ich glaube, die Vergleiche hinken:
Bei aller Genialität und Einmaligkeit von Bonzo und ähnlichen Unikaten: solche Typen kann man nicht mit Gadd, Colaituta, Weckl oder Harrison vergleichen. Letztere können vor, hinter, auf, über und unter der 1 spielen, um die 1 herum oder die 4tel 16tel von hinten zur eins machen, so wie sie wollen und das ganze auch noch so zum grooven bringen, das es weh tut. Das ist Perfektion in einem Maße, wie man sie schwer nachvollziehen kann, ihre Genialität ist dabei, dass sie sich nicht in der Technikschiene erschöpfen, sondern dabei auch noch die fabulöseste Musik machen, wie man sie auf dem Intrument nur machen kann. Diese Leute sind Meister in Vollkommenheit und Variabilität, ihr Spiel ist über jeden Zweifel erhaben.
Bonzo und Konsorten (bsp. Paice, Copeland, also diese ganzen Bauchtrommler, wenn man sie so nennen mag) sind da anders: Ich glaube nicht, dass bsp. Bonham dieses ganzen TechnikArsenals hatte, und sich herzlich wenig Gedanken gemacht hat über Verschiebungen der 1, drumherumspielen, Microtiming etc. Solche Typen wie Bonham, Paice, Copeland und Co etc. haben einfach so gut gespielt, wie sie können und wie sie dachten, dass es cool wäre. Und das ganze ohne vorher 20 DvD über die richtige Stickhaltung gesehen zu haben, sie haben einfach ihre Musik gemacht, die so vor ihnen keiner gemacht hat. Die Historie hat dann gezeigt, dass und wie einmalig sie sind und waren.
Wenn wir von diesen Bauchtrommlern schwärmen, denke ich, kickt und flasht und einfach dieses persönliche, unverwechselbare, die Einmaligkeit des Individuellen und die Einfachheit der Genialität und erinnerst uns auch daran, dass der Kern eben Musik ist, nicht Technik.
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