Off-Topic.
Wenn man einige Beiträge hier so querliest, kann man ja fast den Eindruck bekommen, dass die geringe Zahl der Drummerinnen ein direktes Zeichen und Signal für die immer noch bestehend-bedauernswerte Benachteiligung der Frauen ist. Dies wäre dann wohl der vorläufig traurige Schlussakkord in der allgemeinen Leidensarie der Bewegung, die sich einst Emanzipation nannte und als solche - dunnemals völlig überfällig - Befreiungsbewegung gestartet worden war. Heutzutage ist Emanzipation nur noch das Schlag-mich-tot-Argument für den Wunsch nach Besserstellungen oder Beibehalten von Bevorzugungen; die ganze Bewegung, so denn sie denn überhaupt noch glaubhaft propagiert wird, ist mittlerweile so ganz nebenbei auch zu einem ganz hervorragenden Wirtschaftszweig entwuchert, dessen Pfründe ungern abgegeben werden trotz festgestelltem Tatbestand der Überflüssigkeit.
Außer im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eigentlich kein Bereich ersichtlich, in dem irgendeine nennenswerte staatliche Benachteiligung existiert, wohl aber Bevorzugungen ohne Ende. Aber selbst in diesem Bereich kann sehr trefflich die Frage diskutiert werden, in was und wo genau eigentlich die Benachteiligung bestehen soll.
Es ist jedenfalls nicht schwer zu erkennen, dass die Emanzipation wie alle gesellschaftlichen Bewegungen, welche als Reaktion auf nicht hinnehmbare Misstände beginnen, in ihrer Vehemenz irgendwann in die Maßlosigkeit gekippt ist und dann die Gesellschaft nun allmählich erst wieder die entstandene Schieflage auspendeln muss (bzw. müßte).
On-Topic.:
Es gibt wenige Drummerinnen, genauso wie es wenige Gitarristinnen, Bassistinnen, wenige Schriftstellerinnen, wenige Komponistinnen, wenige Fimemacherinnen, wenige weibliche Regisseure usw. gibt. Meine CD's, Dvds-Regale, Bücher- und Filmregale werden zu 90 % von Männern gefüllt, ich wüsste auch auf Anhieb kein einziges Gedicht von Weltrang zu nennen, welches von einer Frau geschrieben wurde. Selbst die Filme, die Frauen zum Weinen bringen, sind in der Regel von Männern. Die romantischste Musik aller Zeiten stammt ebenfalls von Männern (dabei lieben Frauen ja Romantik so sehr, aber sie können sie offenbar selber nur schwer erzeugen).
Aber alles egal: Es gibt immerhin 2 Drummerinnen, die mich noch jedesmal, wenn ich sie gesehen habe,vollkommen umgehauen haben:
Terri Lyne Carrington (Drums) und Evelyn Glennie (Percussion) .
Die beiden sind so gut, dass es schwer fassbar ist. Die beiden könnten dabei von mir aus auch 3 Ohren und 5 Nasen haben oder als zwittrige blaue Marsmenschen daherkommen, vollkommen Schnuppe, wenn die beiden Spielen, geht die Sonne auf ... und die ist bekanntlich ja abgesehen von semantischen Spitzfindigkeiten weder Männlein noch Weiblein.
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