Zitat
Original von steve.hatton
Ich, als Selbständiger, bin auch jederzeit dafür dass JEDER in eine Grundkrankenversicherung, Grundrentenversicherung und eine Sozialversicherung einbezahlt, ob Beamter, Abgeordneter, Klempner oder Anwalt - einfach alle, dann hat das Grundversorgungssystem eine breite Unterlage auf der es funktionieren kann.
W
Ist doch bereits Realität:
Es ist wohl festzustellen,dass bis auf die Herren Abgeordneten und Beamte alle Selbständige entgegen landläufiger Meinung in soziale Sicherungssysteme einzahlen bzw. einzahlen müssen (es sei denn, sie vedienen wirklich Unmengen, aber wer tut das heute schon, es ist ja mit ehrlicher Arbeit auch eigentlich nicht mehr möglich).
Ich bin selbständig und gleichzeitig zwangsweise in die berufsständische Rentenversicherung eingebunden, ob ich will oder nicht mit dem üblichen Satz wie jeder ander auch. Und die Selbständigen in anderen Sparten, in denen es keine Pflichterversichcerung gibt, sind auf Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten und Zwänge gehalten - und insofern gewissermaßen auch verpflichtet - sich eine geeignete Rentenversicherung und - Vorsorge zuzulegen. Sie zahlen zwar in die gesetzlichen nichts ein, erhalten aber nun auch nichts aus der gesetzlichen RV (im Regelfall jedenfalls)
Ähnliches gilt für die Krankenversicherung. Die sogenannte angebliche "Versicherungsfreiheit" für Selbständige stammt noch aus Zeiten, in denen man ärztliche Versorgung auch noch tatsächlich selber zahlen konnte. Die Zeiten sind nun wirklich seit Ewigkeiten vorbei, und wer als Selbständiger eine Familie zu ernähren hat und das Riskiko der Erkrankung dann auch die gesamte Familie trägt, kann ebenfalls wohl schwerlich auf eine geeignete Absicherung verzichten. Im übrigen geht der Trend auch bei den Selbständingen ohnhein wieder zu der gesetzlichen Versicherung, da die private mit steigendem Alter immer schwerer ist aufzubringen, von den Kündigungsmöglichkeiten der privaten KV ganz zu schweigen.
Für Selbständige ist im übrigen jahrelang das nicht möglich gewesen, was für jeden Arbeitnehmer selbsverständlich war und ist: Der volle Abzug sämtlicher Vorsorgeaufwendungen. Lediglich einen geringen Teilbetrag konnte man abziehen, bis das Bundesverfassungsgericht dem nun einen Riegel vorgeschoben hat. Die jahrelange Abzocke seitens des Staates hat nun wieder ein Ende, nachzahlen muss er natürlich wieder mal nicht, sonst wäre er pleite.
Die verfassungwidrig eingezogenen Steuern können ja als Entwicklungshilfe nach China gehen oder den Herren Abgeordneten bei der nächsten Diätenerhöhung wieder einmal draufgeschlagen werden, die haben auch so wenig. oder, weil sie so arm sind, den Vorsitzenden der KV, dafür kann sich ja die Oma von nebenan einfach mal die notwendigen neuen 3ten Zähne wortwörtlich vom Mund absparen und auf Brei-nahrung umsteigen, ist eh gesünder, Abnehmen sollte auch im Alter kein Thema sein.
Fazit: Selbständige, mittelständische Selbständige und deren Arbeitnehmer sitzen längst im gleichen Boot. Die sogenannten Mittelschicht wird von oben und von unten augesaugt und bricht vollkommen weg. Ich kenne selbständige Handwerksmeister, die verdienen unterm Strich soviel wie die Gesellen, die sie beschäftigen.
Deutschland ist ein Selbstbedienungsladen geworden für diejenigen, die am besten abzocken können. Alle anderen, ob Arbeitnehmer oder Selbständige, sind die Melkkühe der Nation.
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