ich endgültig raus aus dieser Disku. Die ist ja ohnehin unsinnig, da ja alles in Ordnung ist, ich sehe das allmählich auch ein.


    See

    1.Entschuldige, dass - bevor ich hier diskutiere - nicht alle deine Post in allen Freds hier im Forum vorher durchgelesen habe. Gelobe Besserung, wird nicht wieder vorkommen.


    2.Du scheinst dafür aber noch nicht mal die Posts zu lesen, die in diesem Fred gemacht werden: ich habe an keiner Stelle behauptet, Musiker müssten sich rechtfertigen, im Gegenteil: Wenn du meine Posts aufmerksam gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich grade bemängelt habe, dass der Urheber selber gar nichts an dieser ganzen Abmahngeschichte verdient und nur dort die Kassen voll gemacht werden, wo sie eigentlich gar nicht hingehört, von daher deine Kritik vollkommen fehl geht. Aber ich sehe schon: daher weht der Wind: Das finanzielle Selbstverständnis als Musiker. Okay, dagegen lässt sich nicht argumentieren ................ aber eigentlich auch nicht mit.


    3. Welchen Rückschluss soll man denn bei den Zahlen sonst ziehen ? Das würde dann doch mal interessieren. Und ob das nun eine originäre Erfindung ist (btw: das ist ein weißer Schimmel, Erfindungen sind immer originär), ist doch völlig wuppe. Ich wüßte aber zumindest keinen Wirtschaftszweig, bei dem das Abmahnwesen derart exorbitante Kohle einspielt, wie in der MI (die Filmbranche vielleicht noch).


    Gut, aber dann ist ja alles in bester Ordnung in Sachen Urheberrechtsschutz. Weitermachen .................

    Zitat von »seelanne«




    PS: Ich mag Titulierungen wie "absolut lächerlich", "Unsinn" und dergleichen nicht wirklich. Du bist mit derlei Begriffen relativ leicht bei der Hand.

    Nö. so leicht bin ich nicht bei der Hand. Nur qwenn immer wieder irgendein neue Chimere aus der Büchse der Pandora gezückt wird, die instrumentalisiert ins Felde geführt wird, aber der Sache gar nicht dienlich noch gerecht wird, kommen von mir solche Aussagen. Das hat auch mit gewissen Abnutzungserscheinungen zu tun, wenn man immer wieder mit den gleichen Mechanismen zugeschmissen wird, die gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben

    1. Neu ist die Chimäre nicht: ich vertrete diese Ansicht seit Beginn meiner Posts hier.
    2. Chimäre sind Trugbilder: ich hatte die Umsatzzahlen und den Werdegang von Abmahnverfahren im großen Stil detailliert dargelegt. Wüßte jetzt nicht, was daran trügersich sein sollte.
    3: Büchse der Pandora versteh ich nicht: Die einzige Büchse der Pandora im hiesigen Zusammenhang ist das www., nicht meine Beiträge.
    4. Thema des Posts ist seit geraumen Seiten der Schutz des Urheberrechts im www und wie er sich in der Realität darstellt. Warum meine Ausführungen jetzt nicht dienlich sein sollten, will mir nicht einleuchten, dass sie dir nicht schmecken, schon.

    Zitat von »pbu«




    Was hältst du von Leutis Gesetz zur endgültigen Gebührenbegrenzung für die 1. Abmahnung?

    1. Genau das meine ich!
    Und schon ist diese ganze Sache vom Tisch.
    2. Und ich bleibe auch dabei, dass diese Behauptung, dass sei ein lukratives neues und erwünschtes Geschäftsfeld der MI und der Rechteverwerter und in ihrem Sinne Unsinn ist.
    3. Wie ich schrieb, kann so etwas nur von Leuten kommen, die ihren Fuß noch nie wirklich in die Tür dieser Branche gesetzt haben.
    4. Vielleicht sprechen da auch eher die Denkweisen eines Anwaltes als die Denkweisen von Musikern, Producern, Verlagsleuten und Verwertern.
    Die denken nämlich normalerweise an ihren "normalen" Geschäftsmodelle und versuchen DIESE zu verteidigen!

