Sie sind nicht angemeldet.

rubeatz

turntablerocker, dephazzed, hattlersch & fanta nr5

  • »rubeatz« ist männlich
  • »rubeatz« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2004

Endorsements: Meinl, Tama, Vic Firth , Evans, Roland, Jomox, Vermona, Sommercable, Native Instruments, Ableton

  • Nachricht senden

1

Montag, 13. November 2017, 12:08

Das moderne Schlagzeugquartett - ein kombiniertes Spiel- und Lehrbuch

Wenn Kinder die Welt entdecken, lernen sie auf spielerische Art und Weise. Ein Augenmerk auf die Umschreibung unserer Passion macht klar: auch wir »spielen Schlagzeug«. Um diesen Spieltrieb mit der Weiterentwicklung am Instrument zu kombinieren habe ich um das etwas andere Schlagzeuglehrbuch bemüht: Dabei herausgekommen sind ein Kartenspiel und ein erklärendes Handbuch, Das moderne Schlagzeugquartett (LEU-Verlag).



Es besteht aus 54 Spielkarten, einem Papiersequenzer und 8 Handzeichen. Jede Karte ist mit einem Piktogramm bedruckt, das ähnlich wie die Bildsprache der Emojis funktioniert und hier für eine schlagzeugtechnische Anwendung steht.

Das moderne Schlagzeugquartett kann man alleine, zu zweit oder mit mehreren Rhythmusmachern spielen. Mit den Spielkarten und den Handzeichen lassen sich im Ensemble moderne Tracks nach dem Baukastenprinzip programmierter Rhythmen erstellen oder den Spannungsbogen eines Arrangements steuern.

Das moderne Schlagzeugquartett fördert das loopige und patternbasierte Groove-Verständnis. Es schult die Fähigkeit, während des Trommelns auf optische Zeichen reagieren zu können – ein zentraler Bestandteil beim gemeinsamen Musizieren! Darüberhinaus stellt die Rhythmusliste des Buches einen Pool voller moderner Grooves sowie einen Patternbaukasten zur Verfügung. Eine umfangreiche Klangbibliothek lädt zu kreativen Experimenten ein.

Die Spielregeln sind einfach und kreativ-flexibel. Der Trommler sucht aus der Rhythmusliste (oder seinem persönlichen Fundus) ein Pattern aus und spielt es in Dauerschleife (Loop). Im weiteren Verlauf zeigt der Lehrer eine Spielkarte, deren Bildauftrag im nächsten Takt umgesetzt werden soll, bevor es zum ursprünglichen Loop zurückgeht...

Ungefähr so :




Im Netzt gibt es noch begleitende (zum Teil interaktive) Webseiten:
http://dasmoderneschlagzeugquartett.de / https://dmsqblog.wordpress.com


Bin sehr auf Rückmeldungen gespannt! Herzliche Grüße aus Frankfurt, Oli






(Nach FN verschoben.)
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

Korki

Mitglied

  • »Korki« ist männlich

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2005

Wohnort: Eifel

  • Nachricht senden

2

Montag, 13. November 2017, 13:10

Das ist auf jeden Fall ein ziemlich kreativer Ansatz. Daumen hoch.
An welche "Leistungsstufe" richtet sich das Buch / Lernspiel denn? Ist es als Add-on zu bisher eingesetzten Lehrmethoden und -Büchern gedacht oder soll es den Schlagzeugunterricht generell revolutionieren?
"Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke."

rubeatz

turntablerocker, dephazzed, hattlersch & fanta nr5

  • »rubeatz« ist männlich
  • »rubeatz« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2004

Endorsements: Meinl, Tama, Vic Firth , Evans, Roland, Jomox, Vermona, Sommercable, Native Instruments, Ableton

  • Nachricht senden

3

Montag, 13. November 2017, 18:17

Ist es als Add-on zu bisher eingesetzten Lehrmethoden und -Büchern gedacht oder soll es den Schlagzeugunterricht generell revolutionieren?
Sowohl als auch :)
Es funktioniert bestens als Add-On bzw. Multiplikator der vorhandenen Lehrbücher/des eigenen Repertoires, da die Idee zugrunde liegt, dass irgendein Pattern, erst geloopt, dann auf vielschichtige Weise - durch die Kartenaufträge - "ausproduziert" wird. Sprich, man kann das eigene Vokabular elegant/modern verbreitern, oder aber jeglicher Literatur weitere Schwierigkeitsstufen überstülpen.
Wenn ein standartisierter, Noten-basierter Unterricht spielerisch aufgebrochen wird, kann das durchaus motivieren. Die gelungene "Revolution" wäre, dem nicht immer zuträglichen Tunnelblick auf Sheets und Noten entgegenwirken und des Schülers Fähigkeiten stärken, ein Notenbild auch zügig ins Gehirn verfrachten zu können, um deutlich freier/wacher/kommunikativer in Bezug auf sein Umfeld (Ensemble, Band, Publikum) agieren zu können.
Die Idee, Musik mit Hilfe von Karten zu machen/steuern ist nicht unbedingt neu (siehe Freejazz á la John Zorn, diverse Neue e-Musik), sie pragmatisch und stilunabhängig zur Groovegestaltung und Arrangementsteuerung einzusetzen einfach der nächste Schritt - und dass sich das Kartenspiel locker auf andere Instrumente übertragen lässt, versteht sich von selbst :)


