Beiträge von rhythm memory

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    Original von trommelfrosch
    da ich bei meinen ersten versuchen damit leider so gar kein land gesehen habe ist es im lauf der zeit ein wenig nach "weiter hinten im regal" gewandert ... aber deine rezension hat mich im vorhaben bestärkt mich wieder mal dranzusetzen


    ging mir genauso. Das Ding erfordert echt ne harte Übungsdisziplin!
    Hab es jetzt auch wieder hervorgekramt und muss sagen: Spass ist was anderes, aber was solls. Es hilft auf jedenfall was timing und Groove und Balance (z.B. Vierfach-BD-Schläge und so Scherze) angeht.


    Mich hat immer gestört, "mal eben" noch ne zweite (beschissene) HH daneben stellen zu müssen. Die jetzige im Proberaum ist so bescheiden, dass ich in der letzten Übesession lieber die 1/16 HH der linken Hand auf dem Tisch daneben gespielt hab :D (nehme gerade System No. 5)


    Mein Fazit:
    wer sich Groove-mäßig die Kante geben will, kommt bei Gary Chester voll auf seine Kosten!!! Abartig ... 8)

    In John Riley's Buch The Art of Bop Drumming gibts erstmal nur den HH-Fuß auf 2 und 4!
    Kann doch wohl nicht so schwer sein, dass einzusehen, dass es wohl primär Sinn macht, sich zunächst mit dem rhythmischen Grundfluß eines Musikstils, einer Phrasierung etc. vertraut zu machen, bevor es um weitere Unabhängigkeit geht.
    Und da der Kollege seit 7 Jahren Metal spielt hat er wahrscheinlich so viel Swing wie ein Siemens-Schaltkasten ... ;)


    Man "darf" natürlich auch gerne mal was anderes ausprobieren, jedoch sollte man denn Fokus auf den Groove (Swing) nicht verlieren. Gibt ja zum Glück kein Gesetz dafür.


    HH-Interplay gibt sich der Herr Riley dann im zweiten Band "Beyond Bop Drumming" zur Genüge...

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    Original von Buddy Poor
    der threadstarter steht am anfang von dem swingzeugs. Solange er nicht ding-ding-ge-ding auf ride und 2,4 auf hihat treten kann, und dazu bestimmte "figuren" auf bassdrum und snare, solange brauch er nicht darüber nachzudenken die hihat anders zu phrasieren. Alles der reihe nach, das soll sich festigen.


    YES!!


    Sowas nennt sich glaub ich Didaktik - etwas wo ein guter Lehrer eventuell schon mal was von gehört hat ...

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    Original von Korki
    Ehrlich gesagt finde ich die Interpretation als normale durchlaufende 4/4 Takte mit eingeschobenem 1/8 Takt deutlich einfacher und natürlicher, auch wenn es rechnerisch natürlich auf das gleiche raus läuft.
    Ich finde, dass dadurch schön klar wird, dass man nach der 1. Hälfte des Themas wieder auf einer ganzen Zählzeit rauskommt, außerdem erklärt das für mich schön die Verschiebung des Gittarenriffs innerhalb des halben Themas.


    ich habs auch mal in deiner Version eines 9/8 plus 4/4 (=17/8 bzw. 17/4) aufgeschrieben und gehört und denke dass hier genau die rhythmische Reibung entsteht, der typische Gavin Harrison "Illusion-Effekt":


    Auf der einen Seite die eindeutige, zur Hektik neigende, 5-5-7 (17/16)-Gruppierung als Grundfigur, darüber der ruhige, getragene Viertelpuls der HH und Becken, die den großen 17/4-Zyklus markieren.


    von daher absolute Zustimmung auch zu deiner Erkenntnis korki :)


    Insgesamt sehr geil gemacht (ich wiederhole mich hier gerne...)

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    Original von Chuck-Boom
    Aber der kleine Gavin macht das ja auch extra und will uns immer nur an den Ohren rumführen. ;)


    Das hat er wohl geschafft!!! 8) Habs mir gerade nochmal angehört und bin jetzt auch voll vom 17/16 überzeugt. Einfach ein geiler Groove. Bin halt anfangs wohl auf seinen überlagerten Viertelpuls reingefallen.