    1. Super, als wenn das von dir als Vorschlag gekommen wäre. Im übrigen: Wenns so einfach wäre: toll, Fürchte nur, diese Regelung kommt nicht, wollen wir wetten ? (s.u.)
    (Man muss im übrigen dazu sagen: Mit der Regelung wäre noch nix gewonnen, da der Schadensersatzanspruch über die Lizenanalogie immer noch greift und die gerichtlichen gebühren ja dann immer noch höher sein können wie gehabt).


    2. Thema Unsinn: Sieh dir doch die Zahlen an und dann erzähl mir, was daran Unsinn ist.
    3. Solche Sachen kann nur von Leuten kommen, die sich (fast) jeden Tag mit sowas beschäftigen.
    4. Die Sache ist die: kein Anwalt wird von alleine tätig, der malt sich seine Aufträge nicht selbst, er wird beauftragt, von wem wohl ?? ;)


    Schließen wir es ab:
    Ich mach mit Dir ne Wette. Sollte das Gesetz der Begrenzung der Streitwerte auf 500,00 € für Urheberrechtsverletzungen im www bis Ende 2013 erlassen worden sein, so wie es jetzt geplant ist, zahle ich 100,00 € an den DrummerForum-Freundeskreis. Wenn nicht, zahlst du die 100,00. Einverstanden ?



    See

    Ja, ich meinte nicht den 97a II (Zustand wie neu, unbenutzt), sondern das neue Vorhaben:


    http://www.verbraucher-papst.d…r-laesst-auf-sich-warten/

    ist das schon wieder was neue ?


    Ich wusste jetzt nur von der Glattbügelung von Streitwerten bei Urheberrechtsverletzungen im www auf 500,00 € durch Änderung des GKG.


    mal rechnen (1,3 + AuslP + 19 % ................. ) jau, ist wohl genau das gleiche.


    DAS wäre - wenn es kommt - ein echter Durchbruch. Fürchte aber, sowas kommt nicht. Das wäre ja geradezu radikal: Das werden die Lobbyisten schon verhindern.

    § 97 a II UrhG ??


    Absolute Zustimmung, geht in die richtige Richtung:


    In der Praxis hat sich das Ding aber noch nicht bewährt: Kernpunkt der Schwäche ist einfach, dass gerade bei den File-Sharing-Fällen § 97 a II UrhG von den Gerichten zumeist nicht angewandt wird.


    insgesamt wäre es aber schön, wenn der gesetzesentwurf zu den streitwerten tatsächlich kommt. das wäre ziemlich ein durchbruch.

    Wirfst du da nicht etwas durcheinander? Edit: Ich drücke es unverfänglicher aus: Vermischst du da nicht etwas?


    Was hältst du von Leutis Gesetz zur endgültigen Gebührenbegrenzung für die 1. Abmahnung?

    § 97 a II UrhG ??


    Absolute Zustimmung, geht in die richtige Richtung:


    In der Praxis hat sich das Ding aber noch nicht bewährt: Kernpunkt der Schwäche ist einfach, dass gerade bei den File-Sharing-Fällen § 97 a II UrhG von den Gerichten zumeist nicht angewandt wird.

    @ Seelanne:


    Mein Eindruck ist, dass Änderungsbedarf allseits erkannt wird.
    Den Bogen von der Gema zu betrügerischen Abmahnungen kriege ich nicht hin.
    Was hältst du denn von Wettbewerb unter den Verwertungsgesellschaften?

    dass das allseits erkannt wurde, mag sein, aber es wollen zu wenige ändern, da zu gut dran verdient wird.


    Zum Wettbewerb: Habe ich mir auch schon den Kopf drüber zerbrochen, aber letztlich befürchte ich nur eine Mulitplizierung der bestehenden Verhältnisse. Ein schlechter Zustand wird ja nicht dadurch besser, dass man ihn erstmal theoretisch verzweifacht. Sicherlich würde Wettbewerb eine Entzerrung der wirtschaftlichen Macht bedeuten, aber - wie gesagt - ob nun 1 oder 5 "Verwertungsgesellschaften" die Bevölkerung mit Abmahnungen überziehen, macht im Ergebnis keinen Unterschied, wenn nicht gleichzeitig etwas am System selbst geändert wird. Immerhin - das sei zugegeben - könnten so Verwertungsgesellschaften entstehen, die die Beteiligung der Urheber an den Schadensersatzforderungen unterstreichen und die Gewinnmargen kleiner ausfallen läßt.


    See