Beiträge von Seelanne

    Hm, kommt wohl drauf an, was man haben will:
    Die Pearl ist "nur" 5 tief und ich meine mich zu erinnern, dass die Kessel deutlich dünner sind (irgendwas mit 1,2 oder 1,3) während die Yamaha definitiv 2,0 mm haben müßte. Also Yamaha 5,5 mit 2,0 gegen Pearl 5,0 mit 1,2. Habe beide gespielt (die Pearl allerdings nur kurz) die Yamaha, bzw. deren Vorängerin, für längerte Zeit. Ich meine, die Yamaha hat mehr Bauch und Bumms, die Pearl kommt straighter und sportlicher daher, die Yamaha ist etwas felxibler. Bei hohen Stimmungwn wird sie mehr Reserven haben, 5ern geht bei hohen Stimmungen schnell die Luft aus. Die Yamaha ist bis auf wenige Details baugleich mit der alten Dave Weckl Sig. Snare und die klingt einfach wunderbar, nicht exorbitant, aber wunderbar.....................................


    Lange rede ................. nimm die Yamaha, sie will es auch.


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    obwohl da gibts noch einen besseren von Charlie: Gefragt, wie er denn seine Trommeln stimmen würde, wird folgende Antwort kolportiert: "Stimmen ? Meine Aufgabe besteht darin, die Scheiße aus den Trommeln zu schlagen, da brauche ich nix zu stimmen". Okay, er war jung und hatte Geld.


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    habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich das noch erlebe. Wie hieß es doch: Es gibt die Sonne, den Mond ..... und die Stones.
    Irgendwann hieß es auch mal, dass bei Abschied eines der Glimmmer Twins oder eben Charlie sich die Stones sofort auflösen. Anyway, sehr wahrswcheinlich hat da Konrad A. Pate gestanden, von wegem dem Geschwätz von gestern, was einen heute wenig zu kümmern braucht.
    Wenn Kief und der Warmduscher es ernst meinen, hören sie jetzt auf. Stones ohne Sir Charles geht nicht........................ nein, es geht einfach nicht..................... nochmal überlegt: nein, es geht wirklich nicht.


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    Einfach einer dieser unzähligen "most underated drummer", von denen selbst die, die drummen, fast nie was gehört haben. Kenn ihn nur mit Sagemeister und vorher in der Percussiongruppe von Peter Giger Anfang der 80iger. Dann verlor sich seine Spur (für mich). Das hier haut einen um, der Typ ist einfach großes Kino, auch wenn mir hier im konkreten Fall diese afrikanische Attitüde etwas anmuckt, da einfach zu oft ähnlich gehört.
    Aber was red ich, wer bin ich. Der Typ macht Musik und er macht es wunderbar.
    Bärenstark.


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    Mike Stern & Band im Kölner Pfandhaus im Mai 2008 mit Dave W. an den Trommeln, T. Kennedy Bass und Bob Francescini am Sax:


    Mehr und besser geht nicht. Das Konzert schlug einfach alles, was ich in nunmehr 28 Jahren auf Bühnen erlebt habe. Völlig entspannt-beiläufige Virtuosität, ohne im Selbstzweck zu enden, Dynamik, Power, Intensität und Musikalität an der absoluten Obergrennze dessen, was überhaupt vorstellbar ist. Dazu ein fantastischer Konzertraum mit eigenständig-einmaliger Atmosphäre, gutes Publikum und Musiker in absoluter Spiellaune: Rock, Jazz, Funk... achwas .. einfach Musik.


    Anders 1/2 jahr später in Lünen: etwas veränderte Formation, immer noch bestechend, aber nicht DEN Kick, wie ein paar Monate zuvor in der Domstadt. Dafür gabs das beste Drumsolo, was ich jemals live erlebt habe.


    Erkenntnis: Selbst für die Besten sind die absolut speziellen Momente die Ausnahmen, was das Miterleben eines solchen Momentes noch dankbarer werden läßt.


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    .. ich denke auch, Ip ist der beste Shuffle-Player, wollte die Verdienste von Big Bonzo aber nicht so ohne Kommentar im Raum hängen lassen, wiewohl ich meine, Bonzo hatte den besseren Halftime-Shuffle.


    Ian's Augen sehen mehr nach weißem Pulver oder großer Friedenspfeife aus. Egal, der Historie zufolge war die Combo, insebsondere Gillan, zu dieser Zeit ausgepowert bis aufs Zahnfleisch, vielleicht deshalb. Irgendwie aber auch wieder bedenklich: Selbst diese dahingejammte - und geschluderte Version hat mehr balls als ..... . Ach lassen wir das, sonst wird dieser Fred wieder in der Folgezeit verunreinigt.


    Gruss ..............


