Beiträge von Seelanne

    Zitat von »seelanne«




    ich hab eigentlich nur das - zugegeben etwas blumiger - ausgesprochen, was die Enquette Kommission des deutschen Bundestages vom 23.11.2011 zum Thema Verwertungsgesellschaften festgestellt hat. Hier wurden eben insbesondere die Fragen der Transparenz (u.a.auch bzgl. Gegenseitigkeitsverträgen) und der demokratischen Mitbestimmung angemahnt und durch die Blume ausgesprochen, dass - wenn die GEMA das nicht selber auf die Reihe bekommt - der Gesetzgeber tätig werden müsste. Im übrigen wurde eine stärkere Aufsicht der GEMA gefordert und in diesem Zusammenhang sogar die Übertragung der Aufsicht weg vom Patentamt hin zu einer bundesrechtlichen Regulierungsbehörde gefordert. In diesem Zusammenhang kann dann ja auch mal erwähnt werden, dass das Patentamt bereits im Hinblick auf die GEMA-Beteiligung an CELAS eine Prüfungsverfahren eingeleitet hat.

    .... Ich muss sagen, dass ich deine blumige Interpretation dieses Dokumentes für mich nicht nachvollziehbar ist. Da ich es selst schon gelesen hatte, kam mir dein Fazit fremd vor. Habe ich das damals gelesen? Das steht nach meinem Dafürhalten so nicht drin, jetzt wo ich es noch einmal überflogen habe. Wenn du natürlich das Sondervotum am Ende des Berichtes der Partei der Linken zum Votum der gesamten Enquetekommission machst(weil dies noch am eheseten deiner "Interpretation" nahe kommt), wo doch nur wenige Zeilen drüber z.B. die CDU in ihrem Sondervotum nahezu das Gegenteil fordert, dann ist das jetzt auch nicht gerade korrekt, dies als Gesamtvotum zu verkaufen... Die Kritik an einer Tochtergesellschaft der GEMA(CELAS), der die Enquete Kommission auch den Status einer Verwertungsgesellschaft in Abdrede stellt, bezieht sich aber zunächst mal nur auf diese Tochtergesellschaft.

    Gut, dann unterscheiden sich unsere Interpretationen. Ich jedenfalls lese das im politisch-diplomatischen Kontext, der ist stets vorsichtig-förmlich. Wenn Du meinst, dass dieser vorsichtiger Formulierungsstil darauf schließen läßt, dass es eigentlich gar nix bedeutet, dann ist das halt deine Interpretation. Bei derartigen berichten habe ich mir angewöhnt zwischen den Zeilen zu lesen. Wenn die UNO zbsp. verlautbaren lässt, dass sie die Menschenrechssituation in einem Staat als "bedenklich" ansieht, meinen die auch nicht "bedenklich", der geneigte Zuhörter muss sich halt die entsprechenden Bilder von Folterkellern dazu denken. (bevor du wieder drauf anspringst: nein, ich vergleiche die GEMA nicht mit einem zweifelhaften Regime)


    Ich für mich finde dagegen es schon als erstaunlich, dass die GEMA überhaupt direkt angesprochen wird - der Wink mit dem Gesetzgeber ist für mich ebenfalls ein solcher mit dem Zaunpfahl.


    Dein Auseinanderdividieren von GEMA und CELAS finde ich dagegen schon etwas arg gestelzt: ja, es ist ein Tochterunternehmen, was aus einem Nutzungsrecht auf einmal zwei machen soll , mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass dann GEMA und CELAS gegebenenfalls auch zweimal kassieren können.

    Das Patentamt hat übrigens heute schon als Schiedsstelle die Aufsicht über die GEMA Tarife und dort wird gerade die Prüfung der neuen Tarife eingeleitet. Wlso nix von Forderung die GEMA vom Patentamt überwachen zu lassen Zitat: Die Verwertungsgesellschaften unterliegen der staatli- chen Aufsicht durch das Deutsche Patent- und Marken- amt (DPMA) Wie man sieht, soll deine Interpretation es erscheinen lassen, als habe die Kommission den Eindruck gewonnen, die GEMA müsse wegen komischer Dinge vom Marken und Patentamt überwacht werden, steht aber gar nicht im Bericht. DIE STEHEN SCHON IMMER UNTER DER AUFSICHT....

