Beiträge von Seelanne

    Mit dem Alter wird man nicht dümmer


    .......... mit zunehmendem Alter werde ich mir exakt dieser scheinbar unumstößlichen Tatsache zunehmends unsicherer ...... aber vielleicht ist das ja bereits die Altersweisheit :-). Sagen wir es so: Der Vorteil der Jugend: Die Gelegenheiten, Scheiße zu bauen, sind einfach noch nicht so reichhaltig und bereits temporär etwas begrenzter.


    Zum Thema: Hau rein. Wenn Du Lust hast hast, mach es. Körperlich ist man mit 50 zwar schon etwas über den Jordan, aber zum Drummen reichts. Es kommt immer drauf an, wie ernsthaft man es etwas betreibt und welche Mühe man bereit sist, in etwas zu investieren. Ich seh da keine Probleme, den nötigen Biss vorausgesetzt. Fang einfach an und sieh zu, wie weit dich deine Faszination und Begeisterung trägt.


    Aber was auch stimmt: wenn man sich derartige Fragen stellt, ist man vielleicht bereits etwas auf dem absteigenden Ast. Wer etwas will, macht einfach ohne sich Fragen zu stellen, ob es Sinn macht (auch wiederum ein Vorteil der Jugend). Ich jedenfalls bin froh, dass ich in meinen jüngeren Jahren so verrückt war, die ganzen Stunden zu investieren, wenn ich es heute nochmal machen müsste, um mir verscheidene Dinge beizubringen, ich muss gestehen, ich könnte Sinn für diesen Irrsinn heute nicht mehr aufbringen, nicht umringt von den ganzen sonstigen Forderungen des Tages.


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    muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in solchen Sachen auch sehr picky bin. Wobei ich den Grund hierfür nicht in einem irgendwie gearteten Narzismus sehe, sondern in wohlverstandener Logik: Was Scheiße aussieht, kann auch nicht gut klingen. Auf einem stimmig aussehenden und stimmig aufgebauten Set spielt man einfach besser, da gibt die Motivation und das Feeling bereits vor dem Spielen bereits eine Art Stimmungs-Bonus. Bei krumpeligen Sets habe ich dagegen schon keinen Bock, mich überhaupt auf dem Hocker niederzulassen.


    Nein, ich glaube dran: Alles, was Scheiße aussieht, fühlt sich auch Scheiße an beim Spielen.


    ................. andererseits: ich bin auf einem Konzert und sehe ein Set, was aussieht, als wenn es eigentlich nur ein achtarmig-dreibeiniger, schielender 3 Meter-Homunculus auf Speed bedienen kann und dann kommt irgendso eine unscheinbare Figur aus dem Backstagebereich daher, wie Du und ich, fast menschlich, setzt sich hin und zaubert derartig einen hin, dass ich dann wiederum zu mir sage: "Junge, du setzt einfach die falschen Prioritäten".


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    wer klingt, hat recht.


    Johann hatte also doch recht.
    Womit wir erleichtert feststellen können, dass selbst weitestgehend fehlgehende Freds am Ende doch noch etwas Gutes zu Tage fördern können, auch wenn dies "nur" in einem stimmigen Bonmot besteht.


    Wer klingt hat Recht und nicht umgekehrt. Ziel ist das Klingen, nicht das Recht haben (sonst wären ja Richter die besten Drummer). Insofern habe ich es immer präferiert, sowohl beim Spielen als auch beim Hören, wenn eben nicht dauerhaft der Rimshot bemüht wird. Das schont nicht nur die eigenen Ohren und nicht nur die Lauschlappen der Mitstreiter, sondern führt eben auch auch zu einem absoluten Dynamikgewinn. Und nicht nur das: Heescharen von Freds bemühen sich um die Frage nach einer gut klingenden Snare und am Ende brezeln dann doch alle mit den Shots so in die Snares, dass diese sich dann fast alle gleich anhören, weil außer dem Shot der eigentliche Klang der Snare über die Wupper geht.


    Wann spiele ich Rimshots ? .... Wenn's passt.


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    auf genialische Weise absolut abgefreakt ...... Einer der Typen, die mich mein ganzes Leben lang begeleitet haben, Ich liebe ihn .................


    .. aber was muss ich sehen ? Sabian ? Er sollte sich mal von Danny Gottlieb ein paar alte 6o2er ausleihen.