    Obwohl, wenn ich's mir genau überlege spielt er eigentlich in 17/4 ... :D


    edit: hab den Groove nochmal notiert


    ja, geil - vielen dank für deine wirklich gute Transkription (bis auf den schlechten Notensatz :( ; lass doch mal die einzelnen 1/16 + 1/16-Pausen weg und schreib Achtel dafür und Hälse bitte nach oben, ggf. HH nach oben, rest nach unten)


    und: Du hast natürlich recht mit deiner Auslegung, was die Aufteilung angeht. Ich war sehr überrascht, als ich gesehen habe dass der 17/16 auch passt. Von daher lag ich tatsächlich daneben. Is irgendwie witzig, weils ja schon irgendwie das gleiche ist, aber eben einfach ne andere Wahrnehmung!


    Weiss noch nicht genau welche Version ich passender finde, aber theoretisch ist die Abfolge 5-5-7 (also der 17/16) leichter zu merken - trotzdem, irgendwas stört mich da noch...


    ich mach die Tage nochmal meinen eigenen Notensatz dafür fertig. welche software benutzt du. ich arbeite mit finale 2004.


    gruß,


    Jo

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    Original von DukeNukan



    Tut mir leid, bei mir passt das mit deiner Zählweise nicht. Die neuen einsen liegen jenseits der BEtonung!
    Mein Fehler?!


    sorry, aber da muss der Fehler wirklich bei dir liegen. Die HH-Schläge sind der Viertelpuls, dann musst du nur noch wirklich auch die 1/16 zählen. Nicht ganz einfach, da sie ziemlich schnell sind...


    beim 12/8- bzw. 22/16-Takt müsste ich auch nochmal genauer hinhören wegen der Aufteilung, die ist wirklich etwas haarig. Notfalls einfach stumpf durchzählen... (aber immer 100% in der Mikrotime bleiben. Da machen die meisten den Fehler!!)


    edit: ...wäre doch interessant zu hören, was der syrinx (threadstarter) nach über 3 Monaten darüber denkt... (ich hab den Song heute morgen zum ersten mal gehört...)

    leider stimmt das mit dem 17/16 nicht.


    es handelt sich hier um ein komplexes Pattern aus zwei 11/8-Takten gefolgt von einem 12/8-Takt.


    Das schwierige ist die Aufteilung der Takte in 1/16-Gruppen:


    11/8 (entspricht 22/16):


    5-5-5-7


    dann der 12/8 (entspricht 24/16):


    7-6-5-6 (wobei diese Gruppen beim ersten reinhören sehr schwierig auszumachen sind, daher das Probleim des Threadstarters...)


    bitte selber auschecken.


    wer dazu mal eine komplette Transkription schreiben will ist herzlich eingeladen :D


    auf jedenfall ein geiler song und eine ebensolche Band...


    is wohl ein bisschen schwierig dir deinen eigenen Lieblingssong vorzuschlagen. :D
    ansonsten gibt es tausend gute songs dafür. Einen sehr geilen Song, den ich selber auch gern zum Üben nehme ist "Geh davon aus" von den Söhnen Mannheims. Ralf Gustke liefert in dem Song fast alles was man so braucht. Von kleinen Hi-hat Rolls über ausgefuchste Fills und 4-way groove-Koordination!!


    Für den Unterricht kann ich nur sagen, dass es immer am besten ist wenn DU vorgibst was du willst. Vorausgesetzt du weißt das. Das ist ja auch oft schwierig herauszufinden, wenn man den ganzen Schlagzeugdschungel noch nicht so durchblickt.


    Ein guter Lehrer hat ein Konzept, wie er wann und was vermittelt und kann auch ggf. davon abweichen, wenn der Schüler das braucht (z.B. um die Motivation nicht zu verlieren).


    Ich selbst bin Autodidakt und habe nur relativ wenig Unterricht gehabt. Hab mir halt viel abgeguckt und dann gleich zu Rush Songs gespielt. Also eine didaktisch und methodisch sinnvolle Steigerung :D :D


    besten Gruß,


    jo

    alles kein problem, hab halt durch das missverständnis nicht kapiert wie deine sache mit dem upstroke funktionieren soll. jetzt ist aber alles klar und ich stimme dir ja auch voll und ganz zu. 8)


    Ich finde schon dass der Flam Tap als Figur und auch als Begriff bei Schülern, die vielleicht so zwei drei Jahre spielen, zum Grundwissen dazugehören sollte... warum kann man nicht erwarten, dass sich ein Schüler sowas merken kann? In jeder anderen Ausbildung muss man auch Fachbegriffe lernen.