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    Schöner Bericht - danke.


    Angefixt vom hiesigen Fred hatte ich auf der Röhre Reminiszenzen gesucht, und hab in Sachen IP eine kleines Schmankerl entdeckt, was ich noch nicht kannte (ist ähnlich wie die Made in Japan Version, aber doch anders).


    To whom it may concern:


    http://www.youtube.com/watch?v=C0mc5TX_Fo4


    Nebenbei hübscher Anschauungsunterricht in Sachen Paice'schem Drummen:


    1. In der gejammten Eingangssequenz zeigt IP, was Groove ist: Kuhglocke, Snare und Trethupe, dazu getretene HH und 'n bißchen Paradiddle, der Rest ist Feeling: fertig ist der Todesgroove......... (ich hörs grad nochmal: scheiße, ist das cool, selbst nach 36 Jahren Drumentwicklung, die ins Land gegangen sind. Für diese kleine Sequenz schmeiß ich vieles weg, was meinen Plattenschank so ziert).


    2. Er ist einer besten Rock-Shuffle-Spieler aller Zeiten, vielleicht sogar der Größte. Habe bei keinem anderen Drummer so ein ausgeschlafenes und trotzdem treibendes Shuffle-Feeling gehört. Wenn IP seine Buben auf 5:06 wieder ins Spiel führt, dann groovt es derart, dass es fast weh tut.


    3. Seine Bass ist einfach unnachahmlich, seine Bass-Drum-Doubles auf 3:32 sind schon ziemlich böse.


    4. Er weiß, dass Dynamik ein musikalischer Begriff ist.


    5. Er ist kein Poser, er ist cool.


    6. IP zeigt, dass man ein guter, treibender und auch zuweilen lauter Drummer sein und trotzdem locker spielen kann, ohne sonderlich reinzuhauen oder Baumstämme zu bewegen.


    Gleichwohl: ich fand ihn mit Gary Moore jetzt auch nicht so scheiße, wie er sich nach dem Zitat offensichtlich selbst, aber ich denke, dass dieser spezielle Groove bei der legendären Purple Formation 1972/73 das Gesamtergebnis aller Protagonisten ist, insbesondere des auch so oft unterschätzten Roger Glover (DP und die Zep's sind ohnhein die beiden am besten groovenden Rockformationen aller Zeiten). Paice hat mit DP immer am besten gegroovt. Was wieder zu der These führt, dass der gelungene Groove einer Band eine glückliche Chemie aus dem Einzeltiming der jeweiligen einzelnen Mitgleidern ist, ohne das man exakt herleiten kann, woher es kommt.


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    .. erinnert etwas an König Arthur und seine Buben:


    Der heilige Gral in Snareform.


    Schicke Spielerei. Wenn man die Felle abmacht, kann man Met und Wein draus schlürfen oder sich das Ding auf's edle Haupt setzen und selber krönen. Die Abhebungsbänder sind aus Knappensocken geflochten und das Abhebungsgeschmeide selbst scheint vom herrschaflichen Schmied geschlagen. Aber auch hier gilt: Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder Schmied hat Glück.


    LanSeelot

    Alles hat systembedingt seine Vor- und Nachteile:


    Ich selbst bin ein Kind der 70iger bzw. 80iger, da gabs wenig DvD's und auch der Zugang zu Büchern war nicht so ohne weiteres möglich. Daher bin ich lernbiographisch ein Anhänger der Schallplatte, der CD, des Hörens. Alles was ich gelernt habe, habe ich schwerpunktmäßig selber erarbeitet: gehört - versucht - gescheitert - - noch mehr versucht - besser gescheitert - wieder gehört - irgendwann entweder auf hohem Niveau gescheitert oder man hat es danngepackt.


    Für nicht heraushörbare Sache mußten dann regelmäßig doch Transkriptionen her. Als dann die ersten Videos rauskamen oder Dvd's, empfand ich das als echte Befreiung und beneide alle diejenigen, die von Anfang an zum besten Anschauungsmaterial greifen können, so wie heute eben schon seit Jahren.


    Ich meine, Bücher sind zum echten Studium des Drummen sicher das reinere Lernmittel, das, was am wenigsten ablenkt. Noten oder schriftliche Übungen können aber zwar das Material intellektuell entzerren und sezieren, mir fehlt da aber einfach der Hör- und Seheindruch, welcher alleine in der Lage ist, die ganze Magie des Spiels rüberzubringen: Wenn man sieht und insbesondere hört, wie ein Break wirkt und klingt, wie dynamisch ein Drumpart ist, wie er sich im muskalischen Kontext einpaßt etc. pp., erst dadurch kann man m.E. drummen lernen. Wie überhaupt das beständige Hören von Musik, auch rein passiv, einfach unbewußt zu neuem Verständnis führen kann, auch wenn man keine einzige Note spielt oder versteht.