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    habe auch vor jahren noch auf meine alten Tage hin von Down zu Up gewechselt und es hat sich wirklich gelohnt. Was schwierig für mich war, war weniger die Umstellung an sich oder die Technik, sondern eine geeignete Sitzhöhezu finden, in der beide Techniken machbar sind und sich insebsondere bei HeelUp komfortabel anfühlt (HeelDown nutze ich nach wie vor für aus Gewohnheit für lansame ruhige Sachen, auch wenn dies auch mir Up durchaus gut machbar ist). Bei der neu gefundenen Sitzhöhe musste so ziemlich alles etwas neu justiert werden , da die Balance am Set doch ne ganz andere ist.


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    Seine Hi-Hat läuft fast das ganze Solo lang in Viertelnoten durch!?


    äh, das solo ist ja auch nicht 2 Stunden lang: Ich meinte nicht seine Hihat in diesem Solo, sondern in seinem Spiel allgemein: Er spielt allgemein immer diese Hihat-Licks, die den ganzen Song hindurch tragen. Ich mag dieses Hihat-Gefrickel höcsht gerne, aber Baylor übertreibts imho, sodass ich es mich dann annervt.

    ein ähnliches Solo hat er auf dem Konzert hier in Dortmund gespielt.


    Ich mag ihn, weil er ganz ohne übliche "Drum-Gimmicks" auskommt. Auf die Dauer nervt mich aber sein Spiel an (was an seiner großen Qualität nichts ändert): Er spielt ständig diese gebrochenen 16tel-Hihat-Licks, nach 2 Stunden hab ich sowas dann irgendwann über.


    Trotz seiner immensen Musikalität ist für mich Der Drummer der Wespen immer noch Will Kenedy, seine Spielweise, insbesondere sein Ride-Spiel harmonierte am besten mit Ferrantes Piano-Spiel. Aber Baylor passt auf seine Weise auch, nur Erskine war damls eine Fehlbesetzung, der funzte gar nicht.


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    Proske: Haslip ist linksHände, ansonsten alles normal.

    @fredstrarter:


    Wenn ein Set so aussieht wie das von Lawson mit den Badges, wie abgebildet, hast du ein REMO, älter als 1991/1992 gefunden. Entweder ist es ein Mastertouch oder ein Encore, beide haben gleiches Kessematerial: Acousticon. Ich würde einlagige Felle empfehlen, die Kessel sind bereits etwas gedämpft. Muss es zweilagig sein, solltest du Emperor-Felle nehmen, die klingen auf den Kesseln wirklich okay.


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    Wunderbar:


    Schwebt locker leicht daher, geschmackvoll-angezicktes Hihat Pattern, alles fließt einheitlich, da ruckelt wenig, und das, was ruckelt, geht im Gesamtgroove fast unter. So hat es zu sein. Einen tollen Groove hast du, an einigen wenigen Stellen noch verbesserungswürdiga, aber what the hell: Du bist ein Drummer mit Ohr für das wesentliche. Weitermachen und durch nichts beirren lassen. Klasse.


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    Wie du deine Ansprüche dann durchsetzt, wird dir hier (öffentlich) kein Fachmann erklären, weil das für Juristen ein Beratungsgig wäre, der eine gewisse Diskretion verlangt.


    .. und kostenpflichtig wäre, denn bereits der selige Scotty wußte zu berichten: "Nur ungern nimmt der Klingonenmann statt barer Münze Tribbles an".

    einfach ein laidback geshuffelter 4/4tel.


    Wenn ich mich recht erinnere mit Besen oder Rods eingepielt mit dem Shuffle-Ridepattern nicht auf HHat oder Ride sondern auf der Snare.


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    Also ich bin jetzt nicht so der Mikrophonfreak, habe aber einen Audix Satz selber und hatte auch schon früher mehrfach das Opus am Set: Es gibt einen Unterschied, er ist auch defintiv hörbar, das aber eher unter Studiobedingungen. Ich hab meine Zweifel, obs für Live Einsätze wirklich das Audix sein muss. Das Opus ist solide, einfach zu handhaben, äußerst platzsparend, eigentlich ideal für Live-Einsätze. Ich mein emich zu erinnern, dass sie schon einen etwas eigenen heraushörbaren Eigensound haben, dass dürfte aber für normalen Live-Einsatz überhaupt kein Problem sein. Ich würde es auch abhängig machen von der Größe des Sets: bei wenigen Mikros würde ich mir die Audix gönnen, bei etwas größerem Set (alles ab 2 Toms) würde ich mir das Geld sparen und davon in den Urlaub fahren.


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    PS: Oben genanntes meine ich für Tom, Bass und SnareMicros, die reine OverheadAbteilung bei Opus kenne ich nicht.

    okay, das mit den 17 Jahren hab ich nicht gesehen, von daher hat drumstudio (wie meistens) recht. Gleichwohl: Nimm die Kritik so, das sie wirkt: Zu Herzen aber nicht persönlich :-). Dann wirds was.