Beiträge von rhythm memory

    Liebe Drummergemeinde,


    neben E-Drums und VST-Plug-ins existieren sie noch: die fast ausgestorbene Spezies der gemeingefährlichen und monströsen Ballerburgen, heutzutage verschmäht geraten sie nur noch verschämt ans Tageslicht um missbilligende Blicke von digital existierenden, Mesh-Head- tragenden Hyperdrive-Kesseln im Cocktail-Format zu ernten...


    OK ist ja gut ich hör schon auf, aber nachdem nun der Jugendtraum eines solchen Sets bei mir im Musikraum steht, kam ich mir doch irgendwie old-school vor. Es macht gerade tierisch Spaß auf diesem Set zu spielen und ich fühl mich wie nach Hause gekommen...nie mehr das Gefühl zu wenig Toms zu haben. Einfach geil.


    Wie seht ihr das? Wer hat abgespeckt oder aufgerüstet und warum? Kritik an meinem neuen Set ist erwünscht, vor allem von Leuten, die es toll finden :thumbup:

    über was man sich alles Gedanken machen kann


    ein Set schräg womöglich noch in V-Form aufzubauen würde mich jedenfalls mental echt überfordern 8)


    ich bau mein Set schon immer einfach gerade auf und gut is..., sieht einfach besser aus, irgendwie gestalteter, den Raum strukturierend, schräg geht gar nicht, sieht aus wie nicht fertig oder vom falschen Roadie aufgebaut. Und dass man minimal schräg sitzt ist mir in nunmehr fast 30 Jahren des Trommeln so gut wie nicht aufgefallen geschweige denn es hätte gestört.


    Was ich genial finde ist das Sleishman Pedal, da kann man dann endlich die Snare schön in die Mitte stellen, vielleicht wäre das ja eine Idee.

    ich finde immer noch die alte Garde wie Dave Weckl, Simon Phillips, Stewart Copeland und auch Phil Collins, die haben oder hatten alle einen Hammer Sound, haben damit auch viele beeinflusst. Letztlich war es "ihr" Sound, ihre eigene "Stimme" am Drumset.


    Ebenso Hammermässig finde ich heutzutage Gavin Harrison oder Moritz Müller https://www.youtube.com/watch?v=3I6sboRoP-w . Voll, warm und rund, so soll es sein!


    Etwas trockener, aber geiler Gesamtsound: Mute Math: https://www.youtube.com/watch?v=bkzFrphch7w


    Absolut heftig fand ich immer Pat Masteletto in den 80ern mit Mr.Mister! Ein akustisches Drumset klingt so dünn dagegen! https://www.youtube.com/watch?v=KMB3w8yn_hM


    Großartig finde ich auch immer noch Lars Ulrich auf Metallicas Black Album.



    toller Thread übrigens, danke Olli 8)

    Naja, grob gesagt finde ich dass stilistisch bei so Disco-mässigen four-on-the-floor Sachen für mehr drive sorgt, wenn man die Achtel auf der Bassdrum durchlaufen lässt.


    Aber auch bei energiereichen rockigen Fills finde ich es durchaus mal angebracht. Manchmal eben aber auch nicht.


    So ist das eben- du hast selbst die Wahl! :thumbup:

    wenn der Proberaum auf "Betriebstemperatur" ist.


    und genau hier denke ich, dass die "Betriebstemperatur" auch ein subjektives Empfinden bzw. Hören darstellen könnte (sog. Psychoakustik). Es ist ähnlich wie als Zuhörer bei einem Konzert. Nach einer Weile klingt selbst der mieseste Soundmatsch irgendwie doch ganz gut. Das Gehör bzw. Gehirn rückt den Sinneseindruck auf gewohntes oder auch gewünschtes zurecht...

    mein Tip wäre ein Magnum Billigset (Millenium geht auch!) zu nehmen :whistling: . Ich habe das 8" Tom von Millenium was perfekt die Stimmung hält, wirklich! Die schlecht geschnittenen Gewinde der Stimmschrauben wirken da Wunder. Etwas anstrengend beim reindrehen aber gerade bei hohen Stimmungen bombenfest!


    Meine Yamaha Toms mit den fein geschnitten, perfekt laufenden Stimmschrauben verstimmt sich dagegen regelmässig. Nachstimmen so ca. alle vier Wochen, bei täglichem Betrieb...

    nein eigentlich nicht. Kann mich an so einen Fall nicht erinnern...eine Woche ohne zu spielen und dann verstimmt, das habe ich bisher glaube ich nicht erlebt.


    Daher bezweifle ich ja auch oben genannte Theorie, da es eben andere wesentlich eminentere Faktoren gibt.

    das fällt für mich eher in die Kategorie "Flöhe husten hören" - wenn ich Verstimmungen wahrnehme dann kenne ich aus meiner Erfahrung eigentlich nur drei Faktoren:


    Psychoakustische Veränderungen, Raumveränderungen, oder Verstimmungen durch das Lösen der Stimmschrauben durch Vibration im Spielbetrieb.

    tolle Sache!


    Klavierstimmschrauben sollen auch sehr schön klingen...wollte ich mir auch schon mal basteln, ist aber irgendwie untergegangen.


    ein Tipp für die Aufhängung: man sollte die Schnüre so durch die Stäbe ziehen, bzw. die Stäbe so aufhängen, dass die Stäbe einzeln ausschwingen können, also dass sie nicht parallel zur Reihe sschwingen. So vermindert man das ungewollte Schwingen, z.B. auf wackligen Bühnen.

    ich würde nach kurzer Studie der Anamnese vermuten dass es sich weder um ein Doppelbass-Problem oder ein Problem des Übens oder was auch immer handelt, sondern dass es eine mentale Blockade ist, hervorgerufen durch den Proberaumwechsel.


    Versuch deine Entspanntheit wiederzuerlangen und dann läuft es...

    Bei einer klar strukturierten Rocknummer gibt es wohl deutlich weniger Interaktion als bei einem Free Jazz Trio oder einem Streichorchester.
    Ob bei einer Rockband die Interaktion einen höheren Stellenwert hat als die Möglichkeit den Sound nicht vernünftig mischen zu können möchte ich mal anzweifeln.
    Gibt ja immer noch die Möglichkeit einen Dirttrack mit allen zu erstellen um dann nacheinander einzuspielen, da sollte dann doch noch etwas von der Interaktion erhalten bleiben.



    es gibt immer viele Möglichkeiten, ich finde es wichtig den Aufnahmeprozess kreativ zu gestalten, man sollte da auch offen bleiben für andere ungewohnte Methoden.


    dabei ist man ja auch immer Sachzwängen unterworfen, da nicht jeder für alles Zeit und Geld hat. Ich denke das gemeinsame Aufnahmen fällt dabei eher in die Luxussparte, da zeit- und Equipmentmäßig aufwendiger. Man kann natürlich auch mal eben mit einem Zoom H2 was mitschneiden, das geht auch, klingt dann eben auch entsprechend low Budget. Warum nicht.


    In einem großen Studio mit mehreren Aufnahmeräumen kannst du auch gleichzeitig aufnehmen und trotzdem ohne Einstreuungen alles wie gewohnt separat mischen.