    Zum akribischen Aufarbeiten von nicht anders darstellbaren Dingen würde ich daher zum BuchText greifen, auch wenn es darum geht, speziell nur das Drummenzu verbesseren. Wenn es darum geht, darüber hinaus das ganze zum Klingen zu bringen , zum Grooven und swingen, als darum, Musik zu verstehen, hat das Lernen über die DVD und die CD den Vorrang.


    Konzerte dagegen haben mich nie lerntechnisch erfaßt: Sich nur auf den Drummer zu konzentrieren, zerstört ja den Gesamteindruck. Beim Konzert will ich genießen und nicht analysieren.


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    seltsame Thematik, egal:


    "bleib/sei so , wie du bist": Ist natürlich ne Klalenderweisheit, der Satz macht ja nur inswoeit Sinn, als dass man auch tatsächlich weiß, wie und wer man ist. Das hängt - nicht immer, aber oft auch - vom Alter ab. Dinge wollen sich entwickeln, dazu bedarf es Zeit. Damit du dich aber selbst bewußt entwickelst und nicht die Dinge am Ende dich entwickeln, greif den Vorschlag mit dem Spiegel auf und check die Optik. Wenn du selbst dich scheiße findest, änder was, wenn du dich okay findest, lass alles, wie es ist. Überleg auch, ob tatsächlich mehr Show zur Musik und zur Darstellung passt. Manche Musik ist eben keine Musik, sondern reine Show, dann muss das natürlich passen: Auch Showtänzerinnen treten nicht in Sack und Asche auf.


    Ich persönlich fand Faxenmacher an den Drums immer peinlich. Und nichts ist schlimmer, als Stick-twirling-Drummer, die dann die Einsätze verhauen oder timingmäßig schlunzen. Also keine Faxen, Ausdruck von Emotionalität dagegen gehört dazu. Die Grenzen sind fließend. Entscheidend dürfte sein, wie man sich privat beim Drummin' gibt, ohne Publikum. Ausnahmen sind nur die Typen, denen die Show schon so wichtig ist, dass sie selbst vor dem Spiegel und damit vor sich selbst ne Show abziehen, sodass sie schon nicht mehr wissen, was Show und was echt ist. Schwierige Zeitgenossen, nicht nur als Drummer, sondern eben auch als Menschen.


    Im übrigen hat jede Charaktereigenschaft oder Verhaltensweise zwei Seiten: Wenn Du halt ein eher zurückhaltender Typ beim Drummen bist, ist das halt so. Zurückhaltung kann sowohl negativ als auch positiv rüberkommen. Steck dir beim Spielen 'nen Kaugummi in den Kopf, und schon sieht deine Zurückhaltung nicht negativ, sondern cool aus. Und Coolness steht Drummern eigentlich immer am besten.


    Und letztens: Nimme das Ganze nicht so ernst: die Meinung, die andere von einem haben, ist weder im Leben noch in der Musik von sonderlicher Relevanz.


    Gutes neues Jahr an alle
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    EDITH meint noch anmerken zu müssen, dass es wichtiger sei, coole Sachen zu spielen, als auf cool zu machen. Sie hat - auch im neuen Jahr - wie immer Recht.


    ????????????????????????????????????????????????????????????????????????


    ....................... das war mal so ein schönes Forum.


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    EDITH hat auf Buddy Roaches' Hinweises hin ( siehe unten) die versehentlich urspüngliche Unterschiebung des Trains-Zitat korrigiert.

    Wie wär's mit ner bundesweiten Drummerverschwörung :D
    Ab sofort wird alles um ne Viertel nach vorne gezogen!!!! :thumbup:


    Bei uns macht das die ganze Band seit Jahren, wir setzen gerne mal alle zusammen 'ne Viertel aus. Grade auch beim Einzählen: dann wundern wir uns immer, dass doch am Ende alles passt. :wacko:


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    PS: Das Starclassic ist ein wunderbar-klingendes Drumset, da gibts nix dran zu deuteln.

    Als ich mit Schlagzeugspielen anfing, war ich mit dem herkömmlichen akustischen Snaresound unzufrieden, er hörte sich immer so wenig nach den Dingern auf den Platten an. So probierte ich einfach mal einen 40er Teppich aus, meine Snare war damals eine normale Yamaha-Aluminium Snare 14x5. Ich habe diesen Sound immer geliebt und fast alle Drummerkollegen, die sie hörten, fragten immer nach, wie zur Hölle dieser Sound zustandekommt. Später dann erfuhr ich, dass Bonzo und Paice ebenfalls die Dinger nutzten und - was noch fast wichtiger war - der von mir so heiß und innig geliebte Barriemore Barlow.