Ich denke mal, der #dmsq Ansatz richtet sich an die etwas fortgeschrittenen TrommlerInnen, die sich für moderne, zeitgemäße Beats interessieren. (Diese Einschätzung kommt aber vor allem daher, dass ich das Konzept mit jungen Anfängern ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert habe.)
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

zweifelsfrei

neues Mitglied

Registrierungsdatum: 24. März 2016

Wohnort: Leipzig

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 14. November 2017, 07:10

Klingt richtig gut. :thumbsup:

Ich habe in ein paar Wochen Geburtstag und habe das Buch direkt mal auf die Wunschliste gesetzt. Bin gespannt - vorallem darauf, wer es dann mit mir spielt. Andere Musikschüler? Meine Freundin? ^^ Mein Gitarist? :D Wer setzt sich denn vor einen Trommelnden und hält die Karten hoch? :huh: Eigentlich geht ja nur ein anderer Schlagzeuger aus der Musikschule, oder?

redsnare

Mitglied

Registrierungsdatum: 3. November 2009

Wohnort: Rhein-Main

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 14. November 2017, 13:29

Wer setzt sich denn vor einen Trommelnden und hält die Karten hoch? Eigentlich geht ja nur ein anderer Schlagzeuger aus der Musikschule, oder?

Das habe ich mich auch gefragt und wäre quasi, ohne das Quartett bisher live gesehen zu haben, mein einziger Kritikpunkt. Denn Üben tut man in der Regel dann doch alleine.
ABER für den Unterricht ist es eine total geile Idee. Denn der Lehrer zeigt einfach eine Karte hoch, ohne Konversation, ohne Erklärungen, einfach so. Und wenn der Schüler die Karte gut umsetzt, kann der Lehrer via "Daumen hoch" ebenfalls ein positives Feedback oder via "Daumen runter" ein negatives Feedback direkt geben und die "negativen" Baustellen analysieren dann beide im Anschluss.
Insofern, Daumen Hoch, Oli! Interessanter Ansatz, tolle Idee, innovativ und auflockernd! Ich checke das mal aus...
Kashooga
...ich...
OUT NOW: Kashooga "Street Prose" - AUDIO CD (erhältlich exklusiv bei uns) oder DOWNLOAD (erhältlich in den gängigen Portalen)

Kope

Mitglied

  • »Kope« ist männlich

Registrierungsdatum: 28. Januar 2008

Wohnort: Bayern

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 14. November 2017, 14:00

Also ich finde die Idee super. Werde es auf jeden Fall bestellen und in meinen Unterricht einbauen. Solchen Übungen sind super um den Unterricht aufzulockern. Wenn ich Feedback von meinen Schülern bekomme, gebe ich es hier natürlich weiter.
Jetzt müsste es nur noch eine App für Zuhause geben, die per Zufall die Karten zeigt

a_d_x

Mitglied

  • »a_d_x« ist männlich

Registrierungsdatum: 20. März 2015

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 14. November 2017, 14:25

Jetzt müsste es nur noch eine App für Zuhause geben, die per Zufall die Karten zeigt
vielleicht könnte man so eine Art "Videoschiedsrichter" dafür etablieren :D ich finde die Idee auch toll ...
"e tudo isso, que é tanto, é pouco para o que eu quero" Fernando Pessoa

rubeatz

turntablerocker, dephazzed, hattlersch & fanta nr5

  • »rubeatz« ist männlich
  • »rubeatz« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2004

Endorsements: Meinl, Tama, Vic Firth , Evans, Roland, Jomox, Vermona, Sommercable, Native Instruments, Ableton

  • Nachricht senden

8

Dienstag, 14. November 2017, 18:52

Wer setzt sich denn vor einen Trommelnden und hält die Karten hoch?
Dafür gibt es den "Papier-Sequenzer", eine DIN A3 große 8-Feld Matrix (die für eine 8 oder 16 taktige Form stehen kann). Darauf wird an der gewünschten Stelle des "Arrangements" die Spielkarte(n) gelegt.
Jetzt müsste es nur noch eine App für Zuhause geben, die per Zufall die Karten zeigt
Die ist im Kopf schon fertig, leider ist es sehr bzw. zu teuer das Teil programmieren zu lassen :(
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !

rubeatz

turntablerocker, dephazzed, hattlersch & fanta nr5

  • »rubeatz« ist männlich
  • »rubeatz« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 23. November 2004

Endorsements: Meinl, Tama, Vic Firth , Evans, Roland, Jomox, Vermona, Sommercable, Native Instruments, Ableton

  • Nachricht senden

9

Dienstag, 14. November 2017, 22:44

"Papier-Sequenzer"

Hier der passends Ausschnitt aus dem Buch, so funktioniert's mal mit Koordinator (Lehrer, Mitmusiker, Freund)



und mit dem "Papier-Sequenzer"
// mein Blog zum Buch und Thema e-Beats überhaupt. Und die Online-Klangsuchmaschine für's akustische Drumset: the drum sounds !