    Da fällt mir ein:
    Nach zwei bis drei Jahren sollten meine Schüler (als groben Fahrplan) diese 12 Rudiments kennen (und idealerweise auch spielen ;)):


    1) Single Stroke Roll
    2) Double Stroke Roll
    3) Single Paradiddle
    4) Five Stroke Roll
    5) Buzz Roll
    6) Nine Stroke Roll
    7) Single Stroke Four (Four Stroke Ruff)
    8) Flam
    9) Flam Tap
    10) Flam Accent
    11) Seven Stroke Roll
    12) Drag


    Allerdings kann das in der Praxis auch schon mal länger dauern...


    Edit: geil dass der Flam in meiner Aufzählung den Brillen-Smiley bekommen hat :D

    Zitat

    Original von drumdidi


    Was den FlamTap mit folgenden Akzent angeht machst du genau das, was ich angenommen hatte.
    Du spielst den Flam Tap als eine Schlagbewegung und holst in einer eigenständigen Bewegung dann erst für den Akzent aus.
    Der Tap der linken Hand muß aber gleichzeitig auch der Upstroke zum Akzent sein.


    sorry, aber dass versteh ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht. Du meinst den 16tel Tap im ersten Takt von Zeile 2, oder? Der nachfolgende Akzent ist doch mit rechts. Wo ist da denn jetzt ein Upstroke nötig??? ?( ?(


    gruß,
    Jo


    dem ersten kann ich nur zustimmen, nicht nur bei Wilcoxon, sondern allgemein denke ich ist diese Dynamkauffassung gut (man muss es allerdings technisch beherrschen, was schon ein paar Jahre üben bedeuten kann).


    Zum Tempo: ich finde Rockstar hat sich ein gutes Tempo ausgesucht (nämlich eins was er gut spielen kann). Ich denke 1/16 Flam Taps bei 100 bpm ist schon recht weit vorgeschritten. Da sollte er sich mal nicht stressen.


    Mein Höreindruck ist, dass das Beispiel irgendwie wie ein wenig eingeschlafen klingt. Das Ganze muss wesentlich "zackiger" gespielt werden! (D.h. nicht unbedingt schneller, aber mit mehr Dampf und nicht so lasch wie'n Toastbrot!)


    Ansonsten bist du gut dabei...


    Gruß,


    Jo

    Luddie: das finde ich auch. 8)


    Ich bin da auch etwas zwiespältig, da ich einerseits die ganze Technik-Fraktion von heute (und den enormen Fortschritt an Didaktik, Methodik und Ausbildungsmöglichkeiten von heute - kein Vergleich von vor 20 oder 30 jahren!!) wirklich gut finde, andererseits auch oft so richtige "Charakter-Schlagzeuger",wie ich sie gerne nenne, vermisse. Z.B. Leute wie die erwähnten Steve Gadd, Simon Philips und John Bonham
    , aber auch Leute wie Phil Collins, Stewart Copeland, Ian Mosley, Dave Weckl, Neil Peart fallen mir dabei ein.


    Dadurch dass vieles heute (z.B. was Technik betrifft) mittlerweile fast schon standardisiert ist, ist die logische Konsequenz daraus dass sich die Drummer, die diese Schule durchlaufen alle ziemlich ähnlich anhören. Es wird deutlich schwerer aus dieser Masse hervorzustechen. Man kann wohl sagen, dass heute einfach ein höheres Level herrscht (Achtung Binsenweisheit), was ja gut ist.


    Früher war alles besser etc.- so nostalgische Einstellungen sind zwar sehr menschlich, und darf man ruhig auch mal haben, bringen aber letztlich nicht weiter. Stagnation ist Rückschritt.


    Gut wäre eine Kombination von hervorragender Technik, rhythmischer Finesse und den Mut zum Risiko, d.h. Abschied vom immerwährenden Perfgektionsanspruch.


    Musik ist Emotion. Technik ist Handwerkszeug.


    Übrigens, wäre doch mal ein lustiges Ratespiel: Und wieder heisst es: Erkennen SIE den Drummer? 10 bekannte Drummer spielen den gleichen Titel und dann raten- würde ich gerne mal machen...


    Gruß,



    Jo

    drummertarzan


    Vielleicht solltest du dich selber mal an dein vielzitiertes Zitat halten... schließlich habe ich eindeutig gesagt dass ich ein solches Drumset besitze und du darfst davon ausgehen dass ich auch bestimmte Sets der Marke Basix kenne. Gebe allerdings zu, dass ich nicht genau weiß, ob es ein Basix Custom war. Von daher schränke ich meine Aussage vielleicht erstmal hauptsächlich auf die Empfehlung FÜR ein Magnum-Set, wenn es dich glücklich macht.


    Klär du mich doch über deinen Erfahrungsschatz mit Basix-Sets auf!!!
    Ansonsten bitte locker bleiben,


    Jo