    Ich dachte dann anfangs, mit dem 40er sei nun der Stein der Weisen gefunden, aber weit gefehlt: Snares kommen, Snares gehen, jede ist anders, ich mußte die Erfahrung machen, dass die breiten Teppiche nicht bei allen Snares funktionieren, abgesehen von der Tatsache, dass das Snarebed zum 40/42iger natürlich passen muss.


    Im Ergebnis hat sich für mich folgendes ergeben:


    1. Holzsnares, egal ob Birch oder Maple, vertragen im meinen Ohren keine breiten Teppiche. Sie verlieren in der Tat zuviel ihrer Holz-Ton -Charakteristik. Ich käme daher auch nicht auf den Gedanken, eine wohlklingende sonore Holzschnarre mit einem breiten Teppich "abzuwürgen", Holz braucht Luft, Holz muss atmen können.


    2. Bei allen Metallsnares dagegen kann man oder sollte man dies testen, mit folgenden Bemerkungen bzw. Einschränkungen:


    a) 40iger oder 42iger Teppiche würgen den Sound ja schon etwas ab, da das Resonanzfell nicht mehr so ungehindert schwingen kann. Breite Teppiche eignen sich m.E. daher erst bei Metallsnares ab einer Tiefe von 5' aufwärts. Ich hab spasseshalber mal zwei Piccolosnares (14 x 3,5) in Messing und in Kupfer so getestet, das verträgt sich einfach nicht: zu flach, zu "washy".


    b) Bei den Metallsnares in Tiefen 5/5,5 und 6,5 funzen die breiten Teppiche aber allesamt ordentlich.


    -- Messingsnares klingen prächtig: Um die Snare mit dem Teppich nicht abzuwürgen, kann man die Snare höher stimmen. Der teilweise recht unangenehme Effekt bei hochgestimmten Messingsnares, dieses schädelspalterische "Bellen", wird zugleich wunderbar abgedämpft und unterbunden. Messing mit breitem Teppich ist eine wirklich gute Wahl, allerdings m.E. gar nicht notwendig, zumindest wenn hohe Stimmungen präferiert werden: Messing trägt in höheren Stimmungen sehr gut und hat einen sehr hohen "Crisp"-Effekt, da reicht m.E. ein 24ter Teppich max. völlig aus, um die Schnarre zur vollen Blüte zu bringen.


    -- Stahlsnares funktionieren allerpächtigst, auch hier wird die Dämpfung des Teppichs durch die offene Art des Stahls wieder wunderbar wettgemacht, die so erreichbare Sensibilität ist schlechterdings nicht zu schlagen. Allerdings auch hier sollte man aber überlegen, ob es sinnvoll ist: Eine laute helle Stahlsnare mit zusätzlich großem Schnarreffekt läßt die Sache am Ende in meinen Ohren doch zu sehr rauschen, alles wird recht flach: laut, aber dünn; einfach "too much of a good thing". Insbesondere, wenn man sich überlegt, dass bsp. bei Liveauftrittem die sich darbietenden Soundverhältnisse zumeist ja nicht ideal beschaffen sind und man doch meistens mit zu hellen als mit zu dumpfen Räumen zu tun hat. Auch bei Stahlsnares würde ich daher i.E. von breiten Teppichen abraten.


    -- Kupfer: Wunderbare Kombination, allerdings muss man hier aufpassen, dass der doch recht dunkle Charakter des Kupfers mit der Dämpfung des Resonanzfelles nicht eine zu unheilvolle Mischung eingeht.


    -- Aluminium: Für mich nach wie vor die Snare, die mit dem breiten Teppich am besten harmoniert. Eine glückliche Ehe. Der trockene, punchig-kompakte Alu-Sound wird wunderbar ergänzt durch eine Zusatz an "Crisp". Meine 5er Ludwig klingt rund und vollmundig wie ein guter südafrikanischer Rotwein, die Sensibilität ist verzüglich und die Snareanspache in Sachen "crsip" genauso, wie man es gerne hat. Allerdings: Wie bei allen Ludwig Snare ist dies natürlich nichts für Drummer, die das Extreme , das Exotische suchen.
    Auch die alte Dave-Weckl-Alu-Snare (5,5) klingt mit beiden Teppichen, also 2 x 14 = 28, besser, als nur mit einer der beiden. Und die 6,5er Ludwig ist nach wie vor die Referenzsnare, wenn es um breite Teppiche geht. Nicht nur weil Bonzo dies so machte: Es klingt einfach geil.
    Aber auch hier sollte man sehen, ob es zum Restset passt, wie immer bei Snares sollte man auch diese Entscheidung nicht ohne Berücksichtigung des Gesamtsoundbildes treffen.


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