    Didi, ich mag es so gar nicht, wenn - um im Rahmen einer Diskussion die eigene Stellung zu retten - Dinge behauptet werden, die der jeweils andere nicht gesagt hat:
    Ich habe an keiner Stelle behauptet, dass die GEMA keiner Kontrolle unterläge und die Kommission jetzt erst deren Überwachung angeregt habe. Wen Du meine Zeilen mit der nötigen Aufmerksamkeit gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass ich davon gesprochen habe, dass die Kommission eine STÄRKERE Aufsicht befürwortet und daher die Übertragung der Aufsichtskontrolle "weg vom Patentamt" hin einer eigenen bundesrechtlichen Regulierungsbehörde als sinnvoll erachtet. Die Aufsicht soll also vom Patentamt zur einer extra-Behörde verlagert werden.
    Wenn Du nun klarzustellen meinst, dass es ja schon immer eine Aufsicht geben würde und ich das fehlerhaft übersehen habe, kann ich nur sagen: Nein, du liest einfach oberflächlich. Dass es eine bisherige Kontrolle durchs Patentamt gab, weiß und wußte ich und habe es auch selber geschrieben. Der Hinweis in Großbuchstaben war überflüssig.


    Zitat von »seelanne«




    und: hälst du das PRO-Abrechnungsverfahren - soweit es überhaupt nachvollziehbar ist - für okay ?

    Das Pro Abrechnungsverfahren ist bereits Geschichte. Wie ich bereits sagte, man sollte sich besser erst informieren, bevor man loswettert!
    Das Pro Verfahren ist auf der Mitgliederversammlung am 27.6.12 nach langen Jahren der Kritik INNERHALB der GEMA abgeschafft worden!

    Oh, am 27.06.2012 wurde also das PRO-verfahren endlich abgeschafft ? Dann bin ich ja glatte 7Tage zu spät gewesen. Das ist ja ein Ding, da kann man mal sehen, wie relativ der Begriff von "Geschichte" doch ist. Stimmt, das lässt ja dann alles in einem anderen Licht erscheinen, dann ist ja alles in Ordnung ................ Entschuldige, aber ich habe auch noch was anderes zu tun, als jeden Tag in die Kabeluntiefen des www zu kriechen, um herauszuknoblen, was die GEMA in den letzten Tagen grade wieder mal so treibt.


    Das ProVerfahren war ne Abzocke und ne Geldbeschaffungsmaschinerei für die, die ohnehin schon genug Kohle haben. Das wurde nun nach langen der Kritik abgeschafft. Splendid. Auffällig nur, dass dieser Unfug Jahre angedauert hat und erst auf Druck von außen - bzw. von benachteiligten Mitgliedern - geschehen ist.

    Zitat von »seelanne«




    PS: der Vergleich mit der GEZ war ein stilistischer, kein inhaltlicher, wie ausdrücklich zu lesen.

    Zitat von Drumdid: Das macht ihn nicht weniger unsinnig, sondern er agiert mit typischen Mitteln von Stimmungsmache, man nenne im Zusammenhang mit etwas, was man als schlecht darstellen möchte, was in breiten Teilen der Gesellschaft auch sehr negativ bewertet wird und schon färbt das eine auf das andere ab oder schafft einen bestimmten Nutzen für die eigene Position, ohne dass es einen inhaltlichen Zusammenhang gibt. Frei nach dem Motto: findet ihr Kinderschänder scheisse? Dann wählt NPD! ...

    Dein Abwehr und Beissreflx in Sachen GEMA scheint ein großer zu sein: Der von mir angestellte Vergleich war sinnig. Dass Du die Parallellen verkennst, ist nicht mein Bier: Ibn beiden Fällen ging es um Maßnahmen einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft einerseits ( GEZ) und einer mittels konkreter Rechtsvorschriften quasi zur Beliehenen qualifizierten privatrechtlichen Organisation (GEMA), die beiden in den konkreten Fällen zwar rechtmäßige Maßnahmen durchgeführt haben, wo sich aber trotzdem jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand an den Kopf packt und sich fragt, in welcher Welt wir leben. Das ist die Parallelle, die ich -da ja rechtens - zumindest stilistisch zu bemängeln mir erlaubt habe.Dass derartige Vorgänge für dich nicht hinterfragbar, wurde zur Kenntnis genommen.

    (Aber zum Glück verliert der universelle Hassgegner GEZ ab dem 1.1.13 auch endlich seine Funktion, wenn er durch die Haushaltsabgabe ersetzt wird.
    Dann hört auch endich dieses GEZ gebashe auf. Wenn ich mir vorstelle, was für eine tV und Rundfunklandschaft in d existierte, gäbe es nur den Dreck der Privaten und keinen ÖR. Da will ich gar nicht dran denken...)

    Die GEZ ist eine unnötiges Monstrum, was Unsummen an Kohle verschlingt. Statt die Rundfunkgebühren ganz normal über feste Abgaben zu finanzieren, wurde ein Verwaltungswasserkopf gebildet, der die Rundfunkgebühren selber nochmals belasten. Die Kosten für die GEZ betragen rund 164 Millionen jährlich. Aber auch die Gesetzesänderung zum 11.1.2013 wird da nicht wesentliches neues bringen. Über den äußerst zweifelhaften Umgang mit personebezogenen Daten wollen wir mal lieber ebenfalls schweigen, das ist ein - für die GEZ - recht unrühmliches Feld.


    In Sachen GEMA allgemein bleibt es jedenfalls dabei:


    Auf dem unwegbaren Gelände des geistigen Eigentums und des Urherberechts ist die GEMA ein monopolistisches Gebilde, welches die rein privat-wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder schützt. Hierbei wurde sie mittels Gesetzen nebst einer Vielzahl von Monopolbestimmungen, Anscheinsbeweisen und Beweislastumkehrungen ordentlich vom Gesetzgeber ausstaffiert, so, wie es eigentlich sonst nur eine öffentliche Behörde erhält. Es stellt sich hier hier schon die Frage, wie eine privatrechtliche Organisation mit derartigen rechtlichen Hilfsmitteln und Machtfülle versehen werden kann. Wenn dies aber schon geschieht, dann sollte man schon eine gehöriges Maß an Transparenz und demokratischem Selbstverständnis erwarten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es hieran zuweilen doch mangelt.


    Der Schutz des geistigen Eigentums war und ist im übrigen dabei nur ein moralischer Denkmantel: Die GEMA schützt nicht das geistige Eigentum (und kann es ja auch faktisch gar nicht schützen). Es geht vielmehr um die Kapitalisierung der Tatsache, dass das Eigentum grade nicht geschützt werden kann: Um die Kapitalisierung der Nutzungsrechte geht es und um nichts anderes, es geht - wie immer - um Kohle. Die GEMA ist dabei streng genommen auch keine Verwertungsgesellschaft, sie ist vielmehr eine Urheber-Polizei, nicht sie verwertet das geistige Eigentum von Künstlern, sondern sorgt dafür, dass bei FremdVerwertungen kassiert wird. (Deswegen ja auch hier schlechter Ruf.)


    Dagegen ist im Prinzip ja auch nichts zu sagen, aber der konzeptionelle Unterschied ist natürlich schon entscheidend:


    Sollen Werke nicht geschützt werden, sondern eben möglichst häufig aufgeführt und abgespielt werden, um hierbei Tantiemen zu kassieren, gerät man leicht in die abstruse Rolle eines Musterschülers bei einer Klausur, der die Lösung zwar stolz an die Tafel malt, aber anschließend seine Mitschüler ermahnt, bitte nicht abzuschreiben. Will sagen: Wer auf maximale Verbreitung seiner Werke setzt, darf sich nicht wundern, wenn dem Feld der Rechteverletzung überhaupt der Boden bereitet wird.


    Und da sind wir dann auch schon beim entscheidenden Punkt: Wer zur Verbreitung seines Werkes alle erdenklichen modernen Medien nutzt, die Medien (bsp. beim Übergang vom Vinyl zur CD) sogar dazu nutzt, doppelt und dreifach bei den Kunden abzukassieren, wer jede erdenklich technische Neuerung ausnutzt, um die Werke an den Mann zu bringen (Internet), der muss sich der Gefahren dieser Nutzung bewusst sein. Hier nimmt es sich schon als seltsam anmutendes Verhalten aus, einerseits seine Geschäfte mit und mittels der neuen Medien machen zu wollen, andererseits dann aber wieder, wenn eben diese Medien ihre Pferdefüße zeigen, dann nach dem Gesetzgeber zu rufen, der gefälligst doch das geistige Eigentum schützen soll und die Werk-Diebe ihrer gerechten Strafe zuführen soll.


    Denn wo steht eigentlich geschrieben, dass geistiges Eigentum grenzenlos gelten soll ? Bei sachlichem Eigentum leuchtet die Frage seltsamer Weise unmittelbar ein: Mein eigener sündhaft teurer Oldtimer darf nicht geklaut werden, okay. Stell ich aber das Auto auf den Marktplatz aus, um Kohle für die Besichtigung zu kassieren und mich als toller Hecht feiern zu lassen, lass dabei aber den Schlüssel stecken und mach auch noch die Fenster runter, ist das Diebstahl einfach Geschäftsrisiko, wahlweise Dämlichkeit. Real würde ich sogar noch eine Bußgeld von der Polizei kassieren wegen Schaffung einer Gefahrenquelle und Veranlassung von einer Straftat.


    Wenn der Künstler das gleiche aber im Internet mit seinem geistigen Eigentum macht, dann soll das anders sein. Daher die Frage: Kann bzw. muss man bei entsprechender Publizierung von Werken in der Öffentlichkeit, insbesondere im Internet, nicht einfach auch mal eine Pflicht postulieren, gewisse Fremdnutzungen einfach hinnehmen zu müssen ? (Über das Ausmass kann man ja diskutieren.)


    Zur GEMA kann man einfach sagen: Der beste Schutz vor geistigem Diebstahl ist immer noch, das Werk nicht zu publizieren. Aber das will ja eben keiner, es geht um maximale Verbreitung und damit maximalen Gewinn. Wer A sagt, muss aber auch B sagen: dann reden wir auch über maximales Risiko. Die Konzeption des Urheberrechts und auch des GEMA-Systems ist eben ein anderes: man will A haben, aber nicht B. Für mich ein Paradox.


    Ebenfalls paradox und auffällig, wie sonderbar herausragend das geistige Eigentum geschützt wird: Nach § 54 UrhG wird auf alle technischen Geräte, die der Vervielfältigung dienen, eine "GEMA (bzw. VG Wort)-Aufschlag" erhoben, um quasi prophylaktisch etwaige Urheberrechtsverletzungen schon auszugleichen, bevor sie überhaupt begangen werden. Das überrascht: ein Hersteller von Waffen muss an die Krankenkassen keinen Aufschlag abführen für die etwaige potentielle Verletzung und Tötung eines Menschen durch eben diese Waffe.


    Da bin ich aber auch schon ziemlich offtopic geraten. Egal. Cheers.


    See


    Warum das alles mit den Absätzen nicht so funktioniert hat, keine Ahnung.

    ich hab eigentlich nur das - zugegeben etwas blumiger - ausgesprochen, was die Enquette Kommission des deutschen Bundestages vom 23.11.2011 zum Thema Verwertungsgesellschaften festgestellt hat. Hier wurden eben insbesondere die Fragen der Transparenz (u.a.auch bzgl. Gegenseitigkeitsverträgen) und der demokratischen Mitbestimmung angemahnt und durch die Blume ausgesprochen, dass - wenn die GEMA das nicht selber auf die Reihe bekommt - der Gesetzgeber tätig werden müsste. Im übrigen wurde eine stärkere Aufsicht der GEMA gefordert und in diesem Zusammenhang sogar die Übertragung der Aufsicht weg vom Patentamt hin zu einer bundesrechtlichen Regulierungsbehörde gefordert. In diesem Zusammenhang kann dann ja auch mal erwähnt werden, dass das Patentamt bereits im Hinblick auf die GEMA-Beteiligung an CELAS eine Prüfungsverfahren eingeleitet hat.


    und Zwangsmitgliedschaft: Wie mans nimmt, nein, keine rechtlich im Sinne der Mitgliedschaft in Innungen oder berufsständischen Einrichtungen, aber ne faktische, weil Monopol, oder hast du in Sachen Verwertungsgesellschaften die Auswahl ? Wäre mir neu.


    und: hälst du das PRO-Abrechnungsverfahren - soweit es überhaupt nachvollziehbar ist - für okay ?


    PS: der Vergleich mit der GEZ war ein stilistischer, kein inhaltlicher, wie ausdrücklich zu lesen.

    Sorry, aber die gesamte Konstruktion der GEMA, ihr System, ihre undurchsichtige Abrechnungspraxis, ihre vollkommen untransparente Geschäftspolitik und ihr etwas eigentümliches demokratisches Selbstverständnis - grade auch im Umgang mit eigenen Mitgliedern - gepaart mit quasi hoheitlichen Befugnissen ist angesichts der Jahreszahl, die wir schreiben, ein Anachronismus in fast jeglicher Hinsicht : Solch verschrobener Verband verbunden mit solcher Machtfülle läßt sich im wohlverstandenen demokratischen Licht immer eher wie ein sektenhafter Geheimbund als denn ein Hüter von Rechten erscheinen.


    Der rechtliche Trick dabei ist natürlich, dass die GEMA zum einen eben nicht rein privatrechtlich ist - sonst könnte sie sich die meisten Böcke gar nicht schießen und hätte gar nicht soviel Macht -- sondern eben eigentlich schon fast staatlich-hoheitlich Beliehene ist, die - wie alle derartigen Zwitter-Gewächse - dann aber, wenns hart auf hart kommt, doch wieder nicht den Regeln des öffentlichen Rechts unterliegt (und damit auch rechtsstaatliches Handeln nicht an den Tag legen muss) und sich in die zwielichtigen Untiefen des Privatrechts zurückziehen darf.


    Inhaltlich hat sich die gesamte Geschäftspraxis der GEMA vom Schutz des Urheberrechtes verwandelt zu einem reinen Finanzriesen, der so viel Geld scheffeln will, wie er eben kann. Dabei wird das Urheberrecht sogar ja schon mittlerweile als Anlass genommen, auf Basis eines bloß abstrakten Gefährdungsgedanken Kohle zu kassieren. GEMA -gebühren auf Speichermedien (USB-Sticks bsp): Ich meine, gehts noch ? Das ist ungefähr so, als wenn jeder, der Gitarrenseiten und Drumsticks kauft, eine GEMA-Gebühr mitbezahlen muss, weil er theoretisch mit dem Instrument urherberrechtlich geschützte Titel spielen kann. Aber ich bin sicher, auch diese Lücke wird noch geschlossen. Ich bin da eigentlich ganz guter Dinge. Vielleicht sollte man in Zukunft gleich bei Geburt ne GEMA-Abgabe zahlen müssen, weil man mit seinen Stimmbändern ja schließlich irgendwann in seinem Leben mal urheberrechtlich geschütztes Liedgut öffentlich in die Weltgeschichte hinauspfeift.


    In Sachen Stil brauchen wir ebenfalls nicht weiterzudenken: Die Abgabenanforderung bei öffentlichen Kindergärten wegen Vervielfältigung von Kinderliednoten ist da nur die Spitze einer Schildbürgerei, die den Umtrieben der GEZ in nichts nachstehen. (Letztere hatte z.Bsp. einst Hochschulen hunderttausende Euronen in Rechnung gestellt, weil die Unis Fernseher zum Abspielen von Lehrvideos bereithalten!).


    Daher machen wir uns nix vor: Die armen Künstler werden von der GEMA nicht geschützt, sondern die Musikindustrie, nebenbei schützt sich die GEMA natürlich vorrangig selbst, wie jeder ordentliche Zwangsmitgliedschaftsverband: die einmal erworbenen Pfründe müssen selbstredend bewahrt werden. Die Musikindustrie ist aber selbstverschuldet in der Hölle: Wer einem Robbie Williams bsp. seinerzeit 100 Millionen für einen Plattendeal zahlt, soll von mir aus dahingehen, wo die Sonne relativ selten scheint bzw. befindet sich dort - einmal angekommen - in zutreffend angemessener Umgebung.


    Just my 5 cent.


    See


    PS: Zahlt die GEMA eigentlich selber gesonderte "Erfinderabgaben" an den Erfinder des USB-Sticks ? ;)

    und keine Version ist wie die andere.



    Einfach KLASSE!!

    super version: danke !!


    das stück nutzt und nutzt sich einfach nicht ab, ein echter klassiker. einer der schönsten titel ever.


    jetzt muss ich nur noch vinnie davon überzeugen, dass die Dark energy besser sind als die 602er und mein Lebenswerk ist vollbracht.


    See

    Ich kenne keine Schlagzeugerinnen, die mich je begeistert hätten oder die ich mir hätte als Lehrerin vorstellen können.


    Aus meiner Sicht sind Männer die besseren Schlagzeuger.

    Ich muss zugeben, ich habe auch keine weiblichen Vorbilder. So traurig das auch klingen mag, aber an Drummer wie Abe Laboriel jr. etc. kommen Frauen bis jetzt nicht dran.

    Tja, gegen Vorurteile kann man wenig machen, sind sie doch zumeist aus Nichtwissen geboren, dass aber selbst ne Frau keine Geschlechtsgenossinnen zu nennen weiß, irritiert dann doch sehr:


    Vielleicht mal Anspieltips zur größten Drummerin aller Zeiten


    I. Herbie Hancock Acoustic
    http://www.youtube.com/watch?v=VKVTf0VfuEo&feature=related


    (das ist Part 1, auch alle anderen Parts 2,3,4,5 sind auf youtube zu sehen)


    --- was sie da spielt, ist musikalisch gesehen eigentlich schon nicht mehr menschlich


    II.Solo


    http://www.youtube.com/watch?v=DKl2kXJ_AmE&feature=related



    III. Solo in 7/4 (schlechte Audioquali, aber es reicht, um zu hören, was da abgeht):


    http://www.youtube.com/watch?v=pXGT6sny7QI



    IV. Sonstiges
    Einer ihrer schönsten Soli ist auf der Future2Future DvD von Hancock. Leider nicht im Web erhältlich. D.h. Future 2 Future schon. aber nicht das Solo.



    Also mir reicht die Dame, um alle Vorurteile ad acta zu legen.


    See

    den letzten amtlichen Forums-Poll hatten wir 2005.


    Guckst du hier: DF Drum-Poll
    (Auswertung dortige Seite 6 Post 103)


    War doch 'ne Heiden-Arbeit: Newbeat hatte freundlicher Weise seinerzeit die Auswertung übernommen.


    Wenn der Fredstarter jetzt neue Umfrage wünscht: "Go-on-man" und viel Spass bei der Arbeit.


    See

    Ich will hier eigentlich nicht in Rollenklischees schwelgen, aber machen wir uns mal nix vor Frauen neigen meist dazu, feinfühliger in ihren Kommunikationswegen zu sein. ................... ich mag diese Klischees nicht, aber es ist leider so.

    Die Disku wird immer absonderlicher.

    wir sollten erstmal nen vorwiegend weiblich bestückten Arbeitskreis gründen, um die Eckpunkte des sich darbietenden Problems eindeutig zu eruieren, dann sollten die Probleme - beim Weihnachtsstollen - ausgiebig erörtert werden, am besten mittels Thesenpapieren, Power Point-Präsentation etc.


    Im Ernst, die Frage ist ziemlich frauentypisch:


    1. Es gibt kein Wesen auf der Welt, was sich so viele und so beständige Gedanken darum macht, wie es selbst auf andere wirkt und ein derart ausgiebiges Bedürfnis nach Selbstbestätigung hat. Frauen sind in der Hinsicht echt die Hölle. Daher ja auch ihr geisterhaft-schwesterliche Verhältnis zu jeglicher Art von Spiegeln.


    2. Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand: Deine Schüler stört es nicht. Sonst wären es nicht deine Schüler, wen es nervt, der würde nicht bei dir anfangen oder wieder gehen. ..... ... zu einfach ? nein, es ist so einfach. (Du kannst doch nicht ernsthaft annehmen, dass deine Schüler Geld für Unterricht ausgeben, obwohl sie sich bei Dir nicht wohlfühlen.).


    Also frisch ans Werk und Lebkuchen gedrechselt. Beste Zeit dafür ist im übrigen 2:38. Die Frage nach dem Sinn der Frage ist tatsählich die einzige Frage, die sich fragen lässt.


    See

    glaube, dass unser Jürgen in der ihm ganz eigenen Art darauf hinweisen wollte, dass das Vorhaben "neue Snare, egal was, Hauptsache Mapex,weil grad günstig" so seine seltsamen Eigenarten und Unsinnigkeiten birgt: Ich würde mir auch nur ne Snare kaufen, wenn sie mir gefällt, und nicht, weil sie grade günstig und von eine bestimmten Firma ist. Von daher schließe ich mich Herrn K. insoweit an. Außerdem ist bald wieder Weihnachten, da werden wir hier regelmäßig von derartigen Freds überschwemmt.


    See


    PS: Die Black Widow ist okay.

    nicht schnell messen, sondern genau.


    Tja, 1,1 cm zu wenig oder zu viel, je nach dem, daran sind schon Ehen zerbrochen. Den Hersteller kennen wir ? Wenn nein, warum nicht ? Vielleicht hat sich irgendeiner Taiwanese beim Zuschneiden des Tellers einfach die Optik geknickt. Mir sind aber solche gewollten Zwischengrößen eher unbekannt.


    Ansonsten zitier ich Frasier:
    Redhot, at Cornell University they have an incredible piece of scientific equipment known as the Tunneling Electron Microscope. Now, this microscope is so powerful that by firing electrons you can actually see images of the atom, the infinitesimally minute building blocks of our universe. Redhot, if I were using that microscope right now, I still wouldn't be able to locate my interest in your problem.




    See

    also ich denke, im Baked Potato in LA kann man schon mal 2 Monate verbringen, die nicht langweilig sind. Wenn ich mich nicht täusche, gibts da immer noch fast täglich Sessions mit Musikern der Sonderklasse, da muss man dann auch nicht gross in der Gegend rumfahren für. Das gleiche dürfte für "The Mint" gelten, da kann man einen weiteren Monat genießen.
    Die anderen 3 Monate würde ich mir dann NY geben, mehr Clubs wirst du wohl nicht finden an einem Ort - fuck auf die Miete, such dir was billiges und plane ne menge Taxikosten ein.



    See

    Bin ich eigentlich der einzige, der diese teilweise-off-topic-Disku über ein oder mehrere Becken nicht versteht ?


    Mein 19er Crash klingt völlig anders, als mein 14er Crash. Wieso sollte ich also mit meinem 14er den Sound des 19er hinbekommen ? Das möge bitte einer mal erklären.


    Für mich gilt:


    1. Qualität geht vor Quantität.
    2. Daher sollten die ersten Becken auch die sein, die man variabel einsetzen kann und einen möglichst großes Spektrum abdecken. Je kleiner das Beckenset, umso mehr/eher Allrounder sollte man im Set haben.
    3. Größere Becken sind zumeist bessere Allrounder. Ein 18er Crash kann man in der regel auch leise anspielen, ein 14er macht nach oben einfach ab einer bestimmten Lautstärke "zu".
    3. Nach und nach würde ich mir dann weitere speziellere Becken zulegen. Warum nicht ? Sie machen einfach Spaß und erweitern die Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks.
    4. Richtig ist, dass jedwede freiwillige Begrenzung einen zwingt, sich auf das wesentliche zu konzentrieren, ein Beckenwald kann schnell dazu führen, sich in SoundOrgien zu ergehen.


    Aber ansonsten´- es wurde ja bereits darauf hingewiesen - macht es einfach unheimlich Spass, mehr Alternativen zu haben. Eine Wave-Drum braucht auch kein Mensch. Aber wenn ich während einer Session die Stöcke weglege, das Ding einschalte, und dann mit einem wunderbaren Tabla-Sound die grade entwickelte Idee unseres Keyboarders aufgreife und ich das zustimmende Nicken und Lachen der Bandmitglieder sehe, weiß ich, das ich alles richtig gemacht habe. Was soll bitte daran also verkehrt sein ?


    Also ich würde ein gut abgestimmtes 3er-Crash Set in 15, 17 und 19 jedem anderen vorziehen, vorausgesetzt, die drei Becken haben genug tonale Abstände